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Lassiter - Folge 2145

Inhalt

  1. Cover
  2. Impressum
  3. Lassiter und die Gierigen von Montana
  4. Vorschau

Lassiter und die Gierigen von Montana

Die braungelben Staubmäntel der drei Männer wehten bei jedem Schritt, den sie auf dem steil ansteigenden Bergpfad zurücklegten. Der Kahlköpfige, der voranging, trug eine dicke Rolle aus flauschig weißem Stoff unter dem linken Arm. Der zweite Mann hatte schulterlanges blondes Haar. Der dritte, dunkelhaarig, fiel durch einen mächtigen Schnauzbart auf.

Der Glatzkopf sprach, ohne sich umzudrehen. »Macht euch auf was gefasst, Männer. Die sind nicht normal da oben.« Die beiden anderen lachten glucksend.

Nach einer Wegbiegung sahen sie die Felswand vor sich. Die Frau neben dem Höhleneingang sah aus wie ein Mann und war in eine altrömische Toga gekleidet. »Tut mir leid, Gentlemen«, sagte sie energisch, »Männer haben hier keinen Zutritt.«

»Wetten, doch?«, erwiderte der Kahle und schlug die rechte Mantelhälfte zur Seite.

Die braunen Augen der Römerin richteten sich auf den Sechsschüsser des kahlköpfigen Mannes, dann wanderten sie um eine Handspannenlänge nach rechts. Sie wirkte nicht sonderlich beeindruckt. Ihr kurzgeschnittenes dunkles Haar war pomadisiert und in der Mitte gescheitelt. Ein spöttisches Lächeln kräuselte ihre Lippen, als sie sagte: »Sie haben einen großen Revolverkolben, Sir.«

Er ging nicht darauf ein und tat, als wäre sie Luft. Er und seine beiden Begleiter handelten nach einem sorgfältig durchdachten Plan. Dazu hatten sie den Berg, die Höhle und die Umgebung erforscht. Während die Frau im antiken Gewand sich anstrengte, ihre nun doch wachsende Unruhe nicht zu zeigen, kamen der Langhaarige und der Schnauzbärtige näher. Auf dem kleinen Plateau vor der Höhle stellten sie sich links und rechts von ihrem Anführer in Positur. Sie folgten seinem Beispiel und warfen die rechte Hälfte der Mäntel zur Seite, sodass auch ihre Revolver sichtbar wurden.

»Was soll das werden?«, fragte die Römerin und versuchte, forsch zu klingen. »Ein Überfall?« Sie zeigte auf das Holzschild über dem Eingang der Felsenhöhle. Crystal Palace stand in professionell gemalten schwarzen Buchstaben auf dem Schild. Darunter war in kleineren Buchstaben zu lesen: A Subsidiary of Belleville, Montana. Die männlich aussehende Frau in der Tunika erklärte dazu: »Der Kristallpalast ist eine Niederlassung von Belleville. Und Belleville ist keine Stadt, sondern ein Sanatorium außerhalb von Billings, Montana, nur zwei Meilen von hier. Manche Besucher und Kurgäste sagen allerdings, Belleville mit seinen unterschiedlichen Einrichtungen und Anwendungen sei wie eine kleine Stadt. Das Wichtige für Sie, Gentlemen, dürfte allerdings sein, dass wir hier kein Geld aufbewahren. Zahlungen werden ausschließlich in der Zentrale in Belleville abgewickelt. Hier …«, sie breitete die Arme aus und wies mit den Handflächen auf den vor ihr stehenden Tisch mit kleinen Stapeln von Broschüren und Handzetteln, »habe ich nur Informationsmaterial anzubieten.«

»Für was halten Sie uns, Madam?«, entgegnete der Glatzkopf und ahmte den geschraubten Tonfall ihrer Erläuterungen nach. »Sehen wir etwa aus wie Banditen? Sind wir etwa maskiert?«

»Nein, das nicht«, antwortete sie. »Aber ich fasse Ihren Auftritt durchaus als Bedrohung auf, obwohl Sie keinen Grund haben, mich anzugreifen. In der Höhle gibt es nichts außer warmen Heilwasserquellen und interessanten Tropfsteinformationen. Ich kontrolliere lediglich die Eintrittsausweise, beziehungsweise Gastkarten, und ich trage keine Waffe.«

»Bevor wir das glauben, müssten wir erst einmal einen Blick unter Ihren Kittel werfen.« Der Wortführer grinste anzüglich. Seine Komplizen lachten ungeniert.

