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Manchmal ist Liebe nicht genug

1. KAPITEL

Moritz kniete vor Theresa im Schnee. Gerade hatte er sie gefragt, ob sie seine Frau werden wolle. Voller Liebe sah sie ihn an.

„Ich wünsche mir nichts sehnlicher, als für immer mit dir zusammen zu sein“, sagte sie zärtlich. „Aber im Moment geht mir das einfach zu schnell. Mein Leben ist eine Achterbahn, es ist so viel passiert …“ Sie musste erst einmal wieder zur Ruhe kommen.

„Ich musste dich einfach fragen“, flüsterte er. „Ich liebe dich so sehr …“

„Ich liebe dich auch, über alles.“ Sie küssten sich. „Aber im Moment brauche ich einfach noch Zeit. Wir alle brauchen noch Zeit.“

„Die haben wir ja jetzt.“ Glücklich lächelte er sie an. „Alle Zeit der Welt.“

Moritz war der Mann ihres Lebens, daran hatte Theresa nicht den geringsten Zweifel. Aber dieses Mal wollte sie alles richtig machen. Darum hatte sie ihn gebeten, ihnen Zeit zu lassen. Außerdem würde es Konstantin sehr wehtun, wenn sie so schnell wieder heiratete. Hoffentlich würde es überhaupt jemals einen Zeitpunkt geben, an dem es Konstantin nicht mehr verletzte. Und er akzeptieren konnte, dass sie Moritz liebte. Sie wünschte Konstantin so sehr, dass auch er sein Glück fand. Und sie alle endlich harmonisch miteinander umgehen konnten.

„Elena, es tut mir so leid, dass ich dir zuerst nicht geglaubt habe!“ Tanja war vollkommen durcheinander – sie hatte gerade begriffen, dass Christian Elena tatsächlich vergewaltigt hatte. „Ich dachte, ich kenne ihn! Wir waren damals drei Jahre zusammen … Und dann habe ich dich auch noch dazu überredet, mit ihm auszugehen.“ Sie machte sich schreckliche Vorwürfe.

„Du kannst nichts für das, was dieser Mensch mir angetan hat.“ Elenas Stimme war schwach. „Ich fand ihn ja selbst nett … am Anfang.“ Christian verstand es sehr gut, andere zu täuschen.

„Wenn es irgendetwas gibt, das ich für dich tun kann …“ Tanja brach ab. Tränen standen ihr in den Augen.

Elena schüttelte matt den Kopf. „Ich möchte das Ganze nur so schnell wie möglich vergessen“, flüsterte sie. „Und versuchen, weiterzuleben. Irgendwie …“

Danach entschuldigte sich Tanja bei ihrem Mann. Sie hatte ihm nicht geglaubt. Sie hatte einfach nicht glauben können, dass ihr Exfreund Christian Frauen vergewaltigte.

„Schon gut“, winkte Nils ab. Jetzt ging es definitiv um etwas anderes. Sie mussten endlich zur Polizei gehen! Aber Elena weigerte sich. Und sie konnten sie schlecht dazu zwingen. „Dabei hatte ich sie schon so weit“, sagte er seufzend. „Dass sie jetzt wieder einen Rückzieher macht …“

„Sie hat Angst, dass man ihr nicht glaubt.“ Tanja konnte das sogar verstehen. „Wenn ich Elena nur irgendwie helfen könnte. Ich fühle mich so schuldig.“

„Du kannst nichts dafür“, versuchte er, sie zu trösten, aber gegen ihre Schuldgefühle kam er nicht an.

Gitti hatte kurz die Hoffnung gehabt, dass sie und Michael noch eine Chance hätten. Deshalb war sie nachmittags zu ihm in die Scheune gekommen. Und dort wurde es beiden schlagartig klar: Es war wirklich vorbei zwischen ihnen.

„Die Zeit mit dir …“ Gitti war sichtlich bewegt. „Ich habe mich noch nie in einer Beziehung so wohlgefühlt. Aber vielleicht bin ich wirklich nicht dafür geschaffen.“

„Sag so etwas nicht“, bat er sie leise. „Es gehören immer zwei dazu.“

„Vielleicht ist es besser, wenn ich jetzt gehe.“ Sie hatte immer noch keine Ahnung, was sie tun sollte. Sie wusste nicht, ob sie den Job in Barcelona annehmen sollte. „Ich muss jetzt erst mal versuchen, überhaupt wieder einen klaren Gedanken zu fassen.“

„Ich wünsche dir von Herzen alles Gute.“ Das meinte Michael auch so. Es tat ihm schrecklich weh, Gitti ziehen zu lassen. Aber es gab keinen Zweifel mehr: Ihre Liebe war vorbei.

