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Lassiter - Folge 2167

Inhalt

  1. Cover
  2. Impressum
  3. Verena – eine Frau kennt kein Erbarmen
  4. Vorschau

Verena – eine Frau kennt kein Erbarmen

Die Hufgeräusche eines Vierergespanns endeten unten vor dem Hotel. Lassiter trat ans Fenster seines Zimmers im ersten Stock. In eine Staubwolke gehüllt, kam die Stage Coach von Wells Fargo vor dem »Four Seasons« zum Stehen. Die Pferde schnaubten, ihre Hufe stampften noch ein paarmal auf den Boden, ehe sie zur Ruhe kamen. Drei männliche Passagiere stiegen aus und strebten in die Empfangshalle des Hotels. Der vierte Passagier war eine Frau, blond und schön, in ein dunkelrotes Kostüm gekleidet. Sie hatte gewartet, bis der Staub sich legte, blieb vor der Kutsche stehen und sah sich um, als ein Mann aus dem Schatten des Vordachs auf sie zutrat. Worte wurden gewechselt. Der Kerl streckte die Hand aus, um zuzugreifen. In der Rechten der blonden Lady lag plötzlich ein Revolver. Erbarmungslos drückte sie ab. Der Schuss hallte krachend durch die Nachmittagsstille …

Lassiter glaubte, seinen Augen nicht zu trauen. Der Mann wurde zurückgeschleudert, verschwand wieder unter dem Vordach und damit aus Lassiters Blickfeld. Die Lady verstaute den Revolver in einer Handtasche, die sie bislang geschickt unter der Kostümjacke verborgen haben musste. Als wäre nichts geschehen, blieb sie neben der Stage Coach stehen und rief zum Kutschbock hinauf: »Ich warte auf meine Koffer!«

»Kommen sofort, Madam«, antwortete der Kutscher. Lassiter hörte nicht mehr hin. Er verließ das Zimmer. Weiche Orienttep­piche dämpften seine Schritte auf dem Weg durch den Hotelflur im ersten Stock, die Treppe hinunter und durch die Lobby.

Die drei Gents, die kurz zuvor aus der Kutsche gestiegen waren, hatten sich vermutlich gerade angemeldet. Nun standen sie mit dem Rücken zur Rezeption und verfolgten das weitere Geschehen unter dem Vordach.

Der Clerk hinter dem Tresen hielt den Federhalter noch in der Hand, doch er hatte seine Eintragungen in dem dicken Meldebuch unterbrochen und starrte zum Eingang hinüber. Offenbar erschien es ihm zu riskant, seinen Arbeitsplatz zu verlassen. Auch die drei Passagiere aus der Postkutsche und die übrigen Gäste in der Lobby hielten ihre Neugier zurück.

All right, eine Lady, die einen Revolver wie aus dem Nichts hervorzauberte und am hellen Tag einen Mann erschoss, war alles andere als Alltagsgeschehen. Hinzu kam, dass sie es nicht in irgendeinem finsteren Hinterwäldler-Tal getan hatte, sondern vor aller Augen auf der Mainstreet von Wichita Falls, Texas, einer ordentlichen kleinen Stadt voller rechtschaffener Bürger. Letzteres war jedenfalls der erste Eindruck, den Lassiter bei seinem gestrigen Eintreffen gewonnen hatte.

Lassiter hatte im Auftrag der Brigade Sieben eine Inspektionsfahrt mit einem Sonderzug der Fort Worth and Denver Railway Company unternommen und machte in Wichita Falls Station. Die Bahnlinie gab es erst seit drei Jahren, nämlich seit 1882, und sie erfüllte beileibe noch nicht die Wünsche aller potentiellen Reisenden. Der Fahrplan war noch lückenhaft, und als größtes Manko wurde die ständige Gefahr durch Eisenbahnräuber angesehen.

