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Lauf um dein Leben, Agent Burke!

Pete Hackett

Lauf um dein Leben, Agent Burke!

FBI Special Agent Owen Burke #11





BookRix GmbH & Co. KG
80331 München

„Lauf um dein Leben, Agent Burke!“

Special Agent Owen Burke

 

Krimi von Pete Hackett

 

Ein CassiopeiaPress E-Book

© by Author

© 2012 der Digitalausgabe 2012 by AlfredBekker/CassiopeiaPress

www.AlfredBekker.de

 

 

Die Agents Burke und Harris betraten ihr gemeinsames Büro. Sie kamen vom Assistant Director. Owen Burke hielt eine dünne Mappe in der linken Hand. Er warf sie auf seinen Schreibtisch und ließ sich auf seinen Drehstuhl fallen. Auch Ron Harris nahm hinter seinem Schreibtisch Platz. Die Blicke der Agents kreuzten sich. Sie drückten Ratlosigkeit aus. Owen Burke ließ seine Stimme erklingen: »Hast du eine Ahnung, wo wir in diesem Fall ansetzen sollen?«

Ron Harris wiegte den Kopf. »Wir haben kaum etwas. Zwei spurlos verschwundene Männer und eine Leiche, die über achtzig Meilen von New York entfernt nahezu verwest und völlig verstümmelt in der Wildnis aufgefunden wurde. Kein DNA-Material, keine sonstigen Spuren – nichts.«

»Vielleicht sollten wir mal mit dem Sheriff's Office in Sundown Verbindung aufnehmen«, schlug Owen Burke vor. »Möglicherweise gibt es Hinweise, von denen nichts in dieser Akte vermerkt ist.«

»Sicher, versuchen können wir es. Ob es zu etwas führt«, streute Ron Harris seine Zweifel aus, »ist die andere Frage.«

Burke schlug die dünne Akte auf. Gleich auf dem Deckblatt war die Telefonnummer des Büros des County Sheriffs vermerkt. Der Agent schnappte sich den Telefonhörer, hob ihn vor sein Gesicht, tippte die Nummer und wartete. Zweimal tutete das Freizeichen, dann meldete sich eine sonore Stimme: »Deputy Sheriff Matt Carson. Was kann ich für Sie tun?«

Auch Burke stellte sich vor und erklärte dann den Grund seines Anrufs. Nachdem er geendet hatte, erklang wieder die Stimme des Deputy Sheriffs. Er sagte: »Ich weiß Bescheid. Es gibt in der Tat keine Hinweise auf denjenigen, der Will Sullivan derart zugerichtet hat. Der Coroner meint, dass es mehrere Hunde gewesen sein könnten, die den Mann regelrecht zerfleischt haben. Es kommen auch wilde Tiere in Frage. Allerdings war der Verwesungsprozess bei dem Leichnam schon ziemlich weit fortgeschritten. Er war zum Teil skelettiert, so dass der Todeszeitpunkt sowie die Todesursache nicht mehr mit letzter Sicherheit feststellbar sind.«

»Verschwunden ist Sullivan am 15. Juni«, murmelte Owen Burke.

»Ja, vor über drei Monaten. Es ist wohl so, dass er schon bald nach seinem Verschwinden ums Leben kam.«

»Seitdem sind zwei weitere Männer spurlos verschwunden«, murmelte Burke.

»Nicht in unserem Zuständigkeitsbereich, Agent. Ich weiß, bei allen drei –hm, Entführungen soll ein dunkelgrüner Chevy eine Rolle spielen, aber wie ich schon sagte, keiner der entführten Männer hatte einen Wohnsitz im Ulster County.«

»So ist es. Vielen Dank.« Burke verabschiedete sich und legte auf. »Wir fahren nach Sundown!«, erklärte er nach kurzer Überlegung mit Entschiedenheit im Tonfall. »Alles deutet darauf hin, dass John Clark, Steve Wayne und Will Sullivan von ein und demselben Täter entführt wurden. Nun ist Sullivan aufgetaucht – tot, gestorben unter nicht mehr nachvollziehbaren Umständen, möglicherweise von Hunden zerfleischt. Ich will der Sache auf den Grund gehen. Und das können wir nur vor Ort.«

