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Lassiter - Folge 2119

Inhalt

  1. Cover
  2. Impressum
  3. Shoana – pures Gift für Lassiter
  4. Vorschau

Shoana – pures Gift für Lassiter

Sie hatte ihr Haar unter einer Strickmütze verborgen, trug eine weite Wolljacke, die hochgeschlossen war und ihr bis über die Hüften reichte, und ihre Hosenbeine steckten in klobigen Stiefeln. Obwohl sie offenbar den Eindruck erwecken wollte, ein mittelloser Junge zu sein, sah Lassiter ihr auf den ersten Blick an, dass sie eine kleine Schönheit war. Sie hatte volle kirschrote Lippen, die zum Küssen einluden, und Augen von leuchtendem Blau.

Sie errötete leicht, als sie sah, wie er sie musterte, und wandte sich dann abrupt ab, um in die Kutsche zu steigen, die vor der Wells-Fargo-Station von Ely stand und zur Abfahrt nach Pioche bereit war. Pioche war auch Lassiters Ziel, und nachdem er dem Beifahrer seine Tasche und die Winchester gereicht hatte, um sie auf dem Wagendach verstauen zu lassen, beeilte er sich, der jungen Frau zu folgen, um sich den Platz neben ihr zu sichern …

Sie hatte sich für den Platz mit dem Rücken zur Fahrtrichtung an der gegenüberliegenden Tür entschieden. Daneben saß bereits eine ältere Lady, sodass Lassiter sich ihr gegenüber hinsetzen musste, um in ihrer Nähe zu sein. Sie errötete wieder und wandte ihren Blick ab, als er ihr zunickte.

Weitere Passagiere stiegen ein. Lassiter musterte sie aus den Augenwinkeln. Ein dicker Mann ließ sich schnaufend neben der älteren Lady nieder, deren böser Blick Empörung ausdrückte, weil er ihr zu dicht auf die Pelle gerückt war. Die drei anderen Männer nahmen auf der Bank neben Lassiter Platz, sodass es ziemlich eng wurde. Der Beifahrer schlug die Tür zu und brachte die Kutsche zum Schwanken, als er sich neben den Fahrer auf den Kutschbock schwang. Dann knallte eine Peitsche, und mit einem harten Ruck setzte sich das Gefährt in Bewegung.

Der Mann neben Lassiter tippte kurz an die Krempe seines schwarzen, flachkronigen Kalifornierhutes, als er Lassiters Blick auf sich ruhen sah, zog dann aber den Hut tief in sein Gesicht und lehnte sich mit dem Hinterkopf an die Rücklehne.

Lassiter hatte nur einen kurzen Blick in die dunklen Augen des Mannes werfen können, doch das hatte genügt, zu erkennen, dass er jemanden vor sich hatte, der der gleichen Profession nachging wie er selbst.

Ein Revolvermann verspürte beim Anblick eines Mannes, ob er diesem ebenbürtig oder gar überlegen war, oder dass er gegen diesen Mann nicht gewinnen würde. Lassiters Instinkt war jetzt ganz ruhig. Er spürte kein Alarmzeichen, nur die Warnung, vorsichtig zu sein.

Die beiden anderen Männer trugen nicht mal einen Colt. Sie gehörten offenbar zusammen, und den Worten, die sie miteinander sprachen, entnahm er, dass sie Bergwerksingenieure waren.

Er konzentrierte sich wieder auf die junge Frau ihm gegenüber, die die ganze Zeit angestrengt aus dem Fenster geschaut hatte. Als sie den Kopf wandte und seinen Blick wieder auf sich spürte, nahm sie die Unterlippe zwischen die Zähne, zog sich die Pudelmütze über die Augen und rutschte auf ihrem Sitz etwas nach vorn, sodass sie ihren Kopf anlehnen konnte. Als sich ihre Beine dabei berührten, erwartete er, dass sie zusammenzucken und ihre Beine zurückziehen würde. Doch das tat sie nicht.

Oha, dachte er. Das kann ja noch interessant werden.

