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Masked Mafia Prince

Zu diesem Buch

Diese Geschichte wird dir die Weihnachtszeit versüßen!

Yuri ist die rechte Hand des Mafiaprinzen Viktor – und absolut tödlich und gefährlich heiß. Als er die unberührbare Erbin des Chicagoer Geldadels unbemerkt beschützen soll, muss er sich vor allem gegen aufblühende Gefühle wehren …

Bianca Moreland

Schritte hallen hinter mir durch die Nacht.

Noch einen Straßenblock zuvor dachte ich, ich würde es mir nur einbilden, aber jetzt weiß ich es. Sie sind real.

Nur noch fünf Blocks.

Ich will schneller gehen, aber ich habe Angst.

Ich habe diesen dummen Gedanken, dass, wer auch immer da hinter mir ist, seine Meinung ändert und in die Nacht verschwindet, wenn ich so tue, als wäre alles normal.

Ängstlich ziehe ich meinen Mantel enger um mein blaues Cocktailkleid.

Mir war nicht bewusst, wie spät es schon war, als ich meinen Fahrer fortgeschickt habe. Wie einsam der Rückweg sein würde. Keine Autos auf der Straße.

Eigentlich bin ich es gewohnt, ignoriert zu werden. Fast unsichtbar zu sein. Wenn es doch jetzt nur so wäre.

Die Schritte werden schneller. Es wirkt surreal, aber mein hämmernder Puls weiß, dass es echt ist.

Mit zitternden Händen hole ich mein Handy raus, um den Notruf zu wählen.

Das Geräusch eines über den Teer gekickten Steins ist der Auslöser, der die Situation kippen lässt.

Mein Instinkt lässt mich losrennen, rennen wie der Teufel, mit hämmernden Absätzen über den Asphalt.

Die Schritte kommen näher. Der Atem eines Mannes ist hinter mir zu hören.

Arme packen mich von hinten, und der Boden verschwindet unter meinen Füßen, als ich hochgerissen werde, als wäre ich nichts.

Seine Arme umklammern mich eng, sein Atem stinkt nach Zwiebeln, als er mich in eine Seitengasse zieht und gegen eine Wand drückt.

Eine Nadel in meinem Hals.

Ein Gesicht rot vor Raserei.

Hände unter meinem Mantel.

Es wirkt immer noch surreal, selbst als er mir den Rock hochschiebt, kann ich mich nicht mehr bewegen.

Yuri Ivanyenko

Ich beobachte Bianca Moreland nachts durchs Fenster.

Ich beobachte sie in ihrem Lieblingscafé. Wenn sie joggen geht. Immer aus der Ferne. Sie kennt mich nicht, und das wird sie auch nie. Es ist besser so.

Sie ist vollkommen, und ich bin alles, was falsch ist.

Nachdem ich getötet habe, suche ich sie jedes Mal. Ich beobachte sie.

Weil sie mein Vergessen ist.

Manche Männer gehen ins Fitnessstudio und trainieren bis zur Erschöpfung, nachdem sie getötet haben. Manche Männer vögeln sich das Hirn raus.

Manche besaufen sich bis zum Umfallen.

Das habe ich früher in Moskau auch getan, als Waisenjunge, der für einen blutigen Job ausgebildet wurde. Ich trank Wodka, als würde er das Blut fortwaschen.

Aber jetzt bin ich ein Mann, und es ist ihr Anblick, den ich brauche.

Schon allein ihr Anblick wäscht mich so rein, wie der Wodka es nie konnte. Es ist schwer zu erklären, wenn man nie getötet hat, wie sehr man hinterher Schönheit braucht.

Schon allein die Farbe ihres Haars – dunkelrot, matt glänzend wie ein Kupferpenny –, schon ein flüchtiger Blick auf ihr Haar hilft, meine Seele reinzuwaschen.

Sie wird es nie erfahren.

Sie war heute Abend auf einem Wohltätigkeitsball – in einem historischen Herrenhaus am Michigansee, nördlich der Innenstadt von Chicago. Die Elite Chicagos gibt viele solcher Bälle. So anders als Moskau.

Ich bewegte mich durch die Schatten zum Fenster, humpelnd von einem bösen Tritt gegen das Knie.

Manchmal schaffen es die Männer, die ich töte, den einen oder anderen Treffer zu landen. Ich hätte Eis draufpacken sollen, aber ich musste sie sehen.

Von draußen beobachtete ich sie, wie schon so oft zuvor. Männer im Smoking.

Frauen in bunten Farben. Bianca eine Göttin in einem blauen Cocktailkleid unter den hohen Kronleuchtern.

Die Leute ignorierten sie wie üblich. Ich nicht.

Ich beobachtete sie, und für eine Weile vergaß ich das Blut.

Früher tötete ich, weil ich es musste. Als Kind auf den Straßen Moskaus, zu wenig Essen, zu viel Wissen.

Jetzt bin ich ein Boss, der die Hälfte des Verbrechens in Chicago leitet, zusammen mit Viktor Dragusha, meinem Freund aus Kindertagen. Ich ordne die Morde an, aber oft erledige ich sie selbst. Diese amerikanischen Vollstrecker unter uns, die wissen noch nicht, wie man grausam ist. Sie halten Töten für ein Videospiel – jag einem Mann eine Kugel in den Kopf, und fertig.

