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McQuade - gejagt von der Armee (Der Kopfgeldjäger 69)

Pete Hackett

McQuade - gejagt von der Armee (Der Kopfgeldjäger 69)

Cassiopeiapress Western





BookRix GmbH & Co. KG
80331 München

Der Kopfgeldjäger Band 69:

McQuade – gejagt von der Armee

Western von Pete Hackett

 

Pete Hackett Western - Deutschlands größte E-Book-Western-Reihe mit Pete Hackett's Stand-Alone-Western sowie den Pete Hackett Serien "Der Kopfgeldjäger", "Weg des Unheils", "Chiricahua" und "U.S. Marshal Bill Logan".

 

Ein CassiopeiaPress E-Book

© by Author

© der Digitalausgabe 2014 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen

www.AlfredBekker.de

www.postmaster@alfredbekker.de

 

 

McQuade verharrte am Waldrand und beobachtete die Reiterkavalkade, die auf der anderen Seite der verstaubten, weitläufigen Senke zwischen den Felsen hervor kam. Es waren ungefähr zwei Dutzend Reiter, sie trugen die blauen Uniformen der Armee, die gelben Halstücher leuchteten im grellen Sonnenschein, die Männer saßen nach vorne gekrümmt auf den Pferden und man konnte ihnen selbst auf die ziemlich große Entfernung ansehen, dass sie erschöpft waren.

Der Falbe unter dem Kopfgeldjäger trat auf der Stelle und prustete mit geblähten Nüstern, Gray Wolf, der muskulöse, graue Wolfshund, der dem Texaner zum zuverlässigen und nicht verzichtbaren Partner geworden war, hatte sich niedergelassen, lag auf dem Bauch und beobachtete ebenfalls die Patrouille.

McQuade befand sich in den Pinaleno Mountains, einer menschenfeindlichen Gebirgsregion rund um Camp Grant. Er kam von Safford herunter, wo er einen steckbrieflich gesuchten Banditen gestellt und dem dortigen Sheriff übergeben hatte, sein Ziel war Tucson, wo er so etwas wie ein Zuhause gefunden hatte und wo er sich zwischen seinen Trails auf der Fährte irgendwelcher Verbrecher ausruhte.

Der Kopfgeldjäger sah mitgenommen und heruntergekommen aus. Seine Kleidung war schmutzig und zerschlissen, er war stoppelbärtig, Schweiß und Staub hatten eine dünne Schicht in seinem Gesicht gebildet, seine Augen waren entzündet und zwischen seinen Zähnen knirschte der Staub. Sein Ritt durch die Felswüste hatte unübersehbare Spuren bei ihm hinterlassen; tausend Strapazen und Entbehrungen hatten ihn gezeichnet.

Mit einem Schenkeldruck trieb er den Falben an. Müde setzte das Tier einen Huf vor den anderen, es ließ den Kopf hängen und es war deutlich, dass das Pferd ebenso ausgebrannt war wie sein Reiter. Gray Wolf hatte sich erhoben, streckte den muskulösen Körper, gähnte und trottete dann widerwillig hinter dem Falben her.

Die Kavalleristen wurden auf den einsamen Reiter aufmerksam, der Soldat, der an der Spitze ritt, zerrte an den Zügeln, hob die rechte Hand und gab den Befehl, anzuhalten. Der Trupp kam zum Stehen, das Klirren der Gebissketten, das Stampfen der Hufe und der Knarren der Sättel verklangen.

McQuade näherte sich der Patrouille langsam, und als ihn nur noch zwei Pferdelängen von dem Lieutenant trennten, der den Trupp anführte, parierte er den Falben und rief staubheiser: „Howdy! Ich bin auf dem Weg nach Tucson. Ich nehme an, Sie kommen von Camp Grant.“

Der Lieutenant rief über die Schulter: „Wir pausieren hier, Leute. Korporal!“

Einer der Reiter trieb sein Pferd nach vorn. „Sir!“

„Bestimmten Sie vier Männer, die Wache halten.“

„In Ordnung, Sir!“

Der Lieutenant wandte sich wieder dem Kopfgeldjäger zu: „Ich kenne Sie, ich hab Sie schon einige Male im Camp gesehen. Ich bin Lieutenant Foley vom sechsten Kavallerieregiment. Was treibt Sie durch diese gottverlassene Gegend, McQuade? Kein Mensch begibt sich freiwillig in diese Hölle aus Hitze, Staub und totem Gestein.“

