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Lassiter - Folge 2198

Sechs Kugeln für Fedora

Der Abenteurer Bob Morley mochte es nicht, wenn er fremde Reiter hinter sich wusste. Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste, hieß seine Maxime. Deshalb lenkte er seinen Apfelschimmel und das Packmuli hinter ein acht Fuß hohes Geflecht von Dornbüschen, als er von Südwesten die Staubwolke auf sich zuwehen sah. Den Revolver schussbereit, legte er sich auf die Lauer. Binnen kürzester Zeit waren die Reiter heran – ein Mann und eine Frau, die wie ein Trapper gekleidet war. Die vorgestreckten Oberkörper der beiden berührten fast den Hals der Pferde. Schaumflocken flogen den Tieren aus dem Maul. Im Nu hatten sie das Versteck des Abenteurers passiert. Morley stand auf, klopfte sich den Staub aus dem Anzug und setzte seinen Weg fort. Er wusste nicht, dass er das Pärchen bald wiedersehen würde – in der Todeszelle von Los Lunas.

Vor der Theatre Hall in Los Lunas herrschte reger Betrieb.

Zur Premiere des Stückes hatten sich eine Menge Leute vor dem Hauptportal eingefunden. Die Männer trugen dunkle Anzüge, weiße Hemden und neumodische Derby-Hüte; die Damen waren raffiniert frisiert, rochen nach Parfüm und schwenkten kokett ihre Reifröcke.

In einer halben Stunde fing die Vorstellung an.

Das Stück hieß »Der Major und das Mädchen«, eine rührselige Lovestory, aber die Hauptrolle spielte Fedora Temple, und dieser Umstand hatte die Leute in Scharen angelockt. Im Übrigen war es der einzige Auftritt der berühmten New Yorker Schauspielerin in Los Lunas. Schon am nächsten Tag würde sie abreisen und ihre Tournee im Birdcage von Tombstone fortsetzen.

Zwei nicht mehr ganz junge Amüsiermädchen mit blond gefärbten Haaren und zur Schau gestellten Brüsten bogen um die Ecke. Beide trugen mit bunt schillernden Glasperlen verzierte Wildleder-Pompadours und hochhackige Absatzschuhe.

»Glaubst du, wir kriegen noch ’ne Eintrittskarte, Joy?«, fragte die Größere.

»Das will ich doch schwer hoffen.« Joy Alexander schnippte sich eine Korkenzieherlocke aus der Stirn. »Charlie, der Einlasser, hat’s mir fest versprochen.«

»Charlie? Ist das der Geizkragen, dem du’s neulich umsonst gemacht hast?«

Joy nickte kichernd. »Stimmt. Hab ihm drei Gratisnummern in Aussicht gestellt. Eine hat er schon abgerummelt. Bei der nächsten bist auch du mit von der Partie, Rose.«

»Ich? Wieso ich?«

»Charlie will ’nen Dreier.«

Rose Potts zuckte nervös mit der Nase. »Du hättest ruhig mit mir reden können, bevor du so freigiebig über mich verfügst«, maulte sie.

»Ach, was. Hab dich nicht so jungfernhaft, Baby! Für die Kunst muss man Opfer bringen.« Joy fing an zu lachen, und nach kurzem Zögern fiel Rose mit ein.

Ein kleiner, adrett gekleideter Mann blieb neben den Mädchen stehen. Ungeniert warf er einen Blick auf Joys üppigen Busen, der ihr aus dem eng geschnürten Mieder quoll. Dann sah er dem Mädchen ins Gesicht, lüftete seinen Hut und grinste breit. »Hast du Lust, dir ein hübsches Trinkgeld zu verdienen, schönes Kind?«, fragte er.

Joy schnaubte verächtlich.

Der Mann nannte einen Betrag, wie er im County für Liebesdienste üblich war.

Joy ging nicht darauf ein.

»Sie hat heute ihren freien Tag«, erklärte Rose.

Der Freier setzte seinen Hut auf und blickte zum Theatereingang, vor dem unvermittelt Gedränge entstanden war. Eben hatten die Einlasser die beiden Flügel des Portals geöffnet.

