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Lassiter - Folge 2152

Inhalt

  1. Cover
  2. Impressum
  3. Die tollen Hunde von El Paso
  4. Vorschau

Die tollen Hunde von El Paso

Der Geschäftsmann Ben Casey hatte schon einen in der Krone, als die Frau neben ihn trat. Sie hatte ein braun gebranntes Gesicht und trug eine weiße Bluse mit tiefem Ausschnitt. »Spendieren Sie mir einen Drink, Señor?«

Casey war der letzte Gast in Larry’s Saloon. Der schläfrige Barkeeper stellte die Stühle auf die Tische. Es war nach Mitternacht, ein Freitag in El Paso.

»Einen Drink?« Casey rieb sein Kinn, während er die Mexikanerin interessiert musterte. »Nun gut, Sie sollen Ihren Drink haben, Señorita – aber nur, wenn ich Ihnen einen Kuss geben darf.«

Die Frau hielt ihm die Wange hin. Casey packte sie bei den Schultern und küsste sie hart auf den Mund.

Er war erstaunt, dass sie den Kuss erwiderte …

Der Mann hatte angebissen!

Chiquita Diaz folgte ihm in das Lone Star Hotel. Ben Casey war ein großer, sympathisch wirkender Mann von knapp vierzig Jahren, der einen bierseligen, aber doch geschäftstüchtigen Eindruck machte. Er trug einen hellgrauen Gehrock, blank geputzte Halbstiefel und ein weißes Seidenhemd mit sorgfältig gebundener Krawatte.

In der Halle des Hotels war es dunkel, bis auf das flackernde Licht der Öllampe, die neben der Handklingel auf der Rezeption stand.

Bumble, der Portier saß, das Kinn auf der Brust, vor dem Schlüsselbrett und schlief. Seine Mütze war verrutscht, wie eine Narrenkappe hing sie ihm auf einem Ohr. Auf Bumbles Schoß lag ein aufgeschlagenes Magazin mit Abbildungen von Mädchen in Unterwäsche.

Der Mann aus Larry’s Saloon führte Chiquita quer durch die Halle zur Treppe. Nachdem er die ersten Stufen erklommen hatte, spähte er schmaläugig zur Rezeption zurück.

Bumble schlief wie ein Toter.

Chiquita huschte neben ihrem Freier die Stufen zur ersten Etage hinauf. Der Whiskey, den er ihr kredenzt hatte, gluckste in ihrem Bauch. Sie dachte an die Geldbörse, die der Geschäftsmann bei sich trug. Als Casey die Drinks bezahlte, hatte sie einen Blick in das Lederetui geworfen. Tod und Teufel! Es sah fast danach aus, als hätte der Typ den Jackpot im Texas Casino eingeheimst.

Ben Casey war ein Glücksfall.

Auf der Stelle hatte sie die einmalige Chance erkannt, die sich ihr bot: Sie musste seine Geldbörse unbedingt haben!

Wenn das gelang, waren ihre finanziellen Sorgen auf einen Schlag kein Thema mehr. Sie musste nur ein wenig entgegenkommend zu ihrem Begleiter sein. Wenn er nach ihrer Spezialbehandlung erschöpft auf die Matratze sank, schlug ihre große Stunde. Sie würde warten, bis er eingeschlafen war, dann würde sie ihm seine Dollars abnehmen. Bevor der Bursche wusste, dass er geprellt worden war, saß sie längst in der Eisenbahn auf dem Weg nach Kalifornien.

Sie waren oben auf der Galerie angelangt. Die Dunkelheit, die Chiquita umfing, war wie schwarzer Samt. Unter ihren Sohlen knarrte eine lose Diele. Irgendwo in dem weitläufigen Haus schlug eine Tür zu.

Chiquita ließ das Geländer los. Langsam tastete sie sich an den holzgetäfelten Wänden entlang.

Von ihrem Begleiter war nichts mehr zu sehen. Doch sein Atem war ganz nah.

»Hier ist es«, hörte sie ihn flüstern.

Auf Verdacht trat sie auf den dunklen Gang und streckte blindlings eine Hand aus. Ihre Finger ertasteten etwas Hartes – eine Beule in der Hose des Mannes. Es fühlte sich an, als hätte er einen Kolben zwischen den Lenden.

Ben Casey hatte einen Mordsständer!

