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Lebe statt zu funktionieren

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LEBEN SIE IHR LEBEN UND GENIESSEN SIE ES!

Sie funktionieren perfekt, sind gut in dem, was Sie tun, und erfüllen die Erwartungen anderer. Sie sind eine gute Mutter oder ein guter Vater, und in Ihrer Partnerschaft läuft alles rund. Sie sind beliebt, haben viele Freunde und einen tollen Job. Es läuft also eigentlich ganz gut – irgendwie. Und doch sind Sie nicht zufrieden. Oft fühlen Sie sich ausgebrannt, und es gibt wenig, was Sie wirklich berührt. Die Zeit ist immer zu knapp, und falls Sie nicht jedes Detail minutiös planen, würde kaum etwas funktionieren. Kurz: Eigentlich ist Ihnen alles zu viel. Es klappt zwar immer irgendwie, aber Sie sind nicht glücklich. Doch kann man daran etwas ändern? Wenn Sie sich so umschauen, sind Sie nicht mal sicher, ob diese Unzufriedenheit nicht vielleicht völlig normal ist.

Eines ist gewiss: Sie müssen sich nicht damit abfinden, denn Sie besitzen alles, was Sie brauchen, um Ihr Leben so zu gestalten, dass es Ihren Wünschen entspricht. In Ihrem Unterbewussten steckt ein enormes Potenzial, das Ihnen erlaubt, alles zu erreichen, was Sie sich vorgenommen haben! Bitte verstehen Sie mich nicht falsch. Ich behaupte nicht, dass Sie sich einfach vorstellen müssen, mega-erfolgreich zu sein, und Sie werden Millionär. Hier geht es nicht um schneller, größer, höher, weiter. Es geht darum, dass Sie genau das finden und machen, was Sie am besten können. Was können Sie richtig gut? Was macht Ihnen wirklich Spaß? Was geht Ihnen leicht von der Hand und was würden Sie tun, wenn alles möglich wäre?

Geben Sie Ihrem Leben einen Sinn! Entwickeln Sie sich zu der Person, die Sie wirklich sind, und geben Sie sich die Chance, aus Ihren Stärken etwas zu machen.

Menschen, die ihrer inneren Stimme folgen, Bauchentscheidungen treffen und aus vollem Herzen tun, was sie am besten können, sind glücklich und empfinden das auch so. Sie haben Zeit und Raum für sich selbst, und die Menschen, die Ihnen am Herzen liegen, sprühen meist nur so vor Energie und sind sehr charismatisch.

Mit diesem Buch können Sie Ihre eigene Welt kreieren, die mit Sonne, Lachen und Intensität erfüllt ist, und sich selbst und andere verzaubern. Sie werden Ihre Kraftquelle entdecken und erfahren, wie Sie die eigenen Wünsche von fremden unterscheiden können. Sie lernen Ihrer inneren Stimme zu vertrauen und zu wissen, wann Ihr Bauch recht hat. Sie werden bewusst unterbewusste Fähigkeiten entdecken und diese einsetzen. Und Sie werden erkennen: Sie selbst sind das größte Geschenk Ihres Lebens!

Ihrer Intuition auf die Spur zu kommen und leben zu lernen, das hat nichts mit Zauberei zu tun: Sie müssen sich nur öffnen und bereit sein, sich zu verändern und zu wachsen, der Rest geht von allein.

Anhand zahlreicher Übungen werden Sie die Schatzkiste in Ihrem Innern spüren und erfahren, dass Ihr natürlicher Zustand Reichtum bedeutet. Entdecken Sie Ihre Talente, bewahren Sie sie vor dem Alltagsstress und lernen Sie die Talente der anderen wahrzunehmen. Außerdem bekommen Sie Werkzeuge an die Hand, mit denen Sie in Zukunft unangenehmen Stress spielerisch bewältigen können. Doch bevor Sie weiterlesen: Denken Sie über folgende Frage nach und schreiben Sie sich Ihre Antwort auf: »Wie sähe Ihre Welt aus, wenn Sie aufwachen würden und die Welt wäre genau so, wie Sie es sich immer gewünscht haben?«

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Hören Sie auch manchmal eine innere Stimme, die zu Ihnen spricht? Eine Stimme, die sagt: »Wieso hast du Ja gesagt, obwohl du das gar nicht wolltest?«, oder aber: »Nun mach schon, worauf wartest du noch?« Was ist das – oder wer? Wer hat recht? Die Stimme oder Sie? Ist die Stimme möglicherweise ein Teil von Ihnen? Die Antwort ist Ja! Diese innere Stimme ist ein Teil Ihres Unterbewussten, das Sie auf Ihr innerstes Selbst aufmerksam macht.

