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Lassiter - Folge 2153

Inhalt

  1. Cover
  2. Impressum
  3. Lassiter und die Witwe des Teufels
  4. Vorschau

Lassiter und die Witwe des Teufels

Der glänzende .45er-Army-Colt wog schwer in den Händen von Emma Tankersley. Das Saloonmädchen umklammerte zitternd die hölzernen Griffschalen und richtete den Lauf vor sich auf die Stalltür. Der Schatten hinter den Brettern rührte sich nicht.

Emma legte den Finger an den Abzug und benetzte sich mit der Zunge die trockenen Lippen. Ihre Nerven waren zum Bersten gespannt. Die Hühner, die zu ihren Füßen im Stroh scharrten, blendete sie vollkommen aus. Sie stellte sich das milde Lächeln von Edward Crawford vor. Der alte Rancher hatte es nicht verdient, auf solche Weise zu sterben.

Doch sein Todesengel stand längst vor ihm …

Der Tag, an dem Edward Crawford in seinem Hühnerstall erschossen wurde, ging mit glühendem Abendrot zur Neige. Die Sonne versank als flammende Kugel hinter dem Horizont und hüllte die Weiden der Crawford-Ranch in karmesinrotes Feuer. Lediglich die schwarzen Rücken der Rinder verweigerten sich dem Lichterspiel und ragten wie schwarze Felsen aus dem leuchtenden Gras hervor.

Für Edward Crawford gab es keinen schöneren Anblick.

Der alte Rancher zündete sich eine Zigarre an und stützte sich mit beiden Armen auf die Brüstung seiner Veranda. Er ließ die Zigarrenspitze aufglimmen und lauschte den zirpenden Gesängen der Zikaden.

Die Cimarron & Crooked Creek Cattle Co. hatte Crawfords Land auch dieses Jahr gepachtet, um Weiden für die Rinderherden zu besitzen, die aus dem texanischen Hügelland bei Brownsville über den Western Trail nach Norden getrieben wurden. Das Geschäft war eine sichere Bank für die Handelsgesellschaft und hatte dazu geführt, dass die Company ihren Viehbestand binnen eines Sommers auf über sechstausend Stück Vieh aufgestockt hatte.

Doch auch Crawford machte seinen Schnitt.

Der Kontrakt mit der Cimarron & Crooked Creek Co. brachte dem Rancher mehr als siebentausend Dollar ein. Selbst in den besten Jahren von Crawfords Züchterlaufbahn hatten die Rechnungsbücher selten mehr als fünftausend Dollar Jahreseinnahmen ausgewiesen.

Der Rancher zog abermals an der Zigarre und blies den Rauch in die klare Abendluft hinaus. Die Rinder trotteten zu den Wasserstellen und stillten nach der Gluthitze des Tages ihren Durst.

Crawford konnte sich nicht vorstellen, dass in wenigen Jahren statt grasenden Viehs die glänzenden Eisenbahnschwellen der Atchison, Topeka & Santa Fé Railroad die Landschaft beherrschen würden. Die Eisenbahngesellschaft wollte auf Crawfords Land Rinderverladestationen errichten, die in ihrer Größe selbst die Stockyards von Ellsworth und Abilene in den Schatten stellen würden. Die Pläne der Gesellschaft würden Dodge City endgültig zur Rinderhauptstadt von Kansas machen.

Zwanzigtausend Dollar hatte man Crawford geboten, falls er den Kaufvertrag vor Monatsende unterschrieb. Der Rancher hatte sich den Entschluss reiflich überlegt. Aber es kam ihm noch immer töricht und feige vor, die Ranch der Railroad Company zu überlassen.

»Ed?«, rief Crawfords Frau aus der Küche des Ranchhauses. »Was macht das Huhn?«

Crawford blies eine Rauchwolke in den Abend hinaus und wandte sich halb zum Haus um. Seine Frau klapperte in der Küche mit dem Geschirr. Der Rancher klopfte die glimmende Asche ab und warf den Zigarrenstummel in den Kehreimer.

