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Lassiter - Folge 2220

Tödliche Eskorte

Die Klause der Holzfäller stand noch immer im Schatten der mächtigen Ponderosa-Kiefer, unter der Tex Birkley sie vor zehn Jahren errichtet hatte. Die alten Bretter waren fingerdick mit Moos bezogen, das genauso modrig und widerwärtig roch wie das Innere der Behausung. Die Männer stiegen aus den Sätteln und streckten sich.

»Scheint mir ’n behaglicher Unterschlupf zu sein«, sagte einer von ihnen und schritt um die Hütte herum. »Da drin könnte man’s aushalten.«

»Für die Schießeisen wird’s reichen«, brummte Birkley und stieg ebenfalls ab. Er starrte zum schneebedeckten Gipfel des Cloud Peak hinüber. »Ladet alles ab und macht Feuer.«

»Und Bowles?«, fragte einer aus dem Trupp. »Wann holen wir uns den?«

Birkley schwieg und dachte über seinen Plan nach. »Nicht vor Mitternacht, Jungs.«

Das goldblonde Haar von Caroline Bowles hatte im Schein der Petroleumlaterne einen bronzefarbenen Schimmer, der sich mit jeder Bewegung der jungen Frau veränderte. Die Rancherstochter versteifte den Rücken, schloss die Augen und stöhnte genussvoll auf.

»O Lassiter!«, hauchte Caroline und strich sich eine Strähne aus dem Gesicht. »Wie … wie kannst du mir nur so etwas antun?«

Der groß gewachsene Mann unter ihr lächelte und legte die Hände um Carolines schmale Taille, die sich zerbrechlich wie bei einer Tänzerin anfühlte. Er hatte nicht beabsichtigt, die gerade zwanzigjährige Tochter von Peter Bowles zu einem Rendezvous zu verführen, doch Carolines Blicke nach dem Abendessen hatten ihm keine Wahl gelassen. Die schöne Blonde und er waren in die Kammer des Mädchens geflüchtet und hatten sich in leidenschaftlicher Umarmung wiedergefunden, kaum dass Bowles das Ranchhaus verlassen hatte.

»Wie kannst du mir so etwas antun?«, erwiderte Lassiter und glitt mit der Hand über Carolines schmale Schulterblätter. »Ich hätte mich nie mit dir einlassen dürfen.«

Caroline hob das Becken und ritt zärtlich auf dem Mann von der Brigade Sieben. Sie stützte sich auf seiner Brust ab und streichelte ihm durch das Kraushaar darauf. »Wie hätten wir es leugnen sollen? Du … du hast mich verwandelt, Lassiter … Ich war nie … nie solch ein Mädchen, verstehst du?«

Lassiter hatte längst begriffen, was Caroline mit diesen Worten meinte. Er war zu Bowles in die Berge gekommen, um mit dem Pferdezüchter über die Raubüberfälle zu sprechen, die in den letzten Wochen das Johnson County erschüttert und ein halbes Dutzend Rancher das Leben gekostet hatten. Der Witwer bewohnte ein Haus weit oben in den Big Horn Mountains und schien von der Besorgnis im County noch nicht angesteckt worden zu sein. Den ganzen Abend über hatte er schweigend am Tisch gesessen und lediglich das Nötigste gesagt. Dass der Gesprächsfaden nicht abgerissen war, hatte Bowles allein seiner Tochter zu verdanken, die bereitwillig auf Lassiters Fragen geantwortet hatte.

»Er wird bald zurück sein«, flüsterte Caroline und stöhnte vor Erregung. Sie krallte die Nägel in Lassiters Brust. »Er wollte bloß bei den Pferden … oh! … nach dem Rechten sehen …«

Die Rancherstochter spreizte die Schenkel weiter und nahm Lassiter tief in sich auf. In der vergangenen halben Stunde hatte sie nicht nur jede Hemmung verloren, sondern war zu einem lüsternen Geschöpf gereift, das jeden Winkel von Lassiters Körper erkundet und sich seiner Lust gänzlich hingegeben hatte. Als wären die eisernen Ringe zersprungen, die sich angesichts der abgeschiedenen Lage der Ranch unweigerlich um das Herz jedes jungen Mädchens legen mussten, war sie mit einem Mal zu allem bereit gewesen, was sie sich aus Anstand zuvor verwehrt hätte. Sie hatte Lassiter liebkost und ihm ihr wohlgeformte Kehrseite entgegengereckt, nur um seine kräftigen Hände darauf zu spüren.

