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MMA Highlights 2015

Remo Kelm

MMA Highlights 2015

Ein persönlicher Jahresrückblick von Remo Kelm auf die spannendsten UFC-Events des Jahres 2015

Inhalt

Vorwort

1.      Was uns 2015 bewegte

1.1 Die UFC erkennt Jon Jones den Titel ab

1.2 Mark Munoz beendet seine Karriere

1.3 Bas Rutten wird in die UFC Hall of Fame aufgenommen

1.4 Chad Mendes ersetzt José Aldo

1.5 Fedor Emelianenko in die UFC?

1.6 UFC bei Maxdome

1.7 Der Fall Nick Diaz

2.      Themen und Hintergründe

2.1 MMA Trash Talk

2.2 Braucht die UFC Brock Lesnar?

2.3 Ronda Rousey – eine Analyse

2.4 Ronda Rousey oder Cris Cyborg?

2.5 Fake Kämpfe beim MMA?

2.6 Brendan Schaub tritt zurück

2.7 Das Phänomen Conor McGregor

3.      UFC – Kämpfe und Live Ticker

3.1 Übersicht der Kämpfe (Main Card)

3.2 UFC 182 Jon Jones vs. Daniel Cormier

3.3 Alexander Gustafsson vs. Anthony „Rumble“ Johnson

3.4 UFC 183 Anderson Silva vs. Nick Diaz

3.5 UFC 184 Rousey vs. Zingano

3.6 UFC 185 Anthony Pettis vs. Rafael Dos Anjos

3.7 Gabriel Gonzaga vs. Mirko Crocop II

3.8 Machida vs. Rockhold

3.9 Mark Hunt vs. Stipe Miocic

3.10 UFC 187 am 23.05.2015– Die Prognosen

3.11 UFC 187 Johnson vs. Cormier

3.12 UFC 188 Velasquez vs. Werdum

3.13 UFC 189 Mendes vs. McGregor

3.14 T.J. Dillashaw vs. Renan Barao 2

3.15 UFC 190 bei Maxdome Rousey vs. Correia

3.16 UFC 193 Ronda Rousey vs. Holly Holm

3.17 Frankie Edgar vs. Chad Mendes

3.18 UFC 194 Vorschau: José Aldo vs. Conor McGregor

3.19 UFC 194 – REVIEW

3.20 Fight Night Orlando

4.      UFC-Rankings

5.      Die Interviews

5.1 Bas Rutten

5.2 Dan Severn

5.3 Gerard Gordeau

6.      Die Biografien

6.1 Antônio Rodrigo Nogueira

6.2 Mirko Crocop

Ausblick auf 2016

Bildquellen

Über den Autor

Die Quellen zu den Fotos sind der Übersichtlichkeit wegen in den Bildunterschriften in abgekürzter Form angegeben. Die vollständigen Angaben finden Sie in den Bildquellenangaben ab Seite 128.

Vorwort

Das Jahr 2015 ist nun vorbei und wir schauen auf turbulente 12 Monate in der UFC zurück, in denen wir viele, teilweise sehr überraschende, Titelwechsel gesehen haben.

Einige vielversprechende Talente haben 2015 den Sprung ins Rampenlicht geschafft und wieder andere haben sich nach langen Karrieren aus dem Oktagon verabschiedet.

Darüber hinaus gab es auch dieses Jahr wieder jede Menge kontroverse Ereignisse abseits des Oktagons. Von Nick Diaz‘ und Anderson Silvas Sperren über Jon Jones‘ Suspendierung bis hin zur äußerst umstrittenen Person Conor McGregor. Ärgernisse, Diskussionen, Mitgefühl, Unverständnis, Aufregung. Das vergangene Jahr bot genug Stoff für die ganze Bandbreite menschlicher Emotionen.

Dieses Buch ruft, basierend auf den Blog-Einträgen meines Blogs www.mma-inside.de, noch mal sowohl die kontroversesten Begebenheiten des Jahres als auch die wichtigsten Kämpfe in Erinnerung.

Lassen Sie sich zurückversetzen in meine Gedanken und Eindrücke, die mich zum Zeitpunkt des Geschehens zum Verfassen der Artikel veranlasst haben.

