Logo weiterlesen.de
Lust & Cash in Linstadt

Inhaltsverzeichnis

Erster Teil

Betti stellt sich vor und nimmt sich eines Kunden namens ‚Damentoilette’ an – Ein Nachtclubkunde erweckt ihr Interesse, aber Freddy ist dagegen – Betti entschließt sich, als Domina anzufangen, findet sich aber unerwartet in der gegenteiligen Position wieder – Betti reagiert sich mit einem Gangbang im Swingerclub ab.

Zweiter Teil

Betti stellt sich als Testimonial für einen Erfinder von ferngesteuerten Vibratoren zur Verfügung und kommt in peinliche Situationen – Betti wartet auf Nachricht von Gunther und vertreibt sich die Zeit mit dem Abrichten eines Bi-Sklaven – Die Damentoilette kommt auf spinnerte Ideen – Freddy ist auch nicht mehr das, was er mal war.

Dritter Teil

Betti zweckentfremdet mit ihrem neuen Lustsklaven ein Taxi – Gunther schlägt Betti einen Gangbang vor, was sie ablehnt und stattdessen eine gemeinsame Dominastunde mit Lady Eleonore an Land zieht – Eine neue Kollegin auf dem Straßenstrich wird von Betti angelernt und gleich wieder abgesägt.

Vierter Teil

Betti arbeitet als Messehostess und entscheidet sich gegen die Interessen ihrer Möse – Betti versucht sich als Zofe und hat damit Erfolg – Eine Nachbesprechung mit Gunther und Eleonore läuft völlig aus dem Ruder – Eine Freundin, ein Kunde in einer Hoteltoilette und sogar Freddy erweisen sich als Langweiler.

Fünfter Teil

Betti hat einen Kunden in einem Stundenhotel und bemerkt, dass sie ihre devote Rolle nicht mehr abstellen kann – Gunther bestärkt sie in dieser Entwicklung und nimmt sie mit auf eine Reise der Lust, die unerwartet endet – Betti will sich Freddy nicht anvertrauen und flüchtet sich in einen Bürojob.

Sechster Teil

Betti geht zur Jubiläumsparty einer Kollegin und trifft einen alten Bekannten wieder – Betti stürzt sich in ein geschäftiges Doppelleben und sehnt sich nach Freddy – Es kommt zu einem Wiedersehen.

Erster Teil

Betti stellt sich vor und nimmt sich eines Kunden namens ‚Damentoilette’ an – Ein Nachtclubkunde erweckt ihr Interesse, aber Freddy ist dagegen – Betti entschließt sich, als Domina anzufangen, findet sich aber unerwartet in der gegenteiligen Position wieder – Betti reagiert sich mit einem Gangbang im Swingerclub ab.

Meine Finger spielten Klavier auf meiner Möse. Kurz blitzte mein eigenes Bild vor meinen Augen auf: Entspannt und angespannt zugleich das Gesicht, Schweißtröpfchen auf dem Hals, der Körper halb bedeckt von meinem Bettzeug und die Finger eben nass und klebrig zwischen meinen Beinen. Ich war schon ziemlich weit oben, aber ich schaffte es noch nicht über die Klippe. Kurz starrte ich zögernd an die Decke, dann gab ich auf und schloss die Augen. Das Bild von einem mächtig großen Schwanz erschien in meinem Kopf. Er bohrte sich zwischen meine Lippen, nur widerstrebend öffneten sie sich ihm, aber mit ein bisschen Nachdruck hatte ich das Ding endlich in meinem Rachen. Eine dicke Bullenpeitsche tauchte auf. Ich kniete in einem dunklen Raum, in meinem hilflosen Mund der unnachgiebige Schwanz, hinter mir ein zweiter Mann, mit der Bullenpeitsche. Er wog sie kurz in seiner Hand, dann ließ er sie mit einem ersten, eleganten Schwung auf meine Arschbacken klatschen. Es tat schon weh, obwohl er noch gar nicht richtig gehauen hatte. In einem ruhigen Rhythmus kamen die Schläge der Peitsche, und jeder war etwas stärker als der erste. Bis ich begann, mich zu wehren. Ich zuckte, versuchte unruhig, meinen Hintern aus dem Aktionsradius der Peitsche zu bewegen, drückte mit den Händen gegen die Hüften des Typen mit dem Schwanz in meinem Mund. Ohne es zu wissen, gab ich damit den Startschuss für das Nachfolgende.

„Ha!“, schrie der Typ mit der Peitsche. „Du wirst noch lernen, Schläge einzustecken! Ruhe jetzt!“

Er holte weit aus und pfefferte mir das Leder auf die Haut. Ein Zucken ging durch meinen Körper, ich wollte schreien und Luft holen zugleich, öffnete den Mund und hatte sofort den Schwanz noch tiefer drin. Die Hände des ersten Typen hielten meinen Kopf jetzt wie in einem Schraubstock, sein Schwanz schwoll in meinem Mund an. Ich spürte Flüssigkeit zwischen meinen Beinen rinnen, war es Geilheit oder Pisse? Es war alles egal. Der Schmerz bohrte sich durch meinen Körper, mit jedem Peitschenschlag noch mehr. Er ließ meine Arschbacken erbeben und kroch dann keilförmig bis in meine Eingeweide. Ich weinte, schluchzte, aber es brachte gar nichts.