»Zutritt nur mit Eintrittskarte!«, rief der baumlange Texaner an der Tür.

»Das ist Charlie«, sagte Joy.

Die Leute, die Karten hatten, strömten ins Haus.

Die Mädchen wollten weitergehen, aber der kleine Mann vertrat ihnen den Weg. »Ich verdoppele mein Angebot«, verkündete er. »Nach der Aufführung treffen wir uns in Billy’s Saloon. Ist das okay?«

»Josef und Maria! Sie sind sehr hartnäckig, Mister«, entfuhr es Joy.

Er hob die Brauen. »Gegen zehn im Saloon?«

»Wir wissen nicht einmal, wie Sie heißen«, warf Rose Potts ein.

»John Markham, mein werter Name. – Was ist? Darf ich mich auf einen netten Abend freuen?«

»Also gut, ehe wir uns schlagen lassen: Wir kommen.« Joy wandte sich zum Gehen.

Der Freier tippte vergnügt an seinen Hutrand und machte den Weg frei. Die Mädchen schoben sich durch das Gedränge, bis sie am Einlass standen. Aus dem Inneren des Theaters drang vielstimmiges Gemurmel. Eine Frau juchzte laut auf. Mit überschnappender Stimme behauptete sie, jemand hätte ihr unter den Rock gefasst. Plötzlich einsetzende Klavierakkorde übertönten ihr Gezeter.

Charlie, der Texaner, ragte wie eine Pappel vor dem Eingang auf. »Eintrittskarten«, blaffte er die zwei Mädchen an.

Joy grinste schief. »He, Charlie. Mach hier kein Fass auf. Ich bin’s, Joy Alexander. Erkennst du mich nicht?«

Die dunklen Augen des Hünen funkelten wie zwei Stücke Obsidian. »Ohne Karten kein Zutritt«, leierte er.

»Wie?« Joy war baff. »Heißt das, wir kommen nicht rein?«

»Ja, das heißt es.«

Rose nahm ihre Umhängetasche von der Schulter und griff nach ihrer Geldbörse. »Na gut, dann kaufen wir eben zwei Karten.«

»Das geht nicht«, sagte der Türsteher. »Es gibt keine Karten mehr. Die Vorstellung ist ausverkauft.«

Joy stampfte wütend auf. »Charlie, was zum Henker ist in dich gefahren? Hast du vergessen, was du mir versprochen hast?«

Der große Mann schob sie zur Seite wie eine lästige Bettlerin. »Macht Platz für die Leute mit Karten«, erklärte er. »Ich kann euch nicht reinlassen. Kommt morgen wieder, dann ist die nächste Vorstellung.«

»Aber Fedora Temple tritt nur heute auf, bei der Premiere«, erinnerte Rose.

»Ist nicht mein Bier.«

»Du hast mich reingelegt, Charlie«, fauchte Joy.

Der Texaner tat, als wäre sie Luft. Im Nu hatten die umstehenden Leute die zwei Amüsiergirls an den Rand der Menschentraube gedrängt. Mit hängenden Köpfen schlichen Rose und Joy auf die Veranda des benachbarten Liquorshops.

»So ein Bastard!«, schimpfte Joy. »Ich könnte den Kerl mit meinem Strumpfband erwürgen. Er hat uns auflaufen lassen, und das vor allen Leuten!«

In diesem Augenblick tappten Schritte auf den Bohlen. Ein halbwüchsiger Jüngling stellte sich neben den Stützpfeiler. Er trug eine vor Schmutz starrende Latzhose und hatte ein Messer mit Hirschhorngriff am Gürtel: Pepe, der Botenjunge. »Hab was für euch, Mädels«, sagte er und hielt zwei bedruckte Pappen in die Höhe. »Mit besten Grüßen von Charlie, dem Texaner!«

»Die Karten!« Joy jubelte auf. Ihr Ärger war wie weggeblasen. Charlie hatte sie doch nicht hinters Licht geführt. Jetzt würde sie mit Rose die berühmte Fedora Temple bewundern können.

Joy blieb der Freudenschrei in der Kehle stecken.

In schneller Folge knallten im Theater mehrere Schüsse – und dann brach eine Panik aus, wie es sie noch nie in Los Lunas gegeben hatte.

