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Lassiter - Folge 2232

Im Staub der Hufe

Der Fremde trug einen Mantel aus goldbraunem Hirschleder und lehnte entspannt am Hitchrack. Er hielt die Arme verschränkt und blickte Joey mit einem schmalen Lächeln entgegen. Als der schmalbrüstige Jockey mit seinem Hengst näherkam, schlenderte der Unbekannte auf ihn zu.«

»Joey Garrison?«, fragte der Fremde und entblößte die Zähne zu einem Grinsen. »Hab’ mit dir zu reden. Jim Brown schickt mich.«

Joey runzelte die Stirn und knotete die Zügel um den Balken. Er tätschelte seinem Chestnut-Hengst die Stirn und kehrte dem anderen Mann den Rücken zu. »Mit Brown habe ich nichts zu schaffen. Er ist Mr. Haley nicht gut gesonnen.«

»Nun blas dich nicht so auf!«, knurrte der Fremde im Hirschledermantel. »Zwanzig Dollar fürs Zuhören. Fünfhundert Scheinchen, falls du einschlägst.«

Der Jockey wandte sich erstaunt um. »Sprechen Sie, Mister.«

Das Viertelmeilenrennen von Fort Worth war in sämtlichen Wochenschriften erwähnt worden, die Charles Haley in der Kürze der Zeit hatte beschaffen können. Die Meldungen überschlugen sich in Lobpreisungen für den jeweiligen Favoriten, der in den meisten Fällen Haleys Pferd Rondo war. Der Chestnut-Hengst mit einem Stockmaß von knapp fünf Fuß und einem Gewicht von gut tausend Pfund war vor fünf Jahren auf der Johnson County Ranch geboren worden und hatte schon als Zweijähriger für Aufsehen gesorgt. Er galt als schnellstes Pferd von Nord-Texas, was Rondo – davon war Haley überzeugt – in erster Linie seinem Vater Whalebone zu verdanken hatte, der ein Sohn von Old Billy und ein Enkel des legendären Shiloh war. Die Abstammung hatte schon für einige Überraschungen gesorgt, obgleich Rondo seine Geschwister inzwischen längst in den Schatten stellte. Er war der unangefochtene Matador aller Viertelmeilenrennen, die Wachheit, Ehrgeiz und Ausdauer gleichermaßen von einem Pferd forderten.

»Einverstanden«, sagte Charles Haley und ergriff die Hand seines Sitznachbarn Jim Brown. Die beiden Männer in den eleganten Gehröcken hatten auf der obersten Sitzreihe der Tribüne Platz genommen. »Rondo gehört dir, sollte er das Rennen verlieren. Ein schlechteres Geschäft könntest du an diesem Tag nicht machen. Der Kleine ist seit fünfzig Rennen ungeschlagen.«

Mit einem gleichgültigen Schulterzucken sah Brown auf die staubumwölkte Rennstrecke hinunter. Er ließ den Blick über den Rundkurs schweifen und verharrte bei den Hengsten, die gerade für das Rennen gesattelt wurden. »Fort Worth war schon immer für eine Überraschung gut. Man nennt die Stadt nicht ohne Grund die ›Königin der Prärie‹. An solchen Orten werden Legenden geboren.«

»Rondo kommt von der wohlbekannten Johnson County Ranch«, meinte Haley und stützte sich auf die Tribünenbrüstung. Dem schmächtigen Mann aus Sweetwater kamen unvermittelt seine beiden Brüder in den Sinn, die ihm vor etwas mehr als zwanzig Jahren sämtliche Pferde seines Vaters für die Summe von $365 überlassen hatten. Vor dem Krieg war das Züchterimperium gut und gern zwanzigtausend Dollar wert gewesen. Seine Brüder hatten Haley prophezeit, dass ihm die »verdammten Gäule« keinen müden Cent einbringen würden, doch schon ein paar Jahre darauf hatte Haley sie eines Besseren belehrt. Mit Rondo hatte er den schnellsten Zuchthengst im Stall, der je durch die texanische Prärie galoppiert war. Dieses Pferd konnte nicht gegen eine Auswahl von Provinzgäulen verlieren. »Er wird das Rennen machen, so sicher, wie das Jüngste Gericht kommt.«