„Ich werde dich schon lehren, hinzuhalten! Ich werde es dich lehren! Wir werden es dir zeigen! Du bist nichts als ein Stück Fleisch! Los, halt hin! Halt hin!“

Ich kam wild und unkontrolliert. Zwölf Mösenschläge spürte ich, zwölf Mal zog sie sich wie irre zusammen. Ich wichste weiter, verbissen und immer noch geil. Ein paar Kontraktionen lockte ich ihr noch heraus, dann ließ ich es schwer atmend sein. Erschöpft ließ ich die Hand sinken und wartete, bis die Aufregung abebbte.

Das war so gut gewesen! Aber warum nur brauchte ich immer diese Gewaltfantasien, um zu kommen? Ich war ja nicht prüde oder so, ich fand es in Ordnung, dass ich diese Fantasien hatte, ebenso wie ich jeden anderen verstehen konnte, der einen Fetisch hatte. Das war so eine Art Berufskrankheit: Auf alles vorbereitet sein, für alles Verständnis haben. Auch bei mir selbst. Aber es passte mir nicht, dass ich immer öfter an so etwas denken musste, um zu kommen. Da war irgendwas in mir, das ich nicht benennen und nicht kontrollieren konnte. Gespenstisch!

Der Schweiß war mittlerweile in meine Haut eingezogen, nur noch ein beißender Geruch erinnerte an mein vormittägliches Abenteuer. Entschlossen raffte ich mich auf und ging erst mal zur Toilette. Hinterher musste ich immer pissen. Der starke Strahl erinnerte mich daran, dass Rudi heute kommen wollte, die ‚Damentoilette’. Das hieß für mich, gleich wieder zwei Liter Wasser zu trinken, denn Rudi konnte nicht ohne eine gehörige Portion Pisse in seinem Mund und auf seinem Schwanz, vorzugsweise von einer jungen Blonden. Ich goss mir das erste Glas Wasser hinter die Binde, dann schnappte ich meine Kulturtasche und machte mich auf den Weg in den Club.

Darf ich mich vorstellen? Nadine mein Name, Hure mein Beruf, Betti mein Name für die Kundschaft. Zwei Tage in der Woche arbeitete ich in der Tagschicht in einem Nachtclub, einen auf dem Straßenstrich, die restlichen verbrachte ich mit Besuchen bei Stammkunden, als Swingerclubbegleitung oder mit dem, was ich fast noch besser konnte: High Life in den paar guten Nachtclubs und Bars meiner etwas verschlafenen Heimatstadt. Einen Freund hatte ich nicht, dafür eine Menge netter Kolleginnen und einen männlichen Freundersatz für alle Gelegenheiten, bei denen frau keine Lust auf Hühnergegacker hat oder einen gutgekleideten Herrn als Accessoire braucht. Freddy war unser aller Callboy, aber wir ließen es ihn nicht spüren. Dafür ließ er es uns auch nicht spüren, dass er unser aller Zuhälter war.

Ich sollte wohl kurz erläutern, was ich mit ‚unser aller’ meine. Die Hurenszene in Linstadt ist vergleichsweise groß und über die ganze Stadt verteilt. Das heißt einerseits, dass sich keine von uns eine goldene Nase verdient, weil es relativ viel Angebot gibt, und deshalb viele noch einen anderen Job haben. Andererseits heißt das aber auch, dass wir so viele Freiheiten haben wie in kaum einer anderen Stadt (zum Beispiel wo und wie wir arbeiten), sodass wir keinen Zuhälter brauchen. Theoretisch, denn praktisch gibt es natürlich Mädels in den klassischen Hure-Zuhälter-Beziehungen, dann gibt es völlig selbstständige Mädels oder halt die, die einen normalen Partner haben. Und dazwischen gibt es mich und noch einen Haufen anderer Mädels, die sich an Freddy halten. Freddy ist ein Universaltalent, und er ist kein Klammeraffe. Wäre er eine Hure, würden wir sagen: Er hat seine Nische gefunden, sich seinen Ruf erarbeitet und verfügt über viele Stammkunden. Freddy macht außerdem Websites. 500 kostet eine relativ einfache, 700 eine mit Flash oder ähnlichen Kinkerlitzchen, für die Wartung zahlt man jedes Mal zwischen 50 und 100 Euro. Freddy kennt sich mit den Gesetzen und dem Sexgeschäft allgemein aus. Wenn du neu in der Stadt bist oder überhaupt neu im Gewerbe, wird dir eine aus unserer Clique Freddys Telefonnummer zustecken, und er geht mit dir zu allen Ämtern, zum Klamotteneinkaufen und wenn du dich in einem Club vorstellst oder zum ersten Mal auf den Strich gehst. Mit Freddy im Schlepptau ist es einfacher, einen Platz zu kriegen, denn Freddy genießt unser Vertrauen und würde uns nie ein Mädel dazustellen, das uns das Wasser abgräbt, die Preise kaputtmacht oder aus einem anderen Grund nicht dazupasst. Für diese Dienstleistungen verlangt Freddy den Erlös vom ersten Tag Anschaffen, gelegentlich auch von zwei. Das sind hübsche Summen, aber eigentlich nichts im Vergleich zu dem, was Freddy für die Mädels macht. Freddy weiß aber, dass er sich auf diese Art Stammkundinnen schafft, an denen er ganz ohne Verkloppen und Beziehungsstress immer weiter verdient.