Entdecken Sie dieses große Geschenk, das Sie in sich tragen, und lernen Sie Ihre eigene innere Schatzkiste zu nutzen. Seien Sie offen für neue Impulse, die Sie sich selbst näherbringen werden, und entwickeln Sie Ihre Herzkraft, damit mehr Leben, mehr Lachen und mehr Leichtigkeit in Ihren Alltag kommen. Erkennen und entlarven Sie die Glaubenssätze und Sabotageprogramme, die Sie immer wieder zum Funktionieren bringen, durchbrechen Sie die Spirale der Fremdbestimmung und stärken Sie Ihren inneren Motivator – denn Motivation weckt Intuition und Leben!

DAS UNTERBEWUSSTE BEWUSST WAHRNEHMEN

Machen Sie mal etwas ganz anders als sonst. Denn genau darum geht es in diesem Buch. Wenn Sie sich verhalten wie bisher, werden Sie weiter einfach nur funktionieren. Sie aber wollen leben, statt zu funktionieren – sonst hätten Sie sich dieses Buch nicht gekauft! Das Fantastische ist, dass Sie damit bereits unterbewusst etwas anders gemacht haben. Normalerweise ersteht man ein Buch, um etwas Neues zu erfahren. Sie aber haben sich ein Buch besorgt, in dem lauter Dinge stehen, die Sie eigentlich schon wissen: Denn Sie besitzen bereits Intuition, eine innere Stimme – Sie haben nur verlernt, sie zu hören und zu nutzen!

Ich zeige Ihnen, welche Potenziale in Ihrem Unterbewussten verborgen sind und wie Sie den Zugang zu Ihrer inneren Stimme finden. Fast wie von selbst werden sich dadurch neue Wege vor Ihnen auftun, die es Ihnen ermöglichen, Ihr Leben genussvoller zu gestalten. Im Zentrum stehen Sie als Mensch: Anhand zahlreicher Übungen werden Sie erfahren, wie Sie strukturiert sind, wie Sie »ticken« und wie Sie – aufgrund Ihrer ganz besonderen Fähigkeiten – Ihr Leben eigenverantwortlich gestalten können. An der ein oder anderen Stelle wird es Ihnen helfen, sich Notizen zu machen.

Das Unterbewusste?

Ihr Unterbewusstes verfügt über ein gewaltiges, bisher ungenutztes Potenzial, das Ihnen in Zukunft erlauben wird, das zu erreichen, was Sie sich vornehmen. Und Sie haben richtig gelesen. Ich sage ganz bewusst das Unterbewusste. Sie kennen sicher den Begriff des Unterbewusstseins, also die Summe allen unbewussten Verhaltens, Funktionierens und aller Dinge, die wir Menschen bewusst nicht wahrnehmen können. In der Psychologie wird außerdem der Begriff des Unbewussten verwendet, der sich auf den Bereich der menschlichen Psyche bezieht, welcher dem Bewusstsein nicht direkt zugänglich ist und tief in unserer Psyche verborgen liegt. Ich werde mit Ihnen jedoch die Prozesse und die Strukturen berühren, die dazwischenliegen – in Ihrem Unterbewussten. Prozesse, die Sie dazu bringen, täglich Dinge zu machen, die Ihnen guttun oder aber Sie schwächen. Sie werden lernen, das, was Sie stärkt, zu verstärken und das, was Sie blockiert, in Lebensenergie (Herzkraft, eigene Stärken, eigene Wege, Selbstbewusstsein) umzuwandeln.

Warum wir unsere Intuition kaum nutzen

Wenn ich zu Beginn meiner Seminare mit den Teilnehmern über Veränderung spreche, stellt sich bald heraus, dass viele sich wünschen, schneller zu sein und weiterzukommen. Sie glauben, dass ihr Leben dadurch besser wird. Dabei geht es im Leben doch darum, mehr (Lebens-)Qualität zu schaffen. Wenn Sie also aufhören wollen, nur zu funktionieren, müssen Sie einen Paradigmenwechsel vornehmen (siehe ), das heißt, die Qualität Ihres Seins so verändern, dass ein »Mehr-Wert« für Sie und Ihr Umfeld entsteht. Was mit Mehr-Wert gemeint ist? Sie werden innerlich reicher werden! Dadurch, dass Sie in sich ruhen und in Ihrer Mitte sind, werden Sie ein Vorbild für andere. Und: Wer reich ist, kann großzügig sein – so werden auch andere von Ihrem Glück profitieren.

