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Männersachen

Buch

Dieses Buch ist eine Gebrauchsanweisung für Männer zum Umgang mit Frauen, ein bisschen frech, aber mit viel Verständnis für die nicht immer leichte Rolle des Mannes.

Autorin

Babette Gott, geboren 1963 in Detmold, ist Diplom-Betriebswirtin, Hotelkauffrau, zertifizierte Knigge-Trainerin und Mutter zweier Töchter. Während ihrer Elternzeit hat sie sich intensiv mit Psychologie, Lernmethoden und Selbstpräsentation beschäftigt. Durch ihren intensiven Kontakt zu jungen Leuten kennt sie die Schwierigkeiten, die es im Bereich des Kennenlernens oft gibt, vor allem für Männer, die auch heute noch die ersten Schritte machen müssen.

www.kniggealarm.de

Inhalt

1. Wer? – Du

Der Kerl im Spiegel

Dein Body

Dein Pokerface

Von Hand und Fuß

2. Was? – Zeig‘s allen!

Klamotten für täglich

Edelzwirn und Zubehör

Pantoffel- und andere Helden

3. Wo? – Deine Welt

Deine Höhle

Dein Pferd (-ersatz)

Deine Familie

Deine Kumpel, Hobbys und andere Freizeitbeschäftigungen

4. Warum? – Traumfrauen und was sonst noch so drum herum ist

Ihr Nest

Ihre Familie

Ihre Freundinnen

… und das war‘s

5. Wie? – Deine Show

Das erste Mal

Im (Großstadt-)Dschungel

Lass andere für euch kochen

… oder koch selbst

6. Na bitte, geht doch … !

1. Wer? - Du.

Du bist ein echter Mann.

Du würdest eine Nacht im Wald überleben.

Du kannst Lampen aufhängen und Reifen wechseln.

Du bist intelligent.

UND DU KANNST EINIGES DAFÜR TUN, DASS FRAUEN SCHON BEI DER ERSTEN BEGEGNUNG MERKEN, WIE UNWIDERSTEHLICH DU BIST.

DER KERL iM SPiEGEL

Warum bist du eigentlich immer noch Single? Du bist nicht dumm, hast Humor, findest Mädels toll und bist nett zu ihnen und du siehst auch nicht schlecht aus. Du schaust dich im Spiegel an und bist zufrieden – vielleicht nicht unbedingt am Morgen oder Mittag nach einer durchzechten Nacht – aber im Allgemeinen schon, oder?

Das alles ist schon mal ein guter Ansatz. Fehlt eigentlich nur noch eine Frau, die das auch so sieht … Das ist aber zumeist auch nicht das Problem, sondern eher die Ansprüche an eben diese Frau. Sie muss natürlich super aussehen, tolle Figur, sexy Outfit, High Heels, sie muss gut riechen, dich bewundern, immer scharf auf dich sein, außer wenn du keine Lust hast, dann muss sie kochen können. Stimmt´s? Und hast du sie schon gefunden? Nein? Ok, dann wollen wir sie doch mal suchen.

Natürlich gibt es solche Frauen, viele, auch in deiner Stadt, überall, und manche sind sogar noch Single. Das Problem ist aber: Die wollen keinen Mann mit Bierbauch, dem ein schmuddeliges Hemd aus der Hose hängt, der nach Schweiß und Zwiebeln riecht und am liebsten seine alten Sneaker trägt, weil die so bequem sind. Ok, so bist du ja nicht, aber irgendwie ist ja der erste Eindruck, den du hinterlässt, nicht optimal, sonst hättest du ja schon so ein Mädel.

Oder sind dir diese „Traumfrauen“ nun doch zu oberflächlich, weil sie ja nur nach dem Äußeren gehen und gar nicht danach, dass du einfach ein netter Typ bist, zuverlässig und in Ordnung? Dann klapp dieses Buch jetzt schnell wieder zu und schenk es einem Kumpel oder deinem Bruder. Geh in den nächsten Discounter und sprich eine übergewichtige, ungepflegte Frau an, die kann durchaus nett sein und hier beginnt vielleicht eine wunderbare Liebesgeschichte. (Aber achte darauf, dass sie keine Fertiggerichte kauft, denn das bedeutet, dass sie nicht kochen kann.)