Also, was ich damit sagen wollte, ist eigentlich nur, dass mein Leben in Linstadt wirklich sehr entspannt war und es wahrscheinlich auch bleiben würde, wenn ich einmal nicht mehr jung und knackig wäre, weil ich auf Freddys Rat hin immer ein bisschen Geld ansparte und zwischendurch immer wieder normale Jobs machte, damit die Lücke im Lebenslauf später nicht so auffiel, wenn ich mal einen anderen Job brauchen würde.

Jetzt musste ich mich aber mal für meinen derzeitigen Job fertigmachen. Das Erste, was ich im Club tat, war, mir zwei große Gläser mit Wasser einzufüllen. Der Club war noch richtig verschlafen, da konnte ich mir Zeit lassen. Das erste Glas trank ich gleich aus und machte es wieder voll, das zweite nahm ich mit ins Badezimmer. Dort schminkte ich mich, wie die Jungs mich gerne sahen. Ein bisschen versaut, aber dennoch natürlich, einfach, wie sie sich einen naturgeilen Teenie vorstellten, der nichts anderes vom Leben wollte als Schwänze und deswegen anschaffte. Fast so hatte ich auch wirklich angefangen. Nur dass es nicht die pure Notgeilheit war, die mich dazu getrieben hatte. Es war eine unbändige Lust aufs Leben gewesen, die ich nur mit wilden Erfahrungen, viel Sex und viel Geld befriedigen konnte.

Das Make-up war fertig. Mein Blick fiel auf das halbvolle Wasserglas. Ach was, halbleer! Nein, halbvoll! Die zweite Hälfte musste schließlich noch in meinen Magen. Bah! Ich wanderte in die Garderobe und schlüpfte in meine Lacksandalen, ansonsten war ich schon passend gekleidet gekommen: Minirock, ärmellose Bürobluse, Ende. Die Jungs hätten es auch blöd gefunden, wenn man hier in der Tagschicht im Glitzerabendkleid rumgelaufen wäre. In der Küche wartete noch ein Glas Wasser auf mich. Ich machte mir einen Espresso, trank ihn und schüttete das Wasser hinterher. Endlich fertig!

***

„Ach, kommt die Damentoilette wieder?“, fragte Lilly, 35-jährige Kollegin aus Russland, die gerade in einem dicken Kostüm mit Pelzapplikationen und hochhackigen Stiefeln in die Küche kam, mit einem spöttischen Grinsen.

„Ach, heute mal wieder nicht aufs Thermometer geschaut?“, spottete ich zurück und deutete auf ihre seltsame Aufmachung.

Ihre Miene verzog sich. „Touché. Das ist für Jürgen. Ich bin die reiche russische Millionärsgattin und er der arme Landarbeiter im Gulag.“

„Hast du so einen nicht einmal zuhause besucht?“

„Ja, das ist Derselbe. Aber mir ist der Kragen geplatzt. Immer in diesen heißen Klamotten quer durch die Stadt! Als er das letzte Mal angerufen hat, habe ich ihm erst den Schwanz hart gemacht und dann gesagt: ‚Herrin Liloschka braucht dich heute bei ihr zuhause, sie will sich daran ergötzen, wie du das Parkett mit deinem nackten Hintern aufwischst. Wenn du nicht folgst, hacke ich dir den Schwanz ab und lasse dich in die Mine versetzen.’ Es hat gewirkt.“

Nachdenklich starrte ich durch Lilly hindurch. Ich konnte nur zu gut verstehen, warum Jürgen auf sie stand. Sogar mir jagte ihr scharfer Befehlston kleine Blitze in die Möse. Kurz schoss ein Bild durch meinen Kopf, in dem Gräfin Liloschka in ehrfurchtgebietendem, schwarzem Aufzug umherstolzierte und eine Bullenpeitsche auf meinen gefesselten Arsch niedersausen ließ.

Jemand rief nach Lilly. Dieser Jürgen war anscheinend gekommen. Ich folgte Lilly auf dem Fuß in den Club.

„Sähr brav, meine Robotnik!“, schnarrte Lillys übertrieben russischer Akzent durch die Bar. „Ich habe Arrbait für dich. Folge mir!“

„Ja, meine Herrin!“, kam die reichlich atemlose Antwort, und ich konnte beobachten, wie ein brav aussehender Mann in demütiger Haltung hinter Herrin Liloschka herschlich. Lillys Auftritt inspirierte mich. Hatte nicht auch das Stöhnen und Betteln der Damentoilette etwas Unterwürfiges?

Die Tür öffnete sich. Diesmal war es Rudi. Ich kam ihm schon entgegen.

„Sieh mal einer an, wer sich zu mir gesellt!“, sagte ich in einem schneidenden Ton.

Die Damentoilette sah mich verwundert an.

„Du bist zu spät, ist dir das eigentlich klar? Du lässt eine Dame, die strullern muss, einfach warten? Eine Toilette hat verfügbar zu sein!“

„Ja, ja! Wir können es gleich hier machen, meine … Herrin Betti!“

So einfach ging das, dass man von ‚meine geile versaute Pisserin, mach mich voll mit deinem göttlichen Saft’ zu ‚Herrin Betti’ avancierte? Männer waren oft so einfach zu handhaben. Ich lächelte ihn von oben herab an.