„Jetzt ist wenigstens eine Entscheidung getroffen“, sagte er später zu Rosalie. „Und ich denke, es war die richtige.“ Die letzten Tage hatten ihn ziemlich mitgenommen. „Aber irgendwie, so komisch es vielleicht klingen mag: Ich bin auch erleichtert.“

„Hast du das damals bei mir auch so empfunden?“, fragte Rosalie unvermittelt. „Als wir nicht mehr zusammen waren – warst du da auch erleichtert?“

„Rosalie, bitte …“ Abwehrend hob er die Hände.

„Schon gut, vergiss es“, lenkte sie ein. „Das war wirklich unpassend.“

Pilar ließ sich an der Rezeption gerade das Ticket für ihren Rückflug nach Buenos Aires aushändigen.

„Geht es Ihnen denn schon wieder gut genug für so eine lange Reise?“ Doris war neben sie getreten.

„Machen Sie sich da mal keine Sorgen“, entgegnete Konstantins Tante kühl. „Ihnen ist es doch nur recht, wenn ich so schnell wie möglich abreise.“

„Ich kann Ihnen nur raten, auch in Argentinien den Mund zu halten“, zischte Doris. „Ich habe noch immer sehr gute Verbindungen nach Buenos Aires und würde Mittel und Wege finden, Ihnen das Leben zur Hölle zu machen.“ Das konnte sich Pilar nur allzu gut vorstellen. „Außerdem würde für Konstantin eine Welt zusammenbrechen, wenn er erfahren müsste, dass seine geliebte Tante die ganze Zeit die Wahrheit gewusst, ihn aber sein Leben lang belogen hat.“

„Sie kennen wirklich keine Gnade.“ Doris’ Bösartigkeit machte Pilar fassungslos.

„Sie könnten mir ohnehin nie nachweisen, dass ich Konstantins Adoptivvater vorsätzlich erschossen habe.“ Doris lächelte fies. „Es war Notwehr.“

„Keine Sorge, Frau van Norden – ich werde Ihren ‚guten Ruf‘ nicht ruinieren.“ Pilar sah Doris durchdringend an. „Denn darum geht es doch, nicht wahr? Sie haben Angst, dass sich jeder von Ihnen abwendet, der Ihr wahres Gesicht erkennt – privat und beruflich.“

Rosalie hatte sich gerade in der Brauerei an den Schreibtisch gesetzt, da kam Gitti herein. Sie war auf der Suche nach ihrem Vater, aber Julius war im Sudhaus beschäftigt. Rosalie bot ihrer Schwester einen Kaffee an. Gitti zögerte.

„Ich würde mich darüber freuen, noch ein wenig Zeit mit dir zu verbringen“, sagte Rosalie und meinte ihre Worte ehrlich. „Wer weiß, wo es dich hin verschlägt.“

„Na gut, warum nicht.“

Rosalie schenkte ihnen Kaffee ein. „Weißt du, auch wenn wir beide viele Probleme miteinander gehabt haben … Irgendwie imponierst du mir auch.“

„Ist das dein Ernst?“ Gitti sah ihre Halbschwester erstaunt an.

„Du lässt dich nicht unterbuttern“, sagte Rosalie.

„Das Kompliment kann ich nur zurückgeben.“ Gitti lachte auf. „Auch wenn ich dich manchmal am liebsten auf den Mond geschossen hätte.“

„Ich weiß.“ Rosalie verzog das Gesicht zu einem breiten Grinsen.

„Wahrscheinlich wäre vieles anders zwischen uns verlaufen, wenn wir uns nicht für denselben Mann interessiert hätten“, meinte Gitti nun.

„Tja …“ Ihre Schwester seufzte. „Und jetzt ist keine von uns beiden mit Michael zusammen.“ Eine Weile hingen die beiden ihren Gedanken nach.

„Meinst du, wir bekommen es irgendwann doch noch hin, uns richtig gut zu verstehen?“, fragte Gitti schließlich. „Wie Schwestern?“

„Wenn du hier in der Gegend bleibst, können wir gleich damit anfangen.“ Rosalie lächelte sie an.

„Ich hab noch gar keine Ahnung, wie und wo es jetzt weitergehen soll …“

Rosalie legte den Kopf schief. „Gibt es denn nichts, was du schon immer mal machen wolltest?“, fragte sie. „Irgendwas, wo es dich hinzieht, wofür du aber noch nie Zeit gefunden hast?“

Gitti kam ein Gedanke. „Na ja … Doch, da gibt es schon etwas …“ Sie begann zu lächeln.

„Was willst du machen? Eine Weltreise?“ Julius fiel aus allen Wolken, als Gitti ihm ihren Plan präsentierte. „Und dafür wirfst du deinen Job hin und trittst deine Beziehung in die Tonne? Wer hat dir denn diesen Floh ins Ohr gesetzt?“

„Stell dir vor!“ Gitti grinste. „Ausgerechnet Rosalie hat mich an diesen Traum von mir erinnert.“

„Bisher habt ihr euch noch nicht mal verstanden!“, ereiferte er sich. „Und jetzt lässt du dir von ihr solche Flausen in den Kopf setzen?“

„Papa, ich habe schon immer den Wunsch gehabt, um die Welt zu reisen“, erklärte Gitti ernst. Schon als Teenager hatte sie davon geträumt. Und schon damals hatte Julius das für eine Schnapsidee gehalten.

