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Lassiter - Folge 2120

Jury ohne Gnade

Edo sah Licht im Fenster, als er am Sheriff’s Office vorbeiging. Die Schatten von zwei Männern zeichneten sich an den hellen Wänden ab. Edo ging langsamer. Am Haltegeländer dicht vor dem Hauseingang blieb er stehen. Das angeleinte Pferd, ein Wallach mit markanter Blesse, warf ängstlich den Kopf hoch.

Edo kannte das Pferd. Es gehörte Duke Hastings, dem Besitzer des Mietstalls. Edo schob das Stirnband über seine hässliche Narbe und blickte sich lauernd um, wobei er dem Wallach die Ohren kraulte. Leise murmelte er eine indianische Beschwörung, dann spähte er über das Sattelhorn in das Büro. Hastings redete erregt auf den Sheriff ein. Als der Name Dave Adams fiel, glitt Edo unter dem Pferd hindurch und postierte sich neben dem Fenster. Sein Blick verhärtete sich, während er dem Gespräch im Office lauschte.

»Ich glaube Ihnen kein Wort, Duke«, sagte der Sheriff. »Dave Adams ein Krimineller? Gott im Himmel, was Sie da behaupten, klingt ungeheuerlich.«

»Es ist die Wahrheit«, erklärte der Mietstallbesitzer. Er zerkaute einen Priem.

Sheriff Platt fing an, im Büro hin- und herzulaufen. Die Neuigkeit, mit der Duke Hastings ins Haus geplatzt war, besaß eine Menge Zündstoff. Es gab Dinge, die wollte man gar nicht wissen. Am liebsten hätte Platt diesen Schnüffler zum Mond geschossen.

Zum Henker mit Duke Hastings und seiner gottverdammten Wahrheitsliebe!

Dave Adams war der aussichtsreichste Kandidat für die Bürgermeisterwahl, die in knapp vier Wochen anstand. Kaum jemand in Wells Breck zweifelte daran, dass Adams diesmal genügend Stimmen bekommen würde, um Jack Densmore, den amtierenden Town Mayor, abzulösen.

Auch für Sheriff Platt war Dave Adams der Favorit.

Im Falle seines Sieges wollte Adams dafür sorgen, dass Wells Breck binnen kürzester Zeit eine Eisenbahnstation bekam. Darüber hinaus versprach er Händlern und Handwerkern im County niedrigere Steuern und Hilfe bei der Vergabe zinsgünstiger Bankkredite. Er kündigte goldene Zeiten an.

Und da kam dieser Gerechtigkeitsapostel Hastings daher und schwor Stein und Bein, dass Dave Adams krumme Geschäfte mit Indianermädchen aus dem Reservat machte.

Platt, der innerlich fast vor Anspannung platzte, gab sich den Anstrich von Gelassenheit. »Was Sie da vorbringen, sind sehr schwere Anschuldigungen, Duke«, sagte er. »Dave Adams ist ein unbescholtener Bürger. Bisher liegt nicht das Geringste gegen ihn vor. Zudem ist er ein mächtiger Mann, ein sehr einflussreicher Mann, Duke. Adams ist einer der größten Steuerzahler im County. Und er hat einen heißen Draht zu den Bossen der Eisenbahn.«

Hastings sammelte Tabaksaft in seinem Mund und spuckte gezielt aus. Er traf genau die Mitte des Messingnapfes, der neben dem Gewehrgestell stand.

»Ein rühriger Typ, dieser Adams«, sagte er sarkastisch. »Neben all seinen gesellschaftlichen Pflichten findet er sogar noch Zeit für einen florierenden Mädchenhandel.«

Platt zündete sich eine Zigarette an. »Gibt es Beweise für Ihre Anschuldigung«, fragte er. »Oder sind es nur Gerüchte, die Sie irgendwo aufgeschnappt haben?«

»Es gibt Beweise.«

»Lassen Sie hören, Duke!«

»Nun, ich kenne das Versteck, in dem Adams’ Männer die Mädchen gefangen halten.«

»Was?« Platt schluckte schwer. Mit so einem konkreten Hinweis hatte er nicht gerechnet.

»Die Hütte befindet sich in einer kleinen Schlucht, nicht weit vom Milestone Creek.«

Platt sog an seiner Zigarette. »An Ihnen ist ja ein Meisterspion verloren gegangen, Duke. Wie haben Sie das herausgefunden? Sie haben Adams nachgestellt, so ist es doch, oder?«

Hastings spie einen dünnen Strahl Tabaksaft aus. »Jetzt bin ich wohl der Böse, was?« Er hob seine Stimme. »Wie kann ich es wagen, dem Halbgott Adams in die Quere zu kommen! Soll der Kerl doch tun und lassen, was er will! Mädchen rauben und als Huren verkaufen – na und? Was ist schon dabei? Ein Bürgermeister ist auch nur ein Mensch! Lassen wir ihm doch seine kleinen Marotten! Hauptsache, Wells Breck kriegt endlich seinen Bahnhof!«

Platt rauchte nervös. Er sah ein, dass er mit dem, was er sagte, vorsichtiger sein musste. Mit Hastings war nicht zu spaßen. Der brachte es fertig und wiegelte die Leute in der Stadt auf. Eine Anti-Adams-Stimmung war das Letzte, was er vor der Wahl brauchte. Es könnte den Verlust der Bahnstation bedeuten.