»Kommt gleich, Mary«, gab er zur Antwort. »Ich habe noch geraucht. Ich bring’s dir gleich.«

Er verließ die Veranda und nahm den ausgetretenen Weg zum Hühnerstall, der an den Holunderbüschen vorüberführte. Seine Frau Mary liebte den süßen Geruch der beiden Sträucher. In den Sommermonaten trug der Wind ihn bis ins Haus hinüber. Mary würde es noch schwerer als ihm fallen, von der Ranch Abschied zu nehmen.

Über dem flachen Schindeldach des Hühnerstalls lag glutroter Dämmerschein. Crawford hatte den Stall einst aus einer Wagenladung Holzbohlen errichtet, die er von der Railroad-Company erhalten hatte. Die Eisenbahnschwellen hatten den strengen Wintern der letzten Jahre zuverlässig getrotzt, auch wenn Crawford hin und wieder die Kojoten zu schaffen gemacht hatten. Seit er die Tür mit einem Stahlriegel verschlossen hatte, hielten sich jedoch auch diese Störenfriede fern.

Die Hühner nahmen ihn mit aufgeregtem Gegacker in Empfang.

»Was ist denn in euch gefahren?«, rief er den Tieren zu. »Merkt wohl, dass ich mir eines von euch holen komme?«

Beim Gedanken an den köstlichen Braten, den Mary aus dem Huhn bereiten würde, lief dem Rancher das Wasser im Mund zusammen. Er konnte die Rosmarinzweige riechen, die auf der knusprigen Haut des Federviehs vor sich hin schmorten, und sah den Topf voller gekochter Hühnerschenkel vor sich.

Er seufzte voller Genuss und drückte den Riegel aus dem Stahlhaken. Die Tür sprang einen Spalt auf und knarrte in den Angeln. Ein Huhn entkam und strich pickend um Crawfords Stiefel herum.

»Wirst du wohl drinbleiben!«, schimpfte der Rancher und trieb das Tier mit einem Händeklatschen wieder in den Stall. Anschließend zwängte er sich ebenfalls durch den Türspalt und wurde von flatternden Hühnern umringt. Das Gackern der Tiere wurde so laut, dass Crawford verärgert das Gesicht verzog.

Dann sah er die Frau in seinem Hühnerstall.

Sie stand keine zwei Schritte von ihm entfernt in einer Ecke und trug ein weißes Baumwollkleid. Das Haar hing ihr offen über die Schultern. Sie starrte Crawford an und zeigte keine Regung.

In ihren Händen lag ein.45er-Army-Colt mit gespanntem Hahn.

»Emma Tankersley?«, fragte der Rancher, sowie er erkannte, wen er vor sich hatte. »Emma Tankersley aus Mr. Rogers’ Lokal?«

Die Frau rührte sich nicht von der Stelle und begann zu zittern. Sie richtete den Colt auf Crawfords Brust und nickte.

»Drehen … Drehen Sie sich um!«, sagte sie und schluchzte. Über ihre rechte Wange rann eine Träne. »Machen Sie schon!«

Vor Crawfords innerem Auge erschienen die wenigen Begegnungen, die sich zwischen ihm und der Saloontänzerin ereignet hatten. Der Rancher hatte Emma Tankersley häufig in der Stadt getroffen, wenn er Mehl und Butter für die Woche besorgt hatte. Sie hatten sich über die Ernte und die Fortschritte beim Gleisbau unterhalten.

»Hören Sie, Ma’am«, meinte er mit einem gutmütigen Lächeln, »Sie müssen nicht –«

»Drehen Sie sich um!«, wiederholte Emma in scharfem Ton. »Sie werden tun, was ich Ihnen sage!«

Zögernd und mit einem Kopfschütteln kehrte Crawford der Saloontänzerin den Rücken. Er glaubte nicht, dass ihm dieses schmächtige Frauenzimmer aus dem Tanzhaus von Sly Rogers Leid zufügen würde. »Machen Sie sich nicht unglücklich, Ma’am. Sie werden’s bereuen, wenn Sie mich -«

»Halten Sie den Mund!«, schnitt ihm Emma das Wort ab. Die Hühner stoben auseinander und verkrochen sich unter ihren Stangen. »Sie wissen nicht, aus welchem Grund ich zu ihnen gekommen bin. Sie wissen überhaupt nichts, Crawford!«

»Dann sagen Sie es mir«, gab der Rancher ruhig zurück. »Es gibt immer einen Weg, über alles zu reden, ohne dass Blut vergossen wird.«

»Sie wissen nicht, weshalb ich auf der Ranch bin!« Die Stimme der Tänzerin überschlug sich. »Sie wissen nichts! Sie haben nicht den geringsten Schimmer, was mich auf die Ranch treibt!«

Gleich darauf krachten zwei Schüsse.

