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Liebe und Leid

1. KAPITEL

Es schien unausweichlich zu sein, dass Moritz und Theresa sich küssten. Doch im allerletzten Moment zog sie sich von ihm zurück.

„Ich …“, flüsterte sie und schüttelte aufgewühlt den Kopf.

„Was ist denn los?“, fragte er zärtlich.

„Das … ist alles gerade etwas zu viel für mich.“ Vollkommen überfordert stand sie da.

„Ich liebe dich, Theresa. Noch immer.“ Er wollte nach ihrer Hand greifen, aber sie ließ es nicht zu.

„Ich habe das Gefühl, mein ganzes Leben löst sich gerade in Luft auf“, erklärte sie und sah ihn dabei beinahe flehend an.

„Das kenne ich“, erwiderte er mit einem schiefen Grinsen.

Sie wandte sich ab und ging zur Tür des Blauen Salons. „Es tut mir leid. Ich muss jetzt allein sein.“

Der intime Moment zwischen ihnen hatte beide verstört. Aber Moritz hatte neue Hoffnung geschöpft. Es gab noch eine Chance, Theresas Liebe zurückzugewinnen!

Was war denn da gerade passiert? Wie benommen lief Theresa durch den Park. Sie waren sich plötzlich wieder so nahe gewesen. Da war noch immer etwas zwischen ihnen. Und ihr Herz klopfte wie verrückt. Wie konnte das sein? Sie liebte Konstantin! Und sie hätte sich fast von Moritz küssen lassen. Es war wie früher gewesen. Ohne Bitterkeit und Vorwürfe. Als hätten sie die Zeit übersprungen – und alles, was passiert war …

Doris verlangte derweil von Werner, dass er Elena Majoré fristlos kündigte.

„Dein Sohn ist in Handschellen abgeführt worden!“, empörte sie sich. „Vor den Gästen, vor dem Personal! Wie ein Schwerverbrecher! Nur wegen dieser Zigeunerin!“

„Immerhin steht Frau Majoré zu ihrem Fehler“, hielt der Senior dagegen. „Soll ich sie dafür bestrafen, dass sie den Mut hatte, ihre Falschaussage zu revidieren?!“ Die Hauptsache war doch, dass der Mordvorwurf nun entkräftet war. Und Konstantin einen fairen Prozess bekommen würde.

„Hast du schon mal an die Konsequenzen für dich und das Hotel gedacht?“, giftete Doris. „Diese Frau Majoré ist eine Lügnerin! Ganz egal, ob sie ihre Aussage zurückgezogen hat oder nicht. Wenn du ihr keine Grenzen aufzeigst, machst du dich vor deinen Mitarbeitern lächerlich!“

„Das lass mal meine Sorge sein“, knurrte er. Er würde mit dem Mädchen reden. „Alles Weitere entscheide ich dann.“

„Zehn Minuten Pause für alle! Frau Majoré, André, ihr bleibt bitte hier!“

André passte es gar nicht, dass sein Bruder sich wieder einmal aufführte, als wäre er der Herrscher über die Küche. Elena hingegen ließ sofort den Kopf hängen. Sie konnte sich schon denken, worum es ging.

„Frau Majoré hat Konstantin und Doris eines Mordkomplotts gegen Moritz bezichtigt“, wetterte Werner nun. „Für das sie allerdings keinerlei Beweise hat.“

„Stimmt das?“, fragte André verblüfft und blickte Elena an.

Die nickte notgedrungen. „Es war falsch, ich weiß“, gab sie zu. „Darum habe ich meine Aussage widerrufen.“

„Warum haben Sie meinen Sohn überhaupt belastet?“, herrschte Werner sie an. „Können Sie mir das bitte mal erklären?“

„Er hat Moritz das Leben gestohlen!“, brach es da aus ihr heraus. „Er sollte nicht ungestraft davonkommen.“

„Und deswegen schwingen Sie sich zu seinem Richter auf?!“ Wütend funkelte der Senior sie an.

„Ich weiß, es war falsch.“ Elena atmete tief durch.

„Und Sie meinen, damit hat sich das jetzt erledigt?“

André wollte seine Mitarbeiterin in Schutz nehmen. „Ach komm, Werner, lass es gut sein. Sie wollte Moritz helfen. Und sie hat ihren Fehler doch eingesehen.“

„Konstantin sitzt aber immer noch im Gefängnis!“, ereiferte sich sein Bruder. „Ihretwegen!“

„Nein, wegen dem, was er getan hat!“, widersprach Elena aufgewühlt.

„Sie sind also der Ansicht, dass man die Konsequenzen seines Handelns tragen sollte?“ Sie nickte entschieden. „Schön. In dem Punkt sind wir uns einig. Und deshalb sind Sie hiermit entlassen. Fristlos.“

„Das kannst du nicht machen!“, protestierte André, aber Werner hatte seine Entscheidung getroffen.

