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Lassiter - Folge 2154

Inhalt

  1. Cover
  2. Impressum
  3. Lassiter und der Mann im Dunkeln
  4. Vorschau

Lassiter und der Mann im Dunkeln

Sie sahen den rötlichen Schimmer in der dichter werdenden Dämmerung, noch bevor sie die große Biegung des Dogleg erreicht hatten, und der Kapitän der »Silver Bell« ahnte sofort, was das zu bedeuten hatte. »Der Holzplatz«, murmelte er. »Verdammt, was ist dort los, Leo?« Er warf seinem Steuermann, der mit den Schultern zuckte, nur einen kurzen Blick zu, dann schaute er durch die großen Fenster des Steuerstandes auf das Vorschiff, wo sich Passagiere an der Reling drängten und ebenfalls auf die riesige rote Glocke starrten, die sich über den Bäumen der Dogleg-Biegung gebildet hatte. »Halte weiter nach Steuerbord, Leo«, sagte Barton Bradley gepresst. »Das sieht nicht so aus, als ob wir an Logans Pier anlegen und Holz aufnehmen könnten …«

Leonard Arkin nickte und steuerte die »Silver Bell« nach Steuerbord an den äußersten Rand der Fahrrinne. Im Dogleg, das diesen Namen trug, weil der Flusslauf hier gekrümmt wie ein Hundebein war, war die Strömung des Missouri schneller als gewöhnlich, und es gab einige Untiefen, die ein Steuermann nur ungern im Dunkel der Nacht passierte. Aber sie mussten Holz aufnehmen, sonst würde ihnen nichts anderes übrig bleiben, als irgendwo anzulegen und selbst Holz zu schlagen, mit dem sie den nächsten Holzplatz erreichen konnten.

Bradley hatte die Lippen fest aufeinandergepresst. Dann atmete er tief durch und fragte: »Kommst du allein zurecht, Leo?«

Der Steuermann nickte. »Meinst du, dass …«

Bradley ließ ihn nicht aussprechen. »Wir müssen mit allem rechnen, Leo.«

Er ging zur Tür und verließ das Ruderhaus. Sämtliche Passagiere schienen ihre Kabinen und die Aufenthaltsräume verlassen zu haben und standen jetzt auf den beiden Decks. Jeder starrte zur großen Flussbiegung hinüber, auf die sich die »Silver Bell« langsam zu schob. Der Heckrad-Steamer fuhr mit verringerter Geschwindigkeit.

Rufe hallten über das Schiff. Barton wusste, dass seine Passagiere wahrscheinlich die gleichen Befürchtungen hegten wie er selbst. Er dachte an das Gold, das sich an Bord seines Schiffes befand. Seine »Silver Bell« war seit einem Monat das erste Schiff, das in Fort Benton Gold aus den Fundgebieten in Montana an Bord hatte nehmen können und es nun den Missouri hinab transportierte. Jeder der Passagiere trug die Ausbeute seines Claims bei sich, aber die größte Menge stammte von der Lucky Cuss Mine in Wolf Creek. Er wusste nicht, wie viel es war, aber wenn er an die zwölf Kisten dachte, die von den Männern der Mine zu viert an dicken Holzstangen an Bord gebracht worden waren, wurde ihm ganz schwindlig. Er hatte sich selbst davon überzeugt, dass die Kisten Gold enthielten, als sie im Beisein des Marshals von Fort Benton und eines Versicherungsagenten geöffnet worden waren. Er hatte nicht gefragt, welchen Wert das Gold darstellte, aber er ging davon aus, dass es mehr als eine Million Dollar wert war. Er selbst kassierte eine feste Summe für den Transport. Sie war immens, und sie garantierte ihm ein sorgenfreies Leben, wenn er die Summe dazu rechnete, die ihm der geplante Verkauf der »Silver Bell« einbringen würde.

Das alles sah er jetzt in Gefahr, denn ein dumpfes Gefühl hatte von ihm Besitz ergriffen, dass die »Silver Bell« mitten hinein in ein rabenschwarzes Unheil fuhr.