Bequemlichkeit und der Wunsch zu gefallen, aber auch Gewohnheit und Glaubenssätze hindern viele Menschen daran, ihrer Intuition zu folgen – nach dem Motto: »So geht das nicht!« (siehe ⇒). Dadurch funktionieren sie zwar und entsprechen den Erwartungen anderer, sind aber blockiert: Es wird ihnen nicht gelingen, aus vollem Herzen zu leben.

Dinge bewusst wahrzunehmen, ist eine der Voraussetzungen, damit Sie Ihr Leben selbst aktiv gestalten können. Ein noch viel größeres Potenzial liegt aber in Ihrem Unterbewussten. Unterbewusste psychische Prozesse finden permanent und in jedem von uns statt. Den meisten Menschen ist dies aber nicht klar, und kaum jemand weiß, wie sie funktionieren. Sie dagegen können lernen, sich Ihr Unterbewusstes bewusst zu machen! Damit halten Sie den Schlüssel zu Ihrem verborgenen Schatz in Händen, der nur darauf wartet, entdeckt zu werden.

DIE SPITZE DES EISBERGS

Hätten Sie gedacht, dass Sie unterbewusst viel mehr wahrnehmen können als bewusst? Wenn Sie zum Beispiel in einem fremden Land sind, bleiben oft viele Vokabeln hängen, selbst wenn Sie sich mit der Sprache nicht beschäftigt haben. Kinder sind ein Paradebeispiel für diese Effekte. Sie wiederholen Dinge, die wir Erwachsenen nur in einem Nebensatz erwähnt haben. Wir erfassen und verarbeiten also unterbewusst eine ganze Menge mehr an Informationen, als uns bewusst wird. Tor Noerretranders beschreibt in seinem Buch Spüre die Welt, dass der Mensch pro Sekunde eine Datenmenge von maximal 40 Bits bewusst erfassen kann – und das auch nur, wenn all seine Wahrnehmungssysteme aktiv sind. In der gleichen Sekunde hat jedoch die unterbewusste Wahrnehmung schon eine Datenmenge von 11 Millionen Bits verarbeitet.

Mit anderen Worten: In der Sekunde, in der Sie einen Raum betreten, in dem eine Party steigt, registriert Ihr Unterbewusstes unendlich viel mehr, als Sie mit Ihren Augen sehen und mit Ihren Ohren hören. Innerhalb von Sekunden entsteht dadurch bei Ihnen ein Gefühl. Während Sie durch die Tür gehen, gleicht Ihr Gehirn die Szenerie sofort mit allem ab, was für Sie wichtig ist und was Sie bisher an ähnlichen Situationen erlebt haben – auf allen Ebenen. Überprüft wird beispielsweise, ob das, was Sie registrieren, zu Ihren Werten (siehe ) passt, also zu Ihrem Begriff von Lebensqualität und zu Ihren Visionen (siehe ). Dabei wird das Geschehen auch mit Ihren Erfahrungen und Ihren Glaubenssystemen abgeglichen, die aus Ihren Erfahrungen entstanden sind (siehe ). Gleichzeitig findet – noch unterbewusst – eine Bewertung statt, etwa ob die Sache gut, neutral oder schlecht ist. All dies geschieht, bevor Ihnen bewusst Gedanken durch den Kopf gehen. Es kann sein, dass Sie sogar Ihre innere Stimme »hören«. Auf jeden Fall werden Sie das Gefühl wahrnehmen, das sie Ihnen vermittelt. Allerdings befindet sich in Ihrem »Bewusstsein« nur die Spitze des Eisbergs. Aufgrund dieser winzigen Spitze treffen wir nahezu all unsere Entscheidungen. Und genau hier liegt das Problem: Nutzen Sie lediglich die Spitze des Eisbergs, beginnen Sie automatisch »nur« zu funktionieren! Wenn Sie aber lernen, Ihrer Intuition zu folgen, die sich im großen Rest des Eisbergs verbirgt, dann werden Sie in vollen Zügen leben.

