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Mutti hebt ab

Über die Autorin

Laura Windmann wurde 1968 in Stade geboren und wuchs dort wohlbehütet mit Eltern und Bruder auf. Ihr Vater stand früher als Komödiant auf der Bühne und erhielt sich seinen Humor bis ins hohe Alter. Seit er starb, kümmern sich Laura und ihr Bruder um die Mutter. Ihre eigene Familie gibt ihr die nötige Kraft, ihren Tochterpflichten nachzukommen und dem nächsten Treffen mit Muddi positiv gestimmt und mit frischem Mut entgegen zu sehen.

Laura Windmann

Mutti hebt ab

Neue Geschichten
aus dem Leben
einer leidgeprüften Tochter

BASTEI ENTERTAINMENT

Vorwort

Muddi hebt ab! Und zwar vom gediegenen Sofa und raus in die Welt, und das nicht nur regelmäßig donnerstags mit mir zu unserer obligatorischen Einkaufstour, sondern auch außer der Reihe, zum Shoppen nach Hamburg zum Beispiel. Für eine Achtzigjährige nicht schlecht, finde ich. Okay, wenn es länger als einen Tagesausflug und über die norddeutschen Grenzen hinausgehen soll, dann muss ich argumentativ schon einiges an Vorarbeit leisten, um aufkommende Bedenken zu zerstreuen.

»Und was ist, wenn eine Einbrecherbande hier in der Gegend ihr Unwesen treibt und meinen Schmuck stehlen will, während ich mit dir in der Weltgeschichte herumgondele?« Solche Gedanken können die Unternehmungslust meiner Mutter schlagartig bremsen. Da heißt es dann: Gegenargumente finden!

»Glaub mir, Muddi, es ist weitaus vorteilhafter, nicht anwesend zu sein, wenn vier Wodka-beseelte Rumänen dein Haus auf den Kopf stellen und du ihnen nicht mit dem Nudelholz drohen musst, während sie versuchen, an deinen Sparstrumpf unter der marokkanischen Brücke im Flur zu gelangen.« Das sage ich, und sie beruhigt sich.

»Da liegt der doch schon lange nicht mehr, Laura! Ich habe ein neues Versteck gefunden«, entgegnet Muddi dann, und ich bin beunruhigt.

Nachdem ich mir in den letzten Jahren Verstecke wie den Apothekerschrank im Badezimmer, den alten Koffer in einer der Abseiten, die linke Schublade der Werkbank meines Vaters, die rechte Außentasche des alten Persianermantels meiner Großmutter im grünen Bauernschrank und die marokkanische Brücke im Flur merken musste, befürchte ich nun, mein Erinnerungsvermögen irgendwann allein für mögliche Verstecke von Mutters Erspartem opfern zu müssen. Wie gut also, dass ich immerhin aufschreibe, was ich mit meiner unternehmungslustigen Muddi so erlebe. Das ist also schon mal safe.

Und sobald Koffer und Taschen für eine größere Reise gepackt und der Proviant verstaut sind, kommt meine Mutter auch schnell wieder in Fahrt. Vor allem was ihren Redeanteil betrifft, denn selbst nach etlichen Stunden auf der Autobahn wird sie einfach nicht gesprächsmüde.

Anscheinend stellt Muddis Hirn jeden Tag einen besonders großen Vorrat an Wörtern bereit, der möglichst zeitnah aus ihrem Kopf hinauswill. Aber wenn man allein lebt und nicht ständig Selbstgespräche führen will, ist das eben nicht so einfach. Sicher hebt Muddi auch deshalb regelmäßig ab, und zwar ihren Telefonhörer. Mindestens einmal am Tag klingelt sie bei mir durch, um mir irgendwelche Neuigkeiten mitzuteilen.

»Diese Misttannen, Laura!«, höre ich sie dann zum Beispiel durch den Hörer schimpfen. Und noch bevor ich ein »Hallo, Muddi!« sagen kann, ereifert sie sich weiter: »Beim nächsten Sturm werden sie alle umkippen, da wette ich drauf! Und dann muss die Feuerwehr kommen, und ich werde auf den Kosten sitzen bleiben. Kannst du diese Woche mal die Versicherungsunterlagen mit mir durchgehen?« Die nun folgende Redepause ist jedoch zu kurz für eine Antwort. »Laura, hast du gestern im Fernsehen den Heino gesehen? Jetzt singt der moderne Musiktitel nach! Und in Wacken ist der aufgetreten, zusammen mit Rammstein. Meine Güte, der muss es ja nötig haben … Wo lassen die Promis nur ihr ganzes Geld, frag ich dich? Das kommt davon, wenn es immer nur Hummer, Kaviar und Château Lafite sein müssen, um mit der elitären Masse mithalten zu können! Bah, ist mir übel!«