Die weiterbestehenden Postkutschenlinien, die sich in Wichita Falls kreuzten, erfreuten sich daher nach wie vor eines regen Zuspruchs. Lassiter hatte vor, eine Woche in Wichita Falls zu bleiben, um die Situation in der aufstrebenden Stadt und ihrer Umgebung zu erforschen – insbesondere was die Bedrohung der Railroad durch Outlaws betraf. Dazu würde auch ein Erfahrungsaustausch mit der Pinkerton Agency gehören. Detectives der Company aus Chicago fuhren in den Zügen als Sicherheitsbeauftragte mit.

Lassiter ging hinaus. Es war ein heißer Sommertag in der Stadt im nördlichen Texas. Über der Mainstreet, rund um die Stage Coach, schwebten die letzten flachen Staubschwaden, die noch von den Pferdehufen und den eisenbereiften Rädern stammten. Auf der anderen Straßenseite hatten sich Menschen in den Eingängen von Häusern und Läden zusammengefunden und blickten in stummer, geballter Neugier herüber.

Der Kutscher half seinem Shotgun, die Koffer aus dem Gepäcktrog am Heck der Kutsche zu wuchten und auf dem Gehsteig nebeneinander aufzureihen. Zwei Kofferträger warteten im Eingang darauf, dass jemand ihnen die Erlaubnis gab, die Gepäckstücke hineinzubringen. Noch war niemand zu sehen, der die Befugnis dazu gehabt hätte.

Diesseits der Straße spähten die Neugierigen hinter Gebäudeecken hervor, aus Toreinfahrten und gleichfalls aus Haus- und Ladeneingängen. Noch bewegte sich nichts auf den Gehsteigen. Doch es konnte sich nur noch um Minuten handeln, bis der zuständige Gesetzeshüter auftauchte. Selbst wenn niemand den Town Marshal direkt alarmiert hatte, musste er den Schuss gehört haben. Überdies pflanzte sich die Nachricht buchstäblich in Sekundenschnelle fort, von Haus zu Haus.

Lassiter blieb unter dem Vordach stehen, drei Schritte neben dem Toten. Es handelte sich um einen bulligen Mann, der zu Lebzeiten fraglos vor Kraft kaum gehen konnte. Doch seinen Lebensunterhalt hatte er allem Anschein nach nicht mit seiner Hände Arbeit verdient, da er einen dunkelgrauen Anzug trug, wie er bei Büroangestellten üblich war.

Die Kugel war ihm präzise über der Nasenwurzel in die Stirn gedrungen. Damit nicht genug, lag in seiner verkrümmten rechten Hand ein Klappmesser mit geöffneter schmaler Klinge, etwa von der Größe eines Stiletts.

Lassiter sah die Frau verblüfft an. Sie musste über außergewöhnliche Fähigkeiten verfügen. Sie hatte leuchtend blaue Augen, die ihn mit deutlichem Interesse musterten. Ihr blondes Haar hatte sie in lockeren bauschigen Wogen zurückgesteckt; wenn sie es offen trug, reichte es ihr vermutlich bis weit über die Schultern. Die Jacke ihres Kostüms war um Handspannenlänge geöffnet und gab den Blick frei auf eine Handtasche aus Goldbrokat, eine elfenbeinfarbene Bluse und ein Dekolletee, das die Wölbungen ihrer Brüste zu einem herausfordernd großen Teil freigab.

Der Kerl, den sie erschossen hatte, war so ungeniert gewesen, nach dieser Verlockung greifen zu wollen. So hatte es für Lassiter am Fenster seines Hotelzimmers ausgesehen. Wieso aber lag jetzt ein Messer in der Hand des Mannes. Möglich, dass er es im Ärmel verborgen hatte wie ein Pokerspieler seinen Derringer. Aber eine plausible Erklärung war es für Lassiter nicht.

Die Handtasche der blonden Lady schwebte auf seltsame Weise zwischen ihren Händen. Bei genauem Hinsehen stellte der Mann der Brigade Sieben fest, dass es sich um eine Art Futteral handelte, das offenbar vorn rechts in Taillenhöhe an dem Gürtel befestigt war, der gleichzeitig ihren Rock trug.

