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Lassiter - Folge 2219

Inhalt

  1. Cover
  2. Impressum
  3. Der Schwur der Rifle-Queen
  4. Vorschau

Der Schwur der Rifle-Queen

Durch die Zeltwand drang gedämpfte Musik, in die sich das Raunen einer Menschenmenge mischte. Doch Jenna Grant schien davon nichts mitzubekommen. Ihre gesamte Aufmerksamkeit galt dem aufgeklappten Spencer-Gewehr, das sie in den Händen hielt. Nach einem prüfenden Blick durch den Lauf nickte sie zufrieden, bevor sie die Waffe zuschnappen ließ. Jenna stellte das Gewehr beiseite und drehte sich zu dem primitiven Schminktisch um, der im hinteren Teil des Zelts aufgebaut war. Als sie auf dem Schemel davor Platz nahm, fiel ihr Blick in den Spiegel.

Die junge Frau erstarrte. Ein Mann hatte die Zeltplane ein Stück beiseitegeschoben und war in das Innere geschlüpft. Am Eingang blieb er stehen. Seine Mundwinkel verzogen sich zu einem triumphierenden Grinsen, während er die rothaarige Lady eingehend musterte.

Jenna Grant fuhr herum.

»Rick!« Sie sah den Besucher ungläubig an. »Was zum Teufel hast du hier zu suchen?«

»Das nenne ich doch mal eine nette Begrüßung.« Rick Brown lachte auf. »Ich freue mich auch, dich zu sehen, Sweetie. Hast du mich vermisst?«

Nachdem der erste Schreck verflogen war, konnte die junge Frau wieder einen klaren Gedanken fassen. »Überhaupt nicht.« Sie warf schnippisch den Kopf zurück, während sie sich erhob. »Seit wir uns das letzte Mal gesehen haben, habe ich nicht einmal an dich gedacht.«

»Und das soll ich dir glauben?« Brown trat näher heran. »Honey, ich weiß genau, wenn du nicht die Wahrheit sagst. Dann erscheint zwischen deinen Augen dieses kleine Grübchen«, erklärte er mit einem knappen Kopfnicken in ihre Richtung. »Und momentan ist es tief wie der Grand Canyon. Du kannst mir nichts vormachen: Du hast es nicht abwarten können, mich endlich wiederzusehen.«

Jenna Grant strich sich reflexartig mit der Fingerspitze über die Stirn. »Du hast dich nicht geändert, Rick«, zischte sie. »Du bist eingebildet wie eh und je.«

»Warum auch nicht?« Ihr Gegenüber zuckte lässig mit den Schultern. »Ich habe eben das gewisse Etwas, dem die wenigsten Ladys widerstehen können.« Brown zwinkerte ihr zu. »Das solltest du schließlich am besten wissen, Sugar.« Er breitete einladend die Arme aus.

Die rothaarige Lady wollte zurückweichen, stieß aber nach einem Schritt bereits gegen die Kante des Schminktischs. Rick Brown erkannte seine Chance sofort. Er schlang die Arme um sie und zog sie mit einem Ruck zu sich heran. Er wollte sie küssen, aber Jenna drehte den Kopf weg.

»Lass das.« Sie presste die Lippen für einen Augenblick fest zusammen. »Das mit uns ist vorbei.«

»Aber weshalb denn? Hatten wir denn nicht eine Menge Spaß zusammen?«

»Doch«, gab Jenna Grant leise zu. Doch dann schoss sie einen gereizten Blick auf ihn ab. »Aber das ändert nichts an der Tatsache, dass du ein unverbesserlicher Windhund bist, Rick. Und ständig pleite. Was dich nicht davon abgehalten hat, beim Pokern den großen Mann zu markieren. Ich blöde Gans war so bescheuert, dir dann immer wieder zu helfen.«

»Sag doch sowas nicht. Du bist keine blöde Gans«, entgegnete Rick Brown mit gesenkter Stimme, »sondern ein entzückendes kleines Vögelchen.« Er strich ihr behutsam eine Haarsträhne hinters Ohr.

