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Lustwalzer - Caprice

Inhalt

  1. Cover
  2. Caprice - Die Erotikserie
  3. Über die Autorin
  4. Caprice - Maren & Sophie
  5. Titel
  6. Impressum
  7. Lustwalzer
  8. In der nächsten Folge …

Caprice – Die Erotikserie

Maren und Sophie sind beste Freundinnen und Journalistinnen bei Deutschlands größtem Boulevardmagazin BLITZ. Sie berichten von Events überall auf der Welt, die der internationale Adel, die High Society und Prominente aus dem Showgeschäft besuchen. Für ihre Artikel recherchieren sie knallhart – mit vollem Körpereinsatz …

Caprice ist eine Erotikserie, die monatlich in abgeschlossenen Folgen erscheint. In den einzelnen Folgen geht es mal härter und mal sanfter zu. Dafür sorgen die unterschiedlichen Autoren, die für diese Serie schreiben. Da jeder Autor seinen eigenen Stil hat, ist Caprice Folge für Folge ein neues erotisches Leseerlebnis.

Über die Autorin

Jil Blue ist das Pseudonym einer deutsch-österreichischen Autorin. Sie lebt und arbeitet in Österreich. Bei ihren erotischen Geschichten lässt sie sich von ihrer lustvollen Fantasie leiten, wobei ihr Sinn für Stil und Ästhetik immer gewahrt bleibt. Auch liebt sie das Geheimnisvolle – vor allem geheimnisvolle Männer.

Caprice – Maren und Sophie

Maren, die Unschuld vom Lande – das ist zumindest ihre Masche. Dass sie nicht so unschuldig ist, wie sie tut, haben schon die Dorfjungs, mit denen Maren in einem norddeutschen Kaff aufwuchs, am eigenen Leib erleben dürfen. Da sie die Jungs nur aus Langeweile vernaschte, zog es sie in die Großstadt, und sie landete bei Deutschlands größtem Boulevardmagazin BLITZ. Maren weiß, dass ihre mädchenhafte, naive Art den Beschützerinstinkt bei Männern weckt und nutzt diese Tatsache für ihre Zwecke. Trotzdem hofft sie, damit auch ihrem Mr. Right zu begegnen. Und so lange sie den noch nicht gefunden hat, vertreibt sie sich die Zeit mit den Stadtjungs …

Spontan, dominant, durchsetzungsstark – das ist Sophie, der selbstbewusste Vamp mit französischen Wurzeln. Aufgewachsen in einem Pariser Vorort hat sie früh gelernt, sich alleine durchzuboxen. Schon damals merkte sie, dass sie eine gewisse Anziehung auf Männer ausübt – und bekam auch so die Stelle beim BLITZ. Ihre neugierige Reporternase führt sie nicht nur zu exklusiven Topstorys, sondern auch in Situationen, bei denen sie ihre Phantasien ausleben kann. Denn das findet sie viel spannender, als die große Liebe zu suchen. Außerdem ist ihr Körper zu wertvoll, um nur von einem Mann bewundert zu werden …

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Jil Blue

Lustwalzer

Was mich wohl erwartet?, überlegte Maren. Eine Standpauke, Lob oder gar ein neuer, besonderer Auftrag? Automatisch zog sich ihre Stirn in Falten. Um eine Standpauke konnte es sich kaum handeln, sie arbeitete stets effizient und genau. Auch Lob erschien ihr unwahrscheinlich. Ihr cholerischer, ewig missgelaunter Chef ging spärlich damit um. Es musste schon etwas ganz Besonderes geschehen sein, um ein knurriges »Gut gemacht« von ihm zu erhaschen. Ein neuer Auftrag also!

Kurz schwebte ihre Hand über der Türklinke, dann trat sie entschlossen ein. Um die sich ihr darbietende Szene zu erfassen, brauchte sie einen schier endlosen Moment.

Walter Stein thronte in der üblichen Position hinter seinem Schreibtisch – und lachte.

