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Marcus 3 1.1

Inhalt

 

Was in „Marcus – Geliebter Afrikaner“ und „Marcus – Ich kämpfe um dich!“ geschah

Ein ganz normales Paar

Privatvorführung

Begegnung mit einem Toten

Afrikanische Sitten

Hart an der Grenze

Wer ist Marcus Wright?

In geheimer Mission

Eine reine Formalität

Vor aller Augen

Epilog, geschrieben von Marcus

 

 

 

Was in „Marcus – Geliebter Afrikaner“ und „Marcus – Ich kämpfe um dich!“ geschah

 

Nach der Scheidung von einem gefühlskalten Millionär stand ich, Barbara, mit Anfang 30 vor der Aufgabe, mein Leben neu zu ordnen - einen neuen Partner zu finden und endlich glücklich zu werden. Aber ich bekam nichts auf die Reihe und wusste nur, dass ich nicht bereit war, mich noch einmal mit einem Mann abzugeben, der mich nicht glücklich machen konnte. Dann schon lieber alleine leben.

Meine erste Begegnung mit Marcus hatte ich spät nachts in einer U-Bahn-Station. Eine Gruppe Jugendlicher wollte mich überfallen, und dieser junge Schwarze rettete mich, indem er sie alle drei zusammenschlug. So erschreckend dieser Gewaltakt war, so aufregend war die Sache auch. Ich glaube, ich wusste damals schon, dass ich den Mann meines Lebens gefunden hatte. Aber wir alle kennen das: Bevor man seine Gefühle überhaupt erst richtig erkannt hat, ist das Objekt der Begierde bereits wieder entschwunden. So passierte es mir mit Marcus. Ich dachte, ich würde ihn nie wiedersehen, und fand mich allmählich damit ab, nie die wahre Liebe und Leidenschaft kennenzulernen, nach der ich mich immer gesehnt hatte.

Aber wie durch ein Wunder bekam ich meine zweite Chance. Wir trafen uns wieder, und wir wussten instinktiv, was das bedeutete. Wir fraßen uns gegenseitig auf in einem animalischen Liebesrausch. Sein unglaublich großer und unbeschreiblich schöner Penis wurde mein Fetisch, und auch er feierte meinen molligen, üppigen Körper mit einer Begeisterung, die nie zuvor ein Mann bei mir gezeigt hatte. Wir verfielen einander.

Aber dann war auf einmal wieder alles aus. Ich erfuhr, dass Marcus von der Ausländerbehörde geschnappt worden war. Er war illegal in Deutschland, ein nicht anerkannter Flüchtling aus Liberia. Ich stand unter Schock, aber ich war nicht bereit, das Schicksal einfach so gewähren zu lassen. Nicht dieses Mal!

Und so setzte ich alle Hebel in Bewegung. Die Ausländerbehörde war nicht hilfreich, brachte mich aber auf den entscheidenden Gedanken. Und als ich Marcus schließlich wiedersah – durch die Gitter des Abschiebegewahrsams in Köpenick – stellte ich ihm die alles entscheidende Frage: „Willst du mich heiraten?“

Marcus sagte nicht gleich Ja. „Ist es nur mein Schwanz?“ fragte er rundheraus, und so schockierend diese Frage auch war, sie war nicht unberechtigt. Daraufhin machte ich ihm die längste Liebeserklärung meines Lebens. Auch er erklärte mir seine Liebe, aber er brachte auch seine Bedenken vor. War er doch stolz und wollte nicht nur mein Betthase sein, der sich von seiner deutschen Frau aushalten ließ, so wie eine ganze Menge Afrikaner das taten. Wir vereinbarten, dass wir gemeinsam hart daran arbeiten würden, dass er in Deutschland seinen Lebensunterhalt verdienen und für uns beide sorgen konnte – auch wenn es nicht nötig war, da ich nach meiner Scheidung finanziell ausgesorgt hatte.

