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McQuade und der Mächtige von Benson (Der Kopfgeldjäger Band 62)

Pete Hackett

McQuade und der Mächtige von Benson (Der Kopfgeldjäger Band 62)

Western





BookRix GmbH & Co. KG
80331 München

McQuade

Der Kopfgeldjäger Band 62:

McQuade und der Mächtige von Benson

Western von Pete Hackett

 

Pete Hackett Western - Deutschlands größte E-Book-Western-Reihe mit Pete Hackett's Stand-Alone-Western sowie den Pete Hackett Serien "Der Kopfgeldjäger", "Weg des Unheils", "Chiricahua" und "U.S. Marshal Bill Logan".

 

Über den Autor

Unter dem Pseudonym Pete Hackett verbirgt sich der Schriftsteller Peter Haberl. Er schreibt Romane über die Pionierzeit des amerikanischen Westens, denen eine archaische Kraft innewohnt - eisenhart und bleihaltig. Seit langem ist es nicht mehr gelungen, diese Epoche in ihrer epischen Breite so mitreißend und authentisch darzustellen.

Mit einer Gesamtauflage von über zwei Millionen Exemplaren ist Pete Hackett (alias Peter Haberl) einer der erfolgreichsten lebenden Western-Autoren. Für den Bastei-Verlag schrieb er unter dem Pseudonym William Scott die Serie "Texas-Marshal" und zahlreiche andere Romane.

Hackett ist auch Verfasser der neuen Serie "Der Kopfgeldjäger". Sie erscheint exklusiv als E-book bei CassiopeiaPress.

 

Ein CassiopeiaPress E-Book

© by Author

© der Digitalausgabe 2014 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen

www.AlfredBekker.de

www.postmaster@alfredbekker.de

 

 

Es war gegen Abend, als McQuade zwischen die Häuser von Benson ritt. Müde zog der Falbe die Hufe durch den Staub der Main Street. Gray Wolf trottete neben dem Pferd her, sein Kopf war gesenkt, die Nase befand sich dicht über dem Boden. Der Kopfgeldjäger, sein Pferd und der große, graue Wolfshund waren verstaubt und verschwitzt. Die Augen des Texaners waren entzündet und rotgerändert, auf seinem hohlwangigen Gesicht hatte sich eine dünne Schicht aus Staub und eingetrocknetem Schweiß gebildet.

Die Schatten waren lang und wuchsen immer schneller über die heiße Fahrbahn. Der Kopfgeldjäger schaute sich um und nahm alles auf, was sich seinem Blick bot. Es mutete ihn jedoch seltsam an, dass sich auf der Straße und auf den Gehsteigen kein Mensch zeigte.

McQuade ritt am Saloon vorbei. Am verkrümmten Holm stand kein einziges Pferd. Er passierte das Büro des Deputy Sheriffs. Auf dem Vorbau stand ein Schaukelstuhl, er war verwaist. Hinter dem verstaubten Fenster des Büros sah McQuade einen dunkelgrünen Vorhang, der zugezogen war.

Das Pferd unter McQuade prustete. Der Texaner tätschelte den Hals des Tieres. „Gleich, mein Guter, gleich kannst du ausruhen. Und du bekommst den allerbesten Hafer …“

Der Kopfgeldjäger lenkte den Falben auf das Tor zum Hof des Mietstalls zu. Es war zugezogen, aber nicht verriegelt. Sattelsteif saß McQuade ab, dehnte und reckte die hageren Schultern, von der Krempe seines schwarzen Stetson rieselte Staub. Er nahm den Falben am Kopfgeschirr, versetzte mit der Linken dem Tor einen leichten Stoß, sodass es leise quietschend und knarrend aufschwang, und führte den Falben in den Wagen- und Abstellhof.

Gray Wolf lief sofort zu dem Tränketrog beim Brunnen, stellte sich mit den Vorderläufen auf den Trogrand und trank. Auch McQuades Ziel war zunächst die Tränke. Ein feiner Staubfilm schwamm auf dem Wasser wie eine dünne Haut. Der Falbe senkte seine Nase hinein und begann zu saufen. Der Kopfgeldjäger wusch sich Staub und Schweiß aus dem Gesicht und trocknete es mit seinem Halstuch ab.