Das willst du auch nicht? Ein bisschen schön wäre schon schön? Dann lass uns doch mal mit Vögeln anfangen, also mit den Tieren – das ist dann vielleicht leichter zu verstehen: Schau dir den Pfau an (den kennt auch jeder Nicht-Biologe). Der macht eine Riesenshow mit seinem Radschlagen, um das Weibchen zu beeindrucken. Er läuft nicht ständig mit diesen aufgestellten Federn rum, aber er tut es, wenn er balzt. Ein ähnliches Brimborium machen auch andere Tiermännchen, und auch beim erfolgreichen Playboy ist ein intensives Balzverhalten zu beobachten.

Was heißt das für dich? Richtig: Du musst das auch tun. Wenn die Natur es nun mal so eingerichtet hat, dass Männchen um die Weibchen werben, dann gilt das auch für dich. Für Balz und Kennenlernen unter Menschen (egal ob bei der Partnersuche oder beim Vorstellungsgespräch) gilt, dass derjenige erfolgreich ist, der zu Beginn eine gute Show macht und sich von seiner besten Seite zeigt. Jetzt komm bitte nicht mit dem Argument, das sei unehrlich und es wäre besser, sich so zu geben wie man immer ist. Du konkurrierst mit denen, die alles geben! Im Übrigen gehst du doch auch selbst davon aus, dass eine Frau, die du abends im Club kennenlernst, sich optimal aufgebrezelt hat und morgens abgeschminkt wohl etwas anders aussieht.

Wenn du dein Auto zu einem guten Preis verkaufen willst, dann wäscht du es vorher und wirst dem potentiellen Käufer die Vorzüge erläutern und die offensichtlichen Nachteile nebenbei erwähnen und vielleicht sogar ein bisschen schönreden. Und dem Käufer ist es bewusst, dass er keinen Neuwagen hat und dass dieses Fahrzeug auch schmutzig werden wird und dann eben nicht mehr glänzt. Trotzdem ist die „Verkaufsshow“ das, was er von dir erwartet, denn nur so weckst du seine Begeisterung und die braucht es, damit er dafür sein schwer verdientes Geld ausgibt.

Mach es mit dir selbst genauso: Zeig der Welt deine Vorzüge, mach deine Show! Und bedenke, dass für dich das gleiche gilt wie für jeden Star: Der Act muss zum Publikum passen. In der Oper findest du andere Leute als beim Punkrockkonzert. Wenn du es also auf eine echte Lady abgesehen hast, dann wirst du sie nicht damit beeindrucken, dass du ziemlich schnell eine Kiste Bier leermachen und dann am lautesten rülpsen kannst. Diese Fähigkeit wird dir übrigens bei einem Großteil der Frauen keinen Ruhm einbringen, das ist wohl einer der kleinen Unterschiede zwischen Männern und Frauen. Es gibt noch ein paar mehr – aber dazu näheres in den nächsten Kapiteln. Jetzt nochmal zu dem, der dich da aus dem Spiegel heraus anschaut. Das, was du da siehst, ist das, was jeder der dich nicht kennt, von dir wahrnimmt: dein Aussehen, deine Mimik und Gestik, deine Kleidung. Dann kommt noch deine Stimme, deine Worte und dein Geruch hinzu. Und schon ist der erste Eindruck vollständig.

Charakter und Intelligenz zählen erst später und haben überhaupt nur eine Chance, wenn du diese erste Hürde erfolgreich genommen hast und als Gesprächspartner akzeptiert worden bist. Erst dann hast du die Möglichkeit, einen misslungenen ersten Eindruck wieder wettzumachen – wie gesagt: wenn du so weit kommst …

Aber du hast gute Chancen, denn du guckst gerade in den Spiegel. Du machst dir Gedanken darüber, was andere in dir sehen und wie du richtig rüberkommst. Du liest dieses Buch. Du bist nicht zu blöd, um dazuzulernen. Hey, Typ, ich glaube du bist ein ziemlich toller Kerl! Und wir schauen mal, was du tun kannst, damit die anderen das auch bemerken.

Dein BODY

Bist du ein Typ, dem die Frauen in der Sauna sehnsuchtsvoll nachschauen? Cool.