Man hätte diesem Buch im Grunde auch den Titel »Muddi hebt sich ab« geben können – denn wenn ich meine Mutter mit anderen Damen in ihrem Alter vergleiche, dann stelle ich immer wieder fest: Muddi bleibt wie eh und je neugierig und interessiert. Während die anderen älteren Herrschaften – Muddis Freundin Margot natürlich ausgenommen – nur noch damit beschäftigt sind, fünf Bingo-Zahlen zusammenzubekommen, wenn sie einen Seniorenabend besuchen, kann meine Mutter auch in Gesprächen rund um das Allgemeinwissen immer noch punkten. Egal, ob es sich ums aktuelle Musikgeschäft oder um das neueste iPad handelt. Meine Muddi ist bestens informiert! Und ihr kann man auch sonst nichts vormachen, nicht mal ein Trickbetrüger an der Tür, der glaubhaft beschwört, er sei ihr lang verschollener Neffe aus Übersee und brauche dringend dreitausend Euro.

Entweder würde meine Mutter gar nicht erst die Tür öffnen oder den Gauner mit einem Endlosmonolog über all die Arbeiten am Haus und im Garten, die auf zwei anpackende Männerhände warten, in die Flucht schlagen.

Apropos Flucht! In Gedanken hebt meine Mutter in letzter Zeit immer öfter ab in Richtung Kindheit, dann ist sie für einen Moment richtig in sich versunken. Aber wirklich nur für einen Moment, denn im nächsten sagt sie auch schon, wie glücklich sie als Kind in Pommern war. Zumindest bis zur Flucht aus dem damals besetzten Polen … Muddis Erinnerungen an die lange vergangenen Zeiten scheinen mit Fortschreiten der Jahre immer lebendiger zu werden. Als wäre ihr gerade zum ersten Mal wieder eingefallen, wie viele wunderhübsche und kostbare Puppen sie damals zurücklassen musste, kann sie zum hundertsten Mal von der Flucht vor dem Krieg erzählen. Und dann fällt ihr meist auch ganz schnell wieder ein, was sie von Buxtehude, wo ihre Familie schließlich strandete und sie seitdem lebt, hält. »Ich hasse Buxtehude wie die Pest!« Na, wenn das kein Statement ist! Wäre da nicht das Haus, sie wäre wohl fortgegangen.

Das Haus, in das meine Mutter mit meinem Vater zog und wo sie ihre Familie gründeten, wurde 1779 erbaut. Auf dem Grundstück mit seinen rund zweitausend Quadratmetern Fläche stehen üppige Obstbäume und hohe Tannen. So manche Kanonenkugel des Herrn Napoleon, die mein Vater beim Umgraben seiner Gemüsebeete fand, ziert noch heute das Bücherregal im Wohnzimmer. Und irgendwie sind das alte Haus und meine alte Muddi so gut wie unzertrennlich. Das Haus und der Garten treiben sie an.

Und Muddi treibt mich und meine Lieben an. Immer schon war sie der »Treiber« in unserer Familie. Ja, man könnte sagen: Muddi ist das Flugzeug und hebt mit uns ab!

Selbst mit achtzig möchte sie diese Rolle weiterhin beibehalten, vergisst jedoch dabei, dass ich nicht mehr die vierzehnjährige Tochter bin, sondern mich bereits seit geraumer Zeit im Erwachsenenalter befinde. So ergeben sich immer wieder kleinere Krisen, in denen einer von uns nachgeben muss. Ein Einlenken oder Nachgeben folgt meist jedoch erst nach langen Diskussionen, diversen persönlichen Kriegserklärungen, dem Nicht–Wahrhaben–Wollen einer anders gearteten Meinung als der eigenen und letztendlich einer gewissen Resignation und der Feststellung, dass es ohne die andere einfach nicht geht.

Hat sich mein Nervensystem nach solch einem Zwist endlich wieder runtergefahren, beschleicht mich seit einiger Zeit immer öfter das Gefühl, dass ich nicht nur einen Hauch von Muddis Temperament, sondern eine ordentliche Portion geerbt habe.

Aber lesen Sie selbst, und vielleicht erkennen Sie sich und Ihre »Muddi« in manchen Momenten auch wieder, wir jedenfalls nehmen Sie immer gern mit – dieses Mal sogar von Buxtehude zurück in die Vergangenheit!

Drei, zwo, eins –

Muddi hebt ab!

Roger and out.

1.
»Laura, aufstehen, Frühstück ist fertig!«

»Hallo, Sie da, aufstehen, der Kaufmarkt öffnet gleich!« Ich blinzle gegen das grelle Neonlicht an und sehe den Supermarktleiter, der sich die Hände in die Hüften gestemmt über mich und Muddi beugt. Aneinandergekuschelt liegen wir beide in einem selbstgebauten Nest aus Pappkartons. Rechts von uns sind die Brotwaren im Regal, links von uns die süßen Aufstriche. Wie passend für ein schnelles Frühstück im Stehen.