Als die ältere Lady versuchte, mit den beiden Ingenieuren ins Gespräch zu kommen, zog auch Lassiter seinen Hut in die Stirn. Die Berührung an seinem Bein blieb, und er war überzeugt davon, dass es in dem hübschen Blauauge mit dem Kussmund die gleichen Gefühle auslöste wie in ihm.

***

Er war tatsächlich trotz der Rüttelei der in ihren Ledergehängen schaukelnden Kutsche eingeschlafen. Der laute Ruf des Kutschers oder Beifahrers hatte Lassiter geweckt. Er spürte, dass er noch weiter nach vorn gerutscht war und die Beine der jungen Frau ihn fast an den Knien berührten.

Er richtete sich auf und schob seinen Hut in den Nacken. Ihre tiefblauen Augen waren auf ihn gerichtet und wichen ihm diesmal nicht aus. Ihre Lippen waren leicht geöffnet. Es schien, als wollte sie etwas zu ihm sagen, doch in diesem Moment hielt die Kutsche mit einem Ruck an.

»Canyon Rock Station!«, rief jemand vom Bock. »Eine Viertelstunde Pause!«

Einer der Bergwerksingenieure stieß die Tür auf und die beiden Männer verließen die Kutsche. Der Revolvermann neben Lassiter folgte ihnen, dann auch der schnaufende Dicke, der sicher ein Vertreter war. Die ältere Lady rutschte auf der Sitzbank bis zur Tür, bevor sie sich erhob und mit unsicheren Bewegungen hinauskletterte. Niemand der vier Männer hielt es offenbar für nötig, ihr beim Aussteigen zu helfen.

Lassiter blickte sein Gegenüber an. »Wollen Sie sich nicht die Beine vertreten, Miss?«

Sie schüttelte den Kopf. »Für die paar Minuten lohnt es sich …« Sie verstummte, als draußen Rufe ertönten.

Lassiter war alarmiert. Er hatte seine Hand schon am Griff des Remington, als die Tür auf ihrer Seite aufgerissen wurde und er in die Mündungen einer abgesägten Schrotflinte blickte, aus der ihn der Tod angrinste.

»Nimm die Hand von der Kanone!«, sagte eine kehlige Stimme unter einem Halstuch hervor, das das Gesicht des Sprechers bis zu den Augen unter der Krempe eines verbeulten Sombreros bedeckte.

Lassiter ließ den Remington los. Nur kurz wandte er den Kopf, um einen schnellen Blick durch die andere Tür nach draußen zu werfen, doch die ältere Lady versperrte ihm die Sicht. Er hätte gern gewusst, wie sich der Mann, der neben ihm gesessen hatte, verhielt.

»Komm raus, Mädchen!«, knurrte der Mann mit der Schrotflinte.

Ihre Augen waren weit aufgerissen. Sie blickte Lassiter an, wollte etwas sagen, schüttelte dann aber den Kopf und leistete der Aufforderung des Maskierten Folge. Der Mann machte ihr Platz, ließ die Mündungen der Schrotflinte aber auf Lassiter gerichtet. Dann schlug er die Kutschentür zu, die Lassiter fast gegen den Kopf geknallt wäre.

Mit zwei Schritten war er an der anderen Tür und sprang hinaus.

Ein einziger Blick genügte ihm, um zu erkennen, dass ihm nicht der Hauch einer Chance blieb. Der Revolvermann und die anderen drei männlichen Passagiere standen mit erhobenen Händen da. Auch der Fahrer und der Begleitmann, die noch auf dem Bock saßen, hatten die Hände erhoben. Maskierte Männer richteten ihre Gewehre auf sie. Hinter dem flachen Haus der Station tauchten zwei Männer in indianischer Kleidung mit gesattelten Pferden auf.

Lassiter wollte ein paar Schritte an der ältlichen Lady vorbei gehen, um zu sehen, was die Kerle mit dem Mädchen vorhatten, doch in diesem Moment tauchte der Bursche mit der Schrotflinte hinter ihm auf und gab den anderen Maskierten ein Zeichen.

