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Lassiter - Folge 2228

Am Ufer des Kristallsees

Die schweren Feuerstöße der ONEIDA und der CAYUGA dröhnten Charles B. Woram in den Ohren. Sie erinnerten den sechzehnjährigen Bootsmann daran, dass er an diesem Morgen wie die übrigen Matrosen des Unionsdampfers VARUNA sein Leben verlieren konnte. Unter seinen Fußsohlen erzitterten die Planken im Takt der stampfenden Maschinenkolben.

»Siehst du was?«, fragte Jack Perryway, der neben Charles am Bug des Dampfschiffs stand. Er starrte angestrengt auf den nächtlichen Mississippi hinaus. »Will verdammt sein, wenn da draußen noch ein Rebellenkahn herumschippert!«

»Nichts«, erwiderte Charles und schüttelte den Kopf. »Die Hunde müssen sich versteckt haben.«

»Zwei Breitseiten auf Backbord versteckt keiner lange«, meinte Perryway und stützte sich auf die Reling. »Sie hängen uns an achtern.«

Charles nickte und schluckte zugleich die Angst herunter.

Donnerstag, 24. April 1862

Die beiden Masten und der rauchende Schlot der VARUNA glitten mit leisem Tuckern über die spiegelglatte Wasseroberfläche des Mississippi. Das Dampfschiff war über zweihundert Fuß lang und hatte einen Tiefgang von achtzehn Fuß. An Bord befand sich eine Handvoll Achtzöller, die ihre todbringenden Pulverladungen erst eine halbe Stunde zuvor zwischen Fort Jackson und Fort St. Philip ausgespien hatten.

Der Beschuss hatte der GOUVERNOR MOORE von Lieutenant Beverley Kennon gegolten. Der erfahrene Kapitän hatte sich indes nicht unterkriegen lassen und war mit dem einstigen Schoner gegen die ganze Unionsflotte gefahren. Er hatte den Yankees den Arsch aufgerissen.

Lieutenant Kennon setzte das Fernrohr ans Auge und sah auf den dunklen Fluss hinaus, der in dieser Nacht wie ein polierter Grabstein in der Schwärze lag. Von den Kanonenbooten der Rebellen waren nicht viele geblieben. Die MANASSAS und die MCRAE waren leckgeschlagen und lagen manövrierunfähig am Ufer. Der MCRAE hatte man das Ruder weggeschossen, als man mitten in den Verband an Unionsschiffen hineingestoßen war. Die STAR und die QUITMAN hatte es erwischt, kaum dass Kennon den Befehl gegeben hatte, die GOUVERNOR MOORE flussabwärts zu wenden. Die Dampfschiffe waren vor Kennons Augen unter Beschuss genommen und in Brand gesetzt worden. Einige Männer hatten lichterloh gebrannt und waren armrudernd über die Reling gesprungen.

Der Kommandant schwenkte das Fernrohr auf die verdunkelte VARUNA in der Ferne. Er legte seinem Bootsmann, der mit glimmendem Zündstock an der Bugkanone stand, die Hand auf den Arm.

»Warte noch, Joey«, zischte Kennon und fuhr sich mit einem Finger über den buschigen Schnauzbart. Er spähte erneut durch das Fernrohr. »Wir wollen versuchen, so nah wie nur möglich an die VARUNA heranzukommen.«

Von den Forts, die wie dämonische Wächter auf beiden Seiten des Flusses thronten, klang erneut Geschützdonner herüber. Die Unionsdampfer hatten die Flotte der Konföderierten gänzlich aufgerieben, die sich ihnen vor New Orleans entgegenstellt hatte. Unter dem Oberkommando von Admiral David Glasgow Farragut waren die Yankeeschiffe wie die Bluthunde um die Kanonenboote der Rebellen herumgeschlichen und hatten sie mit tückischen Breitseiten ins Jenseits befördert.

Kennon jedoch sann auf Rache.

