Logo weiterlesen.de
Liebe mit Stolperfallen

Liebe auf Umwegen

„Nein nicht schon wieder, warum muss dieser blöde Wecker mich immer aus meinen schönsten Träumen reisen“, sagte Sonja ganz müde und leicht säuerlich, denn in letzter Zeit hatte sie immer wieder diesen einen Traum und zwar den vom Traumprinzen. Doch niemals konnte Sonja diesen Traum zu Ende träumen, denn dieser wurde immer von ihrem heimtückischen und zuverlässigen Wecker unterbrochen. „Also gut, wenn ich dann schon wach bin, dann muss ich ja wohl auch aufstehen“. Das waren die Worte die sie ritualmäßig, jeden Morgen an sich selber richtete. Doch bevor Sonja das Bett verlässt, räkelte sie sich ausgiebig, um somit fit in den Tag starten zu können. Und wie immer schaute sie neben sich, aber leider lag da immer noch nicht der Traumprinz, der Sie im Traum so faszinierte. Der erste Gang des Tages führt die noch Schlaftrunkene in Richtung der Kaffeemaschine, diesen benötigt sie, denn ohne eine ordentliche Tasse Kaffee geht gar nichts. Der zweite Gang des Tages führt Sonja ins Bad, denn bereits in einer guten Stunde wird sie sich mit ihrem Fahrrad auf den Weg zur Arbeit antreten müssen.

 

Sonja ist 28 Jahre alt und arbeitet in der Lebensmittelbranche, besser gesagt, sie arbeitet in einem Supermarkt. Sie hat blondes langes Haar, ein wunderschönes Gesicht und auch die Figur ist so, wie sie sein soll und vor allem hat sie einen erstklassigen Charakter, also Männer würden Sonja als Traumfrau beschreiben. Nein, der Traumberuf ist es nicht, aber es hat sich eben so ergeben, Sonja hat Abitur gemacht und sogar mit einem Studium begonnen, welches sie bereits zwei Semester besuchte, aber das Schicksal hatte knallhart zugeschlagen, denn die Mutter wurde von jetzt auf gleich zum Pflegefall und der Vater war mit der Situation vollkommen überfordert. Da blieb Sonja nichts anderes übrig, als ihr begonnenes Studium zu beenden. „Papa ich helfe euch, Mama und du ihr wart immer so gut zu mir, ihr habt mir jeden Wunsch von den Augen abgelesen, ihr seit immer für mich da gewesen und jetzt will ich für euch da sein. Der Vater war total überwältigt und meinte aber schließlich, „nein Kind, du kannst dein Leben nicht für uns beide wegwerfen, studiere zu Ende und mir wird schon eine andere Lösung einfallen, dann muss ich, auch wenn es mir schwer fällt, Mama ins Pflegeheim geben“. „Das kommt doch überhaupt nicht in die Tüte und mehr gibt es nicht zu sagen, Mama kommt nicht ins Heim“. Und so kam es, wie es kommen musste, Sonja hat ihr Studium abgebrochen und auch nach dem Tod der Mutter nicht wieder aufgenommen und sie hatte doch so große Ziele. So landete Sonja also in einem kleineren Lebensmittelgeschäft in ihrem Ort, räumte Regale ein oder ist zur Abwechslung auch mal an der Kasse gesessen. Durch ihre äußerst freundliche und liebevolle Art hatte sie zu den Kunden ein sehr gutes Verhältnis.

 

Als Sonja an diesem Morgen im Bad stand und sich für die Arbeit fertig machen wollte, sah sie sich ihr Spiegelbild bewusst an und sagte zu ihm „ Mensch jetzt bist du mittlerweile 28 Jahre alt und was hat du eigentlich bisher erreicht? Nicht dass ich mich beklagen will, aber irgendwie fehlt dir doch etwas oder?“ Diese Dialoge führte Sonja des Öfteren, aber heute war es irgendwie anders. „Mensch wirst du vielleicht sentimental, ich glaube ich weiß, was dir fehlt und soll ich dir mal sagen was!, ein Partner fehlt dir, du siehst doch eigentlich ganz gut aus“. So stand Sonja noch einige Zeit vor dem Spiegel und träumte einfach so vor sich hin.

 

„Oh nein, das darf doch wohl nicht wahr sein“ kam es aus der Tagträumerin heraus, als sie einen Blick auf die Uhr warf. „Das reicht dir jetzt nie und nimmer, pünktlich zur Arbeit zu kommen“. Das kam in letzter Zeit immer wieder mal vor, dass sie nicht rechtzeitig in ihrem, kleinen Lebensmittelgeschäft erschien, welches ihr im Laufe der Jahre doch ganz schön ans Herz gewachsen war. „Jetzt aber nichts wie los“ mahnte die nun doch leicht in Panik geratene sich selber. Schnell ins Schlafzimmer und anziehen, auf dem Weg dorthin rannte sie noch an der Küche vorbei und schnappte sich die Tasse mit Kaffee um einen kräftigen Schluck daraus zu nehmen, „Aua“, schrie es durch die Wohnung, der Kaffee war noch viel zu heiß und verbrannte Sonja die Zunge, nicht dass das ausreichen sollte, denn vor lauter Schreck viel ihr nun auch noch die Kaffeetasse aus der Hand.

Wollen Sie wissen, wie es weiter geht?

Hier können Sie "Liebe mit Stolperfallen" sofort kaufen und weiterlesen:

Amazon

Apple iBookstore

ebook.de

Thalia

Weltbild

Viel Spaß!



Kaufen






Teilen