Viel Spaß beim Lesen.

Ihr Remo Kelm

1. WAS UNS 2015 BEWEGTE

Egal, ob aberkannte Titel, beendete Karrieren oder ersehnte Auszeichnungen – 2015 war alles dabei!

1.1 Die UFC erkennt Jon Jones den Titel ab!
(Blogeintrag vom 29.04.2015)

Wegen eines Unfalls mit anschließender Fahrerflucht wird Jon Jones der Titel entzogen und Dana White suspendiert ihn auf unbestimmte Zeit.

Paukenschlag in der MMA-Welt. Wie Dana White verkündete, erkennt die UFC Jon Jones mit sofortiger Wirkung seinen Halbschwergewichtstitel ab. Grund dafür ist die Tatsache, dass „Bones” Jones Anfang der Woche in einen Verkehrsunfall verwickelt war und vom Unfallort flüchtete. Eine unfallbeteiligte schwangere Frau brach sich dabei den Arm und als wäre das nicht schon schlimm genug, fand die Polizei obendrein Drogen in Jones’ Auto.

Nach Jones’ Kokain-Affäre war das nun wohl der berühmte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Jon Jones ist in den Augen von Dana White offenbar momentan als Repräsentant der UFC nicht mehr tragbar und so sah man sich gezwungen, ihm den Titel abzuerkennen.

Des Weiteren verkündete Dana White, dass infolgedessen Anthony „Rumble” Johnson und Daniel Cormier um den nun vakanten Titel im Halbschwergewicht bei UFC 187 am 23.Mai im MGM Grand Garden in Las Vegas kämpfen werden.

Abb. 1: Jon Jones at the Event Supporting Brain Health Study at the United States Capitol (Foto: Senate Democrats, CC BY 2.0)

 

1.2 Mark Munoz beendet seine Karriere (Blogeintrag vom 17.05.2015)

Nach seinem Kampf am 16.05.2015 gegen Luke Barnatt verkündete ein emotionaler Mark Munoz seinen Rücktritt.

„And the winner is …”

Nach 3 Niederlagen in Folge konnte Mark Munoz am Wochenende noch einmal einen Sieg feiern. Er schlug Luke Barnatt durch einstimmige Punkteentscheidung. Dieser Sieg war allerdings ein ganz besonderer. Mark Munoz’ Arm wurde ein letztes Mal vom Referee nach Bekanntgabe der Punktrichterentscheidung in die Höhe gestreckt, bevor er noch im Oktagon eine bewegende Abschiedsrede hielt. Der Rücktritt wurde ihm zumindest ein wenig durch die Tatsache versüßt, dass er seinen letzten Sieg auf den Philippinen, dem Heimatland seiner Eltern feiern durfte.

Wir blicken zurück:

Nach Siegen gegen Kendall Grove, C.B. Dollaway, Demian Maia und Chris Leben sah Munoz im Jahr 2011 wie der kommende Mann im Mittelgewicht aus, der sich ernsthafte Hoffnungen auf einen Titelkampf gegen Anderson Silva machen durfte. Allerdings musste er im Sommer 2012 eine schwere KO-Niederlage gegen Chris Weidman hinnehmen, nach der er nie wieder an alte Leistungen anknüpfen konnte. Zwar konnte er mit einem Sieg gegen Tim Boetsch noch mal kurz von sich reden machen, musste sich in der Folge allerdings hintereinander Lyoto Machida, Gegard Mousasi und Roan Carneiro jeweils schon in der ersten Runde geschlagen geben.

Sehr wahrscheinlich brachte ihn diese Niederlagenserie zu der Einsicht, dass es für ihn mit mittlerweile 37 Jahren nicht mehr für ganz oben reicht. Munoz’ Rücktritt ist keineswegs als Schwäche oder Resignation zu deuten. Vielmehr verdient die Fähigkeit, die Zeichen der Zeit zu erkennen und sich selbst einzugestehen, dass man mit der Weltspitze nicht mehr mithalten kann, Respekt und Anerkennung.