„Ist das deine neueste Intrige, ja?“, fuhr Julius Rosalie an, sobald er die Brauerei betreten hatte. „Deine Schwester auf Weltreise zu schicken, damit du beim Doktor endlich freie Bahn hast?“

„Du traust mir aber auch alles zu!“ Rosalie war sichtlich verletzt.

„Wundert dich das?“, knurrte er.

„Ja, ich würde mir sehr wünschen, wieder mit Michael zusammen zu sein“, gab sie nun zu. „Aber ich habe längst kapiert, dass ich es auf die linke Tour niemals schaffen werde, ihn wieder für mich zu gewinnen.“ Da kam Gitti herein. Sofort wandte sich Rosalie an ihre Schwester. „Er glaubt, ich hätte dich zu der Weltreise überredet, um dich loszuwerden und mir Michael zu angeln!“

„So ein Quatsch!“, protestierte Gitti und sah ihren Vater ärgerlich an. „Ich habe dir doch eben schon gesagt, dass Rosalie mich nur an meinen Traum erinnert hat. Das ist alles.“

„Danke.“ Rosalie lächelte ihrer Schwester zu.

„Tut mir leid“, entschuldigte sich Julius bei Rosalie. „Da bin ich wohl etwas übers Ziel hinausgeschossen.“ Rosalie nickte nur.

„Bitte versuch, meine Entscheidung zu respektieren“, bat seine andere Tochter nun.

„Ich mache mir halt Sorgen!“, polterte er los. „Dass du dir deine Zukunft versaust!“

„Ich mache diese Reise doch, um aufzutanken“, erklärte sie eindringlich. „Damit ich dann mit neuer Kraft wieder durchstarten kann.“

„Manchmal braucht man eben eine Auszeit, um im Leben die nächste Stufe zünden zu können“, kam Rosalie ihrer Schwester zu Hilfe. Sie selbst war, nachdem ihre letzte Beziehung gescheitert war, auch für eine Zeit lang zu Emma nach Kanada gegangen.

„Na, ihr versteht euch ja auf einmal prächtig“, brummte Julius, musste aber schon schmunzeln.

„Und ich hoffe, das bekommt ihr beide auch hin, wenn ich weg bin“, meinte Gitti.

„Wir werden uns bemühen“, versprach er. Und Rosalie pflichtete ihm bei.

Theresa und Moritz waren zum Fürstenhof zurückgefahren. Das Führungskräfteseminar war ein voller Erfolg gewesen, und Moritz traute sich nun schon eher zu, die Geschäftsleitung des Hotels bewältigen zu können.

„Ich habe sie gefragt, ob sie mich heiraten will!“, platzte er heraus, als er seinem Vater im Restaurant begegnete. „Aber sie braucht noch ein bisschen Zeit.“

„Verständlich.“ Werner nickte verständnisvoll. „So turbulent, wie ihr Leben in den letzten Wochen war.“

„Als ich Theresa da im Schnee sah, in dieser wunderschönen Landschaft, da konnte ich einfach nicht anders. Ich musste ihr einen Antrag machen.“ Vater und Sohn merkten nicht, dass Konstantin sich von hinten näherte. Und der erstarrte, als er hörte, worüber die beiden sprachen. „Und so sehr, wie wir uns lieben, werden wir sicher auch bald heiraten“, fügte Moritz noch hinzu.

Jetzt erst sah Werner seinen anderen Sohn. Konstantin floh förmlich in die Küche.

„Für ihn ist es schwer auszuhalten momentan“, meinte Werner. „Überall sieht er diese Plakate mit euch als glücklichem Paar …“ Er legte eine Hand auf Moritz’ Arm. „Versteh mich nicht falsch: Ich gönne Theresa und dir euer Glück von Herzen. Aber versucht, ein bisschen Rücksicht zu nehmen.“

„Theresa hätte es mir doch wenigstens selbst sagen können! Persönlich! Aber nicht mal dazu hat sie den Mut!“ Konstantin fluchte auf Spanisch. Die ganze Situation war kaum zu ertragen. Und auch Tante Pilar wusste keinen Trost.

„Was hältst du davon, mit mir nach Argentinien zurückzugehen?“, schlug sie hilflos vor. „Hier hält dich doch nichts mehr. Und ich wäre sehr glücklich, dich wieder in meiner Nähe zu haben.“

Er seufzte. „Ich vermisse Buenos Aires ja auch“, gab er zu. „Aber dort müsste ich wieder bei null anfangen. Hier habe ich wenigstens einen Job. Meine Mutter wohnt hier und mein leiblicher Vater …“ Außerdem hatte er das Hotel und die Landschaft hier inzwischen lieb gewonnen. „Ich bleibe. Trotz allem.“

Kurz darauf erschien Theresa bei ihm an der Schneebar.