Ich zeige ihnen, wie man einen Mann bezahlen lässt, wie man unsere Feinde zu Feiglingen macht. Wir führen gerade einen Krieg, und das Töten ist genauso für die Lebenden wie für die Toten.

Ich war nicht erfreut, als Bianca ihren Fahrer wegschickte, um zu Fuß nach Hause zu gehen, wie sie es manchmal tut. Es schien gefährlich.

Die Reichen sind so überzeugt von ihrer Sicherheit in ihren eigenen Vierteln. Wenn ich jemanden fertigmachen wollte, dann wäre das der erste Ort, wo ich hingehen würde. Ein Ort voller verweichlichter, reicher Leute.

Ich ließ mein Auto stehen und folgte ihr in einiger Entfernung, dabei hielt ich mich in den Schatten.

Sie ging schnell, ein dunkler Mantel verdeckte ihre Schönheit.

Mein Knie machte mir das Gehen schwer. Angeschwollen auf die Größe einer Ananas – einer mit Glasscherben gefüllten Ananas.

Ich war überrascht, als sie schneller wurde, als habe sie mich gespürt. Ich ließ mich zurückfallen, weil ich sie nicht erschrecken wollte.

Erst zu spät sah ich den Fremden aus dem Schatten kommen. Er ging über die Straße auf sie zu, etwas glänzte in seiner Hand.

Bljad! Ich war so gebannt von ihr, so auf meinen Schmerz konzentriert, dass ich ihn nicht gesehen hatte.

Sie rannte los.

Er auch.

Ich auch.

Bianca ist eine Läuferin – schnell für eine Frau.

Aber er ist ein Mann. Er rennt hinter ihr her. Genauso fit wie sie.

Mein Knie fühlt sich an, als würde es in meinem Bein knirschend in sich zusammenbrechen, aber ich renne trotzdem weiter.

Der Fremde holt sie als Erster ein. Er packt sie von hinten und zerrt sie in den Schatten zwischen zwei Häusern, außer Sicht.

Ich lege einen Zahn zu. Im Laufen hole ich die schwarze Skimaske aus der Tasche und ziehe sie mir übers Gesicht. Ich trage diese Maske, wenn ich töte. Ich dachte, ich würde sie heute nur einmal tragen.

Als ich ankomme, sehe ich die Spritze, die er ihr reingejagt hat, auf dem Boden liegen. Er zerrt an ihren Kleidern. Sie ist bereits kampfunfähig.

Ich zerre ihn von ihr weg und ramme seinen Kopf gegen die Mauer.

Mit weit aufgerissenen Augen rutscht sie an der Wand herunter, von der Droge bewegungsunfähig gemacht. Wut rast durch mich hindurch. Ich ziehe meine pika aus der Tasche und lasse die Klinge herausschnellen.

»Du wolltest sie anfassen?«, knurre ich in seine erschrockenen Augen. »Ihr wehtun?«

Mit Angst in den Augen schüttelt er den Kopf. Mein Akzent verrät ihm, dass ich einer der russischen Gangster bin. Der Grund, warum andere Kriminelle nachts ihre Türen verriegeln. »Ich wusste nicht, dass sie dir gehört!«, keucht er.

Ich nagle ihn an die Wand und ramme ihm das Messer in den Bauch, während ich ihm in die Augen sehe, damit er weiß, wer ihn tötet. Mit drei schnellen Schnitten im Dreieck, runter, rüber und wieder hoch, weide ich ihn aus. Er weint, als seine Eingeweide auf meinen Ärmel herausquellen.

»Ich wusste es nicht«, flüstert er.

»Jetzt weißt du’s.«

Sie wimmert verängstigt.

Ich schneide ihm mit einem einzigen kräftigen Schnitt die Kehle durch und stoße ihn zur Seite, wo er zusammenbricht.

Mit Entsetzen in den Augen schaut sie zu mir hoch.

»Es ist alles gut, moj sajtschik.« Ich ziehe das blutige Jackett aus, bis ich nur noch mein schwarzes T-Shirt trage.

Ich möchte nicht, dass sie mich blutig sieht.

Da höre ich etwas – eine Stimme. So schwach. Noch jemand?

Dann entdecke ich ihr Handy auf dem Boden.

Nennen Sie mir Ihren Standort.

Ich benutze mein Jackett, um es aufzuheben. Ein sauberer Tatort ist für einen Mann wie mich so selbstverständlich wie Atmen. Ich gebe als Ort eine Bank an einer Bushaltestelle in der Nähe an.

Dann knie ich mich vor sie und stecke ihr das Handy in die Manteltasche. Sie wird es wiederhaben wollen. Die Amerikaner lieben ihre Handys sehr. »Kleines Häschen?«, flüstere ich. »Kannst du laufen?«

Sie zittert, die grauen Augen auf die zusammengesunkene Leiche des Mannes gerichtet, der sie vergewaltigen wollte. Er liegt nur ein paar Schritte entfernt in einer immer größer werdenden Pfütze aus Blut, mit offen erstarrten Augen, die Eingeweide wie Schlangen, die aus einem Korb kriechen.

Ich nehme ihr Kinn und drehe ihren Kopf zu mir. »Das mache ich mit Männern, die dir wehtun wollen.«

Angst in ihren Augen – meine schwarze Skimaske ist Furcht einflößend. Ich kann sie nicht abnehmen.

Sanft streiche ich ihr eine Strähne aus der Stirn, dann nehme ich ihren betäubten Körper auf die Arme und hebe ...

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