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Machtspiel am Hindukusch

INHALTSVERZEICHNIS

GEWIDMET

DANKSAGUNG

VORWORT

AN DIE HERREN DER WELT

ANHANG

Kabul

Der Fremde

Keine Kerze für Afghanistan!

In der Ferne …

Ein Nachmittag im November…

Die Wolken

Dies ist so, weil jenes so ist!

Begegnung

Der Hagelschauer

Die kleine Quelle des Dorfes

Ich will die Zeit zurückdrehen

Leeres Lied

Gewidmet

den Damen und Herren im Buckingham Palace,

den Damen und Herren in allen politischen

Parteien der USA,

den Damen und Herren in der CIA, im Pentagon und

in dem ISI (Inter-Services Intelligence),

den Damen und Herren in den Nato-Staaten,

den Damen und Herren in Russland, im KGB, in China

und den Mächten dahinter

Danksagung

Danke an Günter Ohlig für seine Zeit und für seine Bemühungen beim Korrekturlesen.

Ohne seine Hilfe wäre dieses Buch nicht zustande gekommen.

Taschakor!

Vorwort

Ich war arm, aber eine alte, weise, liebevolle Mutter.

Ich war das Land der „Arier“, das frühere Ariana, mit einer Geschichte, die über 5.000 Jahre zurückgeht.

Ich habe die Lehre Zarathustras, den Buddhismus, den Hinduismus, den Islam und den Sufismus alle in meinem Schoß wachsen lassen.

Mein Lapislazuli wurde zum Schmuck der ägyptischen Pharaonen. Die Seidenstraße erinnert sich an mich.

Alexander der Große und Dschingis Khans kennen die Härte meiner Wege und die Höhe des Hindukuschs und Pamirs.

Ich war eine uralte Sprache und das Land der Märchenerzähler, Dichter (wie Maulana Jalaluddin Balkhi, bekannt als Rumi) und Heiler (wie Abu Ali Sina-e Balkhi).

Ich war eine alte, großzügige Mutter mit großem Herz, die ihr Brot und ihren Tee mit jedem Gast teilte.

Auf meinem Teppich konnte jeder fremde Reisende übernachten.

Bis meine eigenen Kinder, meine Söhne der Macht, anfingen, mich zu verraten.

Kein anderer, kein Feind, hat mich so sehr verraten, wie meine Söhne der Macht. Wann immer meine Feinde, egal woher, mich überfielen, beraubten und unterdrückten, war einer meiner Söhne auf deren Seite!

Das war mein bitteres Schicksal!

Meine eigenen Söhne haben meinen Namen geändert sowie meine Identität und meine alte Geschichte an meine Feinde verschenkt.

Meine eigenen Söhne haben mich, Teile von mir, an meine Feinde verkauft, haben meine Bodenschätze, mein Gold, meine Edelsteine, mein Lapislazuli, mein Rubin und mein Smaragd meinen Feinden gegeben.

Meine eigenen Söhne haben das Wasser meiner Flüsse und die Bäume meiner Wälder an meine Feinde verschenkt und verkauft. Meine eigenen Söhne haben alles, was ich je hatte, meine Busse, meine Maschinen, meine Bücher, meine Museen, sogar meine Adler und Falken als Geschenke meinen Feinden überreicht.

Meine eigenen Söhne haben mein altes Kulturerbe zerstört, meine antiken und wertvollen Gegenstände meinen Feinden geschenkt, nur um ihnen eine Freude zu machen.

Meine eigenen Söhne haben meine Städte und Dörfer, meine Felder und meine Erde zerstört.

Meine eigenen Söhne haben mein Gesicht,

die Namen meiner Straßen, meines Flughafens und alter,

historischer Gebäude verändert.

Meine eigenen Söhne haben tausende ihrer Brüder und Schwestern getötet, sie ins Gefängnis gesteckt, vergewaltigt, aus ihrer Heimat verjagt und ihnen ihre Häuser geraubt.

Meine Söhne der Macht haben sich nicht für mich geopfert, sondern mich für ihre Ziele.

Meine eigenen Söhne haben Schande über mich gebracht, meinen Namen, meine Identität befleckt, mich als Land des Terrorismus, des Opiums und der Bestechung in der ganzen Welt dargestellt.

Diese Söhne wurden in meinem Schoß geboren, wurden in meinem Schoß groß, spielten als Kinder auf meinem Boden, lebten auf meiner Erde, atmeten meine Luft, tranken aus meinen Flüssen, aber sie verkauften mich an meine Feinde.

Den allergrößten Verrat begingen nicht meine Feinde, sondern meine eigenen Söhne, weil sie die Macht mehr als mich liebten.

An die Herren der Welt

Wenn ich jeden Morgen, tausende Meilen entfernt von meiner Heimat Afghanistan, in meinem kleinen Zimmer meditiere und in meiner Vorstellung Strahlen von Liebe, Licht, Segen und Heilung in die Erde und in meine Heimat schicke, wenn ich versuche, durch meine Vorstellungskraft mit meinen Atemzügen den verbrannten und verwundeten Körper meiner Heimat Afghanistan zu heilen, weiß ich, wie machtlos ich bin!

