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Maddrax - Folge 378

Inhalt

  1. Cover
  2. Impressum
  3. Hilfreiche Links
  4. Was bisher geschah
  5. Das zweite Gesicht
  6. Leserseite
  7. Cartoon
  8. Vorschau

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Am 8. Februar 2012 trifft der Komet „Christopher-Floyd“ die Erde – in Wahrheit eine Arche Außerirdischer, der Daa’muren. Die Erdachse verschiebt sich und ein Leichentuch aus Staub legt sich für Jahrhunderte um den Planeten. Nach der Eiszeit bevölkern Mutationen die Länder und die Menschheit ist – bis auf die Bunkerbewohner – degeneriert. In dieses Szenario verschlägt es den Piloten Matthew Drax, dessen Staffel beim Einschlag durch ein Zeitphänomen ins Jahr 2516 gerät. Nach dem Absturz wird er von Barbaren gerettet, die ihn „Maddrax“ nennen. Zusammen mit der telepathisch begabten Kriegerin Aruula erkundet er diese für ihn so fremde Erde.

In einem „zeitlosen Raum“, der Schnittstelle vieler Paralleluniversen, kollabiert ein Tor und schleudert gefährliche Artefakte in unsere Welt. Mit einem Scanner spürt Matt die ersten davon auf und macht sie unschädlich. Doch dann verlieren er und Aruula nach einem unfreiwilligen Trip zum Mars auf dem Rückweg durch den Zeitstrahl ganze 16 Jahre! Auf der Erde treffen sie zunehmend auf Robot-Nachbildungen historischer Führer, die eine Gruppe, die sich „Schwarze Philosophen“ (SP) nennt, als Statthalter einsetzt. In Glasgow rettet eine junge Frau Matts Leben. Er weiß nicht, dass Xaana seine Tochter aus der Zukunft ist, mit der seine im zeitlosen Raum verschollene Ex-Freundin Xij schwanger war.

In Schottland wartet ein Schock auf sie: Die Burg ihres Freundes Rulfan ist zerstört! Die SP wollen die Artefakte im Hort des Wissens rauben. Rulfan zerstört sie alle und sein Sohn Juefaan schießt sich Matt und Aruula an. Er besitzt einen Symbionten, der sich von Blut ernährt und umformen kann.

In der Schweiz werden sie und Xaana Zeuge einer Katastrophe im CERN-Forschungszentrum: Dort öffnet sich ein Wurmloch, nur stecknadelgroß, doch von verheerender Kraft. Während Xaana zum neuen Hort des Wissens reist, treffen sie in Marseille erstmals auf die SP und können einen der Mönchsähnlichen als Geisel nehmen. In seinen Gedanken liest Aruula von einem weiteren Statthalter, der Washington übernehmen soll: die Robot-Version von Professor Dr. Smythe, Matts verstorbenem Erzfeind! Matt und Aruula brechen nach Meeraka auf, während Juefaan die Basis des Feindes in Nepal aufspüren will.

In New Orleans versucht das Paar den Transkommunikator an sich zu bringen, ein Artefakt, das den Kontakt zu Toten herstellen kann. Dabei entdecken sie, wie die SP ihre Roboter programmieren – nämlich mit den Seelen, die sie sich mit dem Transkommunikator holen! Matts tote Tochter Ann hilft ihnen, das Gerät unbrauchbar zu machen. In Waashton plant Smythe bereits die Übernahme und hat sich mit Guulen verbündet. Matt und Aruula stoßen zu den Rebellen, um einerseits Smythes Plan zu vereiteln, aber auch General Crow und den Androiden Miki Takeo zu stürzen. Es kommt zur Entscheidungsschlacht auf dem Arlington Friedhof, wo auch Jacob Smythe, der mit seinem Hass auf Matt die Programmierung der SP überwunden hat, mit seiner Guul-Armee mitmischt. Am Ende ist Crow tot, die Guule sind besiegt, und von Smythe und Matt fehlt jede Spur. Letzteren findet Aruula nach sechs Tagen als Gefangenen an Bord eines Trawlers – aber was mit ihm passiert ist, weiß er nicht …

Das zweite Gesicht

von Sascha Vennemann

10. Juli 2528

Als Jonaah die Leiter auf das Dach seiner Hütte emporstieg, war die Sonne hinter den flachen Hügeln der Blue Ridge Mountains schon fast untergegangen. Es war ein milder Tag gewesen, aber noch hatte das Wellblech des Hüttendachs genug Wärme gespeichert, dass er sich hinhocken konnte, um einen Teller kühler Sauerampfersuppe zu sich zu nehmen.

