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Marshal Logan im Fadenkreuz des Todes (U.S. Marshal Bill Logan , Band 112)

Pete Hackett

Marshal Logan im Fadenkreuz des Todes (U.S. Marshal Bill Logan , Band 112)

Western-Roman





BookRix GmbH & Co. KG
80331 München

Marshal Logan im Fadenkreuz des Todes

U.S. Marshal Bill Logan

Band 112

 

Western von Pete Hackett

 

U.S. Marshal Bill Logan – die neue Western-Romanserie von Bestseller-Autor Pete Hackett! Abgeschlossene Romane aus einer erbarmungslosen Zeit über einen einsamen Kämpfer für das Recht.

 

 

 

Ein CassiopeiaPress E-Book

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© der Digitalausgabe 2014 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen

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Hank Wilson schaute skeptisch. »Ich bin nicht dafür, dass Sie sich nach Amarillo begeben, Mister Gouverneur. Ihre Ankündigung, große Teile des Landes besiedeln zu wollen, ist auf Unverständnis bei den Viehzüchtern gestoßen und hat die Stimmung enorm aufgeheizt. Fast das gesamte Weideland dort oben gehört der Panhandle Cattle Company. Die Gesellschafter sind einflussreich; die Ranchbosse regieren in den Countys wie unumschränkte Fürsten. Sie sollten mit Ihrem Besuch warten, bis sich die Wellen im Panhandle wieder ein wenig geglättet haben, Sir.«

»Du solltest auf deinen Berater hören, John«, sagte Beverly Hanchett, die Frau des Gouverneurs. »Hank hat sicher recht. Es wäre eine Herausforderung an das Schicksal, sich in den Panhandle zu begeben.«

»Wir fahren«, sagte Gouverneur John Hanchett. Es klang abschließend und bestimmt …

 

Joe und ich betraten das Büro von Richter Humphrey. Der Richter saß hinter seinem Schreibtisch. Jetzt erhob er sich und begrüßte uns per Handschlag. Dann forderte er uns auf Platz zu nehmen. »Gentlemen«, sagte er, als wir saßen, »ich habe einen Spezialauftrag für Sie.«

»Welcher Art ist der Auftrag, Sir?«, fragte ich.

»Der Gouverneur hat seinen Besuch in Amarillo angekündigt.«

»Welche Ehre für unsere Stadt«, sagte Joe grinsend.

Der Richter nickte. Dann sagte er: »Sie wissen sicher, dass Hanchett ziemlich siedlerfreundlich ist. Er hat angekündigt, große Teile des Panhandle besiedeln zu wollen. Damit hat er sich keine Freunde bei den Viehzüchtern geschaffen. Kurz und gut: Wir befürchten einen Anschlag auf den Gouverneur. Und Sie sollen für seine Sicherheit sorgen.«

»Wann kommt der Gouverneur?«, fragte ich.

»Er ist bereits auf dem Weg hierher. Er kommt mit seiner Kutsche. Seine Frau, der Vizegouverneur und sein persönlicher Berater begleiten ihn. In einer Woche etwa dürfte er in Childress ankommen. Von dort an sollen Sie die Überwachung übernehmen.«

»Es reicht also, wenn wir in vier oder fünf Tagen aufbrechen.«

»Wie lange werden Sie bis Childress benötigen?«

»Gut zwei Tage«, sagte ich.

»Bringen Sie mir den Gouverneur gesund nach Amarillo, Gentlemen«, sagte der Richter.

»Wir werden uns ein wenig umhören«, sagte ich.

»Tun Sie das. Und falls Ihnen zu Ohren kommt, dass etwas geplant ist, ersticken Sie es im Keim.«

Damit waren wir entlassen.

»Wir sollten den umliegenden Ranches einen Besuch abstatten«, schlug ich vor. »So können wir testen, wie die Stimmung bei den Viehzüchtern ist.«

»Meinetwegen«, antwortete Joe. »Aber ich glaube, ich kann dir sagen, wie die Stimmung ist, ohne einen der Ranchbosse gesprochen zu haben. Sie ist mies, Logan-Amigo. Die Siedler, die sich bereits im Land befinden, sind der PCC ein Dorn im Auge. Und wenn jetzt noch mehr kommen sollen …«

Joe brach vielsagend ab.