»Hallo, Platz machen, hören Sie? Sie können hier nicht den ganzen Tag liegen!« Die schwarze Ponytolle des Marktleiters wippt ungeduldig auf und ab.

Muddi gähnt einmal herzhaft und reibt sich tatendurstig den Restschlaf aus den Augen. »Komm, Laura, wir machen uns vor dem Kühlregal ein wenig frisch, und dann gehen wir beim Bäcker schön Kaffeetrinken.« Sie zupft an ihrem Dutt herum und sieht aus wie das blühende Leben. Ich streiche mir über die zerzausten Haare und fühle mich, als hätte ich die letzten drei Nächte auf der Reeperbahn durchgefeiert. Für so ein Leben im Supermarkt scheinen mir die nötigen Voraussetzungen zu fehlen, im Gegensatz zu Muddi, die mich antreibt, endlich aus dem Karton zu kommen.

»Laura, aufstehen, Frühstück ist fertig!« Muddis Stimme ist ganz nah an meinem Ohr. Und mit einem Augenaufschlag lasse ich diesen absurden Supermarkt-Alptraum hinter mir. Aber wo bin ich? Huch … Was mache ich im ehemaligen Ehebett meiner Eltern? Warum liege ich nicht zu Hause neben Laszlo, meinem Mann? Und warum muss ich wie früher als Kind wieder von Muddi geweckt werden, gibt es keine Wecker mehr?

»Der Tisch ist gedeckt, Laura!«, sagt Muddi.« Sie zupft an ihrem Dutt herum und sieht aus wie das blühende Leben. Im gleichen Moment ist sie durch die Tür verschwunden, wahrscheinlich um mir schon mal von ihrem heißen und sehr, sehr starken Bohnenkaffee einzuschenken.

Ich bewege erst einmal vorsichtig meine Glieder, während langsam die Erinnerung wieder zurückkehrt. Ach ja, Muddi hatte mich gebeten, ihr bei einigen Hausarbeiten behilflich zu sein. Und da gemeinsames Essen, Staubsaugen, gemeinsames Essen, Schubladen aufräumen, gemeinsames Essen, Papiere sortieren, gemeinsames Essen, Einkaufen und wieder gemeinsames Essen für einen Tag doch etwas viel Unternehmung und Nahrung sind, bin ich eben schon am Mittwochnachmittag nach Buxtehude gefahren. Super Idee, Laura!

Donnerstagmorgen um halb zehn sitze ich also im alten Ehebett meiner Eltern und blicke entsetzt in den komplett verglasten Schlafzimmerschrank. Ich streiche mir über die zerzausten Haare und sehe aus, als hätte ich tatsächlich die letzten drei Nächte auf der Reeperbahn durchgefeiert. … Mit Mitte vierzig sollte man die Abende bei einer Tasse Rotbuschtee auf dem Sofa verbringen und spätestens um 22.00 Uhr ins Bett gehen, ganz ehrlich.

Aber es hilft nicht, ich muss mich jetzt irgendwie aus diesen dicken Federkissen hieven. Die 1,5-Liter-Flasche Wasser, die ich in der Nacht fast geleert habe (der Brand war fürchterlich!), nehme ich mit nach oben ins Wohnzimmer. Dort sind zum Glück bereits alle Spuren unseres gemütlichen Abends bei halbtrockenem Merlot, diversen Pralinenkreationen und anderen mehr oder weniger kulinarischen Exzessen beseitigt. Bis um zwei Uhr in der Frühe, Muddi ist Fan von Domian, der kultigen Telefon-Talkradio-Sendung, ging unser erster gemeinsamer Frauenabend – noch ahne ich zum Glück nicht, dass dies der Beginn einer neuen Tradition im Hause Windmann sein soll. Erschöpft und mit leichtem Kopfschmerz setzte ich mich an den wie immer von Muddi perfekt gedeckten Frühstückstisch.

Das silberne Tablett auf dem niedrigen Marmortisch offeriert, wie sollte es anders sein, vielerlei Frühstücksoptionen: von Erdbeermarmelade und Waldblütenhonig über körnigen Frischkäse, würzige »Lotsenwurst«, wie die norddeutsche Cervelatwurst genannt wird, butterweichen Camembert, mehrere Scheiben Appenzeller-Schnittkäse, deren strenger Geruch den schönen Kaffeeduft überdeckt, der mir erst in die Nase steigt, als ich die Tasse zum Trinken an den Mund führe.