„Oh doch, das kann ich machen“, stellte er gelassen fest. „Wegen sittlicher Verfehlung. Außerdem haben Sie dem Ruf des Hotels geschadet.“ Kühl nickte er der unglücklichen Elena zu. „Also bitte. Und schicken Sie die Küchenmannschaft wieder rein.“

Es gelang ihr kaum, Haltung zu bewahren, als sie die Küche verließ.

Tränen liefen Elena über die Wangen, als sie aus dem Hotel trat. Und so sah ausgerechnet Theresa sie.

„Danke, dass du die Aussage gegen Konstantin zurückgenommen hast.“ Auch Theresa kostete es einige Überwindung, Elena anzusprechen. „Ich musste mit Kommissar Meyser darüber reden. Ich hoffe, das verstehst du. Konstantin sitzt unschuldig im Gefängnis.“

„Unschuldig ist ja wohl kaum das richtige Wort.“ Höhnisch lachte Elena auf.

„Er steht zu dem, was er getan hat“, verteidigte Theresa ihren Mann gereizt. „Aber deine Unterstellung, er wollte Moritz umbringen, um seinen Platz einzunehmen … Damit hättest du sein Leben zerstört.“

„So wie ihr das von Moritz?“, entgegnete Elena böse. „Du heiratest einfach den Bruder deiner ach so großen Liebe und willst mir moralische Vorträge halten?“

Theresa seufzte. Sie konnte diesem Vorwurf nicht viel entgegensetzen. „Ich rechne es dir jedenfalls hoch an, dass du die Wahrheit gesagt hast.“

„Tja, nur leider sieht das nicht jeder so“, meinte Elena bitter. „Herr Saalfeld hat mich gerade gefeuert.“

„Das tut mir leid.“ Theresa war ehrlich erschrocken.

Aber Elena schenkte ihr nur einen abfälligen Blick und ließ sie stehen.

Zu Hause bei den Sonnbichlers gestand sie Hildegard, dass sie eine Falschaussage gemacht hatte, um Moritz zu helfen. Und natürlich fand Hildegard das ganz und gar nicht gut.

„Du liebe Zeit!“, rief sie. „Was hast du dir nur dabei gedacht?!“ Hilflos zuckte Elena die Achseln. „Liebst du Moritz immer noch?“ Elenas Schweigen war Frau Sonnbichler Antwort genug. „Und ein bisschen wolltest du dein schlechtes Gewissen beruhigen, oder? Weil du ihm so lange vorenthalten hast, wer er wirklich ist.“ Auch damit hatte sie recht. „Aber man macht ein Unrecht nicht mit einem anderen wieder gut, Elena.“

„Das ist mir dann ja auch klar geworden“, flüsterte Elena. Und sie konnte froh sein, dass Kommissar Meyser nur ein Bußgeld gegen sie verhängt hatte – weil sie die Falschaussage so schnell wieder zurückgenommen hatte. „Die eigentliche Strafe ist, dass ich meinen Job verloren habe. Und jetzt hier wegmuss. Es tut mir leid, dass ich Sie so enttäuscht habe, Frau Sonnbichler.“ Elena sah keinen anderen Weg, als ihre Sachen zu packen und zurückzugehen zu ihrer Familie.

„Nein, Elena, das wirst du nicht tun“, meinte Hildegard da. „Freunde sind doch dazu da, einem in schlechten Zeiten zu helfen.“ Jeder machte Fehler. Und immerhin sprach es für Elena, dass sie ihren eingestand. „Und jetzt haben wir genug über Schuld und Sühne geredet. Überlegen wir lieber, wie du wieder auf die Beine kommst. Und natürlich bleibst du auch weiterhin bei uns wohnen.“

Elena war so dankbar, dass sie kaum etwas sagen konnte. Und Frau Sonnbichler hatte auch schon eine Idee, wo sich das Mädchen in Zukunft nützlich machen konnte: Der Essensservice für die Senioren im Dorf suchte jemanden, der die Mahlzeiten auslieferte. Das wäre doch ein Job für Elena, zumindest fürs Erste.

Rosalie trank ihren Kaffee in der Pianobar. Und dort entdeckte sie Gitti.

„Ja, ich weiß, ich habe hier nichts zu suchen“, flötete Rosalie. „Ich warte nur auf Herrn Konopka. Geschäftlich.“

„Trink aus und geh dann einfach, okay?“ Gitti blieb souverän. „Und erledige deine Termine bitte künftig in der Brauerei.“

Rosalie beschloss, das Gespräch in eine andere Richtung zu lenken. „Ich hab’s mir nicht ausgesucht, dass mich unser Vater wegen seiner neuen Freundin vor die Tür gesetzt hat und ich bei meinem Exfreund einziehen musste.“ Das Wort „Exfreund“ betonte sie genüsslich.