„Wir machen es natürlich nicht hier. Du lässt doch immer was danebenrinnen, und dann müsste ich den Saft ja aufwischen! Nein, ich glaube, ich sollte dir heute ein paar neue Erfahrungen verschaffen, damit du in Zukunft ein bisschen motivierter bist, deine Dienste hier zu erfüllen. Komm rein!“

Er folgte mir, und aus dem Augenwinkel konnte ich sehen, wie er mich ein wenig misstrauisch beäugte – was so gar nicht zu dem auffälligen Ständer passen wollte, der sich unter seiner eleganten Leinenhose abzeichnete! Im Zimmer angekommen breitete ich wie immer das Latexleintuch auf meinem Bett aus.

„Na, hast du nicht wieder was für mich?“, fragte ich.

Er hatte mich wie paralysiert beobachtet, sicher auf der Suche nach einer Bestätigung für sein Misstrauen. Aber ich lächelte ihn nur undurchdringlich an und wartete, bis er mir das Geld für eine Stunde mitsamt einem frisch gewaschenen Paar Strümpfe überreichte. Das Geld packte ich weg, die Strümpfe zog ich vorsichtig an, während die Damentoilette sich wie üblich auf das Bett legte. Ich schlüpfte aus meinen Klamotten und schwang mich in den Sattel – in diesem Fall seine Brust.

„Naaa? Schon aufgeregt?“, lächelte ich süß und begann, meine Schamlippen mit zwei Fingern zu teilen und zu massieren.

„Ja!“, machte er.

„Mmmh, ich bin ja richtig froh, dass du endlich da bist, recht viel länger hätte ich es wohl nicht mehr halten können…“ Bei diesen Worten ließ ich ein paar einzelne Tröpfchen kontrolliert auf seine Brust fallen.

„Oh, ich kann es fast nicht mehr halten!“, seufzte ich lüstern, und Damentoilette stöhnte auf, mit aufgerissenen Augen das Schauspiel betrachtend.

„Ablecken!“, flüsterte ich und hielt ihm meine nassen Finger vor den Mund. Wild und gierig schnappte er danach und saugte fest daran.

„Heute machen wir ein paar einfache Schluckübungen, mein Lieber“, kündigte ich an. Wieder musterte er mich abwartend. „Ich will dich so weit kriegen, dass du all meine Pisse schlucken kannst, ohne auch nur einen Tropfen zu vergeuden. Dann kann ich dich nämlich endlich mal mitnehmen, wenn ich ausgehe, damit ich mich nicht mehr auf dreckige Restauranttoiletten setzen muss!“

„Oooh!“, stöhnte er, und ich bemerkte, dass er wie wild seine Erektion zu wichsen begann. Er hatte mich vor Ewigkeiten mal darum gebeten, mit ihm auszugehen und ihn als Toilette zu benutzen, wann immer mir danach war. Damals hatte ich abgelehnt, aber heute hatte ich irgendwie sogar Lust darauf. Also, warum ihm das nicht in Aussicht stellen?

Ich robbte nach vorn und platzierte meine Möse genau über seinem Mund.

„So, jetzt aufpassen! Je eher du stubenrein bist, desto früher kann ich dich mitnehmen!“ Er stöhnte wieder laut auf und öffnete den Mund.

Ich leckte mir über die Lippen und nickte. Ich war mindestens so konzentriert wie er, um einen kontrollierten, dünnen Strahl in seinen Mund rinnen zu lassen. Er schluckte einwandfrei. Mein Pissdrang wurde stärker, jetzt, da ich die Schleusen zeitweise geöffnet hatte. Zusätzlich begann mein Kitzler zu pochen. Pissen war zwar kein Fetisch von mir, aber diese Momente des gezielten Lockerlassens und Zusammendrückens machten mich immer ein wenig geil.

„Konzentriere dich darauf, den Mund offen zu halten, wenn du schluckst. Sei brav und übe mit mir.“ Er nickte.

Ich ließ wieder einen kleinen Strahl rinnen, hörte aber nicht auf, sodass er schlucken musste, während bereits Nachschub in seinem Mund landete.

„Aaah, das geht ja schon ziemlich guuut!“, lobte ich ihn lasziv, während ich hinterhältig die Menge an Flüssigkeit erhöhte, die er aufnehmen musste. Klar würde das irgendwann schiefgehen, und die ersten beiden dünnen Bäche rannen von seinen Mundwinkeln über seine Wangen herunter. Ich hörte auf.

„Sowas! Du konzentrierst dich ja doch nicht richtig! Willst du wirklich mit so einem pisseverschmierten Gesicht dann wieder unter die Leute, nachdem ich dich in einem Lokal angepisst habe?“ Ich verschmierte die Flüssigkeit mit einer Hand in seinem Gesicht, zärtlich und mit einer gemeinen Sanftheit.

„Ich kann’s fast nicht mehr halten!“, knurrte er.

„Du wirst es noch halten!“, schnarrte ich. „Konzentrier dich auf deine Aufgabe!“

Jetzt drückte ich ihm mit zwei Fingern die Nase zu, während ich mit den Fingern der anderen Hand meine Schamlippen teilte, um noch besser zielen zu können. Das Nasezudrücken hatte wahrscheinlich wenig tatsächlichen Effekt auf ihn und sein Schluckverhalten, aber die Wichsbewegungen hinter meinem Rücken wurden noch heftiger.