»Nun iss erst einmal was, Laura! Soll ich gleich noch zwei Toastscheiben in den Toaster stecken?«

»Ich kann noch nichts essen, Muddi.«

»Ja, das geht aber nicht! Dann iss doch wenigstens das Ei! Hier, ein 5-Minuten-Ei, wie du es am liebsten magst.«

»Erst recht kein Ei!«

»Dann trink schön den Kaffee.«

»Jawoll, Muddi.«

Eine Tasse Kaffee von meiner Mutter aufgebrüht wird so viel Koffein enthalten, wie es sonst in einer ganzen Kanne steckt … wenn ich nun nach und nach eine ganze Kanne eingeschenkt bekomme, wie viel Koffein habe ich dann am Ende wohl intus? Bloß nicht genau nachrechnen, ermahne ich mich im Stillen, sonst explodiert mein Kreislauf jetzt sofort. Ich muss das Kaffeetrinken mit Muddi wie eine Art Extremsport betrachten. No risk, no fun!

Zwei Stunden später, inzwischen habe ich nicht nur etliche Tassen Kaffee, sondern auch das Ei, diverse belegte Toastscheiben, Obst und Apfelkuchen vom Vortag verzehrt, brechen wir zu unserer wöchentlichen Shoppingtour in den Kaufmarkt auf. Dabei ist es nicht so, dass in Muddis Vorratsschrank noch viel Platz wäre. Darin stehen bereits so viele Ravioli- und Heringsfiletdosen für »den Notfall«, dass sie locker einen ganzen Monat lang davon leben könnte. Erstaunlich auch, dass der untere Regalboden unter der Last der zwanzig Cola-Trinkflaschen, die sie allein für Philipp, Muddis geliebten Enkel, meinen geliebten Sohn, auf Vorrat gekauft hat, falls er mal spontan vorbeischaut, noch nicht zusammengebrochen ist.

Der Donnerstag in seinem Ganzen, als Erlebnis, ist ein Konstrukt aus einer längst vergangenen Zeit, als Muddi noch Vaddi an ihrer Seite hatte, und beide ihr Töchterchen aus einem Dorf bei Buxtehude abholten, wo sie ihre erste eigene Wohnung hatte, um mit ihr – sie besaß selbst kein Auto – einkaufen zu fahren. Der Donnerstag und der gemeinsame Einkauf gehören einfach zusammen wie Grünkohl und Pinkel, wie Dackel und Blick, wie Sylvester Stallone und seine Lippe. Ach, was sage ich – der Donnerstag und der Einkauf sind wie Klitschko und Klitschko! Genauso explosiv, grundsätzlich gefestigt und nicht erst seit gestern in der Welt!

Der Vater starb, das Töchterchen bekam ein Auto, die beiden Frauen fuhren weiterhin zusammen einkaufen. Der Donnerstag ist also geblieben. Nur in abgewandelter Form.

Und so fahre ich mit Muddi auch heute mal wieder zum Kaufmarkt in Buxtehude. Und schon aus der Ferne scheint uns das grün-gelbe Kaufmarkt-Banner entgegenzuwinken, fast so als wolle er sich gleichsam verabschieden, denn bereits seit mehreren Monaten wird die Filiale dieser Supermarkt-Kette umgebaut.

»Weiß du, Laura, auch das Logo wird sich verändern, die bekommen ganz neue Farben, ein neues Design. Corporate Identity«, erklärt mir Muddi, obwohl ich bei dem Gespräch, das sie vor ein paar Wochen mit dem Supermarktleiter führte und in dem sie das alles nachgefragt hatte, dicht neben ihr und dem Supermarktleiter gestanden und alles selbst genau mitangehört hatte. Aber ich nicke interessiert und lasse sie weiterreden, während ich den Wagen auf den Parkplatz und in eine Parkbucht lenke. »Weißt du noch, wie wir Anfang des Jahres beim Bäcker standen, um dieses köstliche Bauernbrot zu kaufen, und dann das Wasser durchs Dach durchbrach. Wie eine Flutwelle schoss es neben uns auf den Verkaufstresen. Die hätten das Dach doch regelmäßig begutachten lassen müssen, das war lebensgefährlich! Und der alte Boden hatte bereits Löcher, richtige Stolperfallen! Aber dass die dann monatelang alles, wirklich alles auf den Kopf stellen und wir jede Woche neu suchen müssen, wo die Butter, die Marmelade, die Raviolidosen …« Untermalt von Muddis Redefluss betreten wir den frisch renovierten Eingangsbereich des Supermarkts, in dem sich auch mehrere Franchise-Unternehmen befinden. Der besagte Bäcker, ein Blumen-, ein Tabakwarenhändler, eine Poststelle und ein thailändisches Schnellrestaurant. Alle inzwischen in neu gestylten Bereichen untergebracht.

»Hübsch geworden, nicht, Laura? Wirklich hübsch! Hat sich dieses ganze Brimborium doch tatsächlich gelohnt …« Wie in Zeitlupe dreht sich Muddi Millimeter für Millimeter um ihre eigene Achse, um auch ja nur alle Neuerungen ausgiebig in den Blick nehmen zu können. Dabei drückt sie den noch leeren Einkaufskorb fest an ihre Brust.