Die VARUNA fuhr der Unionsflotte unter vollem Dampf voraus. Sie hatte die GOUVERNOR MOORE bisher nicht bemerkt, was Kennon zu der Vermutung Anlass gab, dass sein Schiff vor den dunklen Wäldern am Flussufer nicht erkennen war. Der Kommandant hatte eigenhändig das letzte verbliebene Positionslicht auf dem Mast ausgeschossen, um die GOUVERNOR MOORE in Finsternis zu hüllen.

Soeben war Joey Soleman zu Kennon getreten. Der Bootsmann blickte mit ernster Miene auf die zu Dutzenden erschossenen Matrosen, die über dem Oberdeck verstreut lagen. Die Männer waren von den Schrotgeschossen buchstäblich zerfetzt worden. »Sir, die Gefallenen? Wir … wir sollten sie loswerden, ehe wir der VARUNA auf den Pelz rücken.«

Der Lieutenant schüttelte energisch den Kopf und senkte das Fernrohr. »Sie sind für uns und mit uns gestorben, Joey. Ich werfe sie nicht in den Fluss, als wären sie eine Fuhre Ratten, die wir im Lagerraum ertränkt haben. Ich will ein ordentliches Begräbnis für diese Männer.«

Die Schüsse der ONEIDA und der CAYUGA hatten die Besatzung wie Gras vom Deck gemäht. Die Schrotstücke hatten die Männer zerfetzt, als sie gerade an den Kanonen gestanden oder oben im Topp gesessen hatten. Sie waren so grässlich zugerichtet, dass nicht einmal Kennon jeden von ihnen ansehen mochte.

Die Yankees würden für diese Bluttat bezahlen.

Die Bastarde sollen kriegen, was sie verdienen!

Die VARUNA passte den Kurs an die Uferströmung an und verlangsamte ihre Fahrt. Die Schaumwelle vor dem Bug fiel in sich zusammen und wurde zu einem glucksenden Strudel, der unter dem Kiel hindurchwirbelte.

»Die Zeit ist reif«, sagte Kennon und signalisierte dem Steuermann, dass er Fahrt aufnehmen sollte. »Holen wir uns die Kerle!«

Die stählernen Kolben im Inneren der GOUVERNOR MOORE setzten sich in Bewegung und brachten das Dampfschiff auf Geschwindigkeit. Die Schaufelräder zu beiden Seiten des Rumpfs pflügten durch das schlammige Wasser und schlugen weiße Schaumkronen, die auf der VARUNA nicht unentdeckt blieben.

Ein hektisches Glockenläuten auf dem Unionsschiff kündete davon, dass Kommandant Charles S. Boggs seinen Feind erspäht hatte.

Die VARUNA legte das Ruder um und setzte ihre Fahrt flussaufwärts fort, um der drohenden Kollision mit der GOUVERNOR MOORE zu entgehen. Nach einigen Minuten waren sich die Dampfboote derart nah, dass Kennon die bewaffneten Matrosen auf dem gegnerischen Schiff erkennen konnte.

»Deckung!«, schrie der Lieutenant und duckte sich auf das Deck hinunter. Die Schüsse von der VARUNA gruben sich in die Brandballen aus Baumwolle, die man rings um den Rumpf festgebunden hatte, richteten aber ansonsten keinen Schaden an. Kennon stieß Joey mit dem Fuß an. »Mach die Kanone klar! Wir erledigen sie aus nächster Nähe!«

Mit einem kurzen Blick über die Bordwand vergewisserte sich Kennon, dass er den richtigen Entschluss fasste. Er musste alles auf eine Karte setzen, um die VARUNA zu versenken. Die GOUVERNOR MOORE durfte nicht das Schicksal der übrigen Konföderiertenschiffe teilen. Sie hatten an diesem Tag zu viele Rebellenkämpfer geopfert, als dass sie die VARUNA ziehen lassen konnten.

»Aye, Lieutenant!«, rief der Bootsmann und hockte sich hinter die Bugkanone, die mit Schwarzpulver und einer gegossenen Kugel geladen war. Sie hatten die Kugeln aus einem Yankeelager erbeutet, das sie vor einer Woche überfallen hatten. »Ich … ich bin bereit!«

Der Schaufelraddampfer war inzwischen so dicht an die VARUNA herangekommen, dass der monotone Kolbentakt des anderen Schiffes deutlich zu hören war. Kennon kroch nach vorn zum Bug und spähte unter der Reling hindurch.