Während Lassiter und die Lady sich noch gegenseitig betrachteten, kam Hufschlag auf, der sich von rechts näherte. Aus den Augenwinkeln heraus sah Lassiter, dass es sich um Town Marshal Gregory Hines handelte, den er bereits kennengelernt hat. Hines war groß und hager, beinahe dünn. Der Rappwallach, den er ritt, wirkte klein unter ihm, obwohl es sich um ein kräftiges Pferd durchschnittlicher Größe handelte.

Lassiter machte einen Schritt auf die Lady zu, stellte sich vor und zeigte auf den Toten. »Sie kannten den Mann, vermute ich.«

Sie lächelte kühl. »Gibt es einen Grund dafür, dass ich Ihnen die Frage beantworten müsste?«

Lassiter deutete die Mainstreet hinunter. »Ein Grund ist unterwegs. Der Town Marshal. Ein weiterer Grund bin ich selbst. Ich bin Ihr Zeuge, Madam.«

Sie hob die Brauen, und in ihren großen blauen Augen zeigte sich erhöhtes Interesse. »Das heißt, Sie haben mich beobachtet? Aus dem Hotel heraus?«

Der große Mann lächelte. »Sie müssten es doch gewohnt sein, dass man Ihnen erhöhte Aufmerksamkeit widmet.«

»Da kann ich nicht widersprechen.« Sie erwiderte sein Lächeln. »Und was haben Sie gesehen?«

»Eine schöne Frau, bei der man sich fragt, was sie in eine Provinzstadt wie Wichita Falls verschlägt.«

»Danke für das Kompliment«, erwiderte sie mit einem tiefen Augenaufschlag. »Abgesehen davon habe ich das Gefühl, dass Sie ein Mann sind, der zu viele Fragen stellt.«

»Dann fangen wir am besten noch mal von vorne an, bevor der Marshal kommt.« Abermals zeigte er auf den Toten. »Kannten Sie den Mann?«

»Ja. Sein Name ist Theo Swanson.«

»Dann stammen Sie von hier, aus Wichita Falls?«

»Nein.« Die blonde Lady schüttelte den Kopf, dass ihr Haar seidige Reflexe in der Sonne erzeugte. »Aber ich kenne all die Bastarde, die hier ihr Unwesen treiben.«

***

Der Marshal zügelte sein Pferd vor dem Vierergespann, schwang sich aus dem Sattel und stelzte unter das Vordach. Allem Anschein nach war der Kern der Nachricht bereits bis zu ihm vorgedrungen. Deshalb kam er sofort zur Sache, als er auf die Lady zutrat.

»Sie haben den Mann erschossen, Ma’am?«

»Ja, Sir«, antwortete sie. »In Notwehr.«

»Das kann ich bestätigen«, sagte Lassiter.

Die Lady warf ihm einen erstaunten und zugleich dankbaren Seitenblick zu.

»Mhm«, brummte der dünne Sternträger. Er war fast genauso groß wie Lassiter. Die beiden Männer kannten sich bereits. Lassiter hatte dem Marshal’s Office gleich nach seinem Eintreffen einen Besuch abgestattet. Hines streifte den Toten mit einem Blick und sah dann wieder die attraktive Blondine an. »Bitte nennen Sie mir Ihren Namen, Ma’am.«

»Verena Nichols.«

»Dann sind Sie …«, sagte er überrascht, ohne den Satz zu vollenden.

»Ja, Sir. Ich bin Anthonys kleine Schwester. Er war zwei Jahre älter als ich.«

Hines zog den Stetson vom Kopf und deutete eine Verbeugung an. »Erlauben Sie mir, Ma’am, Ihnen mein aufrichtiges Beileid auszusprechen. Der Tod Ihres Bruders hat alle hier in der Stadt sehr betroffen gemacht. Er war so unglaublich erfolgreich als Zeitungsverleger und Journalist, und dann so aus dem Leben gerissen zu werden – mitten aus seiner wichtigsten Schaffensperiode –, nun, das ist schon mehr als tragisch.«

Lassiter hörte aufmerksam zu. Verena Nichols würde ihm eine Menge zu erzählen haben, falls sie mit ihm ins Gespräch kommen sollte. Aber erst einmal hing alles davon ab, ob der Marshal ihr die Notwehrversion abkaufte. Falls nicht, und falls er den zuständigen Richter davon überzeugte, dass er es mit einem Fall von Mord oder Totschlag zu tun hatte, würde Verena ihren Aufenthalt in Wichita Falls in einer Gefängniszelle verbringen und nicht in einem der komfortablen Zimmer des Hotels »Four Seasons«.