»Du willst bloß an meine fünfhundert Dollar, die bei den Buchmachern liegen«, erwiderte Brown und lachte. Er drückte sich den Hut fester auf den Kopf. »Bei euch Haleys ist’s nie üppig gewesen mit den Scheinchen.«

Der Züchter warf seinem Gegenüber einen amüsierten Blick zu, der Haley zugleich beleidigte und verdross. Weder sein Vater Thomas Haley noch seine Brüder hatten sich ihr Schicksal ausgesucht. Der alte Haley hatte für die Johnson County Slashers in Arkansas auf der Seite der Konföderierten gekämpft und nach dem Tod seines Captains dessen Kommando übernommen. Kaum zwei Jahre darauf wurde er am Yellow Bayou in Louisiana selbst verwundet. Haley kehrte nach Texas zurück und schlug sich als Pferdezüchter durch. Vom einstigen Reichtum waren fünftausend Dollar geblieben, zu denen tausendfünfhundert Dollar Schulden kamen. Die Brüder hatten mit Engelszungen auf ihren Vater einreden müssen, dass dieser sich nicht das Leben nahm.

»Gleich geht’s los«, brummte Brown und beugte sich in gespannter Erwartung nach vorn. Die Pferde hatten Aufstellung genommen. »Mit Rondo wird’s dort unten heiß hergehen.«

»Rondo wird die anderen in die Tasche stecken«, meinte Haley und lehnte sich ebenfalls nach vorn. Er heftete den Blick auf den schlanken Chestnut-Hengst, der in der vierten Reihe stand und ungeduldig mit den Hufen scharrte. Mit Joey Windmore saß einer von Haleys erfahrensten Jockeys im Sattel. »Ich habe nicht das Geringste zu befürchten, Jim.«

Auf Browns schmalen Lippen erschien ein eigentümliches Lächeln. Er musterte Haley von der Seite und stieß ihn scherzhaft mit der Faust an. »Sei dir deiner Sache nicht so sicher. Du bist nicht der einzige Texaner, der ’ne gute Zucht auf den Weg gebracht hat.«

»Auf meinen Koppeln stehen die besten Stuten«, beharrte Haley trotzig. »Südlich des Trinity River wirst du kein Pferd finden, das es mit Rondo aufnehmen kann.«

Sie vernahmen den Startschuss von der Rennstrecke, auf den das dumpfe Donnergrollen der Hufe folgte. Die Pferde galoppierten Nüster an Nüster in die erste Kurve und verschwanden für Sekunden in einer Staubwolke. Als sich der Dunst lichtete, stürmte Rondo mit Joey Windmore im Sattel an die Spitze.

Die Wettgäste rings um Brown und Haley jubelten auf und sprangen auf die Bänke. Sie hielten Bündel an Wettscheinen in den Händen, auf denen Haley den Namen seines Pferdes ausmachte. Kaum war das Feld in der zweiten Kurve, erhob sich der Züchter aus Sweetwater ebenfalls. Brown blieb sitzen und verfolgte das Geschehen mit versteinerter Miene.

»Rondo, lauf!«, entfuhr es Haley unterdessen, dem plötzlich schmerzhaft bewusst wurde, was auf dem Spiel stand. Ohne Rondo im Stall würden die Brüder die Ranch am Nolan River aufgeben müssen. Sie würden sich ein anderes Auskommen suchen und ihren Frauen sagen müssen, dass es mit den Opuntien im Garten und den Heckenrosen an der Hausmauer vorüber war. »Lauf, Rondo, lauf!«

Unterdessen war auch Brown aufgestanden und biss nervös auf der Ecke seiner Zigarre herum. Er starrte auf den Favoriten sämtlicher Wettbüros hinunter, der unangefochten das Feld anführte. Auf zweiter Position lag – obgleich weit abgeschlagen – ein zweijähriger Rappe namens Humbee.