Ich für meinen Teil ziehe meinen Hut vor Mark Munoz, der „Filipino Wrecking Machine”, sowohl für hochwertige, unterhaltsame Kämpfe als auch für sein stets respektvolles, bescheidenes und sympathisches Auftreten. Das Team von mma-inside wünscht Mark Munoz alles Gute und viel Erfolg für sein „neues” Leben nach der MMA-Karriere.

1.3 Bas Rutten wird in die UFC Hall of Fame aufgenommen (Blogeintrag vom 26. 05.2015)

Überraschende Ankündigung: Bas Rutten in die Hall of Fame

Gute Nachricht für alle El Guapo-Fans. Wie Dana White verkündete, wird Bas Rutten im Rahmen der international Fight Week (7.7.-12.7.) als neues Mitglied in die Hall of Fame der UFC aufgenommen. UFC-Präsident Dana White überbrachte Bas die frohe Kunde persönlich vor laufenden Kameras.

Abb.2: Bas Rutten at the Strikeforce weigh in, 25.10.2009 (Foto: commons Wikimedia, CC BY 3.0 US)

Bas selbst meinte im Nachhinein: „Ich hätte nie erwartet, in die UFC Hall of Fame aufgenommen zu werden. Ich hatte zwar den UFC Heavyweight Title gewonnen, aber Verletzungen beendeten meine UFC-Karriere, ehe sie richtig begann. Meine größten Siege hatte ich ja in Japan. Ich sah das neue Hall of Fame Format und dachte, ich könnte eventuell noch als Kommentator in die Hall of Fame aufgenommen werden. Aber nun fühle ich mich unglaublich geehrt, dass die UFC damit meine Karriere als Kämpfer würdigt.”

MMA-inside meint: Einige mögen jetzt nörgeln, dass Bas lediglich 2 Kämpfe in der UFC bestritt und den Großteil seiner Karriere in Japan kämpfte. Allerdings war er der erste europäische Heavyweight-Champion der UFC und Dana White würdigt mit der Aufnahme zu Recht Bas’ Karriere als Ganzes. Siege gegen Frank Shamrock, Maurice Smith, Kevin Randleman, Guy Mezger und Masakatsu Funaki lassen erahnen, in welche Richtung seine Karriere in der UFC gegangen wäre, hätten ihn die Verletzungen nicht daran gehindert. Bas Rutten war ein Wegbereiter für den Sport. Ein wahrer MMA-Pionier und einer der Ersten, der auch außerhalb des Rings bzw. Oktagons einen gewissen Entertainment-Faktor mitbrachte. Zudem war bzw. ist Bas einer der respektvollsten und sympathischsten Fighter, die je ein Oktagon betreten haben.

Congratulations Bas! Godspeed and party on.

1.4 Chad Mendes ersetzt José Aldo bei UFC 189 am 11.07.2015 (Blogeintrag vom 01.07.2015)

Hatte sich eine Kampfabsage José Aldos bereits in den letzten Tagen aufgrund einer Rippenverletzung angedeutet, so ist es jetzt Gewissheit. Champion Aldo wird nicht gegen Conor McGregor antreten können. Schade, schade, schade werden sich jetzt viele denken, durfte man sich doch auf den vermeintlichen Kampf des Jahres freuen.

Natürlich ist es bedauerlich, dass Aldo für den heiß herbeigesehnten Kampf ausfällt. Allerdings ist sein „Ersatz” als Gegner McGregors mehr als nur eine Notlösung und im aktuellen Federgewichtsranking vor McGregor auf Platz 2 gelistet.

Ohne Frage wird dieser Interims-Titelkampf die bisher größte Herausforderung McGregors, denn bei allem Respekt für Dennis Siver oder Dustin Poirier; Chad Mendes ist doch schon eine ganz andere Hausnummer und wird Conor McGregor vor Probleme stellen, denen er bislang noch nicht ausgesetzt war.

Man darf auf jeden Fall gespannt sein, ob McGregor den nächsten Schritt in Richtung Nr.1 im Federgewicht machen kann, oder ob Mendes doch eine zu große Hürde darstellt und ihm möglicherweise die Abreibung verpasst, die ihm so viele wünschen.

Abb. 3: Chad Mendes (Foto: yuggy15, flickr, CC BY 2.0)

1.5 Fedor Emelianenko in die UFC?

Im August nur ein ernst zu nehmendes Gerücht, im Oktober dann die Gewissheit: Fedor kehrt zurück und kämpft am 31.12.2015 in Japan gegen den indischen Kickboxer Singh Jaideep.

