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Lassiter - Folge 2197

Perlen, Tod und Teufel

Der große Mann trug sie auf seinen starken Armen. Ein Berglöwe kauerte sprungbereit auf dem Felsen über ihnen, die Reißzähne gefletscht. Blitze zuckten vom düsteren Himmel, Sturmböen peitschten auf sie beide ein. Doch der Mann barg sie fest und sicher an seiner Brust, und sie verspürte keine Angst. Sie blickte zu ihm auf und wünschte sich, diese Geborgenheit niemals verlassen zu müssen.

Der Berglöwe verwandelte sich in einen Säbelzahntiger. Das Urtier hob eine Pranke und strich sich mit den Krallen über die mächtigen Reißzähne. Dabei entstand ein schabendes Geräusch.

Claire Bellamy erwachte jäh, als sie begriff, dass das Geräusch aus der Wirklichkeit kam. Der Schlüssel im Schloss der Hotelzimmertür rief es hervor.

Einen Moment lang hoffte sie, dass es Lassiter war, der da die Tür aufschloss. Lassiter, der große Mann, auf den sie wartete. Aber das wäre natürlich zu schön gewesen, um wahr zu sein.

Das Schlüsselgeräusch endete mit einem Schnappen des Schlosses.

Claire tastete in der Dunkelheit des Hotelzimmers nach rechts, wo ihr Smith & Wesson auf dem Nachtschrank lag. Sie nahm den Revolver an sich und rutschte auf dem Bett nach links, bis an die Kante. Dabei raffte sie die Bettdecke zusammen, sodass im Dunkeln durchaus der Eindruck entstehen konnte, ein Mensch liege darunter.

Denselben kurzen Moment nutzte sie, um sich über die Lage klar zu werden.

Langsam, unendlich langsam begann der Eindringling, die Tür zu öffnen. Er ging mit äußerster Vorsicht zu Werke. Claire lächelte kalt, während sie vorsichtig über die Bettkante glitt und sich zu Boden sinken ließ. Auch sie strengte sich an, keinen Laut zu verursachen.

Es war nicht völlig dunkel im Zimmer. Der Nachthimmel war sternenklar, deshalb fiel ein wenig Mondlicht herein. Es vermochte die Schwärze der Schatten zwischen den Möbeln allerdings nicht aufzulösen.

Der Bettvorleger auf Claires Seite bestand aus dicker Schurwolle. Auf allen Vieren kroch darüber und erreichte die Lücke zwischen Waschkommode und Kleiderschrank. Der Platz hätte zweimal ausgereicht. Sie presste sich eng an die Wand und schob ihr helles Nachthemd unter ihre angewinkelten Beine, damit auch nicht der kleinste Zipfel zu sehen war.

Hinter der Schmalseite der Kommode kauernd, legte sie sich den Smith & Wesson schussbereit in den Schoß. Vorsichtig spähte sie hinter der Ecke des wuchtigen Möbelstücks hervor. Wie Bett und Schrank auch, bestand die Kommode aus Eiche. Eine bessere Deckung konnte sie sich nicht wünschen.

Die Tür war nur einen winzigen Spalt geöffnet. Der Kerl dahinter bewies große Geduld. War es überhaupt ein Kerl? Was denn sonst, sagte sich Claire. Eine Frau würde sie wohl kaum überfallen. Sie blickte an sich selbst hinab. Ihre Deckung war einwandfrei, und ihr langes brünettes Haar verschmolz mit der Dunkelheit.

Damit das Weiß ihrer Augen sie nicht verriet, hielt sie die Lider fast völlig geschlossen. Nur durch Schlitze spähte sie zur Tür hin. Ihre Lippen presste sie fest zusammen. Solche Dinge hatte sie von ihrem Vater gelernt. Ja, sie wusste zu überleben, und dies war ein Moment, in dem sie ihr Können unter Beweis stellen musste.

Claire hob ihren Revolver.

Der Eindringling hatte inzwischen festgestellt, dass die Angeln gut geölt waren. Er stieß die Tür vollends auf.

Mündungsblitze zuckten herein, stachen wie Feuerlanzen in die Dunkelheit. Das Krachen der Schüsse füllte wie Donnerschläge das Zimmer aus. Die Einschläge der Kugeln trafen Bettdecken und Matratzen und ließen Staub und Federn hochwirbeln.

Hinter dem hellroten Schein des Mündungsfeuers zeichnete sich die Silhouette des Mannes im Türrahmen ab. Weil er auf die vermeintlich Schlafende im Bett schoss, musste der Lauf seines Sechsschüssers in flachem Winkel abwärts geneigt sein.

