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Lassiter - Folge 2106

Inhalt

  1. Cover
  2. Impressum
  3. Todes-Ballett mit Lassiter
  4. Vorschau

Todes-Ballett mit Lassiter

Der große Mann versuchte Atem zu holen. Panik stieg in ihm auf, als er spürte, dass es nicht ging. Er hatte das Gefühl, ein wahnsinniger Sog wolle ihm die letzte Luft aus den Lungen saugen. Mit weit aufgerissenen Augen starrte er zu dem schwarzen, sich windenden Schlauch hinüber, der nur fünfzig Yards von ihm entfernt Bäume entwurzelte und alles mit sich in die Höhe riss, was ihm im Weg war. Sein grauer Wallach neben ihm tobte, schaffte es aber nicht, sich vom Lasso loszureißen, mit dem er ihn an einem Baum festgebunden hatte. Die Luft war erfüllt von einem ungeheuren Jaulen und Röhren, als stünde der Weltuntergang kurz bevor …

Dann taumelte der schwarze Schlauch, der bis in die dunklen Wolken reichte, davon. Aus dem Himmel prasselte es nieder von zerfetzten Ästen, Steinen und Sand, die der Tornado in die Luft gerissen hatte.

Die linke Hand ins Halfter des Grauen verkrallt, presste sich Lassiter an den Baumstamm, um von dem herabstürzenden Hagel nicht getroffen zu werden.

Plötzlich war es vorbei. Dem ohrenbetäubenden Lärm folgte eine tiefe Stille. Dann wurde der dunkle Himmel von einem mächtigen Blitz zerrissen, und im nächsten Moment schienen sich in den schwarzen Wolken Schleusen zu öffnen. Wie aus riesigen Eimern geschüttet, klatschte der Regen auf das ausgetrocknete Land.

Der Graue begann verrückt zu spielen. Lassiter konnte nicht verhindern, dass er sich vom Lasso losriss. Seine Rechte bekam das Sattelhorn zu fassen und klammerte sich daran fest. Mit einem Satz sprang der Wallach in die Regenwand hinein und riss den großen Mann mit sich, der das Sattelhorn nicht losgelassen hatte. Ein paar Schritte wurde er mitgeschleift, dann gelang es ihm, sich vom Boden abzustoßen und sich in den Sattel zu werfen.

Mit bockenden Sprüngen ging der Graue einen Hang an, rutschte ein paar Mal zurück, versuchte es aber immer wieder, bis er ihn hinter sich gebracht hatte und mit zitternden Flanken stehen blieb.

Lassiter war bis auf die Haut durchnässt. Noch immer schüttete es aus den schwarzen Wolken. Durch das Klatschen des Regens glaubte Lassiter, ein leises Raunen in der Ferne zu vernehmen. Es unterschied sich von den rollenden Donnern, die den Blitzen folgten, denn es lief nicht aus, sondern wurde ständig lauter.

Der Graue wurde immer ruhiger. Seine Nüstern waren jedoch noch gebläht und er starrte durch den dichten Regenvorhang, als könne er etwas erkennen.

Das Raunen steigerte sich zu einem dröhnenden Donnern. Es hörte sich an, als würde der Tornado zurückkehren. Der Boden unter Lassiters Füßen begann plötzlich zu beben, und auf einmal wusste er, was das brüllende Geräusch zu bedeuten hatte. Instinktiv lenkte er den Grauen weiter vom Hang zurück, dann ging das Donnern in ein mächtiges Rauschen über, und als wollte der Regen ihm einen Blick in die Hölle gönnen, der er durch den Instinkt des Grauen entgangen war, wurde er plötzlich schwächer.

Der große Mann schluckte heftig, als er sah, wie eine Walze von Wassermassen den Baum mit sich riss, unter dem er vor dem Tornado Schutz gesucht hatte. Gurgelndes Wasser schwappte bis zur Hälfte des Hangs hoch.