»Schneller!«, stöhnte Caroline und beugte sich nach vorn, bis ihre Brüste über Lassiters Gesicht tanzten. Sie öffnete die vollen Lippen und gab einen langen Seufzer von sich. »Schneller, Lassiter! Es … es fühlt sich so gut an!«

Mit ihren neunzehn Jahren hatte Caroline tatsächlich nicht viel erlebt, was man als Lebenserfahrung hätte bezeichnen können. Der alte Bowles sperrte sie auf der Ranch ein, als wäre seine Tochter ein kostbarer Diamant, den außer ihm niemand zu Gesicht bekommen durfte. Selbst die Trecks nach Buffalo unternahm der Pferdezüchter mit seinen Männern allein, wohl wissend, dass Caroline sich danach verzehrte, vor den Schaufenstern der Rinderstadt entlang zu schlendern. Über die Jahre hatte die Rancherstochter jede Hoffnung aufgegeben, der Einsamkeit am Lake Marion zu entfliehen.

»Psst!«, hielt Caroline plötzlich inne und richtete sich auf. Sie legte Lassiter einen Finger auf die Lippen, lauschte angestrengt und runzelte die Stirn. »Da ist jemand auf der Ranch!«

Nun vernahm auch Lassiter dumpfes Stimmengewirr, das vom Hof des Ranchhauses kam. Es wurde von derben Flüchen dominiert, in das sich Kommandos und anfeuernde Rufe mischten.

»Wer … wer kann das sein?« Ängstlich stieg Caroline aus dem Bett und warf sich ihr Nachtkleid über. »Das Bunkhouse ist leer. Die Männer sind für eine Woche in Buffalo.«

Der Mann von der Brigade Sieben stand gleichfalls auf und stieg in seine Hose. Er schnallte sich das Holster mit dem Remington um und begab sich zur Tür der Kammer.

»Warte im Bett!«, sagte Lassiter. »Ich schaue nach.«

»Auf keinen Fall bleib’ ich allein!«, protestierte Caroline und starrte Lassiter mit banger Miene an. »Du glaubst, es ist die Birkley-Bande, oder?«

»Ich hoffe es nicht«, antwortete Lassiter, dem der gleiche Gedanke gekommen war. Die Birkley-Bande bestand aus zwei Dutzend ehemaligen Holzfällern, die in den vergangenen Wochen mehr als vierzig Ranches und Farmen überfallen hatten. Die Landbesitzer waren blutig gefoltert und hingerichtet worden. »Wenn du mitkommst, bleib dicht bei mir. Gib keinen Ton von dir!«

Er und die zierliche Blondine stahlen sich auf den Gang hinaus und schlichen geduckten Hauptes zu den Fenstern auf der Nordseite des Hauses. Die Nacht war sternenklar und gewährte Sicht bis zum Ufer des nahen Lake Marion.

Von ungebetenen Gästen war jedoch nichts zu sehen.

Nach einigen Minuten erreichten Lassiter und die Rancherstochter die Vordertür, die Bowles einen Spalt offen gelassen hatte. Der Mann der Brigade Sieben schob sie ein Stück weiter auf – und zuckte noch in derselben Sekunde zurück.

»Verdammt!«, zischte Lassiter und blickte besorgt zu Caroline. »Dort draußen sind eine Menge Männer. Sie haben deinen Vater bei sich.«

Blanke Furcht zeigte sich in Carolines fein geschnittenen Zügen. Sie fing zu zittern an und ergriff Lassiters Hand. »Birkley? Ist es Birkley? Lüg mich nicht an!«

Die Finger der Blonden krampften sich noch fester um Lassiters Hand. Der groß gewachsene Mann zögerte mit einer Erwiderung. »Es … es sieht danach aus.«

Daraufhin eilte die Rancherstochter mit raschen Schritten zum Fenster und spähte hinaus. Als sie vor Entsetzen erbebte, zog Lassiter sie zur Seite und hockte sich an ihrer Stelle unter das Fensterbrett.

