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Lassiter - Folge 2233

Inhalt

  1. Cover
  2. Impressum
  3. Der Hölle ein Stück näher
  4. Vorschau

Der Hölle ein Stück näher

Lassiter kam zu sich und sah den Toten.

Der Mann lag auf dem Bauch, mitten im Zimmer. Zwischen seinen Schulterblättern steckte ein Messer. Die Wunde blutete nicht mehr.

»All devils!« Lassiter wälzte sich aus dem Bett. Sein Schädel brummte wie eine Basstrommel. Sein Herz hämmerte wild. Seine Augen brannten, als hätte man sie mit Lauge verätzt. Er setzte sich auf, rieb die Beule an seinem Hinterkopf und versuchte zu begreifen, was passiert war.

Im Foyer des Hotels polterten Schritte. Die Stimme des Sheriffs erklang. »Das Haus ist umstellt!«, rief er. »Kommen Sie raus, Lassiter!«

»Das habt ihr ganz prima gemacht, Jungs«, sagte Lou Jeffries. »Will hoffen, dass die Sternträger Lassiter den Hintern aufreißen.«

Ronny Phelps und Tom Marley sahen sich an und grinsten.

Sie standen an der Theke im Maverick Saloon. Cilla Breck, die Wirtin, kam. Sie setzte den Männern drei Bier vor die Nase. Wie gewöhnlich trug sie weder ein Mieder noch ein Korsett, und ihre zur Schau gestellte Oberweite quoll über den Rand ihres Blusenausschnitts.

Jeffries leckte sich die Lippen, während er die fraulichen Wonneproppen betrachtete. Er mochte es, wenn Frauen sich so freizügig zeigten. Wozu hatte ihnen der liebe Gott denn sonst so hübsche Rundungen spendiert? Jedenfalls nicht, damit sie diese unter weiten Kleidern und eng geschnürten Korsagen verbargen.

»Also, Jungs, stoßen wir an!« Jeffries nahm sein Bier in die Hand. »Auf den gelungenen Coup. Cheers

»Cheerio

Jeder rammte sein Glas gegen das des anderen. Dann pusteten sie den Schaum von ihren Gläsern und warfen die Köpfe in den Nacken.

Draußen auf der Mainstreet rumpelte ein mit Bauholz beladener Murphy-Wagen vorbei. Ein Luftzug fegte Staub in den Saloon. Es war bald Mittag. Die Sonne sengte vom Himmel. Außer Jeffries, Phelps und Marley befand sich noch ein weiterer Gast im Saloon: der alte Trapper Eli Judd. Er kauerte, eine dicke Brille auf der Nase, an dem kleinen Tisch neben dem Klavier und schmökerte in der neuesten Ausgabe der Clanton Review.

Ronny Phelps, der spitzbärtige Rotkopf, stellte sein Bier ab. »Wann ist Zahltag, Boss?«

Jeffries leckte seine Lippen. »Was?«

»Wann kriegen wir die Bucks, die du uns versprochen hast?«

Jeffries runzelte die Stirn. Er hasste es, im Beisein von Dritten über Geschäfte zu reden. »Später«, grunzte er. »Warte es ab, Ronny. Kommst schon nicht zu kurz.«

Phelps sah das anders. »Ich brauche den Zaster so schnell wie möglich. Nicht später.«

Tom Marley lachte. Er war ein großer Schwarzer mit Krauskopf und langen Koteletten. Früher hatte er als Pflanzer auf einer Tabakplantage in Virginia gearbeitet. Doch der Job als Revolvermann gefiel ihm besser. »Das Leben in Clanton ist nicht billig«, sagte er. »Ich kann Red Ronny verstehen. Die Preise in den Bordellen sind schon wieder gestiegen. Das dritte Mal in diesem Sommer.« Er rollte mit seinen großen Augen und lachte, dass seine Zähne blitzten.

Jeffries kam sich veralbert vor. Er packte Marley am Kragen. »Wann hier gelacht wird, bestimme ich! Klar?«

Marley drückte seine Brust heraus. »Fass mich nicht an, Lou! Hörst du! Nicht anfassen, sage ich!«

Jeffries ließ von dem Krauskopf ab.