Er glaubte, taub zu sein. Alles um ihn herum war in einem donnernden Lärm getaucht, der den prasselnden Regen zu vertreiben schien, denn plötzlich war der vorbei. Über Lassiter rissen die schwarzen Wolken auf. Das graue Abendlicht fiel auf die sich überschlagenden Wassermassen, die unter ihm durch ein breites Bett jagten und die Erde zum Erbeben brachten.

Der große Mann wusste, wie knapp er dem Tode entronnen war. Er schüttelte den Kopf. Es hatte keinen Sinn, länger darüber nachzudenken und sich verrückt zu machen. Er klopfte den Hals des Grauen und murmelte: »Lass uns von hier verschwinden, Pferd.«

Der Wallach warf den Kopf ein paar Mal hoch und wieherte schrill, als hätte er die gleichen Gedanken gehabt wie sein Reiter. Dann setzte er sich in Bewegung.

***

Sie hatten die schwarze Wand im Süden gesehen und die Herde dicht beisammengehalten, aus Furcht, das Unwetter könnte seine Richtung ändern und auch über die Herde kommen.

Sie sahen den bis in die schwarzen Wolken ragenden Schlauch des Tornados, der sich wie eine tanzende aufrechte Schlange nach Süden bewegte und Tod und Zerstörung auf seinem Weg hinterließ.

Der Vormann Spike Howard hockte am Feuer, das Doc Brody, der Koch, in der Nähe des Chuckwaggons entzündet hatte. Die sechs Pferde, die den Wagen zogen, standen noch im Geschirr, um bereit zu sein, wenn sich die Windrichtung änderte, was oft vorkam, und der Sturm Richtung auf sie nahm. Auf dem Bock saß eine junge Frau, die wie ein Cowboy gekleidet war und an einem Hemd nähte. Sie trug einen flachkronigen Hut, unter dem sie ihre langen braunen Haare verborgen hatte. Sie starrte zur Herde hinüber, von dem sich nun mehrere Reiter näherten. Sie aber hatte nur Augen für den großen hageren Mann auf einem Falben, dessen lange blonde Haare im Wind flatterten, weil sein Hut am Sturmband auf seinem Rücken hing. Ein eigenartiges Glitzern war in ihren braunen Augen und sie presste die vollen Lippen so hart zusammen, dass sie blutleer wirkten.

Spike Howard hielt einen Blechbecher mit heißem Kaffee in den Händen und murmelte: »Hoffentlich gerät der Boss nicht in die Hölle da unten.«

Doc Brody nickte nur. Er verfluchte die beiden Kerle, die sich im Morgengrauen von ihnen abgesetzt hatten, weil sie der harten Arbeit des Treibens überdrüssig geworden waren. Der Boss hatte sie mit einem dritten Mann am Red River unter Vertrag genommen, weil bei der Überquerung des Flusses zwei von ihren Männern ertrunken waren. Sie hatten sich verpflichtet, bis Dodge City bei der Herde zu bleiben, und John Castle, der Boss, hatte ihnen klargemacht, dass es kein Zurück für sie geben würde. Sie hatten dennoch unterschrieben, weil sie wahrscheinlich auf der Flucht vor dem Gesetz waren und es keinen sichereren Ort für sie gab, als Teil einer Trailmannschaft zu sein.

Dennoch hatten sie die Flucht gewagt. Der Boss hatte sich sofort an die Verfolgung gemacht, und nun waren sie irgendwo dort unten, wo die schwarze Hölle ausgebrochen war.

Spike Howard blickte auf, als der dritte Mann, den John Castle am Red River verpflichtet hatte, zum Feuer kam, sich hinhockte und sich einen Kaffee nahm. Sein Name war Casey Carroll. Er war hager und zäh, und wenn seine langen blonden Haare nicht gewesen wären, hätte man ihn glatt für einen Indianer halten können. Irgendwie hatte er eine verblüffende Ähnlichkeit mit Phil Gerrity, der mit Frank Wheeler das Weite gesucht hatte.

Carroll nickte zu der schwarzen Wand hinüber, die sich im Süden aufgebaut hatte, als wäre dort die Welt zu Ende.

