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Lassiter - Folge 2217

Aufruhr bei Wells Fargo

Der Zug rumpelte durch die mondhelle Prärie. Monoton klapperten die Räder. Telegrafenmasten huschten vorbei. Die Gipfel der fernen Rocky Mountains zeichneten sich wie scharfkantige Zähne am Horizont ab. Von der Lokomotive gellte die Pfeife.

Im Gang des letzten Wagens stand Tim McHolt. Er hielt sein Gewehr gepackt und schaute hinaus. In Gedanken war der Wachmann von Wells Fargo bei seiner Frau und seinem Sohn. Nur noch zwei Tage, dann würde er die Familie wieder sehen. In Gedanken sah er Cora in dem neuen Kleid, das er damals in Kansas City für sie gekauft hatte.

Die Abteiltür knarrte hinter McHolt, aber er hörte es nicht. Erst als er die Hand auf seiner Schulter spürte, drehte er sich um.

»Komm ins Warme«, sagte Roy Nolan, sein Kamerad. »Hier draußen ist’s ja kalt wie auf ’nem Gletscher. Holst dir noch den Tod …«

Die Banditin Brenda Shayne spähte in den Gang und atmete erleichtert auf, als der bewaffnete Wells Fargo-Wachmann im Abteil verschwand.

Robson, der Boss, gab ihr einen Schubs. »Du musst zu ihnen gehen«, sagte er. »Los! Geh zu ihnen und lenke sie ab. Du weißt, wie.«

Der Zug fuhr in eine Kurve. Die Räder rumpelten. Metall rieb gegen Metall. Boden und Wände zitterten, als würden draußen Granaten explodieren. Brenda geriet ins Schwanken. Halt suchend griff sie nach dem Handlauf unter dem Fenster. Dabei fiel ihr Blick auf ihr Spiegelbild in der Scheibe. Scharf! Ihr langes, rotblondes Haar schimmerte geheimnisvoll. Die silbernen Kreolen an ihren Ohren wippten im Takt der Erschütterungen. Obwohl ihre Nerven zum Zerreißen gespannt waren, freute sie sich auf das, was jetzt kam. Die Uhr tickte. Sie machte die Lippen spitz und schmatzte laut.

»Lass den Quatsch«, knurrte Robson. »Geh zu den Typen und polier’ ihnen die Schwänze!«

Brenda sah ihn an. In Robsons Augen funkelte tödliche Entschlossenheit. Seit er die Bande anführte, gab es keine Widerrede mehr. Der Überfall auf den Transport der Wells Fargo auf der Strecke nach Kalifornien war bislang ihr größter Coup. Wenn er glückte, konnten sie für lange Zeit die Hände in den Schoß legen. Ging die Sache in die Hosen, landeten sie im Zuchthaus oder auf dem Friedhof.

Sie waren zu viert im Zug, außer Brenda und Robson gab es da noch Peschkow, den Russen, und O’Shea, den mürrischen Rotkopf aus Belfast in Irland. Die Beiden sollten den Zugführer und den Schaffner ausschalten.

»Was glotzt du so?« Robson hob eine Braue.

»Bist du gar nicht eifersüchtig, Rob?«

»Eifersüchtig – auf wen?«

Brenda lächelte. »Na, auf die Kerle, die mich gleich in die Mangel nehmen.«

Robsons Miene wurde noch düsterer. »Lass mich zufrieden mit deinem Weiberkram. Schwing deine Keulen!«

Tief in ihrem Innern gaben ihr die herzlosen Worte einen Stich. Immerhin waren sie und Rob so etwas wie ein Paar. Sie schliefen miteinander, nahmen zusammen die Mahlzeiten ein und redeten viel, auch über die Zukunft. Jetzt tat Rob so, als wäre sie eine von den abgehalfterten Spritdrosseln, die in Lillys Saloon die Gäste zum Trinken animierten.

Ich hasse dich, Rob!

Brenda schob sich einen kalten Zigarillo zwischen die Lippen, warf ihr Haar zurück und setzte sich in Bewegung.