Crawford spürte einen brennenden Schmerz unter den Rippen und hatte plötzlich das Gefühl, als hätte der Stall zu schwanken begonnen. Er streckte die Arme aus und stützte sich an der Tür ab.

In derselben Sekunde wurde ihm schwarz vor Augen.

Er verlor das Gleichgewicht, sackte auf die Knie und schmeckte Blut und Galle auf der Zunge. Er hustete und schlug mit der Stirn gegen die Türbretter.

»Was … was haben Sie getan, Ma’am?«, flüsterte er. »Was haben Sie getan?«

***

Um den Ruf von Tessy Seals stand es nicht eben zum Besten, wenn man berücksichtigte, dass sie erst seit zwei Jahren durch die Saloons von Nordtexas tingelte. Sie galt als berüchtigtste Femme fatale östlich des Pecos River und ließ rascher die Hüllen fallen, als manchem Cowboy recht war. Vom Wahrheitsgehalt des Letzteren konnte sich Lassiter überzeugen, kaum dass die Postkutsche der Tascosa Mail & Stage Line die Station von Brown’s Soddy verließ.

»Du wirst doch keiner von diesen prüden Missionaren sein?«, sagte Tessy und setzte das rechte Bein auf Lassiters Oberschenkel. Sie trug feine Netzstrümpfe, die sich verführerischer um ihre schlanken Waden spannten. »Oder aus welchem Grund steckst du in so feinem Zwirn?«

Sie strich mit den Fingern über den vornehmen Gehrock, den Lassiter wegen seines bevorstehenden Zusammentreffens mit Henry M. Clark trug. Der Notar aus Dodge City war Mittelsmann der Brigade Sieben und hatte in seinem Telegramm ausdrücklich um gute Kleidung gebeten. Offenbar war der Auftrag so heikel, dass Clark mit Lassiters Ankunft so wenig wie möglich Aufsehen erregen wollte.

»Ganz und gar nicht«, erwiderte Lassiter und glitt mit dem Blick an Tessys Bein hinab. »Ich überzeuge dich gern vom Gegenteil.«

Sie waren die einzigen beiden Passagiere, die nicht bereits in Beaver oder Hines Crossing ausgestiegen waren – ein Glücksfall, wie sich nun zeigte. Tessy beugte sich zu ihm herüber und spitzte die Lippen zu einem Kuss.

»Ich lass mich gern überzeugen, mein Lieber. Aber zuvor sag mir deinen Namen!«

»Lassiter«, sagte der Mann der Brigade Sieben. Er rutschte auf der Sitzbank ein Stück zur Seite. »Mach’s dir bequem bei mir!«

Die Saloonsängerin mit dem feuerroten Haar kam seiner Aufforderung sogleich nach und schmiegte sich mit dem ganzen Körper an Lassiter. Dann schwang sie ein Bein über seinen Schoß und setzte sich auf ihn.

»Bereit für einen Ritt, Mr. Lassiter?«, fragte sie und lachte. »Ich versprech dir, bei dem Gerüttel in der Kutsche kommst du doppelt auf deine Kosten!«

Sie hob den Hintern und knöpfte dem Mann der Brigade Sieben die Hose auf. Als sie das kräftige Glied in Lassiters Unterhose erblickte, gab sie einen lustvollen Seufzer von sich.