Das Eisbergprinzip

Wenn wir mit anderen Menschen zu tun haben, dann reagieren wir meistens auf deren Verhalten. Und auch wenn wir uns verändern wollen oder uns von anderen wünschen, dass sie sich ändern mögen, dann meinen wir häufig das Verhalten. Dabei ist das Verhalten nur das Sichtbare, quasi die Spitze des Eisbergs, in diesem ganzen Spiel – und das Letzte, was sich verändern kann.

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Die meisten Prozesse spielen sich in Ihrem Unterbewussten ab – teilweise auch das Verhalten – ähnlich wie bei einem Eisberg.

Denn alles, was wir tun, wird in unserem Unterbewussten gesteuert.

Wenn Sie die Grafik betrachten, wird Ihnen schnell klar: Das Verhalten ist nur die Spitze des Eisbergs, eigentlich formt es sich schon viel tiefer. Alles fußt auf Ihren Ressourcen (etwa Ihre Stärken) und Ihrer Kraftquelle (siehe und siehe ). Wenn Sie mit dieser Kraftquelle in Verbindung stehen, leben Sie aus ganzem Herzen. Aus der Kraftquelle und den Stärken, die Sie in sich tragen, ergibt sich Ihre Mission – der Sinn, den Sie Ihrem Leben geben. Oder anders ausgedrückt: der Grund, weshalb Sie Ihr Leben so gestalten, wie Sie es tun (siehe ). Aus Ihrer Mission wiederum formen sich Ihre Visionen. Bill Gates hatte die Mission, dass jeder Mensch jederzeit von jedem Ort der Welt aus Zugang zu allen Informationen haben sollte. Daraufhin entwickelte er die Vision, dass jeder Haushalt einen Computer braucht. Das machte es ihm möglich, seiner Mission näher zu kommen: Wenn Ihre Visionen kraftvoll sind, dann leben Sie Ihre Werte – dann suchen Sie sich den Beruf, in dem Sie arbeiten, und die Partner, mit denen Sie zusammenleben möchten, nach den Werten aus, die Sie in sich tragen (mehr dazu ). Ihre Glaubenssysteme haben großen Einfluss auf die Art und Weise, wie Sie Ihre Werte leben (mehr dazu ⇒), und sind außerdem ausschlaggebend für die Strategien, die Sie verfolgen. All das formt Ihre Gedanken und Ihre innere Vorstellungskraft. Das heißt, Sie werden vor dem inneren Auge Bilder haben, Projektion Ihrer Mission und Ihrer Vision. Durch Ihre innere Stimme werden Sie inspiriert. Durch das, was Sie spüren, und durch die Synergie dieser Zusammenarbeit entsteht Intuition.

Menschen, die intuitiv handeln, haben gelernt, den in ihrem Unterbewussten verborgenen Teil des Eisbergs zu spüren und zu nutzen. Diese Menschen leben!

DAS STREBEN NACH PERFEKTION VERHINDERT, DASS SIE LEBEN

Die meisten von uns haben gelernt, nach Perfektion zu streben. Aber warum kommt Weihnachten immer wieder Hektik auf, wo doch jedes Jahr am 24. Dezember Bescherung ist? Warum wollen Sie vor dem Urlaub unbedingt alles erledigen, obwohl viele Dinge auch nach den Ferien gemacht werden könnten? Warum naschen Sie immer wieder Süßigkeiten und Fast Food, obgleich Sie ganz genau wissen, was gesünder ist?

Wenn wir eine schlechte Gewohnheit ablegen wollen, dann nehmen wir uns das für gewöhnlich einfach vor – und scheitern. Manchmal habe ich das Gefühl, dass genau diese hochgesteckten Ziele dafür verantwortlich sind, dass wir eingefahrene Wege weitergehen und einfach funktionieren. Und genau dieses Funktionieren kostet uns so viel Kraft, weil es nicht unserem eigenen Selbst entspricht. Dieser Kampf gegen uns selbst kann im schlimmsten Fall zum Burn-out führen.

Auch in meine Kurse kommen Menschen, die kopfgesteuert sind und sich vorgenommen haben, dass alles »perfekt« werden soll. Aber: Durch das Streben nach Perfektion verliert man Kraft – auf Kosten von Lebensfreude, Zeit und Genuss. Kein Wunder, dass die Weihnachtstage zum Stress werden, Sie den Urlaub brauchen, um sich von den Urlaubsvorbereitungen zu erholen, und Sie Naschen nicht mehr als Genuss empfinden, solange der Kopf Sie dominiert.