***

Es dämmerte bereits, als Lassiter und Calamity Jane Cannary in Los Lunas einritten.

Irgendwo hinter den Häusern fiel ein vereinzelter Schuss. Wie auf Kommando stürzten mehrere Männer aus einer Seitengasse. Sie trugen Gewehre und Revolver in den Händen. Grölend und fluchend marschierten sie die Mainstreet entlang. Immer mehr Bewaffnete schlossen sich ihnen an. Sie kamen aus den Häuserblocks in der Hauptstraße und aus den Seitengassen. Binnen kürzester Zeit war die Schar auf gut zwei Dutzend angewachsen. Ein Mann mit fuchsrotem Kinnbart wedelte mit einer Seilschlinge durch die Luft.

»Aufhängen!«, rief ein dünnes Stimmchen.

Prompt griffen die Männer den Ruf auf. Schon gellte ein vielstimmiger Chor über die Straße.

»Auf-hän-gen! Auf-hän-gen!«

Lassiter ritt langsamer. Eine düstere Vorahnung überkam ihn. Vor dem Drugstore brachte er seinen Wallach zum Stehen.

Jane Cannary kam längsseits. »Kannst du mir mal sagen, was hier los ist, amigo

Er stützte sich auf das Sattelhorn. »Wir kommen zu spät, Jane«, sagte er dumpf. »Ich weiß es. Sie hat es nicht geschafft, verflucht noch mal!«

Die groß gewachsene Präriefrau schüttelte stirnrunzelnd den Kopf. Ohne hinzusehen, langte sie in ihre Satteltasche. Eine angebrochene Whiskeyflasche kam zum Vorschein. Jane nahm einen kräftigen Schluck. Auf Männerart wischte sie sich mit der behandschuhten Hand über den Mund.

Nach kurzem Zögern hielt sie Lassiter die Flasche hin. »Auch’n Schluck, Partner?«

Lassiter schüttelte den Kopf. Ein Bussard hing hoch am blauen Himmel und schwebte über die Straße hinweg. Lassiter sah dem Vogel schmaläugig hinterher. Er machte sich bittere Vorwürfe. Wäre er früher losgeritten, hätte er womöglich noch etwas ausrichten können. Jetzt war das Kind in den Brunnen gefallen. Er ging jede Wette ein, dass Fedora Temple dem Anschlag des Attentäters zum Opfer gefallen war. Offenbar hatte man den Mörder auf frischer Tat geschnappt, und nun zog der Lynchmob los, um ihn zu hängen.

»Shit happens.« Er zog die Zügel straffer.

»Nun mal nicht gleich den Teufel an die Wand.« Jane rückte ihren Sombrero zurecht und rülpste nebenbei. »Bisher sind das alles nur Vermutungen. Bestimmt ist’s gar nicht so schlimm, wie du befürchtest. Man stirbt doch nicht, bloß weil eine Wahrsagerin es in den Sternen gesehen haben will.«

Lassiter hüllte sich in Schweigen. Er hatte seiner Weggefährtin weisgemacht, dass ihm eine Sterndeuterin von dem geplanten Mord an Fedora Temple erzählt hatte. Das war natürlich Humbug, eine Notlüge, extra für Jane. Lassiter glaubte nicht an Hellseherei.

In Wirklichkeit stammte die Information von der Zentrale der Brigade Sieben in Washington. For your eyes only, streng geheim! Auf keinen Fall durfte Jane Cannary, die sich seit ihrem zufälligen Treffen in El Paso wie eine Klette an ihn geheftet hatte, die Wahrheit erfahren. Deshalb hatte er die Version mit der Hellseherei aus dem Hut gezaubert. Jane hatte den Schwindel geschluckt. Lassiter wollte, dass es so blieb.

Auf dem Gehsteig kam ein Mann auf sie zu. Er war kaum mittelgroß und trug einen modernen, hellgrauen Anzug mit rot gestreifter Weste.

»Warum die Aufregung?«, rief Lassiter ihn an. »Alle Leute tragen Waffen und spielen verrückt. Ist Billy The Kid wieder da?«

Der kleine Mann blieb stehen. Eine Gruppe Reiter trabte am Drugstore vorbei. Staub wirbelte auf. Der Kleine hob schützend einen Arm vors Gesicht.