»Mein Gott, Duke«, sagte Platt so leutselig, wie er konnte, »nun legen Sie doch nicht gleich jedes Wort auf die Goldwaage. So hab ich’s doch gar nicht gemeint.«

»Also: Was gedenken Sie zu unternehmen, Sheriff?«, fragte Hastings.

»Bevor ich die Pferde scheu mache, muss ich mehr über die Sache erfahren. Viel mehr. Erzählen Sie, was Adams und seine Männer ausgefressen haben.«

Hastings ließ sich nicht lange bitten. Bereitwillig schilderte er, was er in dem Canyon beobachtet hatte.

»Ich saß oben auf einem Felsen und sah ins Tal hinter, als Adams an dem alten Blockhaus aufkreuzte. Er gab ein paar Befehle. Daraufhin schleiften zwei brutale Kerle ein junges Mädchen aus der Blockhütte. Sie hatte nichts weiter als einen zerlumpten Kittel am Leib. Ihr Haar war strähnig und stellenweise mit Blut verklebt. Adams trat zu ihr, riss ihren Kopf hoch und fragte sie etwas. Sie schwieg und er brüllte sie an. Als sie wiederum nicht antwortete, gab er ihr eine Ohrfeige. Dann befahl er seinen Leuten, sie ins Haus zu schaffen.«

»Mein Gott, genug!« Platt war der Verzweiflung nahe. »Ich meine, nun ja, wir können auf die Einzelheiten verzichten.«

Der Mietstallbesitzer ballte die Fäuste. »Am liebsten hätte ich die drei Bastarde auf der Stelle umgelegt. Das können Sie mir glauben, Sheriff. Aber leider hatte ich keine Flinte dabei. Ich saß oben auf dem Truman Outlook, nur mit einem gottverdammten Fernrohr bewaffnet.« Er sah den Sheriff herausfordernd an. »Ich verlange, dass Sie dieser Sippschaft sofort das Handwerk legen!«

»Ja, natürlich. Ich kümmere mich um alles«, versprach der Sternträger. Er legte dem anderen die Hand auf die Schulter. »Doch um eines muss ich Sie bitten, Duke: Kein Wort zu jemand anderem. Auch nicht zu Ihrer Frau. Das Gespräch muss unter uns bleiben.«

»Aber …«

Platt hob eine Hand. »Ich brauche Zeit, um noch mehr Beweise zu sammeln. Dave Adams ist nicht irgendein dahergelaufener Tramp. Er ist auf dem besten Wege, unser neuer Bürgermeister zu werden, der erste Mann in Wells Breck. Wenn ich den Fall vor die Jury bringe, müssen die Beweise hieb- und stichfest sein. Sonst sehe ich schwarz. Adams wird die besten Verteidiger aus Kansas anrücken lassen. Die Hyänen werden uns in Stücke reißen. – Also, Duke, wie sieht’s aus? Kann ich mich auf Ihre Verschwiegenheit verlassen?«

Eine Weile war Schweigen.

»Ich weiß nicht«, brummte Hastings und legte eine Hand auf sein Holster. »Wenn ich einen dieser Halunken sehe, könnte sich mein Colt selbständig machen.«

»Das wäre Mord und ich müsste Sie festnehmen lassen.«

Hastings schnitt eine Grimasse. »Wieso bin ich jetzt nicht überrascht?«

»Bitte, Duke, nur einen einzigen Tag.«

Endlich gab Hastings nach. »Okay, ich gebe Ihnen einen Tag, Sheriff«, sagte er. »Vierundzwanzig Stunden, aber nicht eine Minute länger.«

Platt wies auf die Wanduhr neben dem Steckbrief eines Pferdediebes. »Wir haben’s jetzt zehn nach acht Uhr abends. Ich habe also Zeit bis morgen Abend um dieselbe Zeit.«

Mit diesen Worten hielt er Hastings die Hand hin, der kurz zögerte, dann aber einschlug. Anschließend wandte sich der Mietstallbesitzer zur Tür, spuckte im Gehen noch einmal in den Napf und trat dann hinaus in die Dämmerung.

Sheriff Platt sah zu, wie Hastings seinen Wallach vom Zügelholm losband.