„Da Frau Saalfeld ja jetzt wieder in ihrer alten Wohnung lebt, zieh doch zurück zu Papa“, konterte Gitti.

„Würdest du noch bei deinen Eltern wohnen wollen?“, erwiderte Rosalie selbstmitleidig.

„Genauso ungern wie bei meinem Ex“, schoss Gitti zurück.

„Süß, wie eifersüchtig du bist“, spottete ihre Halbschwester.

„Dir ist hoffentlich klar, dass das nicht ewig dauert.“ Langsam verlor Gitti die Geduld. „Ich kann dir nur raten, dir schleunigst was Eigenes zu suchen. Lange wirst du in der Scheune nämlich nicht mehr wohnen. Zum Glück bist du es ja gewöhnt, überall rauszufliegen.“

Das hatte gesessen. Am liebsten wäre Rosalie ihrer Schwester an die Gurgel gegangen. „An Michaels Stelle würde ich mir das gut überlegen.“ Ein drohender Ton lag plötzlich in Rosalies Stimme. „Ich wohne da inoffiziell. Wäre doch blöd, wenn der Vermieter das zufällig erfährt.“

„Wie bitte?!“ Fassungslos starrte Gitti ihre Halbschwester an. Rosalie wollte noch einen Schluck von ihrem Kaffee trinken, aber Gitti nahm ihr die Tasse aus der Hand. „Es ist Zeit für dich zu gehen.“

Gitti dachte nicht daran, diese Sache auf sich beruhen zu lassen. Sie sprach mit André. Der eigentlich nicht die geringste Lust darauf hatte, in den Dauerstreit zwischen den Schwestern hineingezogen zu werden.

„Dieses Mal betrifft Rosalies Attacke in erster Linie Sie und Michael“, sagte Gitti energisch. „Sie hat gedroht, euch beim Vermieter anzuschwärzen. Weil sie inoffiziell zur Untermiete wohnt.“

„Wie bitte?!“ André blieb der Mund offen stehen.

„Für den Fall, dass sie aus der Wohnung fliegt“, fuhr Gitti fort. „Das ist eindeutig Erpressung.“

„Sie haben wohl nicht mehr alle Schindeln auf dem Dach!“ Empört baute sich André im Brauereibüro vor Rosalie auf. „Uns beim Vermieter anzeigen? Ist das der Dank dafür, dass wir Sie aufgenommen haben, als Sie nicht wussten, wohin?“

Rosalie schluckte. Ihre Schwester hatte also gleich gepetzt. „Gitti muss da etwas falsch verstanden haben“, behauptete sie nun.

„Verkaufen Sie mich nicht auch noch für dumm!“, raunzte der Chefkoch sie an. „Dafür kennen wir uns zu lange.“

Seufzend knickte sie ein. „Okay, ich habe vielleicht bei Gitti ein bisschen dick aufgetragen …“, gab sie zu. „Aber dieses Biest war so unverschämt …“

„Frau Engel, die Einzige, die hier ständig provoziert, sind Sie!“, wies André sie zurecht. Sie senkte den Blick. „Ich kann ja verstehen, dass es nicht leicht für Sie ist, Michael und Gitti zusammen zu sehen“, fuhr er nun etwas milder fort. „Aber finden Sie sich damit ab!“

„Das kann ich nicht!“, platzte sie heraus. „Michael ist der Mann, den ich will! Und der perfekt zu mir passt. Es macht mich wahnsinnig, Gitti an seiner Seite zu sehen!“ Sie begann zu schluchzen. „Habe ich nicht auch ein Recht darauf, glücklich zu sein?“

„Natürlich“, entgegnete André. „Aber nicht mit dem Mann Ihrer Schwester. Michael hat sich nun mal für Gitti entschieden. Die beiden lieben sich.“ Und Rosalie war es schließlich selbst gewesen, die die Beziehung mit Michael an die Wand gefahren hatte. Niemand hatte sie gezwungen, eine Affäre mit Jacob Krendlinger zu beginnen.

„Ja, ich hätte Michael nie betrügen dürfen“, räumte sie trotzig ein. „Aber da wusste ich noch nicht, dass er der Richtige für mich ist.“

„Sie müssen akzeptieren, dass Sie ihn verloren haben“, mahnte André. „Und Sie wohnen nur unter der Bedingung bei uns, dass Sie Michael in Ruhe lassen. Halten Sie sich daran! Das ist Ihre allerletzte Chance!“

Widerwillig versprach Rosalie, in Zukunft ihre Finger von Michael zu lassen. Dabei entwickelte sie in Wirklichkeit schon einen neuen Plan. Was wäre, wenn sie ihn glauben ließ, sie sei mit einem anderen Mann zusammen? Würde er dann vielleicht eifersüchtig werden?