Die Männer vor dem Ranchhaus waren von ihren Pferden gestiegen. Sie hatten Peter Bowles an die kahle Fichte neben dem Hitchrack gebunden und mit mehreren Fausthieben bewusstlos geschlagen. Aus dem Mundwinkel des alten Ranchers sickerte Blut.

»Wir müssen fort von hier!«, flüsterte Lassiter und richtete die schluchzende Caroline an der Schulter auf. Er rüttelte das teilnahmslose Mädchen. »Hörst du? Du musst mit mir kommen!«

Vor der Farm prügelte man erneut johlend auf den Bewusstlosen ein. Die blonde Rancherin warf sich Lassiter an die Brust. »Und Vater? Wir müssen Vater helfen! Wir können ihn nicht im Stich lassen!«

Voll Bitterkeit sah Lassiter aus dem Fenster. »Es sind zu viele, Caroline! Sie würden uns töten!«

Einer der Männer vor der Ranch wandte sich zum Haus um und kam mit dem Gewehr in den Händen näher. Dann blieb er stehen und sah zu den Fenstern des Obergeschosses hinauf.

»Komm schon!«, raunte Lassiter. »Durch die Hintertür schaffen wir’s!«

Die Tochter des Ranchers rührte sich nicht und blickte wie gebannt auf den groß gewachsenen Banditen vor dem Fenster. Als er sich wieder in Bewegung setzte, bekam es Caroline mit der Angst.

»Rette uns, Lassiter! Rette uns!«

***

»Sie wissen nicht, wo Lassiter steckt?«

Der Kongressabgeordnete Walther D. Rockford stand Julius Reno in dessen Postamt gegenüber und konnte nicht glauben, was er soeben gehört hatte. Ein Mittelsmann und Postmeister des Bezirks musste – so Rockfords Überzeugung – mit Bestimmtheit wissen, wo sich ein Mensch aufhielt, dem er erst wenige Tage zuvor begegnet war. Der beste Mann von der Brigade Sieben verschwand nicht unvermittelt, als wäre er vom Erdboden verschlungen worden.

»Wie ich es Ihnen sagte, Mr. Rockford«, erwiderte Julius Reno und blickte zu dem um einen Kopf größeren Abgeordneten empor. Er faltete die Hände vor dem Bauch und schwieg einen Augenblick lang. »Er wollte sich am gestrigen Abend zurückmelden und ist weder von Mr. Kalash im Red Ruby’s noch von einem anderen Menschen in Fort McKinney gesehen worden.«

Die gleichgültige Antwort des Postmeisters wühlte Rockford derart auf, dass der Abgeordnete sich setzen musste. In seinem Amt als Justitiar der Regierung für den Staat Wyoming durfte er erwarten, dass man ihn nicht mit Ausflüchten abspeiste. Im Justizministerium hatte es geheißen, dass mit Lassiter einer der besten Männer auf die Birkley-Bande angesetzt worden sei.

»Welche Route ist er geritten, Mr. Reno? Was ist Ihnen über Lassiters Pläne bekannt?«

Der Postbeamte schritt durch das Büro und blieb vor der Landkarte an der Wand stehen. Die Karte zeigte das Massiv der Big Horn Mountains, das von den Siedlungen Buffalo, Depot McKinney und Independence Rock flankiert wurde. Reno fuhr mit dem Finger die dünne Telegraphenlinie von Depot McKinney bis zum Land der Frewen’s Powder River Cattle Company ab. »Er ist nach Westen geritten und wollte über den Besitz der Pioneer Land & Cattle Company in den Peter’s Creek reiten.« Er glitt mit dem Finger nach oben zum Lake Marion. »Dann nach Norden zur Ranch von Peter Bowles.«

