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Lassiter - Folge 2093

Lassiter und die Nonnen

Jim Haller zog sich den Hut tief in die Stirn und bedachte seinen Nebenmann mit einem prüfenden Blick. »Bist du bereit, Sonny?«

»Klar.« Beinahe zärtlich strich Matt Stokes über den Lauf seiner Winchester. »Kann’s kaum erwarten, das gute Stück endlich zu benutzen.«

Die beiden Banditen lagen hinter einem Mesquitegestrüpp, ganz nahe am Overland Trail. Sie lauerten auf die Kutsche, die sie von einem Hügel erspäht hatten. Der Wagen fuhr ohne Eskorte. Das war die Gelegenheit. Von ihrem letzten Fischzug war nur noch eine Handvoll Dollars übrig.

Schmaläugig spähte Haller zu der Staubwolke hinüber, die langsam auf sie zukam. »Wir schießen nur, wenn es brenzlig wird. Keine linken Dinger, okay?«

»Mal sehen«, raunte Stokes und spuckte in den Sand.

Phoebe Holmes’ Herz schlug ein paar Takte schneller, als sie sich wie eine Diebin aus ihrer Kammer schlich.

Ohne einen Laut zog sie die Tür hinter sich zu. Jetzt musste sie an der Stube vorbei, in der ihr Vater sein Mittagsschläfchen hielt. Für gewöhnlich schlief er wie ein Murmeltier, auch bei seinen Siestas am hellen Tag. Aber man konnte nie wissen. Auf keinen Fall durfte er sie erwischen, dann würde sie wohl vor Scham in den Boden versinken.

Phoebe gab sich einen Ruck und schulterte ihren Reisesack. Er war aus festem Segeltuch und prall gefüllt. Schritt für Schritt näherte sie sich der angelehnten Verbindungstür.

Aus der Stube war nichts zu hören, bis auf das summende Schwingen des Pendels der klobigen Standuhr, die Dad letztes Jahr über den Versandkatalog bestellt hatte. Als die Lieferung ankam, war auch ein schickes Kleid nach der neuesten New Yorker Mode dabeigewesen.

Phoebe kniff die Lippen zusammen. Dad hatte ihr das Kleid heimlich gekauft. Er hatte sich gefreut wie ein Schneekönig, als er sah, wie sehr es ihr gefiel.

Dann aber kam das dicke Ende.

Er hatte von ihr verlangt, dass sie die Tanzerei aufgab und stattdessen in seinem Drugstore arbeitete. Das wäre ja noch zu verschmerzen gewesen – etliche Male hatte Phoebe schon in dem Shop ausgeholfen – aber Dad wollte noch mehr.

Sie sollte Oscar Hayden heiraten!

Der Vater hatte Hayden im Drugstore als Geschäftsführer eingesetzt. Seit seinem Reitunfall im Cedar Canyon war Dad nicht mehr ganz auf der Höhe. Er lahmte auf einem Bein, und jede Anstrengung war mit Schmerzen verbunden.

Deshalb wollte er sich aus dem Geschäft zurückziehen.

Zu Phoebes Leidwesen hatte er sich in den Gedanken verrannt, dass sie und Hayden den Laden gemeinsam führen sollten – als Mann und Frau, vor Gott und der Welt. Aber Phoebe liebte Hayden nicht, ganz im Gegenteil. Sie verabscheute den schmierigen Federfuchser, für den eine Frau nichts weiter als ein Anhängsel war.

Bisher war es Phoebe gelungen, den Vater immer wieder zu vertrösten.

Gestern jedoch war ihm der Kragen geplatzt. Er hatte ihr ein Ultimatum gestellt. Wenn sie seinem Kandidaten weiterhin die kalte Schulter zeigte, würde er sie eben zu ihrem Glück zwingen müssen. Schließlich sei sie seine Tochter und müsse sich seinem Willen beugen.

Die Vorstellung, mit einem ungeliebten Partner das Leben zu vertändeln, war ein Albtraum für Phoebe. Nach einer schlaflosen Nacht hatte sie sich durchgerungen, ihr Heim zu verlassen.

