Logo weiterlesen.de
Lassiter - Folge 2169

Inhalt

  1. Cover
  2. Impressum
  3. Wettlauf durch die Wasserhölle
  4. Vorschau

Wettlauf durch die Wasserhölle

»Verdammte Drecksgegend.« Tex Gorham klappte den Kragen seiner Jacke nach oben. »Es ist Anfang Mai und trotzdem friert man sich den Arsch ab.«

»Halb so wild.« Mike Lukather warf dem Mann, der neben ihm auf dem Kutschbock saß, einen amüsierten Blick zu. »Oft haben wir um diese Jahreszeit sogar noch Schnee. Ich weiß also gar nicht, worüber du dich beschwerst.«

»He, ich komme aus Texas.« Gorham sah ihn gereizt an. »Im Gegensatz zu Montana ist es dort warm wie im Paradies.«

»Tatsächlich? Und warum bist du dann nicht dort?«

»Weil einen in unserem Job die hohen Herren aus Washington dorthin schicken können, wo es ihnen gerade passt. Selbst wenn das heißt, dass man in eine gottverdammte …« Weiter kam der Texaner nicht, denn das Krachen eines Schusses schnitt ihm das Wort im Mund ab.

Gorham stieß ein gequältes Stöhnen aus. Er sackte ein Stück vornüber.

»Shit.« Lukather wandte sich in die Richtung um, aus der die Kugel gekommen sein musste. »Wir sind in eine Falle geraten. Jemand muss spitzgekriegt haben, dass wir eine wertvolle Ladung an Bord haben.«

»Wie viele sind es?«, presste Gorham zwischen den Zähnen hervor.

Mit zusammengekniffenen Augen versuchte der Fahrer die Größe der Reitergruppe abzuschätzen, die aus einem dichten Waldstück hervorgebrochen war und die Verfolgung des Wagens aufgenommen hatte. »Vier … vielleicht auch fünf. Das kann ich nicht genau erkennen.«

»Worauf wartest du noch?« Sein Begleiter zog eine Winchester unter der Sitzbank hervor. »Bring uns hier raus. Ich werde versuchen, uns das Rattenpack vom Leib zu halten.« Er lud das Gewehr durch, dann wandte er sich nach hinten um.

Noch bevor er die Gelegenheit hatte, einen einzigen Schuss abzugeben, eröffneten die Angreifer erneut das Feuer. Das Knallen aus mehreren gleichzeitig abgefeuerten Waffen verschmolz zu einem einzigen Donnern.

Ohne auf die Kugeln zu achten, die wie wütende Insekten links und rechts an ihnen vorbei zischten, packte Mike Lukather die Zügel fester. Die rechte Hand mit ganzer Kraft in die Riemen gekrallt, prügelte er mit der Linken auf die Pferde vor dem Wagen ein. Die Peitschenhiebe verfehlten ihre Wirkung nicht. Die beiden Braunen verfielen augenblicklich in rasenden Galopp.

Die Straße war durch die Unwetter der letzten Wochen tief ausgewaschen. Unzählige Schlaglöcher ließen das Fuhrwerk schwanken wie einen Nachen auf stürmischer See.

»Verdammt, Mike, geht das nicht ruhiger?«, brüllte Gorham dem Fahrer zu.

»Wie denn?« Lukather prügelte weiter auf die Pferde ein. »Ich tue schon mein Bestes, um wenigstens den größten Löchern auszuweichen! Bei dem Tempo können wir froh sein, wenn keines der Räder bricht! Mehr ist nicht drin!«

»Verfluchter Dreck!« Die Jacke seines Begleiters war an der linken Schulter zerrissen. Der Stoff war durchtränkt von frischem Blut. »Durch das Geschaukel wird das Zielen zum reinsten Glücksspiel!« Er versuchte die Bewegungen des Wagens mit dem Gewehrlauf auszugleichen. Aber seine Verletzung machte seine Bemühungen zunichte. Der Wachmann feuerte die Winchester dreimal ab, ohne damit auch nur einen einzigen der Verfolger außer Gefecht zu setzen.

Ganz im Gegenteil, die fünf Reiter schlossen immer näher zu dem rasenden Fahrzeug auf.