„Sag bloß, du kommst, um mir von Moritz’ Heiratsantrag zu erzählen!“, giftete er sie an.

„Woher weißt du …“, erwiderte sie perplex.

„Er posaunt es ja lauthals überall herum.“ Er schnaubte abfällig. „Du musst wohl Ja gesagt haben.“

„Das habe ich noch nicht“, widersprach sie. Kurz keimte Hoffnung in ihm auf. Aber die wurde sofort zunichtegemacht. „Ich liebe Moritz von ganzem Herzen. Und ich will mit ihm meine Zukunft planen. Aber das Letzte, was jetzt sinnvoll wäre, ist eine weitere Hochzeit. Jeder von uns braucht erst einmal Zeit, um mit der neuen Situation zurechtzukommen.“ Es brach ihr beinahe das Herz, zu sehen, wie unglücklich Konstantin war. „Ich hoffe so sehr, dass wir alle drei eines Tages unseren Frieden miteinander schließen“, sagte sie leise.

„Mach dir mal um mich keine Sorgen“, presste er mühsam hervor. „Ich bin es ja gewohnt, die Zähne zusammenzubeißen.“

Wie enttäuscht er gewesen war, als er begriffen hatte, dass die Hochzeit nur aufgeschoben war. Es tat Theresa wirklich weh, Konstantin so leiden zu sehen. Aber sie liebte nun mal Moritz und war es ihnen allen dreien schuldig, bei der Wahrheit zu bleiben. Auch wenn das für Konstantin offenbar unendlich schwer war …

2. KAPITEL

Gitti saß spätabends an der Bar und blätterte in einem USA-Reiseführer, den Michael ihr geschenkt hatte. Da stand er plötzlich vor ihr.

„Woher wusstest du, dass ich hier bin?“ Erfreut sah sie ihn an.

„Dein Vater hat es mir verraten“, antwortete er. „Ich wollte mich gerne in Ruhe von dir verabschieden, bevor es morgen früh losgeht.“ Gitti hatte keine Zeit verloren – schon am nächsten Tag würde sie abreisen. Theresa hatte beinahe der Schlag getroffen, als sie das hörte. Wenigstens hatten die beiden Freundinnen heute noch einmal miteinander gegessen. „Und ich wollte mich bei dir bedanken“, fuhr Michael nun fort. „Für die letzten Monate. Auch wenn es am Ende nicht geklappt hat mit uns: Es war eine wunderbare Zeit.“

„Das empfinde ich auch so.“ Gerührt lächelten sie einander an.

Michael hatte noch ein Geschenk für sie. Einen Schlüsselanhänger in Form eines Kompasses. „Damit du immer den Weg zu deinem nächsten Ziel findest“, sagte er liebevoll. „Und am Ende auch wieder nach Hause.“

Am nächsten Morgen fanden sich alle auf dem Hotelvorplatz ein, um Gitti zu verabschieden.

„Ich wünsche dir die tollste Weltreise aller Zeiten!“ Theresa wollte ihre Freundin gar nicht mehr loslassen, als sie sich umarmten. Beide kämpften mit den Tränen.

„Werd glücklich mit deinem Moritz“, sagte Gitti. „Und wehe, ich bekomme keine Einladung zur Hochzeit!“

Als Nächstes war ihr Vater an der Reihe.

„Versprich mir, dass du gut auf dich aufpasst“, bat Julius und hatte ebenfalls Tränen in den Augen.

„Das werde ich, Papa“, versicherte sie. „Ganz bestimmt.“

Dann wandte sie sich Rosalie zu.

„Ich bin froh, dass wir uns doch noch zusammengerauft haben“, meinte ihre Schwester aufrichtig. Die beiden umarmten sich und tauschten ein versöhnliches Lächeln.

Und da kam auch noch Michael um die Ecke gebogen.

„Ich wünsche dir eine wunderbare Reise. Lass es dir gut gehen.“ Die beiden sahen sich noch einmal intensiv an.

„Ich werde dich nie vergessen“, flüsterte sie.

Und dann stieg Gitti ins Taxi. Alle winkten ihr nach. Sie würde fehlen am Fürstenhof, das stand fest. Aber die Welt hielt nun mal noch so viele andere Abenteuer bereit.

Elena hatte Moritz um ein Gespräch unter vier Augen gebeten. Es fiel ihr ausgesprochen schwer, den Fürstenhof überhaupt zu betreten, aber es musste sein. Nun saß sie angespannt in seinem Büro.

