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Lassiter - Folge 2166

Inhalt

  1. Cover
  2. Impressum
  3. Lassiter und die rote Korsarin
  4. Vorschau

Lassiter und die rote Korsarin

In der Schwärze der Nacht war der schmale Wasserlauf des Buffalo Bayou kaum zu erkennen. Die Maschinen der Sam Houston liefen auf halber Kraft und trieben den Schaufelraddampfer mit mäßiger Geschwindigkeit vorwärts.

»Scheint ’ne ruhige Nacht zu sein«, sagte Kapitän Greg Jefferson zu seinem Lotsen Buck Winfield. Die Männer standen gemeinsam hinter dem mannshohen Steuerrad. »Noch eine halbe Meile bis Clinton.«

»Verdammter Fluss«, brummte Winfield und kniff die Lippen zusammen. »Man kann nie wissen, ob er hinter der nächsten Biegung nicht ’ne Teufelei bereithält.«

Der Kapitän sah mit starrem Gesicht in die Dunkelheit hinaus. Er wusste vom Schicksal der Henry A. Jones, die am Valentinstag um kurz nach fünf Uhr morgens ein paar Meilen nördlich von Red Fish Bar abgebrannt war. Und er wusste von dem Fluch, der auf den Schiffen der Morgan Steamship Company lastete …

Hinter der Mündung des Brays Bayou bog der Fluss scharf nach Südosten ab, wodurch die Sam Houston zu langsamer Fahrt gezwungen war. Die beiden stählernen Schornsteine des Flussdampfers schoben sich gemächlich zwischen den Eichen und Magnolienbäumen hindurch und stießen dunklen Qualm in die mondhelle Nacht hinaus. Als das Rattern des Schaufelrads am Heck des Schiffs deutlich zu vernehmen war, gab Judy Bates den vier Männern, die bei ihr waren, ein Handzeichen.

»Sobald die Falle zuschnappt, legen wir los!«, sagte die rothaarige Texanerin und zog sich das Halstuch über Mund und Nase. Sie bahnte sich einen Weg durchs Unterholz und blickte aufmerksam auf den Fluss hinaus. »Sie scheinen keinen Verdacht zu schöpfen!«

Der Mann, der ihr folgte, war von kräftigem Wuchs und trug einen abgewetzten Lederhut. Er hatte eine verölte 1866er Winchester und einen Bootshaken bei sich, an dem ein zwanzig Fuß langes Seil hing. Seine untere Gesichtspartie war ebenso von einem Tuch verhüllt.

»Ahnungslos wie ’ne Horde Streifenhörnchen sind sie!«, sagte Warren Spotts und lachte leise. »Sie werden sich schön wundern, wenn sie gleich durchgeschüttelt werden!«

Er richtete die Augen auf die Treibholzbarriere, die er und seine Männer in den Abendstunden aufgeschichtet hatten. Der Wall aus vermoderten Balken und Brettern war fast acht Fuß hoch und reichte bis zu den sandigen Uferbänken auf der anderen Flussseite.

Die Sam Houston konnte diesem Hindernis nicht entkommen.

»Seid ihr fertig?«, zischte Judy, als der flache Bug des Flussdampfers in Sichtweite kam. »Prüft eure Bleispritzen!«

Die Männer nahmen ihre Karabiner und Gewehre von den Schultern und sahen nach den Patronen in den Magazinen. Als sie sicher waren, dass alles seine Ordnung hatte, gingen sie hinter ihrer rothaarigen Anführerin in Deckung.

Allmählich glitt die Sam Houston auf sie zu.

Der Schaufelraddampfer mit seinem hoch aufragenden Bootshaus war hell erleuchtet. Auf dem unteren Deck stapelten sich zweihundert Ballen Baumwolle, wie Judy es in der gestohlenen Frachtliste gelesen hatte. Mit dem bewaffneten Matrosen auf dem Hurrikandeck würden sie es spielend aufnehmen können.