Sie wollte auf Wanderschaft gehen.

Mit ihrem Talent als Tänzerin würde sie in einer der texanischen Boomstädte bestimmt einen lukrative Anstellung in einem Saloon oder einem Variety Theater ergattern. Darüber hinaus besaß sie noch eine recht gute Singstimme und hatte mehr als hundert Liedtexte auswendig gelernt.

Ihr Herz wummerte wie eine Glocke, als sie einen Blick durch den Türspalt warf.

Der Vater lag, ein Kissen unter dem Kopf, auf dem Sofa und zuckte ab und zu mit der linken Hand. Sein Atem ging ruhig und regelmäßig.

»Good bye, Dad«, murmelte Phoebe lautlos.

Dann schob sie die Tür zu und wandte sich zum Ausgang. Leise huschte sie über die Schwelle ins Freie. Sie wohnten in einer abgelegenen Quergasse, und kein Mensch war in der brütenden Mittagshitze zu sehen. Es war still wie auf einem Totenacker.

Mit Tränen in den Augen eilte Phoebe die schmale Straße entlang. Hinter dem letzten Haus bog sie rechts ab. Vorbei am verwaisten Platz, wo für gewöhnlich die Hahnenkämpfe stattfanden, steuerte sie auf den Corral von Blister’s Livery Stable zu. Gleich dahinter lag das Gelände der Mayfair Overland Line-Postkutschengesellschaft.

Die Linienkutsche stand schon auf der Straße vor dem Tor. Die beiden Fahrer spannten die Pferde an. Ein Stück weiter half ein großer Mann in Cowboykluft einer Ordensschwester beim Einsteigen in die Gondel.

Phoebe zögerte. Je näher sie der Kutsche kam, desto größer wurden ihre Zweifel. Tat sie wirklich das Richtige? Jetzt war noch Zeit, ihre Entscheidung zu überdenken.

Sobald sie in der Gondel saß, gab es kein Zurück mehr.

Tief in ihrem Inneren meldete sich eine Stimme, die ihr einflüsterte, sie sei ein undankbares Ding, nur auf den eigenen Vorteil aus. Man verließ nicht heimlich sein Elternhaus, schon gar nicht, ohne sich zu verabschieden.

Aber ich habe Dad einen Brief geschrieben, verteidigte sie sich. Wenn er in meine Kammer geht, wird er ihn finden. Ich bin erwachsen, Dad muss meine Entscheidung akzeptieren. Nie und nimmer werde ich mein Leben mit einem Mann wie Oscar Hayden verschwenden.

Prompt erhob die andere Stimme Einwände, aber Phoebe brachte sie zum Schweigen. Festen Schrittes ging sie auf die Kutsche zu.

Einer der Fahrer, ein knochiger Mann mit rotem Backenbart, lächelte sie an. »Geben Sie mir Ihr Gepäck, Miss. Ich verfrachte es aufs Dach.«

»Danke, sehr nett von Ihnen, Mister.«

»Ich bin Joe Hammill, Miss.« Er nahm den Sack, kletterte auf ein Rad und band ihn auf dem Wagendach fest.

Bevor sie einstieg, warf Phoebe noch einen Blick auf den leeren Platz, hinter dem die Gasse abzweigte, wo das Haus ihres Vaters stand.

Jetzt war ihr Dad ganz allein. Mick und Charles, ihre älteren Brüder, kamen nur alle Jubeljahre einmal zu Besuch. Sie wohnten mit ihren Familien in Chicago und St. Louis. Phoebe hatte sie seit Monaten nicht mehr gesehen.

Bei den wehmütigen Erinnerungen wurde ihr ganz schwer ums Herz. Sie musste sich kräftig zusammenreißen, damit sie nicht zu heulen anfing.

»Guten Tag«, sagte sie, als sie neben dem großen Mann in der Kutsche Platz genommen hatte.

Ihre Mitreisenden nickten ihr freundlich zu.

Außer dem Hünen in Cowboykleidung waren da noch zwei Nonnen in mantelähnlichen Gewändern, dazu ein dicklicher Yankeetyp im hellbraunen Anzug und ein spindeldürres Männchen mit einem Zwicker auf der Nasenspitze.