Lassiter sah, dass der Revolvermann ihn anschaute und die Frage in seinen Augen erkannte. Er schüttelte den Kopf. Auch er sah offenbar keine Chance, die Banditen aufzuhalten, und Lassiter musste ihm recht geben.

Innerhalb von Sekunden saßen alle Maskierten in ihren Sätteln und preschten davon.

Von irgendwoher krachte ein Gewehrschuss. Die Kugel riss eine kleine Staubfontäne vor den Füßen des Revolvermannes aus dem Boden.

Die Banditen hatten sich also abgesichert. Der Heckenschütze hätte sie sicher erwischt, wenn sie etwas unternommen hätten.

Lassiter wandte den Kopf.

Der Schrotflintenmann war verschwunden. Durch die beiden offenen Türen der Kutsche sah Lassiter, wie die Reiter von einer aufquellenden Staubwolke verschluckt wurden. Für Sekundenbruchteile vermeinte er zwischen ihnen wehende lange, blonde Haare zu erkennen, dann war die Wand aus gelblichem Staub undurchdringlich geworden.

Der älteren Lady waren die Knie weich geworden. Sie plumpste mit dem Hintern zu Boden und begann leise zu jammern. Erst jetzt rührten sich der Fahrer und der Begleitmann. Sie sprangen vom Bock, griffen der Lady unter die Achseln, stellten sie wieder auf die Beine und führten sie zur Station hinüber, wo jetzt ein älterer Mann und zwei junge Burschen auftauchten, die offenbar die Station betrieben und von den Banditen gezwungen worden waren, im Gebäude zu bleiben, bis der Überfall vorbei war.

Lassiter sah den Blick des Revolvermannes auf sich gerichtet. Er trat auf ihn zu und fragte: »Irgendeine Ahnung, was das zu bedeuten hatte?«

Der Mann schüttelte den Kopf. Dann begann er sich langsam über die Lippen zu lecken. In seinen schwarzen Augen leuchtet es für einen Sekundenbruchteil auf.

»Ich hab dich schon mal gesehen«, sagte er. »Lassiter, oder?«

Überraschung zeichnete sich auf dem Gesicht des großen Mannes ab. »Wo?«, fragte er.

»Denver. Die Calahoney-Brüder. Du hast sie alle drei auf die Nase gelegt.«

»Das ist Jahre her.«

»Stimmt, aber so etwas vergisst man nicht, wenn man im selben Job arbeitet.«

»Ich kann mich nicht erinnern, dir irgendwann mal begegnet zu sein.«

Jetzt glitt ein schmales Grinsen über sein Gesicht. »Vielleicht schmeichelt es dir, aber ich bin dir immer ausgewichen, wenn irgendwo dein Name fiel.« Nach einer kurzen Pause sagte er: »Stacy Blair ist mein Name.«

»Black Stacy Blair?«, fragte Lassiter.

»Genau der.«

Lassiter nickte. Er hatte den Namen des Revolvermannes schon öfter gehört. Blair sah es ihm an und schien erfreut darüber zu sein.

»Ein Job im Lincoln County?«, fragte Lassiter.

Blair nickte. »Im Minengebiet von Pioche. Für einen Minenbesitzer. Ruben Jackson.«

Der Fahrer, der den beiden jungen Burschen der Station half, die Pferde auszuschirren, wandte den Kopf. Offenbar hatte er gehört, was Stacy Blair gesagt hatte.

»Das Mädchen, das die Banditen entführt haben, ist Lucie Jackson«, sagte er, »Ruben Jacksons Tochter.«

Blair schluckte hart. Es war ihm anzusehen, dass ihm in diesem Moment einige Dinge durch den Kopf gingen. Dann wandte er sich wieder Lassiter zu und das Misstrauen war deutlich aus seiner Stimme herauszuhören. »Weshalb sitzt du in dieser Kutsche?«, fragte er.

»Ich würde es dir sagen, wenn ich es wüsste, Blair. Noch habe ich nicht die geringste Ahnung. Ich werde in Pioche einen Mann treffen, den ich nicht kenne und von dem ich es erfahren werde.«

Blair glaubte ihm nicht, das war ihm anzusehen.