»Vorwärts!«, rief die Texanerin und watete durch das Schilfrohr ins Wasser. »Gleich ist es soweit!«

Zur selben Zeit läutete die Deckglocke auf dem Flussschiff. Die Rufe der Bootsleute überschlugen sich und ließen den Schluss zu, dass man das Treibholz erspäht hatte.

Einen Augenblick später lief der Bug der Sam Houston knirschend auf die Balken.

Der massige Kiel des Flussbootes zermalmte das Holz und kam mit einem Ruck zum Stehen. Aus den Passagierkajüten war aufgeregtes Geschrei zu hören.

»Auf geht’s!«, juchzte Judy Bates mit einem Grinsen. Sie eilte an Warren Spotts Seite auf das gestrandete Dampfschiff zu und schwang sich am Seil des Bootshakens an Bord. Auf dem Deck feuerte sie das Gewehr ab und legte auf den Kapitän im Bootshaus an. »Keiner rührt sich vom Fleck! Komm raus, Jefferson! Du weißt, was gespielt wird!«

In der Zwischenzeit hatte Spotts eine Fackel entzündet und leuchtete mit ihr das Vordeck ab. Als er einen jungen Matrosen entdeckte, richtete er mit der freien Hand den Karabiner auf ihn.

»Macht besser, was sie euch sagt!«, herrschte er den verängstigten Jungen an. »Mit der roten Korsarin ist nicht zu scherzen!«

Der Matrose erstarrte und schaute zu Kapitän Greg Jefferson hinauf. Der Kommandant der Sam Houston trat ruhig aus dem Bootshaus.

»Was wollt ihr?«, fragte er in schneidendem Ton. »Auf der Sam Houston sind keine Reichtümer zu finden.«

Judy sprang auf einen Baumwollballen und stemmte die Arme in die Seiten. Sie reckte stolz das Kinn und warf einen abfälligen Blick auf die Passagiere, die mit Decken um die Schultern aus ihren Kajüten gekommen waren.

»Als ob du nicht wüsstest, was wir wollen, Jefferson!«, gab die Rothaarige höhnisch zurück. »Übergib uns die Tageskasse und den Schmuck der Fahrgäste! Dann kannst du den Kahn wieder flottmachen!«

»Einen Teufel werd’ ich!«, schallte Jeffersons Stimme über das Deck zurück. »Flusspiraten wie ihr gehören an den Galgen! Schert euch von meinem Schiff herunter!«

Unter den versammelten Passagieren breitete sich erstauntes Raunen aus. Die Männer und Frauen traten von der Reling zurück und debattierten halblaut, wie man sich zu verhalten hätte.

Als die Gespräche anschwollen, riss Judy der Geduldsfaden. Die Texanerin war nicht gekommen, um sich das leere Geschwätz reicher Houstoner anzuhören. Sie wechselte einen Blick mit Spotts und machte einen Satz auf den benachbarten Baumwollballen.

»Überleg dir gut, ob du den Helden spielst, Jefferson!«, rief sie warnend zum Bootshaus hinauf. »Eure verdammte Baumwolle brennt wie Zunder!«

Abermals ging ein erschrockenes Raunen durch die Menge der Fahrgäste. Einer der Männer nannte den Namen der Henry A. Jones, die bei Nacht in der Galveston Bay abgebrannt war und dreiundzwanzig Seelen mit in den Tod genommen hatte. Wäre die Charles Fowler nicht zu Hilfe gekommen und hätte die Überlebenden nach Galveston gebracht, wäre das Flussschiff zum feuchten Grab für über vierzig Menschen geworden.

»Wir geben ihnen unseren Schmuck, Käpt’n!«, rief ein junger Ehemann daraufhin. Er lehnte sich über die Reling und sah zu Jefferson hinauf. »Hören Sie, Mr. Jefferson? Die Kerle sollen unseren Schmuck bekommen! Die Barschaft ebenfalls!« Er richtete die Augen nervös auf die Angreifer. »Wir … wir wollen nicht auf dem Buffalo Bayou sterben!«

Die übrigen Passagiere bekundeten mit energischem Kopfnicken, dass sie ebenfalls einverstanden waren. Der Lotse neben Jefferson zog den Kapitän zur Seite und sprach auf ihn ein.

