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Leistungsdenker

Inhalt

Training für das Gehirn

Haben Sie Vorbilder!

Disziplinieren Sie sich selbst!

Haben Sie Respekt vor Ihren Aufgaben!

Seien Sie Ihr eigener Coach!

Seien Sie Ihr eigener Jäger!

Übertreffen Sie sich selbst!

Die positive masochistische Ader

Seien Sie detailverliebt!

Ihr Wissen ist ein ganzheitliches Projekt!

10 Studieren Sie Ihre Fehler!

11 Lernen Sie auch aus Ihren Hobbies!

12 Setzen Sie sich Etappen für ein großes Ziel!

13 Jeder Schritt ist wertvoll – auch der Rückschritt!

14 Erfinden Sie sich immer wieder neu!

15 Musik motiviert

Held des Alltags

16 Entwickeln Sie Demut!

17 Predigen Sie das Minimum, aber arbeiten Sie für das Maximum!

18 Seien Sie keine Maschine, sondern ein Konstrukteur!

19 Adaptieren Sie Erfolgsrezepte!

20 Der Weg des Erfolgs ist dynamisch!

21 Widerstände sind super!

22 Konzentrieren Sie sich auf sich selbst!

23 Sie sind in Ihrer eigenen Welt der König!

24 Pokerface und Tunnelblick

25 Differenzieren Sie sich!

26 Benutzen Sie nicht den Rückspiegel!

27 Null Prozent Chance, hundert Prozent Wille!

28 Das Spiel dauert nicht neunzig Minuten!

29 Wer nicht wagt…

Ihr „Marktwert“

30 Jeder hat einzigartige Stärken!

31 Sie sind unschätzbar wertvoll!

32 „Sie hatten alles – sie mussten nur noch gewinnen.“

33 Entwickeln Sie Ihren eigenen Stil!

34 Repräsentieren Sie Ihre Marke!

35 Erweitern Sie Ihren Horizont!

36 Seien Sie ein Teamplayer!

37 Stehen Sie zu Ihren Versprechen!

38 Definieren Sie ständig Ihre Grenzen neu!

39 Sie bestimmen selbst, wie weit Sie gehen!

Über das Leben…

40 Nehmen Sie sich Zeit für Ihre Gedanken!

41 Pursuit of Happiness

42 Planung ist wichtig – Flexibilität ist Trumpf!

43 Es kommt immer anders!

44 Alles hat einen Sinn!

45 Suchen Sie sich persönliche Herausforderungen!

46 Beschwören Sie Ihren Moment herbei!

47 Haben Sie Spaß am Leben!

48 Hüten Sie sich vor Doppelmoral!

49 Finden Sie Ihre Vertrauenspersonen!

50 Seien Sie dankbar!

Epilog

Über den Autor

Tobias Breidenbach wurde am 01. Juli 1999 in Limburg an der Lahn geboren. Schon in frühen Jahren interessierte er sich für komplexe Probleme. Sein Abitur hat er im Jahr 2017 mit der Durchschnittsnote 1,0 abgeschlossen, seitdem studiert er dual Betriebswirtschaftslehre. In seiner Freizeit spielt er Fußball, betreibt Ausdauersport und interessiert sich für die Motorsportserie „Formel 1“.

Er gilt als angenehmer, nachdenklicher Zeitgenosse, der mit seiner rationalen und analytischen Art vor allem in unübersichtlichen Situationen die Ruhe behält. Trotz seiner jungen Jahre hat er bereits einige Erfahrungen gesammelt, welche er aktiv für seine persönliche Weiterentwicklung nutzt. Einen Teil dieser Erfahrungen teilt er mit den Lesern dieses Werkes.

Vorwort

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

in Zeiten von Digitalisierung und rasantem technischen Fortschritt werden unsere menschlichen Kompetenzen und Fähigkeiten auf die Probe und zunehmend infrage gestellt. Wir haben uns als Spezies und als Individuen zu fragen, welche Rolle wir in einer sich verändernden Welt spielen möchten und müssen uns flexibel an die dynamischen Rahmenbedingungen anpassen können.

Wenn wir als Einzelne dauerhaft mit den Maschinen und einer künstlichen Intelligenz mithalten möchten, dann müssen wir begreifen, dass wir nie ausgelernt haben. Weiterbildung wird zu einem integralen Lebensbestandteil über das gesamte Berufsleben. Somit werden auch Prüfungen immer mehr zu unserem Arbeitsalltag gehören. Wir müssen schlicht und ergreifend nachweisen, dass wir zu den Maschinen noch Mehrwerte bieten und uns gleichzeitig noch gegen menschliche Mitbewerber behaupten.