»Tommy hat Recht«, sagte Phelps versöhnlich. »Die Preise in diesem Kaff steigen, dass einem schwindlig wird. Wo soll das bloß hinführen?«

Jeffries trank einen Schluck. »Noch nie was von Sparen gehört?«

»Sparen?« Phelps zündete sich eine Zigarette an. »Holy spirit! Glaubt ihr, ich gehe mit der erstbesten Pussy ins Bett, bloß weil sie mir einen guten Preis macht? Pah – das könnt ihr unter Ulk abbuchen. Wenn ich mir schon ein Girl genehmige, dann soll’s auch ein hübscher Käfer sein.«

Jeffries war angefressen. Er sah, dass Marley sich ein Grinsen verkniff. Am liebsten hätte er dem Kerl die Zähne eingeschlagen. Doch er ließ seine Fäuste unten. Marley und Phelps waren fähige Leute. Er durfte sie nicht vor den Kopf stoßen. Sonst heuerten sie bei der Konkurrenz an. »Okay«, sagte er. »Ich gehe morgen zur Bank. Dann kriegt ihr den Zaster.«

»Erst morgen?«, maulte Phelps.

»Bis dahin wirst du schon nicht verhungern.«

»Verhungern nicht, aber es gibt noch mehr Dinge als Essen und Trinken.« Phelps hüllte sich in Rauch. »Wie sieht’s mit ’nem netten Vorschuss aus?«

»Meine Güte!« Jeffries donnerte seine Faust auf die Theke. »Du bist ja schlimmer als die Drückerkolonnen von der Heilsarmee.«

»Wieso? Ich verlange nur das, was mir zusteht. Nicht mehr und nicht weniger.«

Jeffries gab auf. Das Wortgeplänkel ermüdete ihn. »Also gut. Bin ja gar nicht so.« Er langte unter seine Jacke. »Wie viel willst du?«

»Zehner.«

Zwei grüne Scheine wechselten den Besitzer.

Phelps faltete die Dollarnoten zusammen und schob sie lässig in seine Westentasche.

Jeffries wandte sich ab. Mit blanken Augen sah er zu, wie die Frau hinter dem Tresen den Barspiegel abwischte. Rattenscharf! Wie immer ließ der Anblick der kurvenreichen Wirtin sein Herz schneller schlagen. Nur allzu gern hätte er die Busenlady mal im Evaskostüm gesehen. Schon die Vorstellung an ihre Nacktheit erregte ihn so sehr, dass ihm der Atem stockte.

Ich muss sie haben, dachte er. Und wenn es mich den letzten Penny kostet, ich muss sie haben.

Plötzlich meldete sich Eli Judd zu Wort: »Tod und Teufel, mich laust der Affe! Stellt euch vor: Nick Roberts ist tot.« Roberts war ein Handelsvertreter, der in Sachen Töpfe und Geschirr durch die Lande reiste. Wegen seiner Freigiebigkeit war er sehr beliebt in Clanton.

Judds Worte ließen die Wirtin herumfahren. »Was? Was hast du gesagt, Eli?«

»Nick Roberts ist tot, Cilla.«

»Mein Gott!« Sie starrte hilflos in den Saal. »Das kann doch nicht wahr sein!«

Lou Jeffries setzte eine betroffene Miene auf. »Wie ist er gestorben?«, fragte er Judd. »Soviel ich weiß, war er ja gerade mal vierzig. War’s ein Unfall oder war er krank?«

Der alte Trapper nestelte an seinem Kneifer. »Von wegen krank. Er wurde tot aufgefunden, mit ’nem Messer im Rücken.«

Cillas Augen sprühten. »Welches Scheusal hat ihm das angetan? Haben sie den Halunken schon gefasst?«

»Moment.« Der Veteran hob die Zeitung. »Ja, hier unten, da steht’s! Der Sheriff hat einen Tatverdächtigen in Gewahrsam genommen. Ein Zugereister, der seit einer Woche im Palace Hotel logiert. Der Sheriff hat ’ne Menge Schotter bei ihm gefunden.«

»Ein Raubmord also«, meinte Cilla. »Und wie heißt der Kerl, der Roberts auf dem Gewissen hat?«

