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Master Reset

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Vorwort

Der Master Reset Prozess

Das bisherige Weltbild

Ein neues Weltbild

Vom Raub der Materie

Auswirkungen auf unseren Alltag

Bedeutet das nun das Ende der Welt?

Bin ich meine eigene Illusion?

Quanten-Hochleistungsrechner Gehirn

Das Zusammen und Zugleich

Die Master Reset Transformationsformel

Das Üben mit der Transformationsformel

Positives Denken und Affirmationen funktionieren nicht

Fühlen

Denken

Reden

Handeln

Der Löschknopf im Gehirn

Goldenes Licht (Übung 1. Teil)

Goldenes Licht (Übung 2. Teil)

Goldenes Licht (Übung 3. Teil)

Goldenes Licht (Übung 4. Teil)

Kennst du deine Muggel-Welt?

Wage es Du selbst zu sein!

Sabotagewerkzeug: Sprache

Gründe & Erklärungen

Beeinflussung durch dunkle Mächte

Sabotage und Denken

Dein Weg aus dem Hologramm

Die Master Reset Exit Übung Teil 1

Die Master Reset Exit Übung Teil 2

Die Master Reset Exit Übung Teil 3

Die Master Reset Exit Übung Teil 4

Die Master Reset Exit Übung Teil 5

Der Weg zu dir selbst ist steinig

Eine der wichtigsten Fähigkeiten

Grenzen und Saboteure

Ruhendes Gewahrsein

Wie funktioniert das Hologramm?

Ein Erfahrungsbericht

Ewiges Verwirrspiel

Das neue Selbstbewusstsein

Das größere System

Wo ist das Nullpunktfeld

Das Hologramm der Realität – aufbauende Strategie

Die blaue oder die rote Pille?

Fülle ist immer

Macht & Geld

Selbstrealität - Projektion aus Erwartung und Glauben

Die Wirklichkeit ist nichts als Glauben

Denken und Lernen - das Bodybuilding unseres Gehirns

Glückswelt - Glück ist eine Frage der Wahl

Am Anfang, vor Allem, ist Liebe!

Anhang

Goldenes Licht Übung (Zusammenfassung)

Die vollständige Transformationsformel

Anwendung

Die „Master Reset Transformationsformel“

Die vier großen Bodhisattva Gelübde

Mikrotubuli

Nullpunktfeld

Der Dirac-Ozean

Modulationen im kosmischen Medium

Das Hologramm

Literatur

Der Master Reset Prozess

In den letzten Jahren meiner Arbeit als Berater habe ich ausschließlich den Master Reset Prozess verwendet und damit viele Menschen begleiten können. Im Laufe der Zeit konnte ich aus den grundlegenden Ideenpaketen Strukturen entwickeln, die ausformuliert, aufgeschrieben und verbessert wurden. Sie sind natürlich tief mit meinem eigenen Entwicklungsprozess verknüpft und daher ist der Master Reset Prozess ein Weg angewandter alltäglicher Spiritualität. Ein zeitloser Weg zu sich selbst. Wir begegnen uns auf diesem Weg selbst in der vielfältigen Form der Schöpfung und spiegeln uns in jeder Situation und in jedem Objekt unserer Realität. Der Master Reset Prozess gibt uns nur wenige Übungen, womit wir aber Unglaubliches erreichen. Er fordert uns auf die Scheuklappen unseres Bewusstseins abzulegen und profunde, kollektive wie auch persönliche Überzeugungen und Glaubensgesetze zu überwinden. Er will nichts weiter, als die Bereitschaft alles Wissen zu hinterfragen und neu zu bewerten. Dabei bleibt es jedem überlassen, ob er den Prozess zur Verbesserung seines Lebens verwendet oder den Versuch wagt, den illusionären Traumzustand zu verlassen und sich selbst aufzuwecken. Er zwingt uns dazu, sich mit dem neuen Weltparadigma zu beschäftigen, welches uns die Idee der Quantenphysik beschert hat und auch, sich den gedanklich unhandlichen und anstrengenden Erkenntnissen des Quanten-Weltbildes zu öffnen. Der Master Reset Prozess zielt darauf ab, die aufgenommenen falschen Informationen zu löschen und die Quellen der fehlerhaften Bewusstseins-Programmierung zu beseitigen. Er führt dabei ganz automatisch zu einem neuen Auferstehen des Menschen in einen veränderten Seins-Zustand. Letztendlich ist das Ergebnis des Master Reset Prozesses daher so wenig beschreibbar, wie der Geschmack einer Banane. Eine Formulierung von Dr. John C. Lilly beschreibt die Rahmenbedingungen recht gut:

„… was man für wahr hält, ist entweder wahr oder wird wahr im eigenen Geist, und zwar innerhalb der Grenzen, die von Experiment und Erfahrung determiniert werden. Diese Grenzen sind Überzeugungen, die transzendiert werden müssen.“

Der Master Reset ist der Weg zurück zu den Wurzeln unseres Wesens. Ein Weg, der sich wieder dem Unbewussten zuwendet und damit jenen Teilen von uns, die wir aus den verschiedensten Gründen vor uns verbergen. Indem wir uns selbst in der Dunkelheit des Ungewussten ansprechen, erzeugen wir eine Luzidität, in der das geträumte Bewusstsein des persönlichen „Ich“ in Kontakt mit dem größeren Bewusstsein kommt. Als ein weltliches „Ich“ erleben wir diese Berührung als ein Eintauchen in ein bewusstloses „Nichts“, daraus wir verändert wieder aufwachen. Wenn wir dem Urgrund unserer Existenz begegnen, klopfen wir an die Türe, durch die Erwachen geschieht. Je nachdem wie weit wir sie öffnen, strömt das strahlende Bewusstsein des Träumers herein und erhellt unsere Welt. Auf der einen Seite kann man diesen Aufwachprozess als Überwindung einer Illusion ansehen, andererseits bedeutet er nur ein „zu sich kommen“. Allerdings ein zu sich kommen, das eine völlige Aufgabe des geliebten Traum-Ichs erfordert, denn solange das besteht, kann der Träumer nicht aufgewacht sein!

