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Lassiter - Folge 2123

Inhalt

  1. Cover
  2. Impressum
  3. Lassiter und die Tequila-Bandidos
  4. Vorschau

Lassiter und die Tequila-Bandidos

Lassiter jagte eine Frau.

Und wieder einmal sah er nur eine Staubwolke von ihr. Ihr Rappe trug sie nach Süden, immer tiefer hinein nach Mexiko. Er blieb ihr auf der Spur, denn sie war eine Mörderin. Noch befanden sie sich in Sonora, hatten die Grenze nach Arizona gerade erst hinter sich gelassen. Doch schon jetzt hatte der Mann der Brigade Sieben den Eindruck, dass sie ihn bis ans Ende der Welt locken wollte, um ihm dort eine teuflische Falle zu stellen.

Die Staubwolke vor ihm senkte sich. Gestalten schälten sich daraus hervor: fünf Reiter. Die Frau war nicht darunter. Lassiter zügelte seinen Braunen. Einer der Männer saß gefesselt im Sattel. Und trug eine Schlinge um seinen Hals …

Lassiter kniff die Augen zusammen. Ihm blieb keine Zeit, zu überlegen. Der Mann dort drüben sollte gelyncht werden. Im Schatten mächtiger Kandelaberkakteen bereiteten sie ihren niederträchtigen Akt von Selbstjustiz vor. Anders konnte man es nicht nennen, und ein anderer Zusammenhang war auch nicht zu erkennen, denn einen rechtmäßig zum Tode Verurteilten hätte man nicht in die Wüste von Sonora verschleppt, um das Urteil in dieser menschenleeren Einöde unter Ausschluss der Öffentlichkeit zu vollstrecken. Nein, es konnte sich nicht um ein rechtmäßiges Urteil handeln, das über den Mann verhängt worden war.

Andererseits konnte es eine Falle sein – für ihn, den Agenten der Brigade Sieben, der Mary Polanco zur Strecke bringen sollte. So hieß die Mörderin, die er im Auftrag Washingtons jagte. Ihre wenigen Freunde und ebenso ihre Feinde nannten sie Mariquita. Sie kannte sich aus in Mexiko, hatte ihre Wurzeln hier. Vielleicht stammte der Beiname aus ihrer mexikanischen Vergangenheit. Lassiter traute es ihr zu, dass sie die Lynchszene eigens für ihn arrangiert hatte. Sie wusste von seinem Gerechtigkeitsempfinden; sie war lange genug vor ihm auf der Flucht, um sicher sein zu können, dass er nicht tatenlos zusehen würde, wie ein Mann offensichtlich ohne Gerichtsverfahren ins Jenseits befördert wurde.

Er tat, was er tun musste.

Er trommelte dem Braunen die Stiefelabsätze in die Flanken und stieß einen rauen Angriffsschrei aus. Wie von selbst flog die Winchester aus dem Scabbard. Der Kolben landete punktgenau an seiner Schulter, und er jagte die ersten Kugeln aus dem Lauf, noch während der braune Wallach lospreschte und sich unter ihm streckte. Lassiter spürte, wie die Muskeln des kraftvollen Tiers buchstäblich explodierten und ihn vorwärts katapultierten. Er richtete sich in den Steigbügeln auf. Vornübergebeugt, nach bewährter Kavalleristenart, feuerte er auf die Kerle, hoch genug vorerst. Die Entfernung betrug knapp zweihundert Yard, zu viel für zuverlässige Schüsse mit der Winchester. Doch die hämmernden Hufe des Wallachs ließen den sandigen Boden und die ausgedorrte, spärliche Vegetation buchstäblich unter ihm hinwegfliegen. Entsprechend rasch schmolz die Distanz zusammen.

Die Männer begriffen, was ihnen blühte. Obwohl sie in der Übermacht waren, erkannten sie die Gefahr, in der sie schwebten. Denn wenn ein Einzelner sie mit der Waffe herausforderte, musste er sehr genau wissen, was er tat. Sie rissen ihre Pferde herum, weg von dem Todgeweihten, als die ersten Kugeln über ihre Köpfe sengten. Noch konnte es glimpflich für sie ausgehen, solange die Schüsse nur als Warnung gedacht waren. Doch es konnte auch einmal einen Ausreißer unter den Geschossen geben, eine verirrte Kugel, einen unbeabsichtigten Treffer.