Bevor sie die Tür zum Wachabteil aufdrückte, knöpfte sie die obersten Knöpfe ihrer Bluse auf. Zuerst zwei, dann auch noch den dritten und vierten. Jetzt waren ihre Wonneproppen gut zu sehen.

Sie bedachte den Mann am Ende des Ganges mit einem letzten Blick.

Robson sah durch sie hindurch, als wäre sie aus Glas.

Seine Ignoranz schmerzte sie. Darüber reden wir noch, dachte sie. Dann stolperte sie ins Abteil.

Die zwei Männer darin waren bis an die Zähne bewaffnet. Jeder trug zwei Revolver, eine Winchester und ein Kampfmesser. Auf ihren Jacken war der Schriftzug von Wells Fargo zu erkennen.

Der Größere riss das Gewehr hoch.

»Was wollen Sie?«, fragte der andere.

Brenda zeigte auf ihren kalten Glimmstängel. »Feuer«, sagte sie. »Hat einer von euch Jungs vielleicht ein Streichholz für eine einsame Lady?«

Tim McHolt schluckte schwer. Die Frau, die ins Abteil geplatzt war, wies verblüffende Ähnlichkeit mit seiner Cora auf. Die gleiche zierliche Statur, die gleichen langen rötlichen Haare, das fein gezeichnete Gesicht, die strahlend grünen Augen. Die Zwei könnten Schwestern sein. Allerdings gab es da auch einen gewaltigen Unterschied: Cora war eine anständige, zurückhaltende Frau, die Frau mit der offenen Bluse ein schamloses Unikum.

»Einen Moment, Ma’am.« Nolan stellte sein Gewehr zur Seite und griff in seine Hosentasche.

»Ich heiße Brenda«, sagte die Frau und gewährte den Wachmännern einen Blick auf ihre Twins.

McHolt merkte, wie er rot anlief. Die Rotblonde war nackt unter der Bluse. Ihre Brüste waren straff und voller Sommersprossen. Cora hatte da auch Sommersprossen, aber nicht so viele. Eine unwiderstehliche Sehnsucht packte McHolt. In diesem Augenblick hätte er zehn Jahre seines Leben geopfert, um seine geliebte Cora in den Arm nehmen zu können.

»Wie heißt du, amigo?« Die Frau mit der halb offenen Bluse musterte ihn interessiert.

»Das geht Sie nichts an, Ma’am«, sagte er unwirsch.

Nolan riss ein Streichholz an. Die Frau nahm einen Lungenzug und blies den Rauch in Richtung Fenster.

»Sie sollten jetzt gehen, Ma’am«, sagte McHolt.

»Ich heiße Brenda«, wies sie ihn zurecht.

»Wie Sie auch heißen mögen, in einem Dienstabteil haben Sie nichts zu suchen.«

»Hab sei doch nicht so pingelig.« Nolan verschlang die zeigefreudige Rotblonde mit gierigen Blicken. »Draußen ist es kalt. Sei kein Frosch! Lass Brenda sich doch bei uns aufwärmen.«

»Wenn sie friert, soll sie ihre Bluse zumachen«, raunte McHolt.

Sie sah ihn stirnrunzelnd an.

»Er ist verheiratet«, sagte Nolan, und es klang, als hielt er McHolt deshalb für beschränkt.

McHolt kam sich veralbert vor. Am liebsten hätte er das Weibsbild vor die Tür gesetzt. Doch er wollte kein Spielverderber sein. Nolan hatte ein Auge auf sie geworfen. Er rechnete sich was aus, das sah ein Blinder mit einem Krückstock.

»Willst du mich küssen?«, fragte sie ihn.

»Was?«

»Ob du mich küssen willst.«

Nolan holte tief Luft. »Kein Scherz?«

»Kein Scherz.« Sie nahm den Zigarillo aus dem Mund und leckte sich herausfordernd die Lippen.

Nolan trat zu ihr und küsste ihren Hals, dann die Ansätze ihres Busens.

Obwohl sich McHolt dagegen wehrte, er konnte den Blick nicht abwenden. Brenda hob abwechselnd die Schultern, und ihre Twins bewegten sich wie ein eigenständiges Lebewesen. Jetzt waren auch die Vorhöfe mit den spitzen, roten Nippeln zu erkennen.

