Logo weiterlesen.de
Lassiter - Folge 2163

Inhalt

  1. Cover
  2. Impressum
  3. Lassiter und der Schatz des Trappers
  4. Vorschau

Lassiter und der Schatz des Trappers

Bill Shannon kämpfte sich den steilen Hang zum Plateau hinauf, band sein Pferd an eine Hemlocktanne und setzte sich auf den harten Boden. Er atmete schwer, während er sich den Schweiß aus dem wettergegerbtem Gesicht wischte. Von den Black Hills strich ein heißer Wind herüber. Shannon nahm seinen Trapperhut vom Kopf und fächelte sich Luft zu. Lange betrachtete er die Schlucht, die zu seinen Füßen lag. Sie war auf seiner Karte nicht vermerkt. Je länger Shannon in die Tiefe starrte, desto unbehaglicher wurde ihm. Es war, als wenn dort unten etwas Böses schlummerte, das auf keinen Fall geweckt werden durfte. Vielleicht war doch was dran an den Schauergeschichten, die der alte Cheyenne über das Tal der Geister erzählt hatte. Beim Reden hatte der Indsman mit den Augen gerollt, dass einem himmelangst werden konnte.

Shannon spürte, wie er eine Gänsehaut bekam.

»Hol’s der Henker!«, keuchte er.

Beim Klang seiner Stimme fuhr er zusammen. Sie hörte sich fremd an, wie die Stimme eines Mannes, den er nicht kannte. Er räusperte sich mehrmals, dann schob er sich den Hut auf den Kopf.

Über der rauen Berglandschaft spannte sich der strahlend blaue Dakota-Himmel. Die Sonne glänzte rot wie ein Feuerball. Immer wieder schlug Shannon ein heißer Luftzug ins Gesicht. Er sehnte den kühlen Abend herbei.

Bonnie, seine Fuchsstute, wieherte. Der Ritt auf das Plateau war eine Strapaze gewesen. Das Tier hatte Durst. Seit Stunden war es nicht getränkt worden.

»Schon gut, altes Mädchen«, raunte Shannon. »Hab’s kapiert. Ich spendiere uns einen Drink.«

Kraftvoll stemmte er sich in die Höhe. Beim Sitzen war ihm der linke Fuß eingeschlafen, und er konnte das Bein nur vorsichtig aufsetzen. Es fühlte sich an, als wäre er bis zur Hüfte gelähmt. Jedes Mal, sobald er auftrat, zog ihm ein stechender Schmerz durch das Bein.

Er ignorierte das Ziehen und humpelte zu Bonnie.

Die Stute drehte den Hals nach ihm, scharrte mit den Hufen und schnaubte laut. Dazu bewegte sie hektisch die Ohren.

»Durst ist schlimmer als Heimweh, was?« Sacht klopfte er Bonnies Kruppe.

Zu seiner Verwunderung riss das Tier den Kopf hoch und scharrte mit dem Vorderhuf.

»He, Bonnie!« Shannon packte das Sattelhorn und hielt sich fest. »Was soll das Theater? Du weißt genau, wie sehr ich solche Allüren hasse! Also! Benimm dich gefälligst anständig!«

Das Pferd zerrte an den Zügeln, als hätte man ihm Narrenkraut ins Futter gemischt. Shannon hatte seine liebe Not, Bonnie in Schach zu halten. Erst nachdem er ihr ein paar Zärtlichkeiten ins Ohr geflüstert hatte, legte sich ihre Erregung.

Shannon wandte sich dem Reisesack zu, neben dem die großen, vollen Wasserflaschen hingen. Er löste gerade einen Riemen, da blitzte es am Rand seines Gesichtsfeldes plötzlich auf.

»Was, zum Teufel …?« Shannon riss den Kopf herum. Ein Wetterleuchten? Ein Blitz am heiteren Himmel? Nein, das schied aus. Das Funkeln einer Waffe? Schon eher möglich. Anscheinend war er nicht der einzige Mensch auf dem Plateau. War Bonnie deshalb so unruhig? Pirschte sich ein Indianer an?

Shannon zog seinen großkalibrigen Revolver aus dem Futteral und spannte den Schlaghammer. Er hielt den Atem an, während er nach allen Seiten Ausschau hielt.