Als er hinter sich ein rostiges Knarren vernahm, schaute er über die Schulter und sah im Stalltor einen bärtigen Mann, auf dessen Kopf eine graue, abgegriffene Feldmütze der Konföderierten Armee saß.

McQuade drehte sich um. Er war schon einige Male in Benson und kannte den Stallburschen. Sein Name war James Smith, alle nannten ihn nur Smithy. „Guten Abend, Smithy“, grüßte McQuade. „Was ist los mit dieser Stadt? Hier scheint alles Leben abgestorben zu sein.“

Smithy räusperte sich, setzte sich in Bewegung, näherte sich dem Kopfgeldjäger und hielt einen Schritt vor ihm an. „Ein furchtbares Verbrechen ist geschehen, McQuade. Die Menschen hier sind vor Fassungslosigkeit und Schreck wie erstarrt. Banditen haben die Graydon Farm überfallen. Sie haben Jack Graydon erschossen, Nelly haben sie vergewaltigt und ihr dann den Hals durchgeschnitten. Lediglich den dreijährigen Sammy haben die Hundesöhne nicht umgebracht.“

McQuade verspürte Betroffenheit. Erinnerungen wurden wach, der Dämon seiner Vergangenheit meldete sich zu Wort, vor seinem geistigen Auge sah er das Gesicht seiner Schwester. Auch sie war vergewaltigt und ermordet worden. Ein Schatten schien über sein Gesicht zu huschen, sein Herz schlug höher, sein Blut geriet in Wallung, und es dauerte geraume Zeit, bis der Texaner das Gehörte verarbeitet hatte. Er fragte: „Hat man eine Ahnung, wer das Verbrechen begangen haben könnte?“

„Zuerst dachte man an die Apachen“, versetzte Smithy. Gray Wolf, der seinen Durst gelöscht hatte, trottete zu dem Stallmann hin, der strich ihm über den Kopf und der Wolfshund drängte sich gegen seine Beine. „Aber Mullins konnte die Spur der Mörder aufnehmen und ihr ein Stück folgen. Die Hufe ihrer Pferde waren beschlagen. Also waren es wohl Weiße.“

„Und es gibt nicht den geringsten Hinweis auf die Kerle?“

„Der Doc hat die Leichen untersucht. Unter den Fingernägeln der Frau fand er Blut und Hautreste. Doc Mallory meint, dass Nelly einen der Vergewaltiger und Mörder gekratzt hat. Aber es ist wohl so, dass die Mörder nicht aus unserer Gegend stammen, dass sie zufällig auf die Farm gestoßen sind und in der Zwischenzeit sind sie sicherlich über alle Berge.“

„Wann geschah der Überfall?“

„Vorgestern.“

McQuade zog einen Steckbrief aus der Tasche des zerschlissenen, braunen Staubmantels, faltete ihn auseinander und hielt ihn dem Stallmann hin. „Ich verfolge diesen Mann, Smithy. Seine Spur führt nach Benson.“

Smithy heftete seinen Blick auf das vergilbte Papier. „Hondo Sloane“, murmelte er den Namen des Mannes, der zur Fahndung ausgeschrieben war. „Er ist siebenhundert Dollar wert.“ Der Stallmann fuhr sich mit der Zungenspitze über die Lippen, dann schüttelte er den Kopf. „Nein, den Burschen habe ich nicht in Benson gesehen. Sicher hat er einen großen Bogen um die Stadt gemacht, nachdem es hier seit einiger Zeit einen Deputy gibt.“

McQuade legte den Steckbrief wieder zusammen und steckte ihn in die Manteltasche. „Möglich, dass Sloane an der Stadt vorbei geritten ist. Östlich von Benson beginnen doch die Weidegründe der Merritt Ranch.“

„So ist es. Von der Stadt bis zum San Pedro River und über dem Fluss fast bis zu den Ausläufern der Dragoons gehört das Land Shawn Merritt.

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