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Lassiter - Folge 2129

Der Kampf um Lady Rose

»Für dich ist kein Platz in dieser Stadt«, sagte der kleine Mann. Er hatte den Finger am Abzug. »Auch wenn du denkst, du bist groß und stark, Lassiter, wir können dich hier einfach nicht dulden. Du musst weg. Verstehst du?«

Der große Mann grinste. »Das sind viele Worte für eine kurze Botschaft.«

»Ach.« Der Kleinere erwiderte Lassiters Grinsen. »Begreifst du es besser, wenn ich in kurzen Sätzen spreche? Etwa so: ›Verschwinde aus der Stadt!‹?«

»Ja, das nenne ich eine klare Ansage«, entgegnete

Lassiter. »Darauf lässt sich ebenso verständlich antworten mit: ›Du kannst mich mal.‹«

Der kleine Mann verzog keine Miene. Er schwenkte den Revolverlauf von Lassiter weg auf die schlafende nackte Frau im Bett. »Vielleicht muss ich erst ihr wehtun, damit du kapierst.«

»Du bist ein komischer Kerl«, sagte Lassiter. »Erst beweist du einen gewissen Sinn für Humor, dann verwandelst du dich in einen niederträchtigen Drecksack.«

Alfred Wheeler, so hieß der kleine Mann, lachte. Es sah aus, als ob er sich geschmeichelt fühlte. Auf jeden Fall fühlte er sich als Herr der Lage. Mit unüberhörbarem Spott antwortete er: »Es kommt immer darauf an, wohin man seinen Sechsschüsser richtet. Habe ich recht?«

»Hundertprozentig«, antwortete Lassiter und lächelte hintersinnig.

Wheeler konnte die Gedanken seines Gegenübers nicht erahnen. Unbeirrt fuhr er fort: »Als Mann fühlt man sich einfach hundsmiserabel, wenn eine Frau Schmerzen leiden muss. Das ist einem angeboren, glaube ich. Oder anerzogen. Auf jeden Fall kann man nichts dagegen tun. Da spielt es dann nicht mal eine Rolle, ob die betreffende Lady eine Schlampe ist oder nicht. Frau ist Frau, da macht man keinen Unterschied.«

»Du irrst dich, Al«, entgegnete Lassiter ruhig.

»Was?« Wheeler lachte erneut, abgehackt diesmal. »Du kommst hierher, bist gerade mal zwei Tage in der Stadt und behauptest schon, du könntest sämtliche hier lebenden Ladys in gute oder schlechte einteilen?«

»Davon rede ich nicht«, erwiderte der Mann der Brigade Sieben. »Was ich sagen will, ist auch ganz einfach. Du irrst dich, wenn du denkst, ich könnte nichts gegen dich tun.«

Wheeler runzelte die Stirn. Offenbar angestrengt schien er darüber nachzudenken, was Lassiter jetzt schon wieder gemeint haben könnte. Der große Mann ließ ihm Zeit dafür. Die Situation war heikel, stellte aber kein unlösbares Problem dar. Solange der kleine Revolvermann sich überlegen fühlte, würde er nicht unbeherrscht handeln.

Lassiter kannte ihn schon seit Jahren. Sie waren sich in den Dakotas begegnet, in Deadwood, in Bismarck und schließlich in Yankton. Immer hatte er für Männer gearbeitet, denen Lassiter im Auftrag der Brigade Sieben auf den Zahn fühlen sollte. Wohlhabende Männer mit Dreck am Stecken, das war Wheelers typische Klientel. Ihnen bot er sich an, und in den meisten Fällen nahmen sie ihn mit Kusshand. Auch hier, in Miles City, Montana, verhielt es sich so. Seine mangelnde Körpergröße glich er durch Tücke und Hinterhältigkeit aus. Dafür wurde er gefürchtet, und das hatte sich längst herumgesprochen.