„Brav schlucken!“ Ich pischte wieder los, einen kurzen, heißen Strahl, dann gab ich ihm Zeit zum Schlucken, und dann bekam er noch eine solche Portion. Er schluckte anstandslos, von ein paar einzelnen Tropfen abgesehen, die ihm beim heftigen Schlucken über die Lippen traten. Sehr brav! Ich massierte mir ein bisschen den Kitzler und stellte mir vor, das tatsächlich in einer Restauranttoilette mit ihm zu machen. Vielleicht sollte ich das wirklich einmal durchziehen! Ich konnte Freddy fragen, ob er einen Lokalbesitzer kannte, der bei so etwas gegen ein kleines Trinkgeld ein Auge zudrückte.

„Los, leck mich!“, keuchte ich und drückte ihm meine nasse Möse direkt ins Gesicht. Er lutschte und saugte an allem, was er zwischen die Lippen bekam. Talentiert war er ja!

„Ja, gib’s mir! Du leckst geil!“ Ich machte kleine Beckenbewegungen und nutzte seine Talente einfach aus.

„Zunge rein! Steck mir die Zunge rein und Mund weit auf!“ Er stöhnte in meine Möse hinein und beeilte sich, mir Folge zu leisten. Ich ritt seine Zunge, stöhnte, gab ihm zwischendurch immer wieder eine Ladung meiner Pisse und ächzte dann animalisch auf, um meinen Orgasmus anzudeuten. Ich war verdammt heiß geworden, aber mit einer gefüllten Blase hatte ich noch nie richtig kommen können.

Ich lächelte ihn glücklich an. „Das war geil! Was willst du jetzt machen? Schön ficken?“

„Ich glaube, das kann ich jetzt nicht mehr. Du hast mich schon so aufgeheizt!“, sagte er. „Mach mir doch noch mal geil den Schwanz voll!“

Lächelnd hockte ich mich über seine Latte und schaute ihm geradewegs in die Augen, während ich mich mit den Händen an seinen Hüften abstützte und die Spannung steigen ließ.

„Oh Gott, du machst mich jedes Mal so geil, geile Herrin Betti, meine geile Pissherrin, geilste Frau der Welt…“

Jetzt wurden mir die Sprüche doch zu bunt, und ich ließ einen mittelstarken, kontrollierten Strahl auf seinen Schwanz niedergehen.

„Ja, ja, ja, ich liebe deine heiße Pisse auf meinem Schwanz, das macht mich ganz geil, hör nicht auf…“ Ich lächelte ihn an und verstärkte den Strahl. „Ja!… Ja!… Ja!“ Er wichste sich immer heftiger. „Wenn du so über mir kniest … dein Geschmack … deine weißen Schenkel … Aaah!“ In mehreren Schüben kam sein Sperma heraus und spritzte über seinen Bauch und bis zu seiner Brust hoch. Den letzten Vorrat in meiner Blase bekam er fest und hart auf seinen zuckenden Schwanz gepresst, was ihm noch einmal ein wohliges Stöhnen bescherte.

Ich war zufrieden. Die Damentoilette war wieder einmal gut bedient worden, und ich hatte ihn so aufgegeilt, dass es nur eine gute halbe Stunde gedauert hatte. Ich saß auf seinen Oberschenkeln, massierte die Mischung aus Sperma und Urin in seinen Oberkörper ein und wartete, bis er von selbst aufstand, um erschöpft zur Dusche zu wanken.

Ich trocknete das Latexleintuch notdürftig mit alten Handtüchern ab, die ich nachher gleich in die Waschmaschine stecken würde. Nach meiner eigenen Dusche trat ich erfrischt und tatendurstig wieder in die Bar. Um diese Zeit trudelten die Gäste nur sehr spärlich ein, dafür wussten sie alle, was sie wollten, und man musste nicht lange mit ihnen trinken. In dieser Schicht konnte man auch besser Termine ausmachen als in der Nacht, wenn alles voll und laut war. Ich bevorzugte es ohnehin, nachts selbst irgendwo zu feiern, anstatt andere beim Feiern zu unterstützen.

An der Bar stand ein schwarzgekleideter Herr. Alles, was er an seinem leicht korpulenten Körper trug, war schwarz. Komplexler oder Satanist, dachte ich und grinste, bevor ich zu ihm hinging. „Hallo du, suchst du jemanden Bestimmten oder willst du es mit mir versuchen?“

„Ich bin nicht hier, um zu konsumieren“, antwortete der Typ beherrscht und schaute mich einmal kurz von oben bis unten an. Es war, als überflöge er mich wie einen Zeitungsartikel, der ihm vielleicht, vielleicht aber auch nicht zusagte. Sympathisch machte ihn das nicht, aber ich fand ihn trotzdem interessant. Es war einer dieser Typen, die ich nicht richtig einschätzen konnte und die deshalb meine Möse zum Prickeln brachten.

„Wenn du Gesellschaft haben möchtest, können wir etwas zusammen trinken. Sonst lasse ich dich auch gerne in Ruhe.“

Er lächelte leicht. „Danke für die Rücksichtnahme. Ich bin eigentlich hier, um Personal zu suchen. Was trinkst du? Einen Sekt zum Anstoßen?“

„Gerne Sekt!“, lächelte ich zurück. Ich hatte ihn aufgrund seines Blickes wohl falsch eingeschätzt. Er wirkte seriös, aber ich glaubte ihm dennoch nicht so ganz, dass er ‚Personal suchte’. Eher wollte er sich damit interessant machen.