»Einen schlechten Griff habe ich mit dir nicht getan!«, meinte sie anerkennend und raffte die Unterkleider. Sie schob mit der Hand das Mieder zur Seite, griff nach Lassiters praller Männlichkeit und ließ sich darauf nieder. »So geht’s gleich viel besser!«

Die Saloonsängerin setzte zu einem rhythmischen Hüftkreisen an, bei dem Lassiter das Blut in die Lenden schoss. Er umfasste Tessy an der Taille und drückte sie an sich. Die schwingenden Brüste der jungen Texanerin taten ihr Übriges, um seine Lust zu entfachen.

»Nicht nachlassen!«, stöhnte Tessy nach einiger Zeit und krallte die Finger in Lassiters Schulterblätter. »Ich hab’s gern, wenn es härter zur Sache geht!«

Diesen Wink ließ sich Lassiter nicht zweimal geben. Er hob Tessy an, warf sie auf die gegenüberliegende Kutschbank und brachte sie mit kräftigen Stößen an den Rand der Ekstase. Als das Stöhnen des Saloongirls zu laut wurde, legte er ihm die Hand auf den Mund und bedeutete ihm, leiser zu sein.

»Die Räder rattern zwar laut genug«, keuchte er zwischen den Stößen, »aber auf das freche Grinsen der Kutschleute in Dodge City kann ich gern verzichten!«

»Wenn es so leicht wäre!«, presste Tessy unter seinen Fingern hervor. »Du bist der kräftigste Liebhaber, den ich je hatte! Und jetzt … jetzt gib’s mir noch heftiger!«

Sie wechselten abermals die Stellung und rutschten eng umschlungen zwischen die beiden Sitzbänke. Lassiter befreite den Busen seiner Geliebten von der engen Schnürung ihres Kleides und betrachtete die zwei makellosen Halbkugeln, die darunter zum Vorschein kamen. Die Gerüchte über Tessys Schönheit waren nicht aus der Luft gegriffen.

Obgleich sie eine Dirne war, hatte sie nichts von der Verlebtheit jener Frauen, die gewöhnlich in diesem Gewerbe arbeiteten. Sie war ein Vollblutweib mit allem, was dazugehörte.

Sie liebte ihr Handwerk und genoss seine Vorzüge in vollen Zügen.

»Oh, Lassiter!«, rief Tessy mit geschlossenen Augen und schlang die Arme um den Mann der Brigade Sieben. »Ich wünschte, du hättest mich in Tascosa eher besucht!« Sie stöhnte vor Erregung. »Ich glaube, mir kommt’s! Ja, mir kommt’s!«

»Dodge City!«, schallte im selben Moment die Stimme des Kutschers vom Bock herunter. »Dodge City, meine Herrschaften! Wir haben’s geschafft!«

Lassiter drückte abermals die Hand auf Tessys Mund und fühlte, wie ein Zucken durch den Körper seiner Geliebten lief. Die Fingerspitzen der Saloonsängerin krallten sich in seinen Rücken und gaben ihn wenige Sekunden darauf erleichtert frei.

Mit wenigen Stößen verschaffte sich nun auch Lassiter Erleichterung. Er füllte Tessys Lusttempel mit seinem Samen und ließ erschöpft von ihr ab.

»Ich hätte in Tascosa eher bei dir vorbeikommen sollen«, sagte er und lächelte. »Andererseits hättest du mir dann nicht die Kutschfahrt versüßt.«

Tessy ließ sich von ihm aufhelfen und ordnete ihre Kleider. Ihr Gesicht glühte vor Aufregung. »Wenn du in Tascosa bist, weißt du, wo du mich findest. In zwei Wochen fahre ich zurück nach Texas.« Sie blickte aus dem Kutschfenster, an dem die Holzhäuser von Dodge City vorüberzogen. »Was führt dich nach Kansas? Die Rindersaison hat doch noch nicht begonnen.«

»Geschäftliche Angelegenheit«, sagte Lassiter ausweichend und schnallte den Revolvergurt mit dem Remington um. »Ich muss einen alten Freund treffen.«

Die Kutsche fuhr in einem weiten Bogen vor dem Gemischtwarenladen von F. C. Zimmerman und kam mit einem Ruck zum Stehen. Lassiter gab seiner Reisebegleiterin einen Kuss zum Abschied und stieß die Seitentür auf. Er kniff die Augen zusammen, setzte den Hut auf und trat in das gleißende Sonnenlicht hinaus.