Die entscheidende Frage wird sein, wie es ein Mensch schafft, ein „Leistungsdenker“ zu werden. Der titelgebende Terminus illustriert den Zusammenhang zwischen kognitiven Prozessen und dem Leistungssport, auf dessen Disziplinen die persönliche Potenzialerschöpfung exemplarisch subsumiert wird. „Wie erreiche ich es, meinen individuellen Wert durch mentale Stärke und individuelles Handeln zu maximieren?“ ist die zentrale Frage dieses Werkes.

Diese Frage beschäftigt mich schon eine geraume Zeit. Ich wage zu behaupten, dass ich schon immer intuitiv dazu in der Lage war, aus meinen Möglichkeiten zufriedenstellende Leistungen zu erbringen und damit Anerkennung zu ernten. Ich habe mich aber lange Zeit gefragt, welche greifbaren Argumente hinter meiner Intuition stehen. Warum konnte ich eine Einstellung entwickeln, um ein Abitur von 1,0 zu erreichen? Unter welchen persönlichen Voraussetzungen konnte und kann mein Gehirn zu Höchstleistungen auflaufen?

Ich bin der festen Überzeugung, dass wir in Zukunft zunehmend kognitiven Prüfungen ausgesetzt sein werden und uns profilieren müssen, um uns in dieser Welt des Wandels zu behaupten. Meine Antwort auf die Frage nach dem Erfolg stellt dieses Buch dar, eine Sammlung aus Erfahrungen und Erkenntnissen. Ich sage ganz deutlich, dass dies meine eigene Meinung ist und jeder andere sich oppositionell zu den Gedanken positionieren kann – solange er oder sie sich fundierte Gedanken über die Sachverhalte macht. Wichtig ist mir nur, dass Sie überhaupt eine Position einnehmen!

Ich habe für mich persönlich viel aus meinem Hobby, dem Sport im Allgemeinen, gelernt. Daher möchte ich (fast) jedes Kapitel mit Beispielen aus der Welt des Sports metaphorisch untermalen. Die Botschaft hinter der Geschichte ist jedoch stets erkennbar und die Beispiele sind aus diesem Grund stets einfach und allgemein gehalten.

Trotz der Ernsthaftigkeit der Thematik ist die Geschichte hinter meiner Inspiration zur Verfassung dieses Werkes recht amüsant. Im vergangenen Sommer war ich mit meinen besten Freunden aus der Schulzeit in einem gemeinsamen Urlaub in Italien am Mittelmeer. Wie es in den Sommermonaten üblich ist, haben wir tagsüber Ausflüge unternommen und saßen abends bei angenehmen Temperaturen lange auf dem Balkon und haben uns unterhalten. Irgendwie kam es dazu, dass ich in Anlehnung an (teilweise dubiose) Fernsehsendungen meinen Freunden zur Unterhaltung angeboten habe, ihnen entweder eine Frage zu beantworten oder eine Botschaft mit auf den Weg zu geben. Aufgrund der Tiefgründigkeit meiner Aussagen kam es dazu, dass ich eine Zeit lang ihnen jeden Tag eine Botschaft habe zukommen lassen. Da mir dies allerdings auf Dauer zu langatmig und improvisiert wurde, habe ich beschlossen, als ultimative Lösung eine Lektüre mit meinen persönlichen Lebensansichten zu verfassen. Die Idee war, meine tiefgründigen Gedanken mit der Welt zu teilen, weil diese über Jahre gereift sind. Aus diesem Grunde interessiert mich auch Ihre persönliche Meinung und ich bin über die Resonanz zu den einzelnen Themen sehr gespannt.

Das Buch ist in vier Abschnitte unterteilt, welche grob folgende Themen behandeln:

• Training für das Gehirn: Wie bereite ich mich auf große kognitive Aufgaben vor und welche Mentalität muss ich in der Vorbereitung entwickeln?

• Held des Alltags: Wie sollte ich an diese Aufgaben herangehen und woraus sollte ich mein Selbstvertrauen ziehen?

• Ihr Marktwert: Auf welchen ethischen und philosophischen Hintergedanken fußt mein Selbstvertrauen? Wie weit kann es mich bringen?

• Über das Leben: Ein philosophischer Ausflug auch über den Tellerrand des Sports hinaus…

Insgesamt umfasst dieses Werk 50 Kapitel, die mehr oder weniger unabhängig voneinander gelesen werden können. Sie werden an einigen Stellen hängen bleiben und die Tragweite der Worte nachvollziehen müssen, teilweise werden sie die Aussagen kritisch hinterfragen. Sie lesen keinen Roman, sondern einen Denkanstoß zum Leben mit den persönlichen Erfahrungen eines Menschen.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Nachdenken!