Bist du das nicht? Kein Problem – du kannst es werden, wenn du das wirklich willst. Wenn du Schweiß und Mühe nicht scheust, kannst du dir eine gute Figur antrainieren.

Der „Natur-Mann“, der weder Bier noch Chips kennt und sein Wild in dunklen Wäldern jagt, anstatt in der Glotze zu verfolgen, wie irgendein Profi sein Hirschmedaillon an kandierten Kohlröschen anrichtet, hat garantiert einen tollen Body.

Manch ein zivilisierter Mann schließt daraus, dass er nur genügend gegrillte Steaks essen muss, um genauso attraktiv zu sein. Das ist allerdings nicht ganz richtig. Du brauchst einfach Sport, wenn du nicht zu den Helden gehörst, die durch ihre Arbeit als Möbelpacker oder Fahrradkuriere genug Bewegung haben. Ein auf dich abgestimmtes Trainingsprogramm, das du in der Muckibude oder zuhause regelmäßig absolvierst, und dann die gegrillten Steaks (also eiweißreiche Ernährung) – schon hast du diesen Hingucker-Body. Du musst es auch gar nicht übertreiben, denn die richtige Bodybuilder-Statur kommt bei den meisten Frauen gar nicht so gut an.

Wenn du mit deiner Figur so wie sie ist zufrieden bist, ist es trotzdem eine gute Idee, sich ein bisschen sportlich zu betätigen. Durch regelmäßigen Ausdauersport kannst du z.B. auch deine Potenz verbessern. Zwei bis dreimal pro Woche ein halbstündiges Training verbessert die Durchblutung und erhöht langfristig deinen Testosteronspiegel. Je eher du damit anfängst, desto besser. Mit Verzicht auf Zigaretten kannst du den Effekt übrigens noch steigern.

Das häufigste Figurproblem, das Männer haben – oft sogar trotz Fitnessprogramm – ist der „Bierbauch“. Das betrifft auch ansonsten schlanke Männer. Du wirst ihn relativ leicht los, indem du mal eine Zeitlang abends auf Kohlehydrate verzichtest: also kein Bier, keine Kartoffeln, Nudeln, Reis oder Brot, stattdessen lieber Wein, Wasser, Fleisch, Fisch, Käse und alles Gemüse außer Kartoffeln und Mais.

Wenn du stark übergewichtig bist, kannst du zusätzlich deinen Zuckerkonsum einschränken, darauf achten, dass du nicht mehr als drei Mahlzeiten am Tag isst (keine Zwischenmahlzeiten), und zum Frühstück dann bitte nur Kohlehydrate und kein Eiweiß essen (z.B. Brot mit Honig oder Marmelade, Butter, Obst, Müsli mit Saft, keine Milch).

Damit kannst du bald wieder (nicht nur) deine Füße sehen und ein kleines bisschen Restbauch ist wirklich nicht schlimm.

Was nun noch ins Spiel kommt, ist die Haltung: Du bist ein toller Typ und das muss auch deine Körperhaltung ausdrücken. Steh gerade (Omi hatte recht!), die Schultern etwas nach hinten ziehen, Brustbein rausstrecken und Kopf hoch. Schleich nicht durch die Welt wie ein geduckter Versager, sonst wirst du einer. Schau dir die Haltung der Männer an, die du bewunderst. Wenn der Glöckner von Notre Dame oder irgendein Hobbit nicht dazu gehören, wirst du feststellen, dass sie alle eine sehr aufrechte Haltung haben, egal ob sie Bundespräsident, Boxer, Torwart, Schauspieler, Rockstar oder Kirmesbudenbesitzer sind.

Ok, als Schattenschnitt bist du jetzt schon mal sehr attraktiv. Kommt als nächstes die Farbe. Wenn du von Natur aus dunkelhäutig bist, bist du fein raus. Wenn nicht, bleibt das Problem, dass es gesünder ist, sich nicht der Sonne oder dem Solarium auszusetzen, aber schöner ist man doch mit leichter Bräunung. Im Winter ist ein blasser Körper in unseren Breiten ja akzeptabel, aber im Sommer, wenn du dich weniger bekleidet zeigst, trägt eine schöne Hautfarbe doch sehr zur Attraktivität bei.