Judy ließ sich Spotts’ Fackel reichen und schwenkte sie über den Baumwollballen. Sie ahnte, dass sich Jefferson nicht gegen den Willen seiner Fahrgäste entscheiden würde.

»In Gottes Namen, nehmt die verdammte Kasse und den Schmuck!«, räumte der Kapitän seine Niederlage wenig später ein. Er nahm den Kassenschlüssel vom Hals und gab ihn seinem Bootsmann. »Bedient euch und fürchtet die Rache Gottes, wie ihr meine zu fürchten habt!«

»Die Rache Gottes trifft stets den Sünder!«, erwiderte Judy und schickte ihre Männer nach vorn. »Die Morgan Steamship Company muss sie eher fürchten als wir!«

***

Die beiden Frauen, die am Landungssteg von Houston auf ihre Begleiter warteten, leuchteten in ihren scharlachroten Reisekleidern wie zwei Mohnblumen am Feldrand. Sie hatten Lassiter neugierige Blicke zugeworfen, sich jedoch dem Fluss und dem Schiffsverkehr zugewandt, als der Mann der Brigade Sieben den Augenkontakt nicht erwidert hatte. Nun standen sie gelangweilt an einem Anlegepfosten und plauderten über die jüngste Wochenschrift des Commodore Wilson, die ihnen vorab zugestellt worden war.

»Der Commodore ist ein feiner Herr«, sagte die eine, als Lassiter an ihnen vorüberschritt. »Ein Mann von Manieren, der sich um das politische Schicksal von Houston sorgt. Es kann nicht angehen, dass der gesamte Baumwollhandel auf die Schiene geht.«

»Wie wahr, Teuerste!«, entgegnete die andere und sah irritiert auf den großen Blonden, der mit zufriedener Miene das Geschehen auf dem Fluss beobachtete. »Die Morgan Steamship ist eine Schande für die ganze Gegend. Haben Sie von der Kette gehört, die man bei Morgan’s Point gezogen hat? Eine Kette der Schande nenne ich sie!«

»Die Kette am Kanal?«, war erneut die Erste zu hören. »Kein Schiff darf nach Clinton hinauffahren, das nicht an die Morgan Steamship bezahlt hat. Da hätte man auch gleich bei den Wuchertarifen der Galveston Wharf Company bleiben können.« Sie reckte den Arm und winkte nach Lassiter. »Sir? Sir, hören Sie? Lauschen Sie uns?«

Lassiter lächelte und wandte sich zu den beiden Frauen um. Er tippte sich an den Hut und nickte grüßend.

»Keineswegs, Ma’am«, antwortete er. »Aber Sie sprechen so laut, dass ich nicht umhin kam, Ihrer Unterhaltung zu folgen.«

Die ältere der beiden Frauen lachte schrill und kam auf Lassiter zu. Sie mochte Mitte zwanzig sein und bot mit ihrem eingeschnürten Dekolleté und den hochgesteckten Haaren einen verführerischen Anblick. »Bei jedem anderen Mann hätte ich es als Affront begriffen, Sir. Woher stammen Sie?«

»St. Louis«, sagte Lassiter. »Ich sehe mir die Schiffswerften am Buffalo Bayou an.«

»Sehr erfreut«, sagte sein Gegenüber und machte einen weiteren Schritt auf ihn zu. »Wie ich sehe, werden Sie erwartet. Es würde mich aber freuen, Ihre Bekanntschaft zu schließen.«

Verdutzt hob Lassiter die Brauen. Er blickte sich um und entdeckte den Grund für die Bemerkung der Fremden. Einige Schritte von ihm entfernt hatte sich sein Mittelsmann Richard Clayton eingefunden, mit dem er für fünf Uhr verabredet war. Clayton äugte nervös zu ihm hinüber und drehte den Zylinder in der Hand.