Die beiden Maskierten, die an der Spitze der Gruppe ritten, richteten erneut ihre Revolver auf ihn aus. Zwei Mündungsfeuer blitzten.

Reflexartig richtete sich Gorham auf dem Kutschbock auf. Das Gewehr entfiel seinen Händen. Blut pulsierte aus einer Wunde unter seiner Kehle. Seine Finger färbten sich rot, als er die Hände auf die Verletzung presste. Dann begann er zu schwanken.

»Tex!«

Mike Lukather wollte seinen Begleiter packen. Doch seine Hand griff ins Leere. Der Wachmann war bereits vom Kutschbock gesackt, ohne den Sturz verhindern zu können. Der Fahrer musste hilflos mit ansehen, wie sein Körper neben der rechten Wagenseite verschwand.

Eine Kugel, die ihm in diesem Moment den Hut vom Kopf fegte, erinnerte Lukather daran, dass auch sein eigenes Leben in äußerster Gefahr war. Als er einen kurzen Blick über die Schulter warf, erkannte er, dass die Verfolger noch weiter zu ihm aufgeschlossen hatten. Die Hufe ihrer Pferde trampelten einfach über Gorhams Leichnam hinweg, als wäre er nichts weiter als ein Bündel Unrat.

Mike Lukather wandte sich wieder nach vorn. Wie ein Besessener prügelte er mit der Peitsche auf die beiden Zugpferde ein. Der Schmerz und der Lärm ließen die Tiere endgültig in Panik geraten. Sie warfen sich mit ihrer ganzen Kraft ins Geschirr, ohne noch auf die Kommandos zu achten, die ihnen der Fahrer über die Zügel gab.

Der letzte sintflutartige Regen hatte quer über die Straße einen drei Fuß tiefen Graben entstehen lassen. Als Lukather die Rinne sah, riss er die Riemen nach hinten. Er schleuderte die Peitsche beiseite und griff stattdessen nach dem Bremshebel. Doch bei dem Höllentempo, das die Pferde vorlegten, war es unmöglich, den Wagen noch rechtzeitig zum Stehen zu bekommen.

Die beiden Braunen setzten über die Vertiefung hinweg. Bereits einen Wimpernschlag später erschütterte ein Schlag das Fuhrwerk, als sei es von einem riesigen, unsichtbaren Schmiedehammer getroffen worden. Das Krachen von zersplitterndem Holz mischte sich in den anderen Lärm.

Lukather spürte, wie der Wagen vorn absackte. Die Zügel wurden ihm aus den Fingern gerissen. Hätte er sich nicht instinktiv an der Lehne festgeklammert, er wäre im hohen Bogen vom Kutschbock geschleudert worden. Dreck flog ihm ins Gesicht. Völlig der Sicht beraubt, blieb ihm nichts anderes übrig, als tatenlos darauf zu hoffen, dass sich das Schicksal doch noch zum Guten wenden würde.

Eine halbe Ewigkeit schien zu vergehen, bis der Wagen schließlich langsamer wurde. Mit einem gequälten Knirschen kam er zum Stehen.

Mike Lukather wischte sich mit dem Jackenärmel über die Augen. Doch der Anblick, der sich ihm dann bot, ließ ihn erschreckt zusammenfahren. Fünf maskierte Reiter bauten sich im Halbkreis um das verunglückte Fuhrwerk auf. Die zwei Männer, die ihm am nächsten waren, hielten ihre Waffen auf ihn ausgerichtet.

»Okay, du gottverdammter Hurensohn, hast du endlich kapiert, dass es nichts bringt, wenn du abzuhauen versuchst?«, knurrte einer von ihnen.

»Was … was wollt ihr von mir?«, fragte der Fahrer mit kratziger Stimme.

»Na, was wohl?«, entgegnete sein Gegenüber. Selbst durch das blaue Halstuch, das er vor dem Gesicht trug, war zu erkennen, dass er hämisch grinste. »Wir sind bestimmt nicht hier, um mit dir übers Wetter zu plaudern. Das Einzige, was uns interessiert, ist der Zaster, den du rauf nach Kanada bringen sollst.«

»Ich habe keinen blassen Schimmer, wovon du sprichst«, entgegnete Lukather. Seine nervös zuckenden Mundwinkel ließen erkennen, dass es sich bei dieser Behauptung um eine glatte Lüge handelte.