»Fedora Temple ist ermordet worden«, keuchte er.

Glas klirrte. Calamity Jane entschlüpfte ein rauhalsiger Fluch, als sie die Whiskeyflasche vor dem Fall bewahrte. »Tod und Teufel!«, rief sie aus. »Fast wäre mir mein Nektar entwischt.«

Lassiter sah den Mann an. »Wie ist es passiert, Mister?«

Dem fiel das Reden schwer. »Es geschah im Theater, das Stück hatte noch nicht angefangen. Fedora Temple trat auf die Bühne und verbeugte sich, das Publikum klatschte Beifall, da fielen Schüsse. Sechs Kugeln haben die Bastarde auf Fedora abgefeuert.«

»Was für eine Tragödie!« Jane betrachtete kopfschüttelnd das Etikett ihrer Flasche.

»Haben Sie Fedora schon mal auf der Bühne erlebt?«, fragte der Mann Lassiter.

Die Antwort kam von Jane. »Ja, einmal, in Carson City bei den Frontiers Days. Sie spielte in dem Othello-Stück von diesem William aus England.«

»Shakespeare«, sagte der Mann.

»Was?«

»Der Autor, von dem Othello stammt, heißt Shakespeare. William Shakespeare.«

Jane nickte. »Genau, Shakespeare, so schimpfte sich der Typ.« Mit den Zähnen zog sie den Korken aus der Flasche. »Fedora Temple – tot! Was für ein Verlust. Diese Lady ist fast so berühmt wie Lotta Crabtree und Lola Montez.«

»Sie war es …« Der Mann mit der gestreiften Weste seufzte, als wäre seine Mutter gestorben. »Ich kapiere das nicht. Warum erschießt man eine Frau, die bei allen Leuten so beliebt ist?«

»Ein Irrer tut so etwas«, meinte Jane mit Kennermiene. »Ein Verrückter, der nicht mehr alle Pfeile im Köcher hat.«

»Mag sein, jedenfalls waren die Killer zu zweit.« Der Mann klopfte sich Staub aus den Rockschößen. »Zwei Verrückte, die in die Klapsmühle gehören. So long, Ma’am.« Er tippte sich an den Hutrand und verschwand in Billy’s Saloon.

Lassiter betrachtete den Aufsteller vor dem Lokal, auf dem ein farbiges Plakat für die Premiere des Theaterstücks »Der Major und das Mädchen« warb. Darauf war ein schneidiger Offizier der Kavallerie zu sehen, der einem hübschen Girl in schweinchenrosa Kleid galant die Hand küsste. Das abgebildete Mädchen war dünn wie eine Zaunlatte. Sie wies nur geringe Ähnlichkeit mit Fedora Temple auf.

Nachdem Jane die Flasche geleert und über einen Flechtzaun geschleudert hatte, ritten sie weiter.

Schon von weitem erkannte Lassiter das ovale Schild der Theatre Hall. Vor dem imposanten Gebäude hatte sich eine Vielzahl von Menschen versammelt. Die Leute waren außer sich. Sie redeten wild durcheinander. Der bewaffnete Trupp bewegte sich zügig auf sie zu. Der Rotbart wedelte mit seiner Lassoschlinge und schrie nach Vergeltung.

»Aufhängen!«, dröhnte es aus vielen Kehlen.

Lassiter saß ab. Er lockerte seine steif gewordenen Beine und rückte seinen Revolvergurt mit dem geholsterten Remington zurecht.

»Was hast du vor, amigo?«, fragte Jane.

»Fedoras Mörder«, sagte er. »Will mir die Burschen aus der Nähe ansehen.«

»Wozu?«

»Pure Neugierde.« Er warf ihr die Zügel seines Wallachs zu. »Tu mir einen Gefallen und bring die Tiere in den Mietstall, Jane. Eine Bürstenmassage und eine Portion Kraftfutter werden ihnen guttun. Ich horch’ mich derweil mal um.«

»Yes, Sir.« Die groß gewachsene Raureiterin salutierte wie ein Soldat.

