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Mit Gott über die Welt reden

Sigrid Lichtenberger

Mit Gott über die Welt reden

Eine Auswahl von

Gedichten zu Zeitungsnotizen

aus aller Welt

PENDRAGON

Inhalt

Unsere Welt

Unsere Welt

Mein Gott

Hunger

Kinder

Neue Armut

Bald eine Milliarde

Flüchtlingsdrama

Massengrab

Die Nachbarin

Dorf in Afrika

Nicht ich

Nachbarn

Flüchtlingswellen

Minen

Gift

Sicherheit

Anschlag auf ein Windrad

Wasser

Tsunami

Flut

Vielfalt

Mord

Sonne

Panik

Dreisprung

Reiseblatt

Die Schlagzeile

Jenseits von Paragraphen

An der Schweizer Grenze

Frieden am Sinai

Phantasie

Die Nonne

Die Kaffeekasse

Der Gast

Der Eremit

Auf dem Seil

Zirkus

Der Komet

Allerlei Getier

Schneckenwanderung

Fliegen

Liebespfade

Pension

Peppi

Brownie

Kamel

Welt ohne Gott

Sonntags

Der Schatz

Wolkenkratzer

Eine Frau

Kirche zu verkaufen

Ausgetreten

Zahlen

Mischwesen

Nachruf bei Lebenszeit

Spring doch

Babys perfekt

Zukunft

Spott mit Gottes Wort

Auferstehen

Notizen

Tempel

Kathedralen

(B)Raum der Erkenntnis

Teilchenbeschleuniger CERN (Genf)

Forschung

Fragezeichen I: War alles Zufall?

Fragezeichen II: Wo ist Liebe?

Fragezeichen III: Liebe in Zeiten der Forschung

Nicht nichts

Gegen den Strom

Schweigeminute

Hebe de Bonafini

Frauenprotest – Berlin 1942

Ein Mann aus Toronto

Der Cellist

Takagi

Der Astronom

Mary Jayne Gold

Anzeigen

Traueranzeigen

Der Tod und das Mädchen

Sie

Hinrichtung

Zwei Tage

Was bleibt aber, stiften die Dichter

Nachgedanken

Manchmal denke ich:

Wir müssen Gott wecken

Aber im Psalm 121 steht:

Siehe, der Hüter Israels

schläft und schlummert nicht

Sigrid Lichtenberger

Man muss Bibel und Zeitung lesen. Man muss die Bibel lesen, damit man die Zeitung versteht. Die verwirrt einen, wenn man sie nicht liest auf der Basis dessen, was die Bibel an Menschenbild und Zukunftsperspektive hat.

Johannes Rau, 1931-2006,

Ministerpräsident von NRW, später Bundespräsident

Unsere Welt

 

Unsere Welt

Unsere Welt sagen wir

aber manchmal fährst du, Gott

mit deinem Donnerwetter dazwischen

da schwellen die Flüsse

da zünden die Blitze

da bebt die Erde

Tektonische Verschiebungen

sagen wir Menschen

elektrische Spannungen in der Atmosphäre

lesen wir in der Zeitung

und legen sie beiseite

Was sollen wir tun

darauf haben wir keinen Einfluss

 

Mein Gott

Sieh doch

wie unsre Erde durchs Weltall trudelt

trudelt?

nein sie trudelt nicht

zieht stetig ihre eingeübte Bahn

auch wenn ein Meteor sie fast gestreift

wie’s steht zu lesen

in der Zeitung

Die Erde weicht nicht aus

– das kann sie nicht –

sie braucht jetzt Glück

sie dreht sich um sich selbst

läuft dabei kreisend

um den Sonnenofen

Sieh doch

wie sie ihr Farbkleid wechselt

wie Berge abgetragen werden

Gletscher schmelzen doch Menschen

wandern frohgemut auf ihr umher

Du der du unsichtbar

schenkst uns die Gabe vieles zu gestalten

zwar ist der Umkreis unsres Wirkens klein

doch groß ist die Zerstörungskraft

die wir Entwicklung nennen

Bedenkenlos tun Menschen alles

was sie können

und sie können viel

kein Apfel der Erkenntnis

hält sie auf

und mahnt sie

zu begreifen dass

klug zu handeln

auch heißt

manches nicht zu tun

Mein Gott

lass uns erkennen

 

Hunger (1996)

Es ist zu lesen von einem Land

da sind die Lebensmittel knapp geworden

hundert Gramm misst die tägliche Reisration

und die Kinder

Herr, nun spreche ich zu dir

die Kinder leiden an Atemnot

ihr Wachstum ist gestört

diese Menschen essen Rinde

und Gras, Herr

Eine kleine Notiz nur in der Zeitung

die Nachbarn erwägen Hilfsaktionen

die Nachbarn sind keine Freunde

sollen sie dennoch?

In dem Buch das von dir spricht, Gott

steht geschrieben:

Wenn dein Feind hungert

gib ihm zu essen

 

Kinder

Einskommaviermillionen Kinder

lebten in Armut

jetzt sind es vierkommazweimillionen

die Zahlen türmen sich

gesammelt in einem europäischen Land

doch Zahlen tragen keine Gesichter

und wer kennt die Namen?

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Weltbild

Viel Spaß!



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