Der kleine Giftzwerg von einem Boss lacht?!, dachte Maren. Dieses Datum muss ich mir merken.

Vor dem Schreibtisch, ihre endlos langen Beine lässig übereinandergeschlagen, saß ihre Kollegin und beste Freundin Sophie. Und auch sie lachte; nicht etwa ein verhaltenes, dienstbeflissenes Mundwinkelverziehen, sondern ihr berühmter, Funken sprühender Ausdruck echter Heiterkeit.

»Maren! Komm und setz dich, cherie!«, rief sie und zeigte auf den freien Sessel neben sich.

Mit einem argwöhnischen Seitenblick auf Walter Stein nahm Maren Platz.

Sophie strahlte sie an. »Wir verreisen, Süße. First Class auf Kosten der BLITZ.«

»Wohin?« Inständig hoffte Maren, dass ihre Skepsis nicht allzu deutlich hervortrat.

Noch bevor Sophie etwas erwidern konnte, ergriff Walter Stein das Wort: »Ihr berichtet beide vom Life Ball in Wien. Das Event ist mittlerweile zu groß und zu wichtig für nur eine Reporterin. Geschichte, Society, Charity, Wirtschaft und sogar Politik vermischen sich in diesem Fall. Und die Prominentenliste ist mehr als nur beachtlich.«

»Walter hat für uns eine Suite im Hotel Imperial reservieren lassen. Soll ein feiner Schuppen sein«, vermeldete Sophie.

»Eine Suite im Hotel Imperial? Tatsächlich?« Kurz verschlug es Maren die Sprache. Das Hotel zählte zu den berühmtesten und geschichtsträchtigsten der Stadt. »Das ist ja wundervoll«, sagte sie und freute sich schon jetzt auf Wien, obwohl sie dort erst kürzlich einen berühmten Opernsänger interviewt hatte. »Wie kommen wir zu der Ehre?« Noch hatte ihre aufkeimende Freude das Misstrauen nicht gänzlich verdrängt.

Die BLITZ sorgte gut für ihre Mitarbeiter und zeigte sich sowohl bei Spesen als auch bei Unterkünften großzügig, doch dies überstieg das übliche Maß an Freigiebigkeit bei Weitem.

Unmerklich schüttelte Maren den Kopf. Was war hier los? Walter präsentierte sich freundlich und umgänglich, tatsächlich war er weder das eine noch das andere. Sophie lachte mit ihm anstatt über ihn. Und dann dieser kostspielige Bonus in Form einer Suite im Hotel Imperial.

Walters Stimme unterbrach ihre Gedanken. »Eine von euch beiden hübschen Ladys wird im VIP-Bereich des Balls stationiert sein, die andere mischt sich vor dem Wiener Rathaus unter das Fußvolk. John Boy wird seine Fotos bei den VIPs schießen. Die billigen Outdoor-Bilder kaufen wir zu.« Erwartungsvoll blickte er von einer zur anderen. »Also, wer will rein zu den Promis?«

Hübsche Ladys? John Boy? Während Maren es noch immer nicht schaffte, sich in die Situation zu fügen, schnellte Sophies Arm hoch. »Ich!«

Walter deutete mit dem Zeigefinger auf sie. »Zuschlag für dich, Sophie.« Er lehnte sich zurück und schloss einen Augenblick lang die Augen. Mit versonnener Miene sprach er weiter: »Ich möchte, dass ihr den Aufenthalt in Wien so richtig genießt. Ihr werdet begeistert sein. Wien ist eine überwältigende Stadt. Das Gefühl, durch die Gassen des Ersten Bezirks zu schlendern, lässt sich kaum in Worte fassen. Es ist geheimnisvoll, von Geschichte erfüllt und unvergleichlich romantisch. Meine Reise dorthin wird mir ewig in Erinnerung bleiben. Einfach unvergesslich …« Ein wehmütiger Ausdruck trat auf sein Gesicht. »Ach Kinder, wenn ihr wüsstet – stellt euch einen jungen Deutschen gemeinsam mit einem süßen Wienermädel in einem Fiaker vor. Aneinandergeschmiegt, die Beine unter einer wärmenden Decke verborgen, seine Finger in ihrer feuchten, warmen Muschi …« Er stieß ein verhaltenes Kichern aus und blickte hoch. Als er sich bewusst wurde, was er da eben gesagt hatte, hüstelte er verlegen und fuhr fort: »Um die Kostüme kümmert ihr euch aber gefälligst selbst. Die BLITZ ist nicht die Wohlfahrt. Und jetzt verschwindet aus meinem Büro.«