Er sprach sie gleich an. »Ich heiße Nigel Tox und reise in Sachen Haushaltsartikel. Wenn Sie es wünschen, Miss, könnte ich Ihnen bei Gelegenheit den Katalog unserer Firma präsentieren. Er ist brandneu, kaum eine Woche alt.«

»Oh, wirklich interessant.« Phoebe lächelte dünn. Ihr Interesse für Töpfe und Pfannen hielt sich im Moment in Grenzen. »Ich komme bestimmt noch darauf zurück, Mr. Fox.«

»Tox, wenn’s beliebt.« Er sah grinsend zum Fenster hinaus.

Eine Zeitlang war Stille.

»Sitzen Sie bequem, junge Lady?«, fragte der große Mann neben ihr.

»Ja, danke. Alles bestens.«

Er schmunzelte, während er sie mit Wohlgefallen musterte. »Ich heiße Lassiter.«

»Phoebe Holmes.« Sie sah zu den beiden Nonnen hinüber, die ihr gegenübersaßen. Die linke war eine blasse Frau um die vierzig, die rechte ein pausbäckiges Mädchen in Phoebes Alter. Beide hielten demütig die Hände auf dem Schoß gefaltet. Der Geruch von Weihrauch haftete ihnen an.

Die Fahrt begann.

Laut mit dem angebundenen Eimer klappernd, fuhr der Wagen am Corrals des Mietstalls vorbei. In mäßigem Tempo ging es um einen Hügel aufgeschütteter Erde herum, auf dem sich ein paar Krähen um den Kadaver eines verendeten Kleintiers zankten. Dann rollte der Wagen in die offene Steppe hinaus.

Weit dehnte sich das schier endlose, trostlose Wüstenland. Ein Habicht segelte am wolkenlosen Himmel über den welligen Trail hinweg. Als er hinter einer Hügelkuppe verschwand, senkte Phoebe den Kopf und versank ins Grübeln.

Sie hatte eine Fahrkarte bis nach Crow Wallis gekauft.

Das war etwa hundert Meilen von Bangor City entfernt. In Crow Wallis gab es einen exklusiven Saloon mit Tanzsaal, die Palace Bar.

Hier wollte sich Phoebe beim Besitzer vorstellen. Hübsche Tanzmädchen wurden überall gesucht. Sie rechnete damit, dass man sie vom Fleck weg engagierte.

Die Postkutsche rumpelte stetig durch die Wüstenlandschaft. Das monotone Klappern übte eine einschläfernde Wirkung auf Phoebe aus. Ihre Gedanken verschwammen zu einem wirren Knäuel, und bald fielen ihr die Augen zu.

Im Traum sah sie sich im Geschäft ihres Vaters eine Kiste mit Töpfen auspacken. Neben ihr standen Nigel Tox und Oscar Hayden und rauchten Zigarren mit Bauchbinden, auf denen zierliche Ballerinas Pirouetten drehten.

Ein Knall, laut wie ein Kanonenschuss, katapultierte Phoebe in die Gegenwart zurück.

»Halt!«

***

Das Echo des Schusses verhallte flach über dem Untergrund. Pulverrauch wehte durch die offenen Fenster in die Gondel.

Der Fahrer bremste hart, um das Gespann zum Stehen zu bringen. In einer mächtigen Staubwolke stoppte der Wagen.

Lassiter zerbiss einen Fluch. Ein Überfall, nur ein paar Meilen von Bangor City entfernt. Diese Wegelagerer hatten wirklich Mut. Durch das County ritten regelmäßig Patrouillen der Texas Rangers, die den Trail bewachten. Offenbar stand den Banditen das Wasser bis zum Hals, dass sie das Risiko trotzdem in Kauf nahmen.

Aus der Staubwolke schälte sich die Gestalt eines Mannes. Er trug sein Halstuch vor dem Gesicht und hielt einen großen Revolver in der Hand.

»Alle Mann aussteigen!«, knurrte er und riss den Schlag auf. »Und ein bisschen dalli, sonst helfe ich nach!«

Die Nonnen beteten ein Vaterunser. Die hübsche Frau neben Lassiter zitterte wie eine Pappel. Der Handelsvertreter war der Erste, der ausstieg. Der Yankeetyp folgte.