Das gefiel Chiquita. Sekundenlang ließ sie die Hand ruhen. Sie mochte es, wenn Männer derart auf ihre Reize reagierten. Eine Erektion wog mehr als jedes dahergeplapperte Kompliment.

»Pardon«, wisperte sie. Erst jetzt nahm sie die Hand weg.

Casey sagte nichts. Er hatte die ganze Zeit stillgehalten. Jetzt schloss er auf.

Als er die Tür aufschob, drang trübes Licht auf den Flur. Die Vorhänge im Hotelzimmer waren nicht zugezogen. Auf der anderen Straßenseite brannte eine Laterne.

Casey rieb den Daumen am Zeigefinger. »Wie viel willst du?«

Natürlich alles, du Narr, dachte Chiquita amüsiert. Sie riss sich zusammen. »Es hängt davon ab, wie lange ich bei Ihnen bleiben soll, Señor.«

Er überlegte. »Bis zum Sonnenaufgang, also ungefähr zwei Stunden.«

Chiquita nannte ihm den Preis, wie er in El Paso üblich war. Der Mann zog seine Geldtasche hervor, zählte die vereinbarte Summe ab und ließ den Rest in der obersten Schublade der Anrichte verschwinden.

Im nächsten Augenblick spürte die Mexikanerin zwei gewölbte Hände auf ihren üppigen Brüsten. Sie bog den Kopf zurück und ließ Casey eine Weile gewähren.

Er knetete ihre Wonneproppen, ohne sie aus dem Mieder zu holen. Erst nach einiger Zeit befreite er sie aus ihren Hüllen. Er neigte den Kopf und saugte die linke Warze in den Mund.

»Hui!«

Sie blickte auf ihre langen Brustspitzen und hoffte, dass die übergroßen Nippel den Mann nicht abstießen. Sobald sie stimuliert wurden, wuchsen die Dinger um das Vielfache.

Chiquitas Bedenken erwiesen sich als grundlos. Im Schein des hereinfallenden Funzellichts erkannte sie, dass ihr Partner ganz verrückt nach ihren Nippeln war. Immer wieder saugte er einen in den Mund und zwirbelte den anderen.

Entspannt kniff sie die Augen zu, wobei sie ein Schauder der Lust überkam.

Plötzlich hob Casey sie hoch. Er war ein kräftiger Mann; ohne sichtbare Anstrengung trug er sie zum Bett hinüber. Dort ließ er sie behutsam sinken.

Chiquita schüttelte ihre Löwenmähne und setzte sich auf. Sie griff nach dem Gürtel des Mannes. Im Nu hatte sie ihn geöffnet. Seine Hose sackte eine Etage tiefer.

»Du gehst ganz schön ran, Chica«, grunzte er, als sie seinen Pint ergriff.

»Mein Name ist Chiquita«, korrigierte sie. »Chiquita Magdalena Diaz.«

Damit ließ sie ihre kleine Hand auf und nieder gleiten. Eine Weile sah Casey ihr zu, ohne ein Wort. »Das machst du gut, Chiquita Magdalena Diaz«, lobte er dann.

Den Schaft in der Faust, warf sie den Kopf zurück und lachte leise.

Plötzlich stoppte sie die Aktion. Draußen auf der Straße erklang Hufgetrappel. Ein Hund bellte. Eine Stimme, die Chiquita zu kennen glaubte, rief etwas, das sich wie »Hierher, Jake!« anhörte.

Jäh brach das Gebell ab. Chiquita lauschte angespannt. Das Hufgetöse verklang in der Ferne.

»Mach weiter!«, keuchte Casey.

Chiquita beugte sich über seinen Schoß, aus dessen Mitte der Pilzkopf emporragte. Sie schwelgte in rosaroten Zukunftsvisionen, während sie das harte Glied mit ihrem Mund bearbeitete.

Es dauerte keine drei Minuten, und der Mann war soweit.

»Verdammt!«, keuchte er, als er kam.

Chiquita tat so, als wäre sie untröstlich über seinen spontanen Erguss. »Es tut mir leid, Señor. Das ist mir noch nie passiert. Ich werde es wiedergutmachen. Versprochen.«

»Na, so schlimm ist es ja auch wieder nicht.« Casey kniff ihr in den Busen. »Gib mir eine halbe Stunde, dann bin ich bereit für die nächste Runde.«

»Sie sind sehr großzügig, Señor.« Sie schielte auf die Schublade, in der seine Geldbörse lag.