Deshalb zielte Claire knapp über die Mündungsblitze hinweg, dorthin, wo sie das Herz des Mannes wusste. Sie drückte nur einmal ab. »Eine Kugel, ein Tod«, hatte ihr Vater sie gelehrt. »Ein sicherer Schütze muss niemals Munition verschwenden.«

Der Schussdonner verhallte. In die einkehrende Stille fiel der dumpfe Aufschlag eines fallenden menschlichen Körpers.

Claire verharrte in der Sicherheit ihrer Deckung. Sie horchte, hielt den Smith & Wesson weiter schussbereit. Sie bedauerte, die Zeit nicht nutzen zu können, um die leergeschossene Trommelkammer nachzuladen. Doch unter dem Nachthemd war sie nackt, hatte keine Reservemunition bei sich.

Sie glaubte, gedämpftes Gemurmel vom Flur zu hören. Es wunderte sie nicht. Der Kerl, der blindwütig auf ihr Bett gefeuert hatte, war sicherlich nicht allein gekommen. Was da draußen im Flur lauerte, musste seine Eingreifreserve sein – seine Rückversicherung für den Fall, dass etwas schiefging.

Dass die Sache völlig danebengehen würde, hatten sie allerdings wohl nicht erwartet. Deshalb waren sie verunsichert, mussten beratschlagen.

Claire machte sich bereit. Sie spannte die Beinmuskeln an, um auf die andere Seite des Betts zu gelangen. Dort, im Nachtschrank, bewahrte sie ihren Munitionsvorrat auf.

Im nächsten Augenblick gab sie das Vorhaben jedoch auf.

Auf dem Flur wurde es laut; raue Männerstimmen ertönten. Schwaches Laternenlicht begann zu flackern, offenbar kam es vom Ende des Flurs. Wegen des Durcheinanders der Stimmen vermochte Claire nicht alles zu verstehen, doch sie hörte die besonders laut gebrüllten Wortfetzen wie »Wer da?«, »Hände hoch!« und »Halt, stehenbleiben!« heraus.

Im nächsten Augenblick klangen polternde Schritte auf. Drei oder vier Männer mussten es sein, die plötzlich durch den Flur rannten. Trotz der dort ausgelegten Teppiche dröhnten ihre Schritte. Sie stürmten an Claires offener Zimmertür vorbei, nach rechts, auf die Treppe zum Seitenausgang des Hotels zu.

Abermals erscholl der laute Befehl »Stehenbleiben!«, aber die Fliehenden reagierten auch diesmal nicht darauf. Die Schritte entfernten sich rasch.

Schüsse krachten.

Ein wahres Bleigewitter entfaltete sich im Hotelkorridor, und der Donner rollte durch den gesamten ersten Stock, in dem sich Claires Zimmer befand. Ob alle Zimmer belegt waren, wusste sie nicht. Die Gäste hüteten sich jedoch, sich blicken zu lassen. Keiner der Fliehenden wurde anscheinend getroffen, denn ihre Schritte waren bald verklungen. Auch die Schüsse versiegten.

Claire dachte auch jetzt noch nicht daran, ihre Deckung zu verlassen. Immerhin hatte sie nicht die leiseste Ahnung, wer da so unverhofft aufgetaucht war und sie davor bewahrt hatte, weitere Männer töten zu müssen.

Sie richtete sich nur so weit auf, dass sie laut und vernehmlich zur Tür hin rufen konnte: »Wer ist da? Ich bin Claire Bellamy! Ich befinde mich in meinem Zimmer – Nummer einhundertzwölf. Ich wurde überfallen!«

»Hier ist Town Marshal Darren Kendrick«, antwortete die Stimme, die schon vorhin am lautesten gewesen war. »Bei mir ist Deputy Marshal Padraig Connolly. Wir werden jetzt zu Ihnen kommen, Miss Bellamy. Es besteht keine Gefahr mehr für Sie.«

Gleich darauf näherte sich Laternenschein, und die beiden Männer waren zur Stelle. Marshal Kendrick, ein athletisch gebauter, dunkelhaariger Mann von sechs Fuß Größe, trat an dem auf der Türschwelle liegenden Toten vorbei. In der linken Hand hielt Kendrick eine Kerosinlaterne, in der rechten ruhte sein Revolver, ein 45er Colt.

Nach drei Schritten ins Zimmer blieb der Marshal stehen. Deputy Connolly, ein hagerer Mann mit dünnem blonden Haar und einer auffälligen Hakennase, verharrte zwei Schritte hinter Kendrick. Connolly hielt seinen Colt ebenfalls schussbereit.

»Stehen Sie auf, Miss Bellamy«, sagte der Marshal höflich aber bestimmt. »Werfen Sie Ihre Waffe auf das Bett und nehmen Sie die Hände hoch.«

»Aber …«, setzte Claire verdutzt an.

