Logo weiterlesen.de
Lassiter - Folge 2199

Inhalt

  1. Cover
  2. Impressum
  3. Lassiter und die Feuerbraut
  4. Vorschau

Lassiter und die Feuerbraut

Die beiden Männer in A. Frank’s Gemischtwarenladen hatten das Nötigste längst besprochen. Sie luden schweigend ihre Browning-Gewehre, schlossen die mit Messingornamenten verblendete Registrierkasse und gingen hinter dem Ladenfenster in Deckung.

Hinter dem Glas lag die verwaiste Mainstreet des Minenstädtchens Ehrenberg, Arizona.

»Dem alten Frank wird ’ne weitere Schießerei in seinem Laden nicht gefallen«, sagte William Galloway und lächelte grimmig. »Die andere ist keinen Monat her.«

Missmutig legte Thomas Halleck mit der Browning-Flinte an. Er hatte es satt, über die Befindlichkeiten eines Store-Besitzers nachzugrübeln.

»Der Affenschädel spielt sich bloß auf«, brummte Halleck. »Die Dollars werden’s ihm schon versüßen.«

Die Verhandlungen mit Hank H. Douglass, dem Eigentümer der Silver District & Ehrenberg Stage Line, waren so hoffnungsvoll verlaufen, dass George McKenley in Hochstimmung war. Der Rancher setzte den schmalkrempigen Hut ab und schlug seinem Sohn Jake stolz auf die Schulter. Er blickte versonnen die Straße hinunter.

»Stell dir nur vor, was wir mit diesem Frachtkontrakt alles anstellen werden!«, schwärmte McKenley und lächelte selig. »Wir müssen kein Fleisch mehr auf ein halbes Jahr pökeln, ehe wir’s zu den Flussbooten bringen. Douglass wird uns zweimal in der Woche einen Wagen mit Eis ’rüberschicken.« Er blieb stehen und strahlte seinen Sohn an. »Statt nach vier Monaten halten wir unser Geld nach einer Woche in der Hand.«

Douglass hatte McKenley einen Nachlass von zwanzig Prozent auf die Frachtraten gewährt, sofern er sich per Vertrag verpflichtete, jede Woche wenigstens ein Kühlgespann hinüber in die Twin Hills kommen zu lassen. Das Eis beschaffte sich Douglass drüben in Yuma, wo er inzwischen solche Mengen erwarb, dass seine Kühlwagen durch das ganze County rollten. Mit Hilfe des Eises konnten Ranchbesitzer wie McKenley jeden Freitag schlachten und das Fleisch auf dem Sonntagsmarkt anbieten. Die Fleischverkäufe brachten mehr, als man mit einem einzelnen Rind verdiente, das im Herbst auf die Waggons getrieben wurde und in die Schlachthäuser von Chicago kam.

»Dad, ich weiß nicht«, meinte Jake und schüttelte zweifelnd den Kopf. Der sechzehnjährige Junge hatte nackenlanges braunes Haar, das nach McKenleys Überzeugung häufiger geschnitten werden musste. »Douglass ist kein anständiger Geschäftsmann. Er wird dich über den Tisch ziehen.«

Der Rancher und sein Sohn stritten oft miteinander, obgleich ihre Auseinandersetzungen nie in ernste Zerwürfnisse mündeten. Jake eiferte seinem Vater in vielerlei Hinsicht nach, was unweigerlich mit sich brachte, dass er in bestimmten Dingen andere Auffassungen vertrat als McKenley selbst. Von Zeit zu Zeit wähnte sich der Rancher in die eigene Jugend zurückversetzt, als er seinem alten Herrn auf gleiche Weise Paroli geboten hatte wie Jake nun ihm. McKenley ließ den Knaben gewähren, achtete jedoch darauf, dass ihm auch Respekt und Anstand nicht abgingen.