Psyche und Physis beeinflussen das Verhalten

Verhalten ist nichts weiter als das Ergebnis von psychischen Prozessen, die in Ihrem Inneren ablaufen, denn Ihr Verhalten wird maßgeblich von Ihren Gefühlen bestimmt.

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Ihre Gedanken und Ihre Körperhaltung wirken sich auf Ihre Gefühle aus – das wiederum beeinflusst Ihr Verhalten.

Je nachdem, ob Sie positive oder negative Gefühle haben, werden Sie sich eher wohlwollend oder eher ablehnend verhalten. Sind Sie mit sich und Ihrem Leben zufrieden, werden Sie wahrscheinlich eine großzügige Haltung nach außen einnehmen. Haben Sie das Gefühl, dass das Leben nicht fair zu Ihnen ist, werden Sie vielleicht zurückhaltend oder sogar aggressiv handeln.

Die Macht der Gedanken

Ihre Gefühle werden von Ihren Gedanken mitbestimmt. Gleichzeitig hat Ihr körperliches Befinden ebenfalls eine nicht unbedeutende Wirkung auf Ihre Gedanken. Das kennen Sie sicher: Sind Sie verliebt, werden Sie großzügig, und alles scheint Ihnen perfekt! Sie kommen mit ganz wenig Schlaf aus, brauchen kaum etwas zu essen, Sie strahlen und sehen aus, als ob Sie gerade im Urlaub gewesen wären. Ganz anders verhält es sich, wenn Sie kurz vor einer Trennung stehen. Und genau das ist der Punkt! Wenn Sie ein neues Verhalten entwickeln wollen, können Sie etwas an Ihrem Denken verändern oder auch erst mal nur Ihre Körperhaltung (siehe Übung ⇒). Doch die größte Nachhaltigkeit haben Veränderungen, die von innen kommen und die Harmonie zwischen Geist, Körper und Gefühlen schaffen.

Ihr Körper reagiert

Ihr Körper antwortet sofort auf das, was Sie denken – mit der dazu passenden Körperhaltung. Schauen Sie sich einmal auf der Straße um! Mit etwas Übung werden Sie erkennen, was die Menschen in Ihrer Umgebung fühlen. Natürlich wissen Sie nie, was eine Person denkt, doch die Körpersprache (siehe ) verrät viel über das Empfinden. Auch Ihr Körper reagiert sofort auf Unbehagen, allerdings haben die meisten von uns verlernt, dem eine Bedeutung beizumessen. Wir reagieren auf unseren Körper erst, wenn er sich massiv meldet, wenn wir seine Signale nicht mehr ignorieren können. Ihre Gedanken beeinflussen Ihre Haltung und sorgen so dafür, dass Sie Gefühle entwickeln, die Sie spüren können.

Lassen Sie sich auf das Leben ein

An dieser Stelle möchte ich Ihnen den Schlüssel zu Ihrem neuen Leben zeigen: Sie bekommen Kraft, indem Sie sich über Wachstum, Bewegung und Fortschritt freuen! Lernen Sie zu genießen, was Sie bereits erreicht haben. Es ist schon eine ganze Menge! Glück macht gesund, und Sie brauchen Glück, um aus vollem Herzen zu leben. Es gibt nichts, was perfekt ist. Das Leben ist ein Fluss, der sich immer wieder verändert und immer weiterfließt – es sei denn, Sie bauen einen Staudamm und blockieren Ihren Lebensfluss. Ob der Fluss fließt oder blockiert ist, haben Sie in der Hand.

Intuition, Bauchgefühl & Co.

Die Worte Bauchgefühl, Intuition und Unterbewusstes werden oft missverstanden. Je nachdem in welchem Zusammenhang sie gebraucht werden, können sie ganz unterschiedliche Gefühle hervorrufen, die von Ablehnung über Ratlosigkeit bis hin zu Bewunderung reichen. Ich möchte es hier für Sie so definieren: Intuition ist die Handlung, die aus der Erfahrung des Unterbewussten in die Tat umgesetzt wird. Intuition ist spontan und schnell und wird von Emotion, sprich Bauchgefühl, geleitet. Intuition funktioniert am besten, wenn Sie positiv gestimmt sind – also ausgeglichen, optimistisch, neugierig, aufgeschlossen – und Kraft haben.

