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Lassiter - Folge 2196

Inhalt

  1. Cover
  2. Impressum
  3. Lassiter und die Lasso-Lady
  4. Vorschau

Lassiter und die Lasso-Lady

Die Gluthitze der vergangenen Wochen hatte die Wasserstelle bei Logan’s Point fast ausgetrocknet. Unter den staubigen Steinen glänzte lediglich noch ein dünnes Rinnsal, das allmählich versickerte.

Der Mörder von Dinkie McGehee hockte hinter Mesquitesträuchern und hielt einen Strick in den Händen. Er straffte sein Mordwerkzeug und wickelte es sich um Handspanne und Ellbogen.

McGehee war allenfalls noch eine Viertelmeile entfernt.

In den kargen Plains des Frio County konnte sich ein Reiter kaum verbergen. Der Viehtreiber aus Kansas würde geradewegs in sein Verderben laufen.

Der Zorn Gottes verschonte nur Irre und Waisen …

Dinkie McGehee hatte die Nacht in einem fauligen Bretterverschlag an der Chain Mill verbracht, in dem es nach vermoderten Lumpen und ausgelaufenem Teer gerochen hatte. Der Viehtreiber mit dem schulterlangen, strähnigen Haar war erst gegen fünf Uhr morgens zur Ruhe gekommen, nachdem ihm ein Streifenhörnchen erst ins Hosenbein gekrochen und anschließend quer übers Gesicht gelaufen war. Das Biest war zu flink gewesen, als dass er es mit dem Gewehrkolben hätte erwischen können.

»Heilige Mutter Gottes!«, brummte McGehee und nahm die Zügel. Vor ihm lagen die lehmgelben und von dichter Mesquite umstandenen Steine jener Quelle, die man auf der Ranch als Logan’s Point kannte. Der Ort war nach einem Trailboss namens Jack Logan benannt worden, der an dieser Stelle fünf Rothäute und eine Handvoll Büffel erlegt hatte. Die Geschichte war kein Ruhmesblatt für die Ranch, jedenfalls nicht in Zeiten, in denen man die Indianer in Reservate pferchte. Aber man erzählte sie sich weiter, wie man auch gelegentlich die Toten im Alamo erwähnte und nichts Bestimmtes damit meinte.

Das Wasserloch unter den Steinen war mit braunem Schlamm gefüllt. Es hatte die Form einer drei Fuß breiten Pfanne, an deren Rändern sich Kalk und Sandreste abgesetzt hatten. Der Kranz aus dornigen Mesquitesträuchern zu beiden Seiten war ausgedörrt und raschelte leise im Wind.

»Verdammt«, knurrte McGehee und glitt aus dem Sattel. Eine weitere ausgetrocknete Quelle bedeutete, dass man die Herden nicht hinauf an den Black Creek treiben konnte. Das Vieh würde einen Monat lang in den matschigen Präriegrassümpfen von Blockersfield stehen, wo es zwar genug Futter fand, sich jedoch aufgrund der Nässe die Hufe verdarb.

McGehee beschwerte die Zügelenden mit einem Stein und schritt unschlüssig vor dem Quellloch auf und ab. Er war seit sechs Jahren auf der Triple-H-Ranch, aber eine solche Trockenheit hatte er noch nicht erlebt. Die Temperaturen im Sommer waren erträglich und kamen selten über fünfundneunzig Grad Fahrenheit hinaus. An die letzte Dürre konnten sich höchstens die alten Haudegen drüben von der Sanskaw Ranch erinnern.

Dinkie, jemand muss nach dem Rechten sehen!

Der alte Paul Gillhalm Hale hatte McGehee buchstäblich angefleht, den Ritt nach Norden zu übernehmen. Die anderen Cowboys waren mit dem Roundup an der Black Mill beschäftigt, bei dem jede Hand gebraucht wurde. McGehee war der Einzige im Bunkhouse gewesen, der die Gegend genügend kannte und dem ein paar Nächte in den Dugouts der Ranch nichts ausmachten. Er galt als zäh und ausdauernd, was man von all den Greenhorns, die über den Sommer auf die Ranch kamen, nicht behaupten konnte. Die meisten hatten noch Flaum am Kinn und konnten keinen Kaffeebecher von einer Stinktierfalle unterscheiden. Sie scheuten die harte Arbeit, hatte sich Vormann Sly Fortney beschwert, und so blieb der Löwenanteil an denen hängen, die schon länger auf Hales Lohnliste standen.