Der gefesselte Mann trug nach wie vor die Schlinge um den Hals. Das Seil hing lose herab. Er duckte sich über die Mähne seines Pferds, wagte aber nicht, die Flucht zu ergreifen. Allem Anschein nach hatten sie ihm die Füße unter dem Bauch des Tiers zusammengebunden. Mit gesenktem Kopf blickte er dem wagemutigen Fremden entgegen, der mittlerweile auf hundert Yard heran war.

In diesem Moment geschah es.

Einer aus der Lynchtruppe zog den Revolver und drehte sich um.

Lassiter schoss ihn aus dem Sattel, als er auf den wehrlosen Mann anlegte.

Die drei anderen rissen ihre Pferde herum. Noch im selben Atemzug hatten zwei von ihnen ihre Gewehre im Anschlag. Der Dritte versuchte es ebenfalls mit dem Sechsschüsser; wegen der kurzen Entfernung zu dem Gefesselten war es die bessere Wahl.

Lassiter war auch diesmal schneller. Der Kerl mit dem Revolver warf die Arme hoch, als ihn die Kugel des großen Mannes traf und zur Seite schleuderte. Er blieb im Steigbügel hängen. Sein Pferd stob davon und schleifte ihn mit.

Die beiden anderen Kerle waren auf Abstand gegangen. Sie wussten jetzt, dass sie ihre Haut verteidigen mussten. Ihnen blieb keine Zeit mehr, den beabsichtigten Lynchmord mit einer schnellen Kugel nachzuholen. Der unbekannte Angreifer forderte ihre volle Aufmerksamkeit. Erste Mündungsblitze zuckten aus ihren Langwaffen.

Lassiter handelte sofort, straffte die Zügel. Mindestens eine der Kugeln zischte haarscharf über ihn hinweg. Die übrigen lagen zu hoch, waren zu schlecht gezielt. Aus vollem Galopp brachte er den Braunen zum Stehen. Die Hufe des Pferds gruben sich in den Wüstenboden und wirbelten einen Schwall von Sand und Staub auf. Im Handumdrehen waren Pferd und Reiter unsichtbar, wurden von einer gelbgrauen Wolke eingehüllt.

Lassiter hörte das Peitschen der Gewehrschüsse und war bereits wieder in Bewegung, allerdings auf eine Weise, von der die Kerle nichts ahnten. Wie wild feuerten sie auf die Staubwolke, jagten das tödliche Blei in den wallenden Sand hinein – und bekamen nicht mit, dass ihr Widersacher das schützende Gewölk längst verlassen hatte.

Tief über den Hals des Braunen gebeugt, jagte der Mann der Brigade Sieben nach rechts, westwärts. Kaum hatte er freie Sicht, schlug er einen Bogen nach Süden und gleich darauf weiter nach Osten, wo sich die Berge der Sierra Madre Occidental als dunkles Massiv am Horizont erhoben.

Er nutzte die kurze Zeitspanne des rasanten Ritts, um seine Winchester nachzuladen. Noch während die beiden Überlebenden des Lynchtrupps auf jenen Punkt feuerten, an dem sie ihn vermuteten, wendeten sie die Taktik ihres Gegners an, ohne es zu wissen.

Wegen der eigenen Hufgeräusche hörten sie ihn nicht, als sie in nordwestlicher Richtung losjagten. Ohne Zweifel hatten sie vor, die Stelle einzukreisen, an der sich die von ihm verursachte Staubwolke langsam senkte. Sie kamen nur zwanzig, dreißig Yard weit, dann wurde ihnen klar, dass sie den Fremden als Verfolger im Nacken hatten.

Nur zwei Warnschüsse schickte er ihnen hinterher, doch das genügte bereits. Sie schienen zu wissen, dass ihr Vorsprung nicht groß genug war. So zügelten sie ihre Pferde, rissen sie herum und warfen sich zu Boden. Drei Yard voneinander entfernt robbten sie in fliegender Hast auf Mulden zu, die sich hinter kniehohen Dornbüschen gebildet hatten. Eine wirkliche Deckung war das nicht, und auch der Sichtschutz reichte nicht einmal annähernd aus. Sie hörten die Hufgeräusche ihrer davontrabenden eigenen Pferde, und sie vernahmen nun auch den herannahenden einzelnen Reiter. Sofort stießen sie die Läufe ihrer Gewehre durch das Dornengestrüpp.