»Zück’ schon einmal die Geldbörse, Jim!«, frohlockte Haley und feuerte Rondo lauthals an. »Den Sieg nimmt mir keiner mehr!«

In derselben Sekunde jedoch flaute der Jubel ab und wich zornigen Buhrufen. Die versammelten Männer auf der Tribüne und die wenigen Frauen, die sie begleiteten, ergingen sich in Flüchen und wüsten Drohungen. Ehe Haley begriff, was geschehen war, läutete man auf der Zielgeraden das Ende des Rennens ein.

»Verloren!«, schrie Brown unvermittelt. Er deutete auf eine Tafel, die man auf der Rennstrecke umhertrug. Sie verkündete Humbee als Sieger. »Rondo ist Zweiter geworden, Charles! Was sagst du nun, zum Teufel?«

Haley starrte ungläubig auf die Staubwolke, in der sich undeutlich die Konturen der Pferde abzeichneten. Sein Jockey Joey Windmore war abgestiegen und strich Rondo über den Hals.

»Aber … was?«

Zum ersten Mal an diesem Tag fehlten Charles Haley die Worte.

***

Fort Worth, Texas, ein Jahr darauf

Die Blondine mit den tiefblauen Augen hatte Lassiter nicht zu viel versprochen, als sie ihm ein erholsames Bad in Aussicht gestellt hatte, das er sein Lebtag nicht wieder vergessen würde. Das Besondere ihrer Offerte hatte darin bestanden, dass Judy sie dem Mann der Brigade Sieben bereits halbnackt gemacht hatte. Er hatte das Zimmer im Mansion Hotel gerade noch abschließen können, ehe ihm die Verkäuferin aus dem Casey & Swasey Liquor Store die Arme um den Hals geschlungen und die Schnürung ihres Korsetts gelöst hatte.

»Sind Sie zufrieden, Mr. Lassiter?«, fragte Judy nun mit einem ironischen Unterton. Sie hatte den Rock ausgebreitet und sich über ihm niedergelassen. »Ich möchte Ihnen Fort Worth ausschließlich von seiner besten Seite zeigen.«

Die Blondine tauchte eine Hand in das dampfende Seifenwasser und wusch sich vor Lassiters Augen die dunkel behaarte Scham. Der Schaum troff aus den gekräuselten Haaren, was Lassiter umgehend das Blut in die Lenden trieb. Der große Mann aus Washington lehnte sich mit verschränkten Armen im Badewasser zurück und starrte seiner Gespielin zwischen die gespreizten Beine.

»Holst du dir alle Männer auf diese Art ins Bett?«, fragte er und grinste. »Oder nur die, denen du Fort Worth zeigen willst?«

Judy wusch sich die Hände und strich Lassiter einen Rest Schaum auf die rechte Wange. Sie lächelte vielsagend und rieb sich erregt an ihm. »Ausschließlich Männer, die so fürchterlich gut aussehen.« Sie fasste Lassiter im Nacken und küsste ihn. »Willst du mich, Süßer?«

Statt zu antworten, griff Lassiter nach ihren Hüften und zog die junge Frau zu sich herunter. Er strich ihr das nasse Haar aus dem Gesicht und drang langsam in sie ein.

Mit jedem Zoll, den Lassiter vorankam, steigerte sich die Verzückung auf Judys Zügen. Die Zigarrenverkäuferin wand sich unter seinen Händen, als wäre sie ein Fisch, der sich in einem Netz verfangen hatte. Sie stöhnte leise und krallte Lassiter die Nägel in den Rücken.

»Stoß fester zu«, seufzte Judy mit geschlossenen Lidern. »Nimm mich durch, wie du …« Sie schlug die Augen auf und kniff ihn die Wange. »Du Schuft! Wie du es vermutlich jede Woche mit einer anderen tust!« Sie deutete auf seinen Unterleib. »Solche Geheimnisse lernt man nicht aus Büchern!«

Ein neuerlicher Stoß beendete Judys Klage. Sie warf sich mit ihrem vollen Busen auf Lassiter und ritt den großen Mann unter ihr so heftig, dass das Wasser aus dem Badezuber spritzte.