Ihr

Tobias Breidenbach

1. Abschnitt:

Training für das Gehirn

 

Haben Sie Vorbilder!

Meiner Meinung nach ist das Wesen eines Menschen das Ergebnis aus der Gesamtheit aller Erfahrungen, die er im Umgang mit seinen Mitmenschen gemacht hat und tagtäglich macht. Unser Wesen befindet sich demnach in einem permanenten Wandlungsprozess. Die Dynamik des Lebens geht an keinem Individuum spurlos vorbei und aus diesem Grund sollte jede Person versuchen, sie positiv für sich zu instrumentalisieren.

In unserer Kindheit lernen wir besonders viel von unseren Eltern. Die Werte, welche wir über das Elternhaus vermittelt bekommen, werden allgemein unter dem Begriff der „Erziehung“ subsumiert. Unser Entwicklungsprozess setzt sich im Kindergarten und in der Schule fort und spätestens mit dem Schulabschluss gilt das Individuum als erzogen und befähigt, Aufgaben des Lebens autark zu bewältigen.

Werte, die in der Erziehung vermittelt werden, erwachsen aus einem allgemeinen gesellschaftlichen Konsens, der zumeist aus der jahrhundertelangen Weiterentwicklung einer bestimmten Kultur hervorgegangen ist. Ich möchte an dieser Stelle nicht auf die verschiedenen Kulturen eingehen – ich möchte aber darauf hinweisen, dass Erziehung stets auf eine Konformität und Integrität des Individuums abzielt. Diese ist selbstverständlich für unsere Spezies überlebenswichtig, aber sorgt keinesfalls für eine individuelle Differenzierung. Erst durch den Wunsch nach dem „Anders-Sein“ schafft es der Mensch, sich auch persönlich und individuell zu entwickeln, seine Interessen, Präferenzen und Stärken zu finden. Im Idealfall fördern die erziehenden Personen eben diesen Prozess, indem sie dem heranwachsenden Menschen Freiräume gewähren und Zugang zu persönlichkeitsbildenden Erlebnissen wie Hobbies gewähren.

Hobbies sind das Stichwort für die Kernaussage dieses Kapitels. Ich bin sportbegeistert. Meine Interessen erstrecken sich von Fußball über Trailrunning bis zum Motorsport. In jedem Spitzensport, den man verfolgt, hegt man gewisse Sympathien für Vereine oder Teilnehmer. Wenn man versucht, die Mentalität eines Spitzensportlers auf seine eigene Lebenssituation zu transferieren, kann man von einem Vorbild sprechen. Um den Einfluss von Vorbildern auf die eigene Mentalität im täglichen Leben zu illustrieren, möchte ich an dieser Stelle zwei meiner Vorbilder aus dem Spitzensport und ihren Einfluss auf mein Wesen vorstellen.

Sebastian Vettel: Wer die Königsklasse des Motorsports ein wenig verfolgt, dem wird schnell auffallen, dass sich bei der Jagd nach Bestzeiten und Grand Prix-Siegen einiges um den Glamour dreht. Veranstaltungen werden sündhaft teuer inszeniert und Prominente schicken sich an, als Repräsentation ihres Wohlstandes sich zumindest einmal im Jahr im Fahrerlager blicken zu lassen. Die Formel 1 ist zu einem Statussymbol für die Reichen und Schönen vom Globus mutiert. Sebastian Vettel ist viermaliger Weltmeister – und in diesem ganzen Zirkus vor allem Mensch. Mir imponiert seine authentische, ehrliche und lockere Art. Ich persönlich wurde vor allem in der Schule aufgrund meiner exzellenten Noten immer sehr – um es mal modern auszudrücken – gehyped. Um meine Intelligenz und mein Wissen baute sich für meine Mitschüler eine gewisse Faszination auf, die ich schwer nachvollziehen konnte. Aus diesem Grund bin ich gerne wie Sebastian Vettel – demütig und bescheiden. Auch ich musste vor vielen Jahren lesen lernen, auch ich musste das Alphabet auswendig lernen und auch ich habe von Mathematik zum ersten Mal in der Vorschule gehört. Wir sind alle Menschen, die einmal klein angefangen haben und es gibt keinen Grund, seine Vergangenheit und seine (auch seelische) Heimat zu vergessen.