Wenn wir also glauben, dass unsere Gedanken nur die Welt beeinflussen, die wir erleben, sind wir noch weit vom Aufwachen entfernt. Erst wenn wir tatsächlich erfahren, dass wir als die Urheber unseres Lebens auftreten und uns darüber klar werden, dass wir das alles selbst hervorrufen, leuchtet ein Funken des träumenden Bewusstseins in uns auf. Nutzen wir diese Erkenntnis dann nur, um unsere Welt so zu formen, dass sie uns gefällt, schlafen und träumen wir einfach weiter. Verwenden wir es dazu, die „Resettaste“ zu finden und die Tür zum Träumer aufzustoßen, erleben wir unser Wunder und wachen auf. Keines von beidem ist schlechter oder besser als das andere. Es ist eine freie Entscheidung! Doch wie können wir diese treffen, wenn wir nicht wissen, was der „Resetknopf“ ist. Und obwohl ihn jeder kennt, begegnen wir ihm mit großem Respekt. Den Reset drückt man nämlich nicht gerne. Weder an einem Computer noch viel weniger an seinen eigenen Erinnerungen. Er schaltet gewissermaßen das fehlinformierte Bewusstsein aus! Doch genau das muss getan werden, um die alten Programme und Prägungen ein für alle Mal loszuwerden. So wie ein unzuverlässig arbeitender Computer ausgeschaltet und die Software neu gestartet, so muss das mit Fehlinformationen verseuchte Bewusstsein „heruntergefahren“ und erneut geweckt werden. Die sich in unser menschliches System eingeschleusten sabotierenden Inhalte lösen sich so auf. Indem wir ihm die Basis für seine FehlProgrammierung entziehen, kommen wir wieder zu uns und der hypnotische Traum endet. Dies geschieht natürlich nicht schlagartig, sondern es bedarf des stetigen Übens. Erst das stete Eintauchen des persönlichen Bewusstseins in das unbekannte große System löscht die Spuren des Irrtums und der Voreingenommenheit aus. Die Kratzer und Kerben im Bewusstsein werden auspoliert und beeinflussen die neuen einströmenden Inhalte nicht länger. Das Abschalten des Bewusstseins ist von enormer illusionärer Angst umgeben und so ist auch der Master Reset Prozess ein Weg der Überwindung von Grenzen, Ängsten und Vorurteilen, der in einen erwachten Menschen mündet.

Im Gegensatz zu technischen Computern haben wir aber keinen Knopf am Kopf, den wir einfach drücken könnten, um unsere Programmierung neu zu starten. Das wäre auch recht riskant. Im menschlichen Fall liegt der Resetknopf verborgen im Unbewussten und wird erst sichtbar, wenn die Bedingungen dafür stimmen. Diese Bedingungen werden durch Absicht und Konzentration gebildet. Indem wir uns auf die Hingabe an das Unbewusste konzentrieren, erscheint der MasterReset-Knopf in Form einer Gedankenkonstruktion, die uns vom Unbewussten zur Analyse gegeben wird. Widerstehen wir dieser letzten Versuchung die bewusste Analyse wieder aufzunehmen, schwindet jede Form uns bekannter Bewusstheit und wir tauchen in eine dimensionslose Leere ein. In diesem Zustand explodieren „wir“ in das Unbewusste hinein ohne es selbst zu bemerken, da es in diesem Zustand so etwas wie ein Selbst nicht mehr gibt. Je nach Übung dauert dieser Zustand nur wenige Zehntelsekunden bis zu Minuten oder länger. Er endet mit dem Neustart, dem neuen Zusammensetzen des Bewusstseins. Auch davon merken wir zunächst nichts, denn die Bestandteile des persönlichen Bewusstseins werden nicht völlig ausgetauscht. Es erfolgt ein allmähliches Durchweichen des Bewusstseins mit Inhalten, die es ihm erlauben, sich besser auf die Kommunikation mit den Informationen aus dem Unbewussten einzustellen. Dabei werden immer mehr alte Programme deaktiviert und allmählich gelöscht. Dieser Vorgang lässt sich biophysisch durch die Veränderung der neuronale Vernetzung in der grauen Gehirnsubstanz nachweisen. Nach einigen dieser „Neustarts“ bemerken wir zunächst eine veränderte innere Haltung. Sie wird gelassener, freudiger, glücklicher, auch wenn sich das Leben noch nicht sonderlich geändert hat. Dann allmählich führt diese Veränderung zum Einströmen mentaler Erkenntnisse, die vorher nicht möglich waren, da sie durch die alten Programmierungen blockiert oder verhindert wurden. Es handelt sich dabei um neue „Programme“, die vom „Unbewussten“ eingespielt werden. Diese neuen Erkenntnisse arbeiten auf die nächsten Reset Momente hin und bereiten den Boden dafür vor. Die Master Resets erfolgen nun in einem vom Unbewussten kontrollierten Umfang und nicht mehr aufgrund des bisherigen persönlichen Bewusstseins. Das kann zu Situationen führen, in denen die Gesellschaftsfähigkeit nicht mehr gegeben ist. Es kann sein, dass man nicht mehr arbeiten kann, Gefühlsausbrüche in allen Qualitäten erlebt, dass der Körper nicht mehr funktionieren will und pathologische Symptome entwickelt. Bei all dem kann einem angst und bange werden. Indem wir einfach weiterhin zulassen und uns auf das Angebotene immer wieder einlassen, gehen all diese Effekte vorbei. Dann betreten wir einen Lebensbereich, in dem sich kausale Wirkungsketten zwischen den eigenen Empfindungen und Gedanken und dem Geschehen in der Welt beobachten lassen. Dieser Bereich führt tief in die Gefilde des Unbewussten und lässt uns entdecken, wie zuvor unbekannte Inhalte bewusst werden. Dabei bleibt die persönliche Integrität jedoch immer gewahrt. Das von uns als Unbewusstes bezeichnete, entpuppt sich als weiser Freund und Helfer, dessen einziges Ziel es ist, uns in heiterer Gelassenheit durch unser Leben zu geleiten.