Der Lieutenant hatte die Hände übereinander auf das Sattelhorn gelegt und taxierte ihn mit müden Augen. McQuade registrierte, dass die Soldaten nicht viel besser aussahen als er. Sie hatten ihre blauen Feldblusen ausgezogen, zusammengerollt und auf die Sättel geschnürt. Mit den von Sonne und Regen gegerbten Gesichtern unter den Schildern der Feldmützen mit dem Emblem der gekreuzten Säbel sahen sie verwegen und hart gesotten aus. Die gelben Halstücher dienten als Pferdeblenden, Topflappen, Wundverbände und Wassersieb.

„Ich komme von Safford herunter“, antwortete McQuade und reckte die Schultern. „Der Weg nach Tucson ist durch das Gebirge am kürzesten.“

„Das ist richtig“, bestätigte der Lieutenant und nickte mehrere Male, „es ist aber auch der gefährlichste und strapaziöseste. In der Felswüste treiben sich renitente Apachen herum. Wenn Sie ihnen in die Hände fallen, ist Ihr Leben keinen rostigen Cent mehr wert.“

Ein Soldat erregte die Aufmerksamkeit des Kopfgeldjägers. Er stand neben seinem Pferd, und während seine Kameraden es sich am Boden bequem machten, sich Zigaretten drehten und ihren Durst löschten, starrte er unverwandt den Kopfgeldjäger an. Geradezu körperlich spürte McQuade den Blick, der sich regelrecht an ihm verkrallt hatte. Der Mann war ungefähr Mitte zwanzig, sein Gesicht wurde von einem schwarzen Bart eingerahmt, seine Augen lagen im Schatten des Mützenschirms.

„Ich weiß“, versetzte McQuade fast gleichmütig. „Bis jetzt hatte ich Glück. Ich habe weder einen der roten Burschen gesehen, noch gibt es irgendwelche Hinweise, dass sich in diesem Gebiet welche von ihnen herumtreiben. Aber ich werde auf der Hut sein.“

„Das ist auch angebracht“, versetzte der Lieutenant.

Unauffällig beobachtete McQuade den Kavalleristen, der ihn wie hypnotisiert fixierte.

„Ist was?“, fragte der Lieutenant, dem es trotzdem nicht entgangen war. Prüfend musterte auch er den Kopfgeldjäger.

In dem Moment wandte sich der Soldat ab und führte sein Pferd zu den anderen Tieren, die an einem Seil festgebunden worden waren, das die Kavalleristen von einem Strauch um anderen gespannt hatten.

„Der Mann hat mich ausgesprochen auffällig angestarrt“, murmelte McQuade.

Lieutenant Foley schaute dem Soldaten hinterher, der gerade sein Pferd an dem Seil festband und der sich – so schien es zumindest -, voll und ganz darauf konzentrierte. McQuade jedoch hatte das Gefühl, dass ihn der Bursche immer noch verstohlen beobachtete. Und er spürte noch mehr; es war eine Strömung von Feindseligkeit, die ihn wie ein höllischer Atem streifte, und sein Instinkt hämmerte ihm ein, dass der Kavallerist irgendetwas gegen ihn hatte – etwas, das er nicht einzuschätzen vermochte und das sich seinem Verstand entzog.

„Trooper Allison“, murmelte der Lieutenant und riss McQuade mir diesen beiden Worten aus seiner gedanklichen Versunkenheit. „Er kam vor drei Wochen nach Camp Grant und trat bei der Armee ein. Das ist sein erster Einsatz in der Apacheria.“ Der Offizier zeigte ein kantiges Grinsen. „Vielleicht ist er von Ihrer Person dermaßen fasziniert, McQuade, dass er Sie deswegen länger und intensiver anstarrte als der Rest der Mannschaft.“

„Das kann ich mir nicht vorstellen“, entgegnete der Texaner und schaute nach dem Stand der Sonne. „In drei Stunden kommt die Dunkelheit“, erklärte er.

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