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Merlin, Artus und die Ritter der Tafelrunde Band 2 Der Dreizehnte Ritter – ein Verräter?

Merlin, Artus und die Ritter der Tafelrunde Band 2 Der Dreizehnte Ritter – ein Verräter?

Tomos Forrest

Published by Alfred Bekker, 2019.

Inhaltsverzeichnis

Title Page

Merlin, Artus und die Ritter der Tafelrunde | Band 2 | Der Dreizehnte Ritter – ein Verräter? | von Tomos Forrest | Fantasy-Roman

Klappentext:

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About the Publisher

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Klappentext:

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Morgana le Fay, die Fürstin der Finsternis, hat nur einen Wunsch: Ihren Halbbruder König Artus sterben zu sehen. Dabei bedient sie sich ihrer Schwarzen Mächte und schafft es scheinbar, Leander, den Dreizehnten Ritter der Tafelrunde und treusten Gefolgsmann des Königs, in ihren Bann zu ziehen und ihm einen folgenschweren Befehl zu erteilen: „Töte Artus ...!“, dessen Ausführung er schwören muss, will er das Leben seiner Geliebten nicht aufs Spiel setzen. Und noch eine viel dunklere Macht schmiedet im Verborgenen Pläne, deren Ausmaß nicht einmal Merlin vorhersehen kann ...

***

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1.

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Ariadne küsste Leander zärtlich und lange.

Als sie sich von ihm löste, sank er auf das gemeinsame Lager zurück, hatte die Augen geschlossen und murmelte schläfrig: „Mh, wonach schmeckst du, Liebes?“

Die Nymphe blieb neben dem Bett stehen und beobachtete den Dreizehnten Ritter, dessen Brust sich gleich darauf in tiefen Atemzügen gleichmäßig hob und senkte.

Zweimal stieß sie ihn zart an, aber der Hüne reagierte nicht darauf, sondern schlief weiter.

„Verzeih mir, aber ich kann nicht anders!“, flüsterte sie und huschte auf den langen, dunklen Gang hinaus, erreichte schließlich die Tür zum Hof und trat hinaus. Am Pferdestall wurde sie erwartet, und sie schrak zusammen, als sie die perfekte Täuschung erkannte. Ihr rascher Schritt endete jäh, und als der Mann vor ihr sich umdrehte, schlug sie die Hand vor den Mund, um einen leisen Schrei noch zu mildern.

„Niemals, niemals hätte ich bei diesem Betrug mitmachen dürfen!“, klagte Ariadne, als der Ritter, der Leander wie ein Ei dem anderen glich, in den Sattel stieg.

„Aber du hattest keine andere Wahl!“, antwortete der Mann. „Morgana le Fay bittet nicht, sie befiehlt. Und wie du wohl weißt, hat sie die Macht, dich zu vernichten. Jetzt komm schon, nimm deine andere Gestalt an und lass uns endlich von hier verschwinden!“

Ariadne schüttelte sich, blieb aber auf dem gleichen Fleck stehen.

Ungeduldig führte der Ritter sein Pferd einmal um sie herum.

„Was ist los?“

„Es ... es geht nicht. Ich kann mich nicht verwandeln!“

„Rede keinen Unsinn, Ariadne! Du weißt, was auf dem Spiel steht! Leander ohne seine Nymphe wird bei einem solchen Anlass nur unnötige Aufmerksamkeit erregen! Also – jetzt los!“

Mit einem Seufzer ergab sich die junge Nymphe in ihr Schicksal, bewegte rasch die Hände und nahm die Gestalt einer Zentaurin an. Mit einem zufriedenen Laut trieb der Ritter sein Pferd aus dem Hof, dicht gefolgt von Ariadne, der es in dieser Gestalt keine Probleme bereitete, mit dem Tier mitzuhalten.

Die Hufe klangen hart und laut auf dem steinigen Untergrund, als sie über den Brückenteil ritten und nach kurzer Zeit im Wald verschwanden, der fast bis an die Mauern Camelots heranreichte. So jagten sie stumm nebeneinander her bis zu dem Anfang des Gebirges, und während der Ritter, der die Identität Leanders angenommen hatte, sich durstig über einen kleinen Bach beugte, sah sich Ariadne rasch um. Ihr verzweifelter Blick flog über die Felskuppen, als käme von dort Hilfe für sie. Aber außer ein paar kreisenden Raben, von denen sie wusste, dass es die Dämonen Morganas waren, ließ sich kein Wesen blicken, dem sie vertrauen konnte. Auch ihr klebte die Zunge am Gaumen nach dem langen Ritt, und sie überlegte kurz, ob sie ihre menschliche Gestalt wieder annehmen sollte, aber das wäre bereits ein Verstoß gegen die Anordnungen gewesen, den sie lieber nicht riskierte.