Marshal Hines räusperte sich und setzte seinen Hut wieder auf. »All right, Miss Nichols. Sie sind mit der Postkutsche gekommen, nehme ich an.«

»Ja, das ist richtig.«

»Von wo?«

»Aus New Orleans. Mit einigen Zwischenstationen natürlich.«

»Und New Orleans ist Ihr – hm, regulärer Aufenthaltsort?«

»So ist es.« Verena schürzte die Lippen. »Und da ich Ihre nächsten Fragen ahne, beantworte ich sie gleich im Voraus. Ich bin Geschäftsfrau. Ich betreibe in New Orleans ein Hotel, ein Restaurant und ein Theater für Variété-Shows. Das Ganze ist in einem großen Haus untergebracht, das den Namen »Maison Lafayette« trägt.«

Hines, dessen Gesicht so schmal war wie seine ganze Erscheinung, nickte und zog beeindruckt die Mundwinkel nach unten. Der Rezeptionsangestellte erschien unter dem Vordach, machte den Marshal auf sich aufmerksam und erkundigte sich mit Gesten, ob die Koffer hereingebracht werden konnten. Hines gab seine Zustimmung mit einem Handzeichen, worauf der Angestellte die beiden Träger losschickte. Eilends begannen sie, die schweren Reisekoffer ins Hotel zu schleppen.

Aus der Lobby erschienen die drei Männer, die mit Verena Nichols in der Stage Coach angereist waren. Gelassen schlenderten sie unter das Vordach und setzten sich auf eine Bank, die rechts vom Eingang stand. Dabei sahen sie aus wie Zuschauer einer Bühnen-Show, die nach der Pause auf die Fortsetzung warteten.

Marshal Hines musterte die Männer stirnrunzelnd. »Wer sind die Gentlemen?«, fragte er die blonde Lady.

»Sozusagen meine Mitbringsel«, antwortete Verena. »Sie haben sich mir angeschlossen, obwohl ich sie nicht dazu eingeladen habe.«

»Wurden oder werden Sie von ihnen belästigt?«

»Wo denken Sie hin!«, rief Verena. »Die Gentlemen sind Stammgäste in meinem Haus in New Orleans. Wir sind gewissermaßen gute Freunde. Sie wollten mich unbedingt begleiten, um mich zu beschützen. In Wirklichkeit, so glaube ich, hoffen sie, an dem Geschäft teilhaben zu können, das ich hier in Wichita Falls wohl übernehmen muss.«

»Das heißt, Sie werden länger bleiben?«

»Auf jeden Fall, Sir. Ich verfüge in New Orleans eine hochqualifizierte und zuverlässige Geschäftsführerin. Mein Unternehmen ist dort also in den besten Händen, und ich bin somit in der Lage, in dieser Stadt fortzuführen, was mein Bruder aufgebaut hat. Ich werde sein Andenken in Ehren halten und zu dem machen, was er sich vorgestellt hat.«

»Ein nobles Ziel«, sagte Hines. »Die Stadt wird es Ihnen danken.« Er wandte sich nur kurz um, als zwei weitere Reiter eintrafen. »Meine Deputies«, erklärte er. »Sie werden sich um die Zeugenaussagen kümmern und auch die Personalien Ihrer Begleiter aus New Orleans aufnehmen.« Er wandte sich an den Mann der Brigade Sieben. »Würden Sie Miss Nichols zu meinem Office begleiten, Lassiter? Dort haben wir die nötige Diskretion, um die Protokolle aufzusetzen.«

Lassiter nickte zustimmend und bot Verena seinen Arm an. Bereitwillig hakte sie sich bei ihm ein, und aus ihrem Lächeln und ihrem Seitenblick las er, dass es ihr gefiel, an seiner Seite zu gehen.