»Verdammt tief in der Wildnis«, bemerkte Rockford und seufzte. »Ich muss unverzüglich mit Lassiter sprechen. Die Brigade Sieben will ihn mit einem anderen Auftrag betrauen.«

»Nicht länger die Birkley-Bande?«, fragte Reno verdutzt, der Lassiter auf eben diese Bande an Viehdieben eingeschworen hatte. Auf die Rechnung von Tex Birkley gingen über vierzig Überfälle auf Gebirgsranches. Die Rancher waren dabei abgeschlachtet worden, dass sich die Shoshonen hätten ein Beispiel daran nehmen können. »Jeder von uns wäre froh, wenn der Kerl endlich hinter Gittern säße.«

»Man wird Sie noch telegraphisch verständigen«, sagte Rockford und trat ebenfalls an die Karte. Sein Blick glitt über die zerklüfteten Bergketten der Big Horn Mountains, an deren fruchtbaren Hängen sich die betroffenen Rinder- und Pferdezüchter niedergelassen hatten. »In Washington fürchtet man, dass sich hinter Birkley politische Intrigen verbergen. Die Schlachtereien in Chicago und Omaha sind ganz versessen auf Rinder aus Wyoming. Sie wollen die Tiere um jeden Preis kaufen. Die Züchter in Texas fühlen sich düpiert. Sie fürchten – in meinen Augen zurecht –, dass man ihnen bald keine Tiere mehr abnimmt.« Er schlug lächelnd mit den Fingerknöcheln gegen die Karte. »Wer will sich mit dem Texasfieber herumschlagen, wenn er saftiges Vieh aus den Big Horn Mountains bekommen kann! Die Sache hat für die Regierung demzufolge höchste Bedeutung. Man will keinen Krieg zwischen den Zuchtallianzen in Texas und den nördlichen Staaten.«

»Absolut nachvollziehbar«, brummte Reno und nahm an seinem Schreibtisch Platz. Er setzte sich die Nickelbrille auf die Nase und las in der Gesprächsabschrift, die er nach dem Besuch des Regierungsagenten angefertigt hatte. »Lassiter ist kein Mann der vielen Worte, wie mir scheint. Er war entschlossen, zu Peter Bowles zu reiten. Er sagte, dass Bowles einer der wenigen sei, die man bisher unbehelligt gelassen habe.« Der Postmeister wies auf den anderen Stuhl. »Setzen Sie sich, Mr. Rockford, ich will Ihnen die Hintergründe erläutern.«

Widerstrebend kam der Abgeordnete Renos Bitte nach. Er hatte gehofft, dass die Angelegenheit schneller vom Tisch war. »Legen Sie los! Ich möchte wissen, was zum Teufel dort draußen vor sich geht.«

Auf Renos knochigem Gesicht erschien ein zufriedener Ausdruck. »Dieser Birkley muss einer der Holzfäller sein, die früher für die Wyoming Timber Trade Corporation gearbeitet haben. Die Überfälle haben fast ausschließlich in den einstigen Einschlagsgebieten stattgefunden. Er scheint Plätze zu bevorzugen, die ihm vertraut sind.«

»Die Wyoming Timber Trade Corporation ist nicht ohne Grunde in Bankrott gegangen«, sagte Rockford und schürzte die Lippen. »Sie hat mehr Holz eingeschlagen, als sie verkaufen konnte. Die Stämme sind auf dem Powder River verfault, ehe sie in Suggs waren. Birkley hat kein Recht, sich deshalb betrogen zu fühlen.«

»Recht und Unrecht kümmern ihn nicht«, meinte Reno und grinste verlegen. »Er glaubt mit jeder Faser seiner verdorbenen Seele, dass die Farmer und Rancher die Profiteure des Bankrotts von Wyoming Timber sind. Er hat mehr als einmal öffentlich herumposaunt, dass sie sein Land gestohlen hätten und sich eine goldene Nase daran verdienten.«