Abb. 4: Fedor Emelianenko during a 10-minute workout at the Caesars Palace’s Roman Plaza on October 19, 2006. (Foto: Larry Burton CC BY-SA 3.0)

August 2015. Paukenschlag in der MMA-Welt. Der „Last Emperor”, Fedor Emelianenko steht offenbar unmittelbar vor einer Rückkehr in den aktiven MMA-Sport. Der Mann, der die Schwergewichtsklasse bei Pride wie kein anderer dominiert hat. Der Mann, der eine Dekade lang als das Maß aller Dinge im MMA galt.

Der Mann, den viele bis heute als den besten MMA-Fighter aller Zeiten im Schwergewicht bezeichnen. Zudem scheint sein Ziel nicht etwa Bellator zu sein, das Auffangbecken für gealterte MMA-Veteranen. Vielmehr stehen wohl Verhandlungen zwischen ihm und Dana White kurz vor Vertragsabschluss.

Nach all den Jahren sehen wir Fedor also allem Anschein nach tatsächlich doch noch mal in einem UFC-Oktagon. Das letzte Puzzleteil, was seiner Karriere bis heute gefehlt hat, wird nun also auch noch hinzugefügt. Viele Kritiker nahmen den Umstand, dass er nie in der UFC antrat, immer wieder gerne zum Anlass, ihm den Status des absolut Besten abzusprechen.

Gute Idee? Sobald man sich als MMA-Fan allerdings die spontane überschwängliche Freude über Fedors Rückkehr aus den Augen gerieben hat, bleibt zwangsläufig die Frage stehen, welchen sportlichen Wert dieses eventuelle späte UFC-Debüt mit seinen mittlerweile fast 39 Lenzen überhaupt noch hat. Und auch ich habe arge Bedenken, ob sich Fedor damit wirklich einen Gefallen tut. Seine Auftritte im Strikeforce-Käfig lassen bereits nichts Gutes erahnen.

Seine Niederlagen gegen Werdum, Bigfoot Silva und Hendo waren natürlich ein gefundenes Fressen für die Kritiker, die immer zweifelten, ob ihm die Umstellung vom Pride-Ring auf einen Käfig gelingen könnte. Ob er diese Leute jetzt mit fast 39 Jahren und nach 3 Jahren Kampfpause Lügen strafen kann, darf bezweifelt werden.

Fedor gegen …?

Wer könnte also Fedors Gegner werden? Vorstellbar wäre, dass man ihn mit einer Art Revanche-Feldzug gegen seine 3 Bezwinger aus Strikeforce-Zeiten vermarktet. Ein schwächelnder Bigfoot Silva, der nur einen seiner letzten 5 Kämpfe gewinnen konnte, wäre womöglich der Startschuss seines UFC-Runs. Sollte ihm die Revanche gelingen, wäre theoretisch ein Kampf gegen seinen (ebenfalls strauchelnden) letzten Bezwinger Dan Henderson dran (2 Siege in den letzten 7 Kämpfen).

Abb. 5 (links): Sein letzter Bezwinger: Dan Henderson (2007). (Foto: East718, CC BY SA 3.0)

Abb. 6: Sein erster Bezwinger seit 10 Jahren: Fabricio Werdum (2007) (Foto: East718, CC BY 2.0)

Allerdings dürfte es schwierig werden, Hendo noch mal zu einem Kampf im HW zu bewegen, also müsste ein alternativer, möglichst nicht zu starker Aufbaugegner her. Sollte Fedor auch diese Hürde meistern, könnte man mit der „großen Revanche” gegen Fedors seinerzeit ersten Bezwinger seit knapp 10 Jahren, Fabricio Werdum, der praktischerweise ganz nebenbei auch noch den Heavyweight-Titel hält, sicher einen großen Hype kreieren und allerhand PPV’s verkaufen.