Die VARUNA befand sich eine halbe Schiffslänge vor ihnen.

»Auf mein Kommando!«, rief Kennon und starrte seinen Bootsmann an. Er lief geduckt über das Deck, bis er sich mittschiffs befand. »Nimm die Kanone tief! Wir feuern durch unseren Bug und rammen sie!«

Ungläubig sah Joey zu Kennon hinüber.

»Tief nehmen, Sir?«, fragte der Bootsmann schaute ängstlich zur VARUNA. »Aber … aber was?«

»Herunter damit!«, brüllte Kennon und ballte die Faust. Sie waren zu nah am feindlichen Schiff, als dass die Kanone auf andere Weise noch Schaden anrichten konnte. »Herunter und – Feuer!«

In aller Eile schlug Joey den Hebel an der Bugkanone herunter, senkte die Mündung auf das Deck der GOUVERNOR MOORE und drückte den glimmenden Zündstock in die Pulveröffnung. Die Schiffskanone spie einen krachenden Feuerstoß aus und feuerte die Kugel durch die Planken des Bugdecks.

Das berstende Holz stob in die Höhe und vermischte sich mit dem Pulverdampf. Die Kanonenkugel prallte von der Ankerklüse der VARUNA ab und durchschlug den Schornstein des Unionsdampfers.

Der Schlot ächzte und stürzte kreischend auf das Achterdeck.

»Rammen wir sie!«, tönte Kennons Befehl über die GOUVERNOR MOORE. »Versenken wir die Yankees!«

Der Steuermann grinste und warf das Ruder herum. Er klammerte sich am Steuerrad fest und ging dahinter in die Knie.

Kaum eine Sekunde darauf bohrte sich der mit Eisenbahnschienen bewehrte Bug der GOUVERNOR MOORE in die Steuerbordseite der VARUNA und riss ein klaffendes Leck in deren Rumpfhülle.

Die Flüche der Matrosen auf dem Yankeeschiff klangen wie Musik in Kennons Ohren.

III

Fort Buford, Dakota-Territorium, zwanzig Jahre später

Die Postkutsche aus Bismarck hatte die Palisadenwand gerade hinter sich gelassen, als Lassiter bereits den ältlichen Army-Offizier in seiner gepflegten Uniform erkannte. Colonel Edmond Sullivan stand auf seinen Stock gestützt unter dem Vordach einer Baracke und blickte der Kutsche mit zusammengekniffenen Augen entgegen. Er war eine Legende im gebeutelten Dakota-Territorium, das wie kein anderes Gebiet im Westen unter den Indianerkriegen litt. Seit die Northern Pacific Railway den Vertrag mit den Sioux gebrochen und ihre Expeditionen bis zum Yellowstone River hatte vordringen lassen, erstickte das Territorium buchstäblich in Blut. Man hatte es unter anderem Sullivan zu verdanken, dass Häuptling Sitting Bull vor einem Jahr die Segel gestrichen und in Fort Buford seine Kapitulation erklärt hatte.

»Sie sehen nicht aus, als wären Sie öfter im Dakota-Territorium.«

Die blonde Passagierin aus Philadelphia, die Lassiter von der gegenüberliegenden Sitzbank aus musterte, beugte sich nach vorn und strich das Kleid über den Knien glatt. Sie befand sich in Begleitung eines Geistlichen, der die Fahrt von Bismarck her damit verbracht hatte, in seiner ledergebundenen Bibel zu lesen und stumm die Verse zu rezitieren. Er hatte ein oder zwei Worte mit Lassiter gewechselt und schien ansonsten von dem großen Mann mit den breiten Schultern eher eingeschüchtert zu sein.