»Lassiter.«

»Lassiter?« Cilla Breck machte eine ruckartige Bewegung. Dabei riss sie die Handglocke zu Boden, mit der sie jede Nacht den Ausschankschluss bekanntgab. Als sie die Glocke wieder auf den Tresen stellte, war alle Farbe aus ihrem Gesicht gewichen. »Lassiter, ein Killer? Das … das kann sich nur um eine Verwechslung handeln.«

»Nein, er ist der Tatverdächtige«, antwortete Judd. »In der Zeitung steht es schwarz auf weiß: Der Sheriff hat ihn auf frischer Tat erwischt.«

»Das … das ist unmöglich!« Cilla pumpte wie ein Maikäfer. »Den Unfug glaube ich nie und nimmer. Ich kenne Lassiter. Einen Mann hinterrücks ermorden? Ihn ausrauben? Dummes Zeug! Das würde Lassiter nie tun.«

Jeffries hatte den Dialog zwischen Cilla und Judd wortlos verfolgt. Er hatte Mühe, seinen Triumph im Zaum zu halten. Cillas Vorliebe für den eingebildeten Snob aus dem Palace Hotel war kein Geheimnis. Die Leute sagten, sie wäre seine Geliebte. Nächtelang hatte er, Lou, wach gelegen und gegrübelt, wie er den lästigen Rivalen aus dem Weg räumen konnte. Bis ihm endlich die Erleuchtung kam. Er hatte Phelps und Marley auf den Nebenbuhler angesetzt. Zuerst hatten die zwei den Vertreter umgelegt. Dann hatten sie den ahnungslosen Lassiter im Schlaf überrascht und ihm eine Leiche als Bettvorleger spendiert. Die Aktion war wie am Schnürchen verlaufen.

Jetzt hatte Lassiter einen Mord am Hals. Jeffries grinste. Der Kerl ist erledigt, dachte er. Lou, du bist ein Schlaufuchs!

Ein wohliges Gefühl durchströmte Jeffries. Dankbar wanderte sein Blick über seine willigen Vasallen. Jetzt gehörte die schöne Wirtin ihm. Er hatte freie Bahn. Es war nur noch eine Frage der Zeit, bis er Cilla dazu bekam, das Höschen für ihn zu lüften. Steter Tropfen höhlt den Stein.

Er mimte den Bestürzten. »Das sieht nicht gut aus«, erklärte er. »Ich möchte nicht in Lassiters Haut stecken.«

»Wer wird schon gern gehängt?« Phelps tupfte achtlos die Asche ab.

»Gehängt?« Cilla Breck starrte von einem Mann zum anderen. »Seid ihr verrückt geworden? Man kann doch keinen Unschuldigen hängen?«

Die Angst in ihren weit aufgerissen Augen verzückte Jeffries. Er hütete sich aber, seine wahren Gefühle zu zeigen. Die schöne Wirtin war nicht auf den Kopf gefallen. Sobald sie merkte, dass er ein falsches Spiel trieb, würde sie ihm die kalte Schulter zeigen. Damit wären alle seine Sehnsüchte passé. Cilla würde eher sterben, als sich mit ihm einzulassen. Okay, es gab noch die Möglichkeit, sie mit Gewalt zu nehmen. Aber das würde er nur tun, wenn man ihn zum Äußersten trieb.

Mit gespieltem Interesse wandte er sich an den alten Fallensteller. »He, Eli, steht noch mehr über den Mord in dem Käseblatt?«

Judd schüttelte seinen Graukopf. »Nicht viel. Nur, dass sie Lassiter ins City Prison gesperrt haben. Dort soll er bis zur Verhandlung bleiben.«

Einen Moment war Stille.

»Ich werde zu ihm gehen«, entschied Cilla Breck. Sie griff nach der Handglocke und läutete. »Feierabend! Trinkt aus und sucht euch ’ne andere Quelle! Der Maverick Saloon ist geschlossen!«

Jeffries unterdrückte einen Fluch. Mit dieser Wendung hatte er nicht gerechnet. Cilla überraschte ihn immer wieder. Was hat Lassiter, was ich nicht habe?

Er riss sein Glas an die Lippen und leerte es in einem einzigen Zug. Von Phelps und Marley gefolgt, ging er hinaus auf die Straße.