Rosalies Wahl fiel auf Xaver. Sie köderte den Portier mit der Aussicht, Model für Burger Bräu zu werden. Natürlich zögerte er zunächst – er sollte sich als Rosalies neuer Freund ausgeben? Das glaubte ihnen doch kein Mensch. Aber Frau Engel war nun mal mit der ihr eigenen Hartnäckigkeit gesegnet, und so erklärte er sich schließlich dazu bereit.

Rosalie lungerte daraufhin eine Weile an der Rezeption herum. Und bald bot sich eine Gelegenheit: Gitti kam aus dem Büro. Auf der Stelle begann Rosalie, auf Teufel komm raus mit Xaver zu flirten. Und der spielte mit. Irritiert sah Gitti vom einen zum anderen. Sie war so verwundert, dass sie sogar vergaß, Rosalie hinauszuwerfen.

Moritz saß auf einem Baumstamm am See und starrte gedankenverloren aufs Wasser. Theresa kam des Weges – sie war noch immer aufgewühlt von der Auseinandersetzung mit Elena. Nun entdeckte sie Moritz. Und der schien ihren Blick gespürt zu haben und wandte sich zu ihr um. Innig sahen sie sich in die Augen. Langsam ging Theresa auf ihn zu und setzte sich dann wortlos neben ihn. Gemeinsam betrachteten sie den See. Und für beide fühlte es sich an, als würden sie wie früher zusammengehören.

Nach einer Weile erhoben sie sich und spazierten am Seeufer entlang. Nun sprachen sie auch miteinander.

„Als wir uns das erste Mal gesehen haben, hätten wir auch nicht gedacht, dass das alles passieren würde, oder?“, sagte Moritz.

Theresa schüttelte den Kopf. Niemals würde sie ihre erste Begegnung vergessen. Vor der Brauerei. Der Wasserschlauch hatte sich selbstständig gemacht, und sie waren beide klatschnass geworden. Dann hatte Moritz einen ihrer Schuhe entführt – weil sie sich geweigert hatte, ihn nach Schanghai zu begleiten. Gemeinsam schwelgten sie in Erinnerungen.

„Wünschst du dir auch manchmal eine Zeitmaschine?“, fragte Moritz nach einer Weile.

„Die gibt es leider nicht“, entgegnete sie seufzend. „Und deswegen müssen wir mit all den Fehlern leben, die wir gemacht haben. Und versuchen, daraus zu lernen. Oder hoffen, dass man sie uns verzeiht.“ Sie sah ihm in die Augen. Wieder waren sie einander so nahe. Und wieder wurde Theresa diese Nähe zu viel. Sie riss sich förmlich von ihm los. „Ich muss zurück.“

Er nickte. „War schön, mit dir zu reden“, flüsterte er.

Erneut hatte Theresa die Begegnung mit Moritz vollkommen durcheinandergebracht. Sie musste sich entscheiden, das stand fest. Sie konnte nicht ewig zwischen den beiden Brüdern stehen. So ging es einfach nicht mehr weiter. Aber noch war Konstantin im Gefängnis. Sie konnte ihn in dieser Situation doch nicht einfach im Stich lassen! Außerdem hatte sie sich ja schließlich in Konstantin verliebt. Und wenn es Moritz nicht gäbe … Aber es gab ihn nun mal. Es war nicht fair, Konstantin weiter etwas vorzumachen. Es war besser, so schnell wie möglich einen Schlussstrich zu ziehen.

Später saß Moritz an einem der Tische im Restaurant und las Zeitung. Seine Mutter kam zu ihm und bat ihn, sich zu ihm setzen zu dürfen – aber er wies sie ab. Für diese Verletzung revanchierte sich Doris umgehend.

„Es interessiert dich bestimmt, dass Werner deine kleine Roma-Freundin heute gefeuert hat“, sagte sie triumphierend.

„Warum?“ Empört richtete sich Moritz auf.

„Wegen ihrer Falschaussage natürlich“, antwortete Doris von oben herab. „So jemand ist in einem Fünfsternehotel einfach untragbar. Findest du nicht?“

„Ich finde vor allem, dass es unfair ist!“, rief er wütend.

Nun kam auch Werner zu den beiden. Er war mit Doris verabredet. Und Moritz verlangte von ihm, dass er Elena sofort wieder einstellte.

„Tut mir leid, aber das werde ich nicht“, erklärte der Senior energisch.

„Ich dachte, du stehst auf meiner Seite“, beklagte sich Moritz.

„Das tue ich auch“, versicherte sein Vater. „Aber hier geht es um grundsätzlichere Probleme, die du nicht einschätzen kannst.“

Moritz stand wortlos auf und ging. Werner wollte ihm folgen, aber Doris hielt ihn zurück.

„Lass“, meinte sie. „Das hat jetzt keinen Sinn.“

Moritz war sofort zu den Sonnbichlers gegangen, um mit Elena zu reden. Es tat ihm unendlich leid, dass sie seinetwegen ihren Job verloren hatte.