Sie hat schon wieder einen in der Krone, dachte Lassiter und mischte sich unter die Leute.

***

John Markham erhob sich, als die zwei Mädchen an seinen Tisch traten. »Schön, dass ihr es einrichten konntet«, sagte er und grinste. »Ich hoffe, es wird ein hübscher Abend, und wir drei haben viel Spaß miteinander.«

Joy Alexander setzte sich neben ihn, Rose Potts nahm gegenüber Platz. »Heute ist der schlimmste Tag meines Lebens«, klagte Rose. »Fedora Temple war nur ein paar Yards von mir entfernt, als die Killer auf sie schossen. Ihr Herzblut spritzte über den Souffleurkasten bis auf die Zuschauer in der ersten Reihe.«

Joy tupfte sich ein Sandkorn von der Wange. »Nur schade, dass man die Vorstellung gleich abgebrochen hat. Jetzt sind die Karten verfallen.«

»Joy, was redest du da!« Rose funkelte ihre Freundin böse an. »Ein Mensch ist gestorben, direkt vor unseren Augen. Da kannst du doch nicht verlangen, dass wir alle so tun, als wäre alles in bester Ordnung.«

»Zumindest hätte uns der Veranstalter einen Gutschein ausstellen können. Wir hatten Unkosten. Schon vergessen? Denk nur an die Abmachung mit Charlie, dem Texaner. Glaubst du, er verzichtet auf … na ja, du weißt schon.«

Rose schüttelte den Kopf. »Ich schäme mich für dich, Joy. Hätte nie gedacht, dass du so egoistisch sein kannst. Am besten, wir wechseln das Thema.«

»Prima Idee«, hakte Markham ein. »Das Leben geht weiter, ob man will oder nicht. Man lebt so kurz und ist so lange tot. Wohlan, meine Lieben! Was wollen wir trinken? Bier? Tequila? Champagner? Whiskey? Gin?«

Die Mädchen waren unschlüssig und berieten.

Im Saloon war tote Hose. Die meisten Leute lungerten noch auf der Straße vor dem Theater herum. Billy Staller, der Mann hinter dem Tresen, putzte mit Hingabe den giftgrünen Messingschirm der Argand-Lampe, die auf der Marmorplatte des Büfetts stand. Am Spieltisch hinter der Theke mischte Perry, der Gambler, ein Deck Karten, während er auf zahlungskräftige Mitspieler wartete, denen er das Fell über die Ohren ziehen konnte. Im rückwärtigen Teil des Gastraums stand ein Klavier, auf dem ein dünner Mann mit geflochtenen Zöpfen den Refrain von »When The Swallows Homeward Fly« spielte.

»Ich nehme Whiskey«, sagte Joy.

Rose nickte. »Ich auch, aber noch ’n Bier dazu.«

Der Salooner fragte über die Theke hinweg, was er bringen könne. Markham bestellte eine Flasche Kentucky-Whiskey und zwei Anheuser-Bier. Im Nu hatte der Wirt die Getränke an den Tisch gebracht. Markham nahm die Flasche, füllte drei Gläser und trank mit den Mädchen auf die Freuden des Lebens.

Nach dem dritten Whiskey legte er eine Hand auf Joys linkes Knie.

»Was für schöne Beine du hast«, sagte er.

Joy sah ihn an. »Meinen Sie das ehrlich, Mister?«

»Yeah.«

»Ohne Strümpfe kommen sie noch besser zu Geltung«, erklärte Joy.

»Warum ziehst du sie nicht aus?«

Sie bekam Kulleraugen. »Meine Strümpfe ausziehen? Hier in aller Öffentlichkeit?«

Rose winkte wegwerfend ab. »Ich wette, sie traut sich nicht. Joy war schon als kleines Mädchen ein Angsthase. Wir haben sie Chickenheart gerufen.«

»Du bist gemein, Rose.« Joy kniff die Lippen zusammen.

Plötzlich ging ein Ruck durch ihren Körper. Eine Minute später legte sie ihre Strümpfe auf den Tisch. Mit siegessicherem Lächeln lehnte sie sich zurück. »Na, wer ist hier das Hühnerherz, Sweety?«

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