***

»Ich will zu Lassiter«, sagte Cilla Breck.

Deputy Holmes zog eine Grimasse. »Das geht nicht, Ma’am. Der Sheriff hat ihm jeglichen Kontakt verboten.«

»Lass mich zu ihm, Jim. Bitte.«

Der Blick des Deputies rutschte eine Etage tiefer. Es war unschwer zu erkennen, was in ihm vorging. Er war ein gesunder, kräftiger Bursche von knapp zwanzig Jahren. Wahrscheinlich hatte er noch nie eine Frau unter dem Bauchnabel berührt. Wie gebannt starrte er auf ihre üppige Oberweite. Sein Kehlkopf bewegte sich auf und ab. Cilla ging jede Wette ein, dass der Adamsjünger gerade einen Ständer bekam.

»Jim, tu’s für mich«, sagte sie mit viel Gefühl.

Sie stand vor dem klobigen Schreibtisch, hinter dem der junge Hilfssheriff auf einem Hocker saß. Sein Atem ging stoßweise. Als er seinen Blick hob und ihr in die Augen schaute, war sein Gesicht rot wie eine Chilischote.

»Ma’am«, keuchte er, »wenn ich Sie passieren lasse, wird Morris mir die Ohren vom Stamm reißen.«

»Ach was. Er wird überhaupt nichts merken.« Cilla trat einen Schritt vor, stützte sich mit beiden Händen auf den Tisch und bewegte leicht die Schultern. Sie spürte, wie sich ihre Vorbauten bewegten.

Holmes konnte kein Auge von ihr lassen. Er glotzte wie ein Ochsenfrosch.

»Nur fünf Minuten«, legte sie nach. Langsam beugte sie sich tiefer. »Fünf Minuten, Jim.«

Es wurde still. Man hätte eine Stecknadel zu Boden fallen gehört. Der Deputy hatte vor Spannung die Luft angehalten. Dann, ganz unvermittelt, atmete er aus.

Cilla kniff lauernd die Augen zusammen. Hatten ihre Argumente ihn überzeugt?

»Okay, fünf Minuten«, sagte er.

Im nächsten Augenblick schnellte Holmes in die Höhe. Er eilte um den Tisch und pflückte einen Schlüsselbund vom Brett über dem Gewehrständer. Auf einmal hielt er inne. Nach kurzem Zögern band er sein Halstuch ab. Er reichte es Cilla.

Sie hob fragend die Brauen.

»Im Jail sitzen ein paar schwere Jungs«, erklärte er. »Zwei Sittenstrolche und ein Zuhälter. Wir müssen an ihnen vorbei, wenn wir zu Lassiters Käfig wollen. Besser, Sie bringen die Halunken nicht in Versuchung.«

»Verstehe.« Cilla band sich das Tuch so um den Hals, dass es ihr großzügiges Busenschaufenster verdeckte. »So in Ordnung?«, fragte sie.

»O ja, Ma’am.« Holmes seufzte so tief, dass sie ihm am liebsten die Wange getätschelt hätte.

Der Zellentrakt befand sich im rückwärtigen Teil des Gebäudes. Durch die Verbindungstür gelangten sie in den fensterlosen Vorraum. Die Luft war stickig, es roch nach kaltem Rauch, Schweiß und verschüttetem Kaffee. Cilla rümpfte die Nase. Hinter den Gitterstäben erkannte sie mehrere Männer. Sie saßen um einen runden, grob gehobelten Tisch und spielten Karten. Jetzt blickten sie auf und glotzten.

Cilla kniff die Lippen zusammen. Bei einem der Typen handelte es sich im John Howard Banks, einem fiesen Geschäftemacher, der junge Mädchen für Bordelle rekrutierte. Er hatte das auch schon mal im Maverick Saloon versucht. Doch Cilla hatte ihm einen Strich durch die Rechnung gemacht. Ein Wort von ihr hatte genügt, und zwei handfeste Cowboys hatten seinem Treiben ein rasches Ende bereitet. Seitdem hatte der Mädchenschreck den Saloon nicht wieder betreten.

»He, Cilla!« Banks fasste sich an den Hosenlatz. »Komm rein und mach es uns deinen Mamas!«

Seine Mitspieler jubelten vor Vergnügen.