»Lassiter!«, rief eine männliche Stimme, kaum dass er auf den Trittstufen der Kutsche stand. »Lassiter, hierher!«

Der Mann der Brigade Sieben erblickte einen untersetzten Herrn im Cutaway, der mit lächelndem Gesicht auf die Kutsche zueilte. Der Mann nickte dem Kutscher zu und schritt Lassiter entgegen.

»Henry M. Clark«, stellte er sich vor. »Ich habe Ihnen telegraphiert.«

Lassiter bot Tessy die Hand und half ihr aus der Postkutsche. Nachdem sie sich von ihm verabschiedet hatte, fand er Zeit für den Mittelsmann der Brigade Sieben.

Clark hob zweifelnd eine Braue. »Sie sind doch Lassiter, nicht wahr? In Ihrem Telegramm stand, dass Sie mit der Fünf-Uhr-Kutsche kommen.«

Der Kutscher reichte Lassiter die Ledertasche aus dem Gepäcknetz, nickte und verschwand auf der anderen Seite des Kutschwagens.

»Ich bin Lassiter«, bestätigte der Mann der Brigade Sieben. »Sie können offen mit mir sprechen.«

Clark musterte ihn kurz und forderte ihn mit einer Geste auf, ihn durch die Mainstreet zu begleiten. Die meisten Geschäfte, an deren Schaufenstern sie vorübergingen, waren schon geschlossen.

»Zunächst einmal bin ich Ihnen dankbar, dass Sie so rasch aus Tascosa kommen konnten«, sagte Clark, als sie sich ein Stück von der Postkutsche entfernt hatten. »Der Auftrag duldet keinen Aufschub und muss mit höchster Diskretion erledigt werden.«

»Daher der elegante Aufzug?«, fragte Lassiter und zupfte sich am Revers seines Gehrocks. »Damit ich in Ihrer Gegenwart nicht auffalle.«

Der Notar nickte und deutete unauffällig zu den Häusern. Er senkte die Stimme und machte ein ernstes Gesicht. »In Dodge City gibt es tausend Augen, Lassiter. Besonders kurz vor der Rindersaison. Es würde Gerede geben, wenn ich mich mit jemandem sehen lasse, der nicht nach einem Anwalt oder einem Richter aussieht.«

Der Mann der Brigade Sieben zog einen Streifen Kautabak aus der Hemdtasche und steckte ihn sich in den Mundwinkel. »Es geht in dem Auftrag um Dodge City?«

Clark nahm einen tiefen Atemzug und nickte zustimmend. »Der Brigade Sieben in Washington liegt ein Geheimdossier vor, in dem vor einem Komplott in Dodge City gewarnt wird. Eine Reihe von Saloonbesitzern in der Stadt verfolgt den Plan, der Railroad-Company das Leben schwer zu machen.«

»Der Atchison, Topeka & Santa Fé?«, fragte Lassiter. Er biss ein Stück des Priems ab und spie es aus. »Was hat die Railroad mit den Saloons zu schaffen?«

»Die Railroad-Company geißelt seit Jahren den Sittenverfall in Dodge City. Sie droht Bürgermeister Harry Carter damit, die Rinderverladestationen hundert Meilen weiter westlich in Coolidge zu errichten.« Clark wandte das Haupt zu Lassiter. »Dodge City wäre damit vom Rinderhandel in Kansas abgeschnitten.«

»Man sollte glauben, dass die Railroad-Company und die Saloons in Dodge City die gleichen Interessen verfolgen«, grübelte Lassiter. »Sie hängen beide von den Viehherden ab, die über den Western Trail aus Texas kommen.«

»Das sehen Sie richtig«, pflichtete der Notar ihm bei. »Die Wurzel allen Übels sind die Horden an schießwütigen Cowboys, die Dodge City zweimal im Jahr zu einem Sündenpfuhl machen. Die Atchison, Topeka & Santa Fé will sie am liebsten ganz aus der Stadt werfen.«

»U

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