Die Hochzeit musste im Gefängnis stattfinden, und so unromantisch das auch war, die Flitterwochen wogen das wieder auf. Wir experimentierten im Bett und verloren mehr und mehr die Hemmungen – ein Prozess, der immer noch im Gange ist. Zurück in Deutschland machte sich Marcus daran, sich zu integrieren. Jetzt wo er legal in Deutschland war, konnte er das endlich. Er schrieb sich an der VHS ein, um sein holpriges Deutsch zu verbessern – wir kommunizierten bis dahin fast nur auf Englisch. Ich gab ihm Fahrunterricht, damit er bald seinen Führerschein machen konnte. Es würde noch einiges an Zeit in Anspruch nehmen, aber Marcus war intelligent und umtriebig genug, um nicht nur im Bett seinen Mann zu stehen.

Meine Freundinnen und Bekannten waren fasziniert von Marcus – einige vielleicht ein bisschen zu sehr. Marcus blockte freilich alle Flirtversuche charmant ab, und ich vertraute ihm, zumal er nie einen Zweifel aufkommen ließ, wie sehr ihn mein breiter Hintern und überhaupt nach westlichen Maßstäben viel zu dicker Körper erregte. Obwohl er neun Jahre jünger war als ich, schienen wir sexuell immer auf demselben Level zu sein. Ehrlich gesagt, manchmal war es fast ein bisschen zu viel. Meine armen dreiunddreißigjährigen Knochen...

Aber die Situation blieb nicht lange perfekt. Marcus konnte keine Arbeit finden, während er zur Schule ging. Früher hatte er immer Schwarzarbeit gemacht, aber er konnte es sich nicht leisten, das Gesetz zu brechen, weil das seinen Erwerb der deutschen Staatsbürgerschaft gefährden konnte. Und er hasste es, wenn ich etwas für ihn kaufte – was natürlich gar nicht anders ging.

Aber alles änderte sich schlagartig, als er eines Abends nach Hause kam – voller Energie und Zufriedenheit. Er nahm mich gewaltig ran und überschüttete mich anschließend mit Geldscheinen. Es war wundervoll, ihn so zu sehen. Aber was hatte er für dieses Geld getan?

Ein ganz normales Paar

 

Wir saßen in der Badewanne und tranken Schampus. Offensichtlich hatten wir etwas zu feiern, auch wenn ich immer noch nicht wusste, was genau das war. Ich wusste nur, dass mein Mann auf einmal mit Geldscheinen um sich warf, nachdem er verspätet von einem Job-Interview gekommen war. Ich vertraute Marcus, aber natürlich war ich nicht doof.

Ich lag in seinen Armen im warmen Wasser. Ich spürte, wie das großartige Gemächt meines Göttergatten träge gegen meinen Rücken drückte und langsam wieder in Stimmung kam. Das bewirkte bei mir normalerweise eine völlige Blockade der linken Gehirnhälfte, und bevor meine Vernunft wieder aussetzte, musste ich Marcus sanft zur Rede stellen. So nahm ich ihm das Champagnerglas aus der Hand und stellte auch meins auf dem Tischchen neben der Wanne ab. Marcus ergriff sofort die Gelegenheit und meine schweren Brüste, um sie kraftvoll und genießerisch durchzuwalken.

Mmmmhhhh... Herrrrrliiiich... Halt! Stop! Da war doch noch was? Ach ja!

„Jetzt nimm mal kurz die Griffel da weg, du Sittenstrolch“, knurrte ich gespielt böse und entfernte seine großen Hände von meinen Lieblingen. Ich sprach inzwischen deutsch mit ihm, so oft ich konnte.

„Tittenstrolch?“ wiederholte Marcus und lachte, während er seine Hände über meinem Bauch zusammenfaltete. Auch ich kicherte und drehte meinen Kopf so, dass ich ihn von schräg unten anblicken konnte.

„Also, dieses Geld. Woher kommt es?“

Marcus brummte missmutig und fing an, mit seinen Händen tiefer hinabzuwandern, aber ich kniff die Beine zusammen und schüttelte den Kopf.