Noch vor zwei Jahren war der alte Hale selbst mit hinausgeritten. Ein mürrischer Zeitgenosse, wie er war, genügte ihm ein falsches Wort, um Groll gegen jemanden zu hegen. Einmal hatte sogar McGehee im Fadenkreuz des Alten gestanden, als er im bis unters Dach gefüllten Bunkhouse erklärt hatte, dass sie mit vierzig Dollar Monatslohn nicht eben üppig bezahlt seien.

Hale hatte ihn mit einem zornigen Blick davonkommen lassen.

Beiß dir auf die Zunge, Kleiner, und ich werd’s vergessen.

Zwei Wochen darauf hatte Hale der Bronco abgeworfen.

Der pechschwarze Hengst hatte keinen an sich herangelassen, bis es Hale selbst probierte. Die Sache ging so schief, wie man es sich nur denken konnte. Hale wirbelte – so hatte es Fortney später geschildert – wie ein Sack Maismehl durch die Luft und schlug mit dem Kopf voran in den Schlamm hinter dem Ranchhaus. Eine Woche lang hatte niemand gewusst, wie es um ihn stand. Der Doc kam täglich mit dem Einspänner aus Frio City herüber und verschrieb allerlei Tinkturen, die jedoch nichts dagegen ausrichten konnten, dass Hale fortan an Krücken ging.

Seither war es auf der Triple-H-Ranch ruhig geworden.

Die Männer taten ihre Pflicht und scharten sich mehr denn je um Sly Fortney, von dem es hieß, dass er ein Verhältnis mit Hales Tochter Eleanor habe. Man rechnete von Woche zu Woche damit, dass der alte Rancher abtrat und Fortney das Zepter übernahm.

Doch diesen Gefallen tat Hale seinem Vormann nicht.

Jeden Tag aufs Neue schleppte sich der greise Rancher auf die Veranda, stützte sich auf die Brüstung und beobachtete mit grimmiger Miene, wie die Männer vor dem Bunkhouse die Pferde sattelten. Hatte Hale genug, zitierte er einen der Cowboys zu sich und erteilte ihm in schneidendem Ton Anweisungen, wie er es seit Jahr und Tag getan hatte.

Die meisten Männer kümmerten sich nicht um die Marotten des Alten.

Sie zuckten mit den Achseln, sowie sie an der Reihe waren, und rissen mit Fortney ihre Witze darüber. Einzig McGehee und ein Kerl namens Karl Kurtzman hielten dem Ranchbesitzer die Treue. Sie befolgten Hales Weisungen, so gut sie konnten, und strichen im Gegenzug saftige Prämien auf ihren Lohnzetteln ein.

Hätte Fortney gewusst, dass McGehee auf Hales Geheiß zum Logan’s Point ritt, wäre er vor Wut aus der Haut gefahren. Der Vormann hatte den Viehtreiber zur Black Mill geschickt, wo er sich beim Roundup nützlich machen sollte. Spätestens in zwei Tagen würde McGehee dort aufkreuzen müssen, falls Fortney keinen Verdacht schöpfen sollte.

Der trockene Schlamm unter den Steinen von Logan’s Point war fest wie erstarrter Lehm.

McGehee kratzte mit dem Finger darin herum und gab frustriert auf. Die Quelle würde frühestens in einem halben Monat wieder Wasser geben und taugte somit nicht als Tränke für die nördlichen Trecks. Man würde darüber nachdenken müssen, die Herde durch den unwegsamen Buzzard Creek zu treiben.

»Verdammte Dürre!«, zischte McGehee und strich sich eine Haarsträhne aus dem verschwitzten Gesicht. Die Trockenheit brachte den schwächeren Tieren den Tod, und das wiederum würde Fortneys Absicht durchkreuzen, nach dem Sommer mehr als zweitausend Kopf Vieh nach Dodge City zu treiben.