»Spar dir deine billigen Schmeicheleien.« Obwohl ihre Augen noch immer böse funkelten, wehrte sie sich nicht gegen die Berührung. »Weil ich dir meinen letzten Cent gegeben habe, stehe ich heute ohne Ersparnisse da. Wenn nicht ein Wunder geschieht, werde ich in diesem Job bleiben müssen, bis ich alt und grau bin.«

Rick Brown lächelte sie verschmitzt an. »Was würdest du sagen, wenn du erfährst, dass dieses Wunder bereits passiert ist?«

Jenna glaubte sich verhört zu haben. »Was soll das heißen?«

»Das erkläre ich dir später.« Anstelle einer Antwort verschloss Brown ihre Lippen mit einem Kuss. Die junge Frau ließ sich das einen Moment gefallen, bevor sich ihre Hände gegen seinen Brustkorb legten und sie sich mit einem energischen Stoß von ihm losmachte.

»Moment. Nicht so schnell.« Sie musterte ihn misstrauisch. »Was hast du gemeint, als du sagtest, das Wunder sei bereits passiert?«

»Dass ich nicht mehr der Schürzenjäger bin, der ich mal war. Ich will nur dich. Das ist mir klar geworden, als ich vor kurzem an unserem gemeinsamen Platz war. Da habe ich eine Entscheidung getroffen. Ab sofort gibt es nur noch dich und mich.«

»Klar.« Jenna Grant reckte das Kinn in die Höhe. »Wahrscheinlich, weil du bei den anderen Ladys auf Granit gebissen hast, aber ganz genau weißt, was du anstellen musst, um mir jeden Penny abzuknöpfen.«

»Ich bin nicht mehr der arme Schlucker, der ich war, als wir uns das letzte Mal gesehen haben.« Der Stolz in seiner Stimme war nicht zu überhören. »Ich kann dir sämtliche Schulden zurückzahlen. Mehr noch: Ich hole dich hier raus«, fügte er mit einer verächtlichen Geste quer durch das Zelt hinzu. »Wir haben ausgesorgt. Ab jetzt fängt für uns ein neues Leben an. Das verspreche ich dir.«

»Aber …« Jenna Grant kam nicht mehr dazu, ihren Satz zu beenden. Ihre Stimme wurde von tosendem Applaus übertönt, der draußen vor dem Zelt einsetzte. Als der Beifall ein wenig abebbte, setzte ein Mann zu einer Rede an.

»Danke, Ladys und Gentlemen, vielen Dank!«, klang seine Stimme blechern durch ein Megaphon. »Schön, dass Ihnen unser Programm bisher gefallen hat! Umso mehr freue ich mich, Ihnen nun den absoluten Höhepunkt unserer Vorstellung ankündigen zu dürfen! Verehrtes Publikum, machen Sie sich auf eine einmalige Sensation gefasst! Sie werden Ihren Augen nicht trauen! Sie werden Ihren Enkeln und Urenkeln noch von diesem Tag erzählen! Das ist der Augenblick, in dem geheimnisvolle Schönheit und unglaubliche Geschicklichkeit zu einem atemberaubenden Ereignis verschmelzen. Ladys und Gentlemen, es ist mir eine Ehre, sie heute leibhaftig präsentieren zu dürfen …« Der Ansager machte eine bedeutungsvolle Pause, die ihre Wirkung nicht verfehlte. Im Publikum herrschte mittlerweile eine gespannte Stille. »MISS-TERIOUS! DIE RIFLE-QUEEN!«

Die Musiker setzten zu einem Trommelwirbel an.

»Mein Auftritt.« Jenna Grant schlüpfte eilig aus Browns Armen. »Ich muss mich beeilen. Sonst kriege ich eine Menge Ärger.«

»Bleib doch hier.« Er versuchte sie zurückzuhalten, aber Jenna stieß ihn zurück. »Du hast es nicht mehr nötig, dich vor all den Leuten zum Affen zu machen.«

»Ach, so siehst du das also? Ist dir mein Job etwa peinlich?« Die junge Frau funkelte ihn böse an. »Das ist mir noch gar nicht aufgefallen. Bisher schien das in Ordnung für dich zu sein.« Sie nahm ein seidenes Halstuch vom Schminktisch, das sie sich wie eine Banditin vor das Gesicht band. »Zumindest so lange, wie ich die Zeche für dich bezahlt habe.«