»Wie redest du über Mr. Douglass?«, tadelte der Rancher den Jüngeren. »Er hat uns ein vernünftiges und tadelloses Angebot vorgelegt. Ich habe keinen Grund, ihm zu misstrauen.«

»Douglass besitzt sämtliche Postkutschenlinien von Castle Dome Landing bis Pacific City«, erwiderte Jake mit ernster Miene. »Er lockt dich mit einem günstigen Angebot und zieht die Tarife an, sobald wir uns auf ihn eingestellt haben. So hat er’s auch bei den Kontrakten mit Mr. Ashwortt und Mr. Carpenter gemacht.«

Der Junge und sein Vater überquerten die entvölkerte Mainstreet und gingen über den hölzernen Boardwalk zu ihren Pferden zurück. Vor J. Stein’s Liquor Shop blieb McKenley stehen und wandte sich nachdenklich zu seinem Sohn um.

»Hör zu, mein Junge«, sagte der Rancher in ruhigem Ton. »Ich habe eine Menge Leute ins Arizona-Territorium kommen sehen, die sich mit Lug und Trug bereichern wollten und an nichts anderes dachten als ihren Tagesprofit. Sie sind kläglich gescheitert. Mr. Douglass gehört nicht zu diesen Glücksrittern.«

»Ich weiß, Dad«, seufzte Jake und betrachtete die Auslage des Likörladens. »Seit die Southern Pacific Railroad im Arizona Territorium ist, ergeht es den Postkutschenlinien schlecht. Sie machen keine Gewinne mehr. Ich möchte nicht, dass Mr. Douglass uns deshalb zur Ader lässt.«

Der Rancher lächelte und strich seinem Jungen das Haar aus der Stirn. »Solange wir unser Fleisch verkaufen und auf unsere Einnahmen, geht es uns gut, Jake. Es gibt keinen Grund, den Kopf hängen zu lassen.«

McKenley umarmte seinen Jungen und nahm gleichfalls die Importware aus Übersee in Augenschein, mit der Josh Stein das Schaufenster seines Likörgeschäfts dekoriert hatte. Er war stolz auf die reifen Gedanken, mit denen Jake sich bereits befasste, auch wenn er fand, dass dem Jungen das ängstliche Gerede seiner Frau Elisabeth und die Gesellschaft der jüngeren Cowboys nicht guttaten. Die erfahreneren Männer auf der Ranch wussten längst, dass man im Arizona-Territorium mit wohlmeinenden Worten nicht weit kam. Man musste den Schneid und die Kaltblütigkeit haben, aus einer Sache das meiste für sich herauszuschlagen. Solche Lehren musste ein Junge wie Jake erst noch ziehen.

»Lass uns nach Hause reiten«, schlug McKenley vor und zog seinen Sohn mit sich fort. »Deine Mutter wartet mit geröstetem Speck und frischem Brot auf uns.«

Plötzlich zerfetzte ein Gewehrschuss die Stille der Hauptstraße.

Aus einem Reflex heraus riss McKenley seinen Jungen zu Boden und zog seinen Navy-Revolver aus dem Holster. Er hielt Jake gepackt und kroch hinter die Wassertonne vor Joe Steins Laden.

Dann krachte ein zweiter Schuss.

An der Tonne splitterte eine Holzplanke und brach in der Mitte entzwei. Aus der Öffnung sprudelte in hohem Bogen das Wasser.

»Bist … bist du verletzt?«, fragte McKenley und wischte sich das faulig riechende Regenwasser aus dem Gesicht. »Gott, das kam aus heiterem Himmel!«

Der Junge gab keine Antwort. Er sah seinem Vater stumm in die Augen. Sein Blick war glasig und voller Entsetzen.

»Nein«, flüsterte McKenley und schaute an Jake herunter. »Nein, nein!«

Doch es war bereits zu spät.

Zwei Fingerbreit unter dem Brustbein des Jungen hatte die Gewehrkugel ein tiefes Loch gerissen, aus dem frisches Blut rann. Jakes Hemd färbte sich dunkelrot und glänzte vor Nässe.

»Zeig’s … diesen … Hurensöhnen!«, stöhnte der Rancherssohn und brach vornüber zusammen. Er fiel in die Arme seines Vaters und war augenblicklich tot.

»Jake!«, rief McKenley und rüttelte den leblosen Jungen. »Jake, verflucht! Wach doch auf!«

Aus dem Mundwinkel des Toten rann blutiger Speichel und tropfte auf den Boardwalk. Der Rancher ließ seinen toten Sohn erschreckt sinken und griff zugleich nach seinem Revolver.