Mit langsamen Schritten kehrte McGehee zu seinem Pferd zurück und sah nach dem Sitz des Zaumzeugs. Er sann über die toten Kälber nach, die er kürzlich auf der Sanskaw Ranch gesehen hatte. Die armen Biester waren an Wassermangel zugrunde gegangen.

Verdammt, es musste –

Ein kraftvoller Hieb in den Nacken holte McGehee in die Gegenwart zurück. Zwei kräftige Hände packten den Viehtreiber bei den Schultern und rissen ihn jäh herum.

Der Angreifer war vermummt und verrichtete sein Werk mit gewissenhafter Ruhe. Er legte McGehee eine Augenbinde an, knotete sie fest und trat einen Schritt zurück.

Dann rammte er seinem Opfer die Faust in die Magengrube.

Ein scharfer Würgereiz schoss durch den Hals des Cowboys, ehe McGehee zusammensackte und auf die Knie fiel. Sein Peiniger schlug abermals zu und schlang ein Seil um den Hals des Cowboys.

»Fahr zur Hölle, Hurensohn!«, hörte McGehee eine vertraute Stimme sagen.

Das Seil zog sich zusammen und quetschte dem Viehtreiber die Luft ab. Er röchelte und fasste vergeblich nach den Händen seines Scharfrichters.

Die toten Kälber auf der Sanskaw Ranch waren das Letzte, woran Dinkie McGehee vor dem Sterben dachte.

***

Frio County, zwei Jahre später

Die Rinder auf der Main Street von Frio City drängten sich so dicht, dass Lassiter die andere Straßenseite aus dem Blick verlor. Er zwängte sich zwischen den staubigen Longhorns hindurch und war froh, als er kurze Zeit darauf unbeschadet vor dem Lost Wrangler Saloon stand. Das Telegramm aus Washington hatte den Saloon als Treffpunkt benannt, sich jedoch darüber ausgeschwiegen, wie Lassiter den hiesigen Mittelsmann, einen Postmeister mit Namen John Parks, finden sollte. Anstelle der sonst üblichen Anweisungen hatte auf dem Telegraphenstreifen lediglich gestanden, dass Parks den Mann der Brigade Sieben um neun Uhr morgens im Lost Wrangler Saloon erwarte.

»Was für ein ansehnlicher Kerl!«, sagte eine weibliche Stimme neben Lassiter. Sie gehörte einem brünetten Saloonmädchen, das gelangweilt an der Wand lehnte und ein illustriertes Wochenblatt las. »Sie sollten darüber nachdenken, sich für die Zeitung malen zu lassen.«

Das Mädchen wedelte mit der Wochenzeitung in der Hand, auf der ein buckelnder Bronco mit einem Cowboy im Sattel abgebildet war. Im Hintergrund waren in feinen Tuschestrichen die Höhenzüge der Rocky Mountains angedeutet. Die Illustration zählte zu jenen romantischen Verklärungen des amerikanischen Westens, die sich an der Ostküste gerade großer Beliebtheit erfreuten.

»Sie sollten diesen Schund nicht lesen, Ma’am«, sagte Lassiter und tippte sich lächelnd an den Hut. »Meist ist kein Korn Wahrheit darin zu finden.«

Das Saloonmädchen faltete die Zeitung zusammen und kam mit wiegenden Hüften auf den großen Blonden zu.

»Was die Frauen angeht, lügen die Blätter nicht«, sagte das Mädchen und strich mit dem Handrücken über Lassiters stoppelige Wange. »Eine Nacht mit mir werden Sie nicht vergessen, Fremder.«

Die Cancan-Tänzerin stolzierte um Lassiter herum und berührte wie beiläufig dessen Hinterbacken. Der Mann der Brigade Sieben bedauerte, dass ihm keine Zeit für die dunkelhaarige Schönheit blieb.