Eine Frage, die uns immer wieder vor neue Herausforderungen stellt, kommt in einem sehr einfachen Gewand daher: Wer ist es, der das alles erlebt? Wer liest und versteht? Wer denkt?

Wir forschen und messen und verwenden eine großartige Technik, die wir mit unserem menschlichen Wissen erschaffen haben und doch kennen wir keine eindeutige Antwort auf diese Frage. Wen oder was meinen wir denn, wenn wir uns auf die drei Buchstaben „ich“ beziehen? Das Ergebnis aller Überlegungen ist immer eine Selbstreferenz: mich natürlich! Und das ist sogar in gewisser Weise richtig. Doch gibt man sich damit nicht zufrieden, gehen sogleich weitere Fragen auf: wer sagt „ich“?

Die Neurologen antworten: das Gehirn!

Die Psychologen sagen: die Prozesse der Psyche, die Seele!

Die Mystiker verweisen an: Gott!

Und schon zerfällt die Eindeutigkeit der Antwort. Wir können viele rational erklärbare und bereits durch Forschungsarbeiten weltweit untermauerte Theorien liefern, aber dabei wird immer versucht, in wissenschaftlich objektiver Forschungsweise vorzugehen. Doch letztendlich ist jede Objektivierung der Erscheinungsweise der Welt begrenzt. Das Gehirn jedoch ist wie der ganze biologische Körper auf einem nachvollziehbaren Entwicklungsweg entstanden, und zwar in einer absolut perfekten und fehlerlosen Organisation. Mit einer einmaligen Perfektion haben sich physikalische Gesetze so ergänzt, dass sich „tote“ Materie zusammenfinden konnte, um etwas wachsen zu lassen, dass wir als „lebend“ bezeichnen. Ja, wir identifizieren uns sogar selbst als lebende Wesen. Und obwohl wir um diese Umstände wissen, erscheint es uns nicht wahr zu sein, dass dieser biologische Körper mit all seinen Organen, ja nicht einmal das Gehirn, das „ICH“ ist, nachdem wir fragen.

Wir können alles über Neuronen, Synapsen, Enzyme und Hormone lernen. Auch verstehen, wie die Informationsverarbeitung in den neuronalen Netzen des Hirns vonstattengeht, aber es bleibt ein unerklärbarer Rest, der besagt:

Wer ist es, in dem all das vorgeht?

Wer hat diese Gefühle, diese Gedanken, diese Erlebnisse?

Wer weint die Tränen und wer schwebt auf Wolke sieben?

Denken wir für einen Augenblick darüber nach und beantworten diese Frage nacheinander mit:

Mein Körper

Mein Gehirn

Mein Geist

Lass dir einen Augenblick Zeit, bevor du weiter liest. Prüfe dein Gefühl, was die genannten Antworten betrifft, und denke in Ruhe darüber nach.

Lassen wir einmal den Moment der Verunsicherung zu, der uns befällt, wenn wir eine offensichtliche Antwort haben, aber diese vom Gefühl unbestätigt bleibt. Eine Antwort, die den Beigeschmack von „Es könnte auch anders sein“ hat. Brechen wir für einen Moment mit der Routine angelernter stereotyper Antworten, die aus einem unerklärlich tiefen Erinnerungsspeicher kommen. Lassen wir das Irrationale, das Ungewusste und Ungeformte, das Sprachlose einfach einmal zu.

Das bisherige Weltbild

Die meisten von uns halten heute immer noch an dem Denkmodell fest, das den Menschen als ein Objekt definiert, das in Konkurrenz mit vielen anderen Objekten sein Leben behaupten muss. Dieser Vorgang spielt sich wiederum in einem Objekt ab, welches wir als vierdimensionales Universum ansehen. In diesem Modell wird nur dem Menschen eine Dualität von Geist und Materie zugesprochen. Diese Dualität ist in der körperlich-materiellen Form und in der psychisch-geistigen Form erfahrbar. Wobei sich die materielle Form bis in die physikalischen Dimensionen vertieft und die psychisch-geistige Form im westlichen Denken in die Bereiche „bewusst“ und „unbewusst“ unterteilt wird. Diese Zweiheit ist durch eine Gefühlsebene verbunden, in der sich Attribute beider Formen vermischen, sodass eine Ursache-Wirkung Logik in den Gefühlen nicht mehr greift.

Mit diesem Modell sind wir an unsere Verständnisgrenzen gelangt. Selbst bei aller physikalischen Detailtreue ist es nicht gelungen „Leben“ in der Materie dingfest zu machen. Es war genauso wenig erfolgreich, es mit der Definition der psychisch-geistigen Form zu begreifen. Wir haben es hier mit einem Modell zu tun, das seine guten Dienste getan hat. Es hat uns bis hierher gebracht, doch nun erkennen wir seine Grenzen. Diese Schranken zu öffnen und das vorhandene Modell in ein neues zu transformieren ist eine unabdingbare Aufgabe. Es gilt sie unbedingt zu lösen, damit wir die, durch die zugelassene Begrenzung erschaffenen Probleme bewältigen können.