»Versuch gar nicht erst, uns für blöd zu verkaufen«, knurrte der Bandit. »Wir wissen über den Transport Bescheid, der rauf nach Edmonton gehen soll. Doch es hat eine kleine Planänderung gegeben. Die Lieferung wird niemals dort an-«

Die Worte des Verbrechers wurden vom Knallen eines Schusses übertönt.

Beinahe gleichzeitig war ein winziges Loch auf der Stirn Lukathers erschienen. Ungläubiges Erstaunen spiegelte sich in den aufgerissenen Augen des Fahrers wider. Sein Mund öffnete sich, dann brach er tödlich verletzt auf dem Kutschbock zusammen.

»Hast du den Verstand verloren, Seamus?« Der Mann mit dem blauen Halstuch wandte sich dem Komplizen an seiner linken Seite zu. »Was sollte das?«

Der zuckte unbeeindruckt mit den Schultern. »Das Gelaber von dem Kerl war nichts als Zeitverschwendung.« Aus der Mündung von Seamus Snyders Colt Thunderer stieg ein schmaler Rauchfaden in die Höhe. »Also hab ich ihn aus dem Weg geräumt. Oder hatte einer von euch etwa vor, den Bastard laufen zu lassen?« Er sah ihre restlichen Begleiter fragend an.

»Auf keinen Fall. Das wäre viel zu gefährlich gewesen.«

Nate Gilligan, Chester Dunham und Todd Masters schüttelten die Köpfe.

»Damit wäre das Thema ja wohl erledigt.« Snyder zog sich das Halstuch zurück unters Kinn und grinste den Reiter rechts von ihm breit an.

Auch Larry Carpenter entledigte sich seiner provisorischen Maske. Ein gereiztes Gesicht kam darunter zum Vorschein. »Ich bin hier der Boss.« Carpenters Stimme war scharf wie ein Messer. »Ich bestimme, wo es langgeht. Alleingänge werde ich nicht dulden. Merk dir das.«

»Stell dich nicht so an, Larry.« Sein Komplize ließ den Colt zurück ins Holster gleiten. »Ich habe dir lediglich ein Stück Dreckarbeit abgenommen. Wenn’s dir nicht passt, ist das allein dein Problem.«

»Überspann den Bogen nicht, Seamus«, zischte ihm der Anführer zu. »Denn sonst steckst du schneller bis zum Hals in Schwierigkeiten, als du dir das vorstellen kannst. Haben wir uns verstanden?«

Snyder erwiderte nichts. Stattdessen wandte er sich den anderen drei Männern zu, die inzwischen mit der Durchsuchung des Wagens begonnen hatten. »Habt ihr was gefunden?«

»Volltreffer.« Nate Gilligan zeigte ihnen den nach oben gestreckten Daumen. »Unter einem Haufen Decken war eine Kiste versteckt. Das Ding ist verflucht schwer.« Er wies mit dem Kinn zu der Ladefläche, auf der sich seine beiden Kameraden mit der Bergung der Beute abmühten.

Die Holzkiste, die die zwei Banditen an den Rand der Pritsche hievten, war mit Metallbändern beschlagen. An der Vorderseite sicherte ein solides Vorhängeschloss das Frachtstück.

»Das Ding wird nicht leicht zu knacken sein.« Chester Dunham kratzte sich nachdenklich den Backenbart. »Hat einer von euch daran gedacht, ein Brecheisen mitzubringen?«

»Lass mich mal ran.« Todd Masters drängte ihn beiseite. »Ich werde das erledigen.« Er zog seinen Colt Frontier. Kurzentschlossen begann er damit auf die Kiste zu feuern.

Holzsplitter und Funken sprühten in alle Richtungen, bis die Waffe schließlich nur noch ein metallisches Klicken von sich gab. Das Schloss war noch immer intakt, aber ringsherum hatten die Kugeln so viele Löcher in das Holz gestanzt, dass sich der gesamte Schließmechanismus herausbrechen ließ.