Und dann sind wir so weit, fertig für die Kür, fertig zum Wocheneinkauf. Ach, hatte ich Ihnen schon gesagt, dass Muddi so langsam einkaufen kann, dass man beim Zusehen eine Tiefenentspannung erfahren könnte. Aber nur, wenn man mit Muddi nicht verwandt ist und wenn man sie nicht gerade selbst begleitet, während sie in ihrem Slow-Motion-Modus durch die Gänge zockelt. Mir fällt mein Traum am Morgen wieder ein … Vielleicht gar keine so schlechte Idee, nach einem geräumigen kuscheligen Pappkarton Ausschau zu halten, in dem ich ein Nickerchen einschieben kann. Bis Muddis Stimme auf einmal durch die Lautsprecher des Supermarktes tönt: »Laura? Laura, wo steckst du? Kannst du mal endlich zur Kasse kommen? Ich steh mir hier noch die Beine in den Bauch.«

2.
»Kaufmarkt hieß früher Lampert.«

»Mann, Mann, da hatten Sie hier ja täglich diesen Krach vom Bohren und Aufstemmen, nicht?« Muddi steht an der Kasse von Frau Meyer, ihres Zeichens Deutschrussin. Wir würden sie, ihren Mann, ihre Kinder und ihr Haus sowie ihre Lebensgeschichte sicher en détail kennen, wenn sie nur mehr zu Wort käme.

Frau Meyer antwortet, während Muddi gemächlich ein Paket Butter auf das Band legt: »Ja, das können Sie wohl sagen, Frau Windmann!«

»Sie wissen ja, dass wir schon seit dem zweiten Tag der Ersteröffnung hierherkommen, Frau Meyer, nicht?«

»Ja, ich weiß, Frau Windmann.« Frau Meyer lächelt.

Muddi stopft die sechs Zeitschriften aus der Reihe Falls Sie’s noch nicht wussten: Helene Fischer und Florian Silbereisen verbringen Romantik-Wochenende auf der Alm! zwischen zwei Flaschen Waldmeistersirup auf das Band.

»Kaufmarkt hieß früher Lampert. Die Lamperts hatten ganz am Anfang ein Herrenbekleidungsgeschäft in Cuxhaven, wussten Sie das schon?«

»Ja«, antwortet Frau Meyer und scannt die sechs Zeitschriften ein. Natürlich weiß sie das nur, weil meine Mutter es ihr schon des Öfteren erzählt hat.

Muddi blickt kurz auf eine Packung Zahnpasta und wirft ein: »Gott ja, zum Zahnarzt müsste ich auch dringend!« Lässt die Zahncreme aufs Laufband plumpsen, fasst sich kurz an die rechte Wange und fährt fort.

»Danach hieß der Laden Super-Bazar. Und beinahe jede Woche gab es irgendetwas Besonderes. Einmal war Marika Rökk hier und hat für ihre Hautcreme geworben, die sie gerade auf den Markt gebracht hatte. Da gab’s für alle Autogramme!«

»Mhm, das ist ja toll!« Frau Meyer nickt und tut sogar erstaunt.

»Und in der Mitte der Verkaufsfläche stand ein rechteckiger Brunnen, dekoriert mit Pflanzen. Im Brunnen schwammen Goldfische und kleine Schildkröten!«

»Was? Schildkröten?«, ruft Frau Meyer jetzt wirklich perplex.

Vor meinem inneren Auge sehe ich plötzlich wieder diesen Brunnen von damals, der uns Kinder immer magisch angezogen hatte. Ich erinnere mich noch ganz genau, dass ich die Wasserschildkröten sogar auf die Hand holen durfte. Wie das wohl heute wäre, mit so einem Brunnen im Eingangsbereich? Der wäre bestimmt innerhalb von einer halben Stunde leer gefischt … wenn nicht von irgendwelchen Kindern, die sich daraus einen Spaß machten, dann sicher vom Tierschutz.

Muddi legt nun zehn Tafeln Zartbitterschokolade aufs Band. »Die sind für meinen Enkel«, kommentiert sie ihre Auswahl.

»Natürlich«, sagt Frau Meyer und lächelt.

»Dann hieß der Laden Suba-Center. Gott weiß, wer sich andauernd neue Namen für diese Konsumtempel ausdenkt!«

»Hm, ja«, bemerkt Frau Meyer und scannt drei Strumpfhosen in Größe 46.

Muddi ruft: »Es ist zum Heulen! Ich hatte früher Kleidergröße 36! Und jetzt …«

»Ja, wem sagen Sie das!« Frau Meyer seufzt und beißt einmal genüsslich von ihrem Käsebrötchen ab, das griffbereit in einem Fach unter der Kasse liegt.

»Eine Zeit lang fuhr so ein kleiner Roboter durch die Gänge. Er hielt ein Tablett, auf dem Bonbons lagen, und man konnte sich, sooft man wollte, bedienen!«

»Ehrlich?«, fragt Frau Meyer.