Der Göttersprecher seufzte und blinzelte in die letzten Sonnenstrahlen des Tages. Er ließ den Blick über die Siedlung schweifen und sah hauptsächlich grob gezimmerte, ärmliche Hütten aus Holz und Gerümpel. Nein, ihr Dorf war wirklich keine Schönheit. Es verdiente den Namen Big Uglii zu Recht.

Jonaah tauchte den Holzlöffel in die Schale mit der breiigen Pampe und kostete. Sie schmeckte nach Gras und Eisen; kein Geschmack, den man gerne im Mund hat. Den Göttersprecher erinnerte er an das Aroma von Blut, und immer, wenn er daran dachte, gingen seine Gedanken zurück in seine früheste Kindheit.

Blut im Mund, das bedeutete für ihn Zahnwechsel. Die Milchzähne fielen aus und machten den bleibenden Beißern Platz. Für Jonaah war es eine Zeit der Albträume gewesen, voller Angst, er könne jetzt schon so zahnlos werden wie seine Großmutter, die sich aufopfernd um ihn gekümmert hatte, als seine Mutter beim Bau der Brücken gestorben und sein Vater danach von diesem Ort geflohen war.

„Gramma“ war seine, Jonaahs Vorgängerin und eine weise Frau gewesen, die ihm alles beigebracht hatte, was man über die Götter und das Zusammenleben von Menschen wissen musste – ihre Eigenarten und Probleme und wie man sie lösen konnte. Seit sie vor fünf Jahren gestorben war, vermisste er sie sehr. Noch immer war sie in seinem Herzen, lebten doch ihre Kenntnisse über die Welt, die sie gesammelt und an ihn weitergegeben hatte, in Jonaah weiter.

Er zog den Umhang etwas enger um seinen Körper. Das Abendlicht malte Schatten zwischen die Hütten und ließ ihre teils hölzernen, teils metallenen Fassaden noch einmal in roten und gelben Farbtönen aufleuchten. Der aufkommende Wind wirbelte etwas Sand von der Ringebene auf.

Jonaah sah nach oben. Keine Wolke am Himmel. Heute Nacht würde es empfindlich kalt werden.

Die Siedlung erwachte zu abendlichem Leben. Vorhänge wurden zugezogen und Kochfeuer entzündet. Der Widerschein der Flammen zeichnete die Umrisse der Fenster nach und drang zwischen den undichten Ritzen der Behausungen hindurch. Dünne Rauchfäden und der Geruch nach Essen stiegen auf.

Jonaahs Appetit wuchs und er löffelte seinen Suppe auf. Einen kleinen Rest behielt er in der Schale zurück, sprach ein stummes Gebet und ließ ihn vom Rand des Hüttendaches auf den Boden tropfen. Eine kleine Opfergabe für den Herrn der Erdschlangen, um ihn milde zu stimmen. Nicht so wirkungsvoll, wie einen Knochen oder gar ein Stück Fleisch zu opfern, aber solange es überhaupt etwas zu essen gab, würde Caterpilla wohlwollend aus seinem verborgenen Reich zu ihnen hinaufsehen und seine grausamen Kinder beschwichtigen.

Jonaah kniff die Augen zusammen und spähte zum Rand der Siedlung. Vielleicht zeigte sich ja eine der Erdschlangen, die die Ringebene bevölkerten. Manchmal sah man, wie sich die Erde bewegte, dort wo sie sich gerade unterirdisch durchgruben.

Diese Wesen waren beängstigend. Sie waren riesig groß, besaßen Mäuler, in die fünf Männer gleichzeitig gepasst hätten, und wühlten sich mit ihren Hornplatten durch den Boden. Ihre Anwesenheit war Segen und Fluch zugleich, denn wenn die Brücken eingezogen wurden, wagte sich niemand auf die Felsinsel herüber. Der Weg über die Ringebene hatte bisher kaum jemand überwunden; sogar in Fahrzeugen hatten die Tiere jeden Wagemutigen aufgespürt und gefressen. Auf diese Weise beschützen die Erdschlangen die Bewohner der Felsinsel.