»Hol dich der Teufel, Duke«, murmelte er.

***

Eine Stunde später

Duke Hastings warf noch einen prüfenden Blick auf den sauber gefegten Mittelgang, dann verließ er das Stallgebäude.

Er war gerade dabei, das Kastenschloss an der Flügeltür zu verriegeln, als er leichtfüßige Schritte vernahm.

Es war Edo, der Kickapoo-Indianer, von dem die Leute sagten, dass er einen kleinen Dachschaden habe. Wie gewöhnlich trug der ehemalige Scout ein rotes Stirnband und sein mit Glasperlen verziertes Jagdhemd aus Wildleder. Zu Hastings’ Verwunderung hatte Edo einen Bogen und einen Köcher mit gefiederten Pfeilen dabei. Den Bogen trug er auf dem Rücken. Der Köcher baumelte an der Hanfschnur, die er sich um die Taille geschlungen hatte. Edo hatte auch ein großes Messer bei sich. Wahrscheinlich wollte er das erlegte Wildbret gleich an Ort und Stelle tranchieren.

Hastings musste schmunzeln. Die Vorstellung, dass der geistig verwirrte Edo im Dunkeln auf Jagd gehen wollte, war einfach zu komisch. Dieser Tollpatsch traf doch nicht mal einen Büffel auf zehn Schritte Entfernung, schon gar nicht im Dunkeln.

»He, Edo, was hat dich gebissen? Du willst doch nicht etwa auf Pirsch, oder?«

»O doch, Mister, ich muss Beute machen. Mein Stamm braucht Fleisch.«

»Aber deine Leute leben doch im Reservat. Kickapoo Home liegt über hundert Meilen von hier.«

»Sie hungern, wenn ich ihnen kein Fleisch bringe«, plapperte Edo.

Der Kerl wird von Tag zu Tag wunderlicher, dachte Hastings. »Okay, wenn du meinst. Nun, dann wünsche ich dir viel Jagdglück, Amigo

Edo stand da und glotzte dümmlich.

Hastings steckte den Schlüssel in die Hosentasche, spuckte einen Strahl Tabaksaft aus und bog um die Ecke. Er wollte die Seitentür, die zur Pferdekoppel hinausging, überprüfen.

Bugsy, der Stalljunge, hatte gemeldet, das Türschloss sei so gut wie hinüber, der Schlüssel drehe sich nur noch mühsam.

Rings um das rechteckige Stallgebäude führte ein schmaler Trampelpfad. Hastings, der bereits die halbe Strecke hinter sich hatte, hörte erneut die Schritte des Indianers.

Er warf einen Blick zurück. »He, Edo, wolltest du nicht auf die Jagd?«

»Ja, Mister, ich gehe auf Jagd.«

»Und warum folgst du mir auf Schritt und Tritt?«

Der Rote schien zu überlegen. »Wir haben den gleichen Weg, Mister.«

»Das halte ich für ein Gerücht.« Hastings biss sich auf die Lippe, um nicht grinsen zu müssen. Er wollte Edo nicht verletzen. »Hier auf der Pferdekoppel wirst du weder einen Hirsch noch einen Hasen schießen. Da musst du schon ein paar Meilen weiter.«

»Ein paar Meilen weiter«, echote Edo wie ein Papagei.

»Am besten, du gehst zum Pawnee River oder nach Cedar Bluff.«

Hastings setzte seinen Weg fort, die Schritte kamen ihm hinterher. Als der Mietstallbesitzer vor der Tür mit dem reklamierten Schloss haltmachte, blieb auch Edo stehen. Der Indianer zog das Messer aus der Scheide, wog es in der Hand und murmelte leise vor sich hin.

Das sonderbare Gebaren des Roten wurde Hastings langsam unheimlich. »Was soll das? Was machst du da, Edo?«

»Ich gehe auf Jagd.«

»Ja, ja, das sagtest du schon. Und warum rennst du immerzu hinter mir her?«

»Meine Leute brauchen Fleisch.«

Hastings winkte genervt ab. Bei Edo waren Hopfen und Malz verloren. Hastings wollte sich eben abwenden, da riss der Rote ganz plötzlich das Messer hoch. Mit einem kehligen Laut sprang er vor.

Hastings sah den tödlichen Stahl in der Hand des Angreifers blitzen. Geistesgegenwärtig riss er einen Türflügel auf.

Mit einem hässlichen Geräusch bohrte sich die Klinge in das Türbrett.

Hastings wurde klar, dass die Tür ihm gerade das Leben gerettet hatte. Während Edo das Messer aus dem Brett riss, griff Hastings nach seinem Revolver. Offenbar war der rote Narr nun völlig verrückt geworden. Hastings trat einen Schritt zurück. Doch bevor er den Colt hochbringen konnte, traf ihn ein Tritt in den Unterleib. Vom Schmerz benommen, taumelte Hastings in den Stall.