„Du musst es komisch finden, dass ich plötzlich Geschäftsführer bin“, sagte er.

„Nein, das ist gar kein Problem für mich“, erwiderte sie. Und erklärte dann, dass sie nicht mehr als Küchenhilfe arbeiten könne. „Ich vertrage die Luft in der Küche nicht mehr. Jedenfalls bekomme ich immer häufiger Atemnot. Vielleicht bin ich auch auf irgendetwas allergisch.“

„Das tut mir leid.“ Er versprach, zu prüfen, ob es eine Möglichkeit gab, sie als Zimmermädchen zu beschäftigen. „Ich melde mich bei dir, sobald ich etwas weiß.“

Sie bedankte sich und verließ das Büro. Und stand beinahe direkt vor Christian. Der flirtete in der Lobby gerade mit einem der Zimmermädchen. Elena wollte an den beiden vorbeieilen, doch er folgte ihr.

„Wohin denn so eilig?“, rief er. „Willst du mir nicht wenigstens Hallo sagen?“ Er baute sich vor ihr auf. Elena war auf einmal unfähig, sich zu bewegen. „Schön, zu sehen, dass du wieder gesund bist.“ Er strich ihr eine Haarsträhne aus dem Gesicht. „Und du willst doch sicherlich auch, dass das so bleibt, nicht wahr?“ Dabei lächelte er sie an, als könnte er kein Wässerchen trüben. Panisch floh sie nach draußen.

Direkt danach traf Christian im Personalraum auf Tanja.

„Du siehst wunderbar aus“, sagte er charmant. „Wie eine frische Morgenbrise.“

„Glaub bloß nicht, dass du damit durchkommst!“ Sie funkelte ihn an. „Ich weiß, was du getan hast! Und ich hasse und verfluche dich dafür!“

„Kannst du mir mal verraten, wovon du überhaupt sprichst?“, entgegnete er betont arglos.

„Elena hat mir alles erzählt!“, platzte sie heraus. „Was bist du nur für ein armseliger Kerl geworden! Mich ekelt allein schon der Gedanke, dass ich jemals mit dir zusammen war.“ Und damit rannte sie nach draußen. Sie ertrug es nicht, noch länger mit ihm in einem Raum zu sein. Überheblich lächelte er ihr hinterher.

„Ich muss irgendwas tun! Ich halte das nicht mehr aus! Ich war noch nie in meinem Leben so wahnsinnig wütend auf jemanden!“ Tanja war vollkommen außer sich, als sie ihrem Mann und Elena begegnete. Elena hatte eine Neuigkeit für die beiden.

„Mir ist etwas klar geworden“, begann sie tapfer und sah Tanja an. „Wenn du mir glaubst, obwohl du Jahre mit Christian zusammen warst – dann glauben mir auch andere Leute.“ Außerdem war es wichtig, andere Frauen vor Christian zu schützen. „Und darum … Ich wollte euch bitten, mich aufs Polizeirevier zu begleiten. Jetzt gleich.“

„Aber natürlich!“ Tanja nahm Elena fest in die Arme. „Wir sind für dich da.“

„Das ist die beste Entscheidung, die du treffen konntest.“ Nils seufzte erleichtert.

Konstantin beobachtete im Restaurant einen innigen Moment zwischen Theresa und Moritz. Und er spürte, dass er nicht mehr so weitermachen konnte und wollte. Er musste mit den beiden reden.

„Ich kann das nicht mehr!“, begann er aufgewühlt. „Ich kann nicht hier mit euch gemeinsam unter einem Dach leben. Ich habe in meinem Leben schon einiges mitgemacht und kann wirklich eine Menge einstecken. Und ich habe gedacht, ich bekomme das hin. Aber ich schaffe es nicht.“ Theresa und Moritz waren völlig überrumpelt von diesem emotionalen Ausbruch. „Deswegen, wenn euch noch irgendwas an mit liegt – bitte, zieht fort von hier.“

„Ich kann Konstantin verstehen“, sagte Theresa nachdenklich. Sie und Moritz saßen jetzt wieder allein am Tisch. „Allerdings würde es mir sehr schwerfallen, die Brauerei aufzugeben.“ Und Moritz hatte sich gerade erst dazu durchgerungen, nicht mehr als Architekt, sondern als Geschäftsführer des Fürstenhofs zu arbeiten. „Wir würden beide eine Menge aufgeben. Aber das Wichtigste nicht: uns!“ Zärtlich sah sie ihn an. „Solange wir zusammen sind, können wir überall auf der Welt glücklich werden. Konstantin dagegen …“ Sie brach ab.

„Also, was tun wir?“, fragte Moritz ratlos.

„Keine Ahnung. Hauptsache, wir machen es gemeinsam.“ Den Fürstenhof zu verlassen, war eine schwierige Entscheidung. Sie würden sich die Sache in aller Ruhe durch den Kopf gehen lassen. Mehr konnte Konstantin auch nicht von ihnen verlangen.