Nichts zu sehen. Friedlich nickten die Kiefern und Tannen mit ihren Zweigen. Ein Greifvogel kreiste hoch über einer steil aufragenden Felsnadel, die einem warnend ausgestreckten Zeigefinger ähnelte. Der Wind ließ das Laub in dem nahe gelegenen Buschwerk rascheln. Hinter den südlichen Hügeln jaulte ein einsamer Präriewolf. Shannon warf einen Blick über den gezackten Felsrand. Unten im Tal war es still wie in der Krypta einer Kirche.

Shannon wartete.

Die Zeit verstrich, ohne dass etwas geschah.

Allmählich wich seine Anspannung. Mit einem Stoßseufzer ließ er den schussbereiten Revolver sinken. Er verscheuchte eine fette Fliege, die ihn umschwirrte, rieb sich ein paar Körner Sand aus den Augen und schüttelte dann resignierend den Kopf.

In dem Augenblick, als er sich Bonnie zuwandte, blitzte es zum zweiten Mal auf.

***

»Sapperlot!« Die Hand auf dem Revolvergriff, kniff Shannon die Augen zusammen.

Diesmal hatte er genau gesehen, von wo der Lichtreflex kam. Ein vorwitziger Sonnenstrahl hatte eine Stelle im untersten Bereich der Felsnadel getroffen.

Ohne zu zögern, stapfte Shannon auf das Steingebilde zu. Unter seinen Füßen knirschte der Sand auf den Felsen. Bonnie wieherte, als wolle sie ihn vor einer Gefahr warnen, die seinen Sinnen verborgen blieb.

Shannon blickte sich nicht um. Während er auf den Felsen zuschritt, hatte er seine Schusshand auf das Holster gelegt.

Ein paar Yards vor der Felsnadel blieb er stehen. Seine Augen suchten die Stelle, an der sich das Licht widergespiegelt hatte.

Rasch hatte er sie gefunden. Er trat ganz nah an die Säule heran, berührte das Gestein und entdeckte eine Spalte, in der eine grünliche Glasscherbe steckte.

Shannon war enttäuscht. »Ein gottverdammter Splitter«, murmelte er.

Er zog einem Beutel Tabak aus seiner Jackentasche und drehte sich eine Zigarette. An seiner Gürtelschnalle strich er das Zündholz an, gab sich Feuer und nahm einen tiefen Lungenzug.

Bonnie scharrte mit den Hufen. Sie hatte Durst und wollte, dass er sie tränkte. Shannon achtete nicht auf sie. Er war ins Grübeln verfallen.

Mittlerweile fand er seine Idee, in den abgelegenen Canyon zu reiten, nicht mehr so gut wie am Anfang. Den Bauch voll Whiskey, hatte er seinen Mund ganz schön voll genommen. Er hatte dem alten Cheyenne und den anderen Typen im Saloon erklärt, dass er im Tal der Geister nach dem Rechten sehen wolle. Wenn es dort tatsächlich böse Geister gäbe, würde er sie finden und ihnen gehörig den Marsch blasen. Der Indianer hatte ihn beschworen, keine schlafenden Hunde zu wecken. Angeblich war noch nie ein Weißer ungerupft aus dem Tal zurückgekehrt.

Er, Shannon, hatte über die Warnungen des Alten nur gelacht. Mit den anwesenden Zechkumpanen hatte er ausgemacht, dass er für ein paar Tage im Canyon campen wolle, und zwar allein. Die Männer glaubten ihm kein Wort. Sie wetteten gegen ihn.

Nur eine einzige Person hatte zu ihm gehalten.

Die Frau war eine Berühmtheit, zumindest westlich des Mississippi. Man nannte sie Calamity Jane, und es gab eine Menge Leute, die Stein und Bein schworen, sie hätte in den Siebzigern eine Liebesaffäre mit dem legendären Gunfighter Wild Bill Hickok gehabt. Calamity Jane hatte hundert Dollar darauf gewettet, dass es ihm gelang, das Geheimnis des Tales zu enträtseln.

Jetzt war er in Zugzwang.