»Sie finden mich im Buffalo Eye, Ma’am«, meinte Lassiter und lächelte. »Es würde mich freuen, Sie wiederzusehen.«

Er verabschiedete sich und wartete, bis sich die beiden Frauen ein Stück entfernt hatten. Clayton trat ungeduldig auf ihn zu.

»Lassiter?«, erkundigte er sich. »Ich bin Richard Clayton. Sie und ich haben vor zwei Tagen telegrafiert.«

Mit seinen pomadisierten Haaren und dem schmalen Schnurrbart wirkte Clayton kein Jahr jünger als die vierzig Lenze, von denen Lassiter im Telegramm aus Washington gelesen hatte. Ohne Zweifel hatte Clayton auch die zwanzigjährige Laufbahn in der Handelskammer von Houston hinter sich, von der ebenfalls die Rede gewesen war.

»Ganz recht«, gab Lassiter zur Antwort und betrachtete den Beamten von der Seite. »Die Brigade Sieben hat einen Auftrag für mich.«

Clayton starrte auf den Fluss hinunter und kämpfte vergeblich gegen seine zuckenden Mundwinkel an. Er sammelte sich einen Moment lang und wandte den Blick zu Lassiter.

»Der Auftrag ist von größter Bedeutung für die Stadt Houston«, erklärte er und schwieg für einen Moment. »Die beiden mächtigsten Schifffahrtsgesellschaften sind betroffen, die Morgan Steamship Company und die Galveston Wharf Company. Sie werden in ein Wespennest stechen, sobald Sie Nachforschungen anstellen.«

»Wäre nicht das erste Mal«, brummte Lassiter und blickte auf das Dampfschiff, das allmählich um die Biegung des Buffalo Bayou kam. »Geht es um den Fluss?«

»Um die Verschiffung der Baumwolle nach Louisiana«, sagte Clayton. »Der Handel ist über Jahrzehnte hinweg durch die Galveston Wharf Company abgewickelt worden. Die Gesellschaft hält den einzigen Zugang zum Golf von Mexiko. In den vergangenen Jahren sind die Transportzölle für einen Baumwollballen jedoch so gestiegen, dass Schifffahrtsgesellschaften wie die Morgan Steamship Company beschlossen haben, sich eigene Wasserwege anzulegen.«

»Man hat Kanäle gegraben.«

»So ist es«, stimmte Clayton mit einem Nicken zu. »Die Morgan Steamship Company hat vor einigen Monaten einen Kanal eingeweiht, der von der Mündung des Sims Bayou bis zu Morgan’s Point in der San Jacinto Bay führt. Nun verlangt sie Zölle, die den Zollpreisen der Galveston Wharf Company in nichts nachstehen.«

»Houston hat den Teufel mit Beelzebub ausgetrieben«, seufzte Lassiter und behielt weiter das Flussschiff im Blick. »Und jetzt mischt sich Washington ein?«

»Das Justizministerium ist äußerst besorgt über die Entwicklungen in Texas«, fuhr Clayton fort. »Auf die Schiffe der Morgan Steamship Company sind mehrere Überfälle verübt worden, für die Charles Morgan die Galveston Wharf Company verantwortlich macht. In Washington fürchtet man, dass Texas in Sachen Baumwolle auf einem Pulverfass sitzt.«

Der Flussdampfer war längsseits gegangen und machte am Anlegesteg fest. Aus den hohen Schornsteinen des Dampfschiffes stieg schwarzer Rauch auf.

Clayton deutete auf den Bug des Schaufelraddampfers. »Die Sam Houston ist ein gutes Beispiel. Sie ist vor zwei Wochen überfallen worden, irgendwo am Unterlauf des Buffalo Bayou. Der Kapitän befahl, den Flussbanditen die Tageskasse und die Wertgegenstände der Passagiere zu überlassen.«

»Hat man nach den Banditen gesucht?«, fragte Lassiter. Er folgte mit den Augen den beiden Matrosen, die den Bootssteg ausklappten. »Sind sie gefasst worden?«

»Drei Tage hat man nach der Bande gesucht«, antwortete Clayton und presste die Lippen aufeinander. »Genauso gut könnten Sie nach einem bunten Barsch im Buffalo Bayou suchen. Die Kerle sind gerissen und haben die Rückendeckung der Bevölkerung.« Er legte die Stirn in Falten. »Es wird Ihre Aufgabe sein, die Piraten zu finden.«

Die Sam Houston gab ein Signal mit dem Nebelhorn von sich und hüllte sich in weißen Wasserdampf. Die beiden Frauen, die mit Lassiter gesprochen hatten, sprangen vor Freude am Bootssteg auf und ab.

