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Marshal Logan und die blutige Heimkehr (U.S. Marshal Bill Logan, Band 114)

Pete Hackett

Marshal Logan und die blutige Heimkehr (U.S. Marshal Bill Logan, Band 114)

Western





BookRix GmbH & Co. KG
80331 München

Marshal Logan und die blutige Heimkehr

U.S. Marshal Bill Logan

Band 114

 

Western von Pete Hackett

 

U.S. Marshal Bill Logan – die neue Western-Romanserie von Bestseller-Autor Pete Hackett! Abgeschlossene Romane aus einer erbarmungslosen Zeit über einen einsamen Kämpfer für das Recht.

 

 

 

 

Ein CassiopeiaPress E-Book

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© der Digitalausgabe 2014 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen

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»Du stehst auf der falschen Seite, Kelly. Und weil das so ist, wirst du nun sterben.«

Matt Donegan sprach es und beugte sich ein wenig nach vorn. Breitbeinig stand er mitten auf der Main Street von Camp Wood. Seine Rechte hing neben dem Knauf des 45ers. Das Gesicht des Revolvermannes drückte tödliche Entschlossenheit aus.

Morgan Kelly zeigte sich völlig unbeeindruckt. »Du schwingst für einen Großen und Starken den Revolver, Donegan. Aber du hast dich schon immer auf die Seite desjenigen gestellt, den du für den Sieger gehalten hast. Bist jetzt bist du gut damit gefahren. Aber auch deine Glückssträhne endet einmal.«

»Willst du sie beenden, Kelly?«

»Warum nicht?«

Donegan zog. Morgan Kelly warf sich zur Seite. Sein Revolver flirrte aus dem Holster …

Die Detonationen stießen durch den kleinen Ort wie eine Botschaft von Tod und Verderben. Heißes Blei fand sein Ziel. Matt Donegans Hand mit dem Revolver sank nach unten. Sein Blick drückte ungläubiges Staunen aus. Vor seinem Gesicht zerflatterte Pulverdampf.

Aus Kellys Revolvermündung kräuselte ein dünner Rauchfaden. Die Echos der Schüsse waren verebbt. Bleischwere Stille hatte sich zwischen die Häuser gesenkt – die Stille des Todes.

Matt Donegan wankte. Seine Lippen formten tonlose Worte. Plötzlich fiel er auf die Knie nieder. Der Blutfleck auf seiner Hemdbrust vergrößerte sich schnell. Verzweifelt versuchte der Revolvermann, die Hand mit dem Revolver noch einmal zu heben. Er schaffte es nicht. Er verlor die Gewalt über seinen Körper und kippte vornüber, fiel mit dem Gesicht in den Staub. Seine Beine zuckten noch einmal unkontrolliert, dann erschlaffte die Gestalt.

Kelly hatte eine Kugel in den Oberschenkel bekommen. Blut pulsierte aus der Wunde. Den Blick auf die reglose Gestalt im Staub gerichtet, setzte er sich hinkend in Bewegung. Bei Donegan angelangt stieß er den Revolver ins Holster. Sekundenlang starrt er auf den Toten hinunter, dann wandte er sich ab und humpelte zu seinem Pferd, das am Fahrbahnrand an das Geländer des Gehsteiges gebunden war.

Menschen kamen auf die Straße. Gemurmel und Geflüster erhob sich. Sie scharten sich um den Toten. Kelly nahm sein Halstuch ab, band es um die Wunde, dann löste er den Zügel vom Geländer und stieg aufs Pferd, zog das Tier um die linke Hand und trieb es an. Staub wirbelte unter den stampfenden Hufen. Im Schritttempo ritt Kelly aus der Stadt. Bald umgab ihn felsiges Land. Die Tatsache, dass er Big Hendriks Revolvermann erschossen hatte, löste weder Triumph noch Genugtuung in ihm aus. Er wusste, was zu tun war. So lange Big Hendrik lebte, würden Carrie Snyder und ihr kleiner Sohn keine Ruhe vor ihm haben.