»Er wird Wheeler und Gerrity nicht schnappen«, murmelte er. »Vielleicht gehen sie alle drei auf.«

»Quatsch keinen Unsinn, Carroll«, knurrte Doc Brody. »Du kennst den Boss nicht, der war schon ein paar Mal in der Hölle und ist noch jedes Mal wieder zurückgekommen.«

Der Blonde zuckte mit den Schultern und erhob sich. Er hatte die anderen Männer heranreiten sehen, die die Herde in einem länglichen Tal zum Stehen gebracht hatten.

»Du hast heute Nachtwache, Carroll«, sagte Spike Howard. »Komm nur nicht auf die Idee, es Wheeler und Gerrity nachzumachen.«

Der Blonde hätte beleidigt tun können, doch er lachte nur leise. »Keine Bange, Howard«, sagte er. »Mein Ziel ist Dodge City, und ich brauche das Geld, das Castle mir zahlen wird.« Er nickte den herankommenden Männern zu, ging zu seinem Falben, der mit hängenden Zügeln ein paar Yards abseits stand, und schwang sich in den Sattel. Sein Blick glitt zum Chuckwaggon hinüber, auf dessen Bock die junge Frau saß. Er sah, dass sie ihm nachstarrte, und er fragte sich zum hundertsten Mal, was mit ihr los war. Sie war ihm bisher aus dem Weg gegangen, aber immer hatte er ihren Blick auf sich gespürt. Es waren keine freundlichen Blicke, eher lauernde, als würde sie auf eine Gelegenheit warten, ihm an die Kehle gehen zu können.

Sie war wie Gerrity, Wheeler und er am Red River zur Herde gestoßen und hatte so lange gefleht, dass John Castle sich bereit erklärt hatte, sie mit nach Dodge City zu nehmen, nachdem er seiner Mannschaft klargemacht hatte, dass Laura, wie sie sich nannte, für jeden von ihnen tabu war. Sie ging Doc Brody zur Hand, und seit sie für die Männer kochte, hatte man von ihnen kein böses Wort mehr über das Essen gehört. Was sie in Dodge City wollte, hatte sie bisher nicht verraten.

Er zuckte mit den Schultern. Ihm war es völlig egal. Für ihn zählte nur, dass er mit seiner Beute davonkam. Sein Ziel war Montana. Dort in den Goldfundgebieten würde er es zu Reichtum bringen, davon war er fest überzeugt. Den Grundstock zu seinem Vermögen trug er bei sich, eingenäht in den Pauschen seines Sattels. Dreißigtausend Dollar. Ein Mann hatte dafür sterben müssen. Es war seine eigene Schuld gewesen, denn er hätte nicht zum Revolver greifen dürfen. Als er im Deckel der goldenen Taschenuhr, die er dem Toten abgenommen hatte, gelesen hatte, dass der Bankier Senator Matthew Haygarth war, hatte ihn Panik ergriffen. Die Herde John Castles war ihm gerade recht gewesen, um seine Flucht fortzusetzen. Ihm war von vornherein klar gewesen, dass er nicht bis zum Arkansas River bei der Herde bleiben würde. Und da er Texas meiden musste, blieb ihm nur der Weg durch den Panhandle des Indianerterritoriums, um nach Colorado zu gelangen und von dort aus weiter über Wyoming nach Montana.

Er dachte an seine Schwester Irene, die mit ihren Ballett-Mädchen, wie sie sie nannte, ebenfalls auf dem Weg ins Goldfundgebiet von Montana war. Wie weit sie es mit ihrem Wagen bereits geschafft hatte, wusste er nicht. Zuletzt hatte sie ihm aus Pecos eine Nachricht zukommen lassen, und von dort war es ein langer Weg nach Montana. Nach seiner Einschätzung konnte sie es höchstens bis Denver in Colorado geschafft haben. Nun, irgendwann würden sie in der Golden Gulch wieder zusammentreffen und ihr Vermögen machen.