Casey wälzte sich auf den Rücken. Er kreuzte die Hände im Nacken, winkelte die Beine an und starrte zum erhellten Fenster hinüber.

Er verfiel in Schweigen.

Chiquita war das recht. Lange, ausufernde Gespräche waren ohnehin nicht ihre Sache. Sie war hier, um dem Freier Entspannung zu verschaffen, mehr nicht. Wer reden wollte, sollte in die Kirche zu seinem Beichtvater gehen.

Sie war immer noch sehr erregt, und im Moment waren ihre Gefühle zwiespältig. Einerseits hatte sie Lust, die angefangene Nummer mit dem Gringo bis zum Ende zu bringen, zum anderen wünschte sie sich, dass der Mann schnell einschlief, damit sie endlich sein Geld nehmen und sich aus dem Staub machen konnte.

»Woran denkst du?«, murmelte er.

Sie sah zum Bett hinüber. Casey waren die Augen zugefallen. Er dämmerte vor sich hin.

»An nichts«, flüsterte sie.

»Du musst doch an irgendetwas denken.«

Sie begann, seine Stirn zu massieren. Vielleicht schlief er dann schneller ein. Sie ertappte sich dabei, wie sie einen sehnsüchtigen Blick auf die Anrichte warf. In der Schublade befand sich ihre Zukunft. Vor Aufregung schlug ihr Herz ein paar Takte schneller.

Ich muss ihn einlullen!

»Ein hübsches Zimmer, das Sie da gemietet haben, Señor«, flüsterte sie. »Und das Bett ist so weich, als läge man auf einem Haufen Daunen.«

»Yeah, das ist wahr.«

»Ehe man sich versieht, sind einen die Augen zugefallen.«

»Yeah-ah.«

Caseys Stimme war kaum noch zu verstehen. Kurz darauf fiel sein Kopf auf die Seite. Der Schlaf hatte ihn übermannt.

Chiquita malte ihm kleine Kreise auf Schläfen, Wangen und Haaransatz. Der Mann stieß einen wohligen Seufzer aus und murmelte etwas.

Die Zeit tröpfelte träge dahin. Nach ungefähr zehn Minuten beendete Chiquita die hingebungsvolle Kopfmassage. Casey war eingeschlafen. Hin und wieder entrang sich ein leiser Seufzer seiner Brust.

Lautlos richtete die Frau sich auf. Höchste Zeit, den Coup zum Abschluss zu bringen. Bald ging die Sonne auf und die Straßen würden voller Menschen sein. Bis dahin musste sie im Zug sitzen.

Sie pflückte ihre abgelegten Kleidungsstücke vom Boden und zog sich an. Nur die Schuhe ließ sie stehen. Die Absätze waren mit Metall beschlagen. Das Geklapper hätte sie womöglich verraten.

Barfuß schlich Chiquita zur Kommode. Bevor sie die oberste Lade aufzog, warf sie einen spähenden Blick über die Schulter. Der nackte Geschäftsmann lag da und schlummerte. Er hatte keine Ahnung, was ihm blühte.

Für einen kurzen Moment zwickte Chiquita das Gewissen. Casey war höflich und fair zu ihr gewesen. Als Dankeschön raubte sie ihn aus und überließ ihn seinem Schicksal.

Du bist ein Miststück, Chiquita, dachte sie und zog die Schublade auf. Das leise Schurren, das dabei erklang, kam ihr unnatürlich laut vor. Sie biss die Zähne zusammen, griff in das Fach und spürte das weiche Leder der Geldbörse.

Vorsichtig nahm sie das Behältnis heraus. Es wog mehr, als sie gedacht hatte. Vermutlich bewahrte der Besitzer neben Banknoten noch Goldnuggets oder andere wertvolle Steine darin auf. Gern hätte sie einen Blick hineingeworfen, doch dazu hatte sie später noch Zeit.

Sie schob die Börse zwischen ihre Brüste ins Mieder. Dann schloss sie die Schublade, wandte sich um und langte nach ihren Schuhen.

Auf Zehenspitzen pirschte sie zur Tür.

Als sie eine Hand auf den Knauf legte, knarrte das Bett. Vor Schreck blieb ihr fast das Herz stehen. Sie wagte es nicht, sich umzublicken.