»Ja, er unterhielt sich dann mit der Kundschaft, plauderte unentwegt!«

Frau Meyer schüttelt ihren Kopf und scannt weiter die Ware ein.

Ich stehe jetzt gefühlt seit einer halben Stunde hinter meiner Mutter und warte. Die Kunden, die sich anfangs noch hinter mir angestellt hatten, sind inzwischen zu einer anderen Kasse gewechselt.

»Heutzutage wird ja auch nichts mehr für die Kundschaft getan«, klagt Muddi, und Frau Meyer nickt.

»Diese mickrigen Fruchtbonbons, die sie hier heute verschenkt haben, können die sich an den Hut stecken! Das ist ja lächerlich!«

Frau Meyer hört für einen Moment auf zu nicken.

Ich versuche derweil, meinen Einkauf auf das Laufband zu legen. Viel Platz dafür gibt das Band immer noch nicht her, weil es bei Muddi ja nicht wirklich vorangeht.

An meinem Paket Fürst-Pückler-Eis perlen inzwischen dicke Tautropfen herab, und das Hackfleisch nimmt bereits eine bedenkliche Farbe an.

Ein Herr mit lediglich zwei Paketen Schwarzbrot, der sich fröhlich pfeifend hinter mir angereiht hatte, stöhnt jetzt laut auf. »Du meine Güte!«, zischt er und geht zur Nachbarkasse.

Ich bewundere Frau Meyers Geduld und frage mich, ob die Marktleitung aus ihrer Überwachungszelle oberhalb der Kassen von Muddis Blockade etwas mitbekommt und Frau Meyer später eine Abmahnung erhält.

Aber vielleicht ist es auch ganz anders, und Frau Meyer wird eine Zulage ausgezahlt, wenn sie die Einkäufe meiner Mutter abkassiert. Schließlich kauft meine Mutter jede Woche eine nicht zu geringe Menge an Waren ein. Sie ist nun mal keine Otto-Normal-Rentnerin, die bloß eine Packung Müsli, ein Päckchen Gebissreiniger und eine frau im Beet oder frau heut Nacht oder frau unterwegs kauft. Neiiiin!

Meine Muddi kauft jede Woche für sich allein mehr ein als ich für mich, meinen Mann, meinen Sohn und den Hund zusammen! Ich trage ihr jede Woche mindestens vier Einkaufstaschen und ihren Bastkorb voll beladen in ihre Küche.

Moment! Wahrscheinlich gibt es sogar Prämienzahlungen für die Kassiererinnen, die Muddi bedienen. Deshalb winken sie ihr immer schon von Weitem zu. Die wollen gar nicht nur nett grüßen, die wollen meine Mutter an ihre Kasse locken!

»Laura, kannst du dich noch an den Indianer erinnern?«, fragt Muddi unvermittelt, legt fünf Bananen und einen Beutel Äpfel aufs Band und strahlt mich an.

Oh ja! Und wie ich mich erinnere!

Ich war ungefähr acht Jahre alt und habe jede Folge Winnetou gesehen. Ich habe mit meiner besten Freundin Duni sozusagen im Apachenland gelebt. Sie war Ntscho-tschi, ich Winnetou. Wir saßen jeden Nachmittag in unserem kleinen Spiele-Wigwam bei geschätzten fünfzig Grad Innentemperatur, schnitzten Pfeile und schmiedeten den nächsten Angriff auf die Bleichgesichter.

Eines Tages tanzte im Eingangsbereich vom Suba-Center ein Indianer. Er trug eine Lederhose mit Schurz und einen wunderschönen Kopfschmuck aus Adlerfedern. Und er sang zu einem bezaubernden Tanzlied der Cherokee-Indianer.

Ich weiß noch ganz genau, wie fasziniert ich von diesem Menschen und seiner Darbietung war, und ich habe mich sogar für ein Autogramm in die lange Schlange gestellt. Für einen sonst schüchternen Teenager nicht selbstverständlich. Heute ärgere ich mich sehr darüber, dass ich dieses Autogramm nicht mehr besitze.

Dank unseres besten Freundes, Herrn Google, habe ich meinen Indianer vor ein paar Jahren wieder gefunden. Er hieß Buffalo Child, lebte seit seiner Zeit als GI in Deutschland nahe München und war mit einer Deutschen verheiratet. Es gab diverses Merchandising, Tourneedaten und Videos auf seiner Homepage. Allerdings ist er inzwischen wohl verstorben, die Einträge endeten vor einiger Zeit. Aufgetreten ist er jedoch noch bis ins hohe Alter von ungefähr neunzig!

»Stellen Sie sich vor, ein waschechter Indianer hat hier getanzt!«, ruft Muddi freudig aus, während sie die letzten Einkaufsteile wieder zurück in den Einkaufswagen legt.

Frau Meyer blickt mich an. Ich nicke verträumt und auch ein bisschen müde.