Der Versicherungsagent war mit an Bord der »Silver Bell«, aber er hielt sich von den anderen Passagieren fern und hatte sich ein Lager auf dem Hauptdeck in der Nähe der Heckluken hergerichtet, unter der sich die Kisten mit dem Gold im Laderaum befanden.

Als er die Stiege vom Promenadendeck hinab zum Kesseldeck hinter sich gebracht hatte, war er sofort von Passagieren umringt.

»Was hat das zu bedeuten, Kapitän?«, fragte ein hagerer Goldgräber erregt.

Barton Bradley antwortete ihm nicht. Sein Blick glitt über die erregten Menschen. Es waren nur wenige Frauen an Bord. Nur eine von ihnen hatte sich aus ihrer Kabine gewagt und stand zwischen den Männern an der Reling. Sie war äußerst attraktiv. Ihre feuerroten Haare schienen mit der roten Glocke über den Baumwipfeln konkurrieren zu wollen. Für eine Frau war sie sehr groß. Er hatte ihren Namen auf der Passagierliste gelesen und wusste, dass sie Maureen Shanahan hieß. Offenbar war sie eine berufsmäßige Spielerin, denn auf der Fahrt von Fort Benton bis hierher hatte sie einigen Männern am Spieltisch bereits ein kleines Vermögen abgenommen.

Bradley sah ihren Blick auf sich gerichtet. Aber sie sagte nichts, obwohl sie sicher wie alle anderen Passagiere Fragen hatte und gern gewusst hätte, was die lohende Feuerglocke zu bedeuten hatte.

Ein Aufschrei ging durch die Menge, als sich der Bug der »Silver Bell« um die Dogleg-Biegung zu schieben begann.

Und dann sahen sie es alle.

Höher als die vierzig Fuß hohen Bäume loderten die Flammen der brennenden Holzstapel in den dunklen Himmel. Die Luft war voll von Funkenflug, der auch die umliegenden Hütten und Häuser in Brand gesetzt hatte. Schatten liefen vor den Flammen hin und her. Auf den breiten Anlegern drängten sich Menschen. Einige von ihnen stiegen in Boote und ruderten sie in die Mitte des Flusses hinaus. Eines der Boote wurde von einem durch die Luft fliegenden brennenden Ast getroffen, und schreiend warfen sich die Männer darin über Bord und tauchten im schnell fließenden Wasser des Stroms unter.

Barton Bradley wollte sich umdrehen, um zurück ins Ruderhaus zu laufen, als er sah, wie die Rothaarige von einem Mann bedrängt wurde. Er hatte sie am Arm gepackt. Sie bemühte sich, sich von ihm loszureißen, als er sie von der Reling wegzuzerren versuchte, dann hatte sie es geschafft und gab ihm eine Ohrfeige. Die anderen Passagiere hatten es nicht bemerkt oder nicht beachtet. Entsetzt schauten sie zu Logans Holzplatz hinüber, der in einem Inferno unterging.

Barton Bradley wusste, wer der Mann war, der die Frau bedrängt hatte. Sein Name war Ed Scanlon, und der Kapitän hatte ihn zusammen mit Simon P. Pendergast in Fort Benton gesehen. Pendergast war der Besitzer der »Lucky Cuss«-Goldmine in Wolf Creek, aus der die zwölf schweren Kisten kamen, die im Bauch der »Silver Bell« lagerten. Was Scanlon mit Pendergast zu tun hatte, war Bradley unbekannt.

Er hastete die Stiege zum Ruderhaus hinauf, riss die Tür auf und war Sekunden später neben Leonard Arkin. Das hagere Gesicht des Steuermanns sah im Widerschein des Feuersturms wie die Fratze des Teufels aus. Er warf seinem Kapitän nur einen kurzen Blick zu, dann konzentrierte er sich wieder auf die Flussströmung.

Bradley brauchte ihm nichts zu sagen. Die »Silver Bell« manövrierte am äußersten rechten Rand der Strömung. Deutlich waren die Strudel der Untiefen im vom Feuersturm erhellten Fluss zu erkennen.