Als wir das Gerichtsgebäude verließen, kam Duncan O'Leary, der County Sheriff, aus seinem Büro. Sein grauer Wolfshund begleitete ihn. Als der Hund uns sah, begann er mit dem Schwanz zu wedeln und zu fiepen.

Wir trafen aufeinander. O'Leary grinste. »Seid ihr arbeitslos, weil ihr euch in Amarillo herumtreibt?«

»In diesem Landstrich wirst du als U.S. Marshal nie arbeitslos«, versetzte ich. » Aber das weißt du sicher und es war lediglich eine rhetorische Frage. –Wir kommen soeben vom Richter. Der Gouverneur hat seinen Besuch angekündigt. Er wird in etwa zehn Tagen hier eintreffen. Man befürchtet einen Anschlag auf sein Leben.«

O'Leary fuhr sich mit Daumen und Zeigefinger über das Kinn und schaute nachdenklich.

Ich kraulte Wolf, den grauen Hund, zwischen den Ohren. Das Tier drängte sich gegen meine Beine.

»Mir hat der Town Mayor von dem Besuch erzählt«, gab O'Leary zu verstehen. »Die Ankündigung des Gouverneurs, weitere Siedler ins Land zu schicken, hat für viel Wirbel gesorgt. Die Viehzüchter sind sauer. Man kann nicht ausschließen, dass etwas passiert. Hat der Richter euch beide beauftragt, ihm Personenschutz zu gewähren?«

»So ist es. Und nun werden wir uns ein wenig umhören. Vielleicht ergibt sich ein Hinweis darauf, was geplant ist.«

»Ich glaube, es war kein glücklicher Entschluss des Gouverneurs, in den Panhandle zu kommen. Aber er soll ein sturer Hund sein. Wenn er sich einmal etwas in den Kopf gesetzt hat, ist er nicht mehr davon abzubringen.«

Wir verabschiedeten uns von Duncan O'Leary und gingen in den Stall, um unsere Pferde zu satteln. Nachdem wir uns mit etwas Proviant versorgt hatten, verließen wir Amarillo. Unser erstes Ziel war die Green Belt Ranch im Amstrong County. Ranchboss war Charles McLeod. Die Ranch lag am Salt Fork Red River. Es handelte sich um eine Hauptranch der Panhandle Cattle Company.

Es war ein warmer Tag. Wir ritten querfeldein. Weideland umgab uns. Das Gras stand hüfthoch. Hügel und Tafelberge begrenzten das Blickfeld. Schwärme von Stechmücken, die vom süßlichen Schweißgeruch angezogen wurden, piesackten uns und die Pferde. Manche der Hügel waren bewaldet. Wald erstreckte sich manchmal auch in die Senken. Wir mussten Umwege reiten, denn das Unterholz war oftmals dicht und es gab kein Durchkommen.

Als die Sonne auf dem Horizont im Westen stand und die Wolken zum Glühen brachte, erreichten wir die Ranch. Das Haupthaus war stöckig. Es besaß eine große Veranda, deren Dach zugleich als Balkon diente. Ein kunstvoll geschnitztes Geländer umrandete ihn. Es gab einen langgezogenen Mannschaftsbau, Schuppen, Ställe und Scheunen sowie eine Remise, in der einige unterschiedlich schwere Fuhrwerke standen. In zwei Corrals befanden sich wohl an die hundert Pferde. Im Hof badeten Hühner im Staub. Vor seiner Hütte lag ein Schäferhund.

Wir ritten in den Hof. Die Pferdehufe rissen kleine Staubfontänen in die klare Abendluft. Die Ranchhelfer waren noch bei der Arbeit. Einer schob eine Karre voll Mist hinter den Stall. Aus der Schmiede erklangen helle Hammerschläge.

Wir ritten bis vor das Haupthaus und saßen ab. Lose schlangen wir die Zügel um den Querholm. Die Pferde ließen die Köpfe hängen und peitschten mit den Schweifen.