»Ich bin ganz deiner Meinung, Partner«, murmelte Ron Harris. »Allerdings werden wir wohl die Sache nicht an einem Tag abwickeln können. Das heißt, wir brauchen Hotelzimmer in Sundown, und wir müssen ein paar Dinge einpacken, die wir für einen längeren Aufenthalt in den Catskill Mountains benötigen.«

»Die Zimmer wird Amalie für uns buchen«, antwortete Owen Burke. »Um unsere Zahnbürste, den Rasierapparat und ein paar andere Dinge zusammenzupacken haben wir am Abend nach Feierabend Zeit. Ich denke, wir fahren morgen in der Früh los.«

»Wenn uns der Chef grünes Licht gibt«, wandte Harris ein.

»Ich rufe ihn an«, erklärte Owen Burke. »Und du kannst Amalie Bescheid sagen. Sie wird sich diebisch freuen, deine Stimme zu hören.«

Während Owen Burke wie ein Lausbub grinste, machte Ron Harris ein Gesicht, als hätte ihn sein Kollege mit einer Zitrone gefüttert. »Willst du mir tatsächlich den Rest des Tages vermiesen?«, fragte er mit geradezu kläglicher Stimme. »Du weißt genau, wie Mutter Courage auf mich reagiert. Wäre es nicht besser, wenn du …«

Owen Burke grinste breiter. »Das ist Feigheit vor dem Feind, mein Freund. Nun ja, ich will mich deiner erbarmen. Ruf du den Chef an.«

»Du bist so gut zu mir«, knurrte Ron Harris. »Ich könnte weinen vor Rührung.«

»Ha, ha.«

 

*

 

Gegen 11 Uhr des darauffolgenden Tages – es war regnerisch und viel zu kalt für die Jahreszeit -, parkte Ron Harris den Dodge Avenger vor dem Sheriff's Office in Sundown. Die Agents stiegen aus und betraten das große Gebäude. Es gab eine Rezeption, die mit zwei Beamten besetzt war. Owen Burke zeigte seinen Dienstausweis, nannte seinen Namen und sagte: »Wir sind mit Deputy Sheriff Matt Carson verabredet. Wo finden wir ihn?«

»Matt hat uns schon instruiert«, erklärte der Uniformierte, an den sich Owen Burke gewandt hatte. »Gehen Sie in die obere Etage, Zimmer zwölf. Sie können auch den Aufzug nehmen.« Der Mann wies mit dem Kinn auf die Edelstahltür in der der Rezeption gegenüberliegenden Wand.

»Sehen wir so unsportlich aus?«, fragte Ron Harris.

Die beiden Agents nahmen die Treppe. Wenig später standen sie vor dem Büro des Deputy Sheriffs. Ron Harris klopfte, die Aufforderung, einzutreten, erklang, Harris klinkte die Tür auf.

Hinter einem Schreibtisch saß ein Mann von ungefähr vierzig Jahren. Seine Haare waren brünett, sein Gesicht war breitflächig und wirkte irgendwie bulldoggenhaft, seine braunen Augen waren fragend auf die Eintretenden gerichtet, und plötzlich spielte ein freundliches Grinsen um seine schmalen Lippen. »Aaah«, machte er, »die beiden Kollegen aus dem Big Apple.« Er erhob sich und streckte Ron Harris, der vor Burke das Büro betreten hatte, die Hand hin.

Nachdem sie sich begrüßt hatten, bot Carson den Agents Sitzplätze an dem kleinen, viereckigen Tisch an der Wand an, bei dem auch zwei Stühle standen. Dann fragte er: »Haben Sie schon Zimmer?«

»Alles erledigt«, erklärte Owen Burke. »Wir wollen keine Zeit verlieren, Deputy. Darum wäre uns viel daran gelegen, wenn Sie uns zu dem Platz führen könnten, an dem die Leiche aufgefunden wurde.«

»Das ist kein Problem. Ich sage nur dem Sheriff Bescheid, dass Sie angekommen sind. Und dann können wir sofort aufbrechen.«

Zehn Minuten später waren sie auf dem Weg.

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