Der Braune galoppierte auf sie zu.

Ohne Reiter.

Entgeistert rissen sie Mund und Augen auf, starrten auf das Bild, das sich ihnen bot. Der braune Wallach kam noch ein Stück auf sie zu, dann schwenkte er nach rechts von ihnen weg. Die leeren Steigbügel schlenkerten, als er in einen gemächlichen Trab verfiel und schließlich in der Nähe des gefesselten Reiters stehen blieb.

Die beiden Männer überwanden ihre Überraschung. Der Anblick des Mannes mit der Schlinge um den Hals erinnerte sie schockartig an den Auftrag, den sie unerledigt gelassen hatten. Aber noch, so schien es, ließ es sich nachholen, ließ sich der Fehler wiedergutmachen. In jäher Entschlossenheit zogen sie die Gewehre aus den Dornbüschen hervor, um sie nach rechts zu schwenken.

Eine kalte Stimme von der anderen Seite stoppte sie.

»Hier spielt die Musik, Señores!«

Ihre Köpfe ruckten herum, und sie erstarrten vor Schreck. Der große Fremde stand breitbeinig da. Der Sand hatte seine Schritte geschluckt, und er musste eine Bodenwelle genutzt haben, um abzusitzen und sich unbemerkt zu nähern. Die Winchester ruhte in seiner linken Armbeuge, und an seiner rechten Hüfte ragte der Kolben eines schweren Remington aus dem Holster. Es schien, als wollte er damit bewusst demonstrieren, dass er beide Waffen nicht benötigte.

Der Mann, der ihm am nächsten lag, ein bulliger Schnauzbärtiger, ließ sein Gewehr los, als hätte es in seinen Händen zu glühen begonnen. Der andere aber, hager und mit schulterlangem dunklen Haar, hielt seine Chance für gekommen. Er ließ das Gewehr ebenfalls los, doch aus der Bewegung heraus zog er seinen Revolver im Liegen. Er schaffte es noch, die Waffe hochzubringen und auf den Fremden zu richten. Als er den Zeigefinger zu krümmen begann, sah er voller Verwunderung, dass der Remington in der Hand des großen Mannes ruhte.

Der Langhaarige sah noch den lanzenartigen Blitz, der ihn aus der Mündung des Remington ansprang. Das Krachen des Schusses hörte er schon nicht mehr.

»Nicht mehr schießen!«, rief der Schnauzbärtige mit bebender Stimme. »Bitte nicht mehr schießen!«

Lassiter deutete mit einer Kopfbewegung auf den Gefesselten. »Bestimmt hat er auch um sein Leben gefleht.«

»Nein, Señor. Dazu ist er zu stolz. Er ist ein Yaqui.«

***

Sein Name war Zacario Flores. Er war mittelgroß und breitschultrig, und nach seiner Statur zu schließen, hatte er Kräfte wie ein Bär. Sein schwarzes Haar trug er ordentlich gestutzt; der Ausdruck seiner braunen Augen war freundlich und zeugte von Interesse und Klugheit. Von seiner hellen Hautfarbe her mochte er ohne Weiteres als Mexikaner durchgehen.

Nachdem Lassiter die Waffen des Schnauzbärtigen und der drei Toten eingesammelt und entladen hatte, überzeugte er sich, dass der Yaqui unbewaffnet war. Dann befreite er ihn von der Henkersschlinge und den Fesseln. Vorsichtshalber, damit sie nicht aufeinander losgingen, hielt er beide Männer mit dem Remington in Schach. Er wies sie an, sich mit fünf Yard Abstand voneinander auf den Boden zu setzen. Nach seinen Erfahrungen war diese Körperhaltung mindestens genauso gut geeignet, einen Gefangenen in Schach zu halten, wie die, ihn die Hände hochnehmen zu lassen.