Sobald Sie sich in einem Entscheidungsprozess befinden, ist Ihre Intuition aktiv. Allerdings nur solange Sie sich mit der Entscheidung auseinandersetzen. Ist das nicht der Fall, entsteht tief in Ihrem Inneren ein »JA«, das Sie zu einer Gewohnheit, einem Automatismus führt – und Sie fangen an sich zu fragen, ob Sie funktionieren! Oder anders gesagt: Intuition funktioniert, wenn Sie offen und neugierig sind. Intuition hört auf, wenn Sie bereits Handlungsmuster für eine Situation haben. Solange Sie bereit sind, etwas infrage zu stellen – oder nur zu überdenken –, arbeitet Ihre Intuition aktiv mit.

Doch was geschieht beispielsweise, wenn Sie eine Beziehung eingehen? Sie entscheiden sich für jemanden, weil Ihnen das, was Sie in dieser Person sehen, gefällt und weil Sie sich wünschen, dass das immer so bleibt. Deshalb versäumen Sie von Zeit zu Zeit zu überprüfen, ob Ihr Verhalten, Ihre Gewohnheiten, Ihre Erwartungen in Bezug auf den Partner auch noch passen. Sie gehen zum Beispiel davon aus, dass sich Ihr Partner in bestimmten Situationen immer gleich verhält, dass er seine Gewohnheiten nicht ändert. Veränderungen werden – übrigens nicht nur in Beziehungen – oft als Affront empfunden. Sie merken schon: Auf diese Weise schleichen sich Gewohnheiten und Automatismen in unsere privaten und beruflichen Beziehungen ein. Oft sind diese Automatismen nützlich, häufig hindern Sie uns aber auch daran, unserem Leben eine neue Richtung zu geben oder einfach etwas ins Positive zu verändern.

Tipp

Überprüfen Sie Ihre Gewohnheiten

Nehmen Sie einen Stift und ein Blatt Papier zur Hand und gehen Sie die letzten Tage in Gedanken durch. Schreiben Sie die nützlichen Gewohnheiten auf die linke und die Gewohnheiten, die Sie gerne ablegen möchten, auf die rechte Seite. Sie können die Liste immer wieder aktualisieren. Sie werden staunen, wie viel sich allein dadurch verändert, dass Sie es sich bewusst gemacht haben.

  • Welche Ihrer Gewohnheiten waren für Sie nützlich?
  • Welche Ihrer Gewohnheiten wären eine Veränderung wert?

Übung

IHRE HALTUNG BEEINFLUSST IHRE GEFÜHLE

Zur Erinnerung: Ihre Gefühle werden einerseits durch Ihre Gedanken beeinflusst, andererseits aber auch durch Ihre Körperhaltung. Probieren Sie es aus:

1. Stehen Sie aufrecht und stellen Sie sich vor, wie es ist, frisch verliebt zu sein, oder wie schön Ihr letzter Sommerurlaub war. Spüren Sie diesem posi-tiven Gefühl in Ihrem Körper nach und lassen Sie es lebendig werden. Richten Sie nun Ihre Augen zu Boden, senken Sie Ihren Kopf und lassen Sie Schultern und Arme hängen. Versuchen Sie anschließend das Gefühl des Verliebtseins oder des totalen Glücks stärker werden zu lassen. Geht es? Fühlen Sie, wie sich dieses positive Gefühl in Ihnen ausbreitet? Natürlich nicht: Weil Ihre Körperhaltung zu dem Gefühl nicht passt!

2. Jetzt probieren Sie es andersherum: Stellen Sie sich nun eine unangenehme Situation vor, etwa Stress, weil Sie schon wieder zu spät zu einem Termin kommen. Spüren Sie dieses Gefühl und lassen Sie es intensiver werden. Strecken Sie nun beide Arme in die Höhe, schauen Sie zur Decke und atmen Sie tief ein. Spüren Sie jetzt eine gewisse Leichtigkeit? Schon fühlt man sich nicht mehr so niedergedrückt. Sie merken an dieser Stelle etwas Wunderbares: Wenn Sie in einer unangenehmen Situation bewusst eine positive/optimistische Körperhaltung einnehmen, fühlen Sie sich auch entsprechend.

