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Lore-Roman - Folge 023

Inhalt

  1. Cover
  2. Impressum
  3. So groß die Schuld auch ist …
  4. Vorschau

So groß die Schuld auch ist …

Kann wahre Liebe alles verzeihen?

Von Regina Rauenstein

Achim und Alison Steinberger führen seit zehn Jahren eine außergewöhnlich glückliche Ehe. Da bringt Achim eines Nachts ein erschöpftes junges Mädchen ins Haus, das ihm beinahe in den Wagen gelaufen wäre. Liebevoll nimmt Alison die Fremde auf, pflegt sie gesund, und bald ist das heimatlose Mädchen die Haustochter der Steinbergers. Aus dem blassen, ausgemergelten Mädchen erblüht ein betörend schönes Geschöpf, von dem ein gefährlicher Zauber ausgeht.

Doch die blutjunge Janet ist nicht damit zufrieden, nur ein Dach über dem Kopf zu haben. Sie will mehr – will Achim Steinberger. Und um ihr Ziel zu erreichen, schreckt sie vor nichts zurück. Sie weiß ihre weiblichen Reize einzusetzen, sie tut alles, um dem Mann den Kopf zu verdrehen, sie gibt keine Ruhe, bis Achim sich von Alison löst – und ein Leben voller Unruhe und Leid auf sich nimmt …

Zornig legte Alison von Larsen den Hörer zurück und ging erregt im Zimmer auf und ab. Das war doch die Höhe! Nun ließ Silvia sie im letzten Augenblick im Stich. Seufzend blieb Alison stehen, starrte auf die bereits gepackten Koffer und zuckte resignierend die Schultern. Da war nichts zu machen. Also würde sie ihren Skiurlaub eben allein antreten müssen.

Hätte Alison in diesem Augenblick geahnt, wie anstrengend die lange Fahrt von Düsseldorf nach Seefeld in Tirol mit ihrem kleinen weinroten Wagen werden sollte, sie hätte es bestimmt vorgezogen, mit dem Zug zu fahren. So aber setzte sie sich am nächsten Morgen beim ersten Morgengrauen hinter das Steuer und fuhr los.

Zuerst schien es, als würde es ein schöner klarer Tag. Aber dann setzte kurz vor Frankfurt ein starker Regen ein, der in einen Wolkenbruch überging.

Kurz vor der Grenze ging der Regen in Schneeregen über und dann in heftiges Schneegestöber, sodass man die Hand vor den Augen nicht mehr sehen konnte. Fast wäre sie an dem Ortsschild von Seefeld vorbeigefahren.

Dicke graue Schneewolken bedeckten den Himmel, sodass es schon ganz dunkel war, als Alison ihren kleinen Wagen endlich vor ihrer Urlaubspension zum Stehen brachte. Gerade wollte sie befreit aufatmen, als der Wagen einen regelrechten Satz machte. Sie wurde nach vorne geschleudert und begriff schlagartig, dass ihr jemand hinten aufgefahren war.

Das hatte ihr noch gefehlt! Mit einem unterdrückten Laut kurbelte sie das Fenster herunter.

„Sie Dummkopf, können Sie denn nicht aufpassen?“, schrie sie, den Tränen nahe. Es war einfach zu viel: Die lange anstrengende Fahrt, das schlechte Wetter und nun auch noch der Unfall.

„Bremsen mitten auf der Straße – das habe ich gern, und dann auch noch ausfallend werden“, kam es genauso aufgebracht zurück. „Sie haben Ihren Führerschein wohl gefunden, sonst wüssten Sie, dass man rechts heranfahren muss, wenn man anhalten will.“

Wütend stieg Alison aus, ging um ihren Wagen herum und stand dann vor einem attraktiven Riesen, der sich sehr eingehend den Schaden betrachtete, den er angerichtet hatte.

„Na, das ist ja noch mal gut gegangen“, knurrte er und zeigte auf die kleine Delle in der Stoßstange. „Das bringe ich morgen wieder in Ordnung, so etwas mache ich mit links“, versicherte er mit einem breiten Grinsen.

So eine Frechheit, empörte sich Alison im Stillen. Anstatt sich zu entschuldigen, grinste er sie an, als wäre alles in schönster Ordnung.