„Also“, sagte er ungerührt, während der Barkeeper die Flasche köpfte und dabei ein knappes Viertel des Inhalts ‚verschüttete’, „ich bin auf der Suche nach einer jungen Frau, die Erfahrungen im SM-Bereich sammeln möchte. Mein Betrieb ist im Moment klein, und wir brauchen ein paar nette Gesichter, die der Domina zur Hand gehen und dabei das Handwerk lernen können. Je nach deinen Grenzen kannst du in den Spielen verschiedene Rollen einnehmen, dabei ganz ordentlich Geld verdienen und eine zusätzliche Qualifikation erwerben.“

Ich nickte brav. Der Kerl ließ sich ja nicht dazu herab, irgendwelche konkreten Informationen zu geben.

„Hast du grundsätzlich Interesse an SM?“

Ich dachte an die Damentoilette. Mit Rudi zu spielen, war eine nette Abwechslung gewesen. Dann dachte ich an meine vormittägliche Masturbationsrunde, und mir war kurz unwohl in meiner Haut. Andererseits verstärkte sich aber auch das Prickeln, das mir der Typ mit seiner Undurchschaubarkeit schon zu Beginn verpasst hatte. Wenn ich verschiedene Rollen einnehmen sollte, wäre sicherlich auch mal eine unterwürfige dabei. Ein Betrieb, in dem ich arbeitete und den Leuten vertraute, war vielleicht keine schlechte Umgebung für solche Erfahrungen.

„Hin und wieder kommen Kunden, die dominiert werden wollen, das finde ich dann immer interessant“, antwortete ich auf die Frage des Typen.

Er streckte mir die Hand hin. „Ich heiße Gunther.“

„Betti.“

„Wenn du willst, kannst du dir den Betrieb in den nächsten Tagen mal anschauen. Er ist noch nicht voll ausgestattet, aber du bekommst schon mal einen Eindruck davon und siehst, dass ich nicht nur heiße Luft rede.“ Er zwinkerte mir zu.

Ich grinste und nickte. Lilly kam mit ihrem Kunden wieder, noch immer in dem Pelzkostüm. Sie nickte uns zu.

Ich antwortete: „Ich werde meinen Freund fragen, was er davon hält. Gib mir doch gleich die Adresse, dann komme ich mal vorbei. Wann ist denn eine Gelegenheit?“

Gunther nickte verständig, als ich meinen Freund erwähnte und die Adresse des Clubs im Voraus haben wollte. Alles gute Zeichen, dass er keinen Unsinn vorhatte. Und falls er doch ein Blender war, würde ich das schnell genug herausfinden, wahrscheinlich noch bevor ich überhaupt zu dem Termin erschienen war. Er schrieb mir seine Adresse auf ein Stück Papier, und wir einigten uns auf den nächsten Tag 19.30 Uhr, ich sollte einfach kommen, wenn ich Lust hatte.

Ich behielt das Stück Papier den Rest des Tages bei mir, mal unter der Bluse, mal gemeinsam mit den Honoraren der Kunden in der Ablage. Ich ging noch immer nicht davon aus, dass es diesen Betrieb wirklich gab, aber der Gedanke, schon demnächst mit meinen Fantasien auf Tuchfühlung gehen zu können, brachte mich ziemlich aus der Fassung.

Abends wählte ich eine wohlbekannte Nummer in meinem Handy. „Hi Freddy! Was hast du heut Abend denn vor?“

***

Ich konnte selbst beim Telefonieren sein Lächeln direkt spüren und stellte mir vor, wie sich auf seinen Wangen Grübchen bildeten. Freddy war schon ein rechter Leckerbissen. Aber eben nie ganz zu haben!

„Hallo, meine Liebe! Du hast mich aber ziemlich vernachlässigt. Also, wenn du heute was mit mir vorhast, dann habe ich sonst heute gar nichts vor.“

Ich lachte. „Treffen im Dirty Bird? Ich zahle die Cocktails?“

„Ah, the bird wants to get dirty! Ich mache mich nur rasch fertig, dann komme ich. Aber versetz mich nicht!“

Freddy versetzen? Das machten wir nur, wenn ein wirklich wichtiger Kunde dazwischen kam. Heute wäre ich auch dann ins Dirty Bird gekommen, wenn Brad Pitt persönlich eine ganze Nacht gebucht hätte. Naja, das ist ein schlechtes Beispiel, weil Promis meistens ohnehin eher enttäuschende Bettpartner waren. Aber das Prinzip ist verständlich, oder?

Summend suchte ich ein paar standesgemäße Klamotten aus – nachttauglich glitzernd oben, Marken-High-Heels unten – und versah mich mit einem etwas erwachseneren, düsteren Make-up. Am Make-up konnte man bei mir meist erkennen, ob ich auf Arbeit oder in eigener Mission unterwegs war.

Das Dirty Bird war schon fast gefüllt, als ich ankam. Freddy saß an der Bar und wies mit großer Geste auf den Stuhl, den er mir freigehalten hatte. Ich umarmte ihn und setzte mich dazu.

„Na, wie steht’s in deinem Leben?“

Das fand ich so toll an Freddy. Man konnte wirklich losreden, ihm alles Schöne und alle Scheiße erzählen, und er würde immer so tun, als wäre er mörderinteressiert.

„Ach, komm, lass uns bequemer hinsetzen, bevor alle Plätze besetzt sind!“

Wir setzten uns auf eins der weichen Sofas, und ich lehnte meinen Kopf an seine Schulter. So ließ sich’s leben.