Als er den Weg zur Herde einschlug, verzogen sich seine Lippen zu einem verächtlichen Lächeln. Für ihn waren die Cowboys armselige Typen, für die er nur Verachtung übrig hatte. Für ein paar Dollar nahmen sie Strapazen auf sich, die einen Mann kaputtmachen konnten. Sie riskierten Krankheit und sogar den Tod und kamen sich sonst wie vor, weil sie einem Burschen, der am Ende des Trails ein reicher Mann sein würde, die Treue hielten.

Er ritt zur Herde hinunter. Hinter dem Hügel im Westen war die Sonne bereits untergegangen. Die Dämmerung würde nur kurz sein, und in der ersten Schwärze der Nacht, wenn das Licht der Sterne die Erde noch nicht erreichte, würde er sich auf den Weg nach Westen machen.

Ein schmales Grinsen glitt über sein hageres Gesicht mit der leicht gekrümmten Nase. Er dachte an Gerrity und Wheeler. Er war es gewesen, der ihnen den Floh ins Ohr gesetzt hatte, die Flucht zu ergreifen. Wheeler hatte eine dumpfe Vorahnung gehabt, dass er Dodge City nicht lebend erreichen würde, und Gerrity hatte einfach keine Lust mehr gehabt, sich Tag für Tag den Hintern wund zu reiten.

Bei einem Spiel hatte er sie auf das Unwetter hingewiesen, das sich im Süden zusammenbraute, und ihnen gesagt, dass es wahrscheinlich die einzige Gelegenheit sein würde, in seinem Schutz davonzukommen.

Ihnen war klar, dass John Castle persönlich sich auf den Weg machen würde, sie zurückzuholen. Und darauf baute Carrolls Plan. Wenn der Rancher weg war, würde niemand mehr da sein, der sich auf die Fährte eines weiteren Flüchtlings setzen würde. Er gab zu, dass er John Castle fürchtete. Als Erster, mit der Aussicht, Castle auf seiner Fährte zu haben, hätte er es nicht gewagt, sich von der Herde abzusetzen. Jetzt war Castle nicht mehr da und kämpfte irgendwo im Süden nicht nur gegen Gerrity und Wheeler, sondern auch gegen das Unwetter, das mit Urgewalt über das Land gefallen war.

Grinsend dachte er an Phil Gerrity, der eine so verdammte Ähnlichkeit mit ihm hatte, dass man sie für Brüder hätte halten können. Das war auch der Grund gewesen, dass er die goldene Taschenuhr des Senators beim Pokerspiel an Gerrity absichtlich verloren hatte. Wenn man die Uhr bei Gerrity fand, würde man ihn für den Mörder und Bankräuber halten.

Sie hatten abseits von den anderen gespielt, aber Carroll wusste, dass die Frau sie beobachtet hatte und die goldene Taschenuhr gesehen haben musste. Er hoffte jedoch, dass sie kein Wort darüber verlor.

Bei der Herde löste er einen anderen Cowboy ab, der froh war, ins Camp reiten zu können. Er wartete nicht sehr lange. Als die Dunkelheit vollkommen war, lenkte er seinen Falben nach Westen den Hügel hinauf und war Minuten später dahinter verschwunden. Erst in vier Stunden, wenn seine Ablösung kam, würde man sein Verschwinden bemerken.

***

Laura McGregor legte das karierte Hemd, an dem sie einen Riss geflickt hatte, zur Seite, als sie Casey Carroll zu seinem Falben gehen und aufsitzen sah. Über das Vorderrad des Chuckwaggons kletterte sie hinab und ging hinter den Wagen, wo ihre kleine braune Stute angebunden war. Sie holte ihren Sattel, den sie unter den Wagen gelegt hatte, hervor, und begann die Stute zu satteln. Am Sattel waren Deckenrolle und Satteltaschen befestigt. Das war üblich, denn man musste breit sein, wenn etwas Unvorhergesehenes wie eine Stampede, ein Buschbrand oder Ähnliches geschah.

Sie sah, dass sich Spike Howard vom Feuer erhob und zu ihr herüber kam.

»Du willst noch reiten?«, fragte er.