Als habe er ihre Gedanken erraten, fuhr er jetzt gelassen fort: „Sie müssen doch zugeben, dass es nicht allein meine Schuld war. Man stoppt seinen Wagen nicht mitten auf der Straße, besonders dann nicht, wenn die Sicht so schlecht ist.“

Er fasste sie genauer ins Auge und schien sichtlich zufrieden zu sein mit dem, was er sah. Das Schmunzeln um seinen Mund vertiefte sich, und sie bemerkte plötzlich die kleinen Lachfältchen um seine Augen: „Aber darum soll keine Feindschaft zwischen uns entstehen“, fuhr er jetzt friedfertiger fort: „Ich werde natürlich für den Schaden aufkommen.“

„Das ist ja wohl das Mindeste, was ich erwarten kann“, fuhr Alison ihn gereizt an. Irgendwie machte seine Art sie wütend, reizte sie einfach, ohne dass sie sich erklären konnte, warum es so war. Im Grunde genommen war sie doch sonst recht großzügig und gar nicht nachtragend. „Schließlich sind Sie mir ja draufgefahren.“

Sein Grinsen schien noch breiter, noch unverschämter zu werden. In seinen braunen Augen – eigentlich sehr hübsche Augen, wie sie widerwillig bei sich feststellte – schienen kleine Teufelchen ihr Unwesen zu treiben.

„Stimmt“, gab er lächelnd zurück und schob mit einer schnellen Bewegung die rote Skimütze in den Nacken zurück. Braunes krauses Haar quoll jetzt hervor, fiel ihm in die Stirn. „Eigentlich müsste ich dem Zufall jetzt noch dankbar sein, denn wann hat man schon einmal das Glück, bei einer so hübschen, wenn auch kratzbürstigen Dame aufzufahren. Aber …“, fuhr er schnell fort, als er sah, wie sie zornig auffahren wollte, „nichts für ungut, ich rede nun mal so, wie mir der Schnabel gewachsen ist.“ Er kramte umständlich in seiner Jacke herum und holte dann seine Papiere hervor. Aber ehe er sie ihr reichen konnte, quietschten Bremsen. Dicht hinter seinem Auto kam ein supermoderner Sportwagen zum Stehen. Erschrocken schlug der junge Mann vor: „Machen wir zuerst einmal die Straße frei.“

Alison nickte zustimmend. Sie stieg wieder in ihren Wagen und fuhr ihn rechts heran. Im Rückspiegel sah sie, wie ihr Unfallgegner sich mit dem anderen Mann, der erregt ausgestiegen war unterhielt. Dann stieg auch er in seinen Wagen und lenkte ihn von der Straße. Minuten später tauchte er wieder neben ihr auf.

„So, nun wollen wir zuerst einmal diese dumme Geschichte aus der Welt schaffen. Hier, meine Papiere.“ Er war ernst geworden. „Aber darf ich auch Ihre Papiere sehen?“

Alison kam das alles auf einmal sehr überflüssig vor. Wegen der kleinen Delle an der Stoßstange solches Aufheben zu machen! Flüchtig wehrte sie ab und stieg entschlossen aus.

„Lassen wir den ganzen Unsinn“, sagte sie entschieden. „Im Grunde genommen bin ich ja schuld an dem Ganzen. Zudem ist mir ja kein Schaden erstanden. Es ist nicht die erste Beule, die mein Wagen abbekommen hat. Also lassen wir es auf sich beruhen.“

Sie öffnete den Kofferraum und nahm ihr Gepäck heraus.

„Darf ich Ihnen behilflich sein?“, erbot er sich sofort. Er wartete ihre Antwort erst gar nicht ab, sondern nahm ihr das Gepäck einfach aus der Hand. „Sie wohnen dort?“, wollte er wissen und deutete mit einer Kopfbewegung hinüber zu der Pension.

Alison war so überrumpelt, dass sie nur zustimmend nicken konnte.

„Gut gewählt. Frau Carmen ist eine gute Bekannte von mir, eine waschechte Spanierin. Bei ihr sind Sie gut aufgehoben.“

Nun musste Alison lachen, ob sie wollte oder nicht.

„Dann bin ich ja zufrieden. Wenn Sie es sagen, dann wird es wohl auch stimmen.“

Er sah sie mit einem schnellen prüfenden Seitenblick an, als wollte er sich vergewissern, ob sie ihn verspottete.