Denn ob wir wollen oder nicht: Die Schwierigkeiten der Menschheit lassen sich mit dem hergebrachten Menschenbild nicht mehr lösen. Jeder Versuch die alten Strategien und Taktiken anzuwenden, schlägt unweigerlich fehl, weil unsere Grundannahmen nicht stimmen.

Es ist jedoch wichtig zu verstehen, dass das bestehende Denkmodell nicht falsch ist. Es teilt nur das gleiche Schicksal, das auch schon die Physik Isaak Newtons oder die Astronomie des Ptolemäus ereilt hat. Es beschreibt bis zu einem gewissen Grad brauchbar und beobachtbar die Funktionen der Welt und das Wirken des Menschen. Mit dem Erwachsenwerden der Menschheit werden jedoch immer mehr Ungereimtheiten offenbar, die darauf schließen lassen, dass dieses Modell nicht vollständig ist und unserem gewachsenen Verständnis nicht mehr genügt. Es muss so der schmerzliche Prozess einer Transformation anbrechen, der mit uns liebgewordenen Illusionen und Fehlannahmen aufräumt. Das ist keine Innovation in der Geschichte der Menschen, aber absolut wichtig für die weiteren Wachstumsschritte. Doch um dieses neue Denkmodell zu begreifen, ist es unumgänglich, sich bis in gewisse Tiefen damit zu beschäftigen. So bleibt es uns nicht erspart uns die quantenphysikalischen Gegebenheiten anzusehen und zu versuchen ihre Erkenntnisse zu verstehen. Doch zunächst betrachten wir die Phänomene an den Grenzen des vorherrschenden Modells. Wir finden dann folgende Situation vor:

1) Mit der Postulierung des Nullpunktfeldes sind wir am Ende der uns zurzeit begreifbaren Physik angelangt. (Siehe Anhang für mehr Informationen über das Nullpunktfeld.) Dieses Nullpunktfeld besteht aus uns nicht weiter erklärbaren, zufälligen Schwankungen von „Nichts“, aus dem dann beobachtbare Ereignisse entstehen. Dr. Hans Peter Dürr nannte diese Ereignisse „Passierchen“, weil sie einfach passieren. Einen logischen Grund für ihr Auftreten haben wir nicht. Diese Passierchen bringen dann ihrerseits sowohl Raum, Zeit, Energie und letztendlich Materie hervor. Hier stoßen wir an eine absolute Grenze des uns Verstehbaren. Selbst abstrakte mathematische Erklärungen können hier nur noch wahrscheinliche Aussagen machen. Die uns gewohnte Eindeutigkeit von „Regeln“ bricht hier zusammen. Wir haben weiter herausgefunden, dass unsere psychisch-geistige Form, also unsere Einstellungen, Denken, Absicht, emotionale Befindlichkeit usw. einen direkten Einfluss auf diese „Passierchen“ im Nullpunktfeld haben. Damit können wir die Ereignisse im Nullpunktfeld auch nicht mehr als zufällig ansehen. „Zufällig“ bedeutet nämlich, dass ein Ereignis keine kausale Ursache hat. Wenn unsere psychisch-geistige Form die Quantenfluktuation im Nullpunktfeld in irgendeiner Weise beeinflusst, ist das kein Zufall mehr, sondern ein kausaler Zusammenhang. Es ist nicht einmal möglich zu behaupten, dass es ein Nullpunktfeld gab, bevor wir es entdeckt haben. Denn wir müssen davon ausgehen, dass die einfache mentale Beobachtung eines quantenmechanischen Vorgangs, diesen überhaupt erst in seiner beobachteten Form hervorruft. Es ist wahrscheinlich sogar richtiger anzunehmen, dass ein quantenmechanischer Vorgang ohne Beobachtung überhaupt nicht vorhanden ist.

Die moderne Physik sagt uns also, dass alles, was sie herausgefunden hat, unter dem Einfluss der psycho-geistigen Form des Menschen steht. Alle Ableitungen, Regeln, Gesetze und Anwendungen stellen ausschließlich das dar, was er daraus bewusst erfasst hat.

2) Die, auf der Dualität von Körper und Geist aufbauende Wissenschaft, entdeckte schon vor vielen Jahren, dass es im Menschen keine eindeutige Trennung von Geist und Körper gibt. Das psychosomatische Zusammenspiel ist bis heute ein großes Forschungsfeld und ein Spielplatz für allerlei Theorien und Vermutungen. Im Grunde wissen wir bis heute nicht, wie es der Geist schafft einen Körper erkranken zu lassen und auch nicht, wie er ihn wieder heilt. Erst in den letzten Jahren haben neuere Erkenntnisse der Neurologie die auf Körper-Geist fixierten Wissenschaften aufgerüttelt. Seitdem werden sie zunehmend in einen Bereich erweitert, der die Vorherrschaft des materiellen, einer Maschine gleichenden, Körpers unterhöhlt. Der Zusammenhang von Krankheiten und Stress, Angst und Unwohlsein wird deutlicher und das Verständnis der Gesundheit verschiebt sich zusehends in den molekularen Bereich. Die Tatsache, dass jede Aktivität in unserem Gehirn eine zelluläre, mindestens aber eine molekulare biologische Veränderung hervorruft ist heute unbestritten. Wir wissen längst, das sich Neuronen erneuern, so wie andere Zellen auch. Dass ungenutzte neuronale Netze enzymatisch abgebaut werden und das abgebaute Material in mehr verwendeten Netzen wiederverwendet wird. Ein großer Teil unseres Denkens, Fühlens und Verhaltens baut auf den neuronalen Netzwerken in Gehirn und Nervensystem auf. Wir wissen, dass jeder Gedanke sofort zu Veränderungen in neuronalen Netzwerken führt und dass nur seine häufige Wiederholung ihn davor bewahrt, wieder vergessen zu werden: durch den enzymatischen Abbau der durch ihn verursachten synaptischen Knoten. Aber wir haben bis heute keine Erklärung dafür, was ein Gedanke eigentlich ist, woraus er besteht und wie es möglich ist, dass wir ihn wahrnehmen. Eine Erklärung wie aus dem chaotischen Geflimmer von MillionenMilliarden elektrisch aktiver Neuronen einzelne sinnvolle Gedanken entstehen gibt es nicht. Alles was wir heute messen können, ist der Stoffwechsel bestimmter Gehirnareale bei bestimmten Reizen oder Tätigkeiten. Sowohl Neurologie als auch Psychologie und Philosophie bleiben bisher eine Erklärung dafür schuldig, was im Menschen die Fähigkeit des „Fühlens“, „Denkens“, „Erkennens“ und des koordinierten zielgerichteten Handelns ist. Hier endet die Weisheit im gleichen zufälligen Chaos der neuronalen Impulse, wie die Physik im Quantengeflimmer des Nullpunktfeldes.