„Sag mal, kennst du diese Adresse?“

Ich hielt ihm das sorgsam gehütete Stück Papier, das ich von dem schwarzgekleideten Typen bekommen hatte, vor die Nase.

„Nein, die wird neu sein. Was soll dort sein?“

„Ein zukünftiger SM-Club. Ich bin gefragt worden, ob ich dort anfangen will.“

„Wer hat dich gefragt?“

„Ein Gast im Club. Er meinte, er will dort was aufbauen und sucht jemanden. Kann natürlich auch Verarsche sein, aber es klang interessant, was Neues lernen und so.“

„Wie heißt der Typ? Hast du seine Telefonnummer?“

„Er nannte sich Gunther, und wir haben uns nur so lose für morgen um halb acht verabredet. Wenn ich komme, komme ich. Ich weiß nicht so recht.“

„Was gibt es denn da nicht zu wissen? Das klingt nicht seriös, also brauchst du da auch nicht hinzugehen. Dominastudios gibt es genug, in die ich dich einführen kann, ohne dass du einem Unbekannten mit gefaktem Vornamen vertrauen musst.“

„Es hat mich aber interessiert. Was ist schon dabei, wenn ich mir das anschaue? Du müsstest natürlich aufpassen. Hast du Zeit, mich hinzufahren?“

„‚Was ist schon dabei?’ Betti, klar kannst du dir das anschauen. Ich wüsste nur nicht, wieso. Du hast bis jetzt nie Ambitionen gehabt, ins SM-Fach einzusteigen, für dich ist ein SM-Club wie jeder andere. Warum muss es also dieser sein? Und sag nicht, dass es dich halt interessiert hat. Das Thema interessiert dich, aber nicht dieser Typ. Also kannst du auch in einen Club gehen, in dem es sicher ist.“ Freddy redete sich doch tatsächlich in Rage! Und mit seiner Lautstärke wuchs auch mein Ärger.

„Willst du mir vorschreiben, was ich zu tun habe?“

„Nein, ich habe nur bis jetzt noch keinen Grund gehört, warum du dich gerade darauf einlassen solltest. Betti, du hast bisher keine schlechten Erfahrungen gemacht, weil du schlau und vernünftig bist. Daran solltest du mal denken.“

Ich lehnte mich fester an Freddy und saugte an meinem Strohhalm. Irgendwie brachte das Zusammensein mit Freddy heute so gar nicht die übliche Entspannung.

„Ich will einfach auch mal was selber machen. Und solange du mir hilfst, finde ich es nicht so unvernünftig, wie du tust. Also, hast du morgen Zeit oder schmollst du?“

„Ich habe morgen Zeit, und ich schmolle.“

„Gut.“

Wir schwiegen uns ein bisschen an. Ich nahm mir vor, mir das Etablissement alleine anzusehen. Freddy sollte unten im Auto warten, aber so, dass Gunther das auch merkte. Und falls irgendetwas komisch sein sollte, würde ich Pfefferspray und die Notfalltaste an meinem Handy verwenden und wäre wieder draußen. Was sollte der schon mit mir anstellen?

Irgendwann brach einer von uns das Schweigen, und wir unterhielten uns noch ein wenig. Relativ bald zahlte ich die Cocktails und sagte, ich sei noch vom letzten Abend müde. Bevor ich aufstand, drehte ich mich noch einmal zu Freddy um.

„Ich weiß das zu schätzen, dass du dich ehrlich um uns sorgst. Und dass du dich mit mir triffst, wenn ich einen Rat brauche. Also, sei bitte nicht böse, dass ich auch mal was anders machen will als du, okay?“

Er nickte und streichelte mich kurz im Nacken. Ich schob ihm einen Hunderter zu.

„Holst du mich morgen um sieben ab?“

„Gerne.“

***

Am nächsten Tag gab ich mich betont gelassen, als ich mich für den Termin mit Gunther-oder-wie-auch-immer-er-wirklich-hieß fertigmachte. Ich war verdammt aufgeregt, aber ich hielt es unten, denn meine Erwartungen vom Tag zuvor erschienen mir mittlerweile selbst schon etwas lächerlich. Ich schlüpfte in mein schmales, graues Kostüm, das meine schlanke Figur betonte, mich aber ansonsten sehr anständig aussehen ließ. Der Rock ging mir bis zu den Kniekehlen, das Jackett war seriös geschnitten. Dazu ein einfaches Top, halterlose Strümpfe und keine Unterwäsche. Soviel Hedonismus musste sein, mir war einfach danach. Nach außen hin wollte, sollte ich verdammt tough aussehen, was innen los war, war ja wohl meine Sache. Einzig bei den Schuhen wählte ich nach einigem Hin und Her die aufreizende Variante: Geile zwölf Zentimeter hohe Pumps mit Bleistiftabsätzen. Die Alternative wären elegante, acht Zentimeter hohe Dinger gewesen, aber mir war einfach danach!

Knapp vor sieben die SMS von Freddy: „Bin da.“ Das lief alles sehr routiniert bei uns. Freddy wartete eine Ecke von meinem Wohnhaus entfernt, damit mich keiner meiner Nachbarn mit ihm sehen würde, und ich stöckelte runter, sobald ich fertig war. Ich trug noch schnell einen seriösen Lippenstift auf, dann machte ich mich auf den Weg.