»120 Euro und 45 Cent, Frau Windmann!«, höre ich Frau Meyer sagen.

Muddi kramt in ihrem Portemonnaie herum. »Wissen Sie, Frau Meyer, meine Tochter war ja so was von wild auf den ganzen Winnetou-Kram!«

O-oh, ich ahne Fürchterliches und gucke betont teilnahmslos.

»Sie war ja so was von verliebt in Pierre Brice!«

Frau Meyer grinst und gibt Muddi auf ihre 150 Euro raus.

»Laura und ihre Freundin Duni sind nur noch durch das Gebüsch gepirscht und wollten den Nachbarsjungen an den Marterpfahl binden und …«

Ein junger Mann, der anscheinend die letzten Minuten Zeuge von Muddis Ausführungen geworden war, drängt sich neben mich, tippt ihr auf die Schulter und raunt ihr zu: »Weiße Squaw! Dein bleichgesichtiger Bruder möchte seine Jagdbeute heute noch häuten, von seiner Squaw zubereiten lassen und mit seinem Clan essen. Beeile dich, eh dein Bruder das Kriegsbeil ausgräbt, denn ein ergrauter Skalp fehlt noch in meiner Sammlung!«

Und für diese Einlage hat sich die ganze Warterei doch wieder gelohnt: Heute Morgen hätte ich nicht für möglich gehalten, dem Geist von Buffalo Child noch einmal so nahe zu kommen. Ein Einkauf bei Kaufmarkt ist eben immer eine Reise wert!

3.
»Der dusselige Dackel hat doch tatsächlich
meinen Zahn gefressen!«

»Gott, Laura, mein Zahn tut so weh! Ich glaub, der stirbt ab.«

Muddi sitzt wie ein Häuflein Elend bei uns zu Hause und presst die eisgekühlte Apfelsaftschorle gegen ihre rechte Wange statt davon zu trinken. »Mir sind gestern schon wieder ein paar Plombenstückchen abgebrochen«, jammert sie.

»Du wolltest doch auch schon seit Wochen zum Zahnarzt«, kommentiere ich schulterzuckend ihre Leidensmiene. Typisch Muddi! Schiebt die Arztbesuche immer so lange raus, bis es akut wird. Und zwar an einem Besuchswochenende bei uns, wann sonst?

»O Gott, wie ich das hasse! Wenn ich schon an den Behandlungsstuhl dieser Ärztin denke, wird mir schlecht. Und schwindelig ist mir auch sofort!«

Sie stellt die Apfelsaftschorle demonstrativ in die Mitte des Esstisches. Diese Geste soll mir sagen: Jetzt kann ich wirklich gar nichts mehr davon trinken, jetzt verspüre ich zusätzlich zu den Zahnschmerzen auch noch Übelkeit. Musstest du denn auch noch die ZAHNÄRZTIN erwähnen, Laura?

»Aber Dr. Hummerich kann dir vor der Behandlung doch eine Spritze geben. Dann merkst du garantiert nichts von dem Eingriff«, versuche ich, sie zu beruhigen.

»Das hilft bei mir nicht, das weißt du doch. Ach, wenn ich die blöde Hummerich nur sehe und die mich mit ihren Beruhigungsfloskeln vollquatscht. Hält die mich für doof?«

Jetzt richtet Muddi sich auf, schließt die Augen, zieht beide Augenbrauen hoch und zitiert mit geschürzten Lippen in höherer Stimmlage ihre Zahnärztin.

»Ach, Frau Windmann, Sie brauchen sich gar keine Sorgen zu machen, mit dieser Spritze hier spüren Sie die Behandlung kein bisschen. Und die Spritze selbst macht nur einen kleinen, gaaaaanz kleinen Pieks. Versprochen!«

Muddi öffnet ihre Augen, sieht mich böse an, haut einmal mit der Faust auf den Tisch, dass die Apfelsaftschorle beinahe überschwappt, und sagt erbost: »Und dann spritzt sie die Betäubung und will schon nach fünf Minuten mit dem Bohren anfangen! Da hab ich aber beim letzten Besuch gesagt, dass sie noch länger warten soll. Meine Lippen waren ja noch nicht einmal taub! IST DIE BESCHEUERT?« Muddis Zornesfalten glätten sich nach dem Ausruf abrupt wieder, und sie sagt mit lieber Muddi-Stimme: »Ach Laura, mach uns doch mal einen Kaffee. Und vergiss den Zucker und die Milch nicht.«