»Meine Güte«, murmelte Rockford. »Wenn sich jeder im Land so gebärden würde, dem das Schicksal ’ne Kugel ans Bein bindet! Wir kämen aus den Verbrechen nicht mehr heraus. Amerika ist ein Land der Möglichkeiten.«

Reno fuhr in seinen Ausführungen fort. »Die Ranchüberfälle laufen alle auf die gleiche Art und Weise ab. Er fällt mit fast zwei Dutzend Männern auf der Ranch ein, schleift den Besitzer vor die Tür und bringt ihn auf abstoßende Art und Weise um. Zwei Männer sind vor ihren Familien aufgeschlitzt worden. Bei einem Dritten hat man ihn und sein Kind zu Tode geprügelt, während man die Frau in die Wälder gejagt hat. Sie hat sich zu ’nem Pelzhändler verirrt, sonst wüssten wir gar nicht, was vorgefallen ist.« Er schwieg kurz. »Sobald alles vorbei ist, macht Birkley sich mit der Herde aus dem Staub und verkauft sie an befreundete Händler.«

»Das Justizministerium hat den Kongress darüber schon in Kenntnis gesetzt«, kürzte Rockford die Schilderungen ab. »Der Kerl ist ein Mörder ohne Gewissen und Scham. Er muss zur Strecke gebracht werden, ehe es Sympathisanten und Nachahmer gibt. Die Holzfäller in Wyoming sind froh darüber, wenn einer den Rancher und Farmern eins auswischt.«

»Lassiter wollte über Bowles an die anderen Farmer heran«, sagte Reno. »Er wollte herausfinden, wie sie sich gegen die Angriffe verteidigen.«

»Haben die Farmer Vorkehrungen getroffen?«, fragte Rockford. »In Washington hören wir nichts davon.«

»Nur das Nötigste«, entgegnete der Postmeister und legte die Stirn in Falten. Er blätterte in seinen Papieren. »Einige haben Vierfußzäune ums Haus gezogen, damit die Hunde in der Nacht näher bei den Türen bleiben. Andere haben sich Eisengitter schmieden lassen, mit denen sie die Schlafzimmertüren verbarrikadiert haben.« Er zuckte mit den Schultern. »Aber gegen einen über zwanzig Mann starken Trupp ist nichts zu machen.«

»Noch ein Grund, um Birkley möglichst rasch zu schnappen.« Rockford wandte seinen mächtigen Kopf erneut zur Karte um. »Es fragt sich nur, wo unser Mann abgeblieben ist. Die Brigade Sieben möchte, dass er Birkley lebend schnappt und nach dessen Hintermännern Ausschau hält. Die Regierung fürchtet, dass sich die Mächtigen der ehemaligen Wyoming Timber mit ihm zusammengeschlossen haben.«

»Die Wälder der Big Horn Mountains sind nach wie vor wertvoll«, gab Reno zur Antwort und nickte. »Ich werde Lassiter den Auftrag aus Washington mitteilen, sobald er sich wieder in Depot McKinney meldet. Ich gehe davon aus, dass er wohlauf und auf dem Weg ins Tal ist.«

Der Abgeordnete erwiderte das Kopfnicken und erhob sich. Er knöpfte sich den Gehrock über dem Bauch zu.

»Schicken Sie mir einen Kurier, sowie Sie mehr wissen, Mr. Reno.« Er griff nach seinem Hut und setzte ihn auf. »Dieser Fall ist von außerordentlicher Dringlichkeit.«

Der Postmeister senkte beflissen den Kopf und schob seine Akten zu einem Stoß zusammen.

»Selbstverständlich, Mr. Rockford.«

***

Der Schädel von Peter Bowles hing so erbärmlich zur Seite, dass Tex Birkley laut lachen musste, als er ihn zum ersten Mal sah. In Strömen rann das Blut über die Wangen des malträtierten Ranchers, der höchstens dann ein Stöhnen hervorbrachte, wenn man ihn aus voller Kehle anschrie.

»Verfluchter Schweinehund!«, höhnte Birkley und trat dem Gefesselten in den Magen. »Hätte nicht gedacht, dass du bis zum Morgengrauen durchhältst!«

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