Dann war Moritz mit seinem Vater verabredet. Er stutzte, als er die Wohnung betrat und bemerkte, dass auch seine Mutter anwesend war. Doris hatte in letzter Zeit immer wieder seine Nähe gesucht. Und er hatte sie immer wieder zurückgewiesen.

„Ich lasse euch gleich in Ruhe arbeiten“, beeilte sie sich jetzt zu erklären. „Aber Werner und ich haben uns gerade darüber unterhalten, wie unglücklich dein Bruder ist.“ Und sie hatten sich gefragt, was sie tun könnten, um Konstantin zu helfen. „Ich freue mich aufrichtig für dich und Theresa“, fuhr Doris fort – natürlich war das nichts als Heuchelei. „Aber für Konstantin ist es sehr hart, euch Tag für Tag miteinander erleben zu müssen. Uns wäre es natürlich am liebsten, ihr zwei würdet euch endgültig miteinander aussöhnen …“

„Konstantin will das nicht“, sagte Moritz. „Er hat Theresa und mich sogar gebeten, den Fürstenhof zu verlassen. Weil er es nicht mehr aushält.“ Doris und Werner schwiegen schockiert. „Ehrlich gesagt denken wir darüber nach, ob wir es tun sollen.“

„Du willst fort von hier?“, fragte Doris entsetzt.

„Vielleicht kannst du eben nicht alles haben“, meinte er. „Friede, Freude, Eierkuchen – und deine Söhne um dich.“

„Du verlässt uns auf gar keinen Fall!“, erklärte Werner nun äußerst energisch. „Rauft euch gefälligst zusammen, ihr zwei!“

„Es ist sehr anständig von dir, deinem Bruder zuliebe das Feld räumen zu wollen“, schloss Doris sich dem Senior an. „Aber du fängst nicht schon wieder ganz von vorne an. Das kommt nicht infrage.“ Und möglicherweise hatte sie schon eine Lösung für das Problem. „Lass mich mal machen.“

Wie schlecht es Konstantin gehen musste, wenn er so offen zeigte, wie verletzt er war … Theresa saß grübelnd in der Pianobar. Vielleicht mussten Moritz und sie wirklich von hier verschwinden. Dieses Opfer bringen. Nach allem, was sie beide … was Theresa Konstantin angetan hatte. Immerhin hatten sich die Brüder endlich ausgesöhnt und waren dabei, sich vorsichtig anzunähern. Aber wenn Moritz und sie blieben und Konstantin tagtäglich ihr Glück miterleben musste … Das konnte einfach nicht gut gehen.

Konstantin hatte unterdessen doch beschlossen, mit seiner Tante Pilar zurück nach Buenos Aires zu fliegen. Doch da machte seine Mutter ihm einen überraschenden Vorschlag.

„Was hältst du davon, deinen Job hier zu kündigen und offiziell in meine Firma einzusteigen?“, fragte sie. „Als meine rechte Hand …“

„So wie Moritz früher?“ Verblüfft starrte er sie an. „Ich bin doch gar kein Architekt.“

„Die gibt es wie Sand am Meer“, erklärte sie achselzuckend. „Aber ich möchte endlich wieder jemanden an meiner Seite wissen, dem ich blind vertrauen kann.“

„Und das traust du mir zu?“ Konstantins Miene war skeptisch. „Ich habe nicht mal eine Berufsausbildung. Und da soll ich ins Management von Van Norden Bau einsteigen?“ Sein Vater hatte jedenfalls ganz offensichtliche Zweifel an Konstantins Managerqualitäten: Er hatte sich für Moritz als Geschäftsführer entschieden.

„Ich bin eine erfolgreiche Geschäftsfrau“, sagte sie sanft. „Wenn ich nicht glauben würde, du hättest das Zeug dazu, würde ich dich nicht fragen. Du bist mein Sohn. Und Werners.“ Damit lag ihm die Geschäftstüchtigkeit doch schon förmlich im Blut. „Und wozu gibt es Fortbildungen?“ Sie sah, dass seine Zweifel langsam schwanden. „Außerdem könntest du in meiner Villa in München wohnen“, legte sie nach. „Du wärst nicht Tag für Tag hier und trotzdem in unserer Nähe. Also, was sagst du?“ Nach kurzem Zögern nickte er langsam. Auf einmal sah seine Zukunft doch nicht ganz so trostlos aus. Es gab wieder eine Perspektive …

Pilar war allerdings misstrauisch, was Doris’ Angebot anging.

„Es ist ja sehr nett von deiner Mutter, dich in ihrer Firma zum zweiten Geschäftsführer aufbauen zu wollen …“, begann sie vorsichtig.