Big Uglii lag tatsächlich auf einer Art Insel. Sie war oval geformt und durchmaß an ihrer breitesten Stelle etwa fünfzehn Speerwürfe1). Der Untergrund war aus festem Gestein, das die Erdschlangen nicht durchdringen konnten. Hier waren sie also sicher.

Umgeben wurde die Insel von einem anderthalb Speerwürfe breiten Ring aus lockerem Sand, der Ringebene. Hier hielten sich die Erdschlangen auf, waren gleichsam in ihm gefangen, denn das Umland besaß wiederum eine ähnliche Bodenbeschaffenheit wie die Insel. Niemand wusste jedoch, ob es nicht vielleicht unterirdische Verbindungen zu anderen Regionen gab.

Die Bewohner konnten Big Uglii über drei ausfahrbare Brücken verlassen. Die Siedlung befand sich am unteren Ende des Inselovals und die Brücken waren nach den Himmelrichtungen benannt, in die sie führten: Ost, Süd und West. Im Norden der Insel lag die Verbotene Zone. Dort ging niemand hin, und von dort würde auch niemand kommen.

Die Brücken waren eine beachtliche Ingenieursleistung, da sie sich ineinanderschoben, wenn man sie einfuhr. Der Unterbau bestand aus ineinander verschachtelten Balken, die in Kreuzform angebracht waren und sich aufrichteten, wenn man die Endbalken auseinander drückte. Jeweils vier kräftige Männer waren für die Entfaltung notwendig. Die Konstruktion hielt dem Gewicht von Personen und Lasttieren stand, nicht aber ganzen Fuhrwerken. Alle Waren mussten zunächst am gegenüberliegenden „Ufer“ des Festlandes entladen und dann herübergebracht werden.

Big Uglii trieb nicht viel Handel. Es gab ein paar Karawanen, die durchs Land zogen und hier vielleicht zwei-, dreimal pro Jahr Station machten, aber ansonsten mied man ihren Landstrich. Jonaah konnte es den Reisenden nicht verdenken. West Virginaa galt als eine der schmucklosesten Gegenden Meerakas. Einfache Menschen lebten hier, Bauern zumeist und ein paar Kohleschürfer.

Trotzdem gab es auch Menschen, die das Karge der Landschaft schätzten und hierblieben, sei es aus Tradition, familiären Bindungen oder der Furcht vor der restlichen Welt. Hier auf ihrer Felseninsel waren sie wenigstens sicher vor den marodierenden Banden, lokalen Fürsten, Mutationen und Seuchen. Sah man von den Erdschlangen ab, war Big Uglii ein Hort des Friedens in einer kaputten Welt.

Er selbst war seit Grammas Tod durch seine Aufgabe an diesen Ort gebunden: die Zeichen der Götter für Big Uglii zu deuten und sich dem zu widmen, was er besonders gut konnte – zuhören. Das ganze Dorf kam zu ihm, wenn es Probleme gab.

Komplikationen in der Ehe? Streit mit dem Nachbarn? Unglücklich verliebt? Der Göttersprecher vermittelte, bis die Angelegenheit aus der Welt geschafft war. Auch wenn sich jemand krank fühlte, sah man zuerst bei ihm vorbei, weil man wusste, dass ihm Gramma ihr umfassendes medizinisches Wissen vererbt hatte. Zwar gab es auch ein paar andere Heilkundige im Ort, die sich aber vor allem auf das Ziehen von Zähnen und das Einrenken von Gliedmaßen verstanden.

Ja, Jonaah fühlte sich gebraucht, und das war etwas, das ihm viel bedeutete. Er wollte seine Leute nicht im Stich lassen, selbst wenn es ihn in die Ferne gezogen hätte. Aber wo sollte er auch hin? Da draußen, hinter den Brücken, lauerte eine feindliche Welt.