3) Auch die Psychologie steckt in einem Glaubenssystem fest, welches ein Unbewusstes im Menschen postuliert, auf dem das Bewusste gleich einem Fettauge auf der Suppe schwimmt und ihm vollständig ausgeliefert ist. Das unendliche Unbewusste steht hier dem endlichen Bewussten gegenüber und das Bewusste muss darum kämpfen, sich nicht wieder in sein Gegenüber aufzulösen. Das Unbewusste wiederum teilt sich in einen kollektiven Teil und einen persönlichen Teil. Der kollektive Teil speichert die evolutionäre Menschheitserfahrung in symbolisch kodierter Form, während der persönliche Teil die Speicherstätte all jener Dinge ist, die der Einzelne aus dem bewussten Denken verbannt hat. Diesen unbewussten Inhalten wird zugesprochen, dass sie eine eigenständige Existenz haben und einen unkontrollierbaren Einfluss auf das Bewusste ausüben. Ganz geflissentlich wird dabei übersehen, dass unbewusste Inhalte nicht länger unbewusst sind, wenn sie beobachtet werden. Selbst dann nicht, wenn im bewussten Wahrnehmen keine kausalen Zusammenhänge mit dem Wahrgenommenen gebildet werden können. Es ist also unzulässig anzunehmen, dass es eigenständige unbewusste Inhalte gibt, wenn sie nur bewusst erkannt werden können. Das Wahrgenommene existiert einfach. Es hat keine Geschichte. Es kann sowohl aus irgendwelchen Tiefenspeichern auftauchen als auch spontan als Antwort auf eine mentale Fragestellung kreiert werden. Die Logik, mit denen wir dann in der Betrachtung die im Bewusstsein auftretenden Objekte verknüpfen, die Gedankenkette, die wir dann bilden, ist abhängig von anderen verinnerlichten Glaubenssystemen. So entstehen die vielen Geschichten, die alle so wahr wie auch unwahr sind, denn sie existieren ausschließlich in der eigenen Wahrnehmung. Was wir dann als Mensch denken oder erfahren, ist ein Interferenzmuster eines in sich selbst rückgekoppelten Systems, das Quanteneffekte in elektromagnetische Schwingungen wandelt und durch seine eigenen Filter, die Glaubenssysteme, schickt. Das Ergebnis ist eine stabile Welt, die den Überzeugungen des jeweiligen Menschen entspricht. Seinen Blick mit der Vielfalt der wahrgenommenen Symptome fesselt und ihn so von der Ursache oder Wirklichkeit ablenkt. Die Kommunikation der eigenen Wahrnehmung führt dann über den Vergleich mit Referenzen dazu, dass wir von der Tatsächlichkeit des Wahrgenommenen überzeugt werden. Im großen Maßstab entsteht so ein kollektives Normal, an das sich mehr oder weniger alle Menschen halten: Die Welt, wie wir sie in jedem Augenblick erleben.

Dies ist sicherlich nur eine grobe Beschreibung des vorherrschenden Menschenbildes in unserem westlichen Kulturraum. Dieses Modell ist sicher nicht vollständig und kann noch verbessert werden. Das wird jedoch nicht dazu führen, dass es für das Wachstum des Menschen besser geeignet ist. Das aktuelle Modell begreift den Menschen als ein in sich abgeschlossenes System, das in ein vierdimensionales Universum eingebunden und dessen Gesetzen unterworfen ist. Diese Gesetze sind konstant und unabhängig vom Menschen. Das besiegelt den Menschen als endlich und lässt ihn vor dem Gedanken an die Unendlichkeit erschauern.

Dieses historisch gewachsene Modell ignoriert den Gedanken, dass wir selbst die Gesetze des Universums erschaffen haben könnten, als wir mit seiner Erforschung anfingen. Es lässt nicht zu, dass wir erkennen: Jede universale Konstante, alle Energie und Materie, jeder noch so kleine oder gigantische Zusammenhang hat seinen Ursprung in unserem Begreifen, in der kreativen Intelligenz, die wir sind. Das gängige

Modell erzählt uns Geschichten, die es aus der Bewusstwerdung des Menschen bezieht. Begebenheiten, die aus weit zurückliegenden Zeiten stammen, als das Bewusste nicht die Größe hatte, wie heute. Das aktuelle Menschheitsmodell ist alt und morsch und es wird Zeit daraus das Schlechte zu verwerfen und das Gute zu behalten. Ganz so wie bei Aschenputtels Tauben: Das Gute ins Töpfchen und das Schlechte ins Kröpfchen. Vielleicht ist der Weg der Menschen dem Schicksal Cinderellas gar nicht unähnlich, und wenn der gläserne Schuh dann endlich passt, steigt er zu seiner wahren Größe und Herrlichkeit auf. Wir werden es vielleicht oder schon noch erleben!

