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Mordmotiv Hass (FBI Special Agent)

Pete Hackett

Mordmotiv Hass (FBI Special Agent)

Ein Fall für Owen Burke





BookRix GmbH & Co. KG
80331 München

Mordmotiv Hass

FBI Special Agent Owen Burke

 

Krimi von Pete Hackett

 

Ein CassiopeiaPress E-Book

© by Author

© 2012 der Digitalausgabe 2012 by AlfredBekker/CassiopeiaPress

www.AlfredBekker.de

 

 

»Es war eine Autobombe«, sagte der Assistant Director. »Als Steven Simons gestern Morgen um 7.15 Uhr in seinen Buick stieg und den Zündschlüssel umdrehte, wurde sie gezündet. Simons war sofort tot. Da eine Bombe im Spiel ist, hat man den Fall uns übertragen, Agents. Und ich betraue Sie beide mit den Ermittlungen.«

Das war kurz und bündig. Die beiden Special Agents Owen Burke und Ron Harris waren entlassen. Der AD wusste den Fall in den besten Händen. Die Agents verließen das Büro des Chefs, durchquerten das Vorzimmer, in dem Amalie Shepard, die Sekretärin des AD, verbissen die Tastatur ihres Computers bearbeitete und die beiden Agents keines Blickes würdigte, und wenig später setzten sie sich in ihrem gemeinsamen Büro an ihren Schreibtisch.

Nach einem längeren Blick in die Akte, die vor ihm lag, ergriff Owen Burke das Wort: »Steven Simons, 32 Jahre, Sergeant bei der Highway Unit, seit einem Jahr verheiratet, Vater einer sechsmonatigen Tochter, wohnhaft in 324 West 78th Street. Warum musste er sterben? Er war Angehöriger der Verkehrspolizei. Es ist doch kaum anzunehmen, dass ihn jemand, der mal 'nen Strafzettel von Simons ausgestellt bekam, aus Rache in die Luft sprengte.«

»Das kann ich mir auch nicht vorstellen«, pflichtete Ron Harris seinem Kollegen bei. »Sprechen wir mal mit seiner Frau. Vielleicht ergeben sich aus dem Gespräch mit ihr ein paar wertvolle Hinweise für uns.«

Kurze Zeit darauf waren sie per Lift auf dem Weg in die Tiefgarage. Rasant ging es die dreiundzwanzig Stockwerke hinunter. Unten angekommen klemmte sich Ron Harris hinter das Steuer des Dodge Avenger, den die beiden als Dienstwagen benutzten. Da das Federal Building direkt am Broadway liegt, benutzte sie ihn, um nach Norden zu gelangen. Es ging nur langsam voran, aber daran hatten sich die Agents längst gewöhnt. Manhattan glich einem Ameisenbau, jeden Tag wieder stand der Stadtteil vor dem verkehrsmäßigen Zusammenbruch, jeden Tag wieder überstand er dieses Chaos mehr oder weniger unbeschadet, um ihm am nächsten Tag aufs Neue ausgesetzt zu sein.

Bei dem Gebäude Nummer 324 in der 78th Street handelte es sich um ein Hochhaus mit zwölf Stockwerken. Der Bau verfügte über eine Tiefgarage. Das wussten die Agents, weil der Mord in eben dieser Tiefgarage geschah. Im Erdgeschoss residierte hinter einer Rezeption ein Doorman. Burke und Harris wiesen sich ihm gegenüber aus. Der Mann sagte: »Sie kommen sicher wegen der schrecklichen Sache von gestern Morgen. Die Frau des Mannes und die kleine Tochter können einem leid tun.«

»Wir möchten Mrs. Simons sprechen«, erklärte Burke.