»Ja, los, komm rein, Baby!«, brüllte ein Hänfling mit Hasenscharte. »Mach’s mir zuerst, dann steck ich dir was Hartes in deine Spardose!«

Die Gefangenen stampften grölend mit den Füßen.

Cilla bekam eine Gänsehaut. Sie hoffte, dass sie diesen Halunken nie im Dunkeln begegnete. Instinktiv befühlte sie die Derringer-Pistole, die sie in einem Spezialholster unterm Rock trug. Der unerfahrene Hilfssheriff hatte sie nicht kontrolliert.

Vor der Tür der hinteren Zelle machte Holmes Halt. »Wachen Sie auf, Lassiter«, rief er in den Käfig. »Sie haben Besuch.«

Durch die Gitterstäbe spähte Cilla ins Innere. Lassiter besaß eine Kammer für sich allein. An den gekalkten Wänden wimmelte es von ordinären Kritzeleien. Der Gefangene lag auf einem Feldbett, den Hut auf dem Gesicht, und schien zu schlafen.

Jetzt erhob er sich. »Cilla, Sie?«, rief er, als er sie sah. »Freut mich, Sie zu sehen.«

Cilla Breck lächelte matt. Ein Ring aus Draht spannte sich um ihr Herz. Die Vorstellung, diesen Mann aufs Schafott steigen zu sehen, entsetzte sie. Für einen Moment dachte sie darüber nach, ihm ohne große Vorrede ihre Zuneigung zu gestehen.

In letzter Sekunde verwarf sie den Gedanken. »Was ist geschehen?«, fragte sie stattdessen. »In der Zeitung stehen furchtbare Dinge. Es heißt, Sie wären ein Raubmörder. Ich begreife das nicht.«

Der Deputy räusperte sich. »Fünf Minuten, nicht länger.« Er wandte sich um.

»Schick uns Miss Titty rüber«, erklang Banks’ Stimme von nebenan. »Das Höllenweib ist gut in Schuss. Sie verkraftet uns alle drei.«

»Zur gleichen Zeit!«, krähte sein Zellengenosse.

Holmes hämmerte die Schlüssel gegen die Gitter. »Haltet euer Maul, ihr Galgenvögel!«, blaffte er. »Wenn ihr nicht spurt, lasse ich euch kastrieren.«

Höhnisches Gelächter ertönte.

»Kommt! Spielen wir weiter!«, rief Banks. »Smithee, du gibst!«

Endlich kehrte wieder Ruhe ein.

Cilla war froh, dass es eine gemauerte Trennwand zwischen den beiden Gefängniszellen gab. Sie krallte die Hände um zwei Stäbe. »Lassiter, erzähl mir, was wirklich passiert ist!« Sie atmete schwer. »Ich glaube kein Wort von dem Unfug in der Zeitung. Was war mit Nick Roberts? Wie kam er in dein Zimmer?«

Lassiter sah sie an. »Weißt du, dass du verteufelt sexy aussiehst, wenn du dich so aufregst?«

Sie schmollte. »Du nimmst mich nicht ernst.«

»Oh doch, das tu’ ich.« Er lächelte. »Entschuldige. Ich wollte dich nicht ärgern. Dabei bin ich so froh, dass du gekommen bist.«

Sie trat von einem Fuß auf den anderen. Der Wohlklang seiner Stimme erwärmte ihr Herz.

»Woher wusstest du, dass ich im Jail bin?«, erkundigte er sich.

»Eli Judd hat uns aus der Clanton Review vorgelesen.«

»Der gute Eli. Wie geht’s dem alten Zausel?«

»Gut. Nur mit dem Sehen hat er Schwierigkeiten. Seine Augen werden immer schlechter. Er braucht eine neue Brille, eher heute als morgen.«

»Sobald ich hier raus bin, fahre ich mit ihm nach El Paso. Dort gibt es einen erstklassigen Optiker.«

Sie seufzte. »Du glaubst, sie lassen dich frei?«

»Natürlich. Ich bin unschuldig.«

»Und was ist mit Nick Roberts?«

»Den haben sie mir tot vors Bett gelegt.« Lassiter fasste sich an den Kopf. »Vorher ...

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