»Ich muss Sie vorläufig festnehmen«, schnitt Kendrick ihr das Wort ab. »Tut mir leid, aber es geschieht auch zu Ihrem eigenen Schutz. Nach dem, was soeben geschehen ist, können Sie wahrscheinlich selbst am besten einschätzen, in welcher Gefahr Sie schweben.«

»Bitte leisten Sie keinen Widerstand«, fügte der Deputy mit einer hohen, fast weiblich klingenden Stimme hinzu. »Wir wären sonst gezwungen …«

Marshal Kendrick brachte ihn zum Verstummen, indem er energisch den Kopf schüttelte. »Miss Bellamy«, fuhr er fort. »Sie müssen wissen, dass ich in meiner Stadt keine Selbstjustiz dulde – von wem sie auch kommen mag.«

»Aber ich habe keine Selbstjustiz geübt«, widersprach Claire nun doch. »Ich habe in Notwehr gehandelt.«

Der Marshal nickte geduldig. »Darüber wird das Gericht entscheiden. Ich habe lediglich für Ordnung zu sorgen und dem Gericht dadurch zu ermöglichen, Recht zu sprechen.« Kendrick räusperte sich. »Ich muss Sie bitten, sich jetzt anzuziehen und mit uns zu kommen, Madam.«

Sie fügte sich seufzend, warf den Smith & Wesson auf das Bett und begab sich zum Ankleiden hinter den Paravent. Über dessen Oberkante hatte sie die Sternträger im Blickfeld. Claire hatte eingesehen, dass es zumindest zum augenblicklichen Zeitpunkt nicht angebracht war, aufzubegehren.

Sie zog ein beigefarbenes Männerhemd, einen dunkelgrauen Hosenanzug und schwarze Reiterstiefel an. Zusätzlich warf sie einen hellgrauen Sommermantel über. Der Monat August neigte sich seinem Ende zu, und die kühlen Nächte hier in Fort Dodge, Iowa, ließen den heraufziehenden Herbst zeitweise schon ahnen.

Marshal Kendrick machte Claire darauf aufmerksam, dass er ihren Smith & Wesson entladen und an sich genommen habe. Der Revolver gelte als beschlagnahmt und werde bis auf weiteres im Waffenschrank des Marshal’s Office untergebracht. Kendrick verzichtete darauf, Claire Handfesseln anzulegen, nachdem sie ihm versichert hatte, dass sie keine Schwierigkeiten machen würde.

***

Deputy Connolly blieb als Wache bei dem Toten zurück, während Kendrick einen Hotelangestellten beauftragte, den Leichenbestatter und einen zweiten Deputy zu verständigen. Dann trat er mit seiner Gefangenen ins Freie. Fenster wurden geöffnet und verschlafene Neugierige beobachteten den Gesetzeshüter und die Frau, wie sie im Mondlicht die Straße überquerten.

Das Marshal’s Office war nur zwei Blocks entfernt. Kendrick führte Claire in eine der Zellen hinter dem Officegebäude und verriegelte die Gittertür sorgfältig. Bevor er sich abwandte, ließ er sie wissen, dass er sich vorn im Büro aufhalten werde. Von nun an werde sie nicht unbewacht bleiben.

Allein in dem dunklen, modrig riechenden Verlies, stand Claire eine Weile da, bis ihre Augen sich an die neue, finstere Umgebung gewöhnt hatten. Ganz oben in der Außenwand gab es ein vergittertes, glasloses Fenster. Es ließ ein wenig von der bleiern matten Helligkeit des Mondes herein. Es war kühl in der Zelle.

Es gab einen Tisch, einen Stuhl und eine Pritsche, auf der zwei Deckenrollen lagen. Claire legte den Mantel über die Stuhllehne und zog die Stiefel aus. Dann streckte sie sich auf der Pritsche aus und zog sich eine der Decken über. Das schwere filzige Gewebe roch so modrig wie die ganze Umgebung.

An Schlaf war nicht zu denken. Claire schloss dennoch die Augen und blieb auf dem Rücken liegen. Sie ergab sich ihren Gedanken, ließ die Erinnerungen auf sich einstürmen und versuchte gar nicht erst, einen Ausweg aus ihrer derzeitigen Situation zu ersinnen.

Sie war an den Ort ihrer Kindheit zurückgekehrt.

Die Vergangenheit erschien in Bildern vor ihrem geistigen Auge – viel erbaulicher als die Gegenwart.

Ihr Vater war hochdekorierter Major der US Infantry gewesen. Im Bürgerkrieg hatte er mit kleinen Gruppen von Elitesoldaten hinter den feindlichen Linien gekämpft. Er hatte viele haarsträubend gefährliche Einsätze überlebt. Aber wegen einer Verwundung hatte die Army ihn nach Kriegsende nicht weiterbeschäftigt. So war er Handlungsreisender geworden.