Ich schaue momentan sehr kritisch auf all die Texte, die ich Jahr für Jahr geschrieben habe.

Ich dachte immer wieder, dass irgendwann, irgendwo in meiner Heimat ein Herrscher geboren würde, der seine Heimat wirklich liebt.

Das war ein bitterer Irrtum!

Wie kann sich in einem armen und abhängigen Land wie Afghanistan ein Herrscher erheben?

Die Mächtigen meiner Heimat waren und sind nie „Player“, sie waren immer nur „Spielball“.

Ich hatte den „Butler“ mit dem Herrn des Hauses verwechselt!

Deshalb weiß ich jetzt, dass ich den Herren des Hauses schreiben muss.

Meine Damen und Herren im Buckingham Palace, meine Damen und Herren in allen politischen Parteien der USA, meine Damen und Herren in der CIA, im Pentagon und in dem ISI (Inter-Services Intelligence), meine Damen und Herren in den Nato-Staaten, meine Damen und Herren in Russland, im KGB und in China, fühlen Sie sich bitte alle angesprochen:

Sie sind die Herren dieser Welt und „Yes, Gentlemen, you can!“

Ich fühle mich gerade wie ein Kind, das sein Land, seine Mutter, auf den Markt stellt und ihre Klamotten Stück für Stück auszieht, damit die Welt ihren verwundeten, nackten Körper sieht.

Meine Damen und Herren im Buckingham Palace, Ladies und Gentlemen, Hut ab vor Ihrer raffinierten Politik, die nach so vielen Jahren immer noch erfolgreich funktioniert.

Wenn die Politiker dieser Welt wirklich etwas über „Politik“ lernen wollen, dann sollten sie sich vor Ihnen hinknien und von Ihnen lernen!

Wie Sie wissen, sind die Afghanen sehr stolz auf ihre Geschichte, auf die drei Kriege gegen Sie als Kolonialmacht und besonders auf ihre eigenen „Unabhängigkeits-Märchen“.

Sie haben bestimmt sehr oft über die Naivität der Afghanen gelacht.

Heute lache ich bitter darüber mit Ihnen zusammen.

Ja, wir Afghanen sind wirklich sehr naiv!

Wir waren nie wirklich ein unabhängiges Land!

Die Saat, die Sie, meine Damen und Herren, damals zwischen den verschiedenen Ethnien und Stämmen dieses Landes gesät haben, bringt bis heute blutige Ernten hervor.

Die Afghanen haben bis heute nicht gemerkt, wie sie manipuliert worden sind. Jahr für Jahr und Generation für Generation hassen und bekämpfen sich die Paschtunen, die Tadschiken, die Hazara und die Usbeken gegenseitig. Dank Ihnen ist aus uns nie eine „Nation“ geworden!

Ihr Motto von „Teile und herrsche!“ funktionierte nicht nur in Afghanistan, sondern auch in Indien. Das verursachte starke Konflikte zwischen den Hindus und Muslimen in Indien und in dem neu geschaffenen Pakistan.

Der Brennpunkt Kaschmir sowie der Paschtunistan-Konflikt auf beiden Seiten der Grenze zwischen Afghanistan und Pakistan sind Ihr Erbe.

Ein Blick in das Britische Museum zeigt, wie viele Länder von Ihnen beraubt wurden! Ich frage mich, ob man diese Sammlung noch als „britisch“ bezeichnen kann?

Ihre Investition von damals, ein dauerhaftes Konfliktgebiet entstehen zu lassen, um später diese Staaten in der Hand zu haben, war exzellent!

Sie haben Pakistan wie ein Stück Torte aus dem Körper Afghanistans und Indiens herausgeschnitten und ihm eine Identität gegeben. Pakistan war der Grundstein für all Ihre weiteren Pläne in Zentralasien. Dank Ihnen hat sich Pakistan im Laufe der Zeit zu einer der gefährlichsten Mächte der Region entwickelt. Pakistan ist einer der besten und treuesten Schüler Ihrer Schule.

Meine Damen und Herren im Buckingham Palace, meine Damen und Herren in allen politischen Parteien der USA, meine Damen und Herren in der CIA, im Pentagon und in dem ISI (Inter-Services Intelligence), meine Damen und Herren in den Nato-Staaten, meine Damen und Herren in Russland, im KGB und in China, fühlen Sie sich bitte alle angesprochen:

Ein Blick auf uns Afghanen und auf unser Leben vor und nach dem Krieg mit der Sowjetunion.

Nachdem die britische Kolonialmacht zweimal eine Niederlage in Afghanistan erlebt hatte, kam Amanullah Khan im Jahr 1919 als König Afghanistans an die Macht.

Er war ein moderner König und nach seinen Reisen in die europäischen Länder, unter anderem nach Deutschland, wollte er sein Land modernisieren. Das war aber in der konservativen Gesellschaft Afghanistans nicht möglich. Und so wurde er später von seinen Feinden entmachtet.

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