„Natürlich stimmt es. Schließlich spreche ich aus eigener Erfahrung. Seit Jahren komme ich hierher und wohne bei ihr. Ich sage Ihnen, Frau Carmen ist eine Perle. Aber davon können Sie sich ja selbst überzeugen.“

Alison hatte nur das eine herausgehört: Dass auch er in diesem Haus zu wohnen schien. Mit einem Ruck blieb sie stehen und sah ihn überrascht an.

„Wollen Sie damit sagen, dass Sie auch hier wohnen?“

„Ja, das sagte ich doch bereits.“

Sie hatten das Haus betreten. Eine sehr hübsche, noch sehr jugendlich wirkende Frau, deren pechschwarzes Haar wie Ebenholz glänzte, trat schnell auf sie zu.

Der Mann stellte die Koffer hin.

„Ein neuer Gast, Frau Carmen“, verkündete er vergnügt.

„Aber Herr Steinberger, warum tragen Sie denn die Koffer? Dafür ist doch unser Hausdiener da!“ Die Frau schüttelte vorwurfsvoll den Kopf. Ihre dunklen Augen sahen den Mann mit einem Blick an, in dem Alison eine versteckte Zärtlichkeit wahrzunehmen glaubte. Dann aber wandte sich die Frau ihr zu. „Sie haben bei mir Zimmer bestellt?“, fragte sie höflich.

Zustimmend nickte Alison. „Ja, zwei Zimmer, für meine Freundin und für mich. Leider ist meine Freundin verhindert, Frau Carmen. Ich bitte Sie, über ihr Zimmer weiter zu verfügen. Ich hoffe, es bereitet Ihnen keine Schwierigkeiten?“

Lebhaft wehrte die Frau ab. „Das Zimmer werde ich mit Leichtigkeit los, darüber brauchen Sie sich keine Gedanken zu machen, Fräulein …?“ Sie zögerte und sah Alison fragend an.

„Larsen, Alison Larsen“, stellte das Mädchen sich schnell vor.

Frau Carmen hatte ihr Buch aufgeschlagen, nickte zustimmend.

„Fräulein von Larsen aus Düsseldorf, nicht wahr? Bitte, würden Sie sich hier eintragen?“

Alison trug sich ein, schob der Frau dann das Buch wieder zu.

Frau Carmen winkte einen etwas älteren Mann herbei.

„Seppl, bringen Sie dem Fräulein die Koffer auf ihr Zimmer.“ Sie reichte Alison die Zimmerschlüssel. „Ich hoffe, es wird Ihnen hier gefallen und wünsche Ihnen einen schönen Urlaub.“

Alison bedankte sich, wandte sich dann zum Gehen, nicht, ohne sich mit einem schnellen Blick davon überzeugt zu haben, dass ihr Unbekannter verschwunden war. Aber da sie ja hier in der gleichen Pension wohnten, würde es nicht ausbleiben, dass sie sich hin und wieder sahen.

Eigentlich sah er sehr nett aus, dieser Herr Steinberger. Groß, stattlich, genau der Typ Mann, der einer Frau gefährlich werden konnte. Und er schien es auch zu wissen, denn sonst würde er wohl kaum so selbstbewusst auftreten.

Alison zuckte die Schultern. Diese Art Männer hatten bei ihr nur wenig Chancen. Zudem war sie eine überzeugte Junggesellin und dachte es auch weiterhin zu bleiben. Hin und wieder einmal ein kleiner Flirt – ja, dem war sie nicht abgeneigt, aber es wurde nie etwas Ernsthaftes daraus. Und sie gehörte nun einmal zu dem altmodischen Typ von Frauen, die noch an die große Liebe glaubten und darauf warteten.

Verrückt, wie ihre Freundin Silvia immer wieder behauptete. Große Liebe und viele Gefühle waren heute nicht mehr „in“. Dabei war es gerade Silvia, die jedes Mal schwor, nun endlich die große Liebe gefunden zu haben und sich jedes Mal völlig an den betreffenden Mann verlor, um am Ende doch wieder mit leeren Händen dazustehen.