»Keine Angst, Phoebe«, beruhigte Lassiter seine Nachbarin. »Wenn Sie tun, was die Kerle fordern, passiert Ihnen nichts.«

»Los! Los! Das Gepäck runter!«, grölte es draußen. »Und die Passagiere aufstellen zum Appell, alle brav in einer Linie. Los! Beeilung!«

»Ich habe Angst«, wisperte Phoebe.

Lassiter sah Tränen in ihren Augen schimmern. Er griff nach ihrer Hand und drückte sie leicht.

»Bleiben Sie immer dicht neben mir, okay?«

Sie nickte stumm.

Nachdem die Nonnen aus der Gondel geklettert waren, sprang Lassiter ins Freie. Er gab Phoebe Hilfestellung, und als sie neben ihm stand, trat der Maskierte vor und stieß ihr den Colt in die Seite.

»Stell dich zu den anderen, Sweety«, blaffte er.

Lassiter geleitete sie Phoebe zu den übrigen Passagieren, die bereits Aufstellung genommen hatten. Die Kutscher banden das Gepäck los, von einem Mann mit Winchester in Schach gehalten. Der Bandit mit dem Revolver marschierte vor den Wageninsassen auf und ab.

Vor der älteren Nonne blieb er stehen.

»Von mir haben Sie nichts zu erwarten«, sagte sie. »Schwester Eva und ich besitzen keinen weltlichen Schnickschnack. Wir haben nur etwas Proviant bei uns – und das Wort Gottes.« Sie hob die Bibel.

Der Maskierte musterte die Ordensschwester kritisch. Er schien zu überlegen, ob er den Frauen in der Nonnentracht glauben sollte oder nicht. Schließlich winkte er wegwerfend ab und ging zu dem Yankeetypen. Der hatte schon seine Geldbörse in der Hand und war gerade dabei, die Kette seiner Taschenuhr aus dem Knopfloch zu fingern.

»Her damit!« Der Bandit riss ihm alles aus der Hand und stopfte es in einen Beutel aus Sackleinen. Anschließend trat er zu Nigel Tox, dem Vertreter, der ihm seine dünne Brieftasche entgegenhielt.

»Aufmachen!«

Beflissen schlug Tox das Etui auf.

»Da sind ja nur zehn Dollar drin«, murrte der Mann mit der Maske.

»Leider habe ich nicht mehr, Mister«, beteuerte Tox. »Die Firma, für die ich arbeitete, hält mich sehr kurz.« Er wies zur Kutsche. »Aber ich könnte Ihnen einige Muster anbieten, wenn Sie Wert darauf legen.«

»Was sind das für gottverdammte Muster?«

»Ich reise in Sachen Haushaltsartikel. Töpfe, Pfannen, Kasserollen, Reiben, Schüsseln, Kuchenbleche …«

Weiter kam Tox nicht. Der Bandit gab ihm einen Kinnhaken.

Tox fiel um wie eine gefällte Eiche.

Lassiter, der Phoebe an der Hand hielt, spürte, wie sie zusammenzuckte, als hätte sie selbst den Schlag abbekommen.

Der Vertreter rappelte sich stöhnend auf. Blut sickerte ihm aus den Mundwinkeln. Er wischte es mit der Manschette ab, rückte seine Brille zurecht und betastete seine losen Zähne.

»Oh, ein Remington«, sagte der Bandit und griff nach Lassiters Colt. »Du bist gut bestückt, mein Junge. Ich wette, deine Börse ist rappelvoll.«

»Geht so.« Lassiter hielt ihm seinen Brustbeutel hin.

Der Wegelagerer warf einen Blick hinein und stieß einen kurzen Pfiff aus. »Tod und Teufel! Das sind ja gut dreihundert Dollar!«

»Dreihundertsechzig«, präzisierte Lassiter.

Die Faust des Banditen zuckte vor, aber Lassiter war den Bruchteil einer Sekunde schneller. Er packte den Schläger beim Gelenk und hielt es fest.