Claire hatte sich schon als Kind brennend für seine Kriegserlebnisse interessiert. Kaum in der Schule, hatte sie bereits angefangen, ihn ständig auszufragen. Und dabei wissbegierig alles in sich aufgenommen, was ihr Dad ihr aus der Männerwelt berichtet hatte.

Mit ihrem Bruder Orlando, der sechs Jahre älter war als sie, hatte sie sich damals noch blendend verstanden. Als sie ihren vierzehnten Geburtstag gefeiert hatte, war Orlando in die Fußstapfen ihres Vaters getreten und Soldat geworden. Als junger Kavallerist war er an den Indianerkriegen beteiligt und hatte seiner Schwester in langen und ausführlichen Briefen beschrieben, wie die Kampfhandlungen abliefen.

Schließlich hatte ihr Vater ihrem Drängen nicht mehr standhalten können und ihr das Schießen beigebracht. Außerhalb von Fort Dodge gab es genügend freies Land zum Üben. »Jetzt kannst du dich als Mann verkleiden und dich in einer anderen Stadt als Marshal oder Sheriff bewerben«, hatte er nach einem Jahr gesagt. »Du bist jetzt gut genug, um jeden Revolverschwinger zu bezwingen.«

Von ihrem Vater und ihrem Bruder hatte sie letztlich auch erfahren, wie ein Mann kämpfte. Solche scheinbaren Nebensächlichkeiten wie das Schließen von Augenlidern und Lippen hatten dazugehört.

Nach dem Tod ihres Vaters, und als dann auch noch ihr Bruder aus den Indianerkriegen nicht zurückgekehrt war, hatte sie Fort Dodge verlassen und war nach Sioux City gegangen, der aufstrebenden Stadt an der Grenze nach Nebraska.

Dort hatte sie einen Job bei Rechtsanwalt Charles B. Osborne bekommen, einem Mann, der sich als Jurist einen außerordentlich wohlklingenden Namen gemacht hatte. Heute arbeitete er nicht nur für Klienten aus der Region, sondern als örtlicher Repräsentant auch für Regierungsdienststellen in Des Moines und Washington, DC. Dort, in der Hauptstadt der Vereinigten Staaten, war es die geheime Brigade Sieben, die Osborne vertrat.

Von Letzterer hatte Claire allerdings erst erfahren, als sie schon jahrelang für Osborne gearbeitet hatte. Sie fungierte für ihn als Ermittlerin in all jenen Fällen, in denen es den Vertretern des Gesetzes seiner Meinung nach nicht gelungen war, genügend Beweise zusammenzutragen, damit das Gericht zu einem fairen Urteil kommen konnte.

Für Claire war die Arbeit bei Osborne ein Job, in dem sowohl ihre kämpferischen Fähigkeiten als auch ihr scharfer Verstand gefordert waren und die besten Voraussetzungen für perfekte Ermittlungsergebnisse boten. Die Visionen ihres Vaters hatten sich nicht erfüllen lassen. Die US Army stellte nur männliche Bewerber ein.

Ob in den Großstädten des Ostens oder in den Weiten des Westens – die Frauen an der Befreiungsfront hatten noch nicht einmal den Kampf um das Wahlrecht gewonnen. Bis zur Gleichheit von Mann und Frau in der Berufswahl war es ein noch viel weiterer Weg.

Dabei hätte Claire sich nicht einmal einen Job suchen müssen. Sie hätte im elterlichen Geschäft arbeiten können. Immerhin war es eines der wirtschaftlich erfolgreichsten Unternehmen in Fort Dodge: Williams’ Hardware Store und der Old Fort Saloon. Beide befanden sich in stattlichen zweigeschossigen Gebäuden, die nebeneinander an der Main Street standen.

Store und Saloon waren von dem Ehepaar Williams gegründet worden. Claires Mutter, eine geborene Williams, war das einzige Kind gewesen. Sie hatte das Doppel-Unternehmen früh übernehmen müssen und kurze Zeit später Abner Bellamy geheiratet, den Handlungsreisenden und Ex-Offizier.

Weil ihr Bruder nicht aus den Indianerkriegen zurückgekehrt war, hatte es festgestanden, dass Claire ihrerseits als einzig übriggebliebene Erbin später den Store und den Saloon übernehmen konnte. Doch sie hätte sich an der Seite ihrer Mutter in beide Geschäfte einarbeiten müssen, und genau das war ihr in höchstem Maße zuwider. Sie war Daddys Kind gewesen und hatte sich mit ihrer Mom nie besonders gut verstanden. Heute machte sie sich Vorwürfe, weil sie während der Zeit in Sioux City den Kontakt zu ihrer Mutter abgebrochen hatte.

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