Dass er, Lassiter, sich im Hotel Belvedere einquartiert hatte, hatten alle in der Stadt mitbekommen, die es wissen wollten. Dass er sich aber mit der Inhaberin, Valerie Ingham, in die Prominentensuite zurückgezogen hatte, war ihrer beider Geheimnis gewesen. Jedenfalls hatten sie das geglaubt. Bis vor zwei Minuten. Da hatte der Mann der Brigade Sieben vorsichtige Schritte vom Korridor her vernommen, und gleich darauf war das metallische Gleiten eines Schlüssels im Türschloss zu hören gewesen.

Lassiters Vorteil war es, dass er hellwach war. Während Valerie vor totaler Erschöpfung neben ihm auf dem breiten Diwan schlief, war er bereits aufgesprungen, als er die Schritte gehört hatte. Bis die Tür aufgeschwungen war, hatte er es geschafft, in seine Hose zu steigen und den Revolvergurt anzulegen. Ziehen hatte er jedoch nicht mehr können, denn Al Wheeler hatte seinen Sechsschüsser schon im Anschlag gehabt, als er hereingeplatzt war.

All right, Wheeler war schnell wie der Teufel gewesen, aber nicht schnell genug, um Lassiter in völliger Wehrlosigkeit zu erwischen. Denn mit seinem Remington an der Hüfte fühlte er sich alles andere als hilflos. Und Wheeler, die Ratte, durfte sich jetzt den Kopf darüber zerbrechen, was er wohl in petto hatte, um diese für ihn eigentlich aussichtslose Lage doch noch zu seinen Gunsten zu wenden.

Der Personenkreis, der über sein Tête-à-tête mit der Hotelinhaberin Bescheid wusste, war äußerst stark eingeschränkt, belief sich auf allerhöchstens zwei oder drei.

Dem Revolvermann schien indessen nichts einzufallen. Noch immer stand er da, den Colt auf Valerie gerichtet, die von allem nichts mitbekam. Sie schlief wie eine Tote. In den zurückliegenden zehn Nachtstunden mit Lassiter hatte sie sich völlig verausgabt. Sie war eine schöne Frau mit langem blondem Engelshaar und einem atemberaubenden Körper. Sie lag halb auf der Seite, hatte die Beine im Schlaf angezogen wie ein kleines Kind.

Doch ihre Formen waren alles andere als kindlich. Die prachtvollen Oberschenkel gingen über in zwei formvollendete Hinterbacken, und wenn Wheeler seinen Blick weiter aufwärts gleiten ließ, konnte er ebenfalls einen Blick auf ihre großen Brüste erhaschen, die straff und fest zwischen ihren Armen ruhten. Wheeler wäre also voll auf seine Kosten gekommen, rein optisch jedenfalls, wenn er nicht diesen Job im Kopf gehabt hätte, den er für Monaghan ausführen musste.

Charles Monaghan war der mutmaßlich korrupte Hundesohn, auf dessen Lohnliste Al Wheeler stand. Monaghan war nicht nur der reichste Geschäftsmann in Miles City, sondern auch noch Bürgermeister. Damit alles nach seinen Vorstellungen lief und er die Stadt kontrollieren konnte, wie er wollte, beschäftigte er Kerle vom Schlage eines Al Wheeler.

Offiziell rangierten Wheeler und seine Kollegen unter der Rubrik »Sicherheitspersonal«. Eher traf schon die Bezeichnung Leibwächter zu, aber im Grunde waren diese Burschen bezahlte Mörder, die einen Widersacher ohne mit der Wimper zu zucken abknallten. Und Widersacher gab es für Machtmenschen wie Charles Monaghan mehr als genug. Das lag zum großen Teil an seinen Geschäften, die sich oft genug außerhalb der Legalität bewegten.

Washington war auf ihn aufmerksam geworden, weil er verdächtigt wurde, Armeeeigentum in großem Stil zu veruntreuen. Als ehemaliger Colonel der US Cavalry war er dazu in der Lage, denn er verfügte über allerbeste Beziehungen zu seinen früheren Offizierskollegen in den Regimentsstäben. Von der geheimen Brigade Sieben wusste Monaghan zwar garantiert nichts, aber wenn ein Mann aus Washington DC im fernen Montana auftauchte, hatte der Ex-Colonel allen Grund, sich Sorgen zu machen.