»Wie viele Tage bleiben mir für den Auftrag?«, erkundigte sich Lassiter mit gedrückter Stimme.

»Nicht mehr als eine Woche«, kam Claytons Antwort prompt. »Dann wird die Baumwollbörse einen vorläufigen Handelsstopp verhängen, um die Vorwürfe zu klären. Das Baumwollgeschäft mit Louisiana käme vollständig zum Erliegen.«

Ein spitzer Aufschrei von der Sam Houston verriet, dass die beiden Frauen auf ihre Begleiter getroffen waren. Lassiter spähte nach den beiden roten Röcken, die im Dampf verschwunden waren.

»Verstanden«, sagte er. »Ich schicke Ihnen einen Kurier, sobald ich etwas in der Hand habe.«

***

Der nächtliche Regen hatte dunkelgrüne Schlieren auf dem moosbewachsenen Kajütenfenster hinterlassen. Das Wasser war von der verrosteten Einfassung getropft, hatte ein Rinnsal gebildet und die dünne Moosschicht heruntergewaschen. Die Magnolienbäume am Flussufer waren nun deutlicher und klarer auszumachen.

Jack Bates legte einen Finger an die Scheibe und hustete heiser.

Er hatte die Nacht hungrig in einer Ecke der Kabine verbracht und dem trommelnden Regen gelauscht. Gegen fünf Uhr in der Frühe war er aufgestanden und hatte sein letztes Brot gegessen. Die Männer von der Werft hatten schon vor zwei Tagen versprochen, ihm frischen Proviant zu bringen.

Doch wen kümmerte sein Schicksal schon?

Seit vier Monaten saß Bates in diesem alten Flussdampfer fest, der auf einer Halbinsel sieben Meilen südlich von Houston auf Grund gelaufen war. Die Türen waren vernietet, die Fenster mit Brettern verschlagen, der Efeu rankte bis zum obersten Deck. Keine Menschenseele verirrte sich in diesen unwirtlichen Abschnitt des Buffalo Bayou.

Die Männer von Charles Morgan waren die Ausnahme.

Sie kamen meist am Donnerstag oder Freitag von den Werften in Clinton und brachten ihm Brot, Dörrfleisch und Wasser. An manchen Tagen schlugen sie Bates, an anderen setzten sie sich zu ihm und packten das Banjo aus. Sie waren so unberechenbar wie die Gewitterfronten, die von der Galveston Bay her aufzogen.

Und manchmal kam Charles Morgan mit ihnen.

Der Eigentümer der Morgan Steamship Company war stets ruhig und höflich und setzte sich abseits der Werftarbeiter. Er starrte Bates an und schüttelte mit dem Kopf, sowie er begriff, wie ausgemergelt sein früherer Cheflotse war.

»Du könntest es viel einfacher haben, Jack«, pflegte Morgan in solchen Situationen zu sagen. »Ich müsste dich nicht gefangen halten, wenn du mir erzählen würdest, wo du die Dokumente versteckt hast.«

Was für ein Hohn!

Bates stand auf und humpelte zur Tür seiner Kabine, die von außen mit einem Riegel verschlossen war. Vom einstigen Mobiliar der Passagierkajüte war lediglich die Liege geblieben, auf der man mehr schlecht als recht schlief. Das Holz war morsch und roch faulig wie der Fluss nach einem langen Regen.

Nie würde Morgan von dem Versteck erfahren!

Der einstige Oberlotse der Morgan Steamship Company

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