»He, so habe ich das nicht gemeint.« Rick Brown hob beschwichtigend die Hände. »Ich wollte damit nur sagen, dass du …«

»Für lange Erklärungen habe ich jetzt keine Zeit«, unterbrach ihn Jenna. »Das Publikum wartet auf die Show der Rifle-Queen.« Sie griff nach einem kronenartigen Gebilde, das aus Patronenhülsen gefertigt worden war. »Und ich möchte die Leute auf keinen Fall enttäuschen«, erklärte sie, während sie den Kopfschmuck mit einer Nadel in ihrem Haar befestigte. »Du bleibst hier im Zelt. Wage es nicht, dich von der Stelle zu rühren.« Jenna Grant richtete drohend den Zeigefinger auf ihren Besucher. »Wenn ich zurück bin, habe ich eine Menge Fragen an dich. Bevor du mir die nicht beantwortet hast, werde ich keine Ruhe geben.«

Rick Brown hatte keine Gelegenheit etwas zu erwidern, denn die junge Frau hatte bereits ihr Gewehr gepackt und war aus dem Zelt gestürmt. Draußen schwoll der Trommelwirbel zu einem donnernden Stakkato an. Erwartungsvoller Beifall setzte ein – der wenige Sekunden später vom Krachen eines Schusses übertönt wurde.

***

Auf den Tribünen, die hufeisenförmig auf den Marktplatz von Springwater aufgebaut waren, herrschte dichtes Gedränge. Sämtliche Augenpaare waren auf die maskierte Frau im Zentrum der Manege gerichtet. Trotz der versammelten Menge herrschte eine solche Stille, dass das Krächzen der beiden Krähen zu hören war, die sich auf dem benachbarten Kirchturm niedergelassen hatten.

Jenna Grant ließ sich von der Aufmerksamkeit, die ihr von allen Seiten zuteilwurde, nicht aus der Ruhe bringen. Sie war die erwartungsvollen Blicke gewöhnt. Seit fast vier Jahren trat sie nun schon in General Hunter’s Circus of Sensations als Kunstschützin auf. Lampenfieber verspürte sie schon lange nicht mehr. Die täglichen Vorstellungen absolvierte sie inzwischen mit einer geradezu schlafwandlerischen Routine.

Auch heute hatte sie ihr Programm ohne jeden Zwischenfall durchgezogen. Obwohl – eine Kleinigkeit war anders. Von dem Dutzend leuchtend roter Wimpel, die hinter den Tribünen angebracht waren und die sie während ihres Auftritts über die Köpfe des Publikums hinweg aus den Halterungen schoss, war einer nicht heruntergefallen, sondern hing kopfüber am Mast. Die Kugel hatte die Halterung wohl nur gestreift. Den Zuschauern schien das Missgeschick nicht aufzufallen.

Aus den Mündungslöchern der beiden Colts stiegen noch Rauchfäden auf, als der Applaus einsetzte. Jenna Grant ließ die Revolver mehrmals um die Zeigefinger wirbeln, bevor sie sie zurück in das Doppelholster gleiten ließ.

Nachdem sie sich, von Fanfarenstößen der Kapelle begleitet, mehrmals in alle Richtungen verbeugt hatte, hob die junge Frau beide Arme in die Höhe.

»Ladys und Gentlemen, vielen Dank!« Sie winkte den Zuschauern zu. Hüte und Wimpel wurden von den Rängen in ihre Richtung geschwenkt. »Sie sind ein ganz wunderbares Publikum! Deshalb scheue ich mich nicht, für meine nächste Nummer um Ihre Unterstützung zu bitten!« Sie drehte sich einmal um die eigene Achse. »Na, wie sieht es aus? Gibt es hier einen echten Kerl, der genug Mumm in den Knochen hat, um zu mir runter in die Manege zu kommen? Nicht so schüchtern, meine Herren! Ich verspreche Ihnen, dass Sie Ihr kleines Abenteuer mit der Rifle-Queen für den Rest Ihres Lebens nicht mehr vergessen werden!«

Zunächst war nur ein zögerndes Murmeln in der Menge zu hören. Doch dann erhob sich in der dritten Reihe ein wohlbeleibter Mann. »Okay, Lady!«, rief er Jenna zu. »Dann lass uns mal ein bisschen Spaß zusammen haben!« Er drängte sich zwischen den anderen Zuschauern hindurch. An der vorderen Absperrung blieb er stehen. Der Zaun war nicht besonders hoch, schien für ihn aber ein echtes Hindernis zu sein. Er musterte ihn eine Zeitlang nachdenklich, bevor er schließlich schwerfällig ein Bein über den oberen Querbalken schwang. Keuchend hievte er sich in die Höhe.