Nach einer Stunde erreichte Morgan Kelly den Nueces River. Er folgte ihm ein Stück nach Norden, dann lag die Ranch vor ihm. Ohne anzuhalten ritt Kelly weiter, und wenig später lenkte er sein Pferd durch das hohe Galgentor in den Ranchhof. Einige Ranchhelfer hielten in ihrer Arbeit inne und beobachteten den Reiter. Drei Pferdelängen vor dem stöckigen Haupthaus hielt Morgan Kelly an.

»Brannigan!« Kellys Stimme klirrte. Der Ruf verhallte.

Aus dem Bunkhouse traten drei Männer. Sie hatten die Revolver ziemlich tief geschnallt. »Was willst du denn von Big Hendrik?«, rief einer der Kerle.

In dem Moment öffnete sich die Tür des Ranchhauses und Hendrik Brannigan trat auf die Veranda. Big Hendrik war ein großer Mann mit langen, grauen Haaren. Tiefe Furchen zerklüfteten sein Gesicht. Von ihm ging eine natürliche Autorität aus. Seine grauen Augen blickten hart. »Was willst du?«

»Ich habe deinen Top-Revolverschwinger in die Hölle geschickt, Big Hendrik. Und jetzt bin ich hier, um von dir Rechenschaft zu fordern.«

»Rechenschaft wofür?«

»Für den Tod von Jim Snyder. Er geht auf dein Konto. Donegan hat ihn in deinem Auftrag erschossen. Verteidige dich, Brannigan. Die Stunde der Abrechnung ist angebrochen.«

»Schießt den Narren in Stücke!«, schrie Hendrik Brannigan.

Die Kerle vor dem Bunkhouse griffen nach den Revolvern. Auch Big Hendrik zog eine Waffe aus seinem Hosenbund. Morgan Kelly war schnell wie nie zuvor in seinem Leben. Sein Zug war eine einzige gleitende Bewegung von Hand, Arm und Schulter. Er ließ sich vom Pferd fallen, noch im Fallen schoss er auf Big Hendrik und er sah den Rancher zusammenbrechen. Die Revolvercowboys vor dem Bunkhouse konnten sich nicht mehr schnell genug auf das so jäh veränderte Ziel einstellen. Ihre Kugeln pfiffen über den leeren Sattel hinweg. Dann wurden sie von Kellys Kugeln herumgerissen und geschüttelt. Tot oder sterbend brachen sie zusammen.

Kelly erhob sich. Von Big Hendrik kam ein Röcheln. Kelly humpelte auf den Vorbau. Der Rancher lag auf der Seite. Von seiner Brust tropfte Blut auf die Dielen. Mit erloschenem Blick schaute er zu Kelly in die Höhe. »Die Pest an deinen Hals«, knirschte Big Hendrik, dann brachen seine Augen. Mit einem versiegenden Ton auf den Lippen starb er.

Kellys Schultern sanken nach unten. Die Anspannung in ihm löste sich. Er stieß den Revolver ins Holster, schwang herum, stieg von der Veranda und ging zu seinem Pferd. Das Tier prustete und peitschte mit dem Schweif. Es war von den Schüssen noch nervös. »Schon gut, mein Alter«, murmelte Kelly und tätschelte den Hals des Pferdes, dann schwang er sich in den Sattel und ritt an.

Kelly überquerte den Fluss, ritt nach Westen, stieß auf einen schmalen Creek und folgte diesem nach Süden. Nach etwa fünf Meilen erreichte er die Snyder Farm. Im Hof saß er ab. Aus dem flachen Wohnhaus trat Carrie Snyder. Sie war zweiunddreißig Jahre alt, dunkelhaarig, und in ihren Mundwinkeln hatte sich ein verhärmter Zug festgesetzt. Fragend musterte sie den Reiter. Kelly parierte das Pferd, legte beide Hände übereinander auf den Sattelknauf, und sagte gedehnt: »Du hast ab sofort Ruhe vor Big Hendrik. Ich habe erst seinen Revolvermann, dann ihn erschossen. Der Mord an deinem Mann ist gesühnt.«

»Du bist verwundet, Morgan. Steig ab und komm ins Haus. Ich will dich verbinden.«

»Es ist nicht schlimm, Carrie. Ein glatter Durchschuss.« Kelly zögerte ein wenig, er schien seine nächsten Worte erst im Kopf zu formulieren, schließlich erhob er noch einmal die Stimme und sagte: »Ich habe mir geschworen, wenn das hier vorbei ist, nach Hause zu reiten.«