»Es handelt sich um eine römische Toga«, sagte sie scharf und räusperte sich. »Also, wenn Sie mir keinen stichhaltigen Grund für Ihre Anwesenheit nennen können, muss ich Sie leider auffordern, zu gehen.«

»Sie können uns zum Tanzen auffordern«, entgegnete der Kahlköpfige spöttisch. »Darauf würden wir vielleicht noch eingehen. Alle anderen Aufforderungen können Sie vergessen. Im Übrigen sind wir hier verabredet.«

»Das kann nicht sein. So etwas kommt nur in ganz seltenen Fällen vor, und wenn, dann sind meine Kolleginnen oder ich darüber informiert.«

»Können Sie sich vorstellen, meine Verehrteste«, der Kahle beugte sich zu ihr vor und grinste unverschämt, »dass uns das nicht die Bohne interessiert?«

»Außerdem«, meldete sich der Blonde zum ersten Mal zu Wort, »haben wir unsere eigene Art von Verabredung. Die beruht sozusagen nicht auf Gegenseitigkeit.«

Wortlos griff die Römerin unter die Tischkante, wo sich eine Schublade befand. Sie schaffte es noch, die Schublade zu öffnen. Dann ließ die peitschende Stimme ihres Gegenübers sie erschrocken innehalten. Sie wich zurück.

»Tun Sie das nicht, Madam!« Mehr brauchte er nicht zu sagen, denn der Revolver lag wie hingezaubert in seiner Rechten. Der lange Lauf war auf ihren Oberkörper gerichtet. Seine Komplizen machten sich indessen nicht einmal die Mühe, ihre Waffen zu ziehen.

»Sie sollten meine Anweisung befolgen und verschwinden«, sagte die Dunkelhaarige mit vibrierender Stimme. »Wir erwarten einen guten Freund, der jeden Moment eintreffen wird. Ich kann Ihnen versichern, dass es dann ungemütlich für Sie werden wird.«

»Sie widersprechen sich, Madam«, sagte der Wortführer. »Ich denke, Männer haben hier nichts zu suchen.«

Sie schüttelte den Kopf. »Das ist absolut kein Widerspruch. Ich erwähnte schon, dass es Ausnahmen gibt.«

Der Kahlköpfige beachtete sie auch diesmal nicht. Er legte seine Flauschrolle auf die Broschüren und beugte sich über den Tisch. Ohne den Sechsschüsser aus der Visierlinie zu nehmen, griff er in die Schublade und förderte einen 45er Double Action Colt zutage. Er gab ein vorwurfsvolles »Ts, ts, ts« von sich und schob den Revolver unter seinen Hosenbund.

»Was für eine schwere Waffe für eine schwache Lady«, sagte er tadelnd. »Ist Ihnen bekannt, was für einen Kraftaufwand dieser Spannabzug erfordert? Da können Sie gar nicht anders, da müssen Sie so ein Ding einfach verreißen. Und das Ergebnis ist, auf zehn Yard treffen Sie nicht mal ein Scheunentor.«

»Danke für die Belehrung«, erwiderte die Römerin. »Ich bedaure, dass ich Ihnen nicht das Gegenteil beweisen kann.«

Die Männer lachten wieder.