„Woher ist das Geld, Liebling?“

Marcus seufzte. „ Na gut. Ich hab einen Job gefunden.“

„Super“, freute ich mich, „als Kulissenschieber in diesem Theater?“

„Nein“, erwiderte er in seinem wackligen Deutsch, „ich habe aber dort jemand getroffen, who asked me...“

[Anmerkung: Manchmal fehlten Marcus einfach die Vokabeln und er verfiel wieder ins Englische. Im Interesse der besseren Lesbarkeit gebe ich deshalb seine Worte in meinem Hochdeutsch wieder.]

Offenbar war ein ziemlich hohes Tier des Berliner Theaterwesens auf Marcus aufmerksam geworden. Wodurch genau mein Gatte dem Mann aufgefallen war, konnte Marcus nicht sagen, oder er wollte nicht. Es war alles ein wenig sonderbar, aber meine Güte, solche Dinge geschehen in Berlin. Die Menschen hier denken gerne außerhalb des Rahmens, und was für Qualitäten auch immer der Mann in ihm gesehen hatte, sie hatten offenbar zu einem sofortigen Vorstellungsgespräch geführt, gefolgt von Einstellung und sogar einem Vorschuss, der jetzt in Form von Bargeld in unserem Hausflur rumlag.

Es war ein Nachtjob, und das fand ich natürlich nicht so gut. Es würde einsame Abende und Nächte bedeuten. Aber nichts war mir wichtiger, als dass Marcus glücklich und zufrieden war. Er schilderte mir seinen Arbeitsplatz als einen ziemlich exklusiven Nachtclub, und er sollte dort als Barkeeper, Hausmeister und eventuell Rausschmeißer in einem fungieren. Zum Glück war der Club nur an drei Nächten pro Woche geöffnet, von Freitag bis Sonntag, an den anderen Tagen hatte ich ihn für mich. Das klang super, und natürlich fragte ich ihn, ob ich ihn dort besuchen konnte.

„Tut mir leid, Barbie“, sagte er zärtlich, aber bestimmt, „das erlauben die Leute nicht. Die sind ziemlich elitär, und man darf da nur als Mitglied rein. Und da gibt’s eine lange Warteliste, im Moment wird sogar überhaupt niemand aufgenommen.“

„Oh je“, murmelte ich, „das klingt aber verdächtig nach Eyes Wide Shut.“

Den Film kannte Marcus noch nicht, und ich erklärte ihm, dass es darin um einen geheimnisvollen Sex-Club für Prominente ging, in dem ziemlich abartige Orgien abliefen, und wer davon Wind bekam, wurde eingeschüchtert oder getötet.

„Was für ein Quatsch“, lachte Marcus, „den Film spar‘ ich mir.“

Ich lachte ebenfalls und musste daran denken, dass ich bis vor kurzem Tom Cruise noch für den schönsten und aufregendsten Mann der Welt gehalten hatte. Jetzt erschien er mir nur noch als steriler, seelenloser Gartenzwerg mit Mädchenfrisur. Mein Männergeschmack hatte sich völlig geändert. Wenn frau mal in den Armen eines Mannes wie Marcus gelegen hat, gab es kein Zurück mehr in die Schuljungenästhetik der Neunziger Jahre.

Marcus sagte mir nichts weiter über den Laden, gab mir aber eine Visitenkarte, auf der der Name des Clubs stand (Peccato, italienisch für „Sünde“) und eine Telefonnummer. Er hatte eine Verschwiegenheitserklärung unterzeichnen müssen, erklärte er. Der Club wäre in Charlottenburg, mehr dürfte er nicht sagen. Ich gab mich damit zufrieden. Seine Hände ergriffen wieder meine Brüste, und die linke Hälfte meines Gehirns verabschiedete sich für den Rest der Nacht.

Am nächsten Morgen wachte ich auf und fand mich allein im Bett. Das war stets etwas enttäuschend. Das ist vielleicht kaum zu verstehen, aber immer wenn das passierte, schoss mir automatisch der Gedanke durch den Kopf: Es war alles nur ein Traum! Es gibt keinen Marcus! Du lebst immer noch mit Richard dem reichen Kotzbrocken zusammen!