Ein Schatten schien über das Gesicht der Frau zu huschen. »Du hast immer von zu Hause gesprochen, Morgan. Aber gibt es diesen Platz tatsächlich? Du hast mir deine Geschichte erzählt. Es ist sieben Jahre her. Glaubst du wirklich, du kannst in Pampa noch einmal Fuß fassen? Glaubst du, Liz verzeiht dir, dass du sie vor sieben Jahren im Stich gelassen hast?«

»Wir werden es sehen, Carrie. Ich habe mich geändert. Nun will ich versuchen, zur Ruhe zu kommen. Mein Sohn ist neun Jahre alt. Ich denke, er hat ein Recht auf seinen Vater.«

»Du lebst in einer Traumwelt, Morgan. Denkst du, Liz hat all die Jahre auf dich gewartet? Sie wird längst einen anderen Mann geheiratet und dich vergessen haben. Bleib hier, Morgan. Ich kann dir den Platz bieten, an dem du zur Ruhe kommen kannst. Die Zeit heilt Wunden, und ich werde eines Tages über Jims Tod hinwegkommen. Und dann …«

»Ich bin nicht zum Farmer geboren, Carrie«, murmelte Kelly. Er schüttelte den Kopf. »Mein Entschluss steht fest. Ich reite nach Pampa. Dir wünsche ich alles Glück auf Erden – dir und Jimmy. Vielleicht komme ich euch mal besuchen. So long, Carrie.«

Morgan Kelly zog das Pferd herum und gab dem Tier den Kopf frei. Im Trab verließ er die Farm. Carrie Snyder blickte hinter ihm her, bis er über einer Bodenwelle aus ihrem Blickfeld verschwand. Enttäuschung spiegelte sich in ihren Zügen wider.

 

*

 

Morgan Kelly zügelte sein Pferd. Vor den Beinen des Tieres schwang sich der Hang nach unten. Die von Rädern zerfurchte und von Pferdehufen aufgewühlte, staubige Poststraße bohrte sich zwischen die Häuser von Pampa. Auf den Dächern lag gleißendes Sonnenlicht. Es war Mittagszeit. Die Sonne stand fast senkrecht über der Stadt. Die Schatten war kurz und scharf. Ein heißer Südwind trieb auf der Main Street kleine Staubwirbel vor sich her.

»Sieben Jahre«, murmelte Morgan Kelly. In seinem schmalen, sonnengebräunten Gesicht arbeitete es. Plötzlich fürchtete er sich vor dem Wiedersehen mit Liz. Wie würde sie auf ihn reagieren? Er war damals bei Nacht und Nebel verschwunden. Das Gesetz war hinter ihm her gewesen. War über die Sache von damals Gras gewachsen? Einen Moment dachte Morgan Kelly daran, das Pferd herumzudrehen und wieder wegzureiten. Aber dann überwand er sich und ruckte im Sattel. Das Tier ging an …

Kelly ritt zwischen die ersten Häuser. Die Stadt hat sich verändert, dachte er. Sie ist größer geworden. Es gibt viele neue Häuser. Auch eine Kirche haben sie gebaut. Im Schatten eines Vorbaus lag ein schwarzer Hund und döste vor sich hin. Eine Horde Kinder lief lärmend aus einer Gasse, überquerte die Main Street und verschwand zwischen zwei Gebäuden. Einige Passanten, die sich auf den Gehsteigen befanden, blieben stehen und beobachteten den Reiter.

Er lenkte sein Pferd zum Mietstall und saß im Hof ab. Leise klirrten seine Sporen. Kelly zog das Pferd am Zaumzeug hinter sich her zu einem Tränketrog. Ein feiner Staubfilm schwamm auf der Wasseroberfläche. Der Mann wusch sich Staub und Schweiß aus dem stoppelbärtigen Gesicht. Dann ließ er das Pferd saufen.