»Ein anderes Mal«, erwiderte Lassiter und wandte sich zu den Saloontüren um. »Ich suche nach einem Mann namens John Parks. Er will mich im Lost Wrangler treffen.«

»Postmeister John Parks?«, fragte die Dunkelhaarige. »Bei allen Heiligen, was wollen Sie bei diesem Langweiler? Der bringt es fertig und steckt den ganzen Abend über keinem Mädchen etwas zu. Er ist anständiger als der alte Abe Lincoln.« Sie kicherte und wies in den Saloon. »Gewöhnlich finden Sie ihn am Tisch neben dem Klavier. Sie werden ihn nicht übersehen.«

Die Brünette verabschiedete sich und kehrte zu ihrem Platz an der Holzwand zurück. Sie bedachte ihre Bekanntschaft mit einem unzweideutigen Blick und widmete sich wieder ihrem Wochenblatt. Lassiter presste mit abermaligem Bedauern die Lippen zusammen und machte sich auf die Suche nach John Parks. Er betrat den spärlich gefüllten Saloon, in dem es nach kaltem Zigarrenrauch und verschüttetem Whiskey roch. Der Tisch in der Ecke, von dem das Saloonmädchen gesprochen hatte, war zur Hälfte von einem Piano und zwei opulenten Messingleuchtern verdeckt.

Hinter dem Klavier saß ein klein gewachsener Mann Ende vierzig, der Lassiter mit einem hastigen Kopfnicken begrüßte. Er deutete zu dem Stuhl auf der gegenüberliegenden Tischseite und sah sich nervös um.

»Lassiter, nehme ich an?«, fragte der andere Mann und blickte Lassiter aus seinen kleinen, grauen Augen heraus an. »Sie haben’s tatsächlich zur vereinbarten Stunde geschafft. Ich hätte nicht geglaubt, dass Sie so rasch von San Antonio ins Frio County finden.«

»Das Wetter war gut«, erwiderte Lassiter höflich. »Außerdem wollte ich Sie nicht warten lassen, Mr. Parks.«

Der Mittelsmann griff nach seinem Whiskeyglas und leerte den verbliebenen Rest darin. »Wenigstens eine Seele, auf die Verlass ist. Im County herrschen gerade wilde Sitten.«

»Wilde Sitten?«, wiederholte Lassiter, dem auf dem Ritt von San Antonio herunter nichts Ungewöhnliches aufgefallen war. Die Gegend war für ihre Comanchenüberfälle berüchtigt, denen man durch den Bau etlicher Militärforts jedoch einen Riegel vorgeschoben hatte. »Mir ist nichts zu Ohren gekommen, Mr. Parks.«

Kopfschüttelnd reckte Parks das Glas in die Luft und winkte ein Saloonmädchen heran. Er bestellte einen weiteren Whiskey und stützte sich mit beiden Unterarmen auf den Tisch. »Wie sollten Sie auch, Mr. Lassiter, wie sollten Sie auch?« Er atmete tief durch und setzte zu einer längeren Rede an. »Die Rancher im Frio County verlieren kein Wort über die Unruhe, die in ihren Bunkhouses herrscht. Die Cowboys schließen sich zusammen und fordern höhere Löhne. Gleichzeitig sinken die Profite, die man oben in Dodge City oder Abilene mit dem Vieh macht. Der Osten hat genug Fleisch, und im Westen verschwinden die offenen Plains hinter Stacheldraht und Wasserrechten.« Er verstummte und hing für einen Augenblick seinem Gedanken nach. »Es ist ein Teufelskreis … ein gottverdammter Teufelskreis.«

Mit mäßigem Interesse beugte sich Lassiter nach vorn. Er war es gewohnt, dass die Mittelsmänner ihm von ihren Sorgen berichteten, obgleich diese Dinge in den wenigsten Fällen seinen Auftrag betrafen. In dieser Hinsicht war Parks keine Ausnahme.