Wir stiegen auf die Veranda, überquerten sie, und unsere Schritte riefen ein dumpfes Echo auf den dicken Bohlen wach. Leise klirrten unsere Sporen. Joe klopfte gegen die Haustür, dann öffnete er. Wir traten in die Halle, deren Mitte eine schwere Polstergarnitur einnahm. An den Wänden standen Vitrinen. In die Stirnwand war ein offener Kamin eingebaut. Darüber waren an der Wand einige alte Gewehre befestigt. Eine Treppe schwang sich nach oben.

Eine Tür öffnete sich und Charles McLeod betrat die Halle. Er war ein Mann von etwa fünfzig Jahren, mittelgroß und untersetzt. Bekleidet war er mit einer grauen Hose, einem hellblauen Hemd und einer geblümten Weste, über seinen Bauch spannte sich eine Uhrkette, an die Silberdollars gelötet waren.

»Ah«, machte er, »das Gesetz. Setzen Sie sich, Marshals.«

Er kam heran, gab jedem von uns die Hand, und dann ließen wir uns nieder.

»Einen Whisky schlagen Sie doch sicher nicht aus?«

Wir nahmen die Einladung an. Als wir die Gläser mit der bernsteinfarbenen Flüssigkeit in den Händen hielten, fragte McLeod:

»Was gibt es Neues aus Amarillo zu berichten?«

»Gouverneur John Hanchett hat seinen Besuch im Panhandle angekündigt«, erwiderte ich und beobachtete McLeod.

Das Gesicht des Ranchbosses verfinsterte sich. Sekundenlang presste er die Lippen zusammen, sodass sie nur noch einen dünnen, blutleeren Strich bildeten. Dann sagte er: »Es gibt einige Leute im Panhandle, die nicht gut auf Hanchett zu sprechen sind.«

»Das hat sich herumgesprochen«, versetzte ich.

»Hanchett hat keinen guten Zeitpunkt gewählt, um in den Panhandle zu kommen.«

»Er will die Wogen glätten, für die er mit seiner Ankündigung gesorgt hat.«

»Er wird von seinem Entschluss nicht abzubringen sein. Hanchett ist für seine Sturheit bekannt. Er duldet keinen Widerspruch. Nun, dadurch wird er eine Menge Stimmen verlieren. Er ist sowieso umstritten. Bei seiner letzten Wahl konnte er nur einen knappen Vorsprung vor seinem Kontrahenten verbuchen. Warten wir ab, was die nächste Wahl bringt.«

»Die Siedler werden ihm ihre Stimmen geben«, wandte ich ein. »Und sicher auch die Menschen in den Städten. Siedler kurbeln die Wirtschaft an. Wirtschaftswachstum beschert den Menschen in den Städten Arbeitsplätze und Einkommen. Ich denke, Hanchett sorgt mit seiner Politik eher für einen Stimmenzuwachs.«

McLeod zuckte mit den Schultern. »Es gibt genug Regierungsland, das die PCC nutzt. Wenn es der Company weggenommen wird, wird der Platz für die Rinder knapp. Auch die Viehzüchter sorgen für Arbeitsplätze und Einkommen. Der Gouverneur sollte die Lobby der Rinderleute nicht unterschätzen.«

»Können wir auf der Ranch übernachten?«, fragte ich.

»Natürlich. Seien Sie zum Abendessen meine Gäste, Marshals. Der bevorstehende Besuch des Gouverneurs ist sicher nicht das einzige Thema, worüber wir uns unterhalten können. Ich bin begierig auf Neuigkeiten. Wir leben hier draußen etwas hinter dem Mond.«

McLeod grinste.

»Man befürchtet einen Anschlag auf den Gouverneur«, sagte ich, und während ich dies sagte, ließ ich den Ranchboss nicht aus den Augen.