3. Machen Sie diese Übung immer dann, wenn Sie merken, dass schlechte Stimmung im Anmarsch ist. Wenn Sie schlecht gelaunt sind, sich niedergeschlagen fühlen oder angesichts Ihres Spiegelbildes wahrnehmen, dass Sie eine gebeugte Körperhaltung haben, können Sie das mithilfe dieser Übung ruck, zuck ändern. Bringen Sie sich mittels Ihrer Gedanken in einen positiveren inneren Zustand. Sie gewinnen dadurch enorm an Kraft für den Alltag und werden stressigen Situationen künftig mit einer positiven inneren Haltung begegnen.

Wie ist nun aber Veränderung möglich? Die Übung ⇒ zeigt die Wechselwirkung zwischen Körperhaltung und Gefühlen. Versuchen Sie es, und Sie werden sofort verstehen, was gemeint ist.

Fühlen Sie sich ein

Nachdem Sie selbst bewusst wahrgenommen haben, wie Ihre Haltung Ihre Gefühle beeinflusst (siehe Übung ⇒), können Sie sicherlich nachvollziehen, wie es zum Beispiel Teenagern geht, die mit gebeugten Schultern und gesenktem Blick in die Schule schlurfen. Nein? Nehmen Sie diese Körperhaltung doch einmal selbst ein und fühlen Sie, was diese Stellung bei Ihnen auslöst. Verstehen Sie jetzt, warum es zwecklos ist, mit einem Menschen zu diskutieren, der so dasteht? Er kann gar nicht wahrnehmen, was Sie ihm sagen wollen. Empathie ist keine Zauberei. Wenn es Ihnen zunächst schwerfällt, sich in einen anderen Menschen hineinzuversetzen, versuchen Sie Folgendes: Spiegeln Sie die betreffende Person. Nehmen Sie zum Beispiel ihre Körperhaltung ein und versetzen Sie sich in ihre Situation. Wie fühlt sich das an und wie fühlen Sie sich? Durch diese verblüffend einfache Übung können Sie sehr leicht wahrnehmen, wie es dem anderen geht, und gleichzeitig entsteht mithilfe dieser Übung ein Gefühl von Verbundenheit.

Genau dasselbe passiert zwischen verliebten Menschen. Sie greifen im selben Moment zum Glas, denken häufig zur gleichen Zeit dasselbe, wodurch sie nicht selten genau das Gleiche im gleichen Moment sagen. Es ist schön und einfach, sich in jemanden hineinzuversetzen, wenn es dem anderen gut geht. Wenn es Ihrem Gesprächspartner schlecht geht, haben Sie die Möglichkeit, kurz in ihn hineinzuspüren, um zu wissen, wie er sich fühlt. Wenn Sie bemerken, dass sich in Ihnen ein unangenehmes Gefühl ausbreitet, ändern Sie einfach wieder Ihre Körperhaltung.

DAS VERLANGEN NACH INTENSIVEN GEFÜHLEN

Wir Menschen streben nach Intensität. Und weil wir Freude, Erfolg oder Liebe als ausgesprochen positiv wahrnehmen, ist unser Verlangen nach diesen Gefühlen besonders ausgeprägt. Wenn wir allerdings Intensität im Positiven nicht finden, dann sorgen wir auch schon mal für unangenehme Situationen, um uns zu spüren. Dazu gehört etwa Zeitdruck, den wir selbst erzeugen, indem wir uns viel zu viel vornehmen oder eine Aufgabe zu lange aufschieben.

Intensität kennt keine Wertung. Ob positiv, ob negativ: Sie ist vorhanden oder nicht. Was Sie aber beeinflussen können, ist die Dauer des intensiven Gefühls. Das heißt, Sie können lernen, Glücksgefühle länger auszukosten und aus einer negativen Phase schneller herauszufinden (siehe auch ). Andererseits gilt aber auch: Wer intensive Glücksgefühle erleben will, muss bei den negativen Gefühlen dieselbe Intensität in Kauf nehmen.

Die Krise – eine intensive Situation

Nicht immer hält das Leben positive Aspekte bereit. Manchmal geraten wir in Konflikte, aus denen es scheinbar keinen Ausweg gibt. Unsere Gedanken drehen sich im Kreis, und wir versuchen uns mit aller Macht gegen dieses Gedankenkarussell zu wehren. Häufig folgt schließlich eine Phase des Stillstands oder wilder Aktionismus – in beiden Fällen ist der Zugang zu Ihrer Intuition blockiert.

Akzeptieren Sie Krisen als Chance

Sie können diesen Zugang jedoch öffnen, indem Sie eine Krise als Chance begreifen: Überprüfen Sie dazu Ihre Gewohnheiten in Krisensituationen und manchen Sie sich Gedanken darüber, welche Ihrer Handlungsmuster Sie weiterbringen und welche nicht.