»In Washington lockt ein Cowboystreik keine Katze hinter dem Ofen hervor«, sagte Lassiter. Er entspannte die rechte Hand, indem er sie abwechselnd streckte und zur Faust ballte. »Man hat mich gewiss nicht aus diesem Grund nach Frio City geschickt.«

»Sie haben recht«, pflichtete ihm Parks bei. Er schüttelte unwirsch den Kopf. »Das hysterische Geschrei der Cowboys vernebelt einem den Verstand. Ich … ich wollte Sie aus einem anderen Grund sprechen. Obgleich es dabei auch um eine Ranch geht, die Triple-H-Ranch.«

»Die Ranch von Paul G. Hale?«, erkundigte sich der Blonde. Er hatte Hales Land auf dem Ritt von San Antonio nach Frio City passiert. »Der Mann besitzt etliche Morgen Weideland.«

»Zweitausendvierhundert Morgen«, erwiderte Parks und strich sich das gewellte schwarze Haar zurück. »Er ist Eigentümer der größten Ranch im Frio County. Seine Weiden waren als erste von Stacheldraht umzäunt. Die anderen Rancher rings um Frio City verdammen ihn. Aber sie kommen nicht an ihm vorbei, sobald ihnen ein paar Morgen Weideland fehlen.«

»Was hat er verbrochen, dass sich die Brigade Sieben einschaltet?« Lassiter bedeutete dem Barmädchen, dass er gleichfalls einen Whiskey wollte. »Es ist das gute Recht eines Amerikaners, seinen Besitz zu schützen.«

»Um den Stacheldraht geht es nicht«, gab der Mittelsmann zur Antwort. »Die Brigade Sieben hat das Tagebuch eines Cowboys erhalten, der vor einigen Jahren bei Hale gearbeitet hat. Der arme Teufel wurde an einer Quelle erdrosselt. Es ist nie herausgekommen, wer es gewesen ist. Die Leute in der Stadt sagen, dass Hale selbst der Mörder gewesen sei. Aber wenn Sie mich fragen –« Er verstummte für einen Moment. »Hale ist seit vielen Jahren Krüppel. Er ist vom Pferd gestürzt, als er gerade zu seiner Tochter reiten wollte. Er hätte sich halb gelähmt zu Dinkie McGehee schleppen und ihm den Strick um den Hals legen müssen.«

»Dinkie McGehee?«, grinste Lassiter. »Klingt nach einem Hundenamen.«

Parks verzog den Mund zu einem dünnen Lächeln. »Dinkie war ein grundanständiger Mann. Ich bin ihm ein paar Mal begegnet, als ich gerade das Post Office eröffnet hatte. Er hatte es nicht verdient, auf diese Weise den Allmächtigen zu sehen.«

»Wie ist er umgekommen? War er allein, als er ermordet wurde?«

»Mutterseelenallein«, sagte Parks und starrte auf die Tischplatte. »Er war auf einem Inspektionsritt zu den Quellen der Ranch. Der Mörder muss ihm gefolgt sein. Er hat Dinkie ’nen Strick um den Hals gelegt und so fest zugezogen, dass er vom Scheitel bis zur Sohle blau war.«

»Ist er begraben worden?«, fragte Lassiter. »Oder verscharrt?«

»Keinen Zoll tief. Er lag drei Wochen in der prallen Sonne, bevor man ihn fand. Die Geier hatten ihm die Leber aus dem Leib gefressen. Muss kein schöner Anblick gewesen sein.«

»Vermutlich nicht«, murmelte Lassiter und nahm dem Barmädchen das Whiskeyglas ab. Er gab einen Vierteldollar Trinkgeld und leerte das Glas in einem Zug. »Wie ist die Brigade Sieben an McGehees Tagebuch gekommen?«

Der Blick des Mittelsmannes streifte flüchtig Lassiters leeres Glas. »Über den Nachlassverwalter von Frio City. Er hat’s all die Jahre für sich behalten, dann aber einem Senator aus San Antonio übergeben.« Parks setzte eine ernste Miene auf. »Er sei seiner patriotischen Pflicht nachgekommen, hat er gegenüber dem Senator behauptet.«

»Große Worte müssen nichts bedeuten«, parierte Lassiter und wies mit dem Kinn auf Parks’ Ledertasche. »Haben Sie die Aufzeichnungen dabei?«

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