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Liselotta bleibt daheim

Michael Falkenauge

Liselotta bleibt daheim

und andere Zuhausebleib-Geschichten

Mit Illustrationen von Sylvia Stern

Inhalt

Liselotta bleibt daheim

Der kleine Keim

Liselotta's schöne Welt

Lollibot muss zum Zahnarzt

Das eingesperrte Gespenst

Das Picknick

Das Versteck-Eck und die Reise in die Wassertropfenwüste

Die Kinderzimmer-Verschwörung

Liselotta bleibt daheim

Mit ihren Ellbogen auf der Fensterbank und ihrem Kopf auf den Händen liegend starrte Liselotta gelangweilt und genervt aus dem Fenster. Die Sonne schien, es war wunderbar warm, doch sie musste zu Hause bleiben und durfte nicht nach draußen. Nein, auch ihre Freundinnen und Freunde durften nicht zum Spielen kommen.

„So ein Mist! Ich will da raus!“, grummelte sie vor sich hin und hoffte, dass ihre Eltern, die beide da waren, doch an ihren Schreibtischen saßen und arbeiten mussten, sie hörten.

Als niemand antwortete, wiederholte sie es, diesmal lauter: „So ein Mist! Ich will ra-haus!“ Doch auch dieses Mal reagierte niemand darauf.

Traurig drehte sie sich um und setzte sich auf den flauschigen Teppich in ihrem Zimmer. „Immer müssen die arbeiten. Immer ist alles andere wichtiger. Und ich darf nicht raus“, murmelte sie.

Es war für alle eine schwierige Zeit, weil alle zu Hause bleiben mussten. Denn es ging eine Krankheit um die ganze Welt, die das Leben für alle Kinder und Erwachsenen schwieriger machte.

Niemand sollte sich anstecken, weil diese Krankheit so gefährlich war, dass manche, vor allem ältere Menschen, sogar daran starben. Das war auch der Grund, weshalb der Kindergarten geschlossen war.

„Das verstehe ich ja alles“, dachte Liselotta, „doch warum können Mama und Papa nicht wenigstens ein bisschen mit mir spielen? Wieso müssen die denn den ganzen Tag arbeiten, arbeiten, arbeiten?“

Da hatte sie plötzlich eine Idee. „Wenn sie schon keine Zeit für mich haben, dann habe ich eben Zeit für sie.“ Nun musste sie etwas grinsen, denn sie hatte eine Idee.

Sie schlich ganz leise in die Küche, damit sie bloß niemand hörte und schloss die Tür. Nun holte sie sich eine Schüssel und füllte etwas Mehl hinein. „Papa backt doch jeden Samstag einen Kuchen“, dachte sie. „Da hab‘ ich schon so oft zugesehen und deswegen weiß ich doch schon in - und auswendig, wie er das macht!“ Sie kippte Zucker und Backpulver dazu. „Und damit der Kuchen richtig lecker wird, muss da noch ganz viel Schokolade rein“, flüsterte sie sich selber zu.

Liselotta erinnerte sich daran, dass ihre Mama immer Milch in einen Topf goss und Kakaopulver hineinrührte. „Dann muss das nur noch heiß werden. So heiß, bis es dampft“, freute sie sich. „Bestimmt macht man das so“, war sie sich sicher, „und dann muss ich den heißen Kakao bestimmt nur in die Schüssel mit dem Mehl und dem Zucker kippen und zu einem Teig rühren.“ Und so begann sie also nun, Milch in einem Topf auf den Herd zu stellen, Kakaopulver hineinzuschütten und die Herdplatte so heiß einzustellen, wie es ging. „So. Das dauert jetzt bestimmt eine Weile“, versicherte sich Liselotta. Sie setzte sich an den Küchentisch und blätterte in einem Magazin, das da lag, um sich die Zeit, bis der Kakao fertig wäre, etwas zu verkürzen.

In dem Magazin, das Liselotta sich anschaute, waren tolle Bilder von Blumen und Tieren und so vergaß sie etwas die Zeit.

Plötzlich hörte sie ein lautes „Zischhh!“

„Oh nein!“ rief sie.

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