Die umherziehenden Banden meist jugendlicher Männer stahlen, brandschatzten und vergewaltigten, ohne dass jemand sie aufhielt. Wer es versuchte, büßte das meist mit seinem Leben. Nicht aber hier in Big Uglii. Wenn Feinde am anderen „Ufer“ auftauchten und sich über die in ihren Augen überflüssigen Brücken lustig machten, riefen die Vibrationen ihrer Schritte und ihr angriffslustiges Grölen bereits die Erdschlangen herbei. Und wenn sie dann über die Ringebene liefen, dauerte es meist nur Sekunden, bis sich ihre höhnischen Rufe in panische verwandelten. Wenn sich der Boden vor ihnen auftat und die geschuppten Ungeheuer sie verschluckten.

Jonaah machte sich nichts vor. Auch er empfand – wie die meisten Einwohner von Big Uglii – eine grimmige Genugtuung, wenn das geschah. Es war gewiss ein grausames Schicksal, aber hatten die Banden es denn anders verdient?

Gramma hatte gesagt, es wäre der Wille Caterpillas, und Jonaah glaubte das auch. Und dies sogar, nachdem auch seine Mutter ein Opfer der Geschöpfe geworden war, als sie beim Bau der Südbrücke abgestürzt und verschlungen worden war. Der Göttersprecher hegte keinen Groll gegen die Sandschlangen, waren sie doch an diesem Ort gefangen und reagierten nur ihren tierischen Instinkten entsprechend. Das war die Natur der Dinge. Jeder wusste das.

Jonaah warf einen letzten Blick in die Runde und öffnete seinen Geist. Er spürte nichts Ungewöhnliches außer den üblichen Alltagssorgen, leichten Schmerzen und abschließenden Gedanken des Tages, die ihm aus dem Meer an leisen Geistesstimmen entgegen brandeten wie ruhige Wellen an einen Strand. Mit dem Sonnenlicht verstummten sie nach und nach, weil der Göttersprecher sie im Schlaf nicht hörte.

Er sprach nie über, die Gedanken anderer lesen zu können. Mit niemandem. Gramma hatte es ihm nachdrücklich untersagt. Denn die Menschen hätten sich vor ihm gefürchtet. Sie akzeptierten seine Gabe nur, wenn sie zu ihm kamen und ihm erlaubten, seine Hand auf ihre Stirn zu legen, um Probleme oder Schmerzen zu lokalisieren. Dann drang Jonaah sanft in ihre Gedankenwelt vor und fand schnell heraus, was er tun konnte, damit es dem Hilfesuchenden besser ging.

Gramma hatte dieses Talent auch besessen, und sein Vater angeblich auch, aber den konnte er ja nicht mehr fragen. Gramma hatte ihm auch gezeigt, wie er seine Gabe richtig benutzen und kontrollieren konnte. Manchmal hatten sie sogar nur in Gedanken miteinander gesprochen, über die Distanz von mehreren Häusern hinweg.

Die anderen Bewohner von Big Uglii hatten nie etwas von ihren besonderen Fähigkeiten bemerkt. Für sie waren die alte Göttersprecherfrau und ihr Enkel immer nur sehr umsichtige, hilfsbereite und freundliche Menschen gewesen. Jonaah war froh, dass es so war und nicht anders.

Zufrieden kletterte er die Leiter hinab und betrat seine Hütte. Ein paar Kerzen brannten bereits, weil er die Vorhänge grundsätzlich geschlossen hielt und das Halbdunkel bei den Besuchen Hilfesuchender eine heimelige Geborgenheit schuf.

So fühlt sich ein Gerul in seinem Bau am wohlsten, hatte Gramma immer dazu gesagt.

Er streckte sich und gähnte, anschließend stellte er die Schale auf den Stapel ungewaschenen Geschirrs, um den er sich morgen früh als Erstes kümmern würde. Noch ein kurzes Gebet, dann wurde es Zeit fürs Bett.

Jonaah rollte die Matte aus geflochtenen Getreidehalmen über den Boden aus festgestampfter Erde aus, nahm eine der Kerzen und stellte sie vor sich. Im Fersensitz positionierte er sich und blickte in die kleine Flamme, um sich ganz in den Anblick zu vertiefen und seinen Geist zu leeren.