Niko Kovac: Als Fan von Eintracht Frankfurt tat es mir weh, als er seinen Abschied zum FC Bayern München ankündigte und ich war enttäuscht. Diesen Aufstieg ermöglichte er sich jedoch selbst aufgrund seiner außergewöhnlichen Mentalität. Ich habe nie solch einen zielstrebigen und disziplinierten Trainer gesehen, der sich gleichzeitig im Hinblick auf seine Ziele derart klar artikulieren kann. Seine Worte vor und nach dem DFB-Pokalfinale 2018, welches er mit der Eintracht gewann, werden mir für immer im Gedächtnis bleiben:

„Man muss daran glauben. Denn wenn man nicht daran glaubt, wird man es auch nicht schaffen. Dann denke ich, kann hier etwas passieren.“

„Sie hatten alles – sie mussten nur noch gewinnen.“

Diese Sätze führen mir vor Augen, dass ein Mensch mit dem nötigen Willen seine Ziele erreichen kann. In uns allen steckt etwas Besonderes, das wir bestmöglich für uns nutzen sollten. Auch ich möchte mich wie Niko Kovac im Alltag jederzeit klar ausdrücken und jede Herausforderung annehmen – mit dem Wissen, dass der Glaube an die eigene Stärke Berge versetzen kann.

Mittlerweile leben rund acht Milliarden Menschen auf unserem Globus. Die Möglichkeiten, Vorbilder zu finden, sind unbegrenzt. Die Kombination von Attributen all Ihrer Vorbilder formen Sie zu einem Individuum, das selbst eine Vorbildfunktion einnehmen kann. Vorbilder sind also der Kompass zu Ihrem Ich – zögern Sie nicht, sie zu suchen und ihre Verhaltensweisen zu adaptieren!

Disziplinieren Sie sich selbst!

Disziplin ist der Schlüssel zu einer akribischen, ganzheitlichen und individuell vollständigen Vorbereitung auf deine Aufgaben. Sie suggeriert uns Menschen das Gefühl, alles Nötige für die bevorstehende Herausforderung im Vorfeld unternommen zu haben und sorgt dafür, dass wir mit unseren Taten im Reinen sind. Somit ist die Disziplin vor einer Prüfung Teil dieser selbst, indem sie durch das Gefühl, das Richtige zu tun, ein konsistentes, konsequentes und selbstbewusstes Handeln evoziert.

Ich habe den Abschnitt über die Vorbilder bewusst an dem Anfang meiner Darstellung platziert, da ich mein Handeln oftmals aus ihrem Auftreten ableite. In diesem Kapitel führt mich dies zu Niko Kovac zurück. Ivica Olic, seines Zeichens ehemaliger Fußball-Bundesliga-Spieler und Nationalspieler Kroatiens, hat über seinen Landsmann und Weggefährten einmal sinngemäß folgendes gesagt: Bei Zusammentreffen der kroatischen Nationalmannschaft galt stets ab 23 Uhr Bettruhe. Die Spieler saßen zumeist in der Lobby und haben Karten gespielt. Während die meisten Kollegen das Zeitlimit „kroatisch ausgelegt“ hätten und noch zehn Minuten nach Eintreten der Bettruhe zusammensaßen, habe sich Niko Kovac immer fünf Minuten vor elf auf sein Zimmer zurückgezogen.

Dieses Verhalten des heutigen Trainers zeugt nicht nur von einer gewaltigen Portion an Professionalität, sondern auch von einer Selbstdisziplin, die ihresgleichen sucht. Obwohl die übergeordnete Instanz in Person des Trainers eine Vorgabe gemacht hat, haben die meisten Spieler als mündige Erwachsene ihren eigenen Willen durchgesetzt. Niko Kovac jedoch hat sich an die Vorgabe gehalten – und dadurch ist er meines Erachtens kein unmündiger Konformist, sondern eine Person, die sich im Sinne des Erfolges selbst diszipliniert und zielorientiert handelt. Er hat die Entscheidung, der Vorgabe seines Coaches zu folgen, bewusst getroffen.

Nun ist es selten so, dass wir für den Ernst des Lebens einen persönlichen Coach haben, der unseren Tagesablauf organisiert und uns Handlungsempfehlungen gibt. Diese Funktion müssen wir selbst übernehmen (zu diesem Thema an späterer Stelle mehr). Die persönliche Disziplinierung fängt dabei an, einen geregelten Tagesablauf zu haben und feste Uhrzeiten für die persönliche Vorbereitung auf anstehende Aufgaben zu etablieren. An Wochenenden während der Schulzeit oder vorlesungsfreien Tagen an der Universität stehe ich beispielsweise häufig gegen halb acht in der Früh auf und starte entspannt in den Tag. Mein Ziel ist es, mit meinen Aufgaben um neun Uhr zu beginnen.