Shannon hatte aufgeraucht. Er ließ die Kippe fallen und trat sie aus.

Bonnie schnaubte wieder. Es klang empört und vorwurfsvoll.

Shannon ging zu ihr.

Auf halbem Weg wurde er auf ein jähes Aufblitzen in der Talsohle aufmerksam. Er schärfte seinen Blick und starrte auf eine Stelle zwischen einem schmalen Bächlein und einer Mulde voller Geröll, die von wild wuchernden Sträuchern beschattet wurde. Auf sonderbare Weise schien das Licht dort unten mit der spiegelnden Scherbe in der Felsnadel in Zusammenhang zu stehen. Eine Laune der Natur.

Shannon blickte hin und her, konnte sich aber keinen Reim darauf machen. Er ärgerte sich, dass er sein Fernglas in Red Springs zurückgelassen hatte. Jetzt hätte er es dringend gebraucht. Er spähte zum Himmel empor. Nur noch zwei, drei Stunden, dann ging die Sonne unter. Wenn er nicht bald ins Tal hinabstieg, müsste er die Nacht auf dem Plateau verbringen.

Shannon gab dem Pferd zu trinken und spähte über den Felsrand hinweg in die Tiefe. Ein Eselhase kam aus einem Busch. Das Tier stellte die Ohren auf, lauschte kurz und bewegte sich dann auf die Mulde zu, wo es im Schatten des Strauchwerks verschwand.

Nachdem Bonnie sich eine kräftige Hafermahlzeit einverleibt hatte, geleitete Shannon sie den schmalen, abschüssigen Pass entlang, den er gleich nach seiner Ankunft auf dem Plateau entdeckt hatte. Der Weg war nicht ungefährlich. An manchen Stellen war er so schmal, dass Mensch und Pferd nicht nebeneinander gehen konnten. Außerdem gab es Abschnitte, die von Erdrutschen verschüttet waren. Zum Glück litt Bonnie nicht an Höhenangst.

Ohne Zwischenfall gelangten sie in den Talkessel.

Hier unten war von dem heißen Wind, der auf den Felsklippen wehte, nichts zu merken. Es war angenehm kühl. Die zerklüfteten Felswände warfen drohende Schatten über den Boden. Das Flüsschen plätscherte vor sich hin.

Bonnie blieb stehen und begann zu saufen, als hätte sie seit Ewigkeiten kein Wasser mehr gesehen. Shannon ließ seine vierbeinige Gefährtin gewähren. Er sah sich nach einem Platz um, der sich als Lagerstelle anbot.

Hinter einer Biegung des Flusses ragte der Stumpf eines Totempfahls aus der Erde.

Neugierig geworden, stapfte Shannon auf das indianische Kunstwerk zu. Der Holzstamm war ungefähr fünf Fuß hoch. Das obere Stück fehlte. Der Pfosten war ungefähr in der Mitte geköpft worden. Die Farben, mit denen der unbekannte Künstler die Figuren und Symbole gemalt hatte, waren verblichen und kaum noch zu erkennen.

So sehr sich Shannon auch mühte, er konnte die Zeichen im Holz nicht deuten. Wenn er seine Mission im Tal beendete, würde er das obere Ende des Pfahls abschneiden, als Beweis für seinen Aufenthalt. Aber das hatte Zeit.

Shannon wandte sich ab – und kniff geblendet die Augen zusammen.

Schräg hinter dem Pfahl, am Rand der Erdmulde, funkelte es wie pures Gold.

»Tod und Teufel!« Shannons Trapperherz wummerte wie eine Brandglocke. »Was … was ist das denn …?«

Er trat näher. Dickfleischige Bodendecker rankten über die Vertiefung im Erdboden. Unter ihnen lagen etliche staubbedeckte Beutel aus Baumwolle und Leder. Sie waren am Verrotten. In einem der Beutel klaffte ein Loch. Eine Handvoll mit Erde vermengter Goldnuggets quoll heraus!

Shannon erstarrte zur Salzsäule. Im Geiste überschlug er den Wert des Goldes. Beim Rechnen spürte er, wie ihm die Knie zitterten.