Betrachten wir das vorherrschende Weltbild, wird schnell klar, dass alle Wissen schaffenden Bemühungen am Ende auf ein undurchdringliches, für unseren Verstand chaotisches Durcheinander treffen. Wir sind bemüht diesem sich jedem logisch-strukturierten Zugriff entziehenden Bereich immer noch ein Quäntchen mehr von dem zu entringen, was wir verstehen können. Die besten Gehirne der Menschen arbeiten konzentriert in diesen Grenzbereichen und die von ihnen zutage geförderten Erkenntnisse erschüttern das alte Weltbild jedes Mal weiter. In einfachen Worten gesagt, finden sie heraus, dass fast alles, was bisher als Grundgesetz galt auf einem Irrtum beruht. Dass es weder eine eigenständige Objektivität gibt, noch eine objektive Aussage darüber gemacht werden kann, was die Welt, die wir alle erleben, überhaupt ist. Unter dem Zugriff des in diesen Köpfen arbeitenden genialen Geistes löst sich die härteste Materie in Wohlgefallen auf und Zeit und Raum entschwinden in Unerklärlichkeiten. Wir wollen immer noch nicht anerkennen, dass mit dem, an das biologische Gehirn gekoppelten Verstand, keine Frage gestellt werden kann, die über die Vorstellungskraft eben dieses materiellen Gehirns hinausgeht. Solange wir also darauf bestehen, dass sich unser Denken im Nervensystem bzw. im Hirn abspielt, werden wir also nur Antworten finden, die zu dem Informationssystem in eben jenem Gehirn passen. Wir werden weiter versuchen in das Chaos vorzudringen und dabei nicht bemerken, dass dieses Chaos das Rauschen der eigenen Differenzierfähigkeit ist. Wir wollen einfach nicht anerkennen, dass der von uns so geliebte Verstand eine materielle Endlichkeit ist, die versagt, wenn sie an dimensionale Grenzen stößt. Dimensionale Grenzen zu erkennen und zu überwinden, ist aber eine Grundbedingung für Wachstum.

Schauen wir uns das einmal an:

Gehen wir mal davon aus, dass ein abstrakter bewusster Punkt existiert, der sich selbst als ausdehnungslos oder Null-dimensional definiert. Damit dieser nulldimensionale Punkt zu einem konkreten Punkt mit Ausdehnung werden kann, muss er seine Definition von „Ausdehnungslosigkeit“ aufgeben. Solange er selbst glaubt, dass ein Punkt keine Ausdehnung hat, kann er sich niemals bewusst konkretisieren. Er muss diese Eigendefinition transzendieren und dieses Axiom sprengen. Erst dann ist ihm die Vorstellung möglich, dass es einen Punkt mit einer Ausdehnung geben kann. Erst dann kann in Folge eine Ansammlung von Punkten als Linie und im Weiteren eine Fläche als Ansammlung von Linien vorstellbar werden und sich bilden. Der dabei entstehende Kollateralschaden ist, dass es plötzlich ganz viele Punkte geben muss, die alle eine Ausdehnung haben und sich irgendwie alle zueinander in Beziehung befinden. Eine Situation, die es im ausdehnungslosen Zustand nicht geben konnte. Ebenso lassen sich plötzlich viele verschiedene Beziehungen aufbauen und sogar verändern. Die Möglichkeiten wachsen also nicht langsam, sondern explodieren regelrecht. Das Bewusstsein des Punktes muss also auch eine Vorstellung von Zeit entwickeln, um seine Ordnung aufrechterhalten zu können. Da die Beziehungen der Punkte zueinander keiner Ordnung unterliegen, entstehen durch die Transzendierung von „ausdehnungslos“ sofort und spontan alle geometrischen Möglichkeiten. Das Bewusstsein des Punktes kann diese Möglichkeiten dann innerhalb der neu gewonnen Dimensionen strukturieren und so beliebige Formen erleben. Diese Formen existieren sofort und spontan in vielen Dimensionen und es wird eine Weile dauern bis das Bewusstsein alle damit möglichen Erfahrungen durchgespielt hat. Letztendlich wird es aber an die dimensionalen Grenzen stoßen, die es darin erlebt, dass die Formen sich immer wieder verändern. Ordnet ein „zwei-dimensionales“ Bewusstsein die Punkte z.B. in einem Kreisbogen an und fügt den letzten Punkt ein, der den Kreis schließt, kann es die Kreisinnenfläche nicht mehr erreichen. Dieses plötzliche Verschwinden von etwas zuvor Dagewesenem erzeugt ein Paradox und in der Folge die Konzentration des Bewusstseins auf dieses Thema. Um hier jedoch eine Lösung zu finden, muss auch die zweidimensionale Definition transzendiert werden. Die Idee muss geboren werden, dass Flächen auch senkrecht aufeinander angeordnet werden können und so eine weitere Dimension entsteht, in der sich die Paradoxe der Zweidimensionalität auflösen. Die Vorstellung des Raumes entwickelt sich nun. Ein Raum, der von einer unendlichen Anzahl verschiedenster Formen gefüllt wird. Getrieben von der Ansicht, dass alles eine Ausdehnung hat, entwickelt das Bewusstsein eine abstrakte Theorie, dass der endliche Raum irgendwann komplett mit Objekten angefüllt sein muss. Es entdeckt dabei über sein Zählen der Anordnungen, dass es im Raum viele gleichzeitige Objektanordnungen gibt und postuliert damit den „Zeit-Raum“, dessen vierdimensionale Textur es zu einer radikalen Revision seiner bisherigen Annahmen führt. Es kommt zu dem Schluss, dass jedes Objekt im Zeit-Raum seine eigenen Raum-Dimensionen und seine eigenen ZeitDimensionen besitzt und dass es Überlagerungen dieser Dimensionen gibt, die das Leben des Objekts definieren. Auf der Suche nach dem Ursprung dieser Dimensionen trifft es auf die nächste dimensionale Grenze: Es stellt fest, dass sich alles aus der ursprünglichen Idee eines mit Ausdehnung behafteten Punktes ergibt. Es stellt fest, dass alle sich daraus entwickelten Erfahrungen aufgrund seiner eigenen Tätigkeit ergeben haben und - es verwirft diese Erkenntnis als ungeheuerlich.