»Zweite Etage, Apartment 211. Simons war ein anständiger Kerl, Agents. Kaum zu glauben, dass er einen Feind hatte.«

Burke und Harris stiegen die Treppe hinauf. Sie fanden Apartment 211, Ron Harris läutete, aus dem Lautsprecher der Gegensprechanlage erklang eine weibliche Stimme: »Was wünschen Sie?«

Harris stellte sich vor. Gleich darauf wurde die Tür geöffnet und eine junge Frau, höchstens fünfundzwanzig Jahre alt, zeigte sich den Agents. Sie hatte dunkle, halblange Haare, ihr Gesicht konnte man als hübsch bezeichnen, sie war etwa eins fünfundsechzig und etwas mollig. Burke entgingen nicht die vom Weinen geröteten Augen und die blasse Gesichtsfarbe der Frau. Er zeigte seine Dienstmarke und sagte: »Special Agent Burke, FBI New York. Ich darf Ihnen mein ehrliches Bedauern zum Verlust Ihres Mannes ausdrücken.«

Joana Simons schaute den Agent an. Er vermisste Leben in ihren Augen. Der Blick war wie erloschen. »Sie ermitteln wegen des Mordes, nehme ich an.« Ihre Stimme klang kraftlos, geradezu schwach und Burke sagte sich, dass Joana Simons psychisch ziemlich am Ende war. Ihre Augen füllten sich mit Tränen. Sie schniefte. »Ich – ich kann das noch immer nicht begreifen«, entrang es sich ihr. »Steven hat doch niemandem etwas getan. Er …« Sie brach ab und schaute Burke wie eine Erwachende an. »Bitte, kommen Sie herein. Sie haben gewiss eine Reihe von Fragen.«

Im Wohnzimmer bot ihnen Joana Simons Sitzplätze an, ließ selbst auf die Couch nieder und verschränkte ihre Finger ineinander. Die Hände baumelten zwischen ihren Oberschenkeln.

»Werden Sie stark genug sein, Ma'am?«, fragte Owen Burke. »Wir können Ihnen psychologische Unterstützung …«

Joana Simons winkte ab. »Ihre Kollegen vom Police Department waren schon zweimal bei mir. Gestern Nachmittag war ich in der Pathologie und habe Steven identifiziert. Ich werde es überstehen. Stellen Sie Ihre Fragen. Mir ist ja selbst viel daran gelegen, dass der Mord an meinem Mann so schnell wie möglich aufgeklärt wird.«

Obwohl sie nicht den Eindruck vermittelte, schien sie entgegen der Auffassung Owen Burkes innerlich ziemlich gefestigt zu sein.

»War Ihr Mann in den Tagen vor seinem Tod anders als sonst?«, begann Burke die Befragung. »Wer er nervös, gereizt, unruhig - eben einfach anders als üblicherweise.«

Joana Simons schüttelte den Kopf. »Nein. Er war wie immer. Gestern Morgen verabschiedete er sich von mir wie jeden anderen Tag auch, an dem er zur Arbeit fuhr. Mir ist jedenfalls nicht aufgefallen, dass sich sein Verhalten irgendwie – in irgendeiner Weise verändert hätte.«

»Ihr Mann war Angehöriger der Highway Unit. War er vorher vielleicht in einer anderen Abteilung beim Police Department eingesetzt?«

»Steven gehörte bis 2009 zur Army. Nach seinem Afghanistaneinsatz war er noch etwa ein halbes Jahr in Fort Detrick, Maryland, stationiert, dann ist er ausgeschieden. Er bewarb sich beim Police Department, wurde genommen und ist nach seiner Ausbildung zur Highway Unit gekommen.«

»Ihr Mann war in Afghanistan?«

»Ja. Sein Dienstrang war Lieutenant.«

»Hat er sich vielleicht beim Militär Feinde gemacht?«, mischte sich Ron Harris in die Befragung ein.

»Nicht dass ich wüsste. Steven hat dahingehend niemals auch nur ein Sterbenswort verlauten lassen. Nein, Agents, Steven hatte keine Feinde. Wenn er einen Feind gehabt hätte, wüsste ich davon. Er hat mit mir über alles gesprochen.«

»Leben die Eltern Ihres Mannes noch?«

»Ja. Sie haben ein Haus in Queens. Stevens Mutter ist schwer herzkrank. Sein Vater war auch Polizist. Auch er war bei der Highway Patrol.«

»Hatte Ihr Mann mit seinen Eltern Kontakt?«

»Natürlich.

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