Da war er wieder: der unfreundliche, mürrische Walter Stein. Nahezu erleichtert atmete Maren auf. Griesgrämig, aber einschätzbar war er ihr allemal lieber. Eilig sprang sie auf und beeilte sich, aus dem Zimmer zu kommen. Die einzig vernünftige Reaktion in so einem Fall.

Sophie folgte ihr auf dem Fuß.

Nachdem sie sich gebührend entfernt hatten, beugte sich Sophie zu Maren hinüber. »Ich fass es nicht! Der Zwerg hat romantische Erinnerungen an Wien? So samtweich habe ich ihn noch nie erlebt.« Sie schüttelte sich. »Und dann dieses Kopfkino! Beim nächsten flinken Männerfinger in meinem Zuckerdöschen werde ich sicher daran denken müssen! Ich weiß schon jetzt, dass dieser Fick ein Desaster werden wird. Sex und Walter Stein, das passt schlicht nicht zusammen.«

»Zuckerdöschen?! Du meinst wohl eher die ‚Büchse der Pandora‛.« Abschätzig pfiff Maren durch ihre Zähne. »Der Ausdruck basiert übrigens auf einem Übersetzungsfehler. Ursprünglich hieß es nämlich,Pithos‛. Das ist ein großer, weiter Krug für Vorräte.«

Sophies Kopf ruckte herum. »Was?«

»Nichts zu danken, ich fülle gern deine Bildungslücken«, entgegnete Maren und fauchte dabei wie eine verärgerte Katze.

»Pithos? Bildungslücken? Was hast du denn bloß?« Mit einem verwunderten Ausdruck musterte Sophie ihre Freundin.

Plötzlich warf Maren die Arme in die Luft und stöhnte gequält auf. In Ihrem Kopf begann sich alles zu drehen, und die beißende Wut wich echter Verzweiflung. Unvermutet war sie den Tränen nahe. »Hast du denn unser Gespräch vergessen?«

In Sophies Stimme schwang völliges Unverständnis: »Welches Gespräch?«

»Als wir letztens in dem neuen Café in St. Pauli saßen. Es ist keine zwei Wochen her. Aber dich haben wieder mal nur die Typen am Nebentisch interessiert …«

»Ach du liebe Güte! Merde!« Spontan schlang Sophie ihren Arm um die erboste Maren. »Entschuldige! Natürlich hab ich dir zugehört. Du erzähltest von deinem Traum, einmal Gery Keszler interviewen zu dürfen.«

Abermals überflutete Maren eine Zorneswelle. »Ganz genau: Gery Keszler, den Gründer und Organisator des Life Ball. Bestimmt wird er in dem Gedränge vor dem Rathaus nach mir suchen. An seinem großen Tag hat er sicherlich nichts Besseres zu tun …«

»Sei bitte nicht sauer auf mich. Vor lauter Freude über den Job habe ich überhaupt nicht daran gedacht. Was soll’s: Wir tauschen einfach! Du gehst zu den VIPs, und ich werfe mich ins Getümmel. Wer von uns beiden welche Aufgabe wahrnimmt, ist Walter im Grunde gleich; sonst hätte er uns nicht gefragt. Er könnte sich höchstens über unseren Wankelmut ärgern und uns aus Bosheit einen Strich durch die Rechnung machen. Aber auch das wäre nicht deine Sorge. Ich würde es ihm schon erklären, irgendwie. Du kennst ja meine Überredungskunst.« Sophie zwinkerte vielsagend.