„Gutes Outfit!“, begrüßte Freddy mich in einer Mischung aus Aufmunterung, Versöhnung, männlicher Anerkennung und fachlichem Urteil. Was man in zwei Worte nicht alles hineininterpretieren konnte!

„Deins auch!“, sagte ich aus Gewohnheit, denn Freddy war immer passend ausgezogen. Jetzt trug er einen Nadelstreifanzug, zu dem sein Fünf-Uhr-Schatten und das Muskelshirt nicht recht passen wollten. Unter dem Muskelshirt sah seine definierte Brust unwiderstehlich aus. Er war das Bild eines Zuhälters. Einer, der seine Pferdchen in der Hand hatte und sich nichts vormachen ließ. So einen brauchte ich heute, hatte Freddy entschieden. Mir war es immer ein wenig peinlich, wenn er sich so herausputzte, einerseits, weil ich viel zu selbstbewusst war, um mich tatsächlich gängeln zu lassen, und andererseits, weil er mich in diesen Outfits immer ein wenig heiß machte. Und von Freddy hielt man sich, was leidenschaftliche Zuneigung betraf, lieber fern.

„Oh, ich habe noch meinen Bus-Ausweis in der Tasche. Ich lasse ihn in deinem Auto.“

„Ich nehme ihn zu mir, falls einer das Auto filzt.“

„Das passiert doch nicht!“

„Sonst heulst du wieder.“

„Ich heule nicht!“

„Und das eine Mal, als der Typ dich um die Hälfte der Kohle beschissen hat?“

„Nicht daran erinnern!“ Wir hatten schon eine Menge erlebt, Freddy und ich…

„Ist ja nur zu deinem Besten. Da um die Ecke ist es übrigens. Ich komme mit hoch und gehe wieder, wenn alles korrekt aussieht. Wenn du nicht willst, dass ich gehe, frag, ob es eine Fußbodenheizung gibt. Dann weiß ich, was Sache ist.“

Freddy bremste sein gemietetes BMW-Coupé mitten in einer biederen Wohnstraße. Ein mehrstöckiges Haus reihte sich an das andere, am Ende der Straße leuchtete ein ‚Pizzeria’-Schild. Hier sollte also ein neuer SM-Club aufgezogen werden. Konnte sich das rentieren? Wo sollten die Kunden ihre Autos parken?

„Also, raus mit dir! Bin schon sehr neugierig, was das noch wird. Besser, ich nehme meine Knarre mit und mische den Laden mal ordentlich auf, damit die Nachbarn eine Bürgerinitiative starten.“ Er grinste bissig.

„Blödsinn“, sagte ich und öffnete endlich die Autotür. Ein kleiner Schwall Aufregung überkam mich, und ich kämpfte ihn erfolgreich nieder. Wir studierten das Klingelschild und läuteten bei ‚H. G.’

Herr Gunther“, murmelte Freddy verächtlich.

Die Freisprechanlage schaltete sich ein.

„Kommt hoch!“, hörten wir Gunthers verzerrte Stimme. Immerhin hatte er mir die richtige Adresse gegeben!

Wir marschierten die zwei Stockwerke hinauf und fanden eine angelehnte Tür. Freddy grinste mich an und murmelte: „Diskretion ist alles. Dann hoffen wir mal, dass mich der Nachbar nicht durch den Türspion sieht.“ Freddy drückte die Tür ganz auf und ging mir voran in die Wohnung. Ich dachte immer, Freddy müsse ganz tolle Tricks auf Lager haben, um sich und seine Mädels im Notfall blitzschnell verteidigen und in Sicherheit bringen zu können. Aber eigentlich war nicht gesagt, dass er sich wirklich schlagen konnte. Ich jedenfalls hatte ihn noch nie in einer gefährlichen Situation erlebt.

„Ah, guten Tag! Interessante Gegend, die Sie sich für einen SM-Club ausgesucht haben!“, hörte ich Freddy vor mir sagen. Ich reckte mich, um über seine Schulter sehen zu können. Wir standen in einem kleinen Vorraum, und ich kam nicht an Freddy vorbei.

„Mit ‚interessant’ meinen Sie wohl langweilig. Guten Tag auch, hoffe, Sie haben gut hergefunden.“ Das war Gunthers etwas sonorere Stimme gewesen, und jetzt gab es einen männlichen Handschlag. Entschlossen zwickte ich Freddy in die Seite, um mich in den maskulinen Sozialisationsprozess reinzudrängen. Das war übrigens ein Wort, das ich von ein paar studierenden Freunden aufgeschnappt hatte. Ich bin zwar nicht blöd, aber außer Abi habe ich bildungsmäßig leider nichts vorzuweisen. Freddy jedenfalls sprang recht unmännlich gegen die Wand, nachdem ich ihn mit meinen kräftigen Fingern in die Seite gekniffen hatte, und gab damit endlich die Sicht auf Gunther frei, der nun auch mich geschäftsmäßig anlächelte und mir die Hand entgegenstreckte.

„Willkommen, Betti. Schön, dass du dich hergewagt hast. Lass uns gleich mit der Besichtigung beginnen!“

Wollen Sie wissen, wie es weiter geht?

Hier können Sie "Lust & Cash in Linstadt" sofort kaufen und weiterlesen:

Amazon

Apple iBookstore

ebook.de

Thalia

Weltbild

Viel Spaß!



Kaufen