So bückte sie sich ebenfalls über das Wasser und trank davon in langen Zügen.

Wind war aufgekommen und fegte über die Wasserstelle. Ariadne schauerte zusammen, denn mit dem Wind kamen die schwarzen Wolken, ein sicheres Zeichen für die Annäherung Morganas.

„Wir müssen dort oben hinauf, das ist der vereinbarte Treffpunkt!“, sagte der Mann neben ihr und deutete auf die Anhöhe. In einer ziemlichen Entfernung entdeckte Ariadne eine dunkle Stelle, die vermutlich den Eingang zu der Höhle kennzeichnete. Ein ungutes Gefühl verursachte einen Schauer, der ihr eiskalt über den Rücken bis zur Kruppe lief. Sie tänzelte nervös mit den Hufen, dann nickte sie ihm zu und trabte wieder an.

Schließlich standen sie vor der Höhle, und ein seltsamer Geruch wehte ihnen entgegen, stieg in ihre Nasen und reizte sie zum Niesen. Die Nymphe fragte sich, was sie da wohl gerade einatmeten, aber es war zu spät, denn aus dem dunklen Inneren kam eine laute Stimme.

„Kommt endlich herein, wie lange soll ich noch auf euch warten?“

Die Stimme war undefinierbar, kalt wie der Frost, aber kaum menschenähnlich. Ariadne machte zwei Schritte in das Dunkel und war überrascht, wie groß diese Höhle war. Langsam gewöhnten sich ihre Augen an die Lichtverhältnisse, und ihre Hufe klapperten auf dem felsigen Untergrund, als sie langsam weiterging. Auch Leanders Doppelgänger saß noch im Sattel, als plötzlich gleißende Helle alles um sie herum bedeckte.

Geblendet schlossen die beiden ihre Augen und warteten ab.

Ein grelles Lachen hallte von den Felswänden des großen Saales zurück, und als Ariadne vorsichtig die Lider öffnete und sich umsah, erkannte sie Stück für Stück Einzelheiten. Es gab einen riesigen, thronähnlichen Stuhl auf einem großen Podest, und dort saß die schlanke, schwarze Gestalt. Alles um sie herum schien in Bewegung zu sein, die Tücher, in die sie sich gekleidet hatte, schienen aus flüssigem Material zu sein, das hin und her rollte wie kleine, schwarze Wellen.

Ihr schneeweißes, schmales Gesicht zeigte zwei dünne, schwarze Augenbrauen, darunter schmale Augen, aus denen grüne Pupillen zu ihnen herüberblitzten. Der kirschrote Mund war wie immer zu einem schmalen Schlitz zusammengepresst, und mit einer herrischen Bewegung ihrer Hand mit dem großen Stab wies sie die beiden an, näher zu kommen.

Der Ritter schwang sich aus dem Sattel und ließ sein Pferd im Hintergrund stehen, während sich die beiden langsam näherten, herrschte eisiges Schweigen in der großen Halle. Leanders Doppelgänger kniete in einer untertänigen Haltung vor der Fürstin der Finsternis, während Ariadne nur kurz den Kopf neigte und sich wünschte, weit weg von hier zu sein.

Gleich darauf erklang dieses furchtbar schrille Lachen, und Ariadne dachte, dass hier nicht ein Dämon saß, sondern hunderte ihr teuflisches Lachen ertönen ließen, so laut hallte es von den Felswänden zurück.

Morgana le Fay erhob sich und berührte mit ihrem Stab die Schulter des Ritters, der noch immer vor ihr kniete.

„Endlich habe ich euch beide hier vor mir, und jetzt gibt es keine Ausflüchte mehr für dich, Leander! Du kennst meine Macht sehr gut und weißt, was ich Ariadne antun kann, wenn ich es will. Selbst, wenn du tust, was ich verlange, kannst du dir nie sicher sein, ob ich mein Wort halten werde!“

Der Doppelgänger senkte den Kopf auf die Brust und schwieg.