War Casey wach geworden?

So rasch sie konnte, huschte sie über die Schwelle auf den nachtdunklen Zimmerflur hinaus. Die Treppe, die von der Galerie zum Erdgeschoss mit dem Ausgang führte, lag zum Greifen nahe. Höchstens zehn, zwölf Schritte.

Doch so weit kam Chiquita Diaz nicht.

Nach drei Schritten packte sie eine harte Hand beim Genick.

»Nicht so eilig, Chica! Willst du dich gar nicht von mir verabschieden?«

Alles vorbei!, schoss es ihr durch den Kopf. Ich hab’s verpfuscht! Unter Aufbietung all ihrer Kräfte wollte sie sich losreißen.

Das hässliche Geräusch von zerreißendem Stoff schnitt ihr ins Ohr. Der wütende Casey hielt sie fest gepackt.

Ehe sich Chiquita versah, war das Oberteil ihres Kleides zerfetzt. Im nächsten Augenblick spürte sie, wie ihr die gestohlene Geldbörse aus dem Mieder über den Bauch in ihre Unterhose rutschte.

Casey hatte das bemerkt.

»Ah, was haben wir denn da?« Er riss sie herum und grapschte nach seiner Börse, die aus ihrem Schlüpfer lugte.

Chiquita schlug seine Hand beiseite. Sie war den Tränen nahe. Alles, was sie sich erträumt hatte, verflüchtigte sich gerade. In Schimpf und Schande würde man sie aus der Stadt jagen.

Ganz bestimmt würde Casey sie anzeigen, und John Coffins, der sittenstrenge Friedensrichter, würde ihr eine saftige Haftstrafe aufbrummen. Prostituierte mit einem Hang zum Diebstahl waren in der Gegend nicht sehr beliebt.

Vorbei – alles vorbei …

Casey zerrte wie ein Wilder an ihrer Unterhose. Er wollte seine Börse zurück.

Und ganz plötzlich kam Chiquita die rettende Idee. Sie hatte nichts mehr zu verlieren. Wenigstens versuchen musste sie es.

Sie schrie um Hilfe, so laut sie konnte.

***

Vor dem Galgen an der Ostseite der Plaza drängten sich die Schaulustigen. In der ersten Reihe stand ein Bettelmönch in einem langen, sackähnlichen Gewand. Er hatte eine Hand auf den Blondschopf eines kleinen Mädchens gelegt.

»Du zitterst ja, Marnie. Soll ich dich nicht doch lieber nach Hause bringen?«

»Nein, bitte nicht, Pater«, bat die Kleine. »Ich möchte bei Daddy sein. Ich sehe ihn doch heute zum letzten Mal.«

Der Mann Gottes seufzte und schwieg.

Schon führten zwei Deputies den zum Tode verurteilten Lee Grayson auf das Schafott. Neben dem Galgenbaum machten sie Halt. Der Wind ließ die Schlinge mit dem Henkersknoten hin und her schaukeln.

»Ich bin hier, Daddy!«, rief das Mädchen und winkte.

Der Todeskandidat hob den Kopf. Er richtete das Wort an das Kind, aber zur selben Zeit ging ein lautes Raunen durch die Menge.

»Ich hab’ dich nicht verstanden, Daddy!« Das Mädchen wandte sich an den Mönch. »Was hat er gesagt, Pater? Ich hab’s nicht gehört.«

Der Gottesmann zögerte einen Moment. »Dein Vater sagte, dass er dich liebt, mein Kind«, verkündete er dann.

Da trat der Henker neben den Verurteilten. Er war ein kleiner Mann in einem schwarzen Anzug. Mit feierlicher Geste legte er dem Vater des Mädchens die Schlinge um den Hals. Nach alter Sitte platzierte er die neun Wicklungen unter dem linken Ohr.

»Daddy!«

Zum letzten Mal trafen sich die Blicke von Vater und Tochter. Dann öffnete sich die Luke unter den Füßen des Verurteilten. Der Strick spannte und sein Körper schoss wie ein Stein in die Tiefe.

Mit einem Ruck schreckte Lee Grayson in seinem weichen Bett aus dem Albtraum.

»Zu Hilfe!«, gellte die Stimme einer Frau. »Hilfe!«

Die Schreie waren real.