Der Schnauzbärtige hieß William Rathbone und war Vormann einer Hazienda. Soviel hatte Lassiter bereits von ihm erfahren. Überdies versuchte Rathbone durch nichts zu beschönigen, dass er und seine Gefährten nicht nur vorgehabt hatten, Zacario Flores zu lynchen, sondern auch entschlossen gewesen waren, sich den unerwünschten Beobachter vom Hals zu schaffen.

»Sie sollen beide wissen, mit wem Sie es zu tun haben«, erklärte der große Mann und nannte seinen Namen. Er blickte auf die zwei Männer hinab, den Remington weiterhin schussbereit. »Ich bin im Auftrag des Justizministeriums und der Regierung in Washington DC auf mexikanischen Boden vorgedrungen. Das ist mit Ihrer Regierung in Mexiko City abgesprochen. Eine entsprechende Legitimation habe ich bei mir. Ich verfolge eine Frau, die in den Vereinigten Staaten wegen vierfachen Mordes gesucht wird. Sie heißt Mary Polanco und wird Mariquita genannt. Sie müssten sie gesehen haben.«

Zu Lassiters Überraschung nickte Rathbone und antwortete: »Ja, haben wir. Sie ist bekannt in dieser Gegend. Ihr Ziel ist die Greenwood-Hazienda, wo ich arbeite. Sie hat uns gebeten, ein bisschen Staub für sie aufzuwirbeln, zur Tarnung.«

Lassiter grinste, wurde aber gleich wieder ernst, während er den Vormann ansah. »Sie wissen sicherlich, dass Selbstjustiz auch nach mexikanischem Gesetz verboten ist. Sie können froh sein, dass ich es verhindert habe. Sonst würden Sie dafür hängen. Haben Sie es aus eigenem Antrieb getan oder hatten Sie einen Auftrag?« Er deutete auf Flores. »Und was hat dieser Mann Ihrer Meinung nach verbrochen?«

Rathbone streifte den Indianer mit einem Blick. »Er hat eine junge Frau vergewaltigt, die auf der Hazienda arbeitet. Sie ist neunzehn Jahre alt. Kathleen O’Donovan, eine Irin. Ihre ganze Familie lebt und arbeitet auf der Hazienda.«

Der Yaqui wollte aufbegehren, aber Lassiter bedeutete ihm mit einer Handbewegung, dass er warten sollte. »Wenn das so ist«, fuhr er fort, weiter an Rathbone gewandt, »warum hat es kein ordentliches Gerichtsverfahren gegeben?«

»Das brauchten wir nicht«, antwortete Rathbone. »Der Haciendero hat ihn auf frischer Tat ertappt.«

Zacario Flores holte scharf und hörbar Luft, schwieg aber.

»Verstehe«, sagte Lassiter. »Und Ihr famoser Haciendero hat Ihnen den Befehl erteilt, ihn …«, er wies mit einer Kopfbewegung auf Flores, »zu fangen und zu hängen.«

»Stimmt«, erwiderte Rathbone knapp und beinahe trotzig.

»An einem Kandelaber-Kaktus?«, fragte der Mann der Brigade Sieben stirnrunzelnd.

Der Vormann schüttelte den Kopf. »Nein.« Er zeigte auf eine Stelle schräg hinter seinem Bezwinger. Lassiter wandte sich halb zur Seite, und ohne Rathbone und Flores aus den Augen zu lassen, ging er hinüber.

Fünf Balken, wie sie in den Staaten zum Bau von Blockhäusern verwendet wurden, waren zur Seite geräumt worden und gaben ein Loch von etwa einem Yard Durchmesser frei. Über der schwarz gähnenden Öffnung, die mit Planken ausgekleidet war, lag quer ein sechster Balken. Daran hätten sie das Seil befestigt und den Yaqui dann in den Schacht gestoßen. Der große Mann schüttelte ungläubig den Kopf und wandte sich ab, kehrte zu den am Boden Sitzenden zurück.

»Ein Lüftungsschacht?«, vergewisserte er sich.