„Du kniest demütig vor mir, Leander, und ich kann dir gar nicht sagen, wie sehr ich diesen Moment genieße, auf den ich so lange gewartet habe. Immer, wenn ich Artus schon an der Gurgel gepackt hatte, musstest du dich dazwischenwerfen und verhindern, was mein Vorrecht ist! Schweig – du hast keine Ahnung, was ich beabsichtige! Ich bin die Fürstin der Finsternis, mir gehorchen alle Dämonen der Hölle, und nur deine Macht, die der Merlins noch überlegen ist, konnte mich immer wieder aufhalten.“

„Herrin, ich bin verpflichtet, König Artus zu helfen, das ist mein Schwur!“, antwortete mit dumpfer Stimme der Doppelgänger.

„Schweig, denn schon dafür, dass du meinem Ruf gefolgt und hier in dieser Höhle bist, zusammen mit Ariadne, beweist mir, wie sehr du sie liebst. Und das ist wirklich rührend, denn ich werde sie töten, solltest du auch nur einen Zoll von dem abweichen, was ich dir jetzt auftragen werde!“

„Alles, was du von mir verlangst, werde ich tun, Herrin. Aber ich bitte dich um das Leben von Ariadne, die ich mehr liebe als mein Leben!“

Die Nymphe wollte etwas einwerfen, aber ein herrisches Zeichen mit dem Stab in ihre Richtung brachte sie zum Verstummen.

„Gut, Leander, das habe ich nicht anders erwartet. Ich trage dir auf, was du schon längst weißt: Töte Artus und dann bist du frei, kannst tun und lassen, was du willst und meinetwegen mit dieser Nymphe und Zentaurin irgendwo hingehen, wo ich euch nicht mehr sehen muss!“

„Ich soll – den König töten? Deinen eigenen Bruder? Herrin, das ist nicht ...“

„Schweig!“, schrie ihn Morgana an, und wieder war diese Stimme klirrend vor Kälte. „Noch ein Wort von dir, und ich bereue, dich nicht schon längst getötet zu haben! Schwör mir hier auf meinen Stab deinen Treueeid, oder sieh zu, wie ich erst Ariadne töte, bevor ich dich vernichte!“

Der Doppelgänger hatte nur kurz den Kopf gehoben, jetzt ließ er ihn wieder sinken und verharrte in seiner demütigen Stellung.

„Ich höre nichts!“, kreischte Morgana.

„Ich schwöre es dir!“, antwortete der Ritter.

„Schwöre es beim Leben deiner Ariadne, schwöre es und dann kehre nach Camelot zurück, um deinen Auftrag zu erfüllen!“

„Ich schwöre es – beim Leben von Ariadne!“, kam es fast flüsternd von den Lippen des Ritters, wobei er seinen Kopf gesenkt hielt.

Ein kreischendes Lachen, und Morgana richtete sich zu ihrer vollen Größe auf.

„Ihr habt es alle gehört, meine Untertanen – Leander schwört mir beim Leben der Nymphe, Artus zu töten! Nun kehre zurück und bring mir sein Herz innerhalb von vier Wochen, oder Ariadne stirbt!“

Als hätte man einen Vorhang zugezogen, verlosch das Licht in der Halle plötzlich, und die beiden verharrten erneut, um ihre Augen an die Dunkelheit zu gewöhnten.

„Ariadne?“, kam die leise Stimme des Doppelgängers.

„Du wirst ja meine Schritte hören, Leander. Ich bin auf dem Weg nach draußen, dein Pferd steht hier drüben!“, antwortete die Zentaurin mit kalter Stimme.

Dann trabten die beiden seltsamen Wesen den Berg hinunter, wobei Ariadne vorauseilte, denn sie hatte keinerlei Probleme, dem gewundenen und nur schwach vom Mondlicht beleuchteten Pfad zu folgen.

Als sie den Waldrand erreichten, sagte eine triumphierende Stimme in der verlassen wirkenden, dunklen Höhle: „Nun, mein Freund, hast du alles gesehen und verstanden? Ich habe noch immer alles erreicht, was ich wollte, und Artus habe ich viel zu lange verschont. Jetzt wird Leander dafür sorgen, dass er endlich verschwindet! Und du wirst ihn nicht aufhalten können!“

Ein schwaches, gelb glimmendes Licht wurde im oberen Bereich der Höhle sichtbar. Gleich darauf vergrößerte es sich und beleuchtete den Wandelgang, auf dem ein alter, weißhaariger Mann stand. Auch er hatte wie Morgana, die mit der Schwärze in der Halle vollkommen verschmolz, einen langen Stab in der Hand.

„Hätte ich es nicht mit eigenen Augen gesehen und mit meinen eigenen Ohren gehört – niemals würde ich einen solchen Verrat für möglich halten!

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