Halb benommen sprang Grayson aus dem Bett. Im Zimmer war es dunkel wie in einem Sarg. Er horchte angespannt. Die Eindrücke der geträumten Hinrichtung klebten wie Blutegel an ihm.

Er rieb sich die Augen, während er sich zur Tür tastete.

»Hilfe!«

Die Schreie waren ganz nahe. Der Lärm hörte sich an, als würde direkt vor seiner Tür einer Frau Gewalt angetan.

Der Revolvergürtel mit dem Holster baumelte an einem Haken in Augenhöhe. Grayson riss seinen Colt aus der Lederhülle und spannte den Schlaghammer.

Enthemmt stürzte er auf den halbdunklen Gang hinaus.

Ein schlaksiger Mann und eine Frau, der die Kleidung in Fetzen vom Leib hing, balgten miteinander. Auf den Wangen des Mannes zeichneten sich blutige Kratzspuren ab. Immer wieder versuchte er, der Frau den Schlüpfer vom Leib zu reißen. Sie wehrte sich verzweifelt.

Grayson sah rot. Er holte aus und hieb dem Mann den Colt über den Schädel. Der Frauenschänder fiel um wie ein Sack Mehl in der Mühle.

Die Frau wich zurück und strich ihr zerzaustes Haar nach hinten. Gehetzt starrte sie auf den dicklichen Portier, der gerade ankam.

»Mein Gott, was ist denn hier los?«, keuchte Bumble.

Die Frau schwieg.

Grayson zeigte auf den Mann am Boden. »Der Kerl ist betrunken. Er hat versucht, der Dame Gewalt anzutun. Ich musste seinen Tatendrang bremsen.«

»Mr. Casey – ein Sittenstrolch?« Der Portier schien überrascht. Er ging neben dem Niedergeschlagenen in die Hocke. »Mr. Casey? Hallo, Mr. Casey!«

Grayson packte den Ohnmächtigen bei den Füßen. »Wir tragen den Gent auf seine Bude. Fassen Sie ihm unter die Achseln, Bumble. – Hau ruck!«

Sie wuchteten den schweren Körper auf das zerwühlte Bett im Nebenzimmer.

Die Frau blieb an der Tür stehen. Scheinbar ratlos trat sie von einem Bein aufs andere. Sie versuchte ihre Blößen zu bedecken, was ihr aber nicht so recht gelang. Ihr Kleid war völlig hinüber. Immer wieder schoben sich ihre kugeligen Brüste durch den zerrissenen Stoff.

»Ich brauche etwas zum Anziehen«, sagte sie zu dem Portier. »In meinem Aufzug kann ich doch nicht nach draußen.«

Bumble musterte sie argwöhnisch. »So weit ich mich entsinne, sind Sie kein eingetragener Gast im Lone Star Hotel, meine Liebe. Ich sehe keine Veranlassung, Sie mit Kleidung auszustatten, Miss …? Ich kenne ja nicht einmal Ihren Namen.«

»Chiquita Diaz.«

Grayson zeigte auf den reglosen Mann im Bett. »Hat er Sie mit aufs Zimmer genommen, Miss Diaz? Ich meine, sind Sie ihm freiwillig gefolgt?«

Die Frau schüttelte den Kopf. »Nein, mein Herr. Señor Casey hat mich gezwungen. Er hat gedroht, mir etwas anzutun, wenn ich nicht zu ihm ins Hotel komme. Ich hatte furchtbare Angst. Da bin ich mit ihm gegangen. Wie ein hungriger Wolf ist er über mich hergefallen. Es war schrecklich!«

Grayson war skeptisch. »Hm, was Sie nicht sagen.«

Aus dem Erdgeschoss tönte die Handklingel. Ein Mann rief Bumbles Namen.

»Ich muss gehen«, sagte der Portier. »Jemand verlangt nach mir.«

»Gehen Sie nur!« Grayson schob sich den Revolver in den Hosenbund. Er grinste breit. »Ich regle das hier schon. Es macht mir nichts aus.«

»Aber ich kann das Problem doch nicht Ihnen überlassen, Sir. Sie sind Gast …«

»Keine Sorge. Ich mach das schon.«

»Na gut, wenn Sie meinen.« Der Hotelangestellte salutierte wie ein Soldat. Die Klingel ertönte abermals. Bumble eilte die Treppe hinunter zum Empfangspult.

Grayson rieb sein Kinn.

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