Noch immer hörte er das leise Summen der Gedanken seiner Mitmenschen im Hinterkopf. Aber wenn er betete, dann tat er es allein und blendete sie so weit wie möglich aus. Die Fixierung auf das flackernde Licht half ihm dabei.

Jonaahs Glauben galt keinen konkreten Göttern. Wie immer, wenn er die Zwiesprache mit ihnen suchte, war es mehr ein Tasten in einem spirituellen Raum, eine Art Meditation, aus der heraus sich oft Bilder oder Sprachfetzen lösten, die er zu interpretieren versuchte. Schon oft hatte er darüber nachgedacht, ob es nicht so etwas wie mentale Echos der Gedanken anderer Menschen waren, die ihn erreichten, aber er kam schnell wieder von dieser Idee ab. Wer, wenn nicht irgendwelche höheren Mächte, trafen eine Auswahl dessen, was er zu sehen oder zu hören meinte? Wer, wenn nicht sie hatten ihn mit dieser Gabe gesegnet, anderen helfen und einen Blick in diese nicht physische Welt werfen zu können?

Sie waren da, die guten wie die bösen Geister und Götter, da war sich Jonaah sicher. Er hörte auf die einen und versuchte den Versuchungen der anderen zu entgehen. Und für die, die es nicht konnten, übernahm er die Verantwortung der Entscheidung.

Der Göttersprecher merkte, wie das Hintergrundrauschen leiser wurde. Er sah nichts mehr als das leuchtende Orange des Feuers, das sein gesamtes Blickfeld einzunehmen schien.

Er sandte seinen Dank für einen weiteren Tag in dieser Welt in den mentalen Raum, den er sich als unendliche helle Ebene vorstellte. In seinem Geist hallten seine eigenen Worte wider, und er lauschte angestrengt, ob ihm jemand antwortete.

Aber nichts geschah. Die Götter ruhten, wie sie es oft taten, aber er fühlte ihr Wohlwollen, das ihn wie ein warmer Schauer durchdrang. Die Ebene lag ruhig vor ihm. Nur leichte, diesige Schwaden schwebten wie Bodennebel über ihr.

Ein Windhauch streifte Jonaahs Wange. Er musste unter der Tür seiner Hütte hindurchgedrungen sein. Seltsam, dass er ihn wahrnahm. Normalerweise verlor er das Gefühl für seinen Körper, wenn er sich so in sich selbst versenkt hatte.

Augenblicke später begann die Kerzenflamme zu flackern. Der Wechsel zwischen hell und dunkel störte seine Konzentration. Die Nebelschwaden über der Ebene gerieten in Bewegung, der Windhauch hatte seine mentale Sphäre erreicht. Wollten die Götter ihm etwa doch etwas mitteilen?

Die Kerzenflamme flackerte immer heftiger. Dann flammte plötzlich ein gleißendes Licht auf, das unmöglich von den Kerzen herrühren konnte. Gleichzeitig bebte kurz die Erde. Jonaah wurde abrupt aus der Konzentration gerissen und kniff geblendet die Augen zusammen. Ein weiterer Luftstoß traf ihn; nein, mehr als das: eine Druckwelle wie von einer unhörbaren Explosion!

Als der Göttersprecher die Augen aufriss, fand er sich in einem dämmrigen Raum wieder. Die Kerzen waren erloschen. Im Restlicht des Tages sah er ihre qualmenden Dochte und roch den aufsteigenden Ruß. Verwirrt blinzelte er.

Dann sah er den Gürtel. Vor ihm auf der Matte lag wie hingezaubert ein schmales, längliches, ledernes Band. Es war locker zusammengerollt, das vordere Ende mit der Gürtelschnalle ragte in seine Richtung. Das Gebilde erinnerte Jonaah an eine sprungbereite Schlange.

Vorsichtig streckte er die Hand nach dem Gegenstand aus. Wo war das Ding hergekommen? War es möglich, dass es mit dem gleißenden Licht erschienen war? Hatten es die Götter hier abgelegt?

Er berührte den Gürtel und ließ ihn durch seine Hände gleiten. Das Material fühlte sich kalt an, wie Metall. Dabei sah es aus, als wäre es aus dem feinsten Leder gefertigt, das Jonaah je gesehen hatte. Das Kleidungsstück war unbenutzt.

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