Die Schüsse waren von der anderen Straßenseite gekommen.

McKenley spähte an dem zerschossenen Wasserfass vorbei und spannte hastig den Revolver. Er würde den Mörder seines Sohnes zur Strecke bringen, ob er dabei draufging oder nicht.

»Komm raus!«, schrie der Rancher über die leere Straße und starrte auf das gegenüberliegende Schaufenster von A. Frank’s Dry Goods. »Oder bist du nur mutig, wenn’s gegen Kinder geht?«

Ein flammender Schmerz jagte durch McKenleys Hals, als sich die Blutlache seines Jungen weiter ausbreitete. Er strich Jake übers Haar und umkrampfte die Griffschalen seines Revolvers.

Auf der anderen Straßenseite schwang die Ladentür auf.

Ein Mann Mitte fünfzig trat über die Schwelle und hielt sein Gewehr auf McKenley gerichtet. Dicht hinter ihm erschien sein Kumpan, der einen Browning-Karabiner bei sich trug. Die beiden Schützen bezogen jeweils hinter einem Pfosten des Vordachs Stellung.

McKenley erkannte die Männer auf der Stelle.

Der Ältere von ihnen war ein Landagent namens William Galloway, der andere hieß Thomas Halleck. Sie waren seit zwei Monaten in der Gegend und bewohnten in Tucson ein gemeinsames Zimmer im Cosmopolitan Hotel. Böse Zungen hatten behauptet, dass sie mehr verband als eine Männerfreundschaft.

Die Nähe seines toten Jungen brachte McKenley um den Verstand. Der Rancher zitterte vor Zorn.

»Elende Mörder!«, schrie McKenley über die Straße. »Was hatte euch mein Junge getan?«

Die Antwort der Männer ließ nicht auf sich warten.

»Das Gleiche wie du, McKenley!«, rief Halleck zurück, der gute zehn Jahre jünger als Galloway war. »Er hat das Maul zu weit aufgerissen!«

Nach diesen Worten feuerten Halleck und Galloway aus beiden Gewehren. Die Kugeln durchschlugen peitschend das Wasserfass und erwischten McKenley an der Schulter.

»Verflucht!«, zischte der Rancher und drückte eine Hand auf die frische Wunde. »Sie haben mich -«

Den Rest des Satzes verschlang eine letzte Kugel, die McKenley die Stirn zerfetzte. Der Ranchbesitzer taumelte benommen zurück. Er spürte das warme Blut über seinen Nasenrücken sickern und fiel neben seinem toten Sohn auf die Knie. Der Rancher ließ den Revolver aus der Hand gleiten und stürzte der Länge nach auf den Boardwalk.

Die Augen McKenleys erstarrten und spiegelten für einige Sekunden das grauenerregende Bild, das sich dem Ranchbesitzer zur Stunde seines Todes geboten hatte.

Gleich darauf wich der Glanz aus ihnen.

***

Das Sortiment an Spirituosen und Tabakwaren, wie es der Corner Saloon anbot, ließ nichts zu wünschen übrigen. Neben wohlriechenden Zigarren aus kalifornischer Herstellung gab es günstigen Brandy, Whiskey sowie Bier aus Milwaukee, das die vollbusige Bedienung ihrem Gast aus der Fremde besonders an Herz legte.

»Sie müssen es in einem Zug trinken«, riet Florene Wright und schob das schäumende Glas über die Theke. »Umso rascher Sie es in der Kehle haben, desto mehr werden Sie davon schmecken.«

Die Saloondame lächelte und lehnte sich mit verschränkten Armen über den Tresen. Sie sah ihrem dunkelblonden Gesprächspartner zu, wie er das Glas ansetzte und leerte. Am Boden des Kruges blieb eine Schicht glitzernden Schaums zurück.