„Das ist die einmalige Chance, doch noch etwas aus meinem verpfuschten Leben zu machen“, erklärte Konstantin und grinste schief. „Und den Turteltauben aus dem Weg zu gehen.“

„Ich frage mich nur, warum sie das tut …“, meinte seine Tante nachdenklich.

„Weil sie meine Mutter ist und mir helfen will?“

Pilar verzog das Gesicht. „Du bist weder Architekt noch Geschäftsmann“, stellte sie fest. „Ich fürchte einfach, sie macht dir falsche Hoffnungen.“

„Mutter lässt von einem Anwalt einen Vertrag aufsetzen“, hielt er dagegen. „Es wird ein offizielles Arbeitsverhältnis.“ Es verlangte doch niemand, dass er von jetzt auf gleich die Firma leitete – er würde Zeit bekommen, um sich einzuarbeiten. „Wieso bist du meiner Mutter gegenüber nur so skeptisch?“, fragte er verwundert. „Weil ich nicht mit dir zurück nach Buenos Aires gehe?“ Wie gern hätte Pilar ihm die Wahrheit gesagt. Aber ihre Angst vor Doris van Norden war einfach zu groß. „Vielleicht sucht sie einfach nach Möglichkeiten, wiedergutzumachen, was sie mir angetan hat, als sie mich als Kind verkauft hat.“ Pilar lachte bitter auf. „Das bereut sie mittlerweile zutiefst“, fuhr er irritiert fort.

„Deine Mutter ist eine unberechenbare Frau.“ Pilar konnte sich nicht länger zurückhalten. „Eine Frau mit Geheimnissen, die oft ihre ganz eigenen Pläne verfolgt.“

„Was ist denn heute mit dir los?“ Konstantin konnte sich das Verhalten seiner Tante überhaupt nicht erklären. Und sie merkte, dass sie ihn nicht weiter verunsichern durfte.

„Perdóname“, entschuldigte sie sich also. „Wahrscheinlich ist es wirklich der Abschiedsschmerz.“

Nach der Unterredung mit seiner Tante ging Konstantin zu seinem Bruder ins Büro.

„Entschuldige“, sagte er sofort. „Dass ihr den Fürstenhof verlassen sollt – das war eine absurde Bitte.“ Verdutzt sah Moritz ihn an. „Ich werde für mehr Abstand zwischen uns sorgen. Das ist für alle Beteiligten das Beste.“ Moritz beglückwünschte ihn ein wenig verkrampft, als er begriff, dass Konstantin seine alte Position bei Van Norden Bau übernehmen sollte. Das war also Doris’ Idee gewesen. „Du hast davon gewusst?“

„Eben nicht.“ Moritz dachte einen Moment nach, bevor er fortfuhr. „Unsere Mutter überlegt sehr genau, wem sie was mitteilt. Das wirst du auch noch merken, wenn du mit ihr zusammenarbeitest.“

Konstantin stutzte. Etwas Ähnliches hatte gerade seine Tante über Doris gesagt. „Vielleicht gibst du mir ja den einen oder anderen Tipp, damit sie mich nicht austrickst“, meinte er dann. „Schließlich kennst du sie länger.“

„Aber deswegen nicht unbedingt besser.“ Nachdenklich starrte Moritz ins Leere.

„Sie haben doch gar nicht ernsthaft vor, Constantino zu fördern.“ Besorgt war Pilar zu Doris gegangen. „Sie wollen ihn bloß enger an sich binden, nicht wahr? Damit er nicht mit mir nach Argentinien zurückkehrt.“

„Konstantin ist ein erwachsener Mann“, gab Doris hochmütig zurück. „Er kann machen, was er möchte.“

Pilar verdrehte die Augen. „Sie haben doch nur Angst, dass ich ihm irgendwann erzähle, was Sie Miguel angetan haben! Sie versuchen, Konstantin zu manipulieren. So, wie Sie jeden Menschen für Ihre Zwecke einspannen. Und dabei ihm wahrsten Sinne des Wortes über Leichen gehen.“

„Wann fliegen Sie endlich ab?“, zischte Doris gereizt.

„Morgen früh“, antwortete Konstantins Tante etwas überrumpelt.

„Ihr Glück.“ Doris schlug bewusst einen besonders brutalen Ton an. „Es könnte sonst nämlich sein, dass ich mich nicht mehr beherrschen kann. Und Sie Ihrem Bruder in die Hölle hinterherschicken muss. Also, falls wir uns nicht mehr sehen: Gute Reise. Vaya con Dios.“

Elena bedankte sich bei Tanja und Nils dafür, dass sie sie zur Polizei begleitet hatten.

„So, wie dieser grässliche Kommissar mit mir geredet hat …“ Sie seufzte unglücklich. „Ich hatte fast das Gefühl, ich bin die Verbrecherin.“

„Das darfst du dir auf keinen Fall einreden“, mahnte Tanja. „Dich trifft keine Schuld.“ Man hörte es ja leider oft genug, dass Frauen in einem solchen Fall unterstellt wurde, sie hätten den Täter provoziert.