»Achtung, Leo!«, zischte Bradley, aber der Steuermann hatte das im Strom treibende Floß schon gesehen und brüllte in das Sprachrohr, das ihn mit dem Maschinisten im Bauch des Schiffes verband: »Volle Kraft zurück, Elton!«

Sekunden später begann die »Silver Bell« zu vibrieren und sich zu schütteln, als würde eine Riesenfaust an ihr zerren. Doch immer noch wurde das Schiff auf das Floß zugetrieben, auf dem sich fast zwei Dutzend Männer drängten. Sie gestikulierten wie verrückt, und einige machten sich schon bereit, in den Fluss zu springen, um der Kollision zu entgehen.

Die »Silver Bell« verlor abrupt an Fahrt. Leo Arkin kurbelte am Steuerrad. Langsam schob sich der Dampfer nur um Yardbreite am Floß vorbei. Das Gebrüll der Männer übertönte sogar den brausenden Lärm des Feuers.

Irgendwo in den Flammen an Land explodierte etwas mit einem mörderischen Krachen. Barton Bradley sah, wie das brennende Dach eines Hauses in den feuerroten Himmel flog, als hätte eine Kanone es abgeschossen. Er stieß einen kehligen Laut aus, als es in Richtung Fluss durch die Luft taumelte. Funken wehten in einer Lohe auf das Schiff zu und schienen die »Silver Bell« verschlingen zu wollen.

Die Passagiere an der Backbordreling rannten schreiend auseinander. Die Kleidung einiger Männer fing Feuer.

Der Kapitän riss die Backbordtür des Steuerhauses auf und brüllte: »Löscht sofort alle Flammen! Erstickt sie mit eurer Kleidung!« Er sah, dass er seinen Männern, die sich auf den Decks befanden, keine Befehle zu geben brauchte. Überall tauchten sie mit Eimern auf, die sie an Stricken in den Fluss hinab ließen und mit dem Wasser die kleinen Brände löschten.

Leonard Arkin hatte die »Silver Bell« instinktiv wieder nach Steuerbord gelenkt. Das Floß schrammte an der Bordwand entlang. Stricke flogen vom Hauptdeck hinüber, und die ersten Männer kletterten schon vom Floß aufs Schiff.

Der Kapitän atmete auf, als er sah, dass nirgendwo auf dem Schiff noch Flammen zuckten. Die Passagiere hatten sich gegenseitig geholfen, und die Männer, deren Kleidung Feuer gefangen hatte, waren offenbar nicht verletzt. Er hastete zur Steuerbordseite hinüber und sah, wie die letzten Männer vom Floß aufs Schiff geholt wurden. Das große Floß trieb ab.

Der Steuermann hatte bereits Befehl gegeben, die Maschine zu stoppen. Er schaute Barton Bradley fragend an, als dieser quer durch das Steuerhaus wieder zur Backbordseite hinüber ging.

»Wir fahren weiter, Leo«, sagte Bradley gepresst. »Dort drüben können wir nicht helfen. Das müssen diejenigen, die dem Feuersturm entgangen sind, schon selbst tun.«

»Aber wir brauchen Holz, Käpt’n«, sagte Arkin krächzend.

»Wir werden irgendwo anlegen und selbst etwas schlagen müssen, Leo. Fahr langsam, damit wir in der Dunkelheit nicht irgendwo auflaufen. Ich will sehen, was mit den Leuten ist, die wir an Bord genommen haben. Vielleicht weiß einer von ihnen, wo wir am besten Holz aufnehmen können.«

Er öffnete die Tür zur Steuerbordseite und zuckte zusammen, als er unten auf dem Hauptdeck Schüsse hörte. Dann war es wieder still, und er glaubte, unter sich einen Schatten über die Reling des Hauptdecks fliegen zu sehen. Dann klatschte ein Körper ins Wasser. Weitere folgten. Ein erstickter Laut klang auf, dann brüllte eine Stimme: »Verhaltet euch ruhig, dann passiert euch nichts!«

Auch unter ihm auf dem Kesseldeck wurden jetzt Befehle gerufen. Als er sich vorbeugte, sah er, wie Männer aus ihren Kabinen getrieben wurden. Einer, der sich gegen die Angreifer wehrte, wurde niedergeschlagen und über die Reling geworfen. Klatschend landete er im Wasser.