Nein, für solche Art von Liebe bedankte sie sich. Sie wollte alles oder gar nichts. Auch allein konnte das Leben ganz hübsch sein. Alison hatte einen Beruf, der sie voll und ganz ausfüllte. Und sie hatte einen großen Freundeskreis, ihren Sport, und liebte es zu reisen. Was also wollte sie noch mehr?

Es war ein sehr hübsches gepflegtes Zimmer, das sie nun betrat. Seppl, der alte Hausdiener, stellte ihre Koffer neben dem Bett ab, fragte, ob das Fräulein noch Wünsche hätte, und als Alison verneinte, zog er sich zurück.

Alison merkte plötzlich, wie müde und erschöpft sie war. Sie hatte keine Lust, sich noch einmal umzukleiden, um an dem gemeinsamen Essen teilzunehmen. Sie verzehrte den Rest ihres Reiseproviants, duschte und kroch dann ins Bett. Minuten später war sie bereits fest eingeschlafen.

***

Am nächsten Tag schneite es zwar noch immer, aber der Himmel hatte sich aufgehellt. Flink kleidete Alison sich an. Sie konnte es kaum erwarten, endlich auf den Brettern zu stehen.

Nach einem kräftigen Frühstück brach sie auf. Vergebens hatte sie Ausschau nach dem jungen Riesen von gestern gehalten. Als sie vor das Haus trat, die Skier geschultert, war von den Bergen kaum etwas zu sehen. Sie schienen im grauen Dunst verschwunden zu sein. Da sie sich hier noch nicht richtig auskannte, schloss sie sich einer Truppe Skifahrer an, die zur Seilbahn gingen. Alle waren unter den Mützen und Schneebrillen vermummt, und auch sie zog ihre Mütze tiefer in die Stirn und setzte ihre Schneebrille auf.

Oben angekommen, stand sie einen Moment unschlüssig da. Sie kannte das Skigelände noch nicht und hielt es für besser, den anderen nachzufahren.

Aber das war leichter gesagt als getan. Die Sicht war schlecht, und da es in diesem Winter das erste Mal war, dass sie auf Skiern stand, wollten die Schwünge und Drehungen nicht so recht klappen. Zweimal purzelte sie hin, rappelte sich wieder auf, wütend auf sich selbst.

Hoch, tief, hoch, kommandierte sie still für sich, als sie zum dritten Versuch ansetzte. Und auf einmal schien es zu gehen. Sie gewann immer mehr an Fahrt. Erschrocken erkannte sie, dass der Hang immer steiler wurde, sie hatte die Kontrolle über ihre Skier verloren, und dann schloss sie entsetzt die Augen, als sie einen Skiläufer sah, der direkt in ihrer Schusslinie war.

Alison wollte schreien, ihn warnen, sie versuchte verzweifelt, auszuweichen, aber es war schon zu spät. Sie fuhr direkt auf den Skifahrer zu, und beide kullerten den Hang hinunter.

Benommen blieb Alison liegen. Sie fühlte einen stechenden Schmerz in ihrem linken Fuß.

„Auch das noch“, stöhnte sie, richtete sich dann aber erschreckt auf, um Ausschau nach dem Leidensgenossen zu halten.

Da tauchte neben ihr aus dem Tiefschnee eine rote Mütze auf. Das von der Sonne gebräunte Gesicht war mit Schnee bedeckt. Der Mann prustete erst ein paar Mal kräftig, schüttelte sich wie eine nasse Katze, starrte sie dann an, als müsse er sich erst einmal besinnen, was eigentlich geschehen war.

„Nanu, wen haben wir denn da?“, hörte Alison wie aus weiter Ferne seine dunkle verblüffte Stimme, und sie hätte sich am liebsten ganz tief in den Schnee hinein verkrochen.

Ausgerechnet dieser Steinberger! In ihrer Bestürzung vergaß sie sogar für einen Moment den Schmerz in ihrem Knöchel.

„Nein, das kann doch nicht wahr sein – ausgerechnet Sie?“, stöhnte sie und sank in den Schnee zurück.

Er hatte sich unterdessen aus dem Tiefschnee befreit, was kein leichtes Unterfangen war. An seinen langen dunklen Wimpern hingen noch winzige Schneeflocken, auch auf seiner Nase saß ein Klümpchen Schnee, was seinem Gesicht einen komischen Ausdruck gab.