»Du wirst nicht mitkommen, wenn ich mich auf die Fährte der Banditen setze?«

Lassiter überlegte nur Sekunden. Dann schüttelte er den Kopf. »Ich kenne die Gegend hier. Du kannst wochenlang ihren Fährten folgen, ohne sie jemals zu Gesicht zu bekommen, wenn sie es nicht wollen. Hast du gesehen, dass Indianer unter ihnen waren?«

Blair nickte und zuckte dann mit den Schultern. »Es ist mein Job. Ich hab bereits tausend Dollar für den ersten Monat kassiert.« Er wandte sich ab und ging zu dem älteren Mann hinüber, wahrscheinlich um mit ihm über den Kauf eines Pferdes zu verhandeln. Dann kam er zur Kutsche zurück, wo Lassiter sich gegen das Hinterrad gelehnt hatte und einen Zigarillo rauchte. Er kletterte über den Bock aufs Dach hinauf, nahm eine schmale Ledertasche an sich und sprang wieder herab. Ohne ein weiteres Wort an den großen Mann zu richten, ging er zur Station hinüber, wo der Stationer einen gesattelten Falben aus dem Corral führte. An den Sattel war ein Scabbard geschnallt, aus dem der Schaft einer Winchester ragte.

Lassiter sah, wie Blair dem Mann einige Geldscheine in die Hand drückte, sich dann in den Sattel schwang und in die Staubwolke ritt, die immer noch wie ein dichter Nebel in der Luft hing.

***

Lassiters Gedanken waren immer noch bei dem Mädchen, während sich die sechs Pferde abmühten, den letzten steilen Anstieg vor Pioche hinter sich zu bringen. Normalerweise wäre er mit Stacy Blair geritten, um den Versuch zu unternehmen, Lucie Jackson aus den Klauen der Banditen zu befreien. Doch er hatte nicht das Gefühl gehabt, dass das Mädchen durch die Entführung in eine tödliche Gefahr geraten war. Er vermutete eher, dass die Banditen sie als Geisel dazu benutzen wollten, ihren Vater zu irgendetwas zu zwingen.

Er hatte Stacy Blair die Wahrheit gesagt. Er war tatsächlich nicht darüber informiert, was sein Job in der Silber- und Goldminengegend um Pioche sein würde. Ryan Reilly, der Mittelsmann der Brigade Sieben in Salt Lake City, hatte ihm nur gesagt, dass er in Pioche von jemandem angesprochen werden würde, der seine Beschreibung hatte und wusste, wann er ungefähr in der Stadt eintraf.

Lassiter hasste es, im Dunkeln zu tappen, was er gegenüber Reilly deutlich zum Ausdruck gebracht hatte, doch der hatte mit den Schultern gezuckt und darauf verwiesen, dass er nur der Übermittler des Befehls sei.

Lassiter sah den Kussmund des Mädchens vor sich, spürte noch die Berührung ihrer Beine und bedauerte, dass er ihr nicht hatte helfen können und nun in ihren Augen ein Versager und Feigling sein musste.

Die ältere Lady und der dicke Vertreter hatten ihn während der ganzen Fahrt in Ruhe gelassen, was Lassiter nur recht war. Die beiden Bergwerksingenieure waren an der Parsnip Station ausgestiegen. Die Mine, für die sie arbeiteten, lag in der Nähe des kleinen Ortes Jackrabbit, der von der Station aus nur drei Meilen entfernt war.

Kurz nach der Parsnip Station hielt die Kutsche an. Die ältere Lady blickte Lassiter an und sagte: »Wir müssen hier aussteigen und etwa hundert Yards zu Fuß gehen.«

Der große Mann zog die Augenbrauen zusammen. Er konnte sich nicht vorstellen, dass der Anstieg so steil war, dass es auf das Gewicht der Passagiere ankam, ob die Pferde es schafften, die Kutsche zum Scheitelpunkt der Anhöhe zu ziehen.