»So … so ist es gut!«, stöhnte Judy nach kurzer Zeit. Sie war wie von Sinnen. »Tiefer, Lassiter, tiefer!«

Der Mann von der Brigade Sieben tat ihr den Gefallen und zog mit beiden Händen Judys Hinterbacken auseinander. Er drückte die schöne Blondine fest auf seinen harten Pint und hielt mit dem Stoß inne, bis es Judy mit rhythmischen Krämpfen kam. Sie schrie laut und grell auf, fasste Lassiters Hände und sank erschöpft über ihm zusammen.

»Soll … soll ich dir den Rest mit dem Mund machen?«, fragte Judy und wischte sich den Schweiß aus den Augen. »Ich hätte gerade … große Lust darauf.«

Ohne Lassiters Erwiderung abzuwarten, stand die Zigarrenhändlerin aus dem Holzzuber auf und wrang ihr Kleid aus. »Willst du nun oder willst du nicht?« Sie starrte auf den Ständer, der hoch und steif aus dem Wasser ragte. Als Lassiter nickte, ging Judy neben dem Wannenrand auf die Knie. »Ich glaub, ich hab noch nie einen von dieser Größe gesehen. Du bist in jeder Hinsicht außergewöhnlich, Lassiter.«

Die Blondine senkte gerade den Kopf, als plötzlich zwei harte Faustschläge die Tür erschütterten.

Erschrocken sah Judy auf.

Lassiter legte den Zeigefinger auf die Lippen und richtete sich auf. Er hatte keiner Menschenseele in Fort Worth erzählt, dass er im Mansion Hotel abgestiegen war. »Wer ist da? Ich bin nicht zu sprechen!«

»Hogan Douglas«, sagte eine tiefe Stimme auf der anderen Türseite. »Mr. Lassiter aus San Antonio? Sie hatten nach mir geschickt.«

»Verdammt!«, zischte Lassiter leise und wies auf seine Kleider. »Ich hatte gehofft, dass uns die Nacht noch bleibt. Douglas ist ein Freund.«

»Ein Freund zur falschen Stunde«, flüsterte Judy und streifte sich das Kleid über die Brüste. »Ich nehme die Tür zur anderen Kammer.« Sie hauchte ihm einen Kuss auf die Wange. »Versprich mir, dass du bei Casey & Swasey vorbeikommst, sobald du Zeit hast!«

Lassiter murmelte eine undeutliche Zustimmung und zog sich hastig an. Er starrte zur Tür und strich sich das nasse Haar aus der Stirn.

Einen Augenblick darauf war Judy durch die Zwischentür verschwunden.

»Treten Sie ein, Mr. Douglas«, sagte Lassiter und schloss die Kammer auf.

***

»Mehr als tausend Dollar für ein Pferd!«

Hogan Douglas schritt in der Kammer auf und ab und blieb vor dem Zuber mit dem erkalteten Wasser stehen. Er wandte sich zu Lassiter um und hob entgeistert die Arme.

»Wie kann man solche Summen für einen verdammten Gaul zahlen?«, fragte der Mittelsmann und winkte gleich darauf ab. »Aber es ist müßig, sich darüber den Kopf zu zermartern. Pferdezüchter sind ein eigenes Volk.«

Trotz der Benommenheit, die von dem Rendezvous mit Judy geblieben war, hatte Lassiter aufmerksam zugehört. Er hatte den aufbrausenden Douglas von Beginn an gemocht. Mit seinem mühsam zurückgekämmten Haar und den weit aufgerissenen Augen erinnerte er den Mann der Brigade Sieben an den Besitzer eines Wanderzirkus, den Lassiter vor Jahren im Grenzgebiet zwischen Fort Davis und El Paso kennen gelernt hatte. Sie hatten mit den Artistinnen des Zirkus damals turbulente Nächte verbracht.