»Es ist nicht meine erste Reise ins Territorium«, erwiderte der Mann der Brigade Sieben und lächelte. »Falls es Ihre erste ist, sollten sich die Felsen am Cherry Creek anschauen.«

Die Blondine fächerte sich Luft zu, verdrehte die Augen und winkte ab. Sie hatte ein schlankes Gesicht mit zarten Grübchen, die ihr etwas Puppenhaftes verliehen. »Gott bewahre mich davor! Ich möchte hinüber nach Lewistown, wo mich Reverend Hawkley mit einem Mann verloben wird, den ich noch nie gesehen habe.«

Der Geistliche streifte Lassiter mit einem nervösen Blick und setzte sich die Brille auf der Nase zurecht. »Mr. Huntley ist ein ehrenwerter Mann mit den edelsten Absichten, Ms. Stone. Sie werden nicht bereuen, dass ihr Vater mich mit dieser Aufgabe betraut hat.«

Die Kutsche lenkte ein und rollte mit knirschenden Wagenrädern in den Stand. Die blonde Passagierin reichte Lassiter die Hand und blickte ihn vielsagend an. »Cynthia Stone, Mr. Lassiter. Der Reverend und ich werden die Nacht in Fort Buford verbringen. Ich würde mich freuen, wenn Sie mir die Stunden mit Ihrer Anwesenheit versüßen würden.«

Der durchdringende Ruf des Kutschers verkündete, dass man sich in Fort Buford befand und die Kutsche ihre Fahrt um acht Uhr des nächsten Morgens fortsetzen werde. Cynthia erhob sich und stieg mit dem Reverend aus dem Wagen. Sie blickte sich ein letztes Mal nach Lassiter um, ehe sie Hawkley um die nächste Hausecke schob.

»Was für ein Jammer«, murmelte Lassiter und spähte nach Colonel Sullivan, der seinerseits nach dem Gast aus Bismarck Ausschau hielt. Als sich die Blicke der beiden Männer trafen, setzte sich der pensionierte Offizier umgehend in Bewegung.

»Sie werden’s nicht glauben, Mr. Lassiter!«, rief Sullivan mit krächzender Stimme. »Aber Sie sind der erste Zivilist, den ich seit fünf Jahren in Fort Buford begrüße. – Kommen Sie! Ich führe Sie ein bisschen herum.«

Lassiter stieg die Trittstufen der Kutsche hinunter und steckte dem Fahrer einen halben Dollar Trinkgeld zu. Er schüttelte Sullivan die Hand und setzte den Hut auf. »Das Telegramm aus Washington kam vor zwei Tagen. Ich bin so rasch abgereist, wie es möglich war.«

»Keine Eile, Mr. Lassiter, keine Eile!«, entgegnete der alte Colonel und wies mit dem Stock auf die Palisadenwand in der Morgensonne. »In meinem Alter hetzt man nicht mehr, auch wenn sich die Welt schwindelerregend rasch dreht. Die Brigade Sieben hat mir versichert, dass man den besten Mann schickt.« Er ging einige Schritte voraus. »Die Taucherglocke ist erst gestern eingetroffen.«

Verwundert runzelte Lassiter die Stirn. »Taucherglocke, Sir?«

Der Colonel lachte erstickt und stützte sich auf. »Sie glauben nicht, wie es mich freut, einen jungen Kerl wie Sie ratlos zu sehen. Sie erinnern mich an einen Freund aus Jugendtagen. Er war ein Draufgänger und Hallodri, aber schließlich ist aus ihm doch etwas geworden. Gottes Erde braucht ihre Glücksritter.« Er wandte sich um und wies auf ein abgestelltes Fuhrwerk in der Ferne. »Da hinten ist es. Ich werde Ihnen alles zeigen.«

Die Männer überquerten den Appellplatz des Forts, an dessen einstige Bestimmung nur noch der Fahnenmast mit dem Sternenbanner daran erinnerte. Die Garnisonen waren nach der Kapitulation von Sitting Bull abgezogen und auf andere Forts in der Gegend verteilt worden.