„Nanu, Fräulein Alison? Sie hier zu treffen, damit hätte ich nicht gerechnet, nachdem ich gestern Abend und heute Morgen vergeblich nach Ihnen Ausschau gehalten habe.“ Seine Augen lachten schon wieder, und die kleinen Teufelchen schienen wieder ihr Unwesen darin zu treiben. „Das nenne ich ausgleichende Gerechtigkeit. Sie handeln wohl nach dem Leitspruch: Aug um Aug, Zahn um Zahn.“

Empört versuchte sie hochzukommen, sank aber mit einem kleinen Schmerzenslaut wieder zurück.

Sofort wich der Übermut aus seinem braunen Gesicht. Er kniete neben ihr nieder, sah den verdrehten Fuß und löste mit einem schnellen Griff die Bindung.

„Haben Sie sich verletzt?“ Die ehrliche Besorgnis in seiner Stimme tat ihr wohl.

Sie biss die Zähne zusammen. „Es tut etwas weh, aber es wird wohl nicht so schlimm sein.“

Mit seiner Hilfe stand sie auf, sank aber fast bis zur Hüfte in den Tiefschnee.

„Halten Sie sich an mir fest, wir schaffen es schon“, tröstete er sie zuversichtlich.

Er schien sich hier sehr gut auszukennen, denn schon nach wenigen Minuten hatten sie die Mulde hinter sich gelassen. Er hielt sie fest, damit sie genügend Halt hatte, um wieder in ihre Bindung einzusteigen.

„Geht es oder wollen Sie lieber aufgeben? Ich bringe sie gern zur Gondel hinüber“, erbot er sich. „Vielleicht ist es doch besser, Sie schonen Ihren Fuß heute etwas?“

Sie wehrte entschieden ab. „Ich komme schon allein zurecht, Herr Steinberger. Vielen Dank auch für Ihre Hilfe. Ich weiß gar nicht, wie der Zusammenprall geschehen konnte. Ich habe mich wie eine Anfängerin benommen.“ Das klang etwas beschämt.

Er lachte fröhlich und wehrte ab. „Ich nenne es ausgleichende Gerechtigkeit, Fräulein Larsen. Gestern bin ich Ihnen draufgefahren, und heute Sie auf mich. Nun sind wir quitt, oder?“ Er reichte ihr mit einem offenen Lächeln die Hand, und sie schlug ohne zu zögern ein.

„Wenn Sie es so sehen, dann sind wir quitt, Herr Steinberger.“ Ihr war auf einmal ganz sonderbar froh und leicht ums Herz.

Später, als sie im Lift stand und ins Tal hinunterfuhr, fragte sie sich verwundert, ob dieses Gefühl wohl mit dem Mann zusammenhing, dessen Fröhlichkeit so etwas Ansteckendes hatte.

***

Die Tage vergingen wie im Flug. Sie wurden für die beiden jungen Menschen zu einem schönen Traum, in dem all ihre Sehnsucht Erfüllung fand.

Alison wusste, dass dieser Mann ihr Schicksal war, dass sie in all den Jahren nur auf ihn gewartet hatte. Und sie wusste auch mit seliger Gewissheit, dass ihre Gefühle erwidert wurden, auch ohne dass er es ihr immer wieder schwor.

Sie wehrte sich nicht, als er sie leidenschaftlich in seine Arme zog. Sie schmiegte sich an ihn, als habe sie nur auf diesen Augenblick gewartet, und sie nahm seine Zärtlichkeit hin wie ein wundervolles Geschenk.

„Ich liebe dich, Alison, ich liebe dich. Ich gebe dich nie wieder her.“ Er ergriff ihre Hände, bedeckte sie mit Küssen. „Bleib für immer bei mir. Bitte, werde meine Frau.“

Sie stand ganz still und sah ihn an. Aus ihren Augen brach ein Leuchten, das mehr verriet, als es viele beschwörende Worte vermocht hätten.

„Ich will deine Frau werden, Achim. Ich liebe dich, und ich will alles tun, um dich glücklich zu machen.“

Er hielt ihre Hände zärtlich in den seinen.

„Du und ich – ich und du – nichts anderes zählt mehr auf der Welt.“ Und plötzlich hob er sie hoch, schwenkte sie jauchzend herum, dass sie leise aufschrie und sich an ihn klammerte. „Das wird ein Leben, Ali!

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