Als er hinter sich leises Mahlen von Sand unter harten Sohlen vernahm, drehte er sich um. Der Stallmann kam heran. Es war ein bärtiger Bursche um die fünfzig. Er kaute einen Priem. Unablässig bewegten sich seine Kiefer. »Hallo, Fremder.«

»Hallo, Sanders.«

Der Stallmann stutzte und starrte Kelly durchdringend an. In seinen Augen war ein Grübeln und Forschen, er spuckte einen Strahl braunen Tabaksaft zur Seite aus, dann nickte er und sagte: »Ich erkenne dich. Du bist Morgan Kelly, der vor vielen Jahren Hals über die Kopf Pampa verlassen hat.«

»Es war vor sieben Jahren, Sanders.«

»Richtig. Man beschuldigte dich damals, an dem Bankraub in Borger beteiligt gewesen zu sein. Der Kassier kam bei dem hold up ums Leben. Deine Flucht kam einem Schuldeingeständnis gleich.«

»Soll man doch denken von mir, was man will«, murmelte Kelly. »Man muss es mir beweisen, dass ich bei dem Bankraub dabei war. Ja, ich bin damals abgehauen, denn ich fürchtete, verhaftet und verurteilt zu werden. Man musste der Öffentlichkeit einen Täter präsentieren und ich hatte nicht den besten Ruf. Sollte ich für einen Mord hängen, den ich nicht begangen habe?«

»Wenn du unschuldig gewesen wärst, hätte sich das herausgestellt, Kelly. Nun, sei's drum. Du bist wieder hier, und die Tatsache wird bis nach Amarillo durchdringen. Mord verjährt nicht. Ich denke, dass bald ein paar Marshals des Distriktgerichts auftauchen werden.«

»Lebt Liz noch in Pampa?«

»Ja.«

»Wie geht es meinem Jungen?«

»Er ist ein prächtiger Bursche. Soll ganz gut sein in der Schule. Willst du dich tatsächlich wieder in das Leben der beiden drängen, Kelly? Es hat lange gedauert, bis Liz darüber hinweg war, dass du sie verlassen hast. Bist du zurückgekehrt, um alte Wunden aufzureißen?«

»Es war ein Fehler, zu verschwinden«, murmelte Kelly. »Ich hätte mich damals dem Sheriff stellen sollen. Aber wie ich schon sagte: Ich hatte Angst, in den Mühlen des Gesetzes zermalmt zu werden.« Kellys Stimme senkte sich. Sein Blick wurde lauernd. »Gibt es einen anderen Mann im Leben von Liz?«

»Frag sie selbst, Kelly. Falls sie überhaupt mit dir spricht.«

»Wie geht es meinem alten Freund Shaugnessy?«

»Wade trägt den Stern in Pampa. Er ist ein guter Sheriff. Als Wy Hagare und seine Banditen hier für Furore sorgen wollten, trat ihnen Wade empfindlich auf die Zehen. Seitdem macht lichtscheues Gesindel einen großen Bogen um die Stadt.«

»Nun, Wade war schon immer ein Draufgänger. Wo finde ich sein Büro?«

Der Stallmann beschrieb Kelly den Weg. Morgan Kelly schnallte seine Satteltaschen los, legte sie sich über die Schulter, zog die Winchester aus dem Scabbard und stiefelte davon. Er bog auf die Main Street ein. Seine Absätze erzeugten ein hallendes Echo auf den Bohlen des Gehsteiges. Seine Oberschenkelwunde war gut verheilt. Die Schießerei mit Matt Donegan lag drei Wochen zurück.

Fünf Minuten später klopfte Morgan Kelly gegen die Tür des Sheriff's Office. »Herein!«, erklang es. Kelly drehte den Türknopf und drückte die Tür auf. Wade Shaugnessy saß hinter seinem Schreibtisch. Im Raum war es düster. Es gab zwei Zellen. Eine Gitterwand trennte sie vom Büro.