Während die Deputies vor dem Hotel absaßen und sich kurz mit dem Marshal besprachen, rollte bereits ein geschlossener schwarzer Kastenwagen herbei, der von einem Rappen gezogen wurde. Der Undertaker, auf dem Kutschbock, trug einen schwarzen Gehrock und einen schwarzen Zylinder.

»Ich habe mich noch nicht vorgestellt«, sagte Lassiter.

»Ich auch nicht«, erwiderte Verena. »Aber der Marshal hat das ja für uns erledigt. Ist Lassiter Ihr Nachname oder Ihr Vorname?«

»Beides.«

»Also Lassiter Lassiter?« Sie sah ihn von der Seite an, und der Schalk blitzte in ihren Augen.

Er grinste zurück. »Einmal genügt.«

»Verstanden. Bei mir geht es noch auf die altmodische Weise. Sie erhalten hiermit die Erlaubnis, mich Verena zu nennen.«

Marshal Hines überholte sie zu Pferde und tippte an seine Hutkrempe. Lassiter und seine Begleiterin nickten ihm zu. Blicke folgten ihnen, denn viele Menschen harrten noch vor den Häusern aus, um nichts von dem Geschehen beim Hotel »Four Seasons« zu verpassen.

»Erklären Sie mir kurz, was ich beobachtet habe«, bat Lassiter. »Mein Hotelzimmer ist im ersten Stock. Wegen des Vordachs habe ich den Mann – Swanson – erst gesehen, als er auf Sie losging.«

»Ein unverschämter Lümmel«, erwiderte Verena. »So, wie es für Sie den Anschein hatte, kam er schnurstracks auf mich zu und wollte mir an den Busen greifen.«

»Ja, stimmt genau. Exakt so sah es aus.«

»Wie der Schein doch manchmal trügt, nicht wahr?« Ein geheimnisvolles Lächeln umspielte Verenas Mundwinkel. »Ich nehme an, er hat das Messer absichtlich so gehalten, dass nur ich es sehen konnte. Und diesen Brustgriff hat er vorgetäuscht, damit niemand es für einen Angriff halten konnte.«

»Mir kam es durchaus wie ein Angriff vor. Aber Mister Swanson hat wahrscheinlich nicht bedacht, dass er aus der Vogelperspektive beobachtet werden würde.« Lassiter sah die blonde Lady mit verschwörerischer Miene an. »Ich bin Ihr Zeuge. Darauf können Sie sich verlassen, weil ich sicher bin, dass Sie einen verdammt guten Grund hatten, diesen Mann zu töten. Aber nur unter uns – wie haben Sie das mit dem Messer und dem Revolver hingekriegt? Sind Sie eine Zauberkünstlerin?«

Sie lachte. »Die Antwort, die ich Ihnen jetzt gebe, habe ich Ihnen nie gegeben. Habe ich Ihr Wort darauf?«

»Ja«, erwiderte er nur.

Sie nickte dankbar. »Wissen Sie, als Geschäftsfrau in einer Männerwelt wie New Orleans muss man ein paar Tricks draufhaben, sonst geht man unter. Nennen Sie sie Taschenspielertricks oder Zauberkunststücke – egal, es kommt darauf an, sich einen Vorteil zu verschaffen, um gegen brutale Bastarde wie Swanson bestehen zu können.«

»All right, ich habe Ihre Antwort nicht gehört. Was wollte er also von Ihnen?«

Verena stieß einen verächtlichen Laut aus. »Er wollte mir alles sagen, was ich über den Tod meines Bruders wissen will. Welche Gegenleistung er dafür verlangte, können Sie sich vorstellen. Deshalb dachte er wohl, er hätte ein Recht darauf, schon mal im Voraus handgreiflich zu werden.«

Lassiter sah sie nachdenklich an. »Und Sie kennen die Leute hier durch Ihren Bruder, nehme ich an. Haben Sie ihn besucht, sich Briefe geschrieben?

»Das auch.

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