Ich spare mir dieses Mal den Kommentar darüber, dass ich noch nie den Zucker und die Milch in ihrem Kaffee vergessen habe, und gehe in die Küche. Während ich die Kaffeemaschine anwerfe, stelle ich mir vor, wie meine Mutter die Zahnärztin in den Wahnsinn getrieben haben muss. Ich sehe den Behandlungsraum mit einer großen Wanduhr, Muddi in Liegeposition und die Ärztin daneben. Vermutlich eine Viertelstunde nach dem Setzen der Spritze will die Ärztin anfangen zu bohren. Meine Mutter aber packt die Ärztin entsetzt an den Armen und brüllt: »Um Gottes willen, sind Sie irre? Nur weil ich ’ne alte Oma bin, können Sie doch nicht mit mir machen, was Sie wollen! Sie setzen sich jetzt wieder hin und warten mit mir noch mindestens dreißig Minuten, bis ich die Betäubung auch spüre. Jetzt ist da noch gar nichts taub, Sie hohle Nuss! Wo um Himmels willen haben Sie studiert? Im Outland bei den Aborigines?«

»Und schuld an meiner Zahnarztangst ist der Arzt aus Stettin!«, ruft Muddi aus dem Esszimmer zu mir herüber.

Und ich weiß, was jetzt kommt: die Milchzahngeschichten. Seufzend gieße ich zwei Becher voll Kaffee, gebe für Muddi zwei Teelöffel Zucker und einen Schuss Vollmilch hinzu – der ultimative Zahnschmerztest sozusagen –, in meinen Becher nur einen Schuss Milch.

Zurück am Tisch warte ich geduldig.

Erstens auf das, was passiert, wenn Muddi den süßen Kaffee schlürft. Zweitens auf die erste Milchzahngeschichte. Ich weiß, dass ich um sie nicht herumkomme. Selbst wenn ich jetzt schnell ein anderes Thema anschneide, später würde Muddi trotzdem ihre beiden Geschichten erzählen. Weil diese, wenn sie einmal in ihrem Tageskalender im Hirn aufleuchten, unbedingt erzählt werden müssen. Der Kalender wird heute noch bis um Mitternacht regelmäßig aufschrillen, vibrieren und in Leuchtbuchstaben folgenden Text an die Decke werfen: »Du musst noch die Milchzahngeschichten erzählen! Und wenn Laura dir sagt, sie hätte diese Geschichten schon drei Millionen Mal gehört: Ignoriere das! Du musst sie erzählen!«

»Hallo, Oma, na? Alles easy?« Philipp setzt sich neben seine Großmutter. Muddi umarmt ihn kurz, er lehnt sich zurück und betreibt social networking an seinem Smartphone.

Muddi hebt ihre Kaffeetasse, führt sie an ihre Lippen, dann überlegt sie es sich anders und fängt doch erst mit der Milchzahngeschichte Nummer eins an, während sie den vollen Becher wieder absetzt.

Mit Schrecken stelle ich fest, dass ich simultan Wort für Wort mitreden könnte! Erstaunlich, mit welchen Altlasten mein Gehirn gefüllt ist … und dass da immer noch Platz für wichtigere Sachen zu sein scheint. Aber irgendwann wird die Schublade »Muddis Anekdoten« überfüllt sein, und sie werden auch andere Bereiche in meinem Hirn besetzen. Ich sehe mich in der Zukunft, wie ich von einem Polizist in einer Unfallsache befragt werde, die ich als einzige Zeugin beobachtet habe, und statt irgendwelche sachdienlichen Hinweise zu geben, rede ich fortwährend von den schlimmen, schlimmen Milchzahngeschichten meiner Muddi …

»Damals in Stettin, das war vielleicht im Jahr 1940, hat mir der Zahnarzt ohne Vorwarnung einen Milchzahn gezogen, ach was sag ich, herausgebrochen hat er ihn, mit einer Riesenzange!« Muddi hält sich eine Hand vor die Augen und schüttelt fortwährend den Kopf, so als wolle sie die Erinnerung auf diese Weise abschütteln. Mit der anderen Hand hat sie Philipps Unterarm ergriffen, den sie fest drückt.

Philipp streichelt Muddi beruhigend über die Hand.

Ich streichle mir beruhigend über die Hand.

Ich muss akzeptieren, dass Muddi so etwas wie ein frühkindliches, posttraumatisches Erlebnis plagt – nicht durch die Kriegszeit bedingt, sondern durch diesen ersten Zahnarztbesuch. Dieses Kindheitstrauma macht sie bis heute zum »Hosenschisser der Nation«, wie sie selbst gern sagt, zumindest in Bezug auf Arztbesuche.

»Stellt euch das mal vor. Einem Kind mit roher Gewalt einen Zahn herausbrechen. Und meine Mutter hat nur zu mir gesagt: Na, Hauptsache, er ist raus. Nur weil sie selbst jegliche Zahnarztbehandlung, selbst eine Wurzelbehandlung, ohne Betäubung ertrug, erwartete sie von ihrer Tochter das Gleiche.«

Muddi hebt den Kaffeebecher an ihre Lippen … und trinkt. Doch statt eines Aufschreis, weil der Zucker den wehen Zahn quält, quält Muddi mich mit der zweiten ...

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