Nun ist es wohl klar, was die nächste dimensionale Grenze ist, die transzendiert werden muss: Wir müssen uns von der Vorstellung lösen, dass es irgendetwas gibt, das nicht durch unser Zutun existiert. Solange wir Menschen an der Vorstellung festhalten ein unbedeutendes Staubkorn in einem übermächtigen Universum zu sein, solange werden wir diese Grenze nicht überschreiten. Um diese Grenze zu überwinden, müssen wir alles revidieren, was uns lieb geworden ist. Wir müssen erkennen, dass es unsere eigenen Vorstellungen und Glaubensinhalte sind, die uns so leben lassen, wie wir leben. Wir müssen erkennen, dass wir der ausdehnungslose Mittelpunkt des Universums sind, das uns als Projektion unserer Ansichten, unseres Glaubens und unserer Überzeugungen umgibt. Und wir müssen akzeptieren, dass es niemanden außer uns selbst gibt, der dafür sorgen kann und wird, dass sich die von uns als problematisch erlebten Situationen lösen. Diese bittere Kröte können wir aber nur schlucken, wenn wir die dimensionale Grenze überschreiten, die sich uns als chaotische Zustände am Rande unseres aktuellen Weltbildes zu erkennen geben. Wie jede Grenzüberschreitung ist dies kein einfaches Unterfangen. Sie ist mit vielen Unsicherheiten und Ängsten besetzt. Damit wir verstehen können, warum diese Ängste und Unsicherheiten unbegründet sind, müssen wir uns vergegenwärtigen, was uns dazu gebracht hat uns zu verleugnen und für das Gegenteil von dem zu halten, was wir wirklich sind. Diese Betrachtung ist nicht einfach und sie wird bei vielen Menschen Trauer und Selbstvorwürfe auslösen. Doch auch diese Gefühlsregungen sind unbegründet, denn wir sind einem natürlichen Wachstumsprozess gefolgt, an dessen Zäsur nun das Aufblühen der Selbsterkenntnis erfolgt. Insofern schließt sich hier der Kreis, der einst mit der Spiegelung eines einheitlichen Bewusstseins begann und die Dualität hervorbrachte. Einen Bewusstseinszustand, der sich in den Symbolen von Adam und Eva ausdrückte und die Schöpfung in Dimensionen spaltete. Indem dieser Bewusstseinszustand andauerte und sich auf die Erkenntnisse der Wahrnehmung einließ, verlor er immer mehr den Bezug zu seinem einheitlichen Kern. Symbolisch aß der Geist vom Baum der Erkenntnis und die dadurch eintretenden kollateralen Effekte, drängten ihn aus dem Garten Eden der Einheit. So wie das Bewusstsein einst das Paradies durch das Tor von Gut und Böse verließ, den Rücken dem Baum des Lebens zugekehrt, kann es heute den Garten der Einheit durch das Tor der Liebe wieder betreten. Es sieht dann den Baum des Lebens und hat gelernt, was ihm durch das Aufflammen des intellektuellen Verstandes einst verwehrt worden war. Der Cherubim mit dem Flammenschwert, der das Tor zum Paradies bewacht, ist nichts anderes als das mit Wissen befrachtete Bewusstsein des Geistes.

Wie in der Parabel vom ausdehnungslosen Punkt angedeutet, unterliegen wir einem unaufhörlichen und unendlichen Wachstumsprozess. Dieser Prozess bringt uns immer wieder an Grenzen, die wir überwinden müssen, um die nächste Stufe der Existenz zu erreichen. Diese Vorstellung beinhaltet aber auch zwangsläufig, dass es Zustände geben muss, die nicht unserem heutigen Bewusstseinszustand entsprechen. Das sind all jene Stadien, in denen wir früher beheimatet waren. Unser heutiges Bewusstsein ist nur die oberste molekulare Schicht auf einem Millionen Kilometer tiefem Meer. Wir sind nicht getrennt von diesem Meer und werden von ihm geformt. Wir formen durch unser Leben jedoch auch diese Schicht.

Ein neues Weltbild

Bis jetzt glauben wir immer noch fest daran, dass quantenphysikalische Zusammenhänge in unserem Alltagsbewusstsein keine Rolle spielen. Doch das mechanistische Weltbild des Isaac Newton muss in das Reich der Illusionen und Märchen verschoben werden. Das newtonsche Welt-Paradigma, das ein Universum aus diskreter Materie postuliert, die nach mathematisch exakt festgelegten Gesetzen funktioniert, wie eine riesige Maschine wurde in den vergangenen Jahrzehnten allmählich ausgehöhlt und als unzulänglich erkannt. Auf der wissenschaftlichen Suche nach dem “Wer und wo sind wir und woraus besteht die Welt?”, wurde festgestellt, dass die Natur-Gesetze nur unter bestimmten Bedingungen gesetzmäßig sind. Man fand heraus, dass in den Formulierungen der bekannten Naturgesetze von unhaltbaren Voraussetzungen ausgegangen wurde und konnte nachweisen, dass die Gesetze nicht mehr gültig waren, sobald diese Voraussetzungen nicht mehr zutrafen. Die Physiker fanden heraus, dass die im newtonschen Welt-Paradigma festgeschriebenen Naturgesetze nur eine Sonderform von viel grundlegenderen Zusammenhängen sind, die sich verändern, sobald Änderungen auf diesen tieferen Ebenen der Wirklichkeit eintreten. Eine der radikalsten Überraschungen war, das Raum und Zeit nur aufgrund von Quanteneffekten entstehen und keineswegs einen unveränderlichen und ewigen Wirkungsrahmen für die Naturgesetze abgeben.