Sie nickte. »Ich hab den ganzen Tag auf dem Bock des Wagens verbracht«, sagte sie. »Ich brauche ein wenig Bewegung.«

Howard wies zum Himmel. »Es wird gleich stockdunkel sein.«

»Ich verirre mich schon nicht, Spike«, sagte sie. »Ich werde eine langsame Runde um die Herde drehen.«

Howard brummte etwas und half ihr dann in den Sattel. »Pass auf dich auf, Mädchen«, murmelte er.

Sie erwiderte nichts und trieb ihre Stute an. Mit der linken Hand griff sie nach ihrer Sattelrolle, als müsste sie sich davon überzeugen, dass sie alles bei sich hatte, was sie für einen längeren Ritt benötigte. Sie fasste auch nach dem ledernen Brustbeutel, in dem sich mehr als tausend Dollar befanden. Als sie den Beutel berührte, stiegen ihr plötzlich Tränen in die Augen.

Sie hatte das Gesicht des Mannes vor sich, von dem sie das Geld hatte. Sie hatte Senator Matthew Haygarth geliebt. Sie hatte gewusst, dass sie nie seine Frau hätte werden können, denn aus politischen Gründen war es ihm unmöglich gewesen, sich von seiner Frau zu trennen. Außerdem hatte er drei Kinder.

Aber sie war seine Geliebte gewesen, der Stern seines Lebens, wie er ihr immer wieder versichert hatte. Und er war ihre Zukunft gewesen. Es hatte ihr genügt, nur seine Geliebte zu sein. Sie war auf einer elenden Farm unter sieben Geschwistern aufgewachsen, und Matthew Haygarth hatte ihr die Welt gezeigt. Ohne Matthew würde sie wieder das arme Mädchen werden, das sie vorher gewesen war.

In ihr hatte sich ein lodernder Hass auf Matthew Haygarth’ Mörder aufgebaut, der ihr ganzes Denken beherrschte und der nur auf eines fixiert war: ihn zu töten. Was dann mit ihr geschah, war ihr völlig egal. Mit Matthews Tod war auch ihr Leben zu Ende gegangen.

Sie wusste, dass sie ein riesiges Glück gehabt hatte, in Wichita Falls auf Phil Gerrity gestoßen zu sein. Die Beschreibung, die ein Augenzeuge, der in der Mordnacht einen Mann aus der Bank hatte kommen sehen, hatte genau auf Gerrity gepasst.

Sie hatte schon überlegt, wie sie Gerrity die Beute abnehmen und ihn töten könnte, als John Castle in dem Saloon auftaucht war, der nach Männern für seinen Trail nach Dodge City suchte. Und dann war der zweite Mann aufgetaucht, auf den die Beschreibung des Zeugen genauso gut gepasst hatte wie auf Gerrity.

Castle hatte drei Männer angeheuert: Gerrity, Wheeler und den anderen Blonden, der sich Casey Carroll nannte. Und ihr war nichts anderes übrig geblieben, als hinter den Männern herzureiten. Sie hatte gewartet, bis die Herde weit genug vom Red River ins Indianerterritorium vorgedrungen war, dass man sie nicht so ohne weiteres durch das gefährliche Land zurückschicken konnte. Und der Boss der Herde, der Rancher John Castle, hatte sich, nachdem sie das erste Mal für seine Männer gekocht hatte, breitschlagen lassen, sie mit nach Dodge City zu nehmen.

Sie hatte Gerrity und Carroll immer im Auge behalten. Dann hatte sie sie zufällig beim Pokerspiel überrascht und gesehen, wie Carroll die goldene Taschenuhr des Senators an Phil Gerrity verlor.

Jetzt war sie sich sicher, in Casey Carroll den Mörder des Senators vor sich zu haben. Sie hatte ihn ständig beobachtet, und ihr war nicht entgangen, wie er häufig und wie unbeabsichtigt an die Pauschen seines Sattels gefasst hatte. Da war der Gedanke nah gewesen, dass Carroll dort die dreißigtausend Dollar, die er in der Bank des Senators erbeutet hatte, verbarg.

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