»Das Bier ist jeden Dollar wert, Ma’am«, meinte Lassiter und wischte sich die Lippen ab. »Würzig und von guter Temperatur.«

Lachend strich sich Florene die kastanienbraunen Locken aus dem Gesicht. »Wir bewahren die Flaschen drüben im Eishaus auf. Ich wusste doch, dass es Ihnen schmeckt. Wer in Yuma aus dem Zugwaggon steigt, braucht kühle Drinks. Das Arizona-Territorium ist keine Gegend für Zartbesaitete.«

Die Brünette schnappte sich das Glas und füllte es wieder auf. Als sie zurückkehrte, kniff sie Lassiter zärtlich in die Wange. »Wie ein zartbesaiteter Kerl siehst du mir auch nicht aus. Ich wette, du hast etwas mit dem Territorial Prison drüben auf den Twin Hills zu tun.«

Vom üblen Ruf des Gefängnisses auf den Felskuppen über dem Colorado River hatte Lassiter schon gehört. Das Telegramm aus Washington hatte die Strafanstalt erwähnt, obgleich aus dem Schreiben nicht eindeutig hervorgegangen war, ob die Twin Hills für den künftigen Auftrag von Bedeutung waren. Man hatte Lassiter lediglich um eine Zusammenkunft mit Walter Hawerton gebeten, der eine Rechtsanwaltskanzlei in Yuma unterhielt und seit Jahren Mittelsmann für die Brigade Sieben war.

»In dem Punkt muss ich Sie enttäuschen«, entgegnete Lassiter und legte zwei Vierteldollar auf den Tresen. »Ich erwarte einen Freund.«

»Einen Kerl mit grauem Haar und Nickelbrille?« Florene ließ die Münzen in der Rocktasche verschwinden. »So einer schaut sich gerade im Saloon um!«

Der Mann der Brigade Sieben drehte sich auf seinem Hocker um und sah im Gedränge einen schmächtigen Mittvierziger stehen, der sich unschlüssig in der Mitte des Lokals stand. Er trug einen elegant geschnittenen Gehrock mit dazu passender Weste und einem gestärkten Hemd. Die Messingschnallen seiner staubigen Stiefeln waren auf Hochglanz poliert.

Als der Fremde Lassiters Blick bemerkte, setzte er sich hastig in Bewegung. Er zwängte sich zwischen den Spielern an den Tischen hindurch und streckte dem Blonden die Hand entgegen.

»Walter Hawerton, Sir«, stellte sich der schmalbrüstige Anwalt vor. Er blickte Lassiter forschend an. »Warten Sie schon lange?«

»Höchstens eine Viertelstunde«, sagte Lassiter und winkte ab. »Die Kleine hinter der Bar hat mir die Zeit vertrieben.« Er zwinkerte Florene hinter dem Tresen zu. »Was haben Sie für mich, Mr. Hawerton?«

»Der Auftrag, ganz recht!«, fuhr Hawerton zusammen und schob sich die Brille zurecht. »Der Kurierbrief ist erst am gestrigen Abend gekommen. Mir blieb kaum Zeit, mich mit allem vertraut zu machen.«

Der spindeldürre Anwalt griff in die Innentasche seines Gehrocks und förderte ein verschlossenes Kuvert daraus hervor. Auf der Verschlusslasche prangte das Siegel des Justizministeriums.

»Sie werden in diesem Brief eine Liste mit zwölf verschiedenen Ranches aus dem Yuma County finden«, sagte Hawerton und runzelte die Stirn. Seine hohlen Wangen fielen noch stärker ein. »Auf jedem dieser Anwesen hat es in den letzten Monaten gebrannt. Die Häuser gehörten ohne Ausnahme Kongressabgeordneten und Senatoren aus dem Arizona-Territorium.«

Lassiter nahm das Kuvert entgegen und brach das Siegelwachs auseinander. Die Liste war mit feiner Tuschefeder ausgefüllt worden und enthielt die Namen von sechs Rinderfarmen in der Nähe von Yuma. Eine zweite Liste führte die Farmen auf, die sich an weiter entfernten Orten befanden.

»Sind die Rancher noch am Leben?«, fragte der Blonde und überflog das Blatt erneut.

Der Anwalt nickte und nahm einen tiefen Atemzug. »Jede Ranch wurde zwei Tage vor dem Feuer gewarnt. Die Rancher stellten Wachen und eine Bürgerwehr auf. Aber es hat ihnen nichts genutzt.«

»Die Brandstifter kamen trotzdem?« Lassiter schob die Liste ins Kuvert zurück.