»Bitte sehr.« Masters trat einen Schritt zurück. »Bedient euch.« Mit einer betont lässigen Bewegung ließ er die Trommel seines Revolvers aufschnappen und begann sie mit frischer Munition zu füllen.

Inzwischen waren auch Carpenter und Snyder herangekommen. Ehe der Anführer das selbst übernehmen konnte, hatte sein Begleiter den Kistendeckel bereits aufgeklappt. Er wollte ihn schon ein weiteres Mal zurechtweisen, doch der Anblick auf den Inhalt des Beutestücks ließ ihn jeden Ärger rasch vergessen.

Der Kasten war zu zwei Dritteln gefüllt mit Goldmünzen.

Während seine Leute laut zu johlen begannen, griff sich Carpenter eine Handvoll des glänzenden Diebesguts. Die anderen Männer folgten seinem Beispiel.

»Das ist ja noch besser, als ich gedacht habe.« Dunham strahlte mit den polierten Münzen um die Wette. »Wisst ihr, was das bedeutet, Jungs? Ab sofort sind wir gemachte Leute.«

»Das kannst du laut sagen«, bestätigte Nate Gilligan. »Jetzt fängt ein neues Leben an. Von nun an können wir die Puppen tanzen lassen!« Er warf eines der Geldstücke in die Höhe.

»Ich fürchte, daraus wir erst einmal nichts werden.« Larry Carpenter schnappte sich die Münze direkt aus der Luft.

»Was soll das heißen?« Vier Gesichter wandten sich ihm verdutzt zu.

»Dass ich verhindern werde, dass ihr das Geld auf schnellstem Weg unter die Leute bringt.«

»Ach ja?«, knurrte Seamus Snyder. »Willst du uns etwa unseren Anteil streitig machen?«

»Bullshit.« Der Banditenboss winkte ab. »Seht euch die Geldstücke doch mal genauer an. Dann werdet ihr kapieren, um was es mir geht.«

Die vier restlichen Bandenmitglieder begannen die glänzenden Beutestücke zu untersuchen. Doch ihren ratlosen Mienen war deutlich anzusehen, dass sie nicht begriffen, worauf ihr Anführer hinauswollte.

Carpenter gab ein verächtliches Schnauben von sich. »Sind euch nicht die Prägungen auf den Münzen aufgefallen?«, fragte er ungeduldig. »Auf der einen Seite gibt es einen Adler. Das ist nicht ungewöhnlich. Aber auf der anderen Seite ist der Kopf einer jungen Frau zu erkennen. Habt ihr so eine Münze schon mal gesehen?«

»Nö.« Todd Masters schüttelte den Kopf. »Aber das ist mir auch ziemlich egal. Immer noch besser, als wenn Chesters hässliche Visage drauf wäre.« Mit einem breiten Grinsen rammte er dem neben ihm stehenden Komplizen den Ellenbogen in die Seite.

»Blödmann.« Dunham versetzte ihm einen Stoß. »Du hast wohl schon ziemlich lange selbst nicht mehr in den Spiegel gesehen.«

»Ihr habt noch immer nicht kapiert, was ich euch sagen will.« Larry Carpenters schneidende Stimme brachte seine Leute zum Schweigen. »Diese Münzen sind einzigartig. Solche gibt es nicht noch einmal. Es ist, als wären die Geldstücke markiert.«

Seamus Snyder war der Erste, der die Konsequenzen begriff. »Das bedeutet, es wäre zu auffällig, wenn wir das Geld ausgeben. Jeder würde sofort wissen, dass es aus dem Überfall stammt.«

»Haargenau. Mit jedem Golddollar, der den Besitzer wechselt, würden wir eine deutlichere Fährte legen. Es wäre nur eine Frage der Zeit, bis wir geschnappt würden. Was dann mit uns passiert, brauche ich euch nicht zu erklären.« Der Anführer strich sich mit dem Daumen quer über die Kehle, als würde er den Verlauf eines unsichtbaren Stricks nachzeichnen.