Grund genug offenbar, den Störenfried aus der Hauptstadt beseitigen zu lassen. Lassiter notierte diese Tatsache im Hinterkopf, denn sie lieferte ihm gewissermaßen den roten Faden für seine weitere Taktik. Durch seine Reaktion zeigte Monaghan letzten Endes, dass der Verdacht gegen ihn begründet war. Und er, Lassiter, durfte in dieser Stadt auf nichts und niemanden Rücksicht nehmen.

Am allerwenigsten auf Alfred Wheeler.

Al würde sterben, wenn er es auf die Spitze trieb. Hier und jetzt.

»Ich gebe dir noch eine Chance«, sagte Lassiter trotzdem. Das Gebot der Fairness gehörte zu seinen ehernen Grundsätzen. Mit dem Klang seiner Stimme ließ er unterdessen keinen Zweifel daran, dass er meinte, was er sagte. »Nimm den Colt runter, dann lasse ich dich am Leben.«

Wheelers Kinnlade klappte herunter. Er kriegte den Mund nicht wieder zu. Dabei blieb es sekundenlang, bis seine Kinnmuskulatur wieder funktionierte. Er schnappte nach Luft, als ob er kurz vor dem Ersticken war. Was ihn bis ins Mark traf, war die Tatsache, nicht für voll genommen zu werden.

»Was bildest du dir ein?«, fauchte er schließlich. »Mit welchem Recht verhöhnst du mich?«

»Ich verhöhne dich nicht. Jedes Wort ist ernst gemeint, Al.«

Der Revolvermann stieß einen zornigen Laut aus. »Glaubst du, ich weiß nicht, was du denkst? Nur weil mir ein paar Inches an Länge fehlen, meinst du wohl, du könntest so tun, als ob es diesen Revolver in meiner Hand überhaupt nicht gäbe.« Er stieß einen heiseren Laut aus und fuhr fort. »Meinetwegen. Ich kenne meine Nachteile. Als ich in diese Stadt gekommen bin, haben mich die Leute nur mitleidig angesehen. All right, sie nennen mich noch heute einen Giftzwerg – aber nur, wenn sie sicher sind, dass ich es nicht mitkriege. Daran sieht man, dass ich mir Respekt verschafft habe. Glaubst du, ich lasse mir das von einem Fremden kaputtmachen?«

»Du redest Unsinn, Al. Du weißt genau, wer ich bin. Deshalb solltest du meinen Rat befolgen. Lass die Waffe fallen und verzieh dich leise weinend aus der Stadt. Noch kannst du es, denn ich würde dich einfach laufen lassen.«

Wheeler heulte auf, als würde er durchdrehen. »Sag mal, bist du noch bei Sinnen? Ich stehe hier, um dir klarzumachen, dass du aus Miles City verschwinden sollst!«

Lassiter blieb ruhig. »Du verstehst anscheinend noch immer nicht, um was es geht, Al.« Er schüttelte mitleidlos den Kopf. »Ich bringe es noch einmal für dich auf den Punkt: Es geht um Leben oder Tod. Das bedeutet, für dich reduziert sich die ganze vertrackte Situation – in die du dich selbst gebracht hast – auf die Frage, ob du am Leben bleibst oder nicht. Und das wiederum hängt einzig und allein von mir ab.«

Wheeler starrte ihn an, und er machte fast den Eindruck, als würden ihm die Augen aus den Höhlen springen. Langsam hob er den linken Arm, streckte den Zeigefinger der linken Hand aus und wies auf den Revolver in seiner Rechten. »Siehst du das? Siehst du, dass ich nur einen lächerlich geringen Druckpunkt überwinden muss, damit der Colt hier losgeht? Das ist ein guter alter Single Action, mein Lieber. Da geht der Abzug wie Butter.«

Lassiter blieb äußerlich völlig ruhig. Der springende Punkt war für ihn ein gänzlich anderer. Valeries Leben hing an einem seidenen Faden, und sie hatte es bis jetzt nicht einmal mitgekriegt.