Im nächsten Moment löste sich aus seinem Colt ein Schuss. Holz splitterte. Die Kugel hatte sich in den Stützpfeiler auf dem Mittelgang gebohrt.

Der Indianer drang erneut mit dem Messer auf sein Opfer ein. Hastings floh in den Stall, Edo hechtete nach seinen Beinen und beide Männer stürzten zu Boden.

Im Fallen verlor Hastings den Revolver. Edo kickte die Waffe mit einem Fuß beiseite. Klirrend schlitterte der Revolver über den frisch gefegten Estrichboden.

»Zu Hilfe! Hilfe!«

Da spürte Hastings einen grässlichen Schmerz zwischen den Schulterblättern.

Der rote Teufel hatte ihm das Messer in den Rücken gerammt. Mehr tot als lebendig sackte Hastings auf den Bauch. Während er versuchte, sich auf die Hände zu stemmen, hörte er Edo wilde Beschwörungen murmeln.

Der Kerl war im Blutrausch! Hastings packte das blanke Grauen. Er dachte zum ersten Mal ans Sterben. Der harmlose Kickapoo-Indianer hatte sich in eine blutrünstige Bestie verwandelt.

Und weit und breit niemand da, der den Rasenden aufhielt. Hastings krümmte sich vor Schmerz. Jetzt konnte ihn nur noch ein Wunder retten. Unter Aufbietung all seines Willens rappelte er sich auf.

Edo stand vor ihm am Stützpfeiler. In aller Seelenruhe wischte er das Blut von seinem Messer. Er schien es nicht besonders eilig zu haben. Das Gesicht, das er zog, war voller Hass. Hastings verstand das nicht. Er hatte dem Kickapoo nie ein Härchen gekrümmt und jetzt fiel der Mann wie aus heiterem Himmel über ihn her.

»Warum, Edo?«, keuchte Hastings.

Der Indianer starrte ihn aus zusammengekniffenen Augen an.

Für Hastings gab es nur eine Erklärung: Edo war gänzlich wahnsinnig geworden. Hastings spürte, wie die Kraft aus ihm hinausfloss wie das Wasser aus einem lecken Fass. Er sah, wie Edo näher kam und das Messer hob.

»Nein … mein Gott, Edo … tu’s nicht …« Hastings riss seine Arme schützend vor das Gesicht.

Edo schlug sie beiseite.

Das Letzte, was Hastings hörte, war das Geräusch des großen Messers, als es in seine Brust drang.

***

Es war wie verhext! Lassiter konnte nicht schlafen, dabei war längst Mitternacht vorbei. Er lag schon über eine Stunde wach in seinem Bett.

Im Hotel war es still. Nur von der Straße drang hin und wieder ein Geräusch: das Klappern eines Eimers an einem vorüberfahrenden Gespann, trappelnde Hufschläge oder die tapsigen Schritte eines Nachtschwärmers. Die Wanduhr im Hotelzimmer tickte nicht mehr. Lassiter hatte die Gewichte abgehängt, weil ihn das Ticken gestört hatte.

Jetzt schlug er die Augen auf. Zwecklos. So sehr er sich auch bemühte, der Schlaf machte einen großen Bogen um ihn.

Er setzte sich auf, strich sich übers zerzauste Haar und spähte zum Fenster hinaus.

Eine Weile blickte er auf die falsche Fassade des Geschäftshauses auf der anderen Straßenseite. Die zwei Fenster im oberen Stockwerk sahen aus wie die leeren Augenhöhlen in einem Totenkopf.

Es dauerte nicht lange und seine Augen hatten sich an die Dunkelheit gewöhnt. Jetzt unterschied er bereits Einzelheiten. In dem rechten Fenster des Geschäftshauses glühte schwach ein Licht. Lassiter starrte es minutenlang an, bemüht, an nichts zu denken. Mit der Zeit verschwamm sein Blick. Er driftete ab, aber als das Licht ausging, war er wieder hellwach.

Wenig später klappte irgendwo im Haus eine Tür. Lassiter spitzte die Ohren und hörte leise Schritte auf dem Hotelflur.

Auf einmal verstummten sie. Horchte jemand an der Tür? Er hielt den Atem an. Alles blieb still. Neugierig geworden, warf Lassiter die Decke zurück. Auf leisen Sohlen ging er über den Teppich zur Tür.

Mit einem Ruck riss er sie auf.

Niemand zu sehen.

Entweder hatte er sich getäuscht oder der nächtliche Wanderer war, ohne den geringsten Laut zu verursachen, in eines der Nachbarzimmer verschwunden.

Lassiter beschloss, sich von der Rezeption etwas zu trinken zu holen.

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