„Ich habe schon mit meinem Vater gesprochen, aber er schaltet leider auf stur“, berichtete Moritz unglücklich. „Wenn ich dir irgendwie helfen kann …“

Elena schüttelte den Kopf. „Ich kann mir immer noch nicht verzeihen, dass ich dir nicht gleich gesagt habe, wer du bist“, gestand sie.

Gerührt nahm er ihre Hand. „Elena, du hast so viel für mich getan. In der ersten Zeit nach dem Unfall. Was wäre unsere Freundschaft wert, wenn ich das vergessen würde?“

„Danke“, flüsterte sie.

Er versprach, sich noch einmal bei seinem Vater für sie einzusetzen. „Am besten, wenn meine Mutter nicht dabei ist. Dann habe ich vielleicht bessere Karten.“

„Sieh erst mal zu, dass du dein Leben wieder auf die Reihe kriegst und zur Ruhe kommst“, mahnte sie.

Aber er dachte gar nicht daran, sie mit ihren Sorgen alleinzulassen.

2. KAPITEL

„Rosalie und Xaver Steindl? Nie im Leben!“ Gitti und Michael hatten gerade eingekauft, um in der Scheune zu kochen. Und Gitti hatte ihm von dem heißen Flirt berichtet, den sie an der Rezeption des Fürstenhofs beobachtet hatte. „Die beiden kennen sich schon ewig“, fuhr er fort. „Da gab es nie amouröse Ambitionen. Von keiner Seite. Wenn du mich fragst, war die Sache inszeniert.“

„Du meinst, Rosalie will dich damit eifersüchtig machen?“, fragte Gitti.

„Wahrscheinlich.“ Er nahm sie in den Arm. „Aber zum Glück sind wir ja alt genug, um solche Spielchen zu durchschauen.“

Gitti sah das anders. Sie konnte sich durchaus vorstellen, dass Rosalie und Xaver ein Paar waren. Und dass Michael sie deshalb als naiv bezeichnete, ärgerte sie. Glücklicherweise währte ihr Streit nicht lange.

„Frieden“, beschloss sie. „Wir haben schließlich schon genug Ärger mit Rosalie. Da müssen wir uns nicht noch selbst welchen machen.“ Er stimmte ihr zu. „Rein objektiv gesehen hast du wahrscheinlich sogar recht“, meinte sie nun. „Aber es passt alles nicht zusammen. Erst die Nummer mit der Erpressung und jetzt der Flirt mit Xaver.“

„Was denn für eine Erpressung?“ Sofort horchte er auf.

„Sie hat gedroht, euch beim Vermieter anzuschwärzen“, antwortete sie. „Wenn sie rausfliegt. Weil sie doch nur inoffiziell hier wohnt.“

Er glaubte, seinen Ohren nicht zu trauen. Womit hatte Rosalie gedroht?

Eigenhändig packte Michael Rosalies Koffer und schleppte ihn in die Brauerei.

„Sollte ich irgendwas vergessen haben, schicke ich es dir gerne nach.“ Wütend warf er Rosalie ihre Sachen vor die Füße.

„Du wirfst mich raus?“ Entsetzt starrte sie ihn an. „Einfach so?“

„Da wir ja keinen offiziellen Untermietvertrag haben …“ Sie schluckte. „Aber bestimmt nimmt dich dein neuer Verehrer Xaver Steindl gerne bei sich auf. In unserer Scheune hast du jedenfalls die längste Zeit gewohnt.“

„Aber ich habe einen mündlichen Mietvertrag!“, begehrte sie auf.

„Den du selbst annulliert hast durch dein Verhalten“, erwiderte er verächtlich. „Aber wenn du schon wieder drohen willst – nur zu!“

„Wenn man jemanden missverstehen will, findet man immer was“, erwiderte sie und gab sich gekränkt.

„Damit es ein für alle Mal klar ist …“ Er baute sich vor ihr auf. „Ich lasse mir meine Beziehung zu Gitti nicht von dir kaputt machen.“

„Ich würde meiner Schwester doch niemals den Mann ausspannen“, behauptete sie und setzte ein zuckersüßes Lächeln auf. „Auch wenn wir beide viel besser zusammenpassen.“

„Du und ich – das ist Geschichte“, stellte er fest. „Und keine rühmliche, wenn ich dich erinnern darf.“

„Wir hatten auch gute Zeiten“, widersprach sie. „Sehr gute sogar. Gib es doch zu – du liebst mein Temperament.“

Michael fehlten dir Worte über so viel Unverfrorenheit.

Gitti war heilfroh, als sie hörte, dass Michael ihre Schwester endgültig hinausgeworfen hatte. Nun würde endlich Ruhe einkehren in der Scheune. Hoffentlich.