Die genaue Planung meiner Lernzeiten in der Freizeit gibt mir die Möglichkeit, diese zu quantifizieren und meinen Arbeitsaufwand einzuschätzen. Ich orientiere mich in aller Regel daran, bis zum Mittagessen alle wichtigen Aufgaben erledigt zu haben und danach lediglich zusätzliche Impulse zu setzen. Den Rest des Tages gebe ich mir frei.

Natürlich kommt es hin und wieder vor, dass man sich an seine eigenen Vorgaben nicht vollständig hält. Gerade in Zeiten von Social Media sind die Ablenkungsmöglichkeiten vielfältig oder es können schlichtweg private Angelegenheiten dazwischenkommen. Meiner Meinung nach kann es ab und zu auch einmal wertvoll sein, sich mit anderen Themen zu beschäftigen als mit dem täglichen Brot, um den eigenen Horizont zu erweitern und Probleme allgemein auch aus anderen Blickwinkeln sehen zu können. Zeit mit Freunden beispielsweise kann oftmals reicher sein als eine „Trainingseinheit“ im Lehrbuch.

Es ist allerdings wichtig, seine persönlichen Vorgaben zu haben und sich grundsätzlich an diese zu halten. Bei dem Verfolgen eines Zieles sorgen sie dafür, dass der Weg gut bestreitbar ist und übernehmen gleichzeitig eine Art Kompassfunktion zur mentalen Trainingssteuerung. Sie müssen davon wegkommen, Disziplin als belastenden Faktor für Ihr Wohlbefinden zu sehen! Disziplin sollte vielmehr als Möglichkeit wahrgenommen werden, seine persönliche Leistungsfähigkeit zu steuern, langfristig zu steigern und darüber hinaus bewusst Zeit für Familie, Freunde und andere schöne Dinge des Lebens einzuplanen. Disziplin ist nur in den Augen von dem schlecht, der es nicht schafft, sich selbst zu disziplinieren und die Vorgaben von anderen benötigt!

Haben Sie Respekt vor Ihren Aufgaben!

Jeder Fußballfan in Deutschland kennt die Faszination des DFB-Pokals. In jedem Spiel geht es um nicht weniger als um das Überleben in diesem Wettbewerb – eine einzige Niederlage und der Traum vom Titelgewinn ist ausgeträumt. In der ersten Runde dieses Wettbewerbs kommt es dabei immer zu dem Duell „David gegen Goliath“ und nicht selten müssen dabei große Favoriten die Segel streichen, während die Kleinen die Sehnsucht nach der Sensation stillen können.

Aber warum sind sportliche Herausforderungen nicht rational zu bewältigen, warum setzt sich nicht stets der objektiv von den Fähigkeiten her Stärkere durch? Ich möchte im Folgenden diese Problematik aus der Sicht des Stärkeren erläutern.

Psychologisch gesehen ist der Schwächere meiner Meinung nach stets im Vorteil, da die Öffentlichkeit keinen Erfolg von ihm erwartet. Seine intrinsische Motivation, sich selbst und der restlichen Welt seine eigentliche Stärke zu präsentieren, ist per se hoch. Aus diesem Grund scheint er nicht den Erwartungen der Öffentlichkeit verpflichtet, sondern ausschließlich sich selbst. Es ist möglich, die eigene Kraft einzig und allein vorwärts auf die Zielerreichung zu richten bei einem geringen Druck. Dies sind optimale Voraussetzungen, um in einem objektiv ungünstigen Rahmen als schwächerer über sich hinauswachsen zu können.

Auf der Gegenseite ist der Favorit, der Stärkere. Jeder erwartet von ihm den Sieg. Obwohl die Ständegesellschaft schon lange Geschichte ist, wird in diesem Kontext der Begriff „standesgemäß“ gerne verwendet. Psychologisch gesehen ist er im Nachteil, da er zunächst mehr zu verlieren hat als zu gewinnen. Es geht schlichtweg um seine Position als stärkerer. Der Fokus ist nicht auf das Gewinnen ausgerichtet, sondern auf die Vermeidung einer Blamage. Diese Gedanken gepaart mit einer gewissen Bequemlichkeit, können für Favoriten fatal sein: Da ich mich sonst mit stärkeren Gegnern messe, müsste ein geringerer Aufwand zum Erreichen meines Zieles möglich ...

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