Gerade als er rittlings auf der Brüstung saß, tauchte ein junger Mann neben ihm auf. »Sorry, Fatty, aber das ist mein Job.«

Rick Brown packte den Dicken an der Schulter und zog ihn zurück. Der fiel wie ein nasser Mehlsack von der Umzäunung und blieb im Fußraum der Tribüne liegen.

Brown verschwendete keinen weiteren Blick an ihn. »Seid gegrüßt, Majestät.« Er deutete eine Verbeugung an, während er über die Absperrung flankte und in die Manege kam. »Es wäre mir eine Ehre, Euch zu Diensten zu sein.«

Jenna Grant war überrascht. Sie konnte sich ein geschmeicheltes Lächeln nicht verkneifen, das jedoch hinter dem Halstuch verborgen blieb. Sie musste sich eingestehen, dass sie sich freute, dass ihre Trennung doch nicht so endgültig war, wie sie bisher angenommen hatte.

Ihr Verstand hatte ihr geraten, ihn zum Teufel zu schicken – doch ihr Herz hatte dazu eine vollkommen andere Meinung. Es schlug schneller, als es begriff, dass ihre Liebe eine zweite Chance erhalten würde.

»Okay, Hoheit, was soll ich tun?« Rick Brown zwinkerte ihr beim Heranschlendern spitzbübisch zu.

»Nimm die hier.« Jenna gab ihm vier Äpfel. »Und dann stell dich dort auf.« Sie zeigte zu einer Bretterwand, die zwei Clowns inzwischen an der Eingangsseite der Manege aufgebaut hatten. Eine mannshohe Zielschreibe war darauf gemalt.

»Meinetwegen.« Betont lässig ging er zu dem ihm zugewiesenen Platz. »Was jetzt?«, wollte er wissen, nachdem er vor der Wand Aufstellung genommen hatte.

Jenna Grant griff nach ihrem Spencer-Gewehr. »Ich zähle bis drei, dann wirfst du die Äpfel in die Luft. Alle gleichzeitig. Hast du verstanden?«

»Klar. Von mir aus kann’s losgehen.«

»Okay.« Die Rifle-Queen lud die Waffe durch und legte an. »Eins … zwei … drei!«

Rick Brown schleuderte die Äpfel über sich.

Gleichzeitig ertönte der erste Schuss. Eine der Früchte zerplatzte, als das Geschoss sie durchdrang. Jenna riss den Ladehebel mehrmals so schnell vor und zurück, dass die Bewegung kaum mit bloßem Auge zu erkennen war. Jeder Schuss, der darauf folgte, ließ einen weiteren Apfel in der Luft explodieren.

Doch dann sah sie Rick Brown zusammenzucken.

Er wurde gegen die Bretterwand geschleudert.

Für wenige Sekunden konnte er sich noch auf den Beinen halten. Als seine Knie schließlich einknickten, war auf der gemalten Zielscheibe ein handtellergroßer Blutfleck zu erkennen.

Rick Brown kippte in den Manegenstaub. Um seinen Kopf herum bildete sich eine glänzende Blutlache.

Jenna Grant war wie betäubt, als sie die Waffe sinken ließ. Die Situation fühlte sich an wie ein schrecklicher Alptraum. Wie gebannt starrte sie auf dem leblosen Körper am Rand der Manege. Für einen Moment herrschte absolute Stille. Erst als die durch einen langgezogenen Entsetzensschrei aus dem Publikum unterbrochen wurde, wurde der Rifle-Queen klar, dass es für sie kein glückliches Erwachen geben würde.