»Pünktlich um fünf Uhr in der Frühe«, gab Hawerton zur Antwort. »Zuerst brannten die Scheunen, dann die Versorgungsbaracken und zum Schluss die Wohnhäuser der Rancher. Wir können von Glück reden, dass es niemanden das Leben gekostet hat.«

»Die Sache riecht nach Racheakt«, meinte Lassiter. »Gibt es jemanden, der sich verdächtig verhalten hat?«

Der Anwalt bestellte sich einen Whiskey und schob einen Finger unter den Kragenbinder. Es war ihm anzumerken, dass ihm dieser Punkt Unbehagen bereitete. »Die Rancher berichten allesamt von einer Frau, die ihnen vor den Bränden begegnet sei. Sie wäre aus heiterem Himmel auf der Ranch aufgetaucht und hätte ihre Hilfe angeboten. Die meisten Ranchbesitzer hätte nichts mit ihr anfangen können.«

»Weiß man, wer die Frau ist?«, erkundigte sich der Blonde. »Stammt sie aus Yuma?«

»Darüber wollte ich gerade mit Ihnen sprechen«, versetzte Hawerton voller Ungeduld. »Diese Frau ist die Witwe des Ranchers George McKenley. Der arme Mann ist vor zwei Jahren bei einer Schießerei auf der Mainstreet ums Leben gekommen. Seinen Sohn hat’s auch erwischt.« Er zog die Brauen hoch und nickte gewichtig. »Die Witwe muss danach durch die Hölle gegangen sein.«

»Sie meinen, Sie ist unter die Brandstifter gegangen?«

Das Saloonmädchen unterbrach die Unterhaltung der beiden Männer und stellte Lassiter ein drittes Bier vor die Nase. Sie lächelte vielsagend und kümmerte sich wieder um das Wohl der anderen Gäste.

»Ganz ausgeschlossen ist es nicht«, sagte Hawerton und starrte auf das Kuvert des Justizministeriums. »Die Ranch stand ein gutes Jahr leer, als McKenley gestorben war. Die Witwe hat die Gebäude verkommen lassen und sich stattdessen im ganzen County herumgetrieben.« Er schwieg für einen Moment. »Aber dann war sie plötzlich fort.«

Der Rechtsvertreter hob den Kopf und kniff die Lippen zusammen, als sei damit alles gesagt. Er wartete auf eine Regung Lassiters, die zu seinem Verdruss jedoch ausblieb. »Sheriff Hodges ist überzeugt, dass die Witwe einige Bewaffnete um sich gescharrt hat. Sie will den Tod ihres Mannes sühnen.«

»Indem sie harmlose Rancher bedroht?«, zweifelte Lassiter an den Worten des Mittelsmannes. »Sie wird sich nicht an Leuten rächen, die vom gleichen Schlag wie ihr Gatte sind.«

An einem Tisch im Saloon brandete Beifall auf und verebbte wieder. Ein Mann mit kupferrotem Haar strich den Pot eines Pokerspiels ein. Hawerton brütete nachdenklich vor sich hin.

»In Washington hatte man schon befürchtet, dass Sie nicht leicht zu überzeugen wären«, meinte der Rechtsanwalt und hob den Kopf. »Ich bin befugt, Sie über eine Top-Secret-Akte der Abteilung IV in Kenntnis zu setzen.«

Von einer Sekunde zur nächsten war Lassiters Miene wie versteinert. Die Erwähnung einer Abteilung-IV-Akte hätte selbst weniger erfahrene Agenten als ihn überrascht. Gewöhnlich war diese Abteilung ein Phantom, über das man hinter vorgehaltener Hand sprechen konnte, ohne Gefahr zu laufen, sich je damit beschäftigen zu müssen. Die Abteilung stand unter der Führung eines Generals, der ausschließlich dem Präsidenten Rechenschaft schuldig war. Ihre Tätigkeit nahm sie erst in Fällen auf, sobald das Wohlergehen und die Sicherheit der amerikanischen Nation gefährdet waren.

»Eine Abteilung-IV-Akte?«, fragte Lassiter ungläubig.

Wollen Sie wissen, wie es weiter geht?

Hier können Sie "Lassiter - Folge 2199" sofort kaufen und weiterlesen:

Amazon

Apple iBookstore

ebook.de

Thalia

Weltbild

Viel Spaß!



Kaufen






Teilen