»Normalerweise ist der abgedeckt«, erwiderte Rathbone und nickte. »Darunter liegt eine Silbermine. Die ist zwar stillgelegt, kann aber jederzeit wieder in Betrieb genommen werden – wenn jemand das nötige Kleingeld dafür hat.«

Lassiter nickte. »Wer ist Greenwood?«

»Robert Greenwood«, antwortete der Vormann. »Eigentümer der größten Hazienda in der Gegend. Wie gesagt, da arbeite ich. Der Mann ist Deutscher. Seine Familie kam wohl schon mit den Franzosen ins Land, damals. Schwerreiche Leute.«

»Ein Deutscher mit englischem Namen?« Lassiter runzelte die Stirn.

»Den hat er sich selbst zugelegt. Sein richtiger, deutscher Name ist ellenlang und unaussprechlich. Den kann sich sowieso niemand merken. Deshalb hat er ihn amerikanisiert, als er in den Staaten war. In Deadwood. Da hat er den Goldsuchern reihenweise die Claims abgekauft und seinen Reichtum noch mal vervielfacht.«

»Warum kommt ein schwerreicher Mann ausgerechnet nach Sonora zurück?«, fragte Lassiter, obwohl er die Antwort ahnte.

»Señor Greenwood konnte das Land hier günstig erwerben«, erwiderte Rathbone denn auch.

Diesmal vermochte sich Zacario Flores nicht zurückzuhalten. »Es ist unser Land!«, rief er erbost. »Er hat es sich für ein paar Pesos unter den Nagel gerissen. Die korrupten Regierungsbeamten haben ihm dabei geholfen. Deshalb gehört ihm heute halb Sonora. Er ist einer der reichsten Großgrundbesitzer in Mexiko.«

Lassiter nickte, sagte aber: »Warten Sie, bis ich Ihnen das Wort erteile.«

Flores gehorchte, obwohl er sich nur schwer zurückhalten konnte. Er konnte sich nur zu gut vorstellen, was dem Mann auf den Nägeln brannte – abgesehen von dem persönlichen Unrecht, das ihm widerfahren war. Ohne den Sachverhalt zu kennen, war Lassiter überzeugt, dass Zacario Flores kein Vergewaltiger war. Dieser Greenwood, der sich zum Richter und zum Herrn über Leben und Tod aufgeschwungen hatte, musste andere Gründe haben, um den Yaqui töten zu lassen. Seinem gesamten Volk geschah Unrecht, und das seit vielen Jahren. Insbesondere auf das fruchtbare Tal des Yaqui River hatten es die weißen Eindringlinge abgesehen. Nicht weniger begehrt waren die angrenzenden Teile der Wüste von Sonora. Vermutlich barg sie riesige Bodenschätze, die noch darauf warteten, abgebaut zu werden. Kupfer, Silber und auch Gold waren bereits in beträchtlichen Mengen geborgen worden, doch die Gutachten der Geologen verhießen ein Vielfaches der bisherigen Erträge.

»Die Rothäute sind alle gleich«, sagte Rathbone verächtlich. »Sie lügen, wenn sie nur den Mund aufmachen. Señor Greenwood ist ein ehrenwerter Mann. Er hat das Land rechtmäßig erworben. Natürlich wollen sich die Yaquis nicht damit abfinden, seit sie erfahren haben, dass noch unerwartete Schätze unter der Erde schlummern. Deshalb, und nur deshalb, erklären sie geltende Verträge für unwirksam und zetteln Revolten gegen Männer wie den Haciendero an. Es ist kein Geheimnis, dass Zacario Flores der Anführer der Yaqui-Rebellen ist.«

»Das dachte ich mir«, entgegnete Lassiter und dämpfte den erneuten Unmut Zacarios, indem er beschwichtigend die flache Hand hob. »Widersachern etwas in die Schuhe zu schieben, ist eine beliebte Methode, mit der die Herrschenden ihre Macht zu erhalten suchen.«

»Das sind Unterstellungen«, schnaubte der Vormann.

Lassiter lächelte kühl. »All right, dann beschränken wir uns auf den Teil, den ich bezeugen kann. Sie und Ihre Männer haben versucht, Zacario Flores zu lynchen. Wenn sich bestätigen sollte, dass Ihr Señor Greenwood Ihnen den Auftrag dazu erteilt hat, wird er dafür zur Rechenschaft gezogen.«

»D

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