Er murmelte ein Gebet. Ein ums andere Mal verhaspelte er sich und musste neu anfangen.

Schließlich gab er das Beten auf. Die Augen unverwandt auf den Schatz gerichtet, ließ er sich vorsichtig in die Hocke nieder.

»Gold«, murmelte er, und wieder kam ihm seine Stimme vor wie die eines anderen. »Mein Gott, ich bin reich! Reich … reich … reich!«

***

Lassiter zügelte seinen Grauschimmel am Haltegeländer vor Ricky’s Saloon.

Er glitt aus dem Sattel, klopfte sich den Staub aus der Kleidung und drückte sein steif gewordenes Rückgrat durch. Dann band er den Grauen an den Holm, gab ihm einen Klaps aufs Hinterteil und steuerte steifbeinig auf den Eingang des Lokals zu.

Ricky’s Saloon war das einzige Gasthaus in Red Springs. Am Balken über der Vordertür baumelte ein Traumfänger – ein Gebilde aus Vogelfedern, verknoteten Bindfäden, Steinen und getrockneten Pflanzenteilen. Die Fäden streiften Lassiters Hutkrone, als er durch die Schwingtüren in die Trinkstube trat.

Der Gastraum lag da wie ausgestorben. Alle Tische waren leer. Nur ein einziger Mann war anwesend, offenbar der Besitzer des Saloons. Er stand hinter dem Schanktisch und war dabei, die Flaschen im Wandregal zu sortieren. Zwischen seinen Lippen hing eine krumme, kalt gewordene Zigarre. Als er den Neuankömmling hörte, drehte er sich um und kniff die Augen zusammen.

Lassiter sah in ein aufgedunsenes, rotes Gesicht mit winzigen Schweinsäuglein, Stoppelbart und fliehendem Kinn. Gewiss, der Mann war keine Schönheit, aber er wirkte nicht unsympathisch.

»Ich komme mir vor wie in einer Geisterstadt«, sagte Lassiter. »Wo sind die Leute? Ich habe nicht einen Menschen auf der Straße gesehen.«

»Sind alle in der Kirche in Virgin’s Hill«, raunte der Wirt.

»Virgin’s Hill?«

»Das ist der andere Teil von Red Springs, gleich hinter den Hügeln im Norden.«

Lassiter nickte. »Ein Gottesdienst mitten in der Woche. Und alle sind da. Wahrlich, eine fromme Gemeinde.«

»Nein, Mister, kein Gottesdienst. Die Leute sind auf einer Beerdigung.«

»Das erklärt einiges. Nun, wie dem auch sei – ich suche Jane Cannary«, sagte Lassiter und lehnte sich lässig an die Theke. »Wo finde ich sie? Ist sie auch rüber nach Virgin’s Hill gegangen?«

Der Wirt musterte ihn misstrauisch. »Ich kenne Sie nicht, mein Herr. Warum sollte ich Ihnen Auskunft geben?«

Lassiter tippte an seinen Hutrand. »Ich heiße Lassiter und bin gekommen, um der Dame einen Besuch abzustatten. Jane Cannary erwartet mich.«

»Lassiter, sagen Sie?« Der Mann hinter dem Schanktisch nahm die kalte Zigarre aus dem Mund. Er kniff die Augen so sehr zusammen, dass sie schmal wie Türritzen wurden. »Den Namen habe ich schon gehört. Sie sind der Gent, der Jane einen Gefallen schuldet? Stimmt’s?«

»Kann schon sein. Wo ist sie?«

Der Wirt schob die Kippe zwischen seine Lippen, wischte sich die Hände an einem fleckigen Tuch ab und streckte dann seine Rechte über die Barriere. »Willkommen in Red Springs, Mr. Lassiter. Ich freue mich, dass ich Sie einmal persönlich zu Gesicht bekomme. Ich heiße Richard Roach, aber alle sagen Ricky zu mir. Jane hat schon viel von Ihnen erzählt. Wenn man nur die Hälfte der Geschichten glauben darf, die dieses Unikum einen unters Hemd jubelt, dann sind Sie, Lassiter, der Teufel in Menschengestalt.«