In diesem Moment wurde schon die rechte Tür aufgezogen und der Beifahrer streckte die Hand aus, um der Lady nach draußen zu helfen.

Lassiter stieg hinter dem dicken Vertreter aus und sah sich vor einer steilen Felswand, vor der sich Berge von Geröll türmten. Er blickte an der Kutsche und dem Gespann vorbei und stieß einen leisen Pfiff aus.

Der Beifahrer, der neben ihm stehen geblieben war, nickte zur Felswand hinauf und sagte: »Die Kerle haben ganze Arbeit geleistet.«

Hier hatte eine Sprengung stattgefunden. Das war deutlich zu erkennen. Er wollte den Beifahrer noch etwas fragen, doch der hatte sich schon abgewandt und ging nun vor dem Gespann her, das sich langsam wieder in Bewegung setzte.

»Darf ich mich an Ihnen festhalten, Mister?«, fragte die ältere Lady.

Lassiter nickte und reichte ihr seinen linken Arm. Offenbar hatte sie seine fragenden Blicke bemerkt, denn sie sagte: »Das ist jetzt fast einen Monat her. Die Armee, der Marshal von Pioche und Männer von den Minen wollten einen Gold- und Silbertransport nach Ely bringen. Sie waren zusammen fast zweihundert Mann. Und weil die Banditen den Kampf gegen sie nicht hätten gewinnen können, haben sie die Felswand gesprengt und den Weg für schwere Wagen unpassierbar gemacht. Den Männern blieb nichts anderes übrig, als mit ihren Wagen nach Pioche zurückzufahren.«

»Und zweihundert Mann konnten die Banditen nicht zur Strecke bringen?«, fragte er ungläubig.

Sie sah ihn an und sagte: »Sie kennen die Gegend nicht, wie? Für die Armee ist die Suche in der Cathedral Gorge schwieriger als die Suche nach einer Stecknadel im Heuhaufen. Außerdem weiß niemand, wer die Banditen sind. Sie sind immer maskiert.«

Er nickte. »Haben Sie eine Ahnung, weshalb man Lucie Jackson entführt hat? Das waren sicher Männer dieser Bande, oder?«

»Ganz sicher. Aber was sie mit der Entführung bezwecken, weiß ich nicht.«

»Ich hab gesehen, dass Indianer unter ihnen waren.«

Sie spuckte gar nicht ladylike zur Seite aus. »Paiutes. Sie glauben, dass ihnen das Land und alles Silber und Gold gehört, das man mühselig dem Boden entringt.«

Lassiter erwiderte nichts darauf. Wahrscheinlich würde sie es nicht verstehen, wenn er ihr sagte, dass die Paiutes mit ihrer Ansicht der Dinge wahrscheinlich recht hatten.

Er führte die ältere Lady um schwere Steinbrocken herum. Die Kutsche vor ihnen musste Schlangenlinien fahren. Mann hatte eine schmale Bahn vom Geröll befreit, trotzdem rumpelten die Räder immer wieder über Felsgestein. Nach fast hundert Yards hatte die Kutsche den Engpass passiert und sie konnten wieder einsteigen.

Lassiter war sich klar darüber, dass es noch Monate dauern konnte, bis der Weg über den Pass wieder für schwere Frachtwagen passierbar war.

Zurück auf seiner Sitzbank dachte er, dass der Überfall auf den Goldtransport und die Sprengung der Passstraße aller Wahrscheinlichkeit nach der Grund waren, weshalb die Brigade Sieben ihn in diese trostlose Gegend geschickt hatte. Aber was konnte er tun, wenn nicht einmal die Armee in der Lage war, die Banditen aufzuspüren und zur Strecke zu bringen?

Er sah den Blick des dicken Vertreters auf sich gerichtet. Der Mann hatte eine Frage auf der Zunge, das war ihm anzusehen, aber er wagte nicht, sie zu stellen. Die ältere Lady hatte da weniger Hemmungen.

»Was wollen Sie in Pioche, Mister?«, fragte sie.

Lassiter lächelte schmal. »Das werde ich Ihnen nicht auf die Nase binden, Ma’am.«

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