Barton Bradley hörte hinter sich Leo Arkin rufen.

»Was ist da los, Käpt’n?«

»Ein Überfall, Leo! Die Männer vom Floß …« Seine Stimme verstummte, und Leo Arkin sah einen Schatten hinter seinem Kapitän auftauchen. Ein Schuss fiel. Barton Bradley brach zusammen.

Der Steuermann kurbelte heftig am Steuerrad. Er wollte die »Silver Bell« auf Grund setzen, bevor sie mit ihrer wertvollen Ladung in die Hände der Kerle fiel, die sie mit ihrem Floß hereingelegt hatten.

Im nächsten Moment sah er Schatten neben sich auftauchen. Er hörte noch die Detonation eines Schusses, dann tauchte er ab in die Schwärze der Ewigkeit.

***

Lassiter fühlte sich rundherum wohl. Schon länger hatte er nicht einen solchen Auftrag der Brigade Sieben erhalten, der es ihm ermöglichte, länger als eine Woche wie im Paradies zu leben. Dazu trug nicht zuletzt die glutvolle, heißblütige Mrs. Clifford Farrington bei. Sie war eine der vierundzwanzig Passagiere der »Rose of Montana«, einem Missouri-Steamer mit einer ungeheuer starken Maschine, die ihn zum schnellsten Schiff auf dem oberen Lauf des Missouri gemacht hatte.

Mrs. Farrington reiste zwar mit ihrem Mann, der in Fort Benton irgendein wichtiges Geschäft tätigen wollte, doch Clifford Farrington war jeden Abend, wenn der kleine Salon, in dem die Passagiere speisten und später Poker spielten, um Mitternacht geschlossen wurde, stockbesoffen. So war es für die heißblütige Leah Clifford, die fast zwanzig Jahre jünger war als ihr Mann, kein Problem, den schnarchenden Betrunkenen zu verlassen und sich nach nebenan in die Nachbarkabine zu schleichen, in dem schon der große Mann auf sie wartete – mit einer Erektion, die ihr jedes Mal wieder den Atem verschlug und von der sie nicht genug kriegen konnte. Der mangelnde Schlaf war ihr nach ein paar Tagen anzusehen gewesen, und sie hatte den großen Mann gebeten, für eine Nacht eine Pause einzulegen.

Da Lassiter wusste, dass ihre Reise in drei Tagen zu Ende sein würde, hätte er gern auf eine Pause verzichtet, denn er hatte den fehlenden Schlaf an den Tagen nachgeholt, während sie sich um ihren Mann kümmern musste, der erstaunlicherweise am Morgen jedes Mal wieder so frisch aussah, als käme er aus einem Sanatorium.

Wie an jedem Morgen spielte die schwarzhaarige Schöne die Unnahbare und schien nichts anderes im Sinn zu haben, als sich liebevoll um ihren angetrauten Ehemann zu kümmern und ihm jeden Wunsch von den Lippen abzulesen.

Lassiter sah keine Veranlassung, das Spiel nicht mitzumachen, und wenn er doch mal seine Augen etwas länger auf ihr ruhen ließ, so fiel es kaum auf, weil auch andere Passagiere ihr lüsterne Blicke zuwarfen, was Mr. Clifford Farrington mit Stolz zu registrieren schien.

Lassiter ließ sich nach dem Frühstück am Bugende des Kesseldecks den Wind um die Nase wehen und dachte an seinen Auftrag. In Fort Union hatte ihm der Kommandant der Garnison einen braunen Umschlag überreicht. Ihm war die Neugier anzusehen gewesen, und offensichtlich hätte er es gern gesehen, wenn der große Mann den Umschlag in seinem Beisein geöffnet hätte. Er hatte noch ein paar Fragen gestellt, wer er denn eigentlich sei, dass die Armee den Laufburschen für ihn spielen musste, doch Lassiter hatte nur mit schmalem Grinsen mit den Schultern gezuckt, dem Colonel einen guten Tag gewünscht und das Fort verlassen, um zur Anlegestelle zu gehen, wo die »Rose of Montana« schon auf ihn gewartet hatte.