»Zur Hölle noch eins.« Nate Gilligan spuckte aus. »Was nützt uns eine ganze Kiste voller Gold, wenn wir die Kohle nicht ausgeben können? Wenn ihr mich fragt, der Coup war eine echte Pleite.«

»Das würde ich nicht sagen«, widersprach Carpenter. »Es gibt da nämlich eine Lösung.«

»Ach ja? Welche?«

»Wir müssen das Gold einschmelzen lassen. Dann ist es nicht mehr wiederzuerkennen.« Der Banditenboss legte die Stirn in Falten. »Allerdings ist das leichter gesagt, als getan. Entweder finden jemanden, der diesen Job für uns erledigt, oder wir machen es selbst. Dazu benötigen wir aber die passende Ausrüstung. Wofür wir uns auch entscheiden, wir brauchen jetzt erst einmal Zeit für die Vorbereitungen.«

»Was soll in der Zwischenzeit mit dem Zaster passieren?«, wollte Snyder wissen. »Sollen wir ihn mit uns rumschleppen?«

»Auf keinen Fall. Das wäre viel zu riskant«, entgegnete Carpenter. »Wir deponieren die Kiste in einem sicheren Versteck. Dort bleibt sie, bis klar ist, wie wir weiter vorgehen. Oder hat einer von euch einen besseren Vorschlag?« Er ließ den Blick über seine Männer wandern.

Die zogen mürrische Mienen, schüttelten aber schließlich die Köpfe.

»Okay, dann lasst uns endlich von hier verschwinden. Wir haben noch eine Menge zu erledigen.«

Die Banditen verteilten die Beute in mehrere Lederbeutel, die Carpenter und Snyder in ihren Satteltaschen verstauten. Dann sprangen sie auf die Rücken ihrer Pferde und jagten in gestrecktem Galopp davon – nicht ahnend, dass jede ihrer Bewegungen von einem hinter einem Gebüsch versteckten Augenpaar verfolgt wurde.

***

»Verdammter Mist.« Buster Flint zog die Mundwinkel verärgert nach unten. Er war unterwegs, um die Fallen zu kontrollieren, die er tags zuvor ausgelegt hatte. Und tatsächlich hatte sich in einer der Drahtschlingen auch ein Kaninchen verfangen. Aber ein Dachs, ein Fuchs oder ein anderer vierbeiniger Räuber war Flint zuvorgekommen und hatte sich über die leichte Beute hergemacht. Ein paar blutige Fellfetzen waren alles, was in der Falle zurückgeblieben war.

»Ich hoffe, dir bleibt das Fleisch im Hals stecken. Wenn ich dich erwische, spendiere ich dir ’ne ordentliche Portion Blei. Mal sehen, wie dir das dann schmeckt.«

Der Trapper zog sich Lederhandschuhe über, dann ging er neben der Schlinge in die Hocke und begann die zerfetzten Überreste aus dem Draht zu lösen. Er war gerade dabei, die Falle für den nächsten Einsatz auszurichten, als das Krachen eines Schusses durch den Wald donnerte.

Flint fuhr herum.

Weitere Schüsse folgten.

Die Art, wie die Geräusche miteinander verschmolzen, ließ klar erkennen, dass es mehrere Waffen waren, die nicht weit entfernt von ihm abgefeuert wurden.

»Verdammt, was ist da los?«

Der Fallensteller sprang zurück auf die Füße. Vornüber geduckt hetzte er in die Richtung, aus der die Schüsse zu hören waren.

Wenige Minuten später hatte er eine Stelle erreicht, an der der Wald von einem Fahrweg durchschnitten wurde. Ein Wagen war dort mit gebrochenen Vorderrädern liegengeblieben. Der Fahrer lag blutüberströmt auf dem Kutschbock. Tot.

Flint ging blitzschnell hinter dem Stamm eines alten Ahorns in Deckung, denn die Kerle, die dem Kutscher die Kugel verpasst hatten, befanden sich noch in der Nähe. Sie hatten sich an der Rückseite des Wagens versammelt.

Dort machten sie sich an einem Kasten zu schaffen. Die Augen des Trappers weiteten sich erstaunt, als es ihm gelang, einen Blick auf dessen Inhalt zu ...

Wollen Sie wissen, wie es weiter geht?

Hier können Sie "Lassiter - Folge 2169" sofort kaufen und weiterlesen:

Amazon

Apple iBookstore

ebook.de

Thalia

Weltbild

Viel Spaß!



Kaufen