Und der zweite Gedanke war stets: Marcus ist weg! Er ist verschwunden! Du wirst ihn nie wiedersehen!

Das hört sich dramatischer an, als es war. Ich glaube, die meisten Menschen wachen auf und haben als erstes Angst. Gerade diejenigen, denen es wirklich gut geht, leiden wohl unter diesen Ängsten, dass auf einmal alles schief läuft, dass sie alles verlieren werden, dass die guten Zeiten für immer vorbei sind und der Rest des Lebens aus Not und Elend besteht. Oder irre ich mich?

In meinem Fall muss man sagen, dass meine Ängste nicht völlig aus der Luft gegriffen waren. Ich war sicher, dass Marcus mich liebte, aber er war mir schon zweimal abhanden gekommen, und das flößte nicht gerade Vertrauen ein. Ich wusste viel über ihn, aber noch nicht genug, um mir seiner absolut sicher zu sein. Er verbarg Dinge vor mir, das war klar. Er sprach gar nicht gerne über seine Jahre als Illegaler in Deutschland. Ich wusste nur bruchstückhaft, was er in dieser Zeit getan hatte. Ich wusste von seiner Vergangenheit als Kindersoldat. Er hatte schreckliche Gewalttaten erlebt, und das war für so manchen Amerikaner Grund genug, um zum Serienkiller zu werden. Marcus war selbstverständlich die Sanftmut in Person, aber ich war auch Zeugin gewesen, als er drei jugendliche Kleinkriminelle krankenhausreif geprügelt hatte, die mich angegriffen hatten.

Aber zum Glück waren es immer nur ein paar Sekunden. Ich hörte das Radio von unten aus der Küche. Marcus ließ meistens Jazzradio laufen, was okay für mich war. Für mich war Jazz nur bessere Hintergrundmusik, aber ab und zu sangen dort auch Frank Sinatra oder Michael Bublé. Soeben trällerte der Kanadier „It’s a beautiful day“, und ich konnte ihm nur recht geben, wenn auch aus anderen Gründen. Komisches Lied, so unromantisch und trotzdem schön. Aber ich glaube, die meisten achten gar nicht auf den fiesen Text.

Marcus hatte bereits geduscht, wie ich dem Zustand des Badezimmers entnehmen konnte. Er brauchte eigentlich wenig Körperpflege, denn ich fuhr so auf seinen natürlichen Geruch ab, dass mir die Haare wehtaten. Menschen können Pheromone angeblich nicht wahrnehmen, nicht so wie Tiere, aber ich hatte den Verdacht, dass Marcus wirklich eine Unmenge davon produzierte. Auch seine kurzen krausen Haare brauchten eigentlich nur etwas Pflegeöl, um gut auszusehen.

Als ich mich selber landfein gemacht hatte (ich brauchte natürlich fünfundzwanzig Minuten), tapste ich im Bademantel nach unten. In der Küche wurde ich von einem nackten Neger empfangen. Ich kicherte in mich hinein, weil mir diese unartige, politisch gar nicht korrekte Bezeichnung so gefiel. Sie stammte noch aus einer Zeit, in der Rassismus völlig normal war und sich niemand was dabei dachte. Jetzt konnte man es bereits ironisieren, was vermutlich die höchste Form der Entwicklung war, die man auf diesem Gebiet erreichen konnte.

Marcus stand mit dem Rücken zu mir am Herd, und wenn ich „Rücken“ sage, meine ich natürlich „Hintern“. Der aus zwei prallen, festen Halbkugeln bestehende Musculus gluteus maximus meines Göttergatten schwang im Takt der Swingband, die gerade aus dem Radio schmetterte. Und auch wenn ich dieses Schauspiel schon viele Male bewundert hatte, so wusste ich doch, dass ich nie genug davon bekommen würde.

Ich schlich mich von hinten an diese Schönheit an und gab Marcus einen festen Klaps auf den Arsch. Er zuckte zusammen und kicherte, leicht kitzlig wie er ja war. Ich zog mit dem Zeigefinger die Linien seines strammen Hinterns nach und erfreute mich daran, wie Marcus seine Muskeln ...

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