Ein einziger Blickkontakt mit der schwarzhaarigen Schönen, die ihn am Arm ihres älteren Mannes genauso wie allen anderen Passagiere beobachtet hatte, als er an Bord ging, hatte ihn ahnen lassen, dass es vergnügliche Tage sein würden, die er an Bord der »Rose of Montana« verbringen würde. Schon in der ersten Nacht hatte sie an der Tür seiner Kabine geklopft, die Lassiter nicht verschlossen hatte, weil er wusste, was passieren würde, nachdem Mr. Clifford Farrington völlig betrunken am Arm seiner jungen Frau den Salon verlassen hatte.

Nachdem sie auf sein leises »Herein!« in die Kabine gehuscht war und den großen Mann nackt auf dem Bett hatte liegen sehen, war sie noch so beherrscht geblieben, dass sie nicht vergaß, die Kabinentür zu verriegeln, bevor sie sich mit einer Geschwindigkeit von ihren Kleidern befreite, die Lassiter verblüffte. Er war schon vorher ziemlich erregt gewesen, aber als er die weiße Haut ihres makellosen Körpers im schwachen Licht der Wandleuchte schimmern sah, hatte sich sein Lustspender zu seiner vollen Größe aufgerichtet, was der schwarzhaarigen Schönen keuchende Laute entlockte. Die Geschicklichkeit, mit der sie mit seinem besten Freund umging, hatte in ihm Gefühle erweckt wie schon lange nicht mehr, und als sie nach ihrer ersten Vereinigung schwer atmend und schweißnass mit ausgestreckten Armen und Beinen neben ihm auf dem schmalen Bett lag, sodass kaum noch Platz für ihn blieb, war sie drauf und dran, mit dem großen Mann an der nächsten Anlegestelle von Bord zu gehen und durchzubrennen. Erst am Ende der Nacht, als sie mit hochrotem Kopf seine Kabine verließ, hatte er es geschafft, sie von ihrem Vorhaben abzubringen, indem er ihr erklärte, dass keine Frau wie sie das Glück hatte, in der Nacht frei zu sein, weil ihr Mann wie ein Besinnungsloser schlief.

Er wandte den Kopf, als er hinter sich durch das patschende Geräusch des Heckschaufelrades Stimmen hörte. Er sah, wie Mrs. Farrington am Arm ihres stolzen Mannes den Salon verließ und wenig später in der Hauptkabine, die unterhalb des Ruderhauses lag, verschwand. Der Gedanke, Mrs. Farrington in der nächsten Nacht wieder in den Armen zu halten, bewirkte sofort, dass sich seine Hose im Schritt spannte. Doch dann blickte er wieder nach vorn und verengte die Augen, als er das verbrannte Wrack eines Schiffes am südlichen Ufer sah, aus dem hier und da noch kleine Rauchfäden kräuselten.

Über ihm auf dem Promenadendeck wurden Rufe laut. Auch dort hatte man das Wrack entdeckt. Der Mann am Steuerrad betätigte die Dampfpfeife. Der schrille Laut trieb alle Passagiere aus dem Salon oder ihren Kabinen. Auch Mr. und Mrs. Farrington kamen wieder heraus und eilten zu dem großen Mann, der neben dem Aufgang vom Hauptdeck zum Kesseldeck an der Reling stand und auf das verbrannte Schiffswrack blickte.

Vom Promenadendeck kam der Kapitän herunter. Fragen prasselten auf ihn ein, aber der Mann konnte sie nicht beantworten.

»Kennen Sie das Schiff?«, fragte Lassiter ihn.

»Wenn ich mich nicht täusche, ist es die ’Silver Bell’, Mister Lassiter«, erwiderte der Kapitän gepresst. »Sie gehört Barton Bradley. Soviel ich weiß, sollte es seine letzte Fahrt sein, dann wollte er sein Schiff verkaufen und sich zur Ruhe setzen.

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