»Wer, ich?« Lassiter winkte bescheiden ab. »Die gute Jane! Das sieht ihr ähnlich. Sie neigt immer noch zu Übertreibungen. In Wahrheit bin ich ein stinknormaler Mann. Ein Handelsreisender, nicht mehr und nicht weniger.«

»Mit welchen Artikeln handeln Sie denn?«

»Schwere Technik. Kräne, Dampfmaschinen, Aufzüge und allerlei Geräte aus Metall. Falls Sie Bedarf haben, überlasse ich Ihnen gern ein paar Prospekte.«

»Ähm, ich fürchte, für diese Sachen habe ich im Moment keinen Bedarf.« Der Wirt kratzte sich am Ohr. »Ein Handelsreisender also«, meinte er geringschätzig. »Nach all den haarsträubenden Storys, die Jane von Ihnen erzählt hat, hätte ich Sie eher für einen Gunman wie Doc Holliday oder Seth Bullock gehalten.«

»Sehr schmeichelhaft.« Lassiter leckte sich über die Lippen. Auf einmal verspürte er brennenden Durst. Er fragte den Salooner, ob er ihm eine Limonade machen könne.

Der hob bedauernd die Achseln. »Bedaure, habe nicht eine einzige Zitrone auf Lager. Aber ein Bier kann ich Ihnen zapfen, Mister.«

»Okay, in der Not frisst der Teufel Fliegen.«

Während Ricky Roach sich vor das aufgebockte Bierfass bückte, ließ Lassiter die Blicke durch den halbdunklen Raum schweifen. An den untapezierten Holzwänden hingen ein paar vergilbte Fotografien von General Custer, Crazy Horse und Sitting Bull. An der Wand hinter dem Billardtisch war ein grellbuntes Reklameplakat von Buffalo Bills Wildwestshow aufgehängt. Der Aushang zeigte die Kunstschützin Annie Oakley. Mit ihrer Winchester zielte sie auf eine riesige Schießscheibe, die eine anstürmende Horde Büffelstiere darstellte.

Der Salooner stellte das Bier auf die Theke. »Wohl bekomm’s!«

»Danke, Ricky.« Lassiter setzte den Becher an und trank.

In diesem Augenblick gab es einen lauten Knall.

***

Lassiter verschluckte sich und wandte den Kopf. Die Pendeltüren federten von den Wänden zurück. Der Traumfänger flog hin und her, als würde er von Sturm gepeitscht. Eine hochgewachsene Gestalt in wildlederner Trapperkluft, das lange, braune Haar wie eine Gardine vorm Gesicht, taumelte in den Saloon.

Erst beim zweiten Hinschauen erkannte Lassiter Jane Cannary, mit der er in der Vergangenheit manch heikle Situation überstanden hatte.

Jane hatte höllisch einen in der Krone. Auf wackeligen Beinen schwankte sie zur Theke. Bei ihrem Zickzack stolperte sie über einen Stuhl, der im Weg stand. Sie geriet ins Straucheln.

Lassiter sprang auf sie zu. In letzter Sekunde bekam er die große Frau unter die Achseln zu fassen und verhinderte, dass sie lang hinschlug. »Jane, mein Gott!« Er hievte sie mit kraftvollem Ruck auf den Stuhl. »Wie kann man sich am helllichten Tag so betrinken?«

»Wer zum Henker ist hier betrunken?« Die Frau wischte ihr Haar aus den Augen, glotzte ihn an und tätschelte dann ungelenk seine Wange. »Lassiter, mein Junge. Da bist du ja. Schön, dass du mich …« Sie bekam einen Schluckauf und schlug sich die Hand vor den Mund. »Verdammt … hicks … beim Hoden des Manitou!«

»Sie braucht einen Drink«, entfuhr es dem Wirt.

»Yeah!«, krakeelte die Frau. »Einen – hicks – Drink!«

Lassiter nahm den Whiskey, den Ricky eingeschenkt hatte, und reichte ihn Jane.

Wollen Sie wissen, wie es weiter geht?

Hier können Sie "Lassiter - Folge 2163" sofort kaufen und weiterlesen:

Amazon

Apple iBookstore

ebook.de

Thalia

Weltbild

Viel Spaß!



Kaufen