»Tod und Teufel!«, keuchte Nolan.

»Anfassen?« Brenda legte den Kopf schief.

Nolan hob langsam die rechte Hand. Er stöhnte, als litte er unter Höllenqualen.

Brenda suchte den Blick von McHolt. »Du kannst auch, wenn du willst. Hab dich nicht so jungfernhaft. Wir sind doch unter uns.« Sie lachte.

In dem Augenblick, als Nolans Fingerkuppen das zarte, von Sommersprossen übersäte Fleisch berührten, griff die Frau ihm zwischen die Lenden.

»Hola!«, rief er aus.

Sie ballte ihre Faust durch den Stoff hindurch.

»Tod und Teufel.« Nolan rührte sich nicht vom Fleck. Einen Moment lang war er überrascht, dann hechelte er wie ein dressierter Hund beim Männchenmachen. Brenda hakte seinen Gürtel auf und brachte seine verrunzelte Männlichkeit zutage. Eifrig begann sie zu rubbeln.

McHolt wurde es zu bunt. »He, Roy, ich glaube das reicht. Pack deinen Senkel ein und …«

»Halt die Klappe, Mann!« Sein Kamerad war für vernünftige Argumente nicht mehr zugänglich. Die Lust hatte seinen Verstand mattgesetzt.

Von jetzt an ging alles Schlag auf Schlag. Brenda fläzte sich auf die Sitzbank und raffte ihren Rock so hoch es ging. Sie trug keine Unterwäsche. Das Haargeflecht zwischen ihren Beinen war kurz geschnitten und einen Tick dunkler als das rote Haar auf ihrem Kopf.

Nolan schob sich zwischen ihre geöffneten Beine.

»Zeig’s mir!«, spornte Brenda ihn an. »Los! Mach mich glücklich, Tiger!«

Tiger Nolan legte sich kräftig ins Zeug. Er stützte sich an der Rücklehne und ließ sein Becken federn. Der Glimmstängel zwischen Brendas Lippen wippte. Hin und wieder fiel Asche auf ihren Schoß. Einmal brannte die Glut ein kleines Loch in den hochgerafften Rocksaum. Brenda nahm es gelassen hin.

McHolt kam sich vor wie ein Spanner. Ihm war elend zumute. Wie ähnlich diese Brenda seiner Cora sah! Er hatte das Gefühl, als wenn er zuschaute, wie jemand anders seine Ehefrau beglückte.

Plötzlich vernahm er über sich ein dumpfes Geräusch. Es hörte sich an, als wenn ein großer Stein auf das Wagendach gefallen wäre.

Doch der Zug fuhr weder durchs Gebirge noch durch einen Tunnel. Im Flachland gab es keine Steinlawinen. Die Ausläufer der Rockies waren meilenweit entfernt. Was war auf dem Wagendach los? Bewarfen irgendwelche Wegelagerer den Zug mit Steinen? Oder unternahm der Bremser einen Spaziergang im Mondschein?

Es bumste noch einmal.

McHolt hob das Gewehr. Nein, das war kein Bremser beim Spaziergang. Sein Herz schlug schneller. Er repetierte und wandte sich dem Fenster zu.

Mit einem Bein verstellte die Frau ihm den Weg. Sie nahm den Glimmstängel aus dem Mund und schnippte die Kippe in die Ecke auf den Tornister mit dem Proviant. Nebenbei hielt sie den Takt mit, den Nolan vorgab.

Sie starrte McHolt an. »Warum bist du so schüchtern, amigo

Ihre Stimme klang rau, doch McHolt hörte die Anspannung heraus. Eine böse Vorahnung befiel ihn. Die Frau spielte ein falsches Spiel.

»Aufhören«, sagte er an Nolan gewandt.

»Hast du ’nen Stich?«

»Roy, da ist was im Gange!«

Nolan schlug die Warnung in den Wind. Die Rotblonde hatte jetzt das Tempo angezogen. Ihre nackten, langen Beine zuckten durch das Abteil. Sie kam mit einem Fuß an Nolans Winchester, die unterm Fenster lehnte. Die Waffe fiel um und schlitterte klirrend über den Boden.