In seinem Gesicht arbeitete es. Dann murmelte er: »Um die Lage zu checken sind Sie zu mir gekommen, nicht wahr?«

»Wir wollen die Stimmung bei den Viehzüchtern testen.«

»Von Seiten der Green Belt geht keine Gefahr für den Gouverneur aus.«

 

*

 

Wir erhielten nicht den geringsten Hinweis. Nach und nach besuchten wir einige Ranches. Die Ranchbosse waren freundlich, sie äußerten sich im Hinblick auf den Gouverneur ähnlich wie McLeod, und sie machten kein Hehl daraus, dass sie mit der Besiedlungspolitik des Gouverneurs nicht einverstanden waren.

Dann kam der Tag, an dem wir nach Childress ritten. Die Stadt lag an der Poststraße, die nach Wichita Falls führte. Auf dieser Route sollte der Gouverneur kommen. Bei Childress handelte es sich um die Hauptstadt des gleichnamigen Countys. Es war der südöstlichste Punkt des Panhandle.

Der Ort vermittelte Ruhe und Frieden. Hunde lagen in den Schatten. Kinder spielten am Fahrbahnrand. Auf den Gehsteigen bewegten sich einige Passanten. Die Main Street war breit und staubig. Es gab einen Sheriff in Childress, sein Name war Tom Barkley.

Wir ritten zum Mietstall. Im Hof saßen wir ab, führten die Tiere am Zaumzeug in den Stall und überschritten die Schattengrenze unter dem Tor. Im Stall war es düster. Es roch nach Heu, Stroh und Pferdeausdünstung. Durch die Ritzen in den Wänden fiel in schrägen Bahnen das Sonnenlicht. Staubpartikel tanzten in den Lichtstreifen.

Der Stallmann kam uns auf dem Mittelgang entgegen. »Guten Tag, Marshals«, grüßte er. »Was verschafft unserer schönen Stadt die Ehre? – Ah, ich weiß es schon. Ihr sollt dafür sorgen, dass es anlässlich des Besuchs des Gouverneurs nicht zu Zwischenfällen kommt.«

»So ist es«, versetzte ich. Der Stallmann übernahm unsere Pferde, Joe und ich schnallten die Satteltaschen los und zogen die Gewehre aus den Scabbards. Der Bursche ergriff noch einmal das Wort:

»Es war keine gute Idee von Hanchett, in den Panhandle zu kommen. Aber es beweist, dass er kein Feigling ist.«

»Es kann auch ein hohes Maß an Sturheit zum Ausdruck bringen«, brummte Joe.

Der Stallmann grinste: »Die Jungs von der Garden Valley Ranch haben gedroht, ihn mit faulen Eiern zu bewerfen, wenn er nach Childress kommt.«

Die Garden Valley Ranch war eine Unterranch der Wayside Ranch, die ihren Sitz im Collingsworth County am Buck Creek hatte.

»Sind die Burschen in der Stadt?«

»Sie waren am Samstagabend hier. Ich glaube, die meinten es ernst.«

Wir verließen den Mietstall und suchten Sheriff Tom Barkley auf. Er saß in seinem Office hinter dem Schreibtisch und schrieb etwas in eine Kladde. Zwischen seinen Lippen klemmte ein erkaltetes Zigarillo. Fliegen tanzten am verstaubten Fenster auf und ab. Die Wanduhr tickte monoton. Es roch nach Bohnerwachs. Im Hintergrund gab es zwei Zellen, die durch Gitterwände vom Büro abgetrennt waren. Sie waren leer.

Wir grüßten, der Sheriff erwiderte unseren Gruß, dann sagte Joe: »Sie können sich denken, was uns in diese entlegene Ecke führt, Barkley.«

Der Sheriff nickte. »Wir erwarten den Gouverneur morgen um die Mittagszeit. Die ersten Siedler sind bereits in der Stadt eingetroffen. Sie lagern am nördlichen Ortsrand. Weitere werden noch kommen. Sie möchten dem Gouverneur zujubeln, wenn er durch unseren Ort fährt. Alles ist bereit. Der Town Mayor wird eine Ansprache halten. Ich hoffe, dass die Kerle von der Garden Valley Ranch Ruhe halten.«

»Sie wollen den Gouverneur mit faulen Eiern bewerfen«, sagte ich.