***

Die Tür schwang auf, ohne dass zuvor angeklopft worden war. »Aufgepasst, hier kommt Nachschub!« Eine schwarzhaarige Lady erschien im Rahmen. Sie hielt zwei Holzeimer in den Händen, aus denen Dampf aufstieg. »Oder wird das heiße Wasser hier nicht gebraucht?«

»Ich kann alles gebrauchen, was von einer schönen Lady kommt«, entgegnete Lassiter mit einer einladenden Handbewegung. Er lag ausgestreckt in einem Badezuber, der so kurz war, dass seine Beine zur Hälfte über den Rand hinweg ragten. »Wo ist denn der glatzköpfige Kerl, der bisher das Badewasser gebracht hat?«

»Jack? Der hat in der Küche zu tun.« Die schwarzhaarige Schönheit schob die Tür mit einem Fuß zu, dann kam sie näher heran. »Dafür habe ich höchstpersönlich gesorgt«, fügte sie mit einem Lächeln hinzu.

»Tatsächlich?« Lassiter verschränkte die Hände hinter dem Kopf. »Gab es dafür einen besonderen Grund?«

»Allerdings«, bestätigte die junge Lady. »Jack soll sich um das leibliche Wohl der Kundschaft kümmern. Ich sorge dann dafür, dass auch die anderen Annehmlichkeiten nicht zu kurz kommen. Zumindest bei den Gästen, die mir gefallen.« Sie goss einen Eimer Wasser in den Zuber. »Und du bist mir sofort aufgefallen, als du den Saloon betreten und dich nach einem Zimmer erkundigt hast. Als ich dann hörte, dass du ein Bad nehmen willst, dachte ich mir, das ist eine günstige Gelegenheit, die ich mir nicht entgehen lassen sollte.«

Lassiter schöpfte sich eine ordentliche Portion aus dem frischen Wasserstrahl ins Gesicht und über die Haare. »Bekommst du keinen Ärger mit deinem Boss, wenn du dir solche Freiheiten erlaubst?«

»Wohl kaum.« Sie kippte auch den zweiten Eimer in den Zuber. »Ich bin mein eigener Boss. Der Starlight Palace gehört mir. Das gilt sowohl für den Saloon als auch für das Hotel.«

»Verstehe.« Lassiter nickte anerkennend. »Hat die schöne Hausbesitzerin denn auch einen Namen?«

»Deborah Eastman.« Sie stellte den Eimer ab, rührte sich ansonsten aber nicht von der Stelle. »Aber meine Freunde nennen mich Debbie.«

»Aha. Und wie kommt man zu der Ehre, in deinen Freundeskreis aufgenommen zu werden?«

»Ach, wenn wir Spaß an denselben Sachen haben, ist das nicht schwer.« Lassiter entging der neugierige Blick nicht, den die Saloonbesitzerin in die Wanne warf. Doch die Seife hatte das Wasser milchig trüb werden lassen. So war von dem, dem ihr eigentliches Interesse galt, nichts zu erkennen. »Und das ist ganz leicht rauszufinden.«

»Wie denn?«

»Soll ich dir den Rücken schrubben?«, überging Deborah Eastman Lassiters Frage. »Da kommt man selbst so schwer ran. Wenn ich dir helfe, geht es viel einfacher.«

Lassiter beugte sich vornüber. »Was das betrifft, ist mir eine helfende Hand immer willkommen.«

»Dann sollst du sie auch bekommen.« Deborah Eastman nahm einen Waschlappen und die Seife und begann seinen Rücken damit zu bearbeiten. »Meine Güte, das sind ja beachtliche Muskelpakete«, meinte sie beeindruckt. »So etwas bekommt man nicht alle Tage zu sehen.«

»Besten Dank«, erwiderte Lassiter. »Dein Anblick ist auch nicht von schlechten Eltern. Aber ich schätze, das bekommst du dauernd gesagt.«

Die Saloonbesitzerin lachte auf. »Es gibt Dinge, die kann eine Frau gar nicht oft genug hören.« Sie beugte sich so tief zu ihm hinab, dass ihm ein Hauch ihres blumigen Parfüms in die Nase stieg. Ihre Lippen berührten sanft sein Ohr, als sie ihm zuflüsterte: »Erst recht nicht, wenn die Komplimente von einem so attraktiven Kerl … hoppla!« Das glitschige Seifenstück war ihr aus der Hand geglitten, über Lassiters rechte Schulter gerutscht und im Badewasser ...

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