Logo weiterlesen.de
Mama, ich will weg von Dir!

Tina Wendel

Mama, ich will
weg von Dir!

Kann ich mein eigenes Kind jetzt
noch lieben?

Gewidmet meinen beiden phantastischen
Töchtern.

Ich liebe Euch beide!

Eure Mama

Jetzt schreib ich ein Buch! Vielleicht hilft es…. – das war mein Gedanke, nachdem ich mich irgendwann nach Monaten etwas beruhigt hatte. Beruhigt? Kann man das als Mutter – als liebende, eigentlich mehr gluckende Mutter? Als Mutter, die alles anders machen wollte als die eigene? Anders als die Menschen, die es sich erlaubten, sich Eltern zu nennen? Wie sehr kann man sein eigenes Kind „versauen“ (sorry) – so dass es doch viele Fehler macht bei den eigenen Kindern?

Dabei wollte ich doch nur alles richtig machen. Wollte meinen eigenen Weg gehen. Wollte einen Mann finden, der mich liebt. Mit dem ich eine grosse Familie habe. Ganz viele kleine Mäuse. Den Mann hatte ich einmal gefunden. Wir liebten uns. Erlebten viele Sachen gemeinsam das erste Mal. Seine Familie war eigentlich meine richtige Familie. Das erste Weihnachten zu erleben, so wie es überall geschrieben stand. Mit Christstollen, Weihnachtsmusik, Ruhe und feines Essen. Das erste Mal Liebe empfinden. Ich war aufgefangen. Fühlte mich so etwas von wohl in meiner Haut. Wäre ich eine Katze, wäre ich damals den ganzen Tag schnurrend durch die Gegend gelaufen.

Nach drei Jahren kam dann der Megaschock. Er trennt sich unter Tränen von mir. Hat sich in seine Betreuerin - er war als Zivildienstleistender unterwegs - verliebt. Ein Schlag in den Nacken. Wow – auf einmal war alles vorbei. Alles sinnlos. Ich hatte vorher eine grössere Wohnung gemietet, die wir ja nach seiner Ausbildung gemeinsam bewohnen wollten. Jede Nacht, die er dort verbracht hat, war wie der Himmel auf Erden. Auf einmal sollte alles vorbei sein? Ich fiel in ein tiefes Loch, aus dem ich bis heute nicht richtig rauskrabbeln konnte. Nie wieder konnte ich derart lieben und vertrauen. Nie wieder hatte ich eine Familie. Ich war wie in Trance. Das Leben war zu Ende. Ich verschenkte meine Pferde und alles was dazu gehörte. Ich verlor meinen Job, weil ich einfach nicht mehr arbeiten konnte. Jeder Versuch, mich abzulenken, scheiterte. Ich war mit meinen Gedanken immer nur bei ihm. Er gründete schnell eine Familie und kam ganz von seinem Weg ab. Nun, vielleicht war es auch nicht sein Weg, sondern der seines Vaters.

Was mein Erzeuger zur Trennung sagte? „Gut. Jetzt bist Du endlich wieder mein Schatz!“. Wow….Was habe ich erwartet? Tröstende Worte? In den Arm nehmen? Warum sollten sie das machen? Sie konnten die ganze Zeit keine richtigen Eltern sein - warum sollten sie also wie welche reagieren? Warum sollten sie mich stärken oder unterstützen? Warum sollten sie mich jetzt mein Leben leben lassen?

Selbst nach dem Tod meiner Mutter will sie noch über mein Leben bestimmen. Verdammt – ich bin jetzt 45 Jahre alt! Ich habe meinen eigenen Tisch unter den ich meine Füsse stelle. Ich muss nicht mehr fragen – merkt Euch das!

Ich schreibe ein Buch – aber wo fange ich an? In meiner Kindheit? Moment mal – wo ist meine Kindheit? Was ist Kindheit? Was habe ich als Kind gemacht? Ich weiss es nicht mehr….! Klar, da sind einige Punkte an die ich mich erinnere. Meine Kindheit….das ist mein geliebter, leider viel zu früh verstorbener Opa. Ein Kerl wie ein Baum. Er hat im Krieg ein Bein verloren – aber trotzdem arbeitete er hart für sein Geld. Mein Opa – ja daran erinnere ich mich. Aber da muss doch mehr gewesen sein. Wie war das im Kindergarten? Wie waren meine Geburtstage? Weihnachten – Familienfeiern – warum erinnere ich mich nicht? Warum sagen mir Fotos nichts? Vielleicht sollte ich versuchen, meine sogenannten Eltern zu beschreiben.

Da gab es die Frau die mich geboren hat. Nennt man eigentlich Mutter. Mir fällt das schwer. Die Strapazen meiner Geburt bekam ich mindestens 3 mal pro Jahr aufs Butterbrot geschmiert. Wie schwierig und schmerzhaft das war und dass sie dabei fast gestorben ist und dass mein Erzeuger stockbesoffen war und und und……

Aber wo war der Satz: „Das war der schönste Moment meines Lebens als Du blutverschmiert auf meinem Bauch lagst!“

Zumindest hatte ich 2 mal diesen wunderbaren Moment. Natürlich war die Geburt schmerzhaft – auch bei mir. Aber man hat doch in diesem Moment, wo dieses warme Geschöpf aus einem rausschlüpft, da hat man doch alles vergessen. Man nimmt dieses wahrhaft blutverschmierte Geschöpf und drückt es ganz zaghaft an sich.

Wollen Sie wissen, wie es weiter geht?

Hier können Sie "Mama, ich will weg von Dir!" sofort kaufen und weiterlesen:

Amazon

Apple iBookstore

ebook.de

Thalia

Weltbild

Viel Spaß!



Kaufen