»Wenn es bei faulen Eiern bleibt, habe ich nichts dagegen einzuwenden«, knurrte der Sheriff.

»Was haben Sie für Sicherheitsmaßnahmen getroffen?«, fragte ich.

»Ich habe vier Männer vorübergehend zu Hilfssheriffs ernannt. Sie werden sich zu beiden Seiten der Main Street postieren. Mehr kann ich nicht tun – außer zu beten, dass es zu keinem unerfreulichen Vorfall kommt. Ich werde froh sein, wenn Hanchett die Stadt wieder verlässt.«

»Wir werden dem Gouverneur entgegenreiten«, erklärte ich. »Wie ist die Stimmung in der Stadt?«

»Die Leute in Childress haben nichts gegen Hanchett, ebenso wenig die Siedler und Farmer. Die einzige Gefahr geht von den Reitern der Garden Valley aus. Ich schließe auch nicht aus, dass eine Abordnung von der Wayside Ranch auftaucht.«

Wir sprachen noch kurze Zeit mit dem Sheriff, dann verließen wir das Office und quartierten uns um Hotel ein, brachten die Satteltaschen auf das Zimmer und gingen anschließend in den Saloon, um etwas zu essen. Nach dem Essen rauchten wir. Dazu tranken wir unser Bier. Jeder hing seinen eigenen Gedanken nach.

Am folgenden Morgen ritten wir auf der Poststraße in Richtung Osten. Die Pferde gingen im Schritt. Manchmal klirrten die Gebissketten. Das dumpfe Pochen der Hufe umgab uns. Wie der riesige Leib einer Schlange wand sich die staubige Straße zwischen den Hügeln dahin. Am Wegrand wuchs Strauchwerk. Als wir etwa zwei Stunden geritten waren, wehte ein Knall heran.

Ein Schuss!

Weitere Schüsse krachten.

Wir gaben unseren Pferden die Sporen. Das prasselnde Hufgetrappel übertönte das ferne Krachen. Wir verließen die Straße und jagten zwischen den Abhängen dahin. Und dann konnte ich trotz des trommelnden Hufschlags die Schüsse hören. Wir lenkten die Pferde eine Anhöhe hinauf und zerrten sie auf dem Kamm in den Stand.

Unten verlief die Poststraße. Eine rotlackierte Concord stand da, sechs Pferde in den Geschirren. Aus den Fenstern der Kutsche wurde geschossen. Hinter Felsen und Sträuchern zu beiden Seiten der Straße hatten sich die Wegelagerer verschanzt. Pulverdampf stieg über ihren Stellungen in die Höhe.

Unsere Gewehre flirrten aus den Scabbards, wir repetierten, dann schickten wir unsere Kugeln in die Tiefe.

Einige Geschosse pfiffen zu uns herauf. Ein Befehl ertönte, geduckt und hakenschlagend wie die Hasen rannten die Kerle in einen Hügeleinschnitt. Es waren vier. Sie verschwanden aus unserem Blickfeld. Wir senkten die Gewehre und trieben unsere Pferde an.

Unter der Kutsche kroch ein Mann hervor. Er war bärtig. Ich vermutete, dass es sich um den Kutscher handelte. Er blutete am Oberarm. Der Schlag der Concord ging auf und ein Mann stieg aus. Er trug einen grauen Anzug, auf seinem Kopf saß eine Melone von derselben Farbe. In der Hand hielt er einen langläufigen Revolver.

Joe und ich sprangen von den Pferden. Ein zweiter Mann, der bewaffnet war, hatte die Kutsche verlassen. Und nun stieg Milt Summerby, der Vizegouverneur aus. Ich kannte ihn von Bildern aus der Zeitung. Er war bleich. »Sie hat der Himmel geschickt!«, rief er.

»Wir sind die Deputy Marshals Joe Hawk und Bill Logan«, stellte ich uns vor. »Mein Name ist Logan. Wir wurden der Kutsche entgegengeschickt …«

»Wie durch ein Wunder ist niemand verletzt worden«, murmelte Summerby. Er strich sich mit fahriger Geste über die Augen. In seinen Mundwinkeln zuckte es nervös.

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