»Hören Sie«, erklärte der Wortführer. »Mein Freund Wilbur …«, mit einer Kopfbewegung deutete er auf den Schnauzbärtigen, »wird Ihnen jetzt Gesellschaft leisten, und mein Freund Carl und ich begeben uns in Ihren Kristallpalast – zu unserer Verabredung. O Verzeihung.« Er machte ein spöttisches Gesicht und deutete eine Verbeugung an. »Mich selbst habe ich noch gar nicht vorgestellt. Mein Name ist Darren. Mehr müssen Sie nicht wissen. Nachnamen sind in unserem Fall Schall und Rauch.«

Abermals erscholl dreistimmiges Gelächter. Wilbur stakste scheinbar steifbeinig hinter den Tisch und baute sich neben der Frau auf. Sie wich einen halben Schritt zur Seite, wagte aber nicht, wegzulaufen. Unterdessen nahm Darren seine Stoffrolle wieder auf, wandte sich ab und ging gemeinsam mit Carl auf den Höhleneingang zu.

Die Römerin wartete, bis die beiden Männer nicht mehr zu sehen waren. Der hohle Nachhall ihrer Schritte war nur noch einen Moment lang aus der Höhle zu hören, dann wurde es still. Einen Atemzug später erklang Hufgeräusch vom Fuß des Berges. Der Mann namens Wilbur und die Frau in der Toga drehten sich um. Zu sehen war wegen eines dichten Baum- und Buschgürtels dort unten jedoch nichts.

»Das wird er sein«, sagte die Frau und wandte sich wieder nach vorn.

»Der gute Freund?« Wilbur lachte glucksend.

Sie nickte. »Wenn er es ist, wird er Ihnen eine Lektion erteilen – und zwar eine nachhaltige Lektion.«

Wilbur stieß einen verächtlichen Laut aus und blickte zum Höhleneingang. »Da drinnen spielt die Musik, Madam. Das hören wir hier draußen zwar nicht, aber ich fürchte, Ihr guter Freund wird das Konzert nicht mehr stoppen können.«

***

Am Fuß des Bergs gab es einen Platz mit Wassertrögen, Haferkisten und Haltebalken für Gespannpferde und Reitpferde. Lassiter versorgte seinen Braunen und leinte ihn an. Die Zahl der vorhandenen übrigen Pferde und vor allem Kutschen ließ darauf schließen, dass sich gut und gerne etwa zwanzig Personen im Crystal Palace aufhielten. Hier unten war niemand zurückgeblieben; kein Kutscher döste auf den Sitzpolstern, und kein Reiter hatte sich im weichen Gras am Rand des Platzes ausgestreckt. Dort, wo der Weg nach oben begann, stand ein Schaukasten mit Informationen über die Wasser-Anwendungen, mit denen sich gesundheitsbewusste Menschen in der Felsenhöhle etwas Gutes tun konnten. Überwiegend waren es Frauen, die dieses Angebot annahmen, zumal auch die Liste der Kurgäste im nahen Belleville mehrheitlich aus weiblichen Namen bestand.

Ein Wegweiser neben dem Schaukasten machte darauf aufmerksam, dass bis zu den wohltuenden Wassern der Höhle eineinhalb Meilen zu Fuß zurückgelegt werden mussten, teilweise mit beträchtlicher Steigung. Der Lohn für die Mühe bestehe aber in einem angenehmen Aufenthalt und einem persönlichen Gewinn an körperlicher Leistungsfähigkeit.

Lassiter machte sich an den Aufstieg. Diantha hatte ihm an der Hotelrezeption in Billings eine Nachricht hinterlassen und ihn gebeten, sie sofort aufzusuchen – einerlei, wo. Der große Mann hatte nicht gezögert, ihren Wunsch sofort in die Tat umzusetzen. Denn er wusste, dass sie weder hysterisch war noch zur Übertreibung neigte. Sie brauchte seine Hilfe. Und zwar sofort. Mehr musste er nicht wissen. Er kannte sie lange genug, um zu wissen, dass sie ihn um nichts bitten würde, das nicht dringend notwendig war.

Der Rezeptionsangestellte hatte ihm die Route zum Crystal Palace beschrieben und zwinkernd hinzugefügt, dass er dort als Erstes auf eine gewisse Rosalyn Boone treffen werde. Falls er sich stattdessen einem Mann gegenübersehe, sei er trotzdem an der richtigen Adresse. Der Fußweg zur Höhle führte durch dichtes Buschwerk, das stellenweise mehr als mannshoch war. Hoch aufragende Laubbäume bildeten einen gut fünfzig Yard breiten Streifen. Der Weg verlief in Serpentinen und war bald darauf nur noch ein Pfad. Mit zunehmender Höhe ließ die Vegetation nach, und kurz darauf säumten steile Felswände den Pfad.