„Ich habe mir viel zu lange etwas vorgemacht“, räumte Michael ein. „Nach einer gescheiterten Beziehung kann man nicht einfach auf einer freundschaftlichen Ebene weitermachen.“

„Man kann das schon“, meinte Gitti. „Aber meine Schwester kann das nicht. Weil sie das Ende eurer Beziehung nicht akzeptiert.“

„Das ist Rosalies Problem“, sagte er. „Mit der Erpressung ist sie eindeutig zu weit gegangen.“ Auch er wünschte sich von nun an einfach nur Frieden in seinem Zuhause.

Am Nachmittag trat Theresa nachdenklich aus dem Hotel. Plötzlich hörte sie jemanden ihren Namen rufen und blickte sich um. Es war Konstantin! Und jetzt rannte er auf sie zu. Ungläubig sah sie ihm entgegen.

„Keine Sorge, ich bin nicht ausgebrochen!“, rief er fröhlich. „Ich hatte nur einen Haftrichter, der keinen Sinn für absurde Anschuldigungen hat.“ Bis zum Prozess war er frei.

„Ich …“, stammelte sie. „Warum hast du nicht Bescheid gesagt?“

„Ich wollte dich überraschen, mi corazón. Ist das schön, dich endlich wiederzusehen!“ Im Überschwang der Gefühle zog er sie in die Arme und küsste sie. Sie ließ es geschehen. Und genau in diesem Moment bog Moritz um die Ecke und entdeckte die beiden. Wie angewurzelt blieb er stehen.

„Wie schön!“, sagte er dann bitter. Erschrocken fuhr Theresa herum.

„Wir wären jetzt gern allein, meine Frau und ich.“ Konstantin funkelte seinen Zwillingsbruder an.

„Ich muss mit euch reden“, schaltete sich Theresa ein. „Und zwar mit jedem allein. Sofort.“

„Wozu?“ Moritz’ Gesicht war verzerrt. „Konstantin ist doch jetzt wieder da, da brauchst du mich ja nicht mehr.“ Sie schnappte nach Luft und lief zu ihm. „Für dich ist das alles ein großes Spiel, was? Heute ich, morgen er …“ Sie wollte widersprechen, erklären, dass sie eine Entscheidung getroffen hatte – aber er ließ sie nicht zu Wort kommen. „Ich bin das letzte Mal auf dich reingefallen. Und ich hoffe, mein Bruder kapiert es auch bald. Du bist es nicht wert, dass man dich liebt!“

„Theresa ist alle Liebe wert!“, meldete sich nun Konstantin empört – und auch ein wenig irritiert – zu Wort. „Wie redest du überhaupt mit meiner Frau?“

„Na, wie fühlt es sich an, gleich zwei Männer an der Nase herumzuführen?“, zischte Moritz in Theresas Richtung. Konstantin wollte auf seinen Bruder losgehen, doch Theresa hielt ihn am Arm fest. „Leider ist hier keine Brücke, von der ich fallen könnte“, höhnte Moritz.

„Hau endlich ab!“, brüllte Konstantin ihn nun an. „Sie hat mich geheiratet!“

„Du kannst sie haben“, entgegnete Moritz abfällig. „Ihr passt perfekt zusammen.“ Und damit ging er.

Theresa brachte kein Wort mehr heraus. Konstantin führte sie zurück zum Hotel.

„Komm, den sind wir los“, sagte er nur.

Moritz hatte sich an die Schneebar zurückgezogen und sich einen Grog bestellt. So fand ihn Werner. Der Senior hatte mit seinem Sohn eigentlich noch einmal über Frau Majoré sprechen wollen, aber als er Moritz’ Stimmung bemerkte, begriff er, dass das im Moment zwecklos war.

„Ich bin doch nur der lästige Zwilling, den keiner mehr braucht“, stellte Moritz hasserfüllt fest.

„Den Schuh ziehe ich mir nicht an“, protestierte Werner. „Das musst du mit deiner Mutter klären. Ich stehe immer zu meinen Kindern. Sofern ich von deren Existenz weiß.“

„Ich war schon verbuddelt, als hätte es mich nie gegeben.“ Düster starrte Moritz vor sich hin. Werner legte eine Hand auf seine Schulter – Moritz ertrug diese Geste kaum. „Warum bist du eigentlich nicht bei Theresa und Konstantin?“, herrschte er seinen Vater an. „Die feiern doch gerade seine Entlassung.“

„Konstantin wurde aus der Untersuchungshaft entlassen?“, fragte der Senior erstaunt. Moritz nickte nur. „Ich kann verstehen, dass dir das nicht passt.“

„Ich hatte gehofft, Theresa und ich finden wieder zusammen“, flüsterte Moritz da und wirkte plötzlich vollkommen verzweifelt. „Aber sie hat sich endgültig für ihn entschieden …“

„Wäre es nach Moritz gegangen, würde ich im Knast verrotten.“ Konstantin war noch immer sauer. Theresa hatte Mühe, ihn zu bremsen. „In seinem kranken Hirn hat nur ein Gedanke Platz: Ich hätte alles getan, um dich zu bekommen. Obwohl …“ Nun sah er sie plötzlich zärtlich an. „Du wärst es wert gewesen. Du bist jede Sünde wert.“

„Red nicht solchen Unsinn!“, wehrte sie ab.