»Manche Pferde bringen Tausende Dollars allein in einem Rennen«, sagte Lassiter. Er griff nach dem Expressschreiben, das Douglas mitgebracht hatte. »Wissen wir, ob ein bekanntes Gesicht dahintersteckt?«

»Mehr oder minder bekannt jedenfalls«, erwiderte Douglas. Er blies die Wangen auf. »Washington ist der Überzeugung, dass hinter dem Raub Gladys Harwood aus San Antonio steckt. Die Dame ist die letzte Tochter eines bekannten Rinderzüchters mit Namen Richard Harwood. Der alte Harwood starb letztes Jahr und hat ihr ein beträchtliches Vermögen hinterlassen.«

»Aus welchem Grund sollte Gladys dann einen Pferderaub in Auftrag geben?«, hielt Lassiter gegen und studierte weiter das Expressschreiben. Die Postgesellschaft hatte es als Eilsendung aus dem Justizministerium expediert. »Sie wäre wohlhabend genug, um sich Rondo selbst zu kaufen.«

»Thomas Martin hätte Rondo nie verkauft«, gab Douglas zur Antwort. Er schüttelte langsam den Kopf. »Das Pferd ist zu einträglich. Martin hat Rondo vor einiger Zeit von Jim Brown erworben, der ihn wiederum vor einem Jahr bei einem Viertelmeilenrennen in Fort Worth gewonnen hatte. Solche Männer würden Rondo nicht einmal hergeben, wenn Sie das Tier in Gold aufwiegen.«

»Also haben wir’s mit einem ordinären Viehdieb zu tun?«

Abermals starrte Douglas gedankenverloren auf den Badezuber. »Wäre die Antwort derart schlicht, hätte die Brigade Sieben nicht Sie nach Texas beordert. Die Angelegenheit lässt sich politisch ausschlachten.« Er sah auf und schürzte die Lippen. »Gladys Harwood ist eine Enkelin von Präsident Lincoln.«

»Präsident Lincoln?«, fragte Lassiter ungläubig. »Abraham Lincoln?«

Der Mittelsmann nickte und fuhr fort. »Den Gerüchten nach ist Gladys eine uneheliche Tochter des früheren Kriegsministers Robert Todd Lincoln. Sie kam zu Richard Harwood, als sie fünf Jahre alt war. Harwood war ein alter Freund der Lincolns.«

»Sie ist ein Bastard?«, meinte Lassiter und rief sich das Bild des bärtigen Robert Todd Lincoln ins Gedächtnis, der unter James A. Garfield und Chester A. Arthur das Kriegsministerium geführt hatte. »Dadurch sitzt die ganze Lincoln-Dynastie auf einem Pulverfass.«

»Sie treffen den Nagel auf den Kopf«, antwortete Douglas und nickte ernst. »Die Republikaner hatten geglaubt, dass sie die Sache unter dem Tisch halten können. Sie hatten mit dieser Strategie Erfolg, bis Gladys Harwood Nachforschungen anstellte. Miss Harwood reiste nach Washington und stellte den richtigen Männern die richtigen Fragen.« Der Mittelsmann gestikulierte wild mit den Armen. »Das Weiße Haus war in Aufruhr! Man fürchtete den Skandal, den Gladys hätte anrichten können. Aber dann kam plötzlich alles anders.«

Die Anspannung in Douglas rundlichem Gesicht wuchs. Eine tiefe Falte erschien über seiner Nasenwurzel.

»Was ist passiert?«, fragte Lassiter ungeduldig. »Brachten die Lincolns sie zur Vernunft?«

»Gladys Harwood verließ Washington von einem Tag auf den anderen. Sie fuhr mit ihrer Droschke davon, als hätte es nie einen Anwurf oder auch nur ein böses Wort gegen sie gegeben.« Douglas setzte sich und wies auf die Dokumente in Lassiters Hand. »Sie werden eine Unzahl von Mutmaßungen in diesen Schreiben finden. Die Brigade Sieben geht davon aus, dass Robert Todd Lincoln sich diskret eingeschaltet hat. Aber es sind alles nur Mutmaßungen.« Er nahm einen tiefen Atemzug und senkte die Stimme. »Verlässlich ist lediglich der Bericht über Gladys, die sich nach ihrer Rückreise zu einer glühenden Verehrerin des Lincoln-Clans wandelte. In Washington glaubt man, dass sie Rondo allein deshalb in ihrem Besitz wissen möchte, weil das Pferd Lincolns ...

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