Der Bandit wollte sich losreißen, aber was Lassiter einmal gepackt hatte, gab er so schnell nicht wieder frei.

»Loslassen!«

»Nur, wenn Sie Ihre Fäuste bei sich zu behalten«, sagte Lassiter ohne Gemütsregung.

Sein Rivale presste ihm den Revolver in den Bauch. »Nicht so frech, Großmaul! Am Ende ziehst du den Kürzeren, verlass dich drauf!«

Im Hintergrund krachte es dumpf, mehrmals nacheinander. Die Fahrer warfen die Gepäckstücke neben den Wagen. Der zweite Bandit fing an, die Koffer und Säcke zu durchwühlen.

Sein Kumpan baute sich vor Phoebe auf.

Sie streckte ihm verängstigt ihr schmales Portemonnaie hin. »Hier, bitte sehr.«

Er sah darüber hinweg auf ihre Brustpartie. »Oha, da hat dir der liebe Gott aber einen prächtigen Balkon spendiert. Los! Zeig mir die Dinger mal ohne das überflüssige Drumherum!«

Lassiter stellte sich vor Phoebe und blickte dem Maskierten in die Augen. »Bis hierher und nicht weiter«, sagte er leise, aber bestimmt.

Der Mann mit dem Colt zögerte. Vermutlich wog er ab, ob sich das Wagnis lohnte, jemanden aus einer Laune heraus mit Blei zu spicken. Im County herrschten strenge Gesetze. Mit den Rangers war nicht zu spaßen, und Richter Northfields Todesurteile waren bis weit über die Grenzen bekannt.

»Nehmt das Geld und zieht eurer Wege«, sagte Lassiter.

»Sag uns nicht, was wir tun oder lassen sollen.« Der Bandit sammelte Speichel im Mund und spuckte in den Sand. »Wir wissen selbst, wie der Hase läuft. Also halt deine Zunge im Zaum, stranger.«

Er trat zu seinem Komplizen. Beide steckten kurz die Köpfe zusammen, wobei sie Phoebe hin und wieder einen abschätzenden Blick zuwarfen. Schließlich befahlen sie den Kutschern, ihre Beute auf ihr Packpferd zu verladen.

Die Reisenden atmeten befreit auf – zu früh, wie sich prompt herausstellte.

Der Bandit mit dem Revolver trat zu Phoebe. »Du kommst mit uns«, sagte er hart.

»Nein!« Sie prallte schockiert zurück.

Lassiter wollte eingreifen, da spürte er jäh den harten Druck des Winchesterlaufs zwischen seinen Schulterblättern. »Wenn du dich bewegst, bist du tot, stranger

Lassiter zog es vor, still zu stehen.

Jetzt bedauerte er es, dass er nicht sofort zur Waffe gegriffen hatte, als die Wegelager aufgetaucht waren. Aber wie sollte er wissen, dass die Desperados nur zu zweit waren? Bei einem Überfall bestand immer die Gefahr, dass sich ein Komplize der Banditen mit einem schnell schießenden Gewehr im Hinterhalt versteckt hielt, um im Notfall die Fronten endgültig zu klären.

So musste Lassiter mitansehen, wie die beiden Strolche die junge Frau zu ihren Pferden zerrten. Einer hob Phoebe in den Sattel, schob sich dann hinter sie und schwenkte drohend seinen Revolver. Der Mann mit der Winchester nahm das Packpferd an die Leine und wandte sich nach Westen. Bevor er losritt, wandte er sich den ausgeraubten Passagieren noch einmal zu.

»Angenehme Weiterfahrt!«, höhnte er.

Plötzlich geschah das Unerwartete. Die ältere Nonne trat zu Lassiter. Aus den Tiefen ihres faltigen Gewandes brachte sie einen kurzläufigen Pocketcolt zum Vorschein.

»Können Sie damit etwas anfangen?«, fragte sie.

»Bei Gott, Sie schickt mir der Himmel!« Lassiter riss ihr die Waffe aus der Hand.

Zuerst feuerte er auf den Mann, der mit Phoebe auf dem Pferd saß.

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