Entschieden schüttelte Maren den Kopf. Langsam gewann ihr rationales Denken wieder Oberhand, und ihre innere Ruhe kehrte zurück. »Nein, das will ich nicht. Du warst schneller. Ich bin Profi und werde unsere Freundschaft nicht ausnutzen. Ich geh an die Front und basta.« Wehmütig, aber wieder halbwegs versöhnt, lächelte sie verkniffen. »Aber danke, ich weiß deinen Vorschlag zu schätzen.« Mit gespitzten Lippen küsste sie Sophie auf die Wange.

***

Als Maren das Geräusch der sich öffnenden Wohnungstür hörte, erhob sie sich von ihrem bequemen Platz auf der Wohnzimmercouch und schlenderte in Richtung des Eingangs. Jetzt, wo Sophie von ihrem Einkaufsbummel zurückgekehrt war, konnte sie ihre Recherchen ohnehin nicht in Ruhe fortsetzen.

Mit unzähligen Einkaufstüten bepackt stand die Freundin breitbeinig im Vorraum und versuchte gerade, mit ihrem Hinterteil die Tür zu schließen.

Maren blieb auf Sicherheitsabstand und lehnte sich gegen den Türrahmen. Sie kannte ihre Freundin zu gut; und tatsächlich, bereits im nächsten Augenblick segelten die Taschen durch das Zimmer und landeten weit verstreut auf dem Boden.

»Merde! Nie sollte man solche Schuhe zum Shoppen tragen.« Sophie stöhnte auf und schlüpfte aus ihren korallenroten Stilettos. »Wenn sie nur nicht perfekt zu meinen neuen Jeans passen würden.«

Maren zuckte mit den Schultern. »Ich hab dich gewarnt, bevor du losgezogen bist. Das hier ist das richtige Schuhwerk für eine ausgedehnte Shoppingtour!« Sie zeigte auf ein Paar schneeweiße Nikes.

Sophie machte eine wegwerfende Handbewegung. »Was soll’s! Die Blicke dieses süßen Typen in dem Restaurant waren es wert.«

»Und wohl erst die Blicke seiner Begleiterin.« Maren verdrehte die Augen. Sophie hatte ihr die Situation hautnah am Handy geschildert und ihrer Live-Berichterstattung sogar Fotos und ein Kurzvideo hinzugefügt.

Sophie stieß ein kehliges Lachen aus. »Stimmt, die hätte mich am liebsten aufgefressen.«

»Wundert es dich? Gemäß deiner Erzählung hat er sich ja nicht mal mehr mit ihr unterhalten. Der Typ muss wie paralysiert gewesen sein. Am liebsten hätte er dich wahrscheinlich angesprungen und einfach über den Tisch gelegt.«

»Schöne Vorstellung. Nichts geht über einen richtig guten Fick in der Öffentlichkeit …« Sophie leckte sich genießerisch über die Lippen.

Lachend warf Maren den Kopf in den Nacken. »Du hast Ideen! Ich schätze, nach circa drei Sekunden hätten sie dich und den betreffenden Herrn ziemlich unsanft aus dem Lokal befördert.«

»Ach, doch nicht so, dass uns alle begaffen und Beifall klatschen – was sie, nebenbei bemerkt, sicherlich tun würden. Es müsste viel subtiler ablaufen. Sie wissen nichts, sie registrieren nichts, aber wir tun es.«

»Du meinst unter einem Tisch oder hinter einem Vorhang verborgen?«

»Mais non!« Sophie bewegte ihren Zeigefinger energisch hin und her. »Alle sehen uns, jedoch gewahren sie nicht, dass wir vögeln.«

»U

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