»Was wissen Sie vom Bürgerkrieg, Mr. Lassiter?«, fragte Sullivan unvermittelt, als sie sich dem Fuhrwerk mit seiner abgedeckten Fracht näherten. »Die Eroberung von New Orleans im Frühjahr 1862? Als es den Konföderierten an den Kragen ging?«

Die Gemälde der große Schlachtenmaler zogen vor Lassiters innerem Auge vorüber, auf denen kämpfende Unionstruppen und krachende Kanonen zu sehen waren. Der Kampf um New Orleans war eine der blutigsten Auseinandersetzungen des Krieges gewesen.

»Admiral David Glasgow Farragut«, meinte Lassiter. »Er stieß mit seiner Flottille auf die Stadt vor.«

»Siebzehn Kanonenboote der Union gegen eine Handvoll Rebellenschiffe«, pflichtete Sullivan bei. »Eines der Konföderiertenschiffe war die GOUVERNOR MOORE. Sie rammte die VARUNA und wurde anschließend von zwei Unionsdampfern bedrängt.« Der Colonel seufzte und blickte an dem Fuhrwerk hinauf. »Zum Schluss stand sie in Flammen und wurde von ihrem Kapitän, dem Steuermann und einem Matrosen versenkt.«

Sullivan blieb vor dem Fuhrwerk stehen und blickte an der Frachtladung hinauf, die ringsum von einer Segelplane umwickelt war. Sie war mit vier schweren Tauen verzurrt worden.

»Zumindest lautet so der offizielle Bericht«, fügte der Offizier hinzu und zog die silbergrauen Brauen in die Höhe. »In Washington hat man allerdings eine Akte ausgegraben, in der es heißt, dass die GOUVERNOR MOORE lediglich auf Grund gelaufen und nach dem Krieg in den Norden geschleppt worden sei. Der Informant behauptet, dass sich an Bord kostbares russisches Kristallglas befunden haben soll. Eine Glaskaraffe mit dem Bildnis des russischen Zaren Nikolaus des ***. darauf.« Er schürzte die Lippen. »Muss ein Vermögen wert sein.«

Lassiter schaute ebenfalls an der Frachtladung hinauf. Er fragte sich, ob sich unter der Segeltuchplane tatsächlich eine Taucherglocke befand und was er damit mitten in der Prärie anstellen sollte.

»Wie dem auch sei«, fuhr der Colonel unterdessen fort. »Vor einer Woche hat ein Fischer namens Alfred Baker das Wrack im Silent Lake entdeckt. Der See liegt keine zehn Meilen von Fort Buford entfernt. Baker zog in seinem Netz eine Bugplanke empor, auf der GOUVERNOR MOORE stand. Die Sache ist wie ein Lauffeuer durch alle Wochenzeitungen gegangen.«

Auf der Stirn des Mannes der Brigade Sieben erschienen abermals Falten. »Ein Schiff dieser Größe kann unmöglich zweitausend Meilen in den Norden geschleppt worden sein.«

Colonel Sullivan ging um das Fuhrwerk herum und machte sich daran, die verknoteten Taue zu lösen. Als er sich mit einem Knoten besonders abmühte, ging Lassiter ihm zur Hand.

»Das Schifffahrtsministerium war der gleichen Ansicht«, entgegnete Sullivan. »Aber dann besann sich ein Archivar auf einen Augenzeugenbericht, der im Jahr 1872 verfasst worden ist. Der Zeuge behauptete, dass er die abgebrannte GOUVERNOR MOORE auf der Höhe von Council Bluffs gesehen habe.« Er zuckte mit den Schultern. »Council Bluffs! Im Ministerium hat dem Zeugen keiner geglaubt. Bis vor einer Woche Baker die Planke der GOUVERNOR MOORE nach Fort Buford brachte.«

Die beiden Männer zogen die Taue von der Segeltuchplane und schlugen den Stoff zurück. Eine gerundete Holzwand mit Kupferbeschlägen kam darunter zum Vorschein. Als die Plane ganz herunterfiel, stand vor ihnen eine Taucherglocke von beträchtlichen Ausmaßen, die über ein Bullauge und einen kupfernen Anschluss für eine Luftleitung verfügte.

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