Nun, nachdem er Wheeler mürbegemacht hatte, war es an der Zeit, den Trick anzuwenden, auf den er hinaus wollte. Wie ungewollt und scheinbar zwanghaft bemüht, es nicht zu tun, ließ der große Mann seinen Blick zur Seite gleiten, nach links von Wheelers Gesicht weg, über seine Schulter und zur Tür hin. Doch nur einen Moment lang, so schien es, erlaubte sich Lassiter diese Abgelenktheit, dann konzentrierte er sich wieder auf das Gesicht des Revolvermanns. Aber es genügte, denn er löste den beabsichtigten Reflex bei Wheeler aus.

Sein Kopf ruckte nach rechts. Es war nicht mehr als der Ansatz einer Bewegung, nur die instinktive Reaktion auf Lassiters Blick zur Tür. Wheeler erschrak über den Moment des Kontrollverlusts und versuchte sofort, den Fehler wiedergutzumachen. Doch er hatte die Visierlinie verloren. Sie wiederzufinden, kostete ihn Zeit – und mehr als diese winzige Zeitspanne brauchte Lassiter nicht.

Er zog. Die Bewegung seiner Rechten lief derart fließend und blitzschnell ab, dass Wheeler sie nicht einmal mitbekam. Plötzlich, als er noch im Begriff war, den Abzugsfinger zu krümmen, sah er die Umrisse eines schweren Remington-Revolvers in Augenhöhe. Ein greller Blitz stach aus der Mündung, und im selben Moment verspürte der Revolvermann einen Schlag an der rechten Schulter, als hätten ihn zwei Pferdehufe gleichzeitig getroffen. Das Krachen des Schusses füllte den Raum wie Donner.

Wheeler schrie auf. Er wurde zurückgeschleudert. Durch die Wucht des Einschusses wurde sein rechter Arm emporgerissen; die Waffe in seiner Hand entlud sich erst jetzt und die Kugel fuhr schmetternd in die Zimmerdecke. Zwischen den Wänden vervielfachte sich der Höllenlärm der Schüsse noch und ließ die Trommelfelle klirren. Wheelers Sechsschüsser polterte zu Boden.

Valerie Ingham stieß einen Schreckensschrei aus. Sie kam mit dem Oberkörper hoch und wurde sofort wieder still, als sie die Situation erfasste. Sie war eine Frau des Westens, hatte genügend Bedrohungen miterlebt, um zu erkennen, dass ihr hier keine Gefahr mehr drohte.

Wheelers rechter Arm hing schlaff herab. Er hielt sich die blutende Schulterwunde mit der gesunden linken Hand, als er mit dem Rücken gegen die Wand neben der Tür prallte. Langsam sackte er zu Boden und hinterließ eine blutige Spur auf der Tapete.

***

»Was hat dieser Kerl hier zu suchen?«, fragte Valerie, während sie die Beine über die Bettkante schwang und einen Hausmantel überwarf.

»Kennst du ihn?«, erkundigte sich Lassiter.

»Jeder in Miles City kennt den Giftzwerg.« Valerie stieß einen abfälligen Laut aus. »Aber ich kenne keinen, der mit ihm befreundet wäre. Wie ist er überhaupt hereingekommen?«

»Danach werde ich ihn gleich fragen«, antwortete Lassiter und ging auf den Revolvermann zu, ohne den Remington aus dem Anschlag zu nehmen. Auf dem kurzen Weg hob er mit der freien Hand Wheelers Colt auf und schob ihn sich unter den Hosenbund.

Obwohl der kleine Mann vor Schmerzen stöhnte und kurz davor zu sein schien, das Bewusstsein zu verlieren, behielt Lassiter ihn scharf im Auge. Wheelers Repertoire an Hinterhältigkeiten war unerschöpflich. Er würde es fertigkriegen, einen Sterbenden zu mimen, um plötzlich einen Derringer aus dem Stiefel zu ziehen.