Auf dem Dach polterte es wieder.

»Zeig’s mir! Zeig’s mir!« Die Frau schrie wie von Sinnen.

Nolan bewegte sich wie ein Pferd, dem man Peyote ins Futter gemischt hatte.

McHolt riss das Fenster auf. Der Zug fuhr gerade durch ein menschenleeres Gebiet, das mit niedrigem Gras und Gestrüpp bedeckt war. Eine kalte Windböe streifte sein Gesicht. Mit Asche vermischter Dampf wallte über den Bahndamm.

Plötzlich fiel ein Schuss, ganz in der Nähe.

Ein Schrei erklang.

Im nächsten Augenblick stürzte eine Gestalt vom Dach, nur wenige Yards von McHolt entfernt. Die Gestalt schlug hart auf den Schotter auf. Reglos und verkrümmt blieb sie liegen.

Wesby, der Bremser.

»Alarm!«, brüllte McHolt. »Alarm! Überfall!«

Er schoss drei Mal in die Luft – das vereinbarte Zeichen.

Und dann spürte er einen unsäglichen Schmerz im Rücken. Stöhnend fuhr er herum.

Die Rotblonde hielt das Messer seines Kameraden in der Faust. Von der Klinge tropfte Blut. McHolt wollte sein Gewehr hochreißen. Doch seine Bewegungen waren so langsam wie die eines Faultiers.

»Elender Narr!« Lachend schlug die Frau den Gewehrlauf zur Seite.

»Tim«, keuchte Roy Nolan auf der Bank. »Oh, mein Gott, Tim …«

McHolt sah, wie die Frau das Messer schwang. Die Zeit schien still zu stehen. Ein Bild erschien in seinem Geist: Er erblickte die schlanke, hübsche Cora in dem lindgrünen Taftkleid, das er in Kansas gekauft hatte. Sie stand vor der Tür ihres kleinen Hauses aus Adobeziegeln, den kleinen Jimmy auf dem Arm. Beide winkten ihm zu.

Die Vision verlieh McHolt neue Kräfte.

Ich will nicht sterben …

Unter Aufbietung all seines Willens konnte er die Messerattacke abwehren. Der Hieb ging unter seiner Achsel hindurch. Doch seine Gegnerin griff erneut an. In ihren Augen funkelte die Lust zum Töten.

Ich will nicht sterben …

McHolt setzte alles auf eine Karte. Mehr tot als lebendig warf er sich aus dem Fenster.

Als er fiel, hörte er, wie die Frau mit dem Messer vor Wut schrie.

***

Lyman Boyds Kanzlei befand sich in der Lacrosse Street, Sharon Springs, West-Kansas.

Der Raum glich eher dem Arbeitszimmer eines Schriftstellers als dem Büro eines Anwalts. In den Wandregalen standen etliche berühmte Romane, von Daniel Defoe, Tolstoi, Balzac bis hin zu Charles Dickens, Bret Harte und James Cooper. Wildromantische Landschaften, in Öl gemalt, zierten die Wände. Auf dem viktorianischen Schreibtisch stand ein Globus von der Größe einer Melone. Daneben ein Karteikasten mit unzähligen gelben Kärtchen, streng nach Sachgebieten geordnet. Nirgendwo ein Gesetzbuch oder gar ein Aktenordner, mit dem Namen eines Mandanten beschriftet.

Lyman Boyd war um die Vierzig und trug einen altmodischen Gehrock mit einem grünen Schmuckstein am Aufschlag. Sein kurz geschnittenes Haar war mit grauen Strähnen durchzogen. In seinem buschigen Schnauzbart war allerdings noch kein graues Haar zu entdecken.

Lassiter setzte sich auf einen Stuhl mit verschnörkelter Lehne. Er war Hunderte von Meilen gereist, um nach Sharon Springs zu gelangen. Lyman Boyd war ein Verbindungsmann der Brigade Sieben. Er hatte einen neuen Auftrag für ihn.