Diantha Payne war eine wohlhabende Frau. Er hatte sie in Washington DC kennengelernt. Sie konnte sich normalerweise gut selbst helfen, und sie war in der Lage, Hilfe zu bezahlen, wenn es sein musste. Wenn sie sich trotzdem an Lassiter wandte, dann steckte mehr dahinter als nur ihre Sehnsucht nach ein paar heißen Nächten mit ihm. Über seinen Job bei der Brigade Sieben wusste auch sie nichts, wohl aber hatte sie Kontakt zu einigen einflussreichen Politikern in der Hauptstadt. Auf diese Weise hatte sie herausgefunden, dass Lassiter sich zurzeit in Sheridan, Wyoming, aufhielt, wo er auf einen Einsatzbefehl wartete. Dort hatte er ihr Telegramm erhalten und sich sofort in die nächste Postkutsche gesetzt.

Lassiter kannte auch Rosalyn Boone, eine enge Vertraute Dianthas. Das Zwinkern des Hotelclerks hatte sich auf ihr äußeres Erscheinungsbild bezogen. Rosalyn liebte es, wie ein Mann auszusehen, sowohl durch ihre Kleidung als auch durch ihre Haarfrisur.

Er erblickte sie hinter einer letzten Wegkrümmung. Zu seiner Rechten ragte die Felswand mittlerweile doppelt mannshoch auf. Der Pfad mündete auf ein kleines Plateau, das vor dem Höhleneingang einen natürlichen Vorplatz bildete.

Rosalyn hatte eine Hand vor dem Mund, die nicht ihr gehörte. Es war eine Männerhand. Über deren Winkel aus Daumen und Zeigefinger standen ihre Augen groß und weit vor Angst. Die dazugehörige rechte Männerhand war nicht weit entfernt, nur um eine Revolverlänge von der Todesangst in ihren Augen. Jene rechte Hand umschloss einen Revolverkolben, und die Laufmündung drückte eine Mulde in ihre Schläfe. Rund um den blauschimmernden Waffenstahl bildete Rosalyns ansonsten gebräunte Haut einen kleinen kreideweißen Kreis.

Der Anblick erzeugte einen Feuerball der Wut in Lassiters Eingeweiden. Jäh spannten sich seine Muskeln an. Er bezwang die Wut innerhalb dieses Sekundenbruchteils, ersetzte sie durch kalte Überlegtheit. Der Bastard dort hinter dem Tisch hielt Rosalyn als Schutzschild, und es sah verdammt danach aus, dass seine Rechnung aufgehen würde. Außer seinen Händen und dem Revolver war nicht viel von ihm zu sehen. Sein Staubmantel verlieh der weißen Toga einen braungelben Rahmen. Rosalyns Kopf mit dem enganliegenden dunklen Pomadenhaar war schmal, verglichen mit dem breiten Schädel ihres Bezwingers. Er hielt den Kopf nach rechts geneigt, um sehen zu können. So war ein Teil seines struppigen dunklen Haars zu sehen, außerdem seine rechte Augenpartie und das rechte Ende seines mächtigen Schnauzbarts, der ihm bis kurz vor die Kinnspitze reichte.

»Verdammt, Lassiter«, knurrte er. »Warum muss man dir immer wieder über den Weg laufen?«

Der Mann der Brigade Sieben erkannte ihn im selben Moment. »Das liegt an dir selbst, Wilbur. Strolche wie du haben eine verhängnisvolle Neigung. Unterbewusst – das heißt, du merkst es selbst gar nicht – suchst du die Nähe des Gesetzes. Du willst es eigentlich gar nicht, aber du tust es.«

»Tatsächlich, das ist wahr. Bis vor ein paar Minuten habe ich ja noch gar nicht gewusst, dass du hier aufkreuzen würdest. Deine Mannweib-Freundin hier hat es mir erst verraten. Und zu dem Zeitpunkt habe ich es noch gar nicht mal geglaubt.« Wilbur Doyle hatte den Strolch hingenommen, ohne mit der Wimper zu zucken. Sein rechtes Auge fixierte den großen Mann über den Lauf seines Colts hinweg.