Wenn wir ehrlich sind, wissen wir seit über 80 Jahren mit großer Sicherheit, dass es keine prall mit Materie gefüllten Atomkugeln gibt und dass dieser kleinste Baustein der Materie aus über 99% Leere besteht. Genauso lange wissen wir auch schon von Albert Einstein, der mit seiner Formel bewies, dass der Unterschied zwischen Energie und Materie einzig vom Betrachtungswinkel abhängt. Doch wir haben Angst vor dieser Erkenntnis und sind deshalb nicht ehrlich mit uns. Das ist menschlich verständlich, ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass die Quantenphysik beweist: Unser bisheriges, mechanistisches Weltbild ist falsch und alles, was darauf aufbaut ebenfalls. Natürlich ändert das zunächst nur so viel an unserem Erleben der Welt, wie der Wechsel vom geozentrischen Weltbild zum heliozentrischen Weltbild. Nach wie vor geht für uns die Sonne im Osten auf und im Westen unter. Es spielt auf den ersten Blick offenbar keine Rolle, mit welcher Überzeugung wir den Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang beobachten. Unser Glauben, dass die Erde um die Sonne kreist, scheint hier keine nennenswerte Auswirkung gegenüber der Annahme zu haben, dass sich die Sonne um die Erde dreht. Jedoch könnte die Menschheit niemals eine so brillante Geistesleistung wie die Raumfahrt hervorgebracht haben, wenn sich Kopernikus nicht gegen die führenden Autoritäten seiner Zeit aufgelehnt hätte. Wo ständen wir heute, hätten Johannes Kepler oder Galileo Galilei nicht genau das getan, was sie getan haben? Wir wären heute möglicherweise weit davon entfernt mit dem Hubble Teleskop Milliarden von Lichtjahren in die Vergangenheit zu schauen und wahrscheinlich hätten wir Albert Einstein als Spinner von der Universität verwiesen.

Ein Paradigmenwechsel in der heutigen Größenordnung ist so gewaltig, dass sich seine Auswirkungen unbemerkt vollziehen. Die Erkenntnisse der Quantenphysik sind keine Wunder, die man als mediale Aufmacher quotenträchtig vermarkten kann. Sie bringen die kleinen Wunder hervor, die so normal wie ein 80-Zoll-Flachbildschirm, ein Mobiltelefon, ein Herzschrittmacher oder ein Hörgerät sind. Die Auswirkungen der wirklich großen Umwälzungen im Bewusstsein der Menschheit machen sich als kleinste Veränderungen bemerkbar: als Erfindung des Transistors oder der Laserdiode, die beide auf Quanteneffekten beruhen oder der Magnet-Resonanz-Tomografie in der Medizin, die ohne quantenphysikalische Erkenntnisse gar nicht denkbar wäre. Natürlich sind diese Auswirkungen sehr weit vom Alltagserleben “Otto Normalverbrauchers” entfernt und es erscheint auch so, dass Otto Normalverbraucher sich überhaupt nicht darum kümmern müsste.

Wie falsch diese Annahme ist, können wir bereits daran sehen, was in den letzten 30 Jahren in der Wirtschaft geschehen ist. Wir erleben, was mit den großen Sozialsystemen passiert und wie die ursprünglich gut gedachten Rentensysteme in den sozio-ökonomischen Umwälzungen untergehen. So wie die Menschheit aus lauter einzelnen Menschen entsteht, so entsteht ein großes System aus lauter kleinen Systemen. Dabei bestimmt die Intelligenz der kleinen Systeme die resultierende Intelligenz des großen. Je einfältiger die Bausteine, desto dümmer das Gesamtsystem. So einfach ist das, auch wenn das Ganze meist intelligenter als alle seine Teile ist.

Deshalb muss sich jeder einzelne Mensch mit den Auswirkungen der Erkenntnisse aus der Quantenphysik auseinandersetzen. Es ist der einzige Weg die großen gesellschaftlichen Systeme aufrechtzuerhalten. Die Verschränkung zwischen dem eigenen Sein und der Welt ist so eng, so direkt, dass wirklich jeder seinen Beitrag zu leisten hat. Wir müssen davon ausgehen, dass es außer unserem eigenen Bewusstsein, nichts gibt – und das meine ich wörtlich.

Vom Raub der Materie

Wir erleben unsere Welt auf eine ganz einfache Art: Es gibt Materie und es gibt Geist. Die Materie erfahren wir als die Dinge der Welt und den Geist als unsere eigenen Gedanken und Wahrnehmungen. Im Folgenden geht es nur um den Aspekt der Materie, weil dieser für alle Menschen direkt erfahrbar und lebensrelevant ist. Notgedrungen müssen dabei einige wichtige Aspekte des Geistes und des Bewusstseins ungesagt bleiben, damit das Thema verständlich bleibt.

Wenn wir einen großen Klumpen Silber nehmen und ihn in zwei Teile teilen, dann erhalten wir zwei kleinere Silberklumpen. Beide Teile bestehen nach wie vor aus purem Silber. Egal wie oft wir die Klumpen teilen, wir werden immer wieder pures Silber erhalten. Teilen wir diese Silberklumpen jedoch bis auf die atomare Ebene, erhalten wir irgendwann als kleinstes Ergebnis nur noch ein einzelnes Silberatom. Dann werden wir erstaunt feststellen, dass dieses Atom keineswegs mehr aus Silber besteht. Es ist kein kleines Kügelchen aus SilberMaterie, sondern ein flimmerndes Etwas aus Energie.

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