„Das war eine Liebeserklärung“, meinte er. „Du glaubst gar nicht, wie oft ich im Knast an dich gedacht habe. An diesen Moment.“ Er streckte die Arme nach ihr aus. „Komm!“

„Wir müssen reden!“, rief sie verzweifelt.

„Worte sind Schall und Rauch.“ Es war mehr als deutlich: Er wollte nicht hören, was sie ihm zu sagen hatte. „Ich habe dich so vermisst. Aber jetzt brauche ich erst einmal eine Dusche.“ Damit verschwand er im Bad.

Überfordert blieb Theresa im Wohnzimmer zurück. Konstantin wusste es schon. Und er floh vor der Wahrheit. Aber sie musste sie aussprechen. Egal, wie weh es ihm tat.

Mit nassen Haaren und im Bademantel kam er zurück.

„Du hast abgenommen“, stellte sie fest.

„Ist das alles?“, entgegnete er.

Sie nahm all ihren Mut zusammen und trat einen Schritt auf ihn zu. „Ich weiß, es ist der denkbar ungünstigste Zeitpunkt. Du kommst gerade aus der Untersuchungshaft, und alles ist so verfahren und ungewiss. Aber ich muss es dir trotzdem sagen.“ Er schluckte nur. „Ich habe dich wirklich geliebt, das musst du mir glauben“, fuhr sie fort. „Aber jetzt, wo Moritz wieder da ist … Ich kann nicht so tun, als hätten wir beide noch ein Zukunft.“

Er atmete tief durch. Vor diesem Moment hatte er sich immer gefürchtet. „Ich liebe dich. Und ich werde um dich kämpfen.“

„Ich kann meine Gefühle nicht ändern“, sagte sie unglücklich. „Da bin ich machtlos.“

„Ich kann meine Gefühle für dich auch nicht aus meinem Herzen reißen“, erwiderte er. „Da bin ich auch machtlos.“

„Konstantin, es ist aus!“, sagte sie eindringlich.

„Keine Angst, ich werde dich nicht bedrängen oder verfolgen“, versicherte er. „Aber ich hoffe und bete, dass du mich eines Tages wieder liebst.“

Sie schüttelte den Kopf. Und dann ging sie hinaus. Konstantin sank auf einen Sessel.

Nach einer Weile platzte Doris in die Suite. Der Anwalt hatte sie angerufen und gesagt, dass ihr Sohn wieder auf freiem Fuße sei.

„Constantino!“ Sie drängte ihm eine Umarmung auf. „Meine Gebete wurden erhört. Du bist frei.“

„Frei und ungebunden“, bemerkte er sarkastisch.

„Dir sitzt sicher noch das Gefängnis in den Knochen“, vermutete sie. „Das vergeht. Bedeutet deine Entlassung aus der Untersuchungshaft denn, dass mein Hausarrest ebenfalls aufgehoben ist?“

Lethargisch hob er die Achseln. „Keine Ahnung. Frag Meyser.“

„Was ist denn mit dir los?“, fragte sie irritiert.

„Machen wir uns nichts vor, Mutter: So oder so kommt ein Prozess auf uns beide zu.“ Davon wollte Doris nichts hören. „Und ob der Staatsanwalt so nett ist wie der Untersuchungsrichter beim Haftprüfungstermin, wage ich zu bezweifeln.“

„Wo ist denn dein Optimismus geblieben?“, erwiderte sie. „Schau mich an! Bist du denn nicht froh, wieder zu Hause zu sein?“

„Zu Hause …“, wiederholte er bitter.

„Dort, wo Menschen sind, die dich lieben“, fuhr sie fort. „Deine Mutter, zum Beispiel. Deine Frau …“

Nun ertrug Konstantin es nicht länger. „Theresa hat sich von mir getrennt!“, schrie er. „Und jetzt möchte ich gerne allein sein.“

Diese Information überraschte Doris. Aber dass sie traurig war über die Trennung – das konnte sie nun wirklich nicht behaupten.

Als Erstes überbrachte sie Werner die Nachricht von Konstantins Freilassung – doch der war ja bereits von Moritz darüber informiert worden.

„Ist dir denn bewusst, was das bedeutet?“, hakte sie nach. „Wir sind unschuldig.“ Triumph lag in ihrer Stimme. Werner wollte darüber lieber nicht sprechen. Stattdessen wollte er nach seinem Sohn sehen, aber Doris hielt ihn zurück. „Lass ihn lieber erst mal in Ruhe“, riet sie. „Theresa hat sich von ihm getrennt. Die Sache nimmt ihn ziemlich mit.“

„Seltsam.“ Er runzelte die Stirn. „Ich war gerade bei Moritz, und der ist am Boden zerstört, weil sich die Dame für Konstantin entschieden hat.“

„Das ist wirklich sehr seltsam“, sagte sie.