»Lassiter«, sagte der Anwalt. »Mir ist schon eine Menge über Sie zu Ohren gekommen. Ich freue mich, dass ich Sie persönlich einmal kennenlerne.«

»Ganz meinerseits.« Lassiter lächelte. »Will hoffen, Sie haben nur Gutes über mich gehört.«

In diesem Augenblick ging die Tür auf. Eine brünette, junge Frau mit Turmfrisur jonglierte ein Tablett mit zwei Kaffeetassen herein. Lassiter hielt den Atem an. So ein hübsches Mädchen hatte er seit Wochen nicht mehr gesehen. Was für eine Augenweide! Und eine Figur hatte die Kleine. Alles wie aus einem Guss.

»Das ist Molly, meine Sekretärin«, sagte Boyd mit unverhohlenem Stolz.

Lassiter erhob sich und deutete eine Verbeugung an. Dabei stieg ihm der Duft eines anheimelnden Parfüms in die Nase. Auf der Stelle schlug sein Herz schneller. Am liebsten hätte er die dunkelhaarige Schönheit in seine Arme gerissen und geküsst. Doch er gab sich zurückhaltend und lächelte nur.

»Und das ist Mr. Lassiter, ein Geschäftsfreund aus Illinois«, fuhr Boyd fort.

Molly errötete leicht. Während sie die beiden Tassen neben dem Globus absetzte, straffte sich ihr Rock über dem Hintern. Auf dem dünnen Stoff zeichneten sich die Umrisse ihrer Unterwäsche ab.

»Danke, Miss Molly«, sagte Lassiter und strahlte wie ein Scheinwerfer.

»Gern geschehen.« Sie nahm das Tablett unter den Arm, huschte hinaus und schloss die Tür ohne den geringsten Laut.

Lassiters Herz pochte wild. Sekundenlang stand er im Bann der attraktiven Evastochter. Er litt unter Entzug – schon zwei volle Wochen hatte er keine Frau mehr geküsst. Ein Unding! So kostete es ihn Mühe, Gelassenheit vorzutäuschen.

»Nettes Mädchen«, sagte er leichthin. »Wenn sie nur halb so tüchtig ist, wie sie aussieht, haben Sie einen Volltreffer gelandet.«

Der Anwalt räusperte sich. »Sicher werden Sie sich fragen, warum man Sie in einen so unscheinbaren Ort wie Sharon Springs delegiert hat.« Er nahm seine Tasse und pustete. »Immerhin leben hier nicht einmal tausend Menschen, aber die Bahnverbindung ist prima. Mein Bereich erstreckt sich über ein riesiges Gebiet, vom Mount Sunflower bis zu den Smoky Hills.«

»Nicht übel.« Lassiter trank einen Schluck. »Da haben Sie ja eine Menge um die Ohren.«

»Das kann man wohl laut sagen.«

Lassiter stellte die Tasse ab. »Okay, bevor Sie mir sagen, was mich erwartet, Lyman, eine Frage vorab.«

»Bitte sehr.«

»Ihre Sekretärin, ist sie noch frei?«

Boyd hob irritiert die Brauen. »Wie meinen Sie das, Lassiter?«

»Hat Molly einen Ehemann, einen Bräutigam oder so was in der Art?«

Als Boyd nichts entgegnete, fuhr Lassiter fort. »Ich will ganz offen sprechen. Es ist ein Grundprinzip von mir, nie etwas mit einer Frau anzufangen, die anderweitig gebunden ist. Also, Sie wissen bestimmt, ob Molly vergeben ist oder nicht.«

Boyd zupfte an seinem Schnäuzer. »Verstehe ich Sie richtig? Sie wollen was mit meiner Mitarbeiterin anfangen?«

»Natürlich«, versetzte Lassiter. »Es wäre ein Fehler, wenn ich’s nicht täte.«

»Uff!« Boyd starrte ihn hingerissen an. »Ich wollte es nicht glauben, aber anscheinend stimmt es tatsächlich, was man über Sie sagt.«

»Das wäre?«

»Eingeweihte Kreise behaupten, Sie sind der größte Casanova zwischen Montana und dem Rio Grande.«

»So, so, sagt man das?«

»O ja, das sagt man. Finden Sie es übertrieben?«

»Maßlos.« Lassiter schlug ein Bein über das andere. »Diese eingeweihten Kreise s

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