Das Bauchgefühl

All Ihre Gefühle übertragen sich auch auf Ihren Körper und haben Einfluss auf ihn (siehe ⇒). Wie sich das anfühlt, können Sie zum Beispiel mit der Übung »Intuitionsdetektor« auf dieser Seite testen. Mit der Übung lässt sich außerdem ganz schnell überprüfen, was Ihnen guttut und was nicht. Menschen, die ein gutes Körpergefühl besitzen, spüren Gefühle bereits körperlich, bevor diese überhaupt in ihrem Bewusstsein angekommen sind. Das ist das sogenannte Bauchgefühl. Doch wie entsteht es? Und wie können wir lernen, es rational zu verarbeiten?

Übung

DER INTUITIONS- DETEKTOR

Die Reaktionen Ihres Körpers sind Antworten aus Ihrem Unterbewussten. Lernen Sie, wie Ihr Unterbewusstes auf Ihre Gedanken oder neuen Vorhaben reagiert – auf diese Weise können Sie Ihre Intuition schulen (siehe Kapitel 2 ).

  • Stellen Sie sich gerade hin, die Knie leicht gebeugt, und denken Sie an etwas Schönes, zum Beispiel das Lachen eines Kindes. In welche Richtung bewegt sich Ihr Körper?
  • Denken Sie nun an eine Situation, die Ihnen äußerst unangenehm ist (Streit, Stau, Zeitdruck). Jetzt bewegt sich Ihr Körper in eine andere Richtung, nicht wahr?

Wenn Sie etwas Unangenehmes denken, verursacht das Stress. Und wenn Sie Stress haben, reagiert Ihr Körper immer wieder auf die gleiche Weise.

Der menschliche Körper ist durchzogen von Meridianen. Damit sind jene Linien gemeint, die Sie vielleicht schon aus der Akupressur oder dem Shiatsu kennen. Die Meridiane stehen in Verbindung mit unseren Gefühlen, gleichzeitig sind sie gekoppelt an entsprechende Muskeln im Körper. Ihre Erfahrungen sind also nicht nur in Ihrem Gehirn gespeichert, sondern auch in Ihrem Körper. Mit anderen Worten: Immer wenn Sie sich bewegen und auf ein Ziel zugehen, bewegen Sie nicht nur Ihren Körper, sondern auch alle Erfahrungen, die Sie im Lauf Ihres Lebens gemacht haben – von Ihrer Zeugung bis zum heutigen Tag –, und zwar unterbewusst. Haben Sie eine positive Assoziation mit einem Ziel, dann sind Ihre Meridiane im Gleichgewicht. Sind die Assoziationen aber negativ, dann entstehen Blockaden auf unterbewusster Ebene: Ihre Emotionen können nicht fließen, was sich wiederum auf Ihre Muskulatur auswirkt. Die Reaktion auf körperlicher Ebene erleben Sie ganz unmittelbar (siehe Übung ⇒). Ihr Körper gibt Ihnen sofort ein Signal – lange bevor Ihr Bauch anfängt, Gefühle zu melden, und Sie es bewusst registrieren können.

Wenn der Kopf in der Krise nicht weiterhilft

Um komplexe Aufgaben zu bewältigen, sind wir auf die Vernetzung unserer beiden Gehirnhälften angewiesen. Die rechte Hälfte gibt Impulse und entwickelt neue Ideen – hier findet also der kreative Umgang mit Problemen statt. In der linken Gehirnhälfte werden die neuen Impulse logisch verarbeitet. Wenn der Austausch zwischen beiden Gehirnhälften reibungslos läuft, haben Sie gute Chancen, alle bestehenden Herausforderungen zu meistern.

Doch leider hilft uns der Verstand allein nicht immer weiter. Manchmal stehen Sie vor einem Problem, und im Kopf ist nichts als Nebel: Sie können keinen klaren Gedanken fassen, vom Entwickeln einer Lösung ganz zu schweigen. Der Fluss Ihrer Gedanken ist blockiert – Sie sind blockiert! Häufig tun Sie dann dasselbe, was Sie schon immer in solchen Situationen getan haben – und wiederholen diese Erfahrung somit wieder und wieder: Ein Verhaltensmuster wird zementiert!

WARUM ROUTINIERTES HANDELN NICHT IMMER GUT IST

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