Es war Rosalyn, die jetzt sprach und dem großen Mann zuvorkam. »Lassiter », sagte sie ernsthaft, »nimm auf mich keine Rücksicht. Schieß diesen Mistkerl über den Haufen, verdammt noch mal. Kümmere dich einfach nicht um mich. Jage ihm eine Kugel in den Kopf. Das ist doch eine Kleinigkeit für dich, oder?«

Lassiter nickte. »Das schon. Aber die Sache hat einen Haken, Rosalyn. Ich habe meinen Remington noch nicht gezogen. Und die Zeit, die ich dafür brauche, wird er nutzen, um dir eine Kugel durch den Kopf zu jagen. Natürlich wird er …«

Der erkennbare Teil von Wilburs Gesicht grinste breit und siegesgewiss.

»… dann kein zweites Mal abdrücken können, weil ich inzwischen den Remington frei habe und ihm das Gehirn aus dem Schädel blase.

Dem Schnauzbärtigen fiel das Grinsen aus dem Gesicht. Er wollte etwas erwidern, doch abermals meldete sich Rosalyn zu Wort. »Das geht doch schneller, Lassiter. Ich weiß, dass du diesen Hurensohn töten kannst, bevor er überhaupt den Zeigefinger krümmen kann.«

»Das ist richtig, Ros. Das würde aber erst dann funktionieren, wenn er seine Revolvermündung von deiner Schläfe wegnimmt. Und ich fürchte, ich kann ihn nicht dazu überreden, das zu tun.«

Wilburs triumphierendes Grinsen kehrte zurück.

»All right«, sagte Rosalyn sachlich. »Dann muss ich es eben tun.« Noch während sie die letzten beiden Silben aussprach, warf sie ruckartig den Kopf nach links, weg von der Mündung. Auch den Oberkörper bog sie blitzschnell nach links.

Wilbur Doyle zuckte ungewollt zusammen, fluchte, zog reflexartig durch. Nur knapp verriss er den Colt – zu wenig, viel zu wenig. Die Waffe krachte und klang wie schmetternder Donner, der von der Felswand abprallte. Rosalyn schrie. Lassiter zog im selben Atemzug. Der Remington flog in seiner Rechten hoch, spie Feuer und Blei, noch bevor Doyles Schuss verhallte. Lassiters Kugel traf Doyles rechte Kopfhälfte. Die Wucht des Einschusses schleuderte ihn von Rosalyn weg, als sie schreiend zur Seite sank. Den Remington weiter schussbereit, eilte Lassiter zu ihr. Ein Blick genügte ihm, um zu erkennen, dass von Wilbur Doyle nie wieder eine Gefahr ausgehen würde. Dennoch nahm Lassiter den Colt des Mannes an sich, ehe er sich neben Rosalyn kniete und sich über sie beugte. Der große Mann wusste, dass Wilbur Doyle in den seltensten Fällen allein gehandelt hatte. Schon deshalb durfte er eine Waffe nicht frei herumliegen lassen.

Rosalyn hatte die Augen geschlossen, ihr Gesicht war vor Schmerzen verzerrt. Ihr Schrei war in ein Wimmern übergegangen. Lassiter kniete sich neben sie, und sie öffnete die Augen, als er ihren Kopf und die Schultern auf seine Oberschenkel bettete. Ein Lächeln glättete ihre Gesichtszüge; das Wimmern versiegte.

»So fällt es einem leicht, sich zusammenzureißen«, sagte sie heiser. »Schade nur, dass es mit dir selten mehr als ein flüchtiger Moment ist.«

»Warte es ab«, entgegnete er und erwiderte ihr Lächeln.

»Ist das ein Versprechen?«

Er schmunzelte. Statt zu antworten, untersuchte er ihre rechte Kopfhälfte.

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