Shaugnessy war ein Mann von fünfunddreißig Jahren. Ein schwarzer Schnurrbart zierte seine Oberlippe. Blaue Augen beherrschten das Gesicht. Jetzt schoben sich die Brauen des Sheriffs zusammen. Über seiner Nasenwurzel bildeten sich zwei senkrechte Falten. In seinen Mundwinkeln zuckte es. »Du?«

Kelly schloss die Tür, ging zum Schreibtisch und setzte sich auf den Stuhl, der das stand. »Wie geht es dir, Wade?«

Shaugnessys Miene hatte sich verschlossen. »Was hat dich zurückgetrieben?«

»Es war ein Fehler, überhaupt zu fliehen. Ich stand lediglich im Verdacht, an dem Überfall beteiligt gewesen zu sein. Man hätte mir nichts beweisen können. – Du scheinst nicht gerade erfreut zu sein, mich zu sehen, Wade.«

»Du bist längst in Vergessenheit geraten.«

»Man wird sich damit abfinden müssen, dass ich zurück bin. Ich habe hier eine Frau und einen Sohn. Es wird Zeit, dass ich meiner Rolle als Vater und Ehemann gerecht werde. Wohnt Liz noch in dem kleinen Haus …«

»Verschwinde wieder, Kelly!«, stieß der Gesetzeshüter hervor. »Du bist hier nicht willkommen. Liz hat ein neues Leben angefangen – ein Leben, in dem du keine Rolle mehr spielst.« Während er sprach, hatte sich Shaugnessy erhoben. Er stützte sich mit beiden Armen auf die Schreibtischplatte. In seinen Augen lohte in gefährliches Feuer.

»Du warst damals schon scharf auf Liz«, murmelte Kelly. »Bist du etwa der Mann in ihrem neuen Leben? – Verdammt, Wade, wir waren einst die besten Freunde. Warum willst du, dass ich verschwinde? Ich will mich mit Liz aussöhnen und …«

»Dazu ist es zu spät, Morgan. Es wird sich herumsprechen, dass du zurückgekehrt bist. Du stehst nach wie vor im Verdacht, damals an dem Bankraub beteiligt gewesen zu sein. Willst du, dass ich dich verhafte und einsperre?«

Kelly lachte klirrend auf. »Das wäre ja wohl ein Hohn.«

»Hölle, ich trage den Stern.«

»Das sehe ich. Auch das ist ein Hohn, Wade. Na schön, du willst mich nicht haben in deiner Stadt. Aber du wirst dich damit abfinden müssen, dass ich bleibe. Ich …«

Shaugnessy kam um den Schreibtisch herum. Seine Hände öffneten und schlossen sich. »Du scheinst mich nicht richtig verstanden zu haben, Morgan. Ich will, dass du dir unverzüglich dein Pferd zwischen die Beine klemmst und aus Pampa verschwindest. Es gibt für dich keinen Platz hier.«

»Und wenn ich deinen Worten zum Trotz bleibe?«

»Dann wirst du nicht alt hier.«

»Ich weiß, was du fürchtest, Wade. Wie geht es Tom, Bill und Hugh?«

»Tom und Bill sind angesehene Leute in der Stadt. Hugh ist weggezogen. Auch Tom und Bill werden etwas dagegen haben, dass du in Pampa bleibst. Zum letzten Mal, Morgan: Verschwinde wieder. Sieben Jahre lebten wir in Ruhe und Frieden. Mit deiner Rückkehr aber dürfte das vorbei sein.«

»Ihr macht euch unnötige Sorgen, Wade. Aber vielleicht hast du recht. Vielleicht ist es wirklich besser, wenn ich wieder verschwinde. Ja, ich werde darüber nachdenken. Aber ich reite nicht, ehe ich nicht mit Liz gesprochen und meinen Jungen gesehen habe.«

»Verdammt, Morgan, willst du unbedingt diesen Dämon der Vergangenheit heraufbeschwören? Liz und Joey leben zufrieden und glücklich ohne dich.«

»Ich bin nicht hunderte von Meilen geritten, um wieder sang- und klanglos zu verschwinden, Wade.«

Kelly wandte sich ab und ging zur Tür. Shaugnessy holte ihn mit zwei langen Schritten ein, packte ihn an der Schulter und riss ihn herum. Er hämmerte Kelly die Rechte in den Leib. Morgan Kelly krümmte sich nach vorn. Ein dumpfer Ton brach aus seiner Kehle. Der Schlag hatte ihm die Luft aus den Lungen gedrückt. Er war vollkommen überrumpelt worden.

Ein Haken richtete ihn wieder auf. Er prallte gegen die Wand und schlug sich den Hinterkopf an. Vor seinen Augen verschwamm der Raum. Übelkeit stieg in ihm hoch.

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