Fazit: So oder so bringt Fedors Rückkehr wieder etwas Schwung ins HW und jede Menge Aufmerksamkeit für die UFC. Ich für meinen Teil freue mich trotz aller Skepsis auf Fedors Rückkehr und wünsche ihm, dass er mit guten Leistungen alle Kritiker mundtot macht, die ihm (auch wegen seiner Auftritte bei Strikeforce) die Fähigkeit absprachen, seine Leistungen aus dem Pride-Ring auch in einem Oktagon zu bestätigen.Welcome back Fedor. Ich bin sehr gespannt.

Abb. 7: Emelianenko vs Coleman in Pride 32, Las Vegas (public domain)

Oktober 2015. Mittlerweile hat sich herausgestellt, dass Fedor in der neuen japanischen Organisation Rizin Fighting Federation antritt und sein Gegner am 31.12.2015 der Inder Singh Jaideep werden wird. Somit haben sich die Gerüchte bezüglich eines Engagements in der UFC letztlich leider doch nicht bestätigt.

31.12.2015: Am letzten Tag des Jahres 2015 konnte Fedor mit einem TKO-Sieg gegen den indischen Kickboxer Singh Jaideep sein triumphales Comeback feiern.

1.6 UFC bei Sat1/Pro7 und Maxdome (Blogeintrag vom 24.07.2015)

Endlich …

Was sich lange angedeutet hatte, ist nun Gewissheit. Die UFC hat endlich den Weg zurück ins deutsche TV gefunden. Wegweisend dafür war die Entscheidung des Verwaltungsgerichts München vom 9. Oktober vergangenen Jahres, das Verbot für die Ausstrahlung der UFC-Kämpfe für rechtswidrig zu erklären.

Pro7, Sat1 und Maxdome haben sich nun nach langem Hin und Her die Rechte gesichert. Der erste Event wird bereits UFC 190 mit Rousey vs. Correia als Main Event sein, welcher am 1. August in Rio de Janeiro stattfindet.

1.7  Der Fall Nick Diaz (Blogeintrag vom 14.09.2015)

Nick Diaz wird für 5 Jahre suspendiert, weil er den Drogentest anlässlich der UFC 183 im Januar nicht bestanden hat!

Abb. 8: Nick Diaz (Foto: Kazpsp - Own work CC BY SA 4.0)

Einige Tage sind nun seit Nick Diaz’ 5-jähriger Suspendierung durch die Nevada State Athletic Commission vergangen und die MMA-Welt zeigt sich geschockt. Von Joe Rogan über Ronda Rousey bis zu Chael Sonnen. Die Meinungen innerhalb der Kampfsportgemeinde sind eindeutig. Die Strafe ist erheblich zu hoch, so der Tenor. Eine beispiellose Welle der Solidarität durchzieht die sozialen Medien, die mittlerweile in der Kampagne „free Nick Diaz” mündet.

Und tatsächlich erscheint die Suspendierung von 5 Jahren ziemlich unverhältnismäßig, bedeutet sie schließlich für den jetzt 32-jährigen Nick Diaz praktisch das Karriereende. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass einige andere MMA-Fighter, die der Einnahme leistungssteigernder Substanzen überführt wurden, im Vergleich mit einem „blauen Auge” davon kamen.

Die Kritik, dass an Diaz seitens der NSAC ein Exempel statuiert wurde, ist ebenso gerechtfertigt wie verständlich. Ebenso nachvollziehbar ist der Aufschrei bezüglich der Höhe der Strafe im Vergleich zu Dopingsündern im MMA. Wie kann es also sein, dass Nick Diaz nach der Einnahme von Marihuana für 5 Jahre suspendiert wird, während sein Gegner in betreffendem Kampf, Anderson Silva, nur eine 1-jährige Sperre absitzen muss, obwohl er der Einnahme leistungssteigernder Substanzen überführt wurde? Die Unverhältnismäßigkeit ist also frappierend.

Andere Meinungen?

Das kann man so sehen, muss man aber nicht, denn auch im Fall Nick Diaz gibt es, wie so oft, eine Kehrseite der Medaille.

Diaz’ Strafe ist zu hoch, klar. Aber soll man mit jemandem, der bereits zum dritten Mal nach einem Kampf positiv auf Marihuana getestet wurde, noch Mitleid empfinden? Diaz ist Wiederholungstäter und offenbar ...

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