„Und dann der Arzt, der mich untersucht hat …“ Elena empfand die ganze Situation als ausgesprochen demütigend.

„Den ersten Schritt hast du getan“, sagte Nils mitfühlend. „Du hast das Schwein endlich angezeigt.“ Jetzt würde alles seinen Gang gehen.

Und Elena wollte so schnell wie möglich wieder arbeiten. Nur nicht in der Küche – das ging auf gar keinen Fall. Dort wäre sie ja die ganze Zeit mit Christian konfrontiert.

Christian war natürlich sofort darüber informiert worden, dass er eine Anzeige wegen Vergewaltigung bekommen hatte. Und er suchte die Auseinandersetzung mit Tanja und Nils.

„Wie oft soll ich euch das noch erklären?“, herrschte er die beiden an. „Die Kleine hat sich in etwas verrannt und will sich an mir rächen. Ist ja verständlich. Ich wäre auch sauer, wenn ich bei mir abblitzen würde.“ Er lächelte arrogant.

„Du bist so ein mieses Schwein!“, brauste Tanja auf.

„Vorsicht, Schätzchen!“, entgegnete er von oben herab. „Sonst kommt neben Verleumdung auch noch Beleidigung auf die Liste. Ich lasse mich von euch nämlich nicht fertigmachen. Entweder ihr hört auf, Lügen über mich zu verbreiten – oder ich zeige euch an. Und beschwere mich bei der Geschäftsleitung über euch drei!“

Tanja war fassungslos, dass Christian es wagte, ihnen zu drohen. Nils versuchte, sie zu beruhigen.

„Lass die Polizei ihre Arbeit machen“, meinte er. „Wir halten uns da besser raus.“ In Zukunft würden sie Christian Weidenfels einfach ignorieren.

Moritz hatte einen neuen Job für Elena: allerdings in der Wäschekammer.

„Dort wärst du viel allein“, meinte er zweifelnd.

„Das macht nichts“, entgegnete sie tapfer.

„Liegt es wirklich an deinen Atemproblemen, dass du nicht mehr in der Küche arbeiten möchtest?“, hakte er nach. Sie nickte hastig. „Oder gibt es jemanden, mit dem du Schwierigkeiten hast? Dem du aus dem Weg gehen möchtest?“

„Unsinn …“, protestierte sie unter Aufbietung all ihrer Kraft.

„Wir sind vielleicht nicht mehr so eng miteinander wie früher …“, sagte er behutsam. „Aber sollte dich etwas bedrücken – du kannst sicher sein, dass ich das vertraulich behandele.“

Sie schaffte es nicht, ihm die Wahrheit zu gestehen. „Wenn es wirklich was Schlimmes wäre, würde ich mich an dich wenden“, log sie und setzte ein verkrampftes Lächeln auf. Sie würde in der Wäschekammer anfangen, es war beschlossene Sache.

Kurz darauf betrat Kommissar Meyser die Fürstenhof-Küche und verlangte, Christian Weidenfels unter vier Augen zu sprechen. Der reagierte souverän und führte den Polizisten in den Personalraum. Der Rest der Küchenbelegschaft wunderte sich allerdings außerordentlich, was der neue Beikoch mit der Polizei zu schaffen hatte. Vor allem Hildegard konnte ihre Neugierde kaum zügeln.

Elena erhielt einen Anruf von Kommissar Meyser. Er wollte noch einmal mit ihr sprechen und bat sie in den Personalraum. Elena bekam es sofort mit der Angst zu tun – sie hatte ihre Aussage doch schon gemacht! Was wollte der Polizist von ihr?

Meyser eröffnete ihr, dass Christian alles abstritt.

„Wundert Sie das?“ Elena versuchte, so ruhig wie möglich zu bleiben. „Hatten Sie wirklich damit gerechnet, dass er es zugibt?“

„Sie halten den Vorwurf der Vergewaltigung also weiterhin aufrecht?“, fragte der Kommissar. Sie nickte nur. „Obwohl Herr Weidenfels es nicht nur bestreitet, sondern versichert, Sie hätten ihm nachgestellt?“

„Das ist nicht wahr!“, rief sie verzweifelt. „Genau diese Lüge hat er meinen Freunden Nils und Tanja auch erzählt. Aber sie haben ihn durchschaut!“

„Haben Sie Beweise für die Tat?“, hielt der Polizist dagegen. „Laut ärztlichem Befund deutet nichts darauf hin, dass sich Herr Weidenfels an Ihnen vergangen hat. Was bei einem Prozess nicht zu Ihren Gunsten spräche.“ Elena hatte Mühe, nicht in Tränen auszubrechen. „Der Vorwurf der Vergewaltigung ist kein Kavaliersdelikt“, fuhr Meyser nun fort.

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