„Meinst du, da liegt ein Missverständnis vor?“

Sie setzte ein leises Lächeln auf. „Also, ich würde nicht um diese Schwiegertochter trauern. Wenn diese egoistische Frau nicht mehr zwischen ihnen steht, raufen sich unsere Söhne vielleicht doch noch zusammen.“ In ihren Augen war Theresa der Grund für das ganze Drama.

„Jetzt tust du ihr aber unrecht“, meinte Werner. „Sie ist nicht allein verantwortlich. Hier trägt niemand allein die Schuld.“ Aber auch er musste zugeben, dass es sicher besser wäre, für alle, wenn die beiden Brüder nicht länger um dieselbe Frau kämpfen würden …

Charlotte und Julius hatten sich auf einen gemütlichen Abend gefreut. Charlotte hatte extra eingekauft, damit sie in der Hütte zusammen kochen konnten – Julius war noch immer nicht gern bei ihr in der Wohnung. Er mochte es nicht, Werner Saalfeld über den Weg zu laufen. Aber nun wurden ihre Pläne durchkreuzt, denn plötzlich stand Rosalie vor der Tür.

„Ich bin bei Michael rausgeflogen“, erklärte sie. „Völlig unschuldig. Deshalb muss ich leider Asyl beantragen.“ Charlotte und Julius wechselten einen überrumpelten Blick. „Ich störe doch nicht, oder?“ Rosalie klang wie ein verlorenes kleines Mädchen. „Der Alte Wirt ist völlig ausgebucht.“ Etwas schnippisch wandte sie sich nun an Charlotte. „Oder habe ich hier jetzt etwa auch Hausverbot?“

Julius wollte seine Tochter zurechtweisen, aber Charlotte unterbrach ihn souverän.

„Natürlich können Sie bei Ihrem Vater unterkommen, Frau Engel“, sagte sie. „Ich wollte ohnehin gerade nach Hause fahren.“

Julius war die ganze Situation mehr als unangenehm. Schon wieder musste er darauf verzichten, Zeit mit Charlotte zu verbringen. Dabei waren sie doch gerade so glücklich miteinander.

Moritz wunderte sich, als Doris bei ihm in der Wohnung auftauchte.

„Es gibt wichtige familiäre Veränderungen“, erklärte sie lächelnd.

„Ich habe mit der Familie van Norden nichts mehr zu tun“, knurrte er.

„Theresa hat sich von deinem Bruder getrennt.“

Moritz schnappte nach Luft, fing sich dann aber gleich wieder. „Sonst noch was?“

„Das zeigt nur wieder, wie unsensibel, unzuverlässig und eigennützig Theresa ist“, legte Doris jetzt nach. „Sie hat die ganze Zeit mit euren Gefühlen gespielt. Dieses Mädchen hat uns allen nur Unglück gebracht – und deine Liebe nie verdient.“ Unwillkürlich schüttelte er den Kopf, aber Doris geriet immer mehr in Fahrt. „Vielleicht wurden meine Gebete ja erhört: Wenn Theresa nicht mehr zwischen dir und Konstantin steht, könntet ihr endlich aufeinander zugehen. Ihr wart lange genug getrennt.“

„Glaubst du eigentlich selbst, was du da redest?!“ Er schnaubte. „Du hast Theresa bekriegt, schon bevor ich mich in sie verliebt habe. Nur weil du ihre Brauerei wolltest! Und du hast ihr ein Grab vorgegaukelt, damit keiner mehr nach mir sucht!“

„Ich brauchte einen Ort zum Trauern!“, verteidigte sich seine Mutter.

Er glaubte ihr kein Wort. „Hau ab!“, zischte er nur. „Sofort! Und lass mich in Zukunft in Ruhe. Sonst bin ich weg, für immer.“

Natürlich hatte Moritz die Neuigkeit, dass Theresa sich von Konstantin getrennt hatte, innerlich aufgewühlt. Er vermisste sie, trotz allem. Er sehnte sich nach ihr. Aber auf ihre Gefühle schien nun mal kein Verlass zu sein. Er musste sie vergessen. Das musste er schaffen.

Konstantin saß zur gleichen Zeit in der Pianobar. Er litt wie ein Hund darunter, dass seine Frau ihn verlassen hatte. Und er wusste nicht, wohin mit sich. Ohne sie war die Wohnung so leer.

Theresa hingegen flüchtete sich in Aktionismus und putzte noch spät in der Nacht in der Brauerei. Sie hatte sich von Konstantin trennen müssen – das sagte sie sich dabei wieder und wieder. Obwohl sie ihn geliebt hatte …

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