Doch die Schulterwunde schränkte seine Beweglichkeit stark ein, und die Schmerzen schienen beträchtlich zu sein. Er hatte sich auf dem Boden ausgestreckt und hielt die Augen geschlossen, als Lassiter neben ihm in die Knie ging. Der Mann der Brigade Sieben überzeugte sich mit wenigen Handgriffen, dass sein Gegner keine weiteren Waffen bei sich hatte. Valerie gesellte sich zu ihm, und gemeinsam unterzogen sie die Wunde Wheelers einer raschen Untersuchung.

»Es sieht schlimmer aus, als es ist«, stellte Valerie fest. »Sein Blutverlust hält sich in Grenzen. Ich schlage vor, wir legen ihm einen Notverband an und dann lasse ich den Doc rufen. Er kann ihn in einem freien Zimmer behandeln.«

»Warum nicht gleich hier?«, fragte Lassiter erstaunt.

Valerie sah ihn von der Seite an und lächelte geheimnisvoll. »Kannst du dir das nicht denken?«

Er tat ahnungslos, indem er die Stirn runzelte, scheinbar angestrengt nachdachte und sie rätselnd ansah. »Nein«, behauptete er. »Wovon redest du?«

Sie richtete sich vor ihm auf. Indem sie Wheeler den Rücken zuwandte, blickte sie auf Lassiter hinab. Ihr langes blondes Haar floss über ihre Schultern und ein seidig glänzendes Spiel von Licht und Schatten entstand, als sie den Hausmantel langsam öffnete.

»Ich bin schon wieder hungrig«, sagte Valerie leise, damit nur Lassiter es hören konnte. Sie strich sich mit der flachen Hand über den Bauchnabel, bis ihre Fingerspitzen das dunkle Dreieck am Scheitelpunkt ihrer Schenkel erreichten. Mit noch leiserer Stimme fügte sie hinzu: »Ich werde dich verschlingen, mein Liebster. Ich kann einfach nicht mehr warten.«

»Dann beeile dich«, riet er und zwinkerte ihr zu. »Schick jemanden los, der den Doc rufen soll.« Während er sich ebenfalls aufrichtete, hauchte er einen Kuss auf ihren Handrücken. Sie erschauerte und schloss für einen Moment die Augen.

Lassiter wandte sich ab, ging hinüber und öffnete die Zimmertür. Der Schlüssel, den Wheeler benutzt hatte, steckte noch. Lassiter zog ihn ab und brachte ihn Valerie. Sie überprüfte den Schlüssel mit einem kurzen Blick, nickte und steckte ihn in die Tasche ihres Hausmantels.

»Ein Generalschlüssel«, erklärte sie halblaut.

»Wie viele gibt es davon?«

»Zwei. Einen fürs Personal, und den anderen habe ich. Damit erübrigt sich die Frage an Wheeler. Zimmerdienst hat in dieser Woche Eugenia Egan. Ich werde ihr die Leviten lesen. Was sie getan hat, kann ich nicht durchgehen lassen. Dafür werde ich sie feuern müssen.«

»Sei nicht so hart«, entgegnete Lassiter. »Lass mich mit ihr reden. Es wäre gut, wenn du sie vorher nicht auf die Sache ansprichst. Ich will herausfinden, ob und wie weit sie mit Wheeler zusammenarbeitet. Es könnte immerhin sein, dass sie hier im Hotel Spitzeldienste für Monaghan leistet.«

Valerie nickte betroffen. Sie eilte los, um Verbandszeug zu holen und den Arzt benachrichtigen zu lassen. Lassiter ging erneut in die Knie und tätschelte das Gesicht des Verwundeten, bis dieser die Augen aufschlug.

»Noch mal von vorn«, sagte Lassiter. »Du sagst, für mich ist kein Platz in der Stadt.«

»Stimmt«, entgegnete Wheeler matt. Seine Stimme klang heiser. »Und denke bloß nicht, dass die Sache für dich jetzt ausgestanden ist. Für mich kommen andere. Früher oder später kriegen sie dich. Darauf kannst du dich verlassen.«

»Früher waren sie gastfreundlicher, hier in Miles City.«

»Die Zeiten ändern sich, Lassiter.

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