Wirklich ungefährlich braun wirst du nur durch Bräunungscreme. Wenn du sie sorgfältig und gleichmäßig verteilst, ist das eine ganz gute Lösung für die Beine – wenn sie nicht zu stark behaart sind – an den ersten Tagen mit kurzer Hose. Nach dem Eincremen unbedingt die Hände gut waschen! Die Bräune kommt erst nach ein paar Stunden. Der Nachteil von Bräunungscreme ist, dass manche Produkte komisch riechen und dass du nur die oberste Hautschicht färbst; das bedeutet, die Farbe hält nur wenige Tage und du hast keine durch eigene Farbpigmente geschützte Haut, musst also in der Sonne unbedingt Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor verwenden.

Bräune aus dem Solarium ist ungesund und lässt die Haut schneller altern, und da dort meistens UV-A Strahlen verwendet werden, ist deine Haut in der echten Sonne ebenso ungeschützt als wärest du ungebräunt.

Also doch lieber ein richtiges Sonnenbad? Viele Hautärzte raten davon ab. Wenn du es trotzdem willst, benutze Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor, anfangs mit hohem, später mit niedrigerem und gewöhne deine Haut langsam an die Sonne. Heutzutage sind Männer, die sich mit Sonnencreme einreiben, keine Weicheier, sondern vernünftig.

Eine andere Möglichkeit, etwas Farbe auf den Körper zu bringen, sind natürlich großflächige Tattoos, aber da gehen die Geschmäcker auseinander. Dass du so ein Bild oder Zeichen nicht so leicht wieder los wirst, weißt du selbst. Ein Tattoo hält länger als die meisten Ehen. Wenn du dich dafür entscheidest, dann achte auf ein paar Grundregeln:

 Wenn du jetzt – oder vielleicht irgendwann – einen „seriösen“ Beruf hast, solltest du die Möglichkeit haben, dein Tattoo unter Kleidung verbergen zu können. Es gibt Unternehmen, zu deren Corporate Image es gehört, dass die Mitarbeiter keine sichtbaren Tätowierungen tragen. Es wäre doch schade, wenn ein anderer den gut bezahlten Job dort kriegen würde und nicht du, weil du immer noch das rote Herz mit dem Pfeil auf dem Handrücken hast, was deine Exfreundin auch hat.

Berliner Polizisten zum Beispiel, dürfen auch bei großer Hitze keine kurzärmeligen Hemden anziehen, wenn sie tätowierte Unterarme haben.

 Wenn du dich grundsätzlich für Frauen interessierst, lass dir nichts stechen, was sie abschreckt. Dazu gehören Namen und Bilder von anderen Frauen. Auch wenn du das Mädel mit den dicken Möpsen auf deiner Brust gar nicht persönlich kennst und alle deine Kumpels sie total scharf finden, kann es doch für eine potentielle Freundin sehr abtörnend sein. Oder hättest – anders herum betrachtet – du Lust beim Liebesakt mit ihr stets ihrem perfekten Tattoo-Adonis in sein blödes Grinsegesicht zu schauen? Namen von Freundinnen werden auf Dauer leicht zu Namen von Ex-Freundinnen, und du wirst dich dann schwertun, den Namen deiner neuen Flamme nicht auch hinzuzufügen. So entsteht dann mit der Zeit eine Liste all deiner Ex-Geliebten, die zu unnötigen Komplikationen führt, besonders, wenn die Jetzige bei den Vorgängerinnen alte Bekannte findet. Abgesehen davon, dass sich manche Menschen auch so anders entwickeln, dass man nach einigen Jahren, eine Liaison mit ihnen vielleicht lieber verheimlichen würde …

 Achte, bei der Auswahl deiner Tattoos darauf, dass das Gesamtbild stimmt. Die einzelnen Kunstwerke sollten stilistisch aufeinander abgestimmt sein. Wenn du immer nur planlos ein Trendmotiv hinzufügst, siehst du bald aus wie ein schlecht gestalteter Tattoo-Katalog.

Eine weitere Möglichkeit zur Selbstoptimierung ist für manche das Tragen von Piercings an allen möglichen Stellen. Die haben einen großen Vorteil im Vergleich zum Tattoo: man kann sie